Freitag, Dezember 30, 2011

Einen guten Rutsch ins Jahr 2012

Silvester ist wieder einmal die Zeit um auf das vergangene Jahr zu blicken. Für Karin und mich ein sehr aufregendes Jahr mit viel Neuem. Viele schöne Touren gelangen im alten Jahr, oftmals mussten wir aber auch vor dem Gipfel umkehren (für alle Statistikfetischisten, wir haben 62400 hm gemacht (11550 hm davon mit Skiern). Vorallem Pakistan und Nepal hinterließen bleibende Eindrücke.
Wir sind schon wieder auf dem Weg zu unserem Silvesterbiwak und wir lesen uns hoffentlich wieder alle gesund und munter im neuen Jahr. Allen ein gesundes und gutes Jahr 2012.


Nachtschitour Wallberg - 29.12.2011

Gestern gings mit Fabian, Kathrin, Marc und Alex (ein Freund von Kathrin und Marc) am Abend noch auf den Wallberg. Das Wetter war ok, wenn auch der kalte Wind etwas nervte. Fabian kehrte etwas unterhalb der Wallbergbahnbergstation um worauf auch Kathrin und Marc umkehrten. Alex, Karin und ich stiegen noch den Rest zum Gipfel auf (ca. 1000 hm, 2:25 h). Die Abfahrt war dann überraschend gut, weitgehend flauschiger Pulver. Um kurz vor 11 Uhr kamen wir dann nach 3 Stunden wieder am Auto an und machten uns auf den Weg nach München. Danke Jungs und Mädels für die schöne Feierabendtour.
2011_12_29_NachtskitourWallberg

Dienstag, Dezember 27, 2011

Schitour Götschen - 26.12.2011

Seit Nepal hatten wir uns nicht mehr bewegt und so nutzten wir den Besuch bei Karins Eltern für unsere erste Schitour in dieser Saison. Leider ist die Schneelage immer noch recht dürftig und so spazierten wir nur auf den Götschen, aber das zumindest von Bischofswiesen aus (ca. 700 hm, 1:25 h). Die Temperaturen lassen den Schnee sich setzten, hoffen wir mal, dass das die benötigte Unterlage für die diesjährige Tourensaison wird.
2011_12_26_SkitourGoetschen

Samstag, Dezember 10, 2011

Kienberg - 10.12.2011

Dieses Wochenende war ich alleine bei meinen Eltern. Um nicht ganz aus der Übung zu kommen (und um meine neuen Schuhe zu testen) gabs einen Spaziergang über die Weissewand aufs Kienbergkreuz (1 Stunde 40 Minuten, 650 hm) und weiter aufs Brandköpfl (10 Minuten, 50 hm). Der Schnee zwang mich dann nicht aufs Stanserjoch oder aufs Halsl weiter zu gehen sondern zur Rodelhütte abzusteigen. Eine nette Winterwanderung (3 1/2 Stunden, 850 hm), wobei die Rinne an der Weissenwand ziemlich unangenehm war (mehr/harter Schnee wäre besser gewesen).
2011_12_10_Kienberg

Dienstag, November 29, 2011

Nepal - 01.-29.11.2011

Wieder ist viel Zeit vergangen und viel ist passiert. Nach unserem Abu Dhabi Aufenthalt gings nach Kathmandu und dort saßen wir dann erst mal fest. In mehrfacher Hinsicht, zum einen auf der Toilette und zum anderen war im Khumbu schlechtes Wetter und damit nichts mit fliegen (nach 7 Tagen saßen 3000 Touristen in Lukla fest -Spiegelartikel10-/-Spiegelartikel11-). Nach 3 Tagen Wartezeit entschieden wir uns dann schlussendlich mit einem Hubschrauber nach Shurke zu fliegen, ca. 650 hm unter Lukla. Wir waren einfach nur froh aus Kathmandu raus zu kommen (der Smog, der Dreck und das Essen hatten uns das erste und einzige Mal in unserem Urlaub Durchfall und Kotzen beschert).
Was gibt es dann alles vom Trekking zu erzählen? Wir waren anfänglich geschockt wie touristisch es im Khumbu ist. Man kommt sich wie die goldene Gans vor, die ständig gerupft wird. Böse Zunge behaupten in Nepal gibt es 3 Religionen: Hinduismus, Buddismus und Tourismus! Unser Guide (Prem) und die tolle Landschaft haben aber wieder vieles wett gemacht.
Das Trekking in Zahlen:
105 Stunden Gehzeit, in denen wir 205 km zurückgelegt und 16700 hm gemacht haben.
Gipfel: - Imja Tse, 6189 m
            - Lobuche East (center summit), 6070 m / 6119 m
            - Pokalde (Nordgratgipfel), 5758 m / 5808 m
            - Kala Patthar, 5550 m
            - Chhukhung Ri, 5550 m
            - Gokyo Ri, 5360 m
            - Nangkar Tshang Vorgipfel, 5326 m
Pässe: - Kongma La, 5546 m
           - Cho La, 5368 m
           - Renjo La, 5360 m
Prem nahm uns dabei etwa 20 kg ab (+ ca. 10 kg seines eigenen Zeugs), Karin schleppte ca. 12-15 kg und ich ca. 22-25 kg. Mit Prem, unserem Guide/Porter, waren wir überaus zufrieden. Der Climbing Guide Bisnu war zwar schon 2 Mal am Everest und etliche Male auf Cho Oyo, Makalu, Manaslu und Anapurna, qualitativ ist er aber nicht mal ein schlechter FÜL! Wer eigenständig "klettern" will, ist wahrscheinlich ohne Climbing Guide besser aufgehoben. Blöderweise muss man einen haben, um das Permit für die Besteigung zu bekommen. Also ist man in einer Zwickmühle, entweder kein Permit und riskieren erwischt zu werden, oder einen nervenden Climbing Guide für schlechte Leistung bezahlen.
BlogNepal

Die Organisation des Trekkings und der Permits hat Khem von Scenic Adventure übernommen, dafür noch mal Danke.
Die 9 Wochen sind viel zu schnell vergangen. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft (ohne Hintergedanken) in Pakistan haben uns sehr beeindruckt. Dafür ist Bergsteigen in Nepal (zumindest im Khumbu) mit ähnlich wenig Aufwand wie in den Alpen verbunden (Lodges <---> AV-Hütten). Wir haben noch nie ein solches Drecksloch wie Kathmandu gesehen (auch nicht in Pakistan!). Ich denke wir werden beide Länder wieder besuchen wobei wir in Nepal eine touristisch weniger erschlossene Gegend suchen werden.

PS: Die Pakistanfotos sind jetzt im Pakistanartikel eingefügt.

Montag, Oktober 31, 2011

Pakistan - 24.09.-30.10.2011

Nun sitzen wir im Emirates Palace in Abu Dhabi. Zum ersten Mal Zeit die letzten Wochen Revue passieren zu lassen.

Als wir Ende September in Islamabad ankamen war es sehr heiss, die Luft stand richtig. Nach unserem Flug nach Skardu, vorbei am Nanga Parbat, war es dort nicht viel besser, nur nachts kuehlte auf ca. 15 Grad ab. Nach 1 1/2 Rasttagen, die unser Guide brauchte um die Unterschriften des Militaers fuer unser Permit zu bekommen, gings per Jeep durchs Shigar-Valley nach Askole. Eine Fahrt von der wir viel gehoert hatten. Die haarigen Stellen sahen wir aber gar nicht weil wir sie erst bei Dunkelheit passierten. Am folgenden Tag gings dann mit unserem Guide (Hameed), dem Koch (Wolli), 3 Portern (Ibrahim, Sheer und Bashir) und 4 Portern mit Tragtieren (Kasim und Ibrahim, die anderen 2 sandten wir schon nach 4 Tagen von Urdokas zurueck und lernten sie deshalb nicht richtig kennen) los. Ueber Jhula, Paju, Horbuse, Urdokas (alles Camps auf festem Boden) und Goro II (ab hier alle Camps am Gletscher) gings in 6 Tagen zum Concordia-Platz. Das Wetter war ein Traum und so konnten wir sogar den K2 (normalerweise sehr oft in Wolken) wolkenlos sehen. Ich hatte mich in Askole erkaeltet, das stoerte zwar anscheinend meine Akklimatisation nicht, aber das staendige Gehuste (spaeter ein Reizhusten den ich auch spaeter nicht mehr los werden sollte), Geschniefe und die Halsschmerzen nervte allerdings. Da zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass wir den Gondogoro La nicht queren koennen (die Fixseile wurden schon entfernt und 2 Schweden die es 1 Woche vor uns versuchten mussten beim Versuch umkehren) machten wir Plaene fuer die naechsten Tage. Zum K2 BC, zurueck, 2 Tage zum G2 BC, weiter zum Ali Camp, zurueck zum Concordia und nach Askole. Am Weg ins K2 BC fand ich nahe dem Broad Peak BC auch einen schoenen Block zum Bouldern. Die sternklare Nacht auf 5000 m war eiskalt und am naechsten Tag verschlechterte sich das Wetter zusehens. Wir stiegen bis zum Fuss der Suedwand auf (bis zu den ersten grossen Spalten, 5100 m) dann besuchten wir das K2 Memorial und kehrten zum Concordia-Platz zurueck. Dort gabs dann auch das erste Mal 10 cm Neuschnee und daraufhin entschieden wir uns abzusteigen. Auch in Goro II fing es an zu schneien. Wir konnten jede Menge beeindruckende Lawinen aus den steilen Flanken beobachten. In Urdokas konnten wir den staerksten Schneefall in der Huette des Militaerchefs aussitzten, bis unser Messtent aufgestellt war. Trotz der Schneefaelle riss es jeden Tag auch kurzfristig auf. Alle waren durch die vorhergegangenen Tage ziemlich geschlaucht, so beschlossen wir in Urdokas einen Pausetag einzulegen (da es wieder das erste Lager auf festem Grund und dadurch etwas waermer war). Wir wollten diesen Tag nutzen, um einen Versuch zum "False Summit" des Urdokas Peak zu starten. Wir kaempften uns durch Neuschnee eine teilweise fast unangenehm steile Rinne mit losem Material hinauf. Ziemlich am Anfang des Grats stellte sich uns eine ziemlich steile Platte mit Schneeauflage in den Weg. Der Schnee hatte nicht verfestigt und es hatte sich nur wenig Eis gebildet. Nach einem eher halberzigen Versuch die Barriere zu ueberwinden, gaben wir nach 3 h und 600 hm auf, um keinen schlecht gesicherten Sturz zu riskieren. Beim Abstieg rutschte ich dennoch aus und zerriss mir meine GoreTex Hose. Als wir in Paju ankamen waren wir nach 9 Tagen nur Fels und Eis froh wieder ein paar Baeume zu sehen. In Jhula entschieden wir uns ins Dumurdu-Valley zum Panmarh Gletscher zu gehen. Auf der Alm Tchok bauten wir unser Lager in einem kleinen Waeldchen auf. Bei ein paar Schaefern kauften Kasim und ich eine Ziege, die von ihm geschlachtet wurde und so bekamen wir unser erstes Fleisch seit 2 Wochen. Nach einer Tagestour zum Panmarh Gletscher stiegen wir nach Korophong ab und bevor es nach Askole zurueck ging, boulderten wir in einem Blockfeld kurz vor Askole. Dort hatten wir die Moeglichkeit bei einem Tee in Kasims Haus zu sehen wie die Menschen hier leben. Die Fahrt nach Skardu fand dann im Hellen statt. 7 h, Zeit genug um Angst zu haben. In Skardu legeten wir 2 Tage Pause ein, ausruhen, essen, Bazaar besuchen und Satpara Lake ansehen. Danke an Syed von Vertical Explorers fuer die gute Organisation, Hameed, dem Koch und den Portern fuer das unvergessliche Erlebnis und dem Team vom Hotel Snowland fuer die angenehme Zeit.
BlogBaltoro

Die Minibusfahrt nach Gilgit war dann wieder (An-)Spannung pur, senkrechte Felswaende und im Tal der reissende Indus. In Gilgit stiegen wir im Medina ab, ein Treff fuer Backpacker und fuer uns die ersten Europaer nach 3 Wochen. Gilgit selbst gefiel uns nicht wirklich, deshalb fuhren wir moeglichst schnell ins Hunza-Valley nach Karimabad weiter. Tolle herbstliche Farben empfingen uns, leider aber war das Wetter nicht mehr so gut wie in den letzten Wochen. Einen Tag machten wir einen Ausflug zur Ultar-Meadow und dem Hon-Pass (↑ 1850 m, 5 3/4h; ↓ 1850 m, 3 h). Dabei quert man unter anderem eine Felswand entlang eines Wasserkanals. Leider begann es auf ca. 4000 m stark zu schneien und die Sicht war den ganzen Tag eher bescheiden. Beim Abstieg luden uns ein paar Jaeger zu einer Suppe ein, aus Voegeln die sie geschossen hatten. Von Karimabad aus fuhren wir dann nach Ata Abad (mit dem gesamten buerokratischen Primborium), querten den See und uebernachteten in Passu, dem letzten Ort vor Sost, der Grenzstadt vor dem Khunjarab Pass nach China. Dort lernten wir einen Schweizer Professor kennen, der Messungen am Batura Gletscher macht. Am Rueckweg wanderten wir ueber die laengste Haengebruecke des Karakorums (mit 1/2 m Brettabstaenden). Zurueck in Karimabad waren die Feierlichkeiten zum Gedenken an den ersten Besuch des Aga Kahns mit tollen Bergfeuern. Ein Vorsteher eines Gemeindehauses (dem Ismailischen Gegenstueck einer Moschee) lud uns zu einem Tee ein. Von Karimabad gings wieder zurueck nach Gilgit und von dort in 18 h nach Rawalpindi. Eine wilde Fahrt auf dem weitgehend unbefestigten KKH durch Indus Kohistan, eine der Tribal Areas. In Pindi wars dann wieder sehr heiss. Wir verbrachten die letzten Tage auf den Bazaaren von Pindi und Islamabad, sahen die beeindruckende Sheikh Faisal Mosque und Daman-e-Koh. Das totale Fluhafenchaos in Pindi brachte uns dann mit Verspaetung hierher. 2 genussvolle Tage im totalen Luxus (ein wirklich krasser Gegensatz zu den letzten 5 Wochen) haben wir jetzt zum Ausspannen bevor es nach Nepal weiter geht.
BlogKKH

Uebrigens haben wir uns in Pakistan kein einziges Mal wirklich unsicher gefuehlt. Die herzliche, gastfreundliche Art der Menschen, speziell in den Northern Areas, machte diesen Teil der Reise zu einem wunderschoenen Erlebnis. Ein totaler Widerspruch zu dem Bild, dass man durch die Medien von diesem Land hat. Uebrigens werden alle Touristen die durch Askole kommen registriert und das waren dieses Jahr 680 Trekker und Kletterer im Baltoro und  Hispar Gebiet.

Montag, Oktober 24, 2011

Pakistan Update 24.10.2011

So liebe Leute, viel haben wir erlebt. Wir haben geschwitzt, gefroren und viel gestaunt. Der Baltoro Trek war super. 17 Tage zuerst bei bestem Wetter zum Concordia Platz und weiter zum K2 BC. Dann Wettersturz und 4 Tage Schnee. Abgestiegen und zum Panmarh Gletscher aufgestiegen. Insgesamt haben wir 7200hm rauf und runter gemacht und zwar in 83 Stunden Gehzeit. Ausserdem sind es ca 160-180km zu gehen. Die Jeepfahrten nach Askole und zurueck waren echt "Heart Stopping". Unsere Porter und unser Guide waren der Wahnsinn und es hat einfach Spass gemacht.
Danach gings von Skardu nach Gilgit und weiter ins Hunza-Valley. Wunderschoene Herbststimmung, bei leider nicht mehr ganz so gutem Wetter. Wanderung ueber Ultar zum Hon-Pass (1850hm) und eine Fahrt ueber den See bei Ata Abat nach Passu mit der laengsten Suspension Bridge im Karakorum (zu Fuss, mit 1/2 Meter Abstaenden zwischen den Brettern).
Die Northern Aereas sind einfach der Wahnsinn. Wunderschoene Natur und unglaublich herzliche Menschen.


Freitag, September 23, 2011

Pakistan/Nepal

So liebe Leute, lange haben wir drauf gewartet, Samstag gehts los! Das heißt es wird hier höchstwahrscheinlich sehr ruhig sein. Fünf Wochen sind wir im Baltoro und Hunza Gebiet in Pakistan. Möglicherweise gibts in Abu Dahbi Anfang November ein kleines Update. Im Anschluss an Abu Dhabi gehts dann noch 4 Wochen ins Kumbu in Nepal.
Wie sehen uns im Dezember.
Karin und Flo(h)

Samstag, September 10, 2011

Bouldern Buchenhain - 10.09.2011

Das gute Wetter und der Umstand, dass sich bis zu unserer Abreise kein Tag in den Bergen mehr ausgehen wird, trieb uns heute mit dem Fahrrad nach Buchenhain, um unsere Arme zulaufen zu lassen. Ein netter Ausflug (40 km mit dem Fahrrad) mit Musikuntermalung durch die Floße auf der Isar. Das Bouldern war überraschend gut (trotz Sonne in einigen Abschnitten) und man traf sogar alte Bekannte.
Fazit: Wer bei so einem Wetter in eine Halle geht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Montag, September 05, 2011

Wilde Leck Ostgrat - 04.09.2011

Für Samstag war ein Geburtstagsausflug mit Jamie geplant. Vollbepackt gings zur Ambergerhütte (Karin und ich mit Rädern und einem Anhänger samt Jamie, alle anderen zu Fuß). Auf der Hütte genossen wir die Sonne und die super Bewirtung von Lydia und Serafin und ihrem Team. Nach dem Abendessen und einem Gläschen Wein hieß es aber Schlafengehen, da der Sonntag früh beginnen und lange dauern sollte.
Weil das Wetter für Sonntag Nachmittag weniger gut angesagt war, standen wir um 4 Uhr auf und eine Stunde später starteten wir Richtung Wilde Leck. In 2 Stunden gings über einen Wanderweg zur Gletscherzunge des Sulztalferners und über diesen und dem Wilde-Leck-Ferner in einer weiteren Stunde zu den Gletscherschliffplatten am Fuße der Wilden Leck. Die Steigeisen wurden gegen Helm und Gurt getauscht und eine 1/2 Stunde später standen wir nach etwas Schottergewühle auf dem Ostgrat (3 1/2 Stunden, 1000 hm). Drei Innsbrucker die hinter uns gestartet waren, schlossen hier zu uns auf. Der Grat ist zu erst nur Gehgelände, ab den Platten vor dem ersten Gendarmen hieß es dann zupacken. Hier holten wir auch unser Seil heraus. Der weitere Grat ist durchgängig Kletterei im II-III Grad, mit Einzelstellen IV (Rissverschneidung), teilweise schön luftig. 2 Stunden dauerte die Kletterei, die von mir aus noch länger dauern hätte dürfen.
Nach einer kurzen Rast am Gipfel gings über den Normalweg zum Wilde-Leck-Ferner hinunter (Stellen II, schottrige Bänder, rote Markierungen). Das Gelände lag Karin nicht wirklich (da war der Mut dann aufgebraucht). Ziemlich langsam, nach 1 1/2 Stunden, erreichten wir den Gletscher und nach einem Verhauer, der uns direkt in den kleinen Bruch leitete, 45 Minuten später die Gletscherzunge wo wir Pause machten und unser Gerödel verräumten. Der restliche Abstieg zur Ambergerhütte war nur noch die Pflicht nach der Kür und so konnten wir uns 1 1/4 Stunden später ein Schnitzel schmecken lassen. Nach Gries gings dann mit den Rädern wesentlich schneller und erst als wir Ötz erreichten, begann es zu regnen.
Eine tolle Tour, leider etwas langer Zustieg für die kurze Kletterei. Diese ist allerdings wirklich sehr schön, an perfektem Fels, zum Absichern reichen ein paar Schlingen und ein oder zwei Camelots 0,75-1.
2011_09_04_WildeLeck

Montag, August 29, 2011

Breithorn (Loferer Steinberge) - 28.08.2011

Dieses Wochenende wurde es Zeit unser zweites Rätsel zu lösen. Karin musste Samstag arbeiten, deshalb bot sich der Sonntag für tagesfüllende Rätselfreuden an. Das Breithorn (2415m) in den Loferer Steinbergen war unser Ziel. Für alle denen der Name bekannt vorkommt, letztes Jahr besuchte ich die Nordwand des Breithorns mit Nihat.
Wir starteten vom Loferer Hochtal aus mit dem Rad über den Pass Strub. Nach 40 Minuten und 150 hm radeln (zuerst vom Hochtal hinunter und dann über den Pass Strub nach Waidring wieder hinauf) stellten wir die Räder ab und stiegen über den Forstweg zur Jägeralm auf (45 Minuten, 350 hm). Hier zweigt der Griesbachersteig zum Waidringer Nieder ab (3 Stunden, 1250 hm). Der Steig führt zuerst durch einen Larchwald, dann über Schotter und Schrofen hinauf zur Guten Wand und dann mit vereinzelter Seilversicherung in das Joch zwischen Breithorn und Mitterhorn (Waidringer Nieder). Nach einer Brotzeit gingen wir den SW-Grat des Breithorns an. 40 Minuten, 150 hm und ein paar IIer Stellen später standen wir am Gipfel und hielten endlich unser zweites Rätsel in Händen. 40 Minuten kostete auch der Abstieg zurück in den Waidringer Nieder und weitere 30 Minuten hinunter zur Schmidt-Zabierow Hütte. Wir stärkten uns mit Suppe und Kaiserschmarrn bevor wir die restlichen 1200 hm ins Loferer Hochtal in Angriff nahmen (1 1/2 Stunden). Mit dem Auto holten wir in Waidring noch die Räder und somit hatten wir nach 8 Stunden (Geh-/Fahrzeit) und 1900 hm unser zweites Rätsel gelöst. Eine schöne Tour bei perfekter Sicht wegen des Kalteinbruchs einen Tag zuvor.
2011_08_28_Breithorn

Dienstag, August 23, 2011

Klettern Rosengarten - 20./21.08.2011

Über Karins Geburtstag gings dieses Mal zum Alpinklettern in den Rosengarten. In aller Frühe fuhren wir von meinen Eltern aus nach Bozen und über den Karerpass zur Frommeralm. Von dort gings mit dem ersten Lift auf die Köllner Hütte und in nicht ganz 2 Stunden über einen netten Klettersteig zum Santnerpass (Klettersteig ist übertrieben, auch ohne Probleme ohne Metall begehbar, Helm ist aber nicht verkehrt). Nach einer kleinen Mittagspause kletterten wir die Dülfer (5-6 SL, IV+) in der Rosengartenspitze (2981 m) Westwand. Eine ganz nette Route die keinerlei Sicherungen hat. Stände sind teilweise sehr gut an Sanduhren zu machen und mit Keilen und Friends aufzubessern. Nach der Schlüssellänge (dunkler Kamin, IV+) musste ich für einen Stand dann sogar einen Haken schlagen. Der Fels ist in der Tour leider nicht immer ganz fest. Die Kletterschuhe haben wir allerdings nicht ausgepackt, sondern sind alles in unseren Salomons geklettert. Abgestiegen wird über den Nordgrat und die Westwandkamine (Normalweg), Stellen II und 4 x Abseilen. Nach der Anstrengung der Tour erholten wir uns auf der Gartlhütte zusammen mit den Jungs und dem Bergführer (Erich) die wir beim Abseilen getroffen hatten.
2011_08_20_Rosengartenspitze
Am nächsten Morgen stiegen wir recht Früh in die Südostwand des Stabelerturms (2805m) ("Normalweg", 6-8 SL, IV-) ein. In der 3. SL trafen wir auf 4 Jungs die gerade vom Winklerturm kamen und die Überschreitung der Vajolet-Türme vor hatten. Am Gipfel (der überraschend geräumig war) bekam Karin ihre Geburtstagstorte und ein Ständchen gesungen und dann gings schon zum Abseilen in die Nordwand (auch an diesem Tag hatten wir unsere Kletterschuhe nicht angezogen). Die ersten zwei Abseillängen bis zum Klemmblock zwischen Stabeler- und Delago-Turm sind wirklich eindrucksvoll, 600 m Luft unterm Hintern und einen Wahnsinnsausblick. Vom Klemmblock aus benutzt man dann die Abeilpiste des Delagoturms (2 x 60 m oder 4 x 25 m). Nach der Kletterei stiegen wir zur Vajolet Hütte ab und umrundeten die Rosengartenspitze im Osten (Passo Coronell). Nach der Abfahrt mit dem Laurin-Lift gings noch schnell ins Inntal und mit dem letzten Lift zur Tulfeinalm, um unser erstes Rätsel am Glungezer zu lösen (Aufstieg: 600 hm, 1 Stunde 10 Minuten, Abstieg: 1600 hm, 1 Stunde 10 Minuten).
2011_08_21_VajoletTürme
Damit ging ein anstrengendes, aber auch sehr tolles Wochenede zu Ende.

Dienstag, August 16, 2011

Nadelhorn / Allalinhorn - 13.-15.08.2011

Ein langes Wochenende lag vor uns (in mehrerer Hinsicht). Freitag Abend nach einem kleinen Sommerfest in unserem Haus starteten wir in Richtung Wallis. Kurz vor dem Oberalppass und nach einem fast Zusammenstoß mit einem Rehbraten schliefen wir (in unserer Biwakschachtel, Opel Astra) und legten den Rest der Strecke am Samstag in der Früh zurück. In Sass Fee angelangt, hieß es dann auch gleich "Aufi aufn Berg" und so legten wir den Weg zur Mischabelhütte (3335 m) über die Trift in 4 Stunden zurück (1500 hm). Dort trafen wir uns mit meinen Eltern, wegen denen wir eigentlich ins Wallis gekommen waren. Nach dem super Abendessen spazierte ich noch aufs Schwarzhorn (3620 m), um mir unseren Weg für den nächsten Tag anzusehen.
Der Sonntag begann um 3 Uhr mit dem Frühstück und um 20 Minuten vor 4 Uhr konnten wir dann endlich den Aufstieg beginnen. In 40 Minuten stiegen wir bis kurz unters Schwarzhorn und zogen uns die Eisausrüstung an. Über den Hobalmgletscher gings dann ins Windjoch (3850 m, von der Hütte ca. 500 hm in 2 Stunden), wo wir den Sonnenaufgang genießen konnten. In weiteren 2 Stunden wanderten wir den Nordostgrat bis unter den Gipfelaufbau. Die Wartezeit, bis drei größere Seilschafte vor uns wieder vom Gipfel herunter kamen, nutzte ich um zum nordwestlichen Vorgipfel (4290 m) zu kraxeln. Der Gipfelaufbau war dann in wenigen Minuten geschafft und so konnten wir am Gipfel (4327 m) das perfekte Wetter und den grandiosen Rundumblick genießen. Dann hieß es aber auch wieder absteigen und nach einer kurzen Pause im Windjoch kamen wir 2 1/2 Stunden später wieder auf der Mischabelhütte an. Weitere 3 Stunden und 1500 hm später beglichen wir unsere Parkrechnung und fuhren mit den Eltern auf einen Campingplatz in Saas Grund, froh darüber bei immer stärker aufziehenden Wolken nicht mehr auf der Hütte zu sein. Nach einem Käsefondue, einem Liter Wein und zwei Schnapserl fielen wir alle wie tot ins Bett (respektive Auto).
2011_08_14_Nadelhorn

Sonntag, 6 Uhr. Wenn schon Wallis, dann aber auch noch irgendwas zum Abschluss. Das Wetter war mies, aber was solls, fürs Allalinhorn (4027 m) sollte es schon reichen. Mit dem Alpin Express und der Metro Alpin erreichten wir in wenigen Minuten unseren Ausgangspunkt, Mittel Allalin (3460 m) und das für spottbillige 62 CHF pro Person. Die Skipiste war schnell gequert und auf etwa 3550 m begann der eigentliche Aufstieg. Bei Nebel folgten wir der sehr eingewehten Spur durch die Bruchzone bis ins Feejoch (3826 m). Von hier gings in einer fast noch schlimmeren Suppe die Westflanke hinauf bis zum Gipfel. Immer wieder zogen die Wolken herum und so konnten wir zumindest manchmal sehen, dass wir nicht so verkehrt unterwegs waren (Spur gab es durch die Verwehungen praktisch nicht). Nach 2 1/4 Stunden (580 hm) standen wir am Gipfel und zwar als erste und alleine. Nach einer 1/4 Stunde des Wartens auf ein Wetterfenster stiegen wir wieder ab. Nun begegneten uns jede Menge anderer Seilschaften (die auch kein besseres Wetter bekommen sollten), die unsere Spur nutzten und nach 1/2 Stunde standen wir wieder in Mittel Allalin, wo wir uns eine Jause schmecken ließen. Und dann hieß es leider Heim fahren, wieder 6 Stunden zurück nach München...
2011_08_15_Allalinhorn

Ein super Wochenende mit Karin und meinen Eltern. Schaun wir mal welche weiteren Ziele locken.

Montag, August 08, 2011

Marco e Rosa / Piz Bernina-Versuch Nr. 2 - 06./07.08.2011

Bei nicht wahnsinnig guter Vorhersage starteten Claudi, Peter und ich um 8 Uhr in Morteratsch mit den Rädern (übrigens bei Bombenwetter). Nach etwas weniger als einer 1/2 Stunde (100 hm) konnten wir die Räder an der Gletscherzunge abstellen und über das Blankeis zum Zusammenfluss des Pers- und Morteratsch-Gletschers aufsteigen (1 1/2 Stunden, 400 hm). Von hier gings über eine Moräne auf die Isla Pers und weiter im Fels bis zum Beginn des Firnfeldes auf der Isla (1 1/2 Stunden, 450 hm). Nach einer Mittagspause gings über das Firnfeld bis unter die Fortezza (1 Stunde 50 Minuten, 550 hm). Diese lies sich im Gegensatz zum Winter sehr einfach überwinden, leider fiel mir bei einer Unachtsamkeit mein Guide und ein Tibloc hinunter (1 Stunde, 100 hm). Von der Fortezza gehts noch 350 hm bis unter den östlichen Bellavistagipfel und von dort eben über die Bellavistaterrassen. Das vorhergesagte Schlechtwetter traf uns kurz vor den Terrassen und so wurde das letzte Stück zur Marco e Rosa zum Blindflug entlang einer bestehenden Spur (2 1/2 Stunden). Zwischenzeitlich müssen wieder 200 hm durch die Brüche unterhalb des Piz Zupo abgestiegen werden. Nach 8 Stunden 50 Minuten Gehzeit und 1950 hm erreichten wir bei zunehmend schlechter werdendem Wetter das Refugio Marco e Rosa. Zusammen mit drei Berlinern (Julia, Ben und Stefan) harrten wir auf besseres Wetter. Aber der Sonntag brachte dann das vorhergesagte Schlechtwetter und bei einer Sicht von unter 10 Metern und einer eingewehten Spur entschieden wir uns gegen den Abstieg über die Bellavista. Die einzige Alternative war der Abstieg nach Süden zum Refugio Marinelli. Wir stiegen, bei einem Sturm der uns fast von den Beinen riss, den Klettersteig durch die Wand unterhalb des Refugios ab (300 hm, 40 Minuten). Den Gletscher gings dann erst in südwestlicher Richtung abwärts (da ist uns Claudi auf einer Brücke bis zur Brust eingebrochen) und dann in Folge nach Süden fast eben bis zum Passo Marinelli (300 hm, 2 Stunden) und von dort einem guten Steig folgend bis zur Hütte (200 hm, 20 Minuten). Dort freundeten wir uns gleich mit einer CAI Gruppe an, die wegen eine Konzertes am Samstag auf der Hütte war (Armonie del Bernina). Mit den Italienern wurde dann gegessen, getrunken, gesungen und gespielt und um 15 Uhr hieß es absteigen. Nach 1 Stunde 50 Minuten erreichten wir (so wie zuvor auch, im strömenden Regen) den Stausee Campo Moro im Valmalenco (ca. 1000 hm). Zwei der Jungs fuhren uns noch zum Bahnhof nach Sondrio, wo wir zwar einen Zug nach Tirano erwischten, aber keine Rätische Bahn mehr über den Berninapass. Von Tirano aus teilten wir uns zu sechst ein Taxi und um 20 Uhr kamen wir endlich wieder an unseren Autos in Morteratsch an. Für Peter und mich hieß es aber noch eine kleine Laufrunde einlegen und die Räder vom Beginn des Gletschers holen. Um 21 Uhr konnte ich endlich nach München los fahren und um 1 Uhr morgens schlug ich todmüde zu Hause auf.
Auch wenns schon wieder nichts mit der Bernina war, wars trotzdem eine tolle Tour mit Claudi und Peter.
2011_08_06_MarcoERosa

Samstag, Juli 30, 2011

Dalfazer Wasserfall und Kienberg - 29./30.07.2011

Freitag Nachmittag testeten Karin und ich den neuen Klettersteig am Dalfazer Wasserfall. Eigentlich wollten wir die Mehrseillängentouren links vom Fall klettern, leider fanden wir den Einstieg nicht auf Anhieb und da es ziemlich nass durch den Regen der letzten Tage war entschieden wir uns für den Klettersteig der schon von weitem gut sichtbar war. Der Steig ist zwar nur sehr kurz (Zustieg 25 Minuten, Steig 20 Minuten, Abstieg 25 Minuten), aber doch relativ gut zum Hinlangen. Von der Aussichtsplattform des Wasserfalls hatten wir einige Zuschauer die uns auch begeistert zuwinkten. Oben gabs dann zur Feier des Tages einen Champagner. Und nach dem Abstieg trafen wir noch die letzten Vorbereitungen für Samstag.
2011_07_29_DalfazerWasserfall

Vor dem Trubel des Tages fand ich noch etwas Ruhe in einer kleinen Wanderung aufs Kienbergkreuz. Um kurz vor 5 Uhr gings los übers Wasserschloss. Am Kienberg kam ich dann um 6 Uhr zum vorhergesagten Sonnenaufgang an (den man aber wegen Wolken nicht sah). Nach einem Abstecher zum Brandkopf, stieg ich wieder übers Wasserschloss ab (weil ich meine Regenhülle am Weg verloren hatte). Durch den Regen wars ein wenig feucht und rutschig, aber in Ordnung zum gehen und um 1/2 8 Uhr konnte ich mich noch 2 Stunden hinlegen.
2011_07_30_KienbergKreuz

Die Feier war dann wunderschön, danke an alle die dabei waren und das Fest so unvergesslich gemacht haben. Danke sagen Karin und Flo(h)!

Sonntag, Juli 17, 2011

Innsbrucker Klettersteig und Brandjöcher - 16.07.2011

Endlich konnten Karin und ich wieder was gemeinsam machen. Um kurz nach 8 Uhr fuhren wir mit der zweiten Hungerburgbahn auf die Hungerburg und weiter aufs Hafelekar. Von dort in 5 Minuten zum Einstieg, leider dachten sich das mehr Leute und so hieß es hier zum ersten Mal im Stau stehen. Die meisten langsamen Geher konnten wir aber problemlos überholen und so standen wir nach 2 Stunden und 400 hm (durch das ganze auf und ab) am Langen Sattel. Zur Östlichen Sattelspitze und dem Einstieg des zweiten Teils sind es weitere 100 hm (35 Minuten mit Brotzeit). Beim zweiten Teil hieß es dann etwas fester zupacken und diesmal kam das Klettersteigset an ein paar Stellen sogar zum Einsatz (55 Minuten, ca. 50 hm, mehr wird hier im Abstieg gemeistert). Vom Frau Hitt Sattel weitere 350 hm aufs Vordere Brandjoch (2559m) (1 Stunde 5 Minuten). Der "Klettersteig" war dabei eher für die Katz, aber der Berg an sich ist sehr schön. Nachdem wir schon gute 900 hm gemacht hatten beschloss Karin am Vorderen Brandjoch zu warten, während ich noch aufs Hintere Brandjoch (2599m) wanderte. Der Abstieg in die Einschartung zwischen den Brandjöchern ist einfach aber schottrig. Zum Hinteren Brandjoch ist es dann gleich schottrig, allerdings etwas anspruchsvoller (aber erst im Abstieg). Vorderes Brandjoch - Hinteres Brandjoch: 10 Minuten, Retour: 20 Minuten.
Am Ende fehlte dann nur noch die Pflicht nach der Kür, der Abstieg zur Seegrube (1 1/2 Stunden). Dabei trafen wir dann Paul mit dem wir dieses Stück gingen. Eine landschaftlich sehr schöne Tour, die zwar nicht wahnsinnig anspruchsvoll ist, dafür aber recht lang (ca. 7 Stunden, 1000 hm).
2011_07_16_InnsbruckerKlettersteig

Samstag, Juli 09, 2011

Guffert Nordanstieg - 09.07.2011

Da Karin leider arbeiten musste, wanderte ich heute mit Susi zum Guffert über den Nordsteig. Obwohl wir relativ spät starteten waren die Temperaturen in Ordnung und nach 2 Stunden 50 Minuten standen wir am Gipfel (2 Stunden zum Einstieg, 35 Minuten bis zum Ostgrat und weitere 15 Minuten auf den Gipfel, 1200 hm). Der Abstieg über die Südseite gestaltete sich dann etwas heißer. Nach 2 1/2 Stunden kamen wir wieder am Auto an ohne in ein Gewitter gekommen zu sein. Eine nette Wanderung die etwas Trittsicherheit verlang. Mit Karin will ich mir dort mal den Südgrat ansehen.
2011_07_09_Guffert

Montag, Juli 04, 2011

Alte Westwand am Kleinen Watzmann - 02./03.07.2011

Nach einem genialen Abendessen im Interconti am Freitag und einem ausgiebigen Frühstück am Samstag trafen Karin und ich uns mit meinen Eltern am Königsee. Mit dem Boot gings nach Bartholomä und dann per pedes über den Rinkendelsteig zur Kühroint (2 1/2 Stunden, 800hm). Meine Eltern stiegen wieder nach Königsee ab wären Karin und ich auf der Kühroint (leider hat Stefan die Alm nicht mehr) übernachteten. Uns Ziel für Sonntag war die Westwand der Watzmannfrau (kleiner Watzmann, Zustieg ins Kar 1 1/2 Stunden). Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und so wurde nichts aus der Direkten Westwand (V/V+). Aus den Rissen und Verschneidungen tropfte das Wasser, aber die Alte Westwand (III+) sah trocken und kletterbar aus. Die Schlüsselstelle ist ziemlich luftig, allerdings ist genau dort auch ein Bohrhaken. Die Stände sind mit Ringhaken versehen, ein Keilsortiment oder zwei, drei Friends und einige Schlingen machen sich ganz gut. Die steckenden Normalhaken sind durchwegs neuerem Datums und sitzen alle gut (musste keinen nachschlagen). Ab dem Westwandband gings dann wieder frei in Richtung Gipfel. Schon während des Kletterns begann es leicht zu schneien, und am Gipfel erwartete uns ein regelrechter Schneesturm (vom Einstieg 2 1/2 Stunden). Schnell stiegen wir über den Ostgrat und den Mooslahnerkopf ab (2 Stunden) und gönnten uns an der Kühroint ein Spezi (45 Minuten). Insgesamt benötigten wir für die Runde 7 Stunden und weitere 1 1/4 Stunden für den Abstieg nach Königsee. Eine nette, überraschend luftige Kletterei, bei der man im Gegensatz zum Watzmann meist alleine sein dürfte.
2011_07_03_AlteWestwand

Donnerstag, Juni 23, 2011

Ross- und Buchstein - 23.06.2011

Mit Anne und Simon unternahmen wir heute trotz relativ schlechtem Wetter eine Wanderung auf den Rossstein und zur Tegernseer Hütte. Vom Parkplatz bei Bayerwald gings in 2 Stunden die 800 hm über die Sonnbergalm direkt hinauf zur Tegernseer Hütte und in 5 Minuten weiter auf den Rossstein. Beim Anstieg regnete es leider immer wieder (teils stark), was unserer Laune aber keinen Abbruch tat. Während die anderen sich eine Suppe schmecken ließen, kraxelte ich noch schnell auf den Buchstein (was bei Starkregen ganz schön rutschig sein kann). Nach unserer Pause stiegen wir über die Nordseite zur Rosssteinalm und von dort wieder über die Sonnbergalm zum Auto ab. Trotz Schlechtwetter eine wunderschöne Tour mit Anne und Simon (wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Tour).
2011_06_23_RossUndBuchstein

Montag, Juni 13, 2011

Biancograt/Piz Bianco - 12.06.2011

Der Biancograt....kaum ein (halbwegs) ambitionierter Bergsteiger der den Namen nicht kennt. Der wahrscheinlich bekannteste und schönste Anstieg der Alpen. Im weiteren Verlauf kann man dann über einen schmalen Felsgrat auf den Piz Bernina (oder auch nicht). Begonnen hatte alles am Samstag in Pontresina mit Tommi bei Regen. Den Hüttenzustieg zur Tschierva-Hütte, eigentlich landschaftlich der Wahnsinn, brachten wir in 2 3/4 Stunden hinter uns. Am Abend kam auch noch ein Bergführer (Edi) und sein Gehilfe (Lukas) mit vier Kunden und dem Ziel Biancograt an der Hütte an.
Um 3 Uhr beim Aufstehen hatte sich das Wetter nur soweit verändert, dass kein Regen mehr aus dem Nebel fiel. Naja egal, Start um 3:45 Uhr. Bei der Querung unterm Monteratsch passierte uns dann unser erstes Missgeschick, ein Verhauer und zwar ein gewaltiger. Wir suchten den Übergang zuerst zu hoch, als wir ihn nirgends fanden stiegen wir zum Bruch ab und versuchten es dort. Als wir dann Edi mit den Anderen weiter oben sahen, stiegen wir wieder auf (die hatten aber auch einen Verhauer) und nach einer Stunde waren wir endlich wieder alle am richtigen Weg. Der Vorteil für uns, Edi und seine Gruppe hatten Schneeschuhe dabei und konnten uns eine gute Spur am Gletscherbecken unter der Fuorcla Prievlusa anlegen. Der Klettersteig zur Fuorcla war dann total vereist und Seil war auch (noch?) keines drinnen. Trotzdem war er schnell geschafft und ich spurte weiter zur Fuorcla hinauf. Hier standen wir zum ersten Mal in der Sonne (leider erst nach 5 Stunden statt der eingeplanten 2-3 Stunden, der knietiefe Schnee hatte uns alle ziemlich gebremst). Der Felsgrat zum eigentlichen Biancograt war dann lustige Steigeisenkletterei und das Spuren unter dem großen Gendarmen glich eher einem Schwimmen in bauchtiefem steilen Faulschnee als Bergsteigen. Aber nach 2 1/4 Stunden war auch dies geschafft und wir standen endlich am Joch vor dem letzten Gendarmen und sahen den Grat vor uns (leider nicht ganz weil durch die Erwärmung die Nebel herauf gezogen waren und wir ab dieser Zeit den Rest des Tages im Nebel standen). Die Spurerei wurde am eigentlichen Biancograt leider nicht weniger oder besser. Der Altschnee war leider nicht verfestigt und so sanken wir bei jedem Schritt über die Knie ein. Tommi und ich wechselten uns ab und nach etwa der Hälfte des Grates holte uns auch noch Lukas ein und spurte auch etwa 1/4. Den Rest spurten wir im Wechsel mit Edi bis zum Gipfel. Diesen erreichten wir nach 3 1/4 Stunden also nach 10 1/2 Stunden von der Tschierva aus (wir hatten mit Trittfirn und ca. 6 Stunden gerechnet). Ein Blick auf den Verbindungsgrat zur Bernina lies unser Herz in die Hose rutschen. Die Schlüsselstelle der Tour, eine III in trockenem Fels, war voller sulzigem Schnee auf allen Türmen und Flanken. Edi beschloss hier umzukehren, zu groß wäre das Risiko mit der Guppe in dem Schnee abzurutschen und sich zu verletzen bzw. die ganze Gruppe in den Tod zu reißen. Da er die Tour kennt und damit auch die Möglichkeit sie bei diesen Bedingungen zu klettern (und abzusichern) einschätzen konnte, schlossen wir uns seiner Entscheidung an. Zusammen mit den anderen kehrten wir um (also keine Nudeln im Winterraum der Marco e Rosa Hütte, sondern den ganzen Mist wieder zurück). 60 Minuten später erreichten wir wieder den großen Gendarmen und weitere 3 Stunden, einige beschissene Abkletteraktionen, einer großen Lawine in der Ostflanke und einem Hosenbodenrutschabstieg von der Fuorcla später standen wir wieder am Gletscherbecken unter der Fuorcla und waren glücklich die Steigeisen endlich ausziehen zu können. Die restlichen 2 Stunden zur Tschierva-Hütte verliefen ereignislos und so fielen wir 17 Stunden nach unserem Aufbruch in unser Lager, mit etwas angeschlagenem Stolz (naja in letzter Zeit war ich bei meinen Touren etwas erfolgsverwöhnt). Zurück blieben Eindrücke von einer wunderschönen Tour (auch ohne 4000er) und dem Lob und Anerkennung (und das von einem Bergführer) für unsere Spurarbeit.
Sonntag: Es regnet und zwar den ganzen Weg nach Pontresina, immerhin auch 2 1/4 Stunden. Leider wird der Weg durchs Val Rosseg nicht kürzer. Auch wenn es hier schön ist haben wir vorerst die Schnauze gestrichen voll vom Oberengadin. Den Piz Bernina probieren wir sicher wieder, allerdings nicht mehr über den Biancograt, vielleicht über die NW-Wand? Aber wer kann schon über sich sagen den Biancograt eingespurt zu haben und auf ihm auf- wie auch abgestiegen zu sein.
2011_06_12_Bianco

Sonntag, Juni 05, 2011

Olperer Südostgrat-Nordgrat Überschreitung - 04.06.2011

Nach einem eingeschobenen Arbeitstag am Freitag, gings Samstagfrüh zum Schlegeisspeicher. Um 5:30 Uhr startete ich zur Olpererhütte (600 hm, 1 Stunde) und von dort direkt weiter Richtung Südostgrat (Schneegupfgrat, Riepengrat) des Olperers. Über Blockgelände gings auf den Schneegupf, der leider ziemlich sulzig war, allerdings hatte eine Seilschaft vor mir relativ gut gespurt. Vor dem abschließenden Felsgrat überholte ich die Beiden dann und erreichte den Gipfel nach 2 1/2 Stunden von der Hütte aus (1100 hm). Netter Grat und vor allem der Block vor dem Gipfel hatte es (ich bin direkt drüber gegangen) schon in sich. Nach einer kurzen Verschnaufpause (und ein wenig zusehen wie sich die Beiden fast im Seil erhängt hätten) stieg ich über den Nordgrat ins Schigebiet ab. Die Sicht war wie beim Aufstieg beschissen, die Kletterei aber nicht schwer und ganz nett (wobei die Trittspanngen das Leben vor allem mit dünner Schneeauflage schon um einiges leichter machen). Auch die Schlüsselstelle war kein Problem (was zwei Typen die mir entgegen kamen glaube ich nicht so sahen) und so stand ich nach einer Stunde im Schigebiet. Im Nebel suchte ich mir meinen Weg zurück zur Olpererhütte (1 Stunde), wo ich mein wohlverdientes Frühstück (Speck mit Ei) bekam. 40 Minuten später erreichte ich das Auto und konnte auf eine schöne Solobegehung zurückblicken. Beide Grate sind gut mit Trittspangen gesichert (II/B, aber Achtung, es ist kein Klettersteig). Auf- und Abstieg sind jeweils 1700 hm und insgesamt brauchte ich etwas über 6 Stunden.
2011_06_05_Olperer

Donnerstag, Juni 02, 2011

Hochferner Nordwand - 02.06.2011

Seit Jahren stand die Wand an, leider kam immer wieder was dazwischen, aber gestern Abend fuhren wir (Peter und ich) endlich nach Stein im Pfitschertal und stiegen in der Abenddämmerung zum Hochferner Biwak zu (1 3/4 Stunden von der 3. Kehre). Dort waren wir nicht alleine, Andreas und Matthias (witzigerweise kennen die beiden die Vroni) waren schon etwas länger da und wollten auch die Hochfernerwand machen.
Um 4 Uhr läutete dann mein Wecker, aufstehen, anziehen und um 4:30 Uhr losstarten. Als wir am unteren Eisbruch ankamen sahen wir Andreas und Matthias zu uns heraufsteigen, sowie drei andere Seilschaften, die von der 3. Kehre her kamen. Na gut, also weniger Einsamkeit und mehr Trubel, was solls. Den ersten Bruch überwanden wir frei und auch darüber gings zügig ohne Seil voran. Auch am oberen Bruch entschieden wir uns das Seil im Rucksack zu belassen, um noch etwas Zeit gut zu machen, die wir beim Stapfen im Mittelteil verloren hatten (im teilweise ziemlich grundlosen Sulz). Über dem oberen Bruch hieß es dann Seil raus und stapfen und möglichst in keine der großen Spalten fallen. Aber auch die größte Spalte ließ sich Dank einer tragenden Brücke gut überwinden und so stand nur noch das (leider grundlos weiche) Gipfelfirnfeld zwischen uns und dem Hochfernergipfel. Nach 4 Stunden standen wir dann am Gipfel und leider im Nebel. Die anderen Seilschaften hatten wir nur kurz über dem ersten Eisbruch gesehen, als wir den zweiten bereits überwunden hatten (die haben wohl alle gesichert). Das Wetter verschlechterte sich zusehends und so machten wir uns an den Abstieg durch die Südflanke und den Weißkarferner zum Sommerweg der Hochfeilerhütte. Nach 3 1/4 Stunden und einer mehr oder weniger nervigen Almwanderung waren wir zurück am Auto und genossen die letzten Sonnenstrahlen (ich hoffe die Anderen habens auch irgendwie trocken geschafft).
Nette Eiswand mit 55° wobei der Mittelteil flacher ist und der Eisbruch steiler (allerdings nie steiler als 75°). Bedingungen waren so lala, aber eigentlich nicht schlecht. Die Kletterteile waren blank, nur für den Firn in den flachen Stücken war es deutlich zu warm.
2011_06_02_HochfernerNord

Montag, Mai 30, 2011

Weißseespitze Nordwand - 28./29.05.2011

Dieses Wochenende war eine kleine Eistour mit Claudi und Peter geplant. Eigentlich wollten wir über die Nordwand der Weißseespitze auf diese und dann zum Brandenburgerhaus. Dort übernachten und weiter zum Fluchtkogel und zurück zur Weißseespitze. Ein schöner, gemütlicher Plan um die beiden ans Gehen im Eis zu gewöhnen. Leider machte uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Nach viel zu warmen Tagen, regnete es den ganzen Freitag und am Samstagmorgen hing dicker Nebel am gesamten Weißseeferner. Auch gegen Mittag riss es immer noch nicht auf und wir marschierten Richtung Falgin Joch los. Die Wand sahen wir kein einziges Mal und so versuchten wir vom Joch aus den ersten Teil des Westgrates. Durch die sehr warmen Bedingungen war aber das Vorankommen ohne Schi teilweise etwas mühsam. Auf etwa 3250 m (ja es waren wirklich nur 500hm die wir an dem Tag gemacht hatten) kehrten wir um und fuhren wieder zum Bus ab. Der neue Plan war schnell gefasst. Im Bus schlafen und auf besseres Wetter am Sonntag hoffen. Und siehe da, gegen 16 Uhr lichtete sich der Nebel und es wurde eine strahlende Nach, was die Bedingungen in der Wand massiv verbesserte.
Am Sonntag starteten wir um kurz nach 6 Uhr und zogen zügig Richtung Wand. Schon im untersten Teil tauschten wir die Schi gegen Steigeisen und wühlten uns zusammen mit zwei anderen Seilschaften durch den zum Teil grundlosen Schnee. Eine Tourengruppe hinter uns stieg etwas weiter westlich mit Schiern auf und umging damit das Schneegewühle. Nach 3 1/2 Stunden standen wir dann am Gipfel und konnten das grandiose Panorama bei bester Fernsicht genießen. Mit den Schi gings dann etwas östlich der Weißseespitze (vor dem Zahn) in die Nordhänge (kurzzeitig sogar mit traumhaftem Pulver) und hinunter zum Nörderschartl. Von dort konnten wir die Pisten zurück zum Auto nutzen. Eine schöne, relativ kurze Tour die für Eisnovizen bestens geeignet ist (Achtung Spalten, Lawinen usw.) und bei der wir wieder mal unsere Ausrüstung nur spazieren trugen.
2011_05_28_Weissseespitze

Montag, Mai 23, 2011

Alpin EH am Brauneck - 21./22.05.2011

Dieses Jahr bot die IG-Klettern wieder einen Alpin EH und behelfsmäßige Bergrettungs-Kurs an. Dabei übten Karin und ich mit Angela, Elisabeth, Jaro und Ronny was zu tun ist wenns mal blöd läuft. Im Gegensatz zum letzen Mal (vor zwei Jahren hatten wir schon mal an so einem Kurs teilgenommen) war das Hauptaugenmerk diesmal auf der behelfsmäßigen Bergrettung. So wurde gebastelt und geübt bis die Seilverlängerung, Flaschenzüge usw. saßen. Ein lehrreiches und lustiges Wochenende an dem auch das Wetter bestens mitspielte. Ein Dank noch mal an Flo und Bernd von der Bergwacht und an Benni für den genialen Schweinebraten.
2011_05_21_AlpinEH

Sonntag, Mai 15, 2011

Karabinertests bei Mammut und Klettern im Schlüchttal/Schwedenfels - 12.-14.05.2011

Donnerstag hatten wir (Severin und ich) Messzeit bei Mammut in der Sturzanlage. War sehr interessant zu sehen wieviel Karabiner, Seile und vor allem Dyneema-Schlingen aushalten (ein guter Grund keine Angst mehr vor Stürzen zu haben). Freitag war dann Auswerten und Aufarbeiten in Zürich an der ETH angesagt und Samstag konnten wir uns endlich dem Klettern widmen. Mit dem Fahrrad fuhren wir von Wil nach Waldshut und weiter ins Schlüchttal zum Schwedenfels (ca. 38 km). Ziemlich cooler Granit, mit super abgesicherten Touren, einiges von Robert Jasper eingerichtet. Um mich an den Fels zu gewöhnen, machte ich den Sachsenweg (1.Sl 4+, 2.Sl 5-) unter einmal und dann den Sachsenweg direkt (5+). Dadurch eingewöhnt ging noch Ursus horibilis (7-) als flash und zum Abschluss vor der Heimfahrt konnte ich auch noch die Schwedenverschneidung (6) abhaken. Severin boulderte Eiszeit (8-) aus, die ich im Toprope probierte. Im zweiten Versuch konnte Severin sie beinahe punkten, wäre er nicht von einem Tritt nach den Schlüsselstellen gerutscht (naja mehr Glück beim nächsten Mal). Auf der Heimfahrt holte uns dann das vorhergesagte schlechte Wetter ein und wir kamen ganz schön nass wieder in Wil an. Ein schöner Klettertag, wirklich "by fair means", mit immerhin fast 75 km Radfahren.
2011_05_13_ZürichSchwedenfels

Samstag, Mai 07, 2011

Klettern Chinesische Mauer - 07.05.2011

Nachdem ich gestern mit Claudi und Laura die Isar-Trails unsicher gemacht hatte bekam ich in der Früh die Rechnung präsentiert, nämlich Halsschmerzen (naja kann auch an den Bieren danach gelegen haben). Auf jeden Fall war der Zustieg zur Chinesischen Mauer mit Tom schon ein Horror. Aufwärmen in "Die Raupe" (6b/6b+) war dann auch eher nicht. Nach einer Pause gingen dann aber zumindest jeweils die erste Seillänge vom "Pagodenweg" (5c) und "Mai Ling" (6a) und zum Schluss noch der "Sonntagsspaziergang" (6a+). Damit haben wir zwar nicht schwer geklettert, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.
2011_05_07_ChinesischeMauer

Sonntag, Mai 01, 2011

Klettern im Eselsburgertal - 01.05.2011

Auf dem Rückweg von Kathrins und Matthias Hochzeit in Obersonthofen (Schwaben) machten wir einen Kletterabstecher ins Eselsburgertal auf der Ostalb. Trotz Ausfallerscheinungen vom letzten Abend war das Klettern überraschend gut und Karin stieg auch eine Route vor (ohne Zwang meinerseits ;-)). Nettes Gebiet mit festem Fels, vielleicht ein wenig abgespeckt aber auf jeden Fall einen Besuch wert.
2011_05_01_KletternEselsburgertal

Dienstag, April 26, 2011

Bleau 16.-24.04.2011

Die meisten Menschen sind einfach gestrickt. Sie kommen zu den ewig gleichen Orten zurück, tun immer und immer wieder die gleichen Dinge. Wir auch!

16.04. Anreise/Cuisiniere
Nach einer 8 stündigen Fahrt kamen wir zu Mittag in Barbizone an. Ein Einkauf bei Decathlon bescherte uns ein neues, großes Zelt (der letztjährige Regen war uns eine Lehre, dass nach einer Woche im Schlamm die gebückte Haltung in meinem Exped-Zelt extrem nervt). Claudi, Laura und Vladi warteten in Grez sur Loing schon auf uns und so starteten wir noch nach Cuisiniere. Die Nacht- (oder Halbnacht-) fahrerei forderte allerdings ihren Tribut und so wurde dieser erste Nachmittag eher ein Felsstreicheln und "Wirsindinurlaubbier" trinken als bouldern.
2011_04_16_Cuisiniere

17.04. Canche aux Merciers
Als auch Marie, Wini und Feli angekommen waren, entschieden wir uns für Canche aux Merciers. Ein räumlich kleines aber mir sehr ans Herz gewachsenes Gebiet. Wie immer musste ich die Dachkante neben Supercrack machen (hier merkte ich wie nötig ich richtigen Fels hatte, die Hooks saßen anfänglich nicht und die schlechten Griffe fühlten sich unmöglich an, im zweiten Versuch gings dann aber wieder spielend). Le Nez direct (fb 7a+) ging immer noch nicht, Le Nez (fb 6c) dafür gleich im ersten Versuch. Nachdem in Supercrack (eigentlich La Grande Marche fb 7a+) ein paar Engländer spielten, hatten wir eine gute Ausrede dieses geniale Rissdach anzufassen und mitzuspielen. Seit drei Jahren fasse ich jedes Jahr hin, aber der enge Riss weißt mich jedes Mal zurück. So auch dieses Jahr, aber eng ist ein ziemlich dehnbarer Begriff und nach einigen Versuchen fehlte mir nur noch das Nachschnappen mit der Rechten in den besonders schlechten zweiten Griff. Als dieser Griff endlich ging, kam ich so gepumpt an der Dachkante an, dass ich  noch vor dem Mantle fiel......DAMN......Pause und endlich gehts und sieht auch total flüssig und entspannt aus (angefühlt hat es sich eher nach....au au au au AUTSCH). Ein genialer zweiter Tag...meine erste fb 7a+!...es kann ja nur noch besser werden.
Auch für Karin liefs gut, eine ganze Reihe orangene Probleme fielen und so schmeckte uns beiden das Apres Boulder Bier umso besser.
2011_04_17_Canche aux Merciers

18.04. Potala
Es war heißt, unerträglich heiß. Obwohl Potala weitgehend im Wald liegt war an hartes Bouldern kaum zu denken. OK vielleicht fühlte ich mich auch schlecht weil ich mir offensichtlich einen Sonnenbrand geholt hatte und vor allem meine Kopfbedeckung vergessen hatte. Eine Stoffwindel von Feli schaffte Abhilfe, aber der Schädel war da und das lätschig sein auch. Also ab in den Schatten, rumgeflätst und blöd geredet....das kann ich immer.
2011_04_18_Potala

19.04. Bas Cuvier/Buthiers
Potala war uns eine Lehre. Um der Hitze ein Schnippchen zu schlagen, legten wir in Bas Cuvier eine Frühsession ein. Um 8 Uhr abfahren, kurzes Frühstück im Gebiet und dann im ältesten und größten Gebiet von Bleau anreißen. Anreißen war jetzt vielleicht etwas übertrieben, nach ein paar Versuchen in Cortomaltese (fb 6c+/7a) und Helicopter (fb 7a) hatte ich nämlich böse Arm und Schulter! So ein Dreck, aber gut für Karin, die hatte damit nämlich ihren persönlichen Spotter. Einer mit einem lahmen Flügel aber dummes Quatschen ging ja noch, besser als nichts. Vladi probierte noch Joker (fb 7a), aber ziemlich bald holte uns die Hitze wieder ein.
Damit Karin noch ein wenig Fels anfassen konnte, fuhren wir am Abend mit Marie nach Buthiers, Der orangene Circuit dort hat zwar ein paar hohe Probleme ist aber eigentlich richtig schön. Der getapte Arm machte in dieser Liga auch wieder mit und so konnten wir die ersten 30 Probleme (von 44) lösen. Im Dunkeln machten wir uns noch eine Grill-Calzone, wieder ein fast perfekter Tag.
2011_04_19_Bas Cuviere-Buthiers

20.04. Pausetag Paris
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Pausetag = Paris. Eine einfache Gleichung und die geht immer auf. Bootsfahrt auf der Seine, romantisches Abendessen, was will man mehr.
2011_04_20_Paris


21.04. Petit Bois
Nachdem wir ja schon wussten, dass:
Hitze = schlecht
versuchten wir es einfach mit:
Hitze + Laubwald = OK.
Petit Bois bei Nemours ist das Gebiet mit Big Jim (fb 6c, High Ball, 5 1/2-6 m), La Baleine (fb 7a+) und L'œuf (fb 7b), vor ein paar Jahren besuchten wir es schon einmal. Seit damals hatte sich viel getan. Der gelbe und der Blaue Circuit wurden neu markiert und vor allem vom Dickicht befreit. La Baleine sieht immer noch beeindruckend aus und Big Jim ist immer noch "scheißenhoch", da hatte sich also nichts geändert. Vladi, Wini und ich spielten ein wenig an Big Jim, später dann an La Baleine (dort spielte eher nur Vladi). Nach einer Pause verließen uns Laura, Claudi und Vladi. Wini und ich widmeten uns wieder Big Jim. Die wackeligen Passagen bis zum letzten Loch vor der Kante spielten sich immer besser ein, aber die Sprünge und Stürze aus über 3 Meter (Fußhöhe) flößten mir zunehmend Respekt ein. Der Dynamo aus dem Loch an die Kante wollte (vor allem mit dem Schiss vor der Absprunghöhe) nicht klappen. Auch die finnischen Jungs, die noch mit uns probierten schafften den Zug nicht. Erst als ich mich entschieden hatte Big Jim dieses Jahr keinen Besuch mehr abzustatten löste sich die Anspannung und Karin und ich konnten noch ein paar blaue und gelbe Probleme lösen um den Tag ausklingen zu lassen.
2011_04_21_Petit Bois


22.04. Cuisiniere
Karfreitag, der Wald von Franchard war voll und heiß. Die Sonne brannte noch unbarmherziger als die Tage zuvor und mein Flügel lahmte wieder mal. Karin und ich hirschten durch den Wald auf den Spuren des orangenen Circuit, der eher etwas mit Orientierungslauf zu tun hatte als mit Bouldern, aber trotzdem irgendwie...eigen, weil schön war er nicht. Als wir wieder zu den anderen stießen, konnte ich zumindest Pas Glop (fb 6a) flashen. Das wars für den Tag dann aber auch. An einem Schiffsbug (fb 6b) etwas unter Karma biss ich mir am letzten Zug die Zähne aus.
2011_04_22_Cuisiniere

23.04. 95,2
Nach der großen Hitze hatte es in der Nacht endlich geregnet, Petit Bois fiel damit aber flach. So schwenkten wir auf 95,2 um, wo jeder von uns noch eine Rechnung offen hatte. Claudi war am Morgen nach Hause gefahren und auch Marie, Wini und Feli kamen nicht mehr mit. Zu viert spielten wir am Weg nach 95,2 an Yogi und Yoga, unter anderem weil der Parkplatz voll war und wir fürchteten wie in Cuisiniere überrannt zu werden. Diese Furcht stellte sich als unbegründet heraus. Der Hügel von Retour aux Sources war schon fast gespenstisch leer. Duel dans la Lune (fb 6c) lag im Schatten und nach einigen Versuchen konnte ich das Problem wieder lösen. Wie Rude Boy (fb 7a) allerdings gehen soll ist mir ein Rätsel (für Vladi nicht der hats nämlich weg gehauen). Auch an Retour aux Sources (fb 7a+) spielte niemand, nur ein paar Franzosen picknickten und verräumten ganz unauffällig eine Stahlbürste als wir ziemlich missbilligend zu ihnen sahen. Die Züge bis zum Zugreifen vor dem Ohr liefen auf Anhieb recht gut, aber da der Block voll in der Sonne lag und ich mir sowieso wenig Illusionen über meine Fähigkeiten die nächsten Züge zu lösen machte, wechselte ich zu Tentation (fb 7a). Den Hook vom letzten Jahr konnte ich nicht setzten und auch sonst fühlten sich alle Züge falsch an. Auch Vladi hatte Probleme bis zur Zange an der Vorderkante zu kommen.....meine Laune ging eher gegen Null. Also wieder abflaken. Nach einiger Zeit und einem Schläfchen kamen Gabs, Dani und Andre vorbei. Dani spielte mit mir Tentation weiter während die Anderen an Retour aux Sources bastelten. Plötzlich hielt der Hook und auch die Züge fielen leichter (was sicher nichts damit zu tun hatte, dass die Sonne nicht mehr direkt drauf knallte, ich Hornochse). Einige weitere Versuche und plötzlich hatte ich die Ausstiegskelle in der Hand, ganz einfach, warum nicht gleich?
Karin hatte an diesem Tag ihren gehassten Zwerg rein durch Technik gelöst (wirklich schön und vor allem reproduzierbar) und so konnten wir getrost entscheiden am nächsten Tag die Heimreise anzutreten. Das Gewitter und der Regen in der Nacht bestärkten uns nur noch in unserer Entscheidung.
2011_04_23_95,2

25.04. Isar
Einen Tag und 900 km später an der Isar liegend hat das schreiben richtig Spaß gemacht. In Erinnerungen schwelgen, auch wenn diese erst ein paar Tage alt sind. Ich möchte allen für den schönen Urlaub danken. Allen voran Karin, die mich auch noch erträgt wenn ich ein Problem gelöst habe und ihr dann jeden Zug schon mindestens zum 20sten Mal erklärt habe. Aber auch Laura, Vladi, Claudi, Marie, Wini und Feli für das wahrscheinlich entspannteste Bleau überhaupt......Danke.

Sonntag, April 10, 2011

Bouldern in Buchenhain und am Beach - 09./10.04.2011

Da Karin am Samstag arbeiten musste fuhr ich mit dem Fahrrad nach Buchenhain und boulderte dort ein wenig. Die kurze Session war für Buchenhain überraschend gut und somit das Wetter perfekt genutzt.
Sonntag waren wir dann beim Geburtstag von Karins Tanten in Franken. Den Vormittag nutzten wir aber noch an der Mühlwand (Beach) in Velden um ein wenig zu bouldern und uns für nächste Woche in Bleau warm zu machen.
2011_04_10_BouldernBeach

Montag, April 04, 2011

Piz Palü Überschreitung und Fortezza - 02./03.04.2011

Das letzte Wochenende mit seinem super Wetter sollte der krönende Abschluss für diese Tourensaison werden. Aus diesem Grund fuhren wir (Karin, Stephan, Peter und ich) ins Oberengadin zur Diavolezza Talstation um am Samstag zum Berghaus Diavolezza aufzusteigen und Sonntag den Palü zu machen. Der Aufstieg durch das Schigebiet zeigte sich aufregender als gedacht und wir konnten zusehen wie Lawinen vom Hubschrauber aus abgesprengt werden. Trotz dieser Verzögerung von 45 Minuten konnten wir das Berghaus Diavolezza nach 3 1/4 Stunden (900 hm) erreichen. Der Ausblick in den Thronsaal der Alpen war dann der Lohn für den Aufstieg (und den Sonnenbrand).
Sonntag starteten wir dann um 6 Uhr mit einer knackigen (weil pickelhart, steil und in Fels durchsetztem Gelände) 200 hm Abfahrt auf den Pers Gletscher. Dort wurde aufgefellt und bei langsam beginnender Dämmerung gings über stufiges Gelände zum unteren Eisbruch. Durch diesen hindurch und immer weiter Richtung der Schulter östlich des Piz Palü. Die vielen anderen Leute störten eigentlich nicht weiter, nur 3 Führergruppen mit insgesamt über 20 Leuten nervten im letzten Hang vor der Schulter brutal. Auf der Schulter ließen wir unsere Schi nicht zurück, da wir am Vorabend gehört hatten, dass die Überschreitung ganz gut gehen sollte. Nach 4 Stunden erreichten wir alle den Hauptgipfel und konnten (im Gegensatz zu den Anderen die ihre Schi auf der Schulter zurück gelassen hatten) weiter Richtung Piz Spinas absteigen. Nach einem kurzen Abstieg durch einen Felsriegel gings dann auf Schiern weiter zur den Bellavista Terrassen und von dort aus Richtung Fortezza Grat. Leider verpassten wir die Einfahrt ins "Loch" und standen plötzlich vor der ersten Abseilstelle der Fortezza. Nach dreimaligem Abseilen kam eine ziemlich beschissene Querung in fauligem Schnee und zwei weitere Abseilstellen. Von dort aus wurde dann in teilweise hüfthohem Schnee zum letzten Gratabschnitt gequert und dieser in kombiniertem Gelände überklettert bis wir endlich (nach 3 Stunden Kampf und Krampf) unsere Schi wieder anziehen konnten. Der Fortezza Grat wird im Sommer mit WS / II angegeben, wobei es uns durch den sehr weichen Schnee etwas schwerer vor kam. Nach diesem Intermezzo fuhren wir die verbleibenden 1500 hm über den Monteratsch Gletscher ab. Die Rätische Bahn brachte uns schlussendlich nach einem wohlverdienten Radler zurück zu unserem Auto an der Diavolezza Talstation.
Insgesamt eine 10 1/2 Stunden Tour mit sehr eindrücklicher Landschaft und einigen (an der Fortezza) ziemlich ausgesetzten Stellen. Die perfekte Tour um die Saison zu beenden, danke noch mal an Stephan und Peter, dass sie uns auf dieser Tour begleitet haben.
2011_04_03_PizPalü

Montag, März 28, 2011

Schitour aufs Hohe Brett und die Lampsenspitze 26./27.03.2011

Obwohl das Wetter fürs Wochenende nicht wirklich gut angesagt war, konnten wir zwei wirklich schöne Schitouren gehen. Am Samstag das Hohe Brett (2338 m) im Berchtesgadener Land und am Sonntag die Lampsenspitze (2876 m) im Sellrain.

Das Brett folgt zuerst der Aufstiegsroute auf den Hohen Göll durchs Alpeltal. Auch dieses Mal hieß es tragen bis zur zweiten Steilstufe. Die Touren trennt sich dann am Anfang der Umgäng, auf  den Göll gehts durch die Umgäng zur Südrinne wärend man auf das Hohe Brett gleich die steile Rinne Richtung Gipfel empor steigt. Den Gipfel konnten wir nach 3:20 Stunden erreichen bei relativ wechselhaften Wetter und sehr starkem Wind. Im Gegensatz zum Göll hatten sich aufs Brett nur relativ wenige Schitourengänger verirrt. Die Abfahrt war dann bis auf ein Stück in der Mitte überraschend gut und nach einigen Pausen kamen wir wieder heil am Auto an.
2011_03_26_HohesBrett

Sonntag wollten wir eigentlich mit Tommi auf die Hohe Munde, das schlechte Wetter und die geringe Schneelage ließen uns dann aber weiter ins Sellrain fahren wo wir bei wirklich gutem Wetter (wer hat bei der Vorhersage auch gerechnet einen Sonnenbrand zu bekommen) auf die Lampsenspitze gingen. Bis zum Satteljoch benötigten wir 2:45 Stunden, wo Karin zurück blieb. In weiteren 10 Minuten waren wir dann zu Fuß am Gipfel, den wir sogar ein wenig für uns alleine hatten. Die Abfahrt gestaltete sich als wirklich interessant da der Schnee eine Mischung aus Harsch und Sulz war. Den Haxen hat sich keiner gebrochen und somit konnten wir die Supertour im Sonnenschein mit einem Weißbier beschließen.
2011_03_27_Lampsenspitz
Am Montag waren die Füße dann sogar ein wenig schwer nach so einem 2500 hm Wochenende.

Montag, März 21, 2011

Bouldern Chironico - 19./20.03.2011

Die starken Neuschneefälle und das kalte Wetter trieben uns (Laura, Steffi, Vladi und Stefan) dieses Wochenende ins warme Tessin zum Bouldern in Chironico. Die Sonne lies uns fast vergessen, dass an der Alpennordseite noch tiefster Winter herrscht. Viel gezogen habe ich nicht, aber das in der Sonne fläzen war die 5 Stunden Fahrt schon wert. Nächstes Mal dann wieder schwerer als 6a+/6b.
2011_03_20_Chironico
Richtig schöne Fotos hat der Vladi gemacht.