Sonntag, Juli 19, 2015

Bustour Teil 11 - Albanien und Montenegro - 14.-20.07.2015

Albanien und wir, das war nun wirklich eine Beziehung mit einem etwas schwierigem Start. Über die Grenze beim Ohridsee wurde das lang sehr karg und noch viel vermüllter als bisher (wir haben auf unserer Reise viel gesehen, aber Albanien überstieg alles bei weitem). Aber am auffälligsten war die Aggressivität der albanischen Autofahrer. Beim albanischen Fahrstil könnte man fast auf den Gedanken verfallen, das private Autobesitzverbot von Enver Hoxha war eine positive Sache und nur zur Sicherheit der Bevölkerung. Auf der anderen Seite waren die Campingplätze schön, sauber, gut ausgestattet und mit freundlichem Personal. Als wir nach ein paar Tagen Meer und Shkodrasee, einem Tipp folgend, einen kleinen Grenzübergang (Dogane) nach Montenegro nahmen, waren viele der schlechten Eindrücke vergessen. Die „Straße“ zu dem Grenzübergang entlohnte für vieles. Die neue Teerstraße, wird schnell zu einer Off-Road-Piste, auf der uns nur Geländewagen entgegen kamen (und zwar keine SUV und andere Möchtegerngeländewagen sondern das gute Zeug). Über den Allrad waren wir beim wühlen durch loses Material ziemlich froh und bis auf einen kleinen Aufsetzer reichte auch unsere Bodenfreiheit ohne weiteres aus. Die Straße und die Schluchten erinnerten sehr an Pakistan und so war der Kontrast noch stärker, als ohnehin schon, als wir in das grüne Montenegro kamen.
Montenegro durchquerten wir vom Südosten nach Norden und stellten vor allem fest, dass es nicht nur sehr gebirgig und bewaldet, sondern auch mit sehr vielen Schluchten und Felswänden gesegnet ist. Vor allem die Fahrt durch die obere Taraschlucht zur Tarabrücke war ein beeindruckendes Erlebnis. Am Ende dieser Fahrt gelangten wir ins Herz des Nationalpark Durmitor. Es gefiel uns so gut, dass wir kurzfristig alle unsere Pläne für die Heimfahrt über den Haufen warfen und mehrere Tage zum Wandern blieben. Für die Umrundung und dem Baden im Crno Jezero (Schwarzer See) braucht man keine 2 Stunden. Eine Wanderung auf den Mali Meded zieht sich dann doch ein wenig mehr. Zuerst gings am See vorbei Richtung Skigebiet Poljana (¾ Stunde, 140 hm) und dann nach Westen ins Velika Kali (1¼ Stunden, 400 hm). Über steile Wiesen und Schrofen geht’s hinauf auf den Grat der die ganze Meded-Kette verbindet (¾ Stunde, 250 hm) und von dort über den unschwierigen Grat zum Gipfel (¼ Stunde, 100 hm). Der Abstieg führte uns weiter nach Norden zu einem kleinen Pass (¼ Stunde) und hinunter in die Indini Dolovi (½ Stunde). Nach einem kurzen Gegenanstieg ging es hinunter zum Schwarzen See (1½ Stunden, 130 hm) und von dort wieder zum Camping (¼ Stunde, 30 hm). Wir waren nach dieser Runde (5½ Stunden, 1050 hm) ganz schön platt, man merkt, dass wir seit Monaten nichts Richtiges mehr gemacht haben.
Das Ende unserer Reise wird uns noch über ein kleines Stück Bosnien und Kroatien führen.
2015_07_14-20_AlbanienMontenegro

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