Sonntag, Juni 04, 2017

Signalkopf (Mittlerer Rotofen) Direkte Nordwand, Klettern am Aschi und Rauher Kopf - 03.-05.06.2017

Pfingstsamstag weckte uns perfektes Wetter und so stiegen Karin und ich von Hallthurm Richtung Rotofensattel auf. Kurz vor dem Sattel bogen wir unter die Nordwand der Signalkuppe (Löwenkopf, Mittlerer Rotofen) ab und folgten den Steigspuren bis zum Einstieg der Direkten Nordwand (4 SL, 6/5/6+/6+) (1½ Stunden, 600 hm). Leider war die erste SL pitschnass und so stieg ich nicht direkt ein, sondern stieß erst am dritten Bolt auf die Linie. Nach zwei Bohrhaken verließ ich die gebohrte Linie wieder und stieg in weniger nassem Gelände zum Stand hoch. Ab der zweiten SL wars dann nicht nur trocken, sondern auch überraschend steil, fest und ausgesetzt. Eine tolle Linie entlang von Rissen und Verschneidungen. Die letzte SL verläuft über zwei kompakte Pfeiler (original Route geht rechts über eine brüchige Verschneidung hinaus (4+)) in perfektem Fels bis direkt auf den Gipfel (2½ Stunden, 125 m). Das warme Wetter lud uns ein am Gipfel eine ausgedehnte Rast zu machen (½ Stunde) und den Blick im schönen BGL schweifen zu lassen. In unserem Rücken wälzte sich die Blechlawine der Pfingstferien-Nach-Süden-Fahrer gegen Salzburg (hier gute Gedanke dazu) und wir waren froh dem ganzen Wahnsinn, zu mindest dieses Wochenende, entflohen zu sein. Ein kurzer Abstieg (1 Stunde) und schon standen wir wieder am Auto und konnten rechtzeitig zum Abendessen zu Hause sein. Eine schöne Halbtagestour im Lattengebirge, für warme Sommertage.
2017_06_03_SignalkopfDirekteNord

Am Sonntag trübte es dann wie vorhergesagt ein, doch bevor es zu regnen begann gingen wir mit den Kindern noch Klettern am Aschi. Leider begann es promt bei der ersten Tour zu schütten und so durften zwar die Beiden ein wenig klettern, aber wir brachen bald wieder zum Märchenpfad auf, um im Wald etwas regengeschützt zu sein. Trotz des Wetters ein netter Vormittag mit den Kids.
2017_06_04_KletternAschi

Der Montag überraschte dann mit richtig gutem Wetter. Wir sahen uns den Umzug zum 500 Jahr Jubiläum des Salzbergwerks Berchtesgaden an bevor wir mit Tante Waltraud in der Gern Essen gingen. Um nach Hause zu kommen, wählte ich den Weg von der Ober Gern über den Rauhen Kopf (1 Stunde, 650 hm). Beim Abstieg nahm ich noch eine kleine extra Runde mit, da ich nicht zwischen Kleinem und Großem Rauhen Kopf heraus gekommen war, wie gedacht und wissen wollte wo ich mich verhaut hatte (1 Stunde, 100 hm). Ein netter Nachmittagsspaziergang bei bestem Wetter.

Freitag, Juni 02, 2017

Grünstein Klettersteig - 02.06.2017

Das letzte Wochenende und die Woche waren recht anstrengend. Mit müden Beinen vom Wochenende kämpfte ich mich mit dem Radl in die Arbeit, war Bouldern mit Matze und lief am Mittwoch beim Oberlandlauf (5 km, 24:56 Minuten) in Geretsried mit. Freitag wollten wir eigentlich mit Vroni, Matths und Sophia in den Freizeitpark nach Ruhpolding. Leider zerlegte Matths seinen Fuß und so fiel der Parkbesuch ins Wasser, das frühe ins BGL Fahren behielten wir aber bei, um den Pfingststau zu umgehen.
So konnten wir am Freitag ausschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück legte ich leider alleine, Karin hat eine Sommergrippe erwischt, eine kleine Vormittagsrunde auf den Grünstein ein. Vom Echostüberl gings rauf zum Einstieg und nach einem kurzen Ratsch mit ein paar anderen Klettersteiggehern gings in die Räuberleiter (½ Stunde, 250 hm). Trotz kurzer Schauer in der Nacht und in der Früh war der Steig weitgehend trocken und nach der Alpinvariante (Gipfelvariante) erreichte ich mit langgezogenen Armen den Gipfel (1¼ Stunden, 450 hm). Nach dem Abstieg zum Auto (35 Minuten) kam ich rechtzeitig zum Mittagessen wieder zu Hause an.
2017_06_02_Gruenstein

Montag, Mai 29, 2017

Verlängertes Wochenende in Tirol - 25.-28.05.2017

Donnerstag: Georgenberg über die Wolfsklamm
Verlängertes Wochenende in Tirol und gutes Wetter und Vatertag, das klingt nach Aktion in den Bergen. Donnerstag war noch der schlechteste Tag, aber nach dem Regen in der Nacht, war es zumindest trocken. Nach einem späten Frühstück ergatterten wir einen Parkplatz in Stans an der Wolfsklamm und nachdem wir am Mauthäuschen den Eintritt entrichtet hatten, konnten wir eintauchen in die wilde Wasserwelt. So eine Klamm mit Wasserfällen, Brücken, Stegen und Treppen zusammen mit einem Seil um den Bauch ist für die Kinder Motivation pur und so gestaltete sich der Aufstieg durch die Klamm als sehr kurzweilig (1 Stunde, 200 hm). Eine lange Pause am Bach oberhalb der Klamm war noch ein zusätzlicher Lohn. Der weitere Weg nach Georgenberg stellte sich dann motivatorisch als eher anspruchsvoll dar. Wenn man selbst Forstwege nicht mag, ist es relativ schwierig Freude bei den Kindern dafür zu wecken. Aber spätestens bei der Hohen Brücke erwachten die Geschichten, über Raubritter die die Mönche überfallen wollen, zum Leben (¾ Stunde, 150 hm). Unsere Raubritter bekamen ein Eis und im Sauseschritt gings zur und durch die Klamm zum Auto (1 Stunde) zurück.
Eine sehr nette Wanderung mit Kindern (2¾ Stunden, 350 hm, 6 km), die durch spielen (vor allem am Bach oberhalb der Klamm) leicht zu einer Tageswanderung ausgedehnt werden kann.
2017_05_25_Wolfsklamm

Freitag: Hirsch Kopf und Fiechterspitz / Pioniersteig Pill
Um 4 Uhr steht es sich immer schlecht auf, diesmal aber besonders. Trotzdem stellte ich kurz darauf den Bus am GH Karwendelrast in Vomperberg ab und machte mich auf den Weg zur Waldhornalm (1 Stunde, 700 hm). Der Weg ist ganz nach meinem Geschmack, er zieht, bis auf kurze Unterbrechungen, steil berauf und gibt sich nicht mit unnötiger Strecke ab. In gleicher Manier gings weiter auf den Hirsch Kopf (½ Stunde, 390 hm). Nun stand ich früher als geplant am Gipfel und überlegte, was ich mit der gewonnen Zeit anfangen könnte. Zum Glück fällt einem beim Blick nach Westen sofort etwas ein, der Fiechterspitz. Bis zum Beginn der Kletterei folgt man einfach einem Gamssteig (mit roten Punkten markiert) (¼ Stunde, 200 hm). Der Weg durch den abweisenden Gipfelaufbau führt zunächst durch eine Rinne (roter Pfeil und am weiteren Weg vereinzelte rote Punkte). Die Schlüsselstelle stellt dabei der Einstieg in die Rinne dar (III- / zwei oder drei Stellen). Nach der Rinne steigt man leicht links empor bis man auf eine Rampe trifft. Dieser Rampe folgt man bis zur Hälfte und quert dann nach links auf einen Grat, dem man bis auf den Gipfel folgt (½ Stunde, 130 hm). Die Wegfindung ist vor allem wegen der roten Punkte einfach, solange gute Sicht herrscht. Versteigen ist wie so oft eher keine gute Idee, es handelt sich definitiv ab dem Einstieg um Absturzgelände. Der Fels ist überwiegend karwendeluntypisch fest, nur in der Rampe liegt etwas Schotter auf den man aufpassen muss. Der Weiterweg zur Mittagsspitze sieht ähnlich gut aus. Für mich stand aber fest, dass ich jetzt nach Hause musste, wenn ich das Brot zum Frühstück mitbringen wollte (erst zu Hause sah ich, dass mich der Abstieg über Mittagsspitze, Schneekopf und Bärenkopf wahrscheinlich nicht viel mehr Zeit gekostet hätte).
Der Abstieg ist dann mindestens genauso fordernd wie der Aufstieg, aber alle unangenehmen Stellen lösten sich schön auf (½ Stunde). Auch auf den steilen Grashängen zum Hirsch Kopf muss man ein bisschen Aufpassen, ein Fehltritt wäre auch dort ungut (¼ Stunde). Ab dem Hirsch Kopf konnte ich dann aber wieder Gas geben. Im Laufschritt gings über die Walhornalm (20 Minuten) zurück zum Auto (½ Stunde). Nach den 1400 hm schmeckte das Frühstück zu Hause natürlich besonders gut.
2017_05_26_Fiechterspitz

Am Nachmittag drehten wir mit den Kindern noch eine Runde über den Pioniersteig in Pill (2 Stunden, 170 hm, 4 km). Wenn man im Grafenwald richtig abzweigt (nicht markiert), kommt man wieder am "Mausa Wiesl" heraus und man spart sich ein gutes Stück Forstweg und Asphaltstraße durch den Ort (wir haben am Müllplatz geparkt). Am "Mausa Wiesl" lädt übrigens nicht nur der Bach und das Kleintiergehege zum Verweilen ein, sondern auch ein paar Hängematten direkt am Bach.
2017_05_26_Pioniersteig


Samstag: Wanderung Richtung Loassattel
Beim Frühstück donnerte schon der erste Hubschrauber direkt übers Dach. Immer wieder landete er bei der Feuerwehr in Außerberg. Als wir zu unserer Wanderung Richtung Loassattel aufbrachen, sahen wir auch warum, die Grubenwehr hatte Übung. Immer zwei zusammen mit einem Flugretter wurden an der Longline zum Hüttegg geflogen. Das Zusehen machte nicht nur den Kindern Spaß. Die nächste Station war ein Wasserrad und ein Fischteich am Wegesrand. Leider führte der restliche Weg bis zur Tramwaldhütte ausschließlich über Forststraßen (3½ Stunden, 350 hm, 4 km). Das fanden nicht nur die Kinder langweilig und so zog sich auch der Rückweg ganz gewaltig (2¼ Stunden, 50 hm, 4 km).
2017_05_27_WegZurLoas

Sonntag: Kleiner und Großer Gamsstein
Sonntagfrüh bot sich noch für eine kleine Laufrunde an. Wobei nicht viel mit Laufen war, nach meinem Abstieg am Freitag. So humpelte ich zum Loassattel (1¼ Stunden, 700 hm). Meinen eigentlichen Plan über den Kuhmesser aufs Kellerjoch zu laufen verwarf ich und wand mich dem sonnigen Kleiner Gamsstein zu (½ Stunde, 300 hm). Auch auf dem Weiterweg zum Großer Gamsstein hatte ich kaum Schneeberührung (½ Stunde, 250 hm). Die Nordseite des Gilfert ist aber noch recht weiß und so stieg ich über Almrosenmatten ins Kar östlich des Großen Gamsstein ab, bis ich auf den Steig der von der Schneebrugalm herüberführt traf. Diesem folgte ich zur Lafaster und über die Forststraße und einen direkten Abschneider über einen frischen Schlag zurück nach Außerberg (2 Stunden, 50 hm).
Eine schöne "Almwanderung" bei bestem Wetter, wenn man durchgängig läuft sollte man ohne weiteres eine bis eineinhalb Stunden aus den 4¼ Stunden bei 1300 hm und 18 km herausholen können.
2017_05_28_Gamsstoana

Sonntag, Mai 14, 2017

Skitour Göll, mit Anna ins Nixloch und mit Peter auf den Staufen - 13./14.05.2017

Und Skitouren gehen immer noch, auch wenn das Wetter nicht ganz so toll ist.
Samstagfrüh startete ich von Hinterbrand aus Richtung Hoher Göll (typischer Saisonabschluss: 2009/2014). Die Ski muss man ein gutes Stück über die zweite Steilstufe tragen (1 Stunde, 450 hm), dann ist aber eine durchgängige Schneedecke bis zum Gipfel. Mühsam gings durch den weichen Schnee den oberen Teil des Alpeltal hinauf, aber zumindest die Sicht war gut, bis zum Beginn der Umgäng (1¼ Stunden, 400 hm). Leider steckte ich ab da im Nebel. Ohne eine bestehende Spur wäre ich umgekehrt, es ist ein Leichtes sich im Nebel in den Umgäng zu verirren und gerade die Dolinen dort sind wirklich kein Spaß. So begleitete mich der Nebel bis zum Gipfel (1½ Stunden, 550 hm). Zwischenzeitlich wurde es zwar ein wenig hell, am Gipfel wehte aber ein kalter Wind und so beschränkte ich mich aufs Abfellen (¼ Stunde Pause). Die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur war dann wie erwartet nicht unbedingt der Brüller, obwohl der Schnee besser als erwartet war (¾ Stunde bis zu den Turnschuhen). Mit geschulterten Ski konnte ich den schneefreien Teil über der zweiten Steilstufe absteigen und direkt bis zur Steilstufe noch ein paar Schwünge ziehen (¼ Stunde). In der unteren Steilstufe begegnete ich dann noch einer Vierergruppe die sich den Göll auch antun wollten. Seit ich wieder aus dem Nebel gekommen war, hatte es geschüttet und so kam ich ziemlich durchnäßt am Auto an (¼ Stunde). Immer wieder eine schöne 1400 hm Tour (3¾ Stunden Auftieg, 1¼ Stunden Abfahrt).
Nach dem Mittagessen besuchten Anna und ich noch das Nixloch. Nachdem ich Paul letztes Jahr schon dorthin mitgenommen hatte, war das nun ihre Höhlenpremiere und es hat ihr gefallen.

Sonntag zogen dann die nächsten Regenbänder durch und so entschieden sich Peter und ich gegen den ursprünglichen Plan. Anstelle des Pidinger Klettersteigs stiegen wir über die Steinernen Jäger zum Hochstaufen auf. Bis zum Reichenhaller Haus hatten wir Sonne. Erst nach einer Presshalben zogen die Nebel um den Gipfel (2¼ Stunden, 1300 hm). Dafür kamen wir beim Abstieg zur Steineralm (¾ Stunde) schnell wieder aus dem Nebel heraus, das Wetter hatte sich aber verschlechtert und von Norden her türmten sich Wolken auf. Aber auch den letzten Hatscher, von der Steineralm den Forstweg entlang zurück zum Wandererparkplatz, schafften wir trocken (½ Stunde). Eigentlich hätten wir also auch den Klettersteig machen können, was mit dem Restschnee sicher bei der zweiten Querung (Panoramaweg) spannend geworden wäre. Es war aber auch so ein nette Vormittagswanderung.
2017_05_13_Goell+Nixloch+Staufen

Montag, Mai 01, 2017

Skitour auf den Gilfert und Bouldern in Vomperbach - 01.05.2017

Nach den Schneefällen Ende letzter Woche war die Skitourensaison doch noch nicht zu Ende. Den Samstag benötigte ich zur Regeneration vom JGA von Weis und der Sonntag war für die Kinder reserviert, aber der Tag der Arbeit, zumindest der Morgen, gehörte mir. Von Ausßerberg stieg ich mit den Ski am Rucksack über Forststraßen und querfeldein durch den Wald zur Forststraße die zur Lafasteralm führt auf. Dort war dann endlich genug Schnee, um die Ski an die Füße zu schnallen (1¼ Stunden, 570 hm). Dem Forstweg folgend gings zum Lafaster-Niederleger (¾ Stunde, 260 hm) und von dort den Hang direkt hinauf zum Lafaster-Hochleger (20 Minuten, 150 hm). Nach einem kurzen Ratsch mit einem Jäger an der Lafaster (er beobachtete die Auerhähne, die mit der Balz beginnen) folgte ich den Abfahrtsspuren über die noch gut gefrorenen Hänge hinauf zum Gilfert (1¼ Stunden, 610 hm). Das herumziehende Wetter machte die kurze Pause am Gipfel recht frisch und so fuhr ich schnell wieder ab. Die Abfahrt war eine Mischung aus eingewehtem Pulver (in einer Rinne), grausigem Bruchharsch (direkt unterm Gifel und im Mittelteil), schwerer Pulver unter angeschmolzenem Harschdeckel (in den Nordostpassagen) und tragfähigem Harsch (westseitig und direkt überhalb der Lafaster). Auf dem Forstweg gings dann noch ein kleines Stück weiter, als ich in der Früh durch den Wald gekommen war (40 Minuten Abfahrt), aber dann hieß es die Ski wieder schultern und diesmal weitgehend durch den Wald hinunter nach Außerberg (50 Minuten Abstieg). Wer hätte schon gedacht, dass der Maibaum dieses Jahr ein Gipfelkreuz sein würde und nochmal 1600 hm (auf ca. 16 km, in gesamt 5¼ Stunden) bringt.
2017_05_01_Gilfert

Am Nachmittag fuhren wir noch mit den Kindern zum Bouldern nach Vomperbach. Ich konnte mich nach meiner Vormittagsbetätigung nicht mehr wirklich motivieren, den Kindern und Karin gefiel es aber. Der Bach und auch die Boulderei sind ganz nett, leider gibt es seit neuestem ein Fahrverbot und so kann man nicht mehr am Kraftwerk parken sondern muss von der Landesstraße los gehen. Das Verbot wir durch die Polizei Schwaz kontrolliert, was uns heute ein Organstrafmandat und einen Besuch am Polizeiposten Schwaz einbrachte. Klingt jetzt schlimmer als es war, mir wurde sehr freundlich erklärt warum es dort jetzt ein Fahrverbot gibt. Leider haben die lieben Besucher des Vomperbachs (Kletterer, aber auch alle anderen) so viel Müll zurück gelassen, dass es den Anwohnern irgendwann gereicht hat. Da kann ich die Anwohner verstehen, leider ist das Gebiet durch den massiv weiteren Zustieg (entlang der Straße zum Kraftwerk) nur noch wenig lohnend.
2017_05_01_Vomperbach

Sonntag, April 30, 2017

Fontainebleau - 14.-23.04.2017

Skitouren zu Ende, Frühling beginnt, das bedeutet für uns Bouldern in Bleau. Seit nunmehr 11 Jahren beginnt unsere Kletter-/Bouldersaison hier, inzwischen als Familienurlaub. Nachdem wir inzwischen auch die geistige Reife besitzen, nicht mehr am ersten Tag anreißen zu müssen, konnten wir am Freitag ganz gemütlich ankommen, einkaufen gehen und ein gemütliches Bier trinken. Aber anreißen ist sowieso relativ, bei meinem Trainingsstand.
Samstag gings nach Apremont. Dieses Gebiet hatten wir am ersten Tag unseres ersten Besuchs in Bleau nicht gefunden, Jahre später unverständlich, aber sogar wir lernen dazu. Schon länger waren wir nicht mehr dort und so hatte das Gebiet wieder einen fast neuen Reiz. Am Sonntag schlug Stephan J. A. Martin vor. Auch nach all den Jahren gibt es für uns immer noch neue Gebiete zu entdecken und J. A. Martin gehört da dazu. Der Mix aus kurzem Zustieg, Sandbecken und gemütlichem Wald und Boulder in allen Schwierigkeitsgraden macht das Gebiet sehr attraktiv. Am Ende zeigte sich mit Le Préfabriqué, dass auch ohne Training 6a geht. Den letzten Feiertag (Montag) wanderten wir den Weg nach Rocher Fin, um durch den langen Zustieg, Menschenmassen zu umgehen. Der Zustieg war lang, leer war es aber leider nicht, trotzdem ist es wirklich schön im Zentrum von Trois Pignons. Etwas frustrierend waren zwei kleine Mädels: die Eine fragt die Andere, was ist eigentlich der Unterschied zwischen 7a und 7b. Die Andere, naja 7b ist schwerer. Und dann steigen Die einfach ein und machen das Ding. In Désordre (6c) konnten wir dann aber sehen, dass sich manchmal auch kleine Mädchen schwer tun. Dienstag war für die Laura, Vladi, Claudi, Peter und Kimi Pausetag, während wir mit Steffi und Stephan und den Kids nach Rocher Canon fuhren. Der Kletterspaß an dem Tag hielt sich aber eher in Grenzen und wir fuhren weiter in den Carrefour. Als wir wieder zurückkehren wollten überraschte uns ein Regenguss und so war es auch für uns, wenn auch ungeplant, ein Pausetag.
Unseren geplanten Pausetag verbrachten wir am Mittwoch in Paris. Als wir im Gare de Lyon ankamen, wurde dieser gerade geräumt und generell hatte sich die Stadt seit unserem letzten Besuch vor 6 Jahren verändert. Viel mehr Polizei, der Platz unter dem Eifelturm abgesperrt, aber dafür auch mit neuen Parks an der Seine. Im Großen und Ganzen ein super Tag bei zwar schönem, aber auch saukaltem Wetter. Donnerstag gings dann wieder mit allen zum Éléphant. Perfekt ausgeruht konnten wir sogar ein wenig spielen. Gerade im unteren Teil gibts ein paar 6er die mir (wahrscheinlich wegen meiner Größe) recht leicht fielen. Vladi und ich probierten dann noch unser Glück in Le Cœur (7a) und Terminator (7a+), wenn auch mit wenig Erfolg. Freitag verzweifelte ich in Isartis gleich zu Beginn in ein paar Platten. Der rote und der weiße Circuit weisen aber weitgehend nette Boulderrei auf und so hatten wir den ganzen Tag richtig viel Spaß. La Power-Lolotte (weiß 10, 6a+), der lustige Schildkrötenboulder, ist seit Februar nicht mehr kletterbar (oder nur massiv schwerer), weil der große Griff in der Mitte ausgebrochen ist. Am Samstag brachen wir unsere Zelte ab, doch bevor es nach Hause ging, boulderten wir noch eine Runde in Rocher Canon. Dieses Mal ohne Regen, aber viel Bouldern spielte sich nach dieser Woche sowieso nicht mehr ab. Als wir Stunden später München bei Regen und Eiseskälte erreichten, sehnten wir uns schon wieder zurück nach Bleau.
Es war wieder eine sehr nette Runde in Bleau. Vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr wieder uns vor Bleau ein bisschen fit zu machen, dann könnte man wieder an etwas Anspruchsvollerem Spaß haben.
2017_04_14-23_Bleau

Sonntag, April 09, 2017

Wimbachschloss - 09.04.2017

Diese Wintersaison war wie verhext, ich stolperte von einer Erkältung (oder Brechdurchfall) in die Nächste. Eigentlich waren die Bedingungen für Skitouren im BGL noch perfekt, leider lag ich aber die letzten eineinhalb Wochen mit Mittelohrentzündung flach. Also keine Abschlussskitour für diese Saison, die mit 23 Skitouren (22450 hm) nicht üppig, aber ganz passabel war (+ 4x Skifahren vor allem mit den Kindern). (Update 14.05.: 25 Skitouren/25450 hm)
Anstrengen traute ich mich noch nicht, aber ein Spaziergang mit den Kindern ging schon. So starteten Karin und ihr Vater mit den Kindern und mir bei der Wimbachbrücke ins Wimbachtal. Leider ist die Wimbachklamm wegen Steinschlags gesperrt, so mussten wir einige motivatorische Bachpausen einlegen, damit wir das Wimbachschloss erreichten (2½ Stunden, 300 hm, 5 km). Für mich das härteste an der Wanderung: ziemlich viele Skitourengeher die uns entgegen kamen und die große Reibn hinter sich gebracht hatten. Am Wimbachschloss pausierten wir ausgiebig an den Überresten der großen Lawine, die Mitte März herunter gekommen ist. Der Weg hinaus ging dann um einiges leichter, wir verkürzten ihn trotzdem mit einer langen Pause am Wimbach (1½ Stunden).
Ein sehr netter Sonntagsspaziergang bei bestem Wetter, einziger Wehmutstropfen war die noch gesperrte Wimbachklamm.
2017_04_09_Wimbachschloss

Sonntag, März 26, 2017

Olympiaturmlauf und Heavensgate Abschiedsklettern - 25.03.2017

Durch Fred, den ich bei der Ortovox Safety Night kenne gelernt hatte, erfuhr ich vom Radio Gong Turmrun. Und weil ich sowieso für jeden Mist zu haben bin und wir dieses Wochenende wegen Steffens Geburtstagsfeier in München bleiben wollten, stand dem Event nichts im Wege. Nach der Anmeldung hatte ich auch noch das Glück, einen der Startplätze zugelost zu bekommen, also fand ich mich am Samstag um 9 Uhr im Olympiapark ein, um mir mit ein paar anderen Bekloppten die 7€ für den Aufzug zu sparen.
Ich hatte die Startnummer 2 im ersten Startblock und so mussten Karin und die Kinder mit Großeltern nicht lange auf der Plattform auf mich warten. Mit einer Zeit von 7:51 (31. in der Männerwertung, 32. Gesamtwertung) bin ich ziemlich zufrieden mit mir, auch weil es praktisch jedem nach dem Zieleinlauf ziemlich dreckig ging. Nach einer kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, nun riss es auch langsam auf und die späteren Starter konnten sich über die wärmende Sonne freuen.
2017_03_25_TurmRun

Am Nachmittag trafen wir uns mit der ganzen alten Mannschaft ein letztes Mal im Heavensgate. Nächste Woche zum offiziellen Abschluss (Big Wallhalla) sind wir ja nicht da, also verabschiedeten wir uns auf unsere eigene Art von unserem Wohnzimmer. In den letzten 12 Jahre habe ich wirklich viel Zeit dort verbracht. Das Gate hat sich gewandelt, wir wahrscheinlich auch, trotzdem ist die kommende dreijährige Schließung traurig. Hoffentlich kann sich das (dann ganz neue) Gate von der Schließung erholen und sich zumindest ein bisschen seines Flairs bewahren.

Montag, März 20, 2017

Skitouren im Sesvennagebiet und Rojental - 18./19.03.2017

Seit unserer Wellnesstour, also seit fast einem Monat, waren wir nun abstinent. Ein paar Mal mit den Kindern Skifahren, vor der Arbeit Bouldern und die kleine Wanderung auf die Galaun, das wars aber schon. Nun stand aber wieder unser Reschenwochenende an und so mussten auch ohne guter Wettervorhersage ein paar Touren her. Ole hatte im Vorfeld den Piz Sesvenna in die Runde geworfen. Das Wetter schien zwar nicht mitzumachen, aber bei einem frühen Start am Samstag könnte man sich ja die Rasassspitze ansehen. Ole checkte für uns dann noch ab, dass wir unser Frühstück schon eine Stunde früher bekamen und schon konnten wir (Karin, Peter, Dieter, Ole und ich) von Schlinig aus zur zur Sesvenna Hütte aufsteigen (1½ Stunden, 500 hm). Selbst das heikle Stück an der Schwarzen Wand war unproblematisch, da in den steilen südseitigen Rinnen praktisch kein Schnee mehr lag. Der Aufstieg über die Südhänge zum Rasassspitz sah gar nicht so verlockend aus und so beschlossen wir nach einer Pause in der Hütte (bei welcher wir gleich mit dem Wirt Schnaps trinken mussten) den Weg nach Süden, zur Sesvenna Scharte, einzuschlagen. Bei immer schlechter werdendem Wetter überholte uns zuerst der Kellner von der Sesvenna Hütte, bevor wir eine Gruppe mit Bergführer einholten. Das Rätsel, warum der Großteil der Gruppe Gurte anhatte, konnten wir leider nicht lösen, den letzten Gletscher dürfte es auf dem Weg zur Sesvenna Scharte aber während der letzten Eiszeit gegeben haben. An der Scharte angekommen (1¼ Stunden, 600 hm) montierte ich meine Ski auf den Rucksack und kämpfte mich im Wind auf dem Grat Richtung Fernerspitz durch. Die anderen fuhren bereits ab, während ich nach einer kurzen Abfahrt in eine Scharte den Fernerspitz erreichte (½ Stunde, 200 hm). Nicht nur der starke Wind machte die ganze Sache zum Kategorie 2 Spaß sondern vor allem die schlechte Sicht im diffusen Licht bei der Abfahrt zur Hütte (½ Stunde). Nur der letzte Hang vor der Hütte machte noch tierisch Spaß. Nach einer Mittagspause und unserem zweiten Schnaps an dem Morgen fuhren wir in mäßigem Regen zum Auto ab (20 Minuten).
Auch wenn wir bei der Tour mäßiges bis schlechtes Wetter hatten, war sie es wegen der netten Hütte (und dem noch netteren Hüttenwirt) auf jeden Fall wert. Und 1300 hm habe ich dabei gerade mal so nebenbei gesammelt.
2017_03_18_Fernerspitz

Die Sesvenna Hütte war zwar sehr nett, aber mit Weißbier und Sauna konnte sie dann doch nicht konkurieren. Und so waren wir nicht ganz unfroh, dass das Wetter für Sonntag eher am Nachmittag besser vorhergesagt war. Erst kurz vor 10 Uhr starteten wir von Rojen durch das Skigebiet Schöneben Richtung Zehnerkopf. Hier lernten wir von einem freundlichen Carabinieri, dass der Aufstieg in einem italienischen Skigebiet nicht erlaubt ist. Also setzten wir unseren Aufstieg abseits der Pisten fort (1 Stunde, 450 hm). Überhalb des Skigebiets gings dann zu einer kleinen Scharte zwischen Zehnerkopf und Grubenkopf und durch eine "eigenartige" Grube (ja im Skitourenführer Österreich Süd steht wirklich eigenartige Grube) zu einer Scharte neben den Zwischenöpf (1 Stunde, 300 hm). Den Weiterweg konnten wir im Nebel nicht mal mehr erahnen und so fiel die Entscheidung die Elferspitze einfach mal Elferspitze sein zu lassen und umzukehren. Vladi und ich stiegen am Rückweg noch zum Gipfel des Zehnerkopfs auf (½ Stunde, 150 hm), während Peter und Karin zum Auto abfuhren. Die steile Flanke vom Gipfel machte richtig Spaß, es hatte zwar nicht aufgefirnt, aber trotz fehlender Abstrahlung in der Nacht, waren nur die obersten paar Zentimeter durchfeuchtet. Bei Sonnenschein hätte ich mich nicht mehr in diese ostseitige Flanke getraut, so aber erinnerte die Abfahrt zumindest an Firn. Die Hänge überhalb des Skigebiets waren dann ähnlich gut zu befahren und nur die Pistenbedingungen im unteren Teil der Abfahrt ließen etwas zu wünschen über (½ Stunde).
2017_03_19_Zehnerkopf

Wieder Mal ein sehr schönes Wochenende mit den Kletterern. Jetzt freuen wir uns aber auf den Frühling, das Bouldern und alles was diese Saison noch so kommt.

Mittwoch, März 08, 2017

Geburtstagswanderung auf die Galaun und den Riederstein - 08.03.2017

Das gute Wetter lud dazu ein einen spontanen Urlaubstag zu nehmen und den Tag als Familie zu verbringen. Von Rottach-Egern (Wandererparkplatz am Süßbach) wanderten wir über die Forststraße zur Galaun (1¼ Stunden, 280 hm) und nach einer Pause im Gasthof Riederstein, führte uns der Kreuzweg zur Kapelle am Riederstein (½ Stunde, 150 hm). Das schlechte Wetter von gestern hatte uns sogar in dieses tiefen Lagen Schnee beschert und so tobten die Kinder in der weißen Pracht. Selbst der Abstieg (1 Stunde) war nie langweilig (statt der Forststraße nutzten wir ein kleines Steiglein) und so gingen beide Kinder den ganzen Weg selbst, ganz ohne (oder fast ohne) meckern. Eine sehr schöne Geburtstagswanderung bei ziemlich gutem Wetter.
2017_03_08_Riederstein

Freitag, Februar 24, 2017

Wellnesstour auf den Kämikopf - 22.02.2017

Nach dem schönen Wochenende mit Corinna, hatten wir noch drei Tage kinderfrei und genossen Wellness im "Das Kranzbach". Da wir unsere Füße einfach nicht still halten können, musste am Ende zumindest noch eine kleine Skitour her. Vom Wandererparkplatz hinter Schloss Elmau folgten wir am Mittwoch bei frühlingshaften Temperaturen dem Schachen- und Bannholzweg bis ein Forstweg Richtung Süden zum Kämikopf (1861 m) abzweigt (1¼ Stunden, 280 hm). Also eigentlich alles ganz einfach, nur dass wir etwa 50 Meter zu früh abgezweigt waren und plötzlich mitten im Gebüsch standen. Macht nichts, bloß nicht zurück, also weiter durchs Unterholz. Und siehe da, wieder ein Forstweg, der aber nach Westen leitet. Am Ende eines Schlags war dann auch Ende mit dem Weg und so gings wieder weglos durch den Wald und den oberen Teil des Schlags. Dort trafen wir dann auf den Schützensteig und nach kurzer Orientierung, fanden wir auch wieder den Weg ins Kar zwischen Kämi- und Kämitorkopf. Durch Latschen und Blockwerk stiegen wir in ziemlich durchweichtem Schnee auf den Kämikopf (eigentlich nicht der Kämikopf, sondern der etwas höhere Punkt südlich davon, also bei der Wettersteinwand) (1¾ Stunden, 570 hm). Es hatte inzwischen zugezogen und der Wind hatte aufgefrischt und so fellten wir nur kurz ab, um uns den Freuden des Bruchharsches und des tiefen Sulzes hinzugeben. Schließlich schafften wir es aber ohne Knochenbrüche auf den eigentlichen Aufstiegsweg (der wäre definitiv kürzer und angenehmer gewesen) und dann fast durchgehend fahrend zurück zum Auto (¾ Stunde). Ein schöner Abschluss für unsere fünf Erholungstage, wobei die Kinder bei meinen Eltern auch viel Spaß hatten.
2017_02_22_Kaemikopf

Donnerstag, Februar 23, 2017

Skitouren im Gemmipass-/Lämmerengebiet - 18./19.02.2017

Corinna feierte Geburtstag und wir besuchten sie, um mit ihr ein Skitourenwochenende zu verbringen. Zusammen mit Corinna und Chrige (einer Tourenfreundin von Corinna) gings Samstagfrüh im Skifahrerstau nach Kandersteg, von wo uns die Sunnbüelbahn in die Sonne und zu unserem Startpunkt auf 1900 m brachte. Es begann mit einer kurzen Abfahrt in die Spittelmatten (1870 m) und  dann über den breiten Winterwanderweg zum Berghotel Schwarenbach (2060 m) (1 Stunde, ↑200 hm, ↓80 hm). Hier verließen wir den Winterwanderweg Richtung Wysse Flue, um dann am Schwarzgrätli sehr steil zu queren (1½ Stunden, ↑500 hm, ↓150 hm). Die Querung war etwas ungut, das Fixseil des Sommerwegs half aber ungemein. Erst im letzten Abschnitt der Querung rutschte Karin mit einem guten Stück des Hanges talwärts, passiert ist zum Glück nichts. Nach einer Pause, um den Schreck zu verdauen, gings einsam über das Tälliseeli und die Überreste des Tälligletschers in die Rote Totz Lücke (2830 m) (1¾ Stunden, ↑430 hm, ↓30 hm). Von dort aus hatte man nicht nur eine ausgezeichnete Rundumsicht in die Berge des Nordwallis, sondern es ging auch nur noch abwärts, durchs Lämmerental zur Lämmerenhütte (2501 m). Auch hier fungierte Chrige als unser Touriguide, da sie die Gegend bestens von einigen Tourenrennen her kannte (½ Stunden, ↓300 hm).
Für uns waren an diesem Tag nicht die Höhenmeter (1130 hm) ungewöhnlich, sondern die Entfernung (12,8 km). So ließen wir den Tag auf der neu renovierten Lämmerenhütte ausklingen und planten den Sonntag.
2017_02_18_RoterTotzLuecke

Da es Corinnas Geburtstagstour war und sie sowohl Wildstrubel als auch Steghorn schon gemacht hatte, entschieden wir uns fürs Daubenhorn (2942 m). Dieses sieht zwar auf den ersten Blick recht unspektakulär aus, versprach aber eine tolle Abfahrt über die Nordflanke. Nach einem späten Frühstück, fuhren wir kurz nach 9 Uhr auf den Lämmerenboden ab (½ Stunden, ↓200 hm) und fellten zum ersten Mal an diesem Tag auf. Über kupiertes Gelände stiegen wir bis zum Skidepot kurz unter dem Gipfel auf (1½ Stunden, ↑650 hm). Die 5 Minuten zum Gipfel sind eigentlich nicht der Rede wert, bis auf eine unangenehme Stelle, an der man zwei oder drei schnelle Schritte direkt an den Ostabbrüchen (fast 1000 Meter senkrecht) machen muss. Nach ein paar Minuten am Gipfel mit perfekter Sicht zum Weißhorn, Zinalrothorn, Wellenkuppe und Obergabelhorn, Matterhorn und Dent Blanche, sowie in die Mont Blanc Gruppe, stiegen wir wieder zu den Skiern ab (½ Stunde). Für die Abfahrt trennten wir uns. Chrige und Corinna fuhren die Aufstiegsspur ab, während Karin und ich die Nordflanke unsicher machten. Das Grinsen nach diesem Powderrun konnte uns den ganzen Tag nichts mehr aus dem Gesicht wischen, perfekt konservierter Pulver in interessantem Skigelände (½ Stunden, ↓650 hm). Am Lämmerenboden trafen wir uns wieder und mussten wieder auffellen und flach zum Gemmipass queren. Dort gab es eine kurz Abfahrt zum Daubensee und wieder auffellen, um den See zu überqueren und den Seestutz zu überwinden. Erst die Abfahrt zum Schwarenbach konnte man wirklich wieder eine solche nennen (1½ Stunden, ↑150 hm, ↓450 hm). Von Schwarenbach gings am bereits bekannten Winterwanderweg hinunter in die Spittelmatten und zurück zum Sunnbüel (½ Stunde, ↑80 hm, ↓200 hm). War der Schnee bis dort hin eigentlich noch ganz gut gewesen, folgte nun die Abfahrt nach Kandersteg, eher weniger Genuss, aber zumindest abwechslungsreich entlang eines Singeltrails (¾ Stunde, ↓700 hm).
Obwohl wir an diesem Tag nicht sonderlich viel aufgestiegen waren (880 hm), spürten wir gerade die Entfernung (19,4 km) und die Abfahrtsmeter (2180 hm) ganz schön in den Beinen, welche wir am Abend bei Dani im Jacuzzi regenerieren durften.
2017_02_19_Daubenhorn

Ein super schönes Wochenende in einem traumhaften Tourengebiet mit wirklich netten Leuten, danke an Corinna und Chrige und natürlich an Dani für den netten Sonntagabend.

Montag, Februar 13, 2017

Silvrettahorn vom Val Tuoi - 11./12.02.2017

Karin ist mit den Kindern ins BGL gefahren, so blieben für mich nur zwei Möglichkeiten: Nachkommen und hoffen, dass Paul fit genug ist, damit Karin und ich eine Tour zusammen gehen können, oder ein wochenendfüllendes Ersatzevent. Da Ersteres nicht klappte, startete ich mit Laura und Vladi um 5 Uhr Richtung Unterengadin, um genau zu sein nach Guarda. Unser Ziel war die Chamonna Tuoi (2 Stunden, 650 hm) am Ende des Val Tuoi. Bei dem guten Wetter konnte mich aber nicht mal Christian, der Hüttenwirt, sein Bier oder die Sonnenterrasse halten und so ging es gleich im Anschluss alleine noch ein Stück weiter. Richtung Westen, der einsamen Spur von Christian zur Cronsel folgend und dann durch das Plan Rai aufs Plan Mezdi (2 Stunden, 700 hm). Hier hatte mir Christian den Tipp gegeben nicht zur Fuorcla dal Cunfin wie in den Karten angegeben aufzusteigen, sondern den Hang östlich davon zu nehmen. Dieses namenlose Joch ist nur ein paar Meter höher als die Fuorcla dal Cunfin, aber man kann es von beiden Seiten mit Skiern begehen und befahren (½ Stunde, 150 hm). Auf der Nordseite blies ein wesentlich stärkerer Wind als südseitig und so wurde der weitere Weg entlang der Nordseite des Signalhorns auf den Ochsentalferner hinunter und dann wieder zur Eckhornlücke bzw. dem Skidepot westlich der Egghornlücke hinauf, recht unangenehm (1 Stunde, 200 hm). Von hier aus ist es mehr oder minder steiles Gestapfe (bis etwa 50°), was in dem windgepressten Schnee aber besser ging als befürchtet. So war es kein Problem auf den Vorgipfel zu gelangen, dann hätte ich mir vielleicht auch mal die Tourenbeschreibung durchlesen sollen, die sagt, dass man nicht den direkten Weg zum Hauptgipfel nimmt. Und ja, der Grat ist exponiert und stark überwächtet. Für das vollendete Wohlempfinden sorgte dann der Wind, der mich nicht nur fast vom Grat wehte, sondern mich auch noch sandstrahlte. Hätte das noch nicht gereicht, löste sich ein Steigeisen und in dem Wind schaffte ich es beim besten Willen nicht die Schraube am Kipphebel fest zu ziehen, also ohne Steigeisen weiter. Den Gipfel hab ich dann doch erreicht, wenn auch erheblich langsamer als gedacht (¾ Stunde, 200 hm). Viel Zeit (langsam begann die Sonne unterzugehen) und Muse (siehe Peeling Marke Schneekristall) hatte ich am Gipfel sowieso nicht und so machte ich mich an den Abstieg, diesmal unterhalb des Gipfels die Süd-West-Wand durchquerend, wobei ich wieder zum Grat aufsteigen musste, um meine Steigeisen und meinen Stock mitzunehmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich das Skidepot (¾ Stunde) und machte mich auf den Weg zurück. Ein kurzer Anruf bei Laura und Vladi brachte nur die Erkenntnis, dass sie auf der Tuoi kein Netz hatten, ich hoffte nur, dass sie sich keine Sorgen machten und die Bergrettung rufen würden. Beim Wiederauffellen unter dem Signalhorn dann der Supergau, In Wind und Kälte hatten die Felle gelitten und eines wollte partout nicht mehr kleben, also nur mehr mit einem Fell und den Harscheisen zurück zum Joch neben der Cunfin (1 Stunde, 200 hm). In dem Moment hätte ich echt heulen können, seit Stunden blies der Wind, langsam merkte ich die paar Höhenmeter, meine Trinkflasche war schon vor Stunden zugefroren und die Sonne war inzwischen untergegangen. Die Stirnlampe hatte ich zwar im Rucksack, aber eben nur die Kleine, mit welcher eine Abfahrt nur begrenzt Spaß macht. Kurz vor der Cunfin sah ich dann noch zwei andere Skitourengeher, woher sie gekommen waren oder wohin sie wollten weiß ich nicht, zur Tuoi fuhren sie auf jeden Fall nicht ab und getroffen hab ich sie auch nicht mehr. Die Abfahrt zur Hütte war dann trotz gutem Schnee eher ein Gewürge, was vor allem mit dem schlechten Licht und den 2100 hm in meinen Beinen zu tun hatte (¾ Stunde). An der Hütte war ich dann genau pünktlich zum Abendessen, das Christian gezaubert hatte, da tat es mir fast leid, dass mein Magen kaum fähig war etwas aufzunehmen.
Im Gesamten eine sehr schöne Tour, die als Tagestour eher den ausdauernden Skialpinsten ansprechen dürfte (8¾ Stunden, 2100 hm).

Die Überanstrengung und möglicherweise auch Pauls Magen-Darm-Infekt zeigten sich dann in der Nacht. Starke Übelkeit und Durchfall ließen mich kaum eine Stunde durchgehen im Bett liegen und so sah ich am Sonntag eher wie ein Zombie als ein Skitourengeher aus. Wir hatten uns schon geeinigt, dass wir die anderen früher losziehen lassen, da wir als Ziel nur die Jamspitzen anpeilten. Laura und Vladi waren am Samstag noch zur Cronsel aufgestiegen und hatten eine schöne Rinne eingefahren und so klangen 900 hm nach einem guten Tagespensum. Aber schon nach 200 hm wusste ich, dass dies nicht mein Tag ist und kehrte um (¾ Stunde, 200 hm). Während die beiden die Hintere Jamspitze machten versuchte ich ein paar Minuten Schlaf, zwischen dem auf die Toilette rennen, zu bekommen. So geschwächt war auch die Abfahrt durchs Val Tuoi noch eine echte Herausforderung und die Fahrt nach München erst recht. Aber alles verlief gut und so konnte ich am Abend tot ins eigene Bett fallen, wo die Toilette nur 10 Meter entfernt ist.
Ein super nettes Wochenende mit Laura und Vladi, auch wenn wir wenig zusammen gegangen sind.

2017_02_11_Silvrettahorn

Freitag, Februar 10, 2017

ISPO 2017 und Nachtskitour Kreuzeck - 05./09.02.2017

Jedes Jahr Anfang Februar findet in München die ISPO statt. Ein Pflichttermin für alle die die Neuerungen der Branche sehen wollen. Oder so wie für uns, eine gute Möglichkeit Freunde und Bekannte zu treffen, die wir sonst nicht mehr all zu oft sehen. Im Vorfeld wurden wir von ispo.com kurz interviewt und unser Antrieb auf die ISPO zu gehen hat es in einen Artikel auf ispo.com geschafft. Die ISPO selbst war wieder ganz nett, aber anstrengend. Die Kids haben sich wacker geschlagen und wir haben uns vor allem gefreut, dass wir Caro, Kurtl und Susanne getroffen haben. Dank der Firma Wintersteiger sind unsere Ski wieder in perfektem Zustand und ein paar neue Kontakte haben wir auch geknüpft, schauen wir mal was draus wird.
2017_02_05_ISPO2017

Um die Woche nicht komplett auf den Schnee verzichten zu müssen, unternahm ich am Donnerstag mit Laura und Claudi eine kleine Feierabendskitour in Garmisch. Gemütlich gings bei nahezu Vollmond über die Tonihütte zum Drehmöser. Kurz vor dem Drehmöser stieg ich durch den Wald Richtung Kreuzeck (1¾ Stunden, 950 hm) auf, während die Mädels im Drehmöser einkehrten und es sich schmecken ließen. Die klare, helle Nacht lud zum Fotografieren ein und einmal mehr wünschte ich mir, dass ich ein Stativ und die Spiegelreflex von Karin mitgenommen hätte. Nach einer ganz guten Abfahrt hieß es noch zurück nach München und tot ins Bett fallen. Danke Mädels fürs Mitnehmen, war ein super Abend.
2017_02_09_Kreuzeck

Freitag, Februar 03, 2017

Brauneck und (Lenggrieser) Waxenstein - 02.02.2017

Abschluss Skirennen vom Sohnemann am Draxlhang. Da ist der Papa nicht nur stolz, sondern auch noch froh, weil er anschließend eine kleine Runde seinem Bewegungsdrang ausleben kann. Um ehrlich zu sein, war das meine erste Skitour bei Tag aufs Brauneck (1555 m). Die ausgewiesene Aufstiegsroute berührt praktisch nie die Piste und so erinnert der Aufstieg sehr an eine "richtige" Skitour (1¼ Stunden, 825 hm). Nach einer kleinen Pause am Gipfel gings gleich wieder runter, um im Kotalmkessel wieder aufzufellen (¼ Stunde). Beim Aufstieg hatte ich nämlich den felsigen Zacken mit Kreuz am Ostgrat des Braunecks gesehen. Sieht nett aus und sollte nicht so schwer zu erreichen sein. Man folgt einem Forstweg, dieser zieht aber leider etwas zu weit nach Westen, Richtung Koteck, und so kam ich etwas zu hoch und zu weit westlich aus dem Wald heraus. Bei einer kleinen Scharte mit ein paar Marterln fand ich einen brauchbaren Einstieg in den Westgrat und kraxelte munter drauf los. Nie wirklich schwer, aber doch zum Festhalten. Schnell kam ich am Gipfel heraus, nur um zu merken, dass der eigentliche Gipfel mit dem Kreuz, hinter einer tiefen Einschartung weiter östlich liegt. Also, den jetzt doch recht ausgesetzten Grat hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf. Dort zumindest in recht kompaktem Fels. Am Gipfel angekommen (½ Stunde, 200 hm) sah man dann auch, dass von der anderen Seite des Waxensteins (1310 m) ein Weg heraufführen würde. Langsam wurde das Licht weniger und ich sah zu diesen Weg abzusteigen. Den Westgipfel musste ich dann doch wieder am Grat übersteigen, da ich auf der anderen Seite ja meine Ski zurück gelassen hatte. Wobei so schlimm wars dann gar nicht und ich schaffte es nicht nur vor der Pistensperrung, sondern auch noch im letzten Licht zurück am Auto zu sein (½ Stunde).
Wieder einmal zeigte es sich, dass man auch bei so kleinen Touren ein wenig Abenteuer finden kann und mit Gegenanstiegen waren es dann doch 1050 hm in 2½ Stunden.
2017_02_02_Brauneck

Dienstag, Januar 31, 2017

Jochberg Nordwand Versuch - 31.01.2017

Ich höre das Gluckern unterm Eis, bei jedem Schlag. Trotz NOFX in den Kopfhörern, das Geräusch überlagert alles. Das Eis ist total unterspült, wird schon halten....oder auch nicht. Das Eis knackt und gut ein Drittel der Kaskade verschwindet. Zurück bleibt ein Sturzbach auf geschliffenen Platten und ein versenkter Frontalzacken meines linken Rambos. Zum Glück ist es nicht steil und ich kann mich in den Sturzbach lehnen, durchatmen, mir die Frage stellen was ich hier eigentlich mache. Manche Ideen sind Schwachsinn, man erkennt es und ... ja und was macht man dann? Manchmal versuche ich es trotzdem ... meist wird eine Erfahrung daraus.
Diese Eisklettersaison wäre ganz passabel gewesen, nur hatte ich wenig Lust mich in dunklen Gullys und Schluchten herumzutreiben. Und noch weniger konnte ich Karin dazu animieren, während der Schnee und das Wetter zum Skitourengehen einlud. Nachdem die Grippewelle mich zwang bei bestem Wetter am Wochenende zu Hause bzw. im Luitpoldpark mit den Hufen zu scharren, kam jetzt der Wettereinbruch. Warm und feucht, schlimmer konnte es fürs Eis und den Schnee nicht werden. Aber Sonntag wurden noch die Gullys am Jochberg gemacht, mit dem Tenor, gutes Eis. Warm wurde es erst Montag Mittag, sollte doch wohl Dienstag Früh noch etwas übrig sein. Um es gleich aufzuklären, nein, nicht wirklich. So startete ich zwar um 4 Uhr in München, um den rechten Gully noch vor der Arbeit zu machen, aber mehr als ein Zustieg, der oben beschriebene halbherzige Versuch und ein Abstieg bei prasselndem Regen wurden es nicht. Aber positiv Denken, ich konnte mich etwas abreagieren und war trotzdem rechtzeitig in der Arbeit.

Freitag, Januar 27, 2017

Ortovox Safety Night und Abteilungsskitag - 24./26.01.2017

Dienstag Abend hatte ich das Glück einen Platz für die Ortovox Safety Night in Garmisch ergattert zu haben. Mit einem Bergführer der Alpinschule Augsburg wurden die Grundlagen der LVS Suche, dem Sondieren und dem Schaufeln wiederholt und geübt. Nach der Veranstaltung blieb noch Zeit für eine Feierabendskitour und so machten sich Fred (auch Teilnehmer des Kurses) und ich uns auf zum Drehmöser. Ich hatte noch nicht genug und stieg noch weiter zum Kreuzeckhaus auf (1 Stunde 40 Minuten, 950 hm), bei der Abfahrt gabelte ich dann Fred am Drehmöser wieder auf und zusammen gings zurück nach München. Ein sehr netter Abend und es wurde ausnahmsweise nicht so spät wie befürchtet.
2017_01_24_SafetyNight

Donnerstag fand dann unser alljährlicher Abteilungsskitag statt. Leider waren außer Helmut, Seppi und mir alle abgesprungen, dafür nahm Helmut noch seinen alten Spezl Michi mit. Das Wetter war perfekt, die Pisten leer und der Schnee nordseitig noch überraschend gut. Seppi und ich drehten zwei Runden über Moosenalm und Unterautal bevor wir uns wieder alle zusammen ein Bier schmecken ließen. Wie auch in den letten zwei Jahren, ein sehr entspannter Tag.
2017_01_26_Christlum

Sonntag, Januar 22, 2017

Götschen, Ofentalscharte und Eckerleiten - 20.-22.01.2017

Als kleine Feierabendrunde starteten Karin und ich von Bischofswiesen aus zum Götschen (1½ Stunden, 700 hm). Nach der Abfahrt fellte ich am Bahnhof noch ein Mal auf und stieg das zweite Mal alleine auf (1 Stunde 5 Minuten, 700 hm). So geht Feierabend!
2017_01_20_Goetschen

Als mein Wecker Samstag Früh läutete, schreckte ich ziemlich desorientiert hoch. Peter und ich hatten einen frühen Start für die Ofentalscharte geplant. Erster positiver Nebeneffekt der Uhrzeit war die freie Platzwahl am Parkplatz Hirschbichl. Bei den ersten Höhenmetern heraus aus dem Klausbachtal kamen mir erste Zweifel über die Sinnhaftigkeit der zweiten Runde gestern auf den Götschen. Beim Spuren wurden wir dann recht schnell von einem Sologänger abgelöst, worüber wir aber nicht wirklich böse waren. Im lichten Wald unterhalb des Hochtals bekamen wir die erste Vorstellung von der Abfahrt die uns später erwarten würde, super Schnee, aber Sharks soweit das Auge reicht. Also vorsichtig fahren, sollte ja nicht zu schwierig sein. Die letzte Steilstufe vor der Scharte gestaltete sich als eher unangenehm, der Wind hatte ganze Arbeit geleistet, zusätzlich Steine und eine Regenkruste. Auf der Ofentalscharte kamen wir endlich aus dem Schatten (4 Stunden, 1650 hm) und konnten nicht nur den Ausblick, sondern auch die wärmende Sonne genießen.
Die Abfahrt hatte dann alles zu bieten. Feinster Champagne-Powder, etwas gesetzter Tiefschnee, Bruchharsch und Steine. Auf den letzten Metern im Hochtal blieb ich dann so blöd an einem Stein hängen, dass ich in den Schnee köpfelte. Dabei traf ich dann auch noch einen Stein, das Resultat war nicht nur ein veritabler Blauer, sondern auch eine eingerissene Skitourenhose. Naja, warten bis der Schmerz nachlässt, aufstehen, Krönchen gerade richten und weiter gings die letzten guten Höhenmeter bis zum Waldanfang. Die Fahrt über den Sommerweg durch den Wald ins Klausbachtal hinunter kann man dann getrost als nicht ganz so schön beschreiben, aber nach so einem Tag will man ja nicht jammern. Eine super schöne Tour mit kleineren Verlusten: mein Ski ist nicht mehr neu und Peter hat sich eine Kante gezogen. Dass ich mich am Nachmittag nicht mehr motivieren konnte mit Karin noch eine Runde auf den Götschen zu laufen und sie damit alleine gehen musste, tat mir zwar leid, aber meine Beine wollten wirklich nicht mehr.
2017_01_21_Ofental

Das beste Mittel gegen einen sich anbahnenden Muskelkater ist Bewegung, also rauf auf die Ski und eine kleine Tour um das Wochenende ausklingen zu lassen. Von der Buchenhöhe gings über die Eckerleiten und das Purtschellerhaus auf den Eckerfirst (2 Stunden, 800 hm). Im Aufstieg hatte die Rinne hinter dem Purtschellerhaus heraufgelacht und nach einer kurzen Pause machten wir uns daran sie von ihrer beinahe Jungfräulichkeit zu erlösen. Es kann eigentlich nur dem Umstand geschuldet sein, dass diese Tour als Anfängertour gilt, dass so eine Rinne nicht total zerfahren war. Wir setzten die Spur Nummer drei und vier in den pulvrigen Hang (gut 40°) und die anschließende Rinne (35°- 40°). Am Eckersttl fellten wir wieder auf und stiegen über den Eckersattel Richtung Rauhenbichlkopf auf (½ Stunde, 200 hm). Am oberen Ende der freien Hänge über dem Larosbach ließen wir es gut sein und genossen die größtenteils unverspurten Hänge bis ins Bachbett hinunter (30°- 35°). Von dort trafen wir wieder auf die Aufstiegsspur und durch den Wald fuhren wir zum Auto ab. Für eine Entspannungstour hatten wir überraschend viel Höhenmeter und durch den nordseitig immer noch perfekten Schnee ziemlich viel Spaß.
2017_01_22_Eckerleiten

Ein wirklich schönes BGL-Wochenende mit immerhin über 4000 hm und den bis jetzt besten Abfahrten der Saison. Ich bin neugierig was noch kommt, aber ein bisserl Schnee dürfte es schon sein.

Donnerstag, Januar 19, 2017

Nachtskitour auf den Wallberg - 17.01.2017

Die nächste Nachtskitourenrunde, diesmal in traumhaftem Schnee, aber bei eisigen Temperaturen auf den Wallberg (1¾ Stunden, 950 hm). Die Abfahrt vom Gipfel war zwar ein wenig steinig (somit ist mein neuer Ski jetzt auch ein echter Tourenski), aber ganz gut. Natürlich gehört zu so einer Tour am Tegernsee auch das Bräu und so fiel ich um Mitternacht gesättigt und todmüde ins Bett.
2017_01_17_Wallberg

Sonntag, Januar 15, 2017

Skitour Kaseralm - 14.01.2017

Wir besuchten Claudi, Tobi und die Kinder in Ohlstadt. Während Karin und Claudi sich mit den Kindern am Ramlift vergnügten, unternahmen Tobi und ich eine kleine Skitour. Wir stiegen den Weg Richtung Heimgarten auf und zweigten dann zur Kaseralm ab (1½ Stunden, 700 hm). Dort (um genau zu sein am Alpenkopf (1384 m)) kehrten wir im Schneesturm um und fuhren durch den Wald zurück ab, was gerade im unteren Teil nicht unbedingt Spaß war (¾ Stunde).
Am Abend gab es noch eine Fackelwanderung mit ein paar anderen Familien. Ein schöner Tag, der wieder einmal zeigte, dass spontane Aktionen meist die besten sind.
2017_01_14_Kaseralm

Sonntag wurde dann mit Lisa, Dominik und den Kindern im Luitpoldpark lustig gerodelt und Ski gefahren.

Freitag, Januar 13, 2017

Nachtskitour Kreuzeck -12.01.2017

Nachtskitourenzeit, wiedermal in Garmisch. Die angesagten Sturm und Regen blieben aus, bzw. in München und so konnten wir uns bei Windstille vom Parkplatz der Hausbergbahn auf den Weg machen. Dass dieser praktisch leer war, wunderte uns zwar ein wenig, aber wahrscheinlich wegen der schlechten Vorhersage. Beim Aufstieg Richtung Kreuzeck sahen wir dann auf der Piste ein Pistengerät, komisch. Die Kreuzalm war zu, also weiter zum Kreuzeckhaus (2 Stunden, 950 hm). Dort löste der Wirt das Rätsel, die Tourenabende beginnen erst nächste Woche, wir sollen uns nicht erwischen lassen und bei der Abfahrt auf die Pistenpräparation aufpassen. Naja, dann halt die Aufstiegsspur wieder runter, was durch die gute Schneeauflage auch im Wald wirklich Spaß machte.
Also alles in allem ein guter Abend, auch wenn wir aufs Essen verzichten mussten. Ab nächster Woche sind dann wieder Dienstag und Donnerstag die regulären Termine fürs gehen in Garmisch.
2017_01_12_Kreuzeck

Sonntag, Januar 08, 2017

Patenkindskitour aufs Faltegartenkögele - 07.01.2017

Unser letzter Abstecher für diesen Weihnachtsurlaub ging ins Ötztal, zu Vroni, Moschti und den Kids. Nachdem wir am Freitag noch beim Rodeln und Eislaufen am Piburger See verbrachten, stand am Samstag eine Patenkindskitour am Programm. Alle zusammen stiegen wir zur Feldringalm auf (1½ Stunden, 200 hm (+120 hm Extrarunde von Vroni und den Kids durch den Wald)). Nach einer Jause starteten Jamie und ich dann zum Faltegartenkögele (1½ Stunden, 300 hm). Diesmal schafften wir es auf den Gipfel, auch wenn das letzte (direkte) Stück zum Gipfel ganz schön steil war. Während der Abfahrt begann es dann zu dämmern und zumindest für das letzte Stück der Abfahrt (im Dunkeln) war ich froh eine Stirnlampe im Rucksack gehabt zu haben. Eine schöne kleine Tour, ideal um Kinder/Anfänger fürs Skitourengehen zu begeistern.
2017_01_07_Faltegartenkoegele

Donnerstag, Januar 05, 2017

Neues Jahr in Tirol - 03.-05.01.2017

Den zweiten Teil meines Weihnachtsurlaubs verbrachten wir in Tirol, bei meinen Eltern. Obwohl über Nacht ein wenig Schnee gefallen war, erinnerte immer noch nichts an Winter und so spazierten Karin und ich auf den Kienberg. Über das Wasserschloss (1 Stunde) gings praktisch komplett trocken aufs Kienbergkreuz (¾ Stunde, 750 hm), vorbei am neuen Brandköpflkreuz (¼ Stunde, 50 hm) und übers Zeiseleck wieder zurück nach Jenbach (1½ Stunden). Der Abstieg war durch die dünne Schneeauflage gar nicht so angenehm.
2017_01_03_Kienberg

Endlich kam der Schnee, nur was damit machen? Untergrund gibts keinen, also doch wieder Wandern. Von Jenbach aus stapften wir nach Eben (1 Stunde, 450 hm), auf die Astenau (1¼ Stunden, 500 hm) und hinauf aufs Ebner Joch (1 Stunde, 500 hm). Bei starkem Schneefall und Wind hielten wir uns nur kurz am Gipfel auf und stiegen mit einem Abstecher am Kirchenspitz zurück nach Eben ab (1¾ Stunden). Dort ließen wir uns dann abholen.
2017_01_04_Ebnerjoch

Und da war er dann, der Schnee. Eigentlich fast wie letztes Jahr, einfach nur grundloser Powder....wie geil. Karin und ich stiegen von Maurach den Sommerweg ins Skigebiet Rofan auf und über die unpräparierten Pisten (ja, im ganzen Skigebiet ist bis jetzt nur 1 (in Worten eine) Piste gemacht und die nicht ganz, sondern nur eine Hälfte) zur Erfurter Hütte auf (2 Stunden, 900 hm). Nach einer Suppe und einem heißen Tee gings über die "Alte" runter. Steine traf man nur gelegentlich, aber dafür sind die "Stoana"-Ski ja da.
2017_01_05_ErfurterHuette

Montag, Januar 02, 2017

Silvesterbiwak Kehlstein - 31.12.2016/01.01.2017

Es stand wieder mal fest, dass wir Silvester am Berg verbringen würden. Am Vormittag drehten wir noch eine Runde auf den Götschen und feuerten danach Paul bei seinem ersten Skirennen an, hinterher konnte es aber endlich losgehen. Ein Gipfel der nicht zu weit ist, mit guter Aussicht auf ein paar Ortschaften mit Feuerwerk und am besten menschenleer. Gar nicht so einfach und durch unser Vormittagsprogramm waren wir zeitlich schon ziemlich eingeschränkt, so fiel unsere Wahl auf den Kehlstein. Mit großen Rucksäcken gings von der Scharitzkehl über die Ligoascht hinauf auf den Kehlstein (2¼ Stunden, 880 hm). Eigentlich könnte man die ganze Geschichte auch mit Ski machen, die hatten wir aber ausnahmsweise nicht dabei, also zu Fuß. Die Massen an Skitourengehern, Rodlern und Spaziergängern ließen uns an unserem Plan zweifeln, auf der anderen Seite, wenn alle runter gehen, ist niemand mehr oben. Ein Stück hinter dem Gipfelkreuz fanden wir dann ein perfektes Plätzchen, um unser Zelt aufzustellen. Im Sonnenuntergang, und nun wirklich einsam, bereiteten wir unser Lager vor. Zum Abendessen gab es ein Drei-Gänge-Menü: Salamisemmel, Hühnereintopf und eine Schokolade als Dessert. Das Ganze mit einem einmaligen Ausblick auf das beleuchtete Salzburg.
Um etwa 11 Uhr hörten wir dann Stimmen: „Schau, da sind noch andere heroben!“ „Ja, das werden sich die jetzt auch denken.“ …. Ja, haben wir uns auch gedacht. War aber gar nicht so schlimm, bei uns am Gipfel waren Zwei, die sich danach noch ein Schlafplätzchen vor dem Haus freiräumten und ein Einzelner, der kurz nach Mitternacht wieder abstieg. Vor dem Haus muss wohl noch jemand gewesen sein, von dort aus stiegen nämlich ein paar Raketen auf. Den Blick auf die Feuerwerke in Salzburg und im Berchtesgadener Land hatten wir also fast für uns alleine und spätestens als wir uns wieder in die Schlafsäcke kuschelten waren wir wieder allein.
Unser Lachsfrühstück nahmen wir dann bei offener „Küche“ mit Blick auf das erwachende Salzburg ein. Beim Zusammenpacken unserer Siebensachen kam dann die Sonne hinterm Göll heraus und auf einen Schlag war keine Daunenjacke mehr notwendig. Schwitzend stiegen wir schließlich über den Sappensteig zurück zur Scharitzkehl ab und beendeten wieder eine schöne Silvesteraktion zu zweit. Bei so einem Start ins Jahr, kanns ja nur gut werden dieses 2017.
2017_01_01_Silvester