Sonntag, Dezember 31, 2017

Götschen und einen guten Rutsch ins neue Jahr - 31.12.2017

Nach dem Schlechtwetter von gestern gab es heute wieder strahlenden Sonnenschein, leider auch ganz schön warm. Für eine kleine Runde auf den Götschen (1 Stunden 3 Minuten, 700 hm) reichte es aber auf jeden Fall, während Karin mit Paul dort beim Skifahren war.
Das vergangene Jahr war wieder sehr ereignisreich und hatte viele schöne Touren zu bieten (59975 hm, davon 37390 hm mit Ski). Neben vielen Skitouren zu zweit (oder dritt, viert, ...) gab es auch eine Skitourenpremiere mit der nächsten Generation (mit Jamie Anfang des Jahres und mit Paul vor drei Wochen). Unsere zwei Urlaube in Bleau und auf Korsika waren genauso Highlights, wie die vielen schönen Klettertouren mit Karin. Im Sommer konnten Vladi und ich endlich mal wieder eine Woche zusammen in den Bergen verbringen. Die Hochtouren mit Vladi waren zwar gut, endete aber leider katastrophal. Es zeigte sehr eindrucksvoll wie schmal der Grat zwischen einem schönen Bergerlebnis und dem Tod sein kann.
Karin und ich waren im Herbst zum ersten Mal zusammen Mountainbiken (danke Laura und Vladi), was überraschenderweise ziemlich viel Spaß gemacht hatte. Mal sehen ob das für mich ein neues Hobby wird, Karin ist aber definitiv wieder angefixt.
Auf unser Silvesterbiwak werden wir heute gesundheitsbedingt verzichten, aber eine kleine Skitour um das neue Jahr zu begrüßen wird sich schon ausgehen. Wir wünschen euch allen ein gutes und gesundes neues Jahr und hoffen mit vielen von euch auch in 2018 wieder auf Tour zu sein. 

Freitag, Dezember 29, 2017

Mareitkopf, All & Easy Reloaded, Sonnjoch und Großer Beil - 28./29.12.2017

Weihnachten vorbei, Erkältung auch, also haben wir uns an dem Werbeslogan eines österreichischen Mobilfunkanbieters orientiert: Weg mit dem (Weihnachts-)Speck! Mit Kathi, Tommi, Huhn und Robsei gings Donnerstag bei bestem Schneesturm von Inneralpbach zum Mareitkopf (2004 m). Die Tour auf den nördlichen Nachbarn des Galtenberg führt weitgehend durch perfektes Skigelände und bei ein bisschen vernünftiger Spuranlage ist die Tour auch bei der bestehenden (nicht so tollen) Lawinenlage gut zu gehen (2 Stunden, 900 hm). Die Abfahrt hätte nur durch bessere Sicht besser werden können, am Schnee gabs definitiv nichts zu meckern.
Eine super Tour mit einem netten Trupp und am Abend gab es seit langem eine Wiederholung des legendären All & Easy.
2017_12_28_Mareitkopf

Freitag gings in etwas abgeänderter Runde (Hildi, Hannes, Matze, Christian und ich) wieder nach Inneralpbach, diesmal aufs Sonnjoch (2292 m). Bei frostigen Temperaturen stiegen wir über die Rodelbahn zu Faulbaumgartenalm und weiter über die Filzalm zum Joch über der Steinbergalm (Übergang zum Märzengrund) auf (2 Stunden, 850 hm). Ab hier waren wir zwar in der Sonne, wärmer wurde es allerdings nicht wirklich. Über zum Teil ziemlich windgepresste Hänge stiegen wir den Rest zum Gipfel des Sonnjoch auf (¾ Stunde, 380 hm). Hildi und Christian verabschiedeten sich und fuhren wieder ins Alpbachtal ab, während wir drei anderen Richtung Wildschönau abfuhren. Wie Matze so schön feststellte, Holländerpulver, 20-30 cm Pulver auf festem Untergrund, tiefe Temperaturen und kein Sonnenstrahl seit dem gestrigen Schneefall, die definitiv schönste Abfahrt dieser Saison. Warum man übrigens so perfekten Pulver Holländerpulver nennen könnte, müsst ihr selbst erraten. Nun hieß es aber wieder auffellen, um über den Großen Beil (2309 m) ins Alpbachtal zurückwechseln zu können. Auch bei diesem südseitigen Aufstieg (1 Stunde, 500 hm) war es wieder beißend kalt und am Gipfel pfiff zusätzlich noch ein frischer Wind. So blieben wir nicht lange und genossen dafür die Hänge zur Filzalm hinunter. Nicht ganz so gut wie die Nordhänge des Sonnjoch, aber man will sich bei perfektem Pulver ja nicht beklagen (dieser Tag war im gesamten Jammern auf sehr, sehr, sehr hohem Niveau). An der Faulbaumgartenalm stoppten wir noch auf einen kurzen (sehr empfehlenswerten) Einkehrschwung und um Christian aufzugabeln, der mit uns zum Auto abfuhr.
Ich würde sagen, das Gutwetterfenster haben wir perfekt genutzt und die 1700 hm ließen sich überraschend gut abspulen, Jungs (und Hildi), es war mir ein Volksfest.
2017_12_29_Sonnjoch

Dienstag, Dezember 19, 2017

Vorbüroskitour Herzogstand - 19.12.2017

Heute entschieden wir (Luisa, Seppi und ich) uns, die letzte Vorbüroskitour des Jahres auf den Herzogstand zu unternehmen. Bei leichtem Nieseln starteten wir auf der Kesselberghöhe und folgten dem Forstweg und dann der Schneise im Wald zum Herzogstandhaus (1½ Stunden, 750 hm). Eigentlich wollten wir auf den Martinskopf, im Nebel folgten wir einer Spur, die aber nicht auf den Martinskopf, sondern auf den Herzogstand (20 Minuten, 150 hm) führte, auch gut. Die Abfahrt gestaltete sich als weniger schön, schwerer Schnee, diffuses Licht und Nebel, es muss ja nicht immer alles perfekt sein. Für vor der Arbeit hat's auf jeden Fall gereicht, ob ich die Tour aber nochmal gehen muss, weiß ich nicht so genau.
2017_12_19_Herzogstand

Montag, Dezember 18, 2017

Skitour auf die Mauritzalm

Während Karin sich dieses Wochenende mit Caro in Saalbach vergnügte und dort auch eine kleine Skitour ging, war ich mit drei Kids bei meinen Eltern. Samstag verbrachten wir beim Skifahren am Hüttegglift und Sonntag konnte ich am Vormittag zumindest ein wenig den tollen Neuschnee nutzen. Über die noch gesperrte Talabfahrt stieg ich zur Buchaueralm auf. Ab hier hieß es dann selber spuren über die "Alte" zur Mauritzalm (1¾ Stunden, 880 hm). Die Abfahrt konnte sich dann in knietiefem Pulver richtig sehen lassen. Nettes Wochenende bei dem ich etwas unverhofft doch zu ein wenig Bewegung gekommen bin.
2017_12_17_Mauritzalm

Sonntag, Dezember 10, 2017

3 x Götschen und Hohe Rossfelder- 09./10.12.2017

Dieses Wochenende war Karin endlich mal wieder mit den Mädels unterwegs und ich besuchte mit den Kindern die Großeltern im BGL. Samstag nutzte ich dann gleich den Neuschnee, um von der Haustüre aus auf den Götschen zu gehen. Ganz langsam, da ich die letzte Woche etwas erkältet war, aber wie es so ist irgendwann doch im alten Trott und damit schneller als geplant (1 Stunde 5 Minuten, 700 hm). Der erste Hang, ein Traum, aber auch der Rest zur Götschenalm ganz gut, schnell auffellen und schon ging's wieder rauf (¼ Stunde). Der Schneefall wurde stärker, ich schnaufte ein wenig mehr, aber eigentlich lief alles ganz gut (37 Minuten, 450 hm). Und wieder runter zur Götschenalm (13 Minuten). Die dritte Runde auf den Götschen ging's dann durch den Wald Richtung Silberg, ein Winterwunderland (¾ Stunde, 450 hm). Nun hatte aber sogar ich genug und so fuhr ich nach Hause ab (¼ Stunde).
Nachmittag begleitete ich Paul am Götschen noch mit den Ski. Von der Silbergstraße mussten wir nur etwa 50 hm aufsteigen, um dann die Familienabfahrt zur Götschenalm abfahren zu können. Eine schöne kleine Runde und Paul hat es gefallen.
2017_12_09_3xGoetschen

Am Sonntag konnte ich mich nicht so recht entscheiden, der Wetterbericht sagte ein gutes Wetterfenster am Vormittag voraus, aber mit stürmischem Südwind. Nach einer Starthilfeaktion (geben nicht bekommen) kam ich etwas später als gedacht in Königsee am Parkplatz los. Ich stieg den Sommerweg zur Königsbachalm auf (1 Stunde, 600 hm) und nach einem Blick auf die Ameisenstraße zum Torrener Joch entschied ich mich für den Weiterweg zur Priesbergalm. Je höher ich kam, umso besuchter war auch diese Tour. Gleichzeitig frischte der Wind merklich auf, bis er sich zu einem regelrechten Sturm auf den Hohen Rossfeldern (1½ Stunden, 800 hm) gesteigert hatte. Ich konnte mich kaum auf den Füßen halten und das Abfellen war kein Spaß. Ohne Pause ging's so schnell wie möglich über den Windharsch hinunter zur Priesbergalm und weiter bis kurz vor die Königsbachalm (½ Stunde). Hier fellte ich wieder auf, um zur Mittelstation zu gelangen, der Sommerweg hatte nicht wirklich verlockend gewirkt. Beim Auffellen bemerkte ich dann einen Kantenbruch, gleich tauschte ich noch den Ski damit es die Außenkante ist und nahm mir vor bei der Abfahrt vorsichtig zu sein. Rund um die Mittelstation ist der Jenner komplett umgegraben, für die schweren Baumaschinen wurde eine über 4 Meter breite Straße gebaut, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Teil der Talabfahrt ist davon auch betroffen. So war auch diese Abfahrt kein Spaß und möglicherweise wäre der Sommerweg doch die bessere Variante gewesen. Vor dem Parkplatz dann noch ein Schlag und Riss und nun ist der Steinski endgültig Geschichte, die gebrochene Kante steht jetzt nämlich aus dem Ski heraus.
Zu Hause angekommen startete ich mit Paul noch eine Runde auf den Götschen. Von der Götschenalm stiegen wir etwa 200 hm auf. Der junge Mann macht sich ganz gut, ich denke fast ich muss langsam an einem Tourenski für ihn basteln.
2017_12_10_HoheRossfelder

Mittwoch, Dezember 06, 2017

Kröndlberg (2440 m) und Stanglhöhe (2276 m) - Skitouren im Kurzen Grund - 02./03.12.2017

Letzte Woche hatte ich einen Bericht gelesen, dass schon ganz passable Bedingungen in den Kitzbühler Alpen sein sollen, um genau zu sein im Langen Grund. Das Problem mit so einem Bericht im Internet, den lesen auch andere. Also plante ich mit Peter nicht im Langen, sondern im Kurzen Grund unser Skitoureneingehwochenende.
Samstag trafen wir uns am GH Wegscheid und waren erst mal überrascht, dass wir nicht nur nicht die einzigen waren, sondern der Parkplatz am GH fast voll war. Das Tourengebiet ist allerdings groß und so verläuft sich der Andrang schnell. Wir stiegen bei frostigen Temperaturen (-10°C) den Sommerweg zur Neuen Bamberger Hütte auf (1½ Stunden, 630 hm). Unser Plan war eigentlich der Tristkopf (2361), kurz vor der Hütte ging aber eine Spur nach Osten ab und so folgten wir dieser über den Markkirchlrundwanderweg. Bald schon zweigte die Spur von dem Weg ab und führte recht steil in Richtung Kröndlberg/horn. Auch ein lohnendes Ziel und Pläne sind ja auch dazu da geändert zu werden. Die Spur führte uns bis auf ein Joch nördlich des Kröndlberg (1½ Stunden, 600 hm), von dort war die Gruppe nach Osten abgefahren. Wir entschieden uns den abgeblasenen Grat zum Kröndlberg aufzusteigen (½ Stunde, 140 hm). Der Übergang zum Kröndlhorn sah nicht so schlimm aus, dürfte aber Gestapfe mit leichten Kletterstellen sein. Da Peter ein bisschen unterhalb zurück geblieben war, entschied ich mich gegen einen Versuch (der in dem eisigen Sturm auch wenig Spaß gemacht hätte) und fuhr zu ihm ab. Die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur konnte sich dann sehen lassen. Leider lässt die Grundlage noch ein wenig zu wünschen über und so ist die Wahrscheinlichkeit den ein oder anderen Stein zu treffen doch recht groß (Sharks, sharks everywhere). An der Abzweigung des Sommerwegs zur Neuen Bamberger Hütte trafen wir dann die dämlichste Entscheidung des Tages, kurzer Gegenanstieg und Forstweg hinausfahren oder Sommerweg. Um es vorweg zu nehmen, der Sommerweg ist schon bei viel Schnee ungut zu fahren, bei wenig...kann man es auch einfach bleiben lassen. Ein schmerzendes Knie und einen verbogenen Stock später standen wir wieder am GH Wegscheid und waren froh, dass nicht mehr passiert war.
2017_12_02_Kroendlberg

Nach einer gar nicht so unangenehmen Nacht, gesellte sich Sonntag noch Vladi zu uns und wir starteten wieder Richtung Neue Bamberger Hütte. Diesmal zweigten wir bei der Forststraße (¾ Stunde, 250 hm) nach rechts ab, wechselten die Bachseite und stiegen ins Manzenkar auf. An der Manzenkaralm (1 Stunde, 380 hm) konnten wir uns dann endlich in der Sonne aufwärmen. Trotzdem blieb es wegen eines leichten Lüftchens eisig. Am Gipfel der Stanglhöhe (1¼ Stunden, 550 hm) war es allerdings windstill und so rasteten wir ausgiebig und erst als andere Tourengeher (und der Wind) kamen, widmeten wir uns der perfekten Abfahrt. Super Schnee und jede Menge Platz eigene Spuren zu legen. Im Gegensatz zum Vortag stellte sich die Frage über die Talabfahrt nicht und so kamen wir über die Forststraße ohne Zwischenfälle zurück zum GH Wegscheid.
2017_12_03_Stanglhoehe

Ein Schnitzel und ein Spezi später verabschiedeten wir uns und machten uns alle auf den Heimweg. Das bedeutete für mich noch einen schönen Nachmittag mit den Kindern und meinen Eltern bei der Seeweihnacht in Pertisau. Ein sehr schönes Wochenende mit den Jungs, danke dafür.