Sonntag, April 22, 2018

Isartrails und Buchenhain Bouldern - 22.04.2018

Geniales Wetter und Wochenende, um da dem Stau zu entgehen blieben wir in München und schnappten unsere Räder. Es ging die Isartrails entlang nach Buchenhain zum Bouldern und über die Isartrails und einem kurzen Bad in der Isar zurück (~40 km). Die westlichen Trails fuhr Paul mit Karin komplett, bei den östlichen den ersten Teil bis zu unserer Planschpause (immerhin 17 km). Ein super schönes Tagele und bei der Fahrt vorbei am Flaucher und am E-Garten verstanden wir nicht wie man sich das antun kann.
2018_04_22_Isartrails

Samstag, April 21, 2018

Trails in Teplice - 16.-20.04.2018

Die Arbeit hatte mich letzte Woche nach Tschechien verschlagen und zu meinem Glück lag unser Hotel direkt am Fuß der Burg Daubersberg (Hrad Doubravka) in Teplice. Zusammen mit einem Arbeitskollegen drehte ich an drei Abenden ein paar Runden um und über die Burg, sehr schönes Trailgelände, in dem ich immerhin 30 km / 980 hm sammeln konnte.
2018_04_17_Teplice

Mittwoch, April 11, 2018

Alpspitze Nordwand - 10.04.2018

David und ich wollten schon ewig etwas zusammen unternehmen. Am Sonntag führte er an der Alpspitze und erzählte am Montag, dass die Bedingungen in der Nordwand gut wären. Somit stand ein Plan für Dienstag: vor der Arbeit mit der ersten Bahn zum Osterfelder, in einem Stündchen zur Schulter und die rassige Abfahrt über die Nordwand, um früh wieder in der Arbeit zu sein. Eine ganz gute Idee, leider machte uns die Revision der Alpspitzbahn einen Strich durch die Rechnung. Und für einen frühen Start und einem Brett von unten, war der Herr Bergführer leider nicht zu haben. Naja, also doch wieder eine Soloaktion.
Weckerläuten fühlt sich um 3 Uhr früh immer beschissen an, heute aber besonders. Ich quälte mich aus dem Bett, rein ins Auto und ab nach Garmisch. So konnte ich um ½ 5 Uhr an der Kreuzeckbahn starten und stieg die Olympiaabfahrt zum Kreuzeck auf (1¾ Stunden, 860 hm). Bei inzwischen gutem Licht gings über die Hochalm bis zum Einstieg des Klettersteig, der sich etwa auf der Höhe des Osterfelderkopf befindet (1¼ Stunden, 470 hm). Für den Alpspitz Ferrata sind Steigeisen und/oder Pickel ganz hilfreich, je nach individuellen Sicherheitsbedürfnis. Bei mir blieben die Steigeisen bis zur Schulter im Rucksack, obwohl sie an ein oder zwei Stellen sicher hilfreich gewesen wären. Der Pickel biss aber schön und wirklich steil ist es zum Glück ja auch nicht (1¼ Stunden, 440 hm). An der Schulter ließ ich den Rucksack mit den Skiern zurück und stieg noch das letzte Stück zum Gipfel auf (¼ Stunde, 130 hm). Diesmal aber mit Steigeisen an den Füßen, was sich bei einer kurzen Wassereisquerung mit begrabenem Seil als ganz hilfreich herausstellte.
Den Gipfel hatte ich, wie nicht anders zu erwarten, für mich alleine. Trotzdem stieg ich schnell zurück zur Schulter ab (¼ Stunde). Hier machte ich eine Pause und bereitete mich für die Abfahrt vor (¼ Stunde). Eine Abfahrt die von Heini Holzer 1976 erstbefahren wurde. Wahnsinn was er in den 70ern  befuhr und Wahnsinn welchen Sprung das Material gemacht hat, sodass sogar ein mittelmäßiger Fahrer wie ich die Nordwand heute befahren kann. Der obere, steile Teil war windharschig und teilweise gab es überfrorene Spuren aber ganz gut zu fahren. Im flacheren Mittelteil (dem Herz) wurde die Oberfläche etwas weicher, für Firn reichte es aber nicht. Richtig weich wurde es dann erst in der Einstiegsrinne der Ferrata und nach der Querung unter den Abbrüchen, kurz über der Bernadeinpiste, wurde der Sulz dann schlagartig grundlos (¼ Stunde). Das störte mich aber nicht mehr wirklich, also alles in allem richtig gutes Timing. Die restliche Abfahrt war gar nicht so schlecht und der Schnee reichte bis zum Auto (20 Minuten). Dabei traf ich noch einen Skitourengeher, den ich am Morgen schon an den Schöngängen gesehen hatte, nun fuhr er nur mehr auf einem Ski und hatte ein ziemlich aufgeschlagenes Gesicht, Hilfe wollte er aber nicht. Seine Erklärung dazu war, dass es ihn "oi braggt hod", zeigt dass auch die Ostflanke gut steil ist.
Eine ziemlich eindrucksvolle Tour mit insgesamt 1900 hm in 4½ Stunden für den Aufstieg und etwa einer Stunde für die Abstieg und Abfahrt. Für die Abfahrt muss es absolut lawinensicher sein und es sollte genug Schneeauflage haben. Infos zu dieser und weiteren Steilabfahrten im Gebiete gibts von Tom Wolny.
Die Tour dürfte die letzte in diesem Winter gewesen sein. Was für ein Winter, 5 Monate Saison, mit 37 Skitourentagen (39550 hm), 5 Freeridetagen und immerhin 7 mal Skifahren mit den Kindern. Jetzt freu ich mich aber auf den Sommer und auf alles was wir da so unternehmen werden.
2018_04_10_Alpspitze

Samstag, April 07, 2018

Taubenstein und Hochmiesing - 06.04.2018

Nachdem der Donnerstag etwas Abkühlung gebracht hatte, war der Frühling am Freitag wieder strahlend schön und warm zurück. Ein Stündchen früher als sonst stieg ich zum Taubensteinsattel auf (1 Stunde, 500 hm). Von dort konnte ich schon mein Tagesziel sehen, den Hochmiesing. Weil nun aber der Taubenstein fast am Weg liegt und ich Berge nicht einfach auslassen kann, nahm ich den auch noch schnell mit (¼ Stunde, 100 hm). Vom Gipfel konnte ich direkt (und gar nicht mal schlecht) ins Kleintiefental abfahren, wo es wieder Auffellen hieß (¼ Stunde). Nun stand dem eigentlichen Anstieg zum Hochmiesing aber nichts mehr im Wege. Zuerst über den Miesingsattel und dann über den Sommerweg stieg ich stetig dem Gipfel entgegen (¾ Stunde, 350 hm). Nun hatte ich mir für die Abfahrt etwas "besonderes" überlegt, direkt runter ins Krottental, also die Nordrinne. Durch die tiefen Temperaturen in der Nacht war die Rinne gut gefroren und so musste ich mir wegen Lawinen keine Gedanken machen, sehr wohl aber darüber wie schmerzhaft ein Sturz wäre. Die ca. 2 cm an Neuschnee machten das Abrutschen und spätere Schwingen etwas angenehmer, die gefrorenen Lawinenboller am Ende der Rinne schmälerten den Abfahrtsgenuss aber erheblich ;) Auf der Krottentaler Forststraße angekommen hieß es wieder Auffellen, weil irgendwie will man ja auch wieder heim (½ Stunde). Der Aufstieg zum Taubensteinsattel war genussvoller als gedacht, windstill und in der Sonne, was will man mehr (½ Stunde, 300 hm). Da trübte nur die letzte Abfahrt über die vereisten Spuren in der ehemaligen Piste das Gesamterlebnis (½ Stunde).
Alles in allem eine ausgewachsene Skitour für Vor-der-Arbeit und mit 1250 hm in 3¾ Stunden nicht mal eine ganz kleine. Übrigens haben die Hänge vom Auerspitz zum Soinsee nach sehr schönem Skigelände ausgesehen.
2018_04_06_Hochmiesing

Donnerstag, April 05, 2018

Jägerkamp und Wilde Fräulein - 04.04.2018

Nun ist in Mitteleuropa der Frühling endgültig eingekehrt, die Tage werden wieder länger und damit  auch die Zeit die man neben der Arbeit draußen verbringen kann. Mittwoch gings daraufhin gleich an den Spitzingsee, natürlich in aller Frühe, weil zur Arbeit muss ich ja leider auch noch, manchmal, irgendwann. Der Jägerkamp war mein Ziel und so zog ich meine einsame Spur vom Taubensteinparkplatz über die Schönfeldalm zum Gipfel (1¼ Stunden, 650 hm). Der Schnee war trotz morgendlicher Stunde schon recht aufgeweicht und so versprach die Abfahrt wenig Genuss. Also legte ich noch einen Zwischenstopp am Wilden Fräulein ein (½ Stunde, 50 hm). Eigentlich abfahrtstechnisch uninteressant, aber ein weiterer Muggel am Spitzing abgehakt. Einfach schön so eine einsame Bewegungstherapie am Morgen. Weniger einsam war es dann am Parkplatz als ich zum Auto zurück kam, da war der Rentnerausflug voll im Gange. 
2018_04_04_Jaegerkamp

Dienstag, April 03, 2018

Ostern in Fontainebelau - 24.03.-01.04.2018

Alle Jahre wieder zu Ostern ist Bleau unser Ziel. Sozusagen der Frühlingsstart, manchmal halt noch gefühlt mitten im Winter. Diesmal war Ostern recht früh und durch eine Terminkollision mussten wir auch noch die erste Osterferienwoche nehmen. Ende März kanns rund um Paris recht frisch sein, zum Glück sind wir weder aus Zucker ,noch verfroren.
Irgendwie wollte im Vorfeld keine rechte Urlaubsstimmung aufkommen. Viel Arbeit hatte sich bis zum letzten Tag angesammelt und so war das Packen eher ein In-den-Bus-werfen. Dementsprechend sah der Bus auch aus. Nach den gut acht Stunden Fahrt, richteten wir uns am Camping als erste Gäste (!) häuslich ein. Der Tag endete mit einem Einkauf im großen Carrefour und einem kurzen Abstecher in Bas Cuvier, die Marie Rose wird einfach nicht einfacher.
Den ersten richtigen Bouldertag hatten wir dann am Sonntag, bei super Wetter in J. A. Martin. Das Gebiet kennen wir erst seit letztem Jahr, es hat sich aber schnell zu einem unserer Lieblingsgebiete gemausert. Montag und damit unter der Woche war es auch in Canche aux Merciers recht ruhig. In dem Gebiet macht gerade das Bouldern mit Kindern viel Spaß und Jeu de Jambes (6a, Traverse, Rot 13) musste ich noch jedes mal machen. Le Grand Marche (7a+) sah für mich, wie auch die letzten Jahre, ziemlich unmöglich aus.
Die folgenden zwei Regentage nutzten wir mit einem Verwandtschaftsbesuch und einer Fahrt nach Paris.
Donnerstag lachte dann wieder die Sonne vom Himmel und in 95,2 war es so bumsvoll, dass man sich eher an die Boulderwelt um 19:00 Uhr erinnert fühlte, als an ein Bouldergebiet im Wald. Die paar blauen Probleme rund um L'Ectoplasme sind gerade gut um sich aufzuwärmen und so konnte ich schnell mit ein paar Anderen an Message in a Bottle (6b, mit Kante 6a) spielen. Police (6a), direkt daneben, kostete mich definitiv mehr Versuche. Mit Steffi, die wir zufällig trafen, spielte ich noch ein wenig an zwei weiteren Problemen, aber für den Tag war ich dann eigentlich schon durch. In Rochers Canon überdauerten wir einen kleinen Regenguss und dann hieß es den Gelben Circuit ohne Bodenkontakt zu klettern, auch eine Aufgabe. Am letzten Tag erwischte uns dann der für Nachmittag angesagte Regen schon auf dem Weg zum Elephant. Damit fiel der Tag als Bouldertag komplett aus. Eine kleine Wanderung durch das Gebiet und eine Wanderung zum Aussichtspunkt am Hügel von Dame Jouanne konnten wir dann trotz Regen unternehmen. Und man will es gar nicht meinen, auch das hat Spaß gemacht.
Die Woche war zwar wettertechnisch durchwachsen, aber im Großen und Ganzen viel besser als vorhergesagt. Und die Kinder können sich inzwischen schon ganz gut in den Gebieten selbst beschäftigen, damit auch wir wieder etwas Zeit hatten zusammen zu Bouldern. Ein super entspannter Urlaub, auch wenn wir uns freuen nächstes Jahr Bleau wieder zusammen mit den Anderen unsicher zu machen.
2018_03_24-04_01_Bleau

Donnerstag, März 22, 2018

Nachtskitour im Taubensteingebiet - 21.03.2018

Das mit dem Frühlingsbeginn ist so eine Sache, meistens hält sich das Wetter einfach nicht dran. So auch dieses Jahr, 20 cm Neuschnee am Spitzing, da muss man ja fast was machen. Vladi, Stephan und ich wollten nach der Arbeit den Schnee gleich noch nutzen, bevor es zu Tauen beginnen konnte. Bei ziemlich zapfigen Temperaturen stiegen wir zum Taubenstein auf (1¼ Stunden, 600 hm) und weiter zum Lempersberg (½ Stunde, 150 hm). Hier wartete endlich die Belohnung für den Aufstieg, Bayrisch-Alsaka mit flauschigem Powder auf hartem Untergrund und einem Spray im Gesicht. Der Wahnsinn, ich hatte diese Saison wirklich viele sehr gute Abfahrten, aber diese stach definitiv heraus. Vom Kleintiefental gings dann hinauf zum Taubensteinhaus und nach einem gemütlichen Bier und etwas zu Essen weiter in den Taubensteinsattel (½ Stunde, 100 hm). Selbst die Abfahrt durch den Lochgraben konnte sich sehen lassen (½ Stunde). Eine wirklich hervorragende Feierabendtour mit perfektem Schnee, da war es leicht zu verschmerzen, dass das Aufstehen am nächsten Tag doch etwas schwer fiel.
2018_03_21_Taubenstein

Sonntag, März 18, 2018

Ein kurzer Abstecher nach Jackson Hole, Wyoming - 15.03.2018

Nach unserem super Arlbergurlaub durfte ich direkt nach Wyoming weiterreisen. Meine Arbeit dort konnte ich etwas schneller erledigen als gedacht und so hatte ich einen Tag frei. Was also tun, wenn man im Spätwinter in Wyoming sitzt? Genau, Mietauto schnappen und ab nach Jackson Hole, Schnee gibts noch genug.
Jetzt sind es von Rock Spring nach Jackson Hole aber ca. 200 Meilen (etwa 320 km), was etwa 3½ Stunden Autofahrt bedeutet. Da hilft der Jetlag und so konnte ich bereits um 9 Uhr gefrühstückt und mit Leihausrüstung in der ersten Gondel (Aerial Tram) zum höchsten Punkt (3185 Meter) des Skigebiets stehen. Über Nacht waren etwa 10 cm Neuschnee gefallen, leider mit teils erheblichen Wind und so fühlte sich die erste Abfahrt über den Rendevous-Bowl gar nicht so wirklich gut an. Die vereisten Dünen waren abgeblasen, während sich in den Dünentälern einiges an Neuschnee gesammelt hatte. Aber der Neuschnee hatte es in sich, selten bin ich so leichten, flauschigen Schnee gefahren, mit einem Spray wie man ihn nur von den Skivideos aus den Rockies kennt. WOW! Nicht so WOW waren meine Mietskischuhe, die zwar von der Größe her passten, aber extrem weit ausfielen.Der gemeine Amerikaner hat wohl nicht so zierliche Waden und schmale Füße wie meine Wenigkeit. Also anspruchsvolle Bedingungen mit eingeschränkter Kontrolle über den Ski, olé, olé. OK, jammern auf hohem Niveau. Wegen der zum Teil sehr harten Bedingungen war Corbet’s Couloir gesperrt, mit diesen Schuhen hätte ich den Drop und schnellen Turn am Einstieg sowieso ungern gemacht. Dort wo der Wind den Neuschnee abgelagert hatte, war das Fahren ein Traum. An der Headwall (etwa 15 Minuten unschwieriger Aufstieg, ~100 hm) gingen sich zwei steile und spektakulär gute Abfahrten aus. Zwischenzeitlich kam auch die Sonne heraus, was die Sache noch schöner machte, aber leider der Schneequalität nicht unbedingt zuträglich war. So beendete ich mein Skiintermezzo am frühen Nachmittag und fuhr wieder nach Süden.
Das bisschen Powder das ich gefunden habe, hat mich angefixt. Nach Jackson Hole müssen Karin und ich unbedingt im Hochwinter und vielleicht können wir dann auch ein paar Skitouren in der umgebenden Teton Range anhängen, die Berge haben nämlich nach unendlichem Skispaß ausgesehen. Am Ende noch eine kleine Episode als ich zum geparkten Auto zurück kehrte: Im Shuttlebus traf ich eine ausgewanderte Finkenbergerin, diese Tiroler sind echt überall 😉
2018_03_15_JacksonHole

So ein Skitag in USA ist übrigens nicht ganz billig:
  • Mietausrüstung: $66
  • Daypass: $149
  • Parken: $10
  • Essen: $50
  • Smile in my face: priceless

Sonntag, März 11, 2018

5 Tage am Arlberg - 07.-11.03.2018

Zu Weihnachten schenkten Karin und ich uns gegenseitig ein paar Tage in Lech. Der Clou an der Sache: meine Eltern erklärten sich bereit die Kinder für die Zeit zu nehmen, damit wir uns in einem der bekanntesten Freeride-Reviere Europas austoben können. Im Hotel Lech kamen wir unter, es gehört der Familie von Vreni, die ich am Lugauer kennengelernt hatte.
Am ersten Tag gabs gleich Neuschnee, das freute uns sehr. Weniger freute uns die miese Sicht, die kein wirkliches Freeriden zuließ und vor allem Karin mit Übelkeit sehr zu schaffen machte. Dafür begrüßte uns der Donnerstag (mein Geburtstag) mit blauem Himmel und 15-20 cm Neuschnee. Ein Traum der Tag. Wir drehten eine Runde vom Rüfikopf übers Tannegg nach Lech, wobei wir eine der ersten Linien ziehen konnten. Bei der zweiten Runde spurte ich die Lawinenverbauungen unter der Bahn ein und wir wählten eine Linie auf der wir die steilen Rinnen nördlich des Tanneggs einsehen konnten. Diese Rinnen wählte ich für die dritte Runde, eigentlich war damit der Tag schon gelaufen. Genug hatten wir aber noch lange nicht, deshalb besuchten wir noch die Albona. Die Nordabfahrt vom Albonagrat bekommt auch an so einem Tag keine Sonne und so konnten wir auch am Nachmittag noch Pulver fast bis Stuben finden. Selbst am Weg nach Lech fanden wir noch gute Hänge übers Madloch. Was für ein Tag, fast als wenn ich es mir verdient hätte.
Freitag trübte das Wetter wieder ein. Am Vormittag gingen sich aber trotzdem ein paar schöne Abfahrten am Hexenboden aus. Dann trennten wir uns, Karin, der das diffuse Licht nicht behagte, fuhr übers Madloch nach Lech während ich mich auf den Weg nach St. Anton machte. Mein Ziel war die Valluga. Auf die Valluga kann man nur OHNE Skiausrüstung oder MIT Skiguide fahren. Will man aber MIT Ski und OHNE Führer rauf, muss man stapfen. Und das tat ich. Von der Bergstation der Valluga I stieg ich die steile Flanke zum Grat auf und folgte diesem, teilweise ausgesetzt und mit Seilversicherungen, zum Gipfel (1/2 Stunde, 200 hm). Da hatten ein paar Skifahrer was zum schauen. Die Westabfahrt sah zwar ganz gut aus, der Vormittag hatte aber schon gezeigt, dass die Schneequalität durch die Sonneneinstrahlung erheblich gelitten hatte, also für die Abfahrt dorthin, wo die Sonne nie scheint - die Valluga Nord. Direkt vor mir fuhr eine Skiführerin mit ihren zwei Kunden ein und ich hängte mich mit etwas Abstand dahinter. Man weiß ja nie und im Falle des Falles ist eine Gruppe immer besser als alleine zu sein. Bis zum Pazüeljoch war der Schnee überraschend gut und die Abfahrt überraschend unspektakulär. Im Joch überholte ich dann die Gruppe und zog meine Linie alleine durchs Pazüeltal, bis man wieder an der Tritt-Alpe aufs Skigebiet trifft. Müde kehrte ich übers Madloch nach Lech zurück und lies sogar das Stierloch links liegen, meine Beine freuten sich einfach nur noch auf die Sauna.
Pünktlich zum Wochenende wurde das Wetter dann richtig schlecht, Regen bis 2000 Meter. So besuchten wir am Samstag nur das Freeride-Testival in Warth. Nach ein paar Abfahrten (auf der Piste) gaben wir die geliehenen ABS Airbags zurück und sahen zu nach Lech zurückzukommen. Einen richtigen Freeridetag hätten unsere Beine aber sowieso nicht mehr geschafft und uns dort Freerideski für die Piste auszuleihen kam uns absurd vor.
2018_03_07-10_ArlbergFreeride

Sonntag wollten wir am Weg nach Hause eigentlich noch den Arlberger Winterklettersteig an der Rendlspitze machen. Wollten deshalb, weil unser Blick beim Anstehen an der Liftkasse auf die aktuellen Meldungen fiel und dort hieß es: Riffel 1 & 2 sind wegen Sturm gesperrt. Ohne die beiden Lifte ist aber der Zustieg zum Klettersteig etwas beschwerlich und der Grat bei Sturm auch nicht der beste Ort um sich aufzuhalten. Also sparten wir uns das Geld für das Tourengeherticket und stiegen vom Parkplatz ein Stück Piste und dann den Erzherzog Eugenweg auf, um uns zumindest bewegt zu haben. Als uns der flache Weg nicht mehr freute, machten wir Pause (50 Minuten, 270 hm) und kehrten um. Der Tag war zwar eher ein Satz mit X, so hatten wir aber zumindest noch einen Nachmittag mit den Kindern.
Auf jeden Fall ein paar sehr schöne Tage am Arlberg, ein wirklich tolles Freeridegebiet, nur die Ziehwege im Gebiet nerven ziemlich.

Sonntag, März 04, 2018

Eisklettern in der Nähe des Sylvensteinspeichers - 04.03.2018

Die Temperaturen letzten Sonntag waren ein kleiner Vorgeschmack auf diese Woche. Montag gab ich mir die -14°C noch mit dem Rad, danach ärgerte ich mich dann aber freiwillig mit dem MVV herum. Der Vorteil so einer eisigen Woche: es wächst noch mehr Eis, als diese Saison sowieso schon steht. Dafür gabs pünktlich zum Wochenende Föhn, dann ist es zumindest angenehm warm. Also die besten Voraussetzungen für "super" Bedingungen bei einer Skitour, so schlug Vladi etwas leichtes im Eis vor, den Linken Schergenwieser Fall. Vorweg, es war ein sehr netter Tag, auch wenn wir ziemlich wahrscheinlich einen falschen Graben erwischt haben. Der Graben besteht aus mehreren kleinen Aufschwüngen, die man mehr oder weniger im Eis überwindet, allerdings definitiv nie schwerer als WI2. Winterwandern in alpiner Kulisse (1½ Stunden, 400 hm). Da es aber einige Gräben nebeneinander gibt, kann ich mir schon vorstellen, dass man vielleicht dort lohnendere Kletterei findet.
Ausklingen ließen wir den gemütlichen Vormittag bei einem Mittagessen im Altwirt, also eigentlich alles richtig gemacht.
2018_03_04_Schergenwieser

Sonntag, Februar 25, 2018

Eckerleiten und Hocheisspitze - 24./25.02.2018

Endlich ging es Karin besser, ein bisschen schlapp ist sie zwar noch, für eine kurze Runde übers Eckerleiten reichte es aber schon. Da die Südliche Auffahrt zum Rossfeld gesperrt ist, blieb uns gar nichts anderes übrig, als an der Buchenhöhe zu starten. Bei klirrender Kälte stiegen wir den Sommerweg zur Enzianhütte auf (1 Stunde, 250 hm). Ab hier standen wir dann im Nebel, der sich nur ab und an mal etwas lichtete. Erst über der Ecker Alm sahen wir kurz die Sonne, die sich aber sofort wieder versteckte. Das Purtschellerhaus konnte man kaum erkennen, ein paar Meter oberhalb aber, am Ecker First, wurde der Nebel wieder lichter (1½ Stunden, 550 hm). Unseren eigentlichen Plan Richtung Osten abzufahren und über den Eckersattel zurück zur Aufstiegsspur zu gelangen konnten wir begraben, dafür sahen wir eine Spur ins Ofnertal hinunter und die sah vielversprechend aus. Steile Hänge und Rinnen ziehen hinunter bis zur Ofner-Alm Diensthütte. Von dort kamen wir dann über Forstwege und durch den steilen Wald zum Larosbach und damit zurück zum Auto.
Eine abenteuerliche Runde und schon wieder haben wir eine anspruchsvolle Abfahrt bei dieser Anfängerskitour gefunden.
2018_02_24_Eckerleiten

Sonntag gehörte dann wieder mal Peter und mir. Wir trafen uns in Schneizlreuth und fuhren zusammen nach Weißbach, da die Hocheisspitze (2523 m) unser Ziel war. Vom Parkplatz Hintertal stiegen wir die steile Straße nach Hirschbichl auf und von dort am GH Hirschbichl vorbei ein bisschen hinunter Richtung Bindalm bis der Sommerweg zur Mittereisalm abzweigte. Durch den Wald gings vorbei an der Mittereisalm (1 Stunde, ↑400 hm, ↓50 hm) und weiter zur Hocheisalm. Statt dort nach Süden abzuzweigen folgten wir einer Aufstiegsspur am Hocheiskopf vorbei bis unter die Gipfelhängen des Vorderberghörndls. Hier wurde uns klar, dass wir falsch waren und so querten wir so gut es ging zurück ins Hintereis. Eine kleine Abfahrt (etwa 100 hm) ließ sich beim Zickzack durch die Felsen leider nicht verhindern. Dafür war aber ab hier der Aufstieg klar und einfach. Mit Ski konnten wir bis in den Gipfelhang spuren, nur die letzten 100 hm stapften wir über einen Lawinenkegel bis unter den Gipfel (3¼ Stunden, ↑1270 hm, ↓100 hm). Während unseres Aufstiegs hatten sich schon zwei Tourengeher an der Gipfelrinne probiert und etwa 5 Meter vor dem Gipfel umdrehen müssen. Da waren wir froh die Steigeisen im Rucksack zu haben. Zuerst durch Schnee, am Ende über Eis, kraxelten wir durch die Rinne auf den Gipfel (10 Minuten, 30 hm). Windstille und ein unbeschreibliches Panorama, aber trotzdem bitterkalt. Schnell stiegen wir zu unseren Ski ab, machten eine kleine Pause und bereiteten uns für die Abfahrt vor. Was soll ich zur Abfahrt groß sagen, ein Traum. Die perfekte Menge Pulver auf festem Untergrund in schön steilem Gelände (35-40° im Gipfelhang). Erst die Fahrt durch den Wald unter der Mittereisalm war ein bisschen Gekrampfe (↓1470 hm). Nach Hirschbichl mussten wir die Ski wieder schultern und die Abfahrt über die steile (teilweise apere) Straße zurück zum Auto sparten wir uns dann (1 Stunde, ↑50 hm, ↓200 hm).
Eine geniale, weite Tour mit Peter und definitiv das schönste Kar entlang der Hirschbichlstraße.
2018_02_25_Hocheisspitze

Freitag, Februar 23, 2018

Mit Hagan, Hyphen und Roeckl am Sudelfeld - 19.02.2018

Ein schöner Nebeneffekt der diesjährigen ISPO war eine Einladung zu einem Skitest von Hagan zusammen mit Hyphen Sports und Roeckl Sports.
Hagan, da war mal was, da beginne ich ja fast in Erinnerungen zu schwelgen. Ich habe mir in Studienzeiten den Hagan Titanal (oder so) meines Vaters unter den Nagel gerissen. Der Ski hatte zwar keine nennenswerte Taillierung, aber dafür eine Silvretta 404 und gekürzt war er meine Wunderwaffe für die Verkürzung von Eistouren...oder so. Eher oder so, weil erstens fährt es sich mit Bergschuhen eher mäßig und zweitens war diese Wunderwaffe immer noch schwerer als mein breitester Tourenski heute, und zwar um Welten. Aber das Ganze ist ja auch schon ein paar Jahre her (etwa 15 und der Ski war sicher weit über 20 Jahre alt).
Beim Frühstück im GH Grafenherberg kamen wir schnell ins Gespräch und siehe da, bei vielen der Teilnehmern zeigte sich das gleiche Bild. Kaum jemand der nicht eine Geschichte zu einem alten Hagan zu erzählen gehabt hätte.
Gut gestärkt fassten wir das Testmaterial aus. Von Hagan den Core TF und den Boost 107 (190 cm), von Hyphen die Jamspitz (hochelastische 3-Lagenjacke) und die Monte Stivo (Weste) und bei Roeckl entschied ich mich für den Kholeno (Aufstieg) und den Monashee GTX (Abfahrt). Als wir Grafenherberg verließen, war leider nichts mehr mit gutem Wetter. Nebel hatte sich übers Sudelfeld gelegt. Naja, was gibt es besseres als mieses Wetter um gute Kleidung zu testen. In kleinen Grüppchen begannen wir aufzusteigen und schnell stellte sich heraus, dass Axel von bergsteigen.at und ich tempomäßig gut zusammen passten. Schnell hatten wir unser Ziel, den Sudelfeldkopf erreicht (50 Minuten, 380 hm). Die Abfahrt hielt sich dann in Grenzen, nicht weil sich der Boost nicht gut fahren ließe, aber ein 107er Ski ist einfach nicht für eine eisige Piste gemacht. Also wechselte ich auf den Core 88 (184 cm) und mit Axel verflog die Zeit zum Sudelfeldkopf wie im Flug (37 Minuten, 380 hm). Der Ski passte viel besser zur Abfahrt, leider wollte die Sicht nicht mehr mitspielen. Ein wenig Zeit gab es noch und so entschied ich mich in der dritte Runde für den Core 83 (178 cm) und eine Runde bis Vogelsang hinauf (43 Minuten, 460 hm). Und siehe da, beim Abfellen konnten wir unsere Nasen sogar in die Sonne halten. Bei der Abfahrt war der Nebel allerdings so dicht, dass wir uns verloren und uns erst am GH beim Essen wieder trafen.
Auch bei relativ schlechtem Wetter ein saucooler Tag. Die Ski und der Skischuh waren gut, die Jamspitz ein Wahnsinn (von der Lugauer muss mich ja sowieso seit zwei Jahren keiner mehr überzeugen, von der kann man mich nicht mehr trennen) und die Handschuhe von Roeckl machen genau was sie sollen, die Hände rauf und runter warm und trocken halten. Danke an Caro und Johannes von Outdoor Relations für die perfekte Organisation und die Einladung.
2018_02_19_Sudelfeld

Mittwoch, Februar 21, 2018

Skitourenwochenende im Langtauferertal - 17./18.02.2018

Seit Jahren trifft sich der Kletterertrupp ein Wochenende im Winter, um dem Wintersport zu frönen. Dabei hat sich die Gewichtung definitiv in den letzten Jahren gewandelt. Vom Skifahren in Obertauern zum Freeriden im Pitztal, über Kiten und Skitouren am Reschen bis hin zu reinen Skitourenwochenenden im Langtauferertal. Spaß hat es noch jedes Mal gemacht, ob auf Tour oder beim gemütlichen Zusammensein am Abend in der Sauna oder an der Bar.

Samstag, Falbenairspitze (3199 m):
Nach einem schönen Freitagabend wollte keiner so recht früh aufstehen und so wurde es 9 Uhr bis wir von Kappl aus nach Maseben starteten (1 Stunde, 400 hm). Der Aufstieg über die ehemalige Skipiste ist unspektakulär, aber eben die Pflicht vor der Kür, um in das Tourengebiet Maseben zu kommen. Beim Atlantis der Berge querten wir den Schlepplift und umrundeten den Mittagkopf in einer flachen Querung nach Osten bis ins Roteben (¾ Stunde, 250 hm). Ab da sah man schon fast unser Ziel, also wenn kein Nebel im hinteren Tal gehangen wäre. Als wir den Sattel erreichten blies ein eisiger Sturm der den Nebel vertrieb und uns die Sicht auf den Gipfel der Falbenairspitze freigab (1¼ Stunde, 600 hm). Entgegen der Tourenbeschreibung konnte man bis zum Gipfel unproblematisch mit Ski aufsteigen (½ Stunde, 150 hm). In dem ungemütlichen Wind fellte ich nur kurz ab und wartete bis Ole und Chrissi bei mir angelangt waren, um wieder in den Satteld abzufahren. Dort warteten wir alle zusammen und machten Pause in der Windstille unterhalb des Sattels.
Die Hänge unter dem Sattel waren ein Traum, leider zog der Nebel herum und die Sicht hielt sich dadurch in Grenzen. Am Ende der Hänge entschieden wir uns gegen die Querung zurück nach Maseben und für die direkte Abfahrt zur Melag-Alm. An der Alm trafen wir auf die Langlaufloipe, die uns talauswärts bis nach Kappl führte (2 Stunden, 100 hm).
So kamen wir nach dieser schöne 5½ Stunden (1500 hm und 14 km) Tour rechtzeitig zum Hotel zurück um eine Massage und die Sauna zu genießen.
2018_02_17_Falbenairspitze

Sonntag, Mitterlochspitze (3174 m):
Endlich fühlte sich Karin besser und konnte zumindest eine kleine Tour mitgehen. Nach Maseben kann man sich mit einem Schneemobiltaxi fahren lassen, diesen Service nutzten an diesem Tag alle außer Ole und mir. Im Atlantis der Berge trafen wir uns wieder (¾ Stunde, 400 hm) und stiegen zusammen zum Ende des Schlepplifts auf (½ Stunde, 160 hm). Von hier aus folgt man dem flachen Tal nach Süden bis sich die Hänge aufsteilen. Bei halbwegs bedachter Spurwahl kann man relativ flach in das Joch zwischen Mitterlochspitze und Gamsspitze aufsteigen (2¼ Stunden, 680 hm). Hier blieb Karin zurück, während ich die Ski schulterte und über den Grat zum Gipfel aufstieg. Kurz vor dem Gipfel kamen mir Chrissi und Ole entgegen und so machte ich am Gipfel keine Rast (¼ Stunde, 150 hm), sondern schnallte mir die Ski an und fuhr süd-westlich zum Grat ab. Dort wechselte ich auf die Nordseite, wo weite, steile Hänge auf mich warteten. Nach der spektakulären Abfahrt vom Gipfel folgte ein kurzer Aufstieg zurück zum Joch und zu den Anderen (½ Stunde, 50 hm). Die weiten Hänge machten richtig Spaß, vor allem weil es in der Nacht 15 cm Neuschnee gegeben hatte und die Sicht im Gegensatz zum Vortag einwandfrei war (½ Stunde). An der Hütte gönnten wir uns noch ein Essen bevor es über die Piste (definitiv schneller und einfacher als am Tag zuvor) zurück nach Kappl ging (¼ Stunde).
So ging mit dieser zweiten schönen Tour (5 Stunden, 1440 hm und 12 km) ein geniales Wochenende  mit guten Freunden zu Ende.
2018_02_18_Mitterlochspitze

Donnerstag, Februar 15, 2018

Skitour: Mit Maaf auf den Hirzer - 14.02.2018

Johannes (aka Maaf) hatte seinen Besuch in Tirol angesagt und da konnte ich nicht widerstehen diesen Besuch für eine Skitour zu nutzen. Das Wetter wartete mit perfektem Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen auf. Und so kam die Temperatur bei unserem Start beim GH Hanneburger im Wattental nicht über -15°C hinaus. Auf der Forststraße zum Povers-Niederleger wurde geholzt, so mussten wir über einen kurzen Stich durch den Wald ausweichen. Über die Almwiesen und einen lichten Wald gelangten wir zum Povers-Hochleger und in die Sonne. An der Kälte änderte das leider nicht wirklich etwas. Zu den drei Damen die mit uns gestartet waren kamen noch zwei Tourengeher hinzu und so zogen wir als relativ große Gruppe über die freien Hänge zum Grat hinauf. Am Grat kam zur Kälte noch ein beißender Wind hinzu und so war es nicht verwunderlich, dass der Grat an weiten Stellen abgeblasen war und sich auf Seite des Hirzerkars der vom Lawinenwarndienst vorhergesagte (leicht zu erkennenden) Triebschnee gebildet hatte. Zusammen mit den zwei Tourengehern kam ich am (kreuzfreien) Gipfel an (3¼ Stunden, 1400 hm). Das Gipfelkreuz liegt unter Schnee vergraben, die Stahlwinkel mit denen es im Boden verankert war, haben das Zeitliche gesegnet. Während die Anderen recht schnell abfellten und sich an die Abfahrt machten, wartete ich noch auf Johannes, auf die Pause verzichteten wir dann aber auch. Im Gegensatz zu allen anderen wählten wir nicht den Weg zurück über den Grat, sondern ein paar schöne Hänge in Richtung Hirzerkar. Eine weite Querung brachte uns dann über ein Joch zurück zur Aufstiegsroute. Ob wir bei dieser Variante weniger Steine als die anderen erwischt haben weiß ich nicht, die ersten Hänge waren es aber definitiv wert. Die weiten Hänge über dem Povers-Hochleger hielten was sie beim Aufstieg versprochen hatten, Pulvergenuss! Am Hochleger legten wir eine Pause ein und genossen Tee und Jause in Sonne und Windstille, dabei konnten wir den unzähligen anderen Skitourengehern beim Aufstieg bzw. Abfahrt zusehen. Da hat sich das frühe Aufstehen also doch ausgezahlt. Die Abfahrt zur Forststraße stellte sich als immer noch ganz gut heraus, wenn auch nicht vergleichbar mit den Hängen oben, dieses Jahr sind wir wirklich ganz schön verwöhnt.
Eine tolle, einfache, aber recht weite Tour, die mit Maaf sehr viel Spaß gemacht hat. Wieder mal danke an die beste Frau der Welt und dem besten Chef für den freien Tag.
2018_02_14_Hirzer

Montag, Februar 05, 2018

Hochkalter übers Ofental - 04.02.2018

Es hatte geschneit, ohne Wind. Wow, das darf ja nicht wahr sein, Neuschnee und geringe bis mäßige Lawinengefahr, da muss man was machen. Stephan und ich hatten da so einen Plan, ob das geht, mal sehen. Start um 5 Uhr, naja ausschlafen kann man ja wieder unter der Woche. Um halb 4 Uhr dann kein Stephan, dafür die Nachricht, es wird a weng später. Kurz danach die nächste Nachricht, ich steh kurz vor Piding, Unfall nichts geht mehr. Also legte ich mich wieder nieder. Um 6 Uhr stand Stephan dann vor der Tür und mit ihm gut 10 cm Neuschnee. Zusammen mit den gut 15 cm von gestern war das einfach zu viel für unseren Plan, was nun? Auf zur Hirschbichlstraße, die Touren dort müssten spektakulär gut gehen. Durch den Wald Richtung Ofental zeigte sich ein ähnliches Bild wie gestern, aufsteigen geht, aber fürs Fahren sind mir sogar die Stoanaski zu schade, die hatte ich aber gar nicht mit. Frederike, das Orkantief, hatte im lichten Wald unter dem Ofental ganze Arbeit geleistet und so mussten wir unter und über einige Bäume steigen. Der letzte Hang vor dem Ofental und das Tal selbst ließen die Vorfreude steigen, super Pulver unverspurt. Kurz vor der Ofentalscharte zweigten wir dann in die Hochkalter Südflanke ab. Ja, auf >40° gehen noch Spitzkehren, aber schwer. Erst im Mittelteil, wo wir wieder auf den Sommerweg trafen (4¾ Stunden, 1650 hm) wechselten wir auf Steigeisen. So schrabbelten wir über leicht überdeckten Fels hinauf zum Grat. Mist, irgendwie mussten wir doch hinüber in die Rinne in Gipfelfalllinie, also wieder etwas hinunter und queren, auf die paar Meter Fleißaufgabe kam es nun auch nicht mehr an. Die Rinne wühlten wir uns dann hinauf, immer im Hinterkopf, dass hier Andi Riesner vor 6 Jahren verunglückt war. Die Verhältnisse waren aber ausgesprochen gut, kein oder kaum Windeinfluss und gut mit dem Altschnee verbunden, was will man mehr. Und so erreichten wir inzwischen im Sonnenschein (das Wetter war ganz schön herum gezogen) den stark überwechteten Gipfel (1 Stunde, 200 hm). Ein Traum! Wir ließen die Seele baumeln und uns ein Wurstbrot schmecken. Als es nach einer ¼ Stunde frisch wurde, stiegen wir bis unter die Gipfelfelsen ab und tauschten Steigeisen gegen Ski. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit, bis jetzt hatte alles perfekt ausgesehen, eigentlich sollte die Abfahrt gehen, aber wie heißt es so schön Versuch macht kluch. Nach den ersten paar Schwüngen von Stephan die Gewissheit, wir haben die Bedingungen in der Rinne nicht falsch eingeschätzt. Alle paar Schwünge muss ich Pause machen, es ist wirklich steil und meine Oberschenkel beschweren sich. Als ich bei der Querung wieder auf Stephan treffe, reicht unser Grinsen vom einen Ohr zum anderen. Aber die unangenehmste Passage liegt noch vor uns. Stephan quert sehr steil in eine Rinne, ich mache die 30 hm Fleißaufgabe von vorher wieder in umgekehrter Reihenfolge, so haben sich die Steigeisen zumindest richtig ausgezahlt. An dem Punkt an dem wir auf die Steigeisen gewechselt waren entledigten wir uns derer endgültig und genossen die letzten steilen Hänge hinunter ins Ofental. Im Ofental hing dann leider Nebel und die Sicht war dementsprechend, der Freude am Cruisen über das mäßig steile Gelände tat das aber keinen Abbruch. Im steileren Abschluss des Tals wurde die Sicht dann wieder besser und durch den Wald gings besser als gedacht (2 Stunden Abstieg/-fahrt). Und nur die letzten 200 hm/¾ Stunde mussten wir zu Fuß bewältigen.
Eine Wahnsinnstour, die im Hochwinter mit Sicherheit nur sehr selten begangen wird. Die Südflanke verlangt nicht nur sichere Schneeverhältnisse, sondern auch absolut sicheres Fahren in Absturzgelände (immer steiler 35°, in der Gipfelrinne und kurze Stellen dazwischen bis 45°). Der dünne Schneeüberzug über den Felsen hat die Tour auch in den Steigeisenpassagen ziemlich anspruchsvoll gemacht und die Länge ist auch nicht zu unterschätzen (8¾ Stunden, 1880 hm, 17,5 km). Danke Stephan, es war mir ein Volksfest. 
2018_02_04_Hochkalter

Samstag, Februar 03, 2018

Eckerleiten und Ahorn-Büchsen-Kopf - 03.02.2018

Karin liegt krank im Bett und so musste ich mir alleine eine Beschäftigung suchen. Der Opa wurde zum Bauen im Schnee verdonnert und so war für mich der Weg frei für eine kleine Skitour. Nur was machen, der Lawinenlagebericht versprach zwar einen 1er in tiefen Lagen und darüber einen 2er, aber alleine ist doch immer blöd. Außerdem hatte ich keine Lust zum gefühlt 1000ten Mal auf den Götschen oder Jenner zu laufen. Da zahlt es sich doch manchmal aus auf den Schwiegervater zu hören: das Eckerleiten. Eigentlich eine Anfängertour, aber vom letzten Jahr mit Karin wusste ich, dass es dort schöne Abfahrten gibt, wenn die Bedingungen passen. Von der Buchenhöhe stieg ich durch den Wald zur Enzianhütte auf (½ Stunde, 250 hm). Die Schneeauflage im Wald lässt inzwischen zu wünschen übrig, Aufsteigen geht, fürs Abfahren muss aber jedes Mitleid mit den Ski fehlen. An der Rossfeldstraße angekommen, hatte sich der Schneefall intensiviert und damit einhergehend die Sicht verschlechtert. Vor mir stieg noch eine Vierergruppe auf, sonst aber Einsamkeit und das auf dieser Tour. Oberhalb des Purtschellerhauses verfolgte ich die Schneide des Eckerfirsts bis an seine höhste Stelle (1 Stunde, 550 hm). Die Steile Rinne unter dem Purtschellerhaus traute ich mich nicht, stattdessen folgte ich den Osthängen oberhalb des Hauses und zweigte dann in den steilen, nordseitigen Lärchenwald ab. So traf ich direkt unter der Rinne auf den Hang der zum Eckersttl führt (½ Stunde). Dort fellte ich wieder auf und stieg über den Eckersattel zum Ahorn-Büchsen-Kopf auf (¾Stunde, 350 hm). Wenn ich mich etwas besser am Rossfeld auskennen würde, hätte ich sicher eine super Abfahrt bis zum Auto finden können. So fand ich zumindest ein paar gute Hänge (leider mit einem Stück an der Straße fahren) zurück zur Aufstiegsspur. Und so musste ich meine Ski ein Stück tragen, um zum Auto zurück zu kommen. Eine nette 1150 hm Runde bei starkem Schneetreiben, fast ohne Wind und dementsprechend gutem Pulver auf der inzwischen gut gesetzten Unterlage.
2018_02_03_Eckerleiten

Montag, Januar 29, 2018

Skifahren in Lenggries und ISPO - 27./28.01.2018

Irgendwie ist es wie verhext, schon wieder schniefen alle. Für eine Tour denkbar schlechte Voraussetzungen, aber ein wenig Bewegung an der frischen Luft ist ja gesund und Skifahren ist ja nicht mehr als nur ein bisschen Bewegung. Samstag ließen wir den Münchner Nebel hinter uns und genossen den strahlenden Sonnenschein am Jaudenhang. Paul fährt inzwischen eh wie ein Großer (was er auch am Milchhäuslexpress unter Beweis stellen konnte) und auch Anna schlug sich ausgezeichnet, auch wenn Bögen noch nicht ganz auf Kommando funktionieren. Einfach ein netter Skitag, etwas azyklisch zu den Münchner Staustehern.
Sonntag ging es dann wie alle Jahre auf die #ISPO. Ein anstrengender, aber auch sehr interessanter Tag. Neben der super Erklärung von Markus, wie A*LIVE funktioniert, konnte ich mir ein paar wertvolle Infos bei Pieps zur Störempfindlichkeit bestimmter Frequenzbänder holen. Das Rock Selfie von Vertical-Life war dann mindestens genau so ein Spaß, wie der Zlagboard Contest. Und wie immer gab es jede Menge zu sehen und viele Leute zu treffen (unter anderem Bode Miller). Was uns sehr freute, war Caro wieder mal zu sehen, was sich inzwischen leider nur noch auf der ISPO ausgeht. Micha war bei ABS, die nicht nur einen neuen Airbag mit < 2 kg, sondern auch noch Felix Neureuther als neuen Gesellschafter vorstellten. Und schließlich trafen wir noch Louise von Isbjörn of Sweden mit der (und den anderen Mädels von Isbjörn) wir den Abend bei guter Musik und Bier im Scandinavian Village ausklingen ließen. 
2018_01_28_ISPO

Sonntag, Januar 21, 2018

Stiglreith, kleine Skitour mit Jamie - 21.01.2018

Da wir ein Wochenende in Innsbruck verbrachten und der Schnee in Tirol immer noch ein Traum ist (die Lawinengefahr leider auch ... ein Alptraum), nahm ich Jamie auf eine kleine Skitour mit. Von Oberperfuss stiegen wir über schöne Almweiden zur Stiglreith auf (2¼ Stunden, 500 hm). Jamie stellte sich dabei gar nicht schlecht an, vor allem wenn man bedenkt, dass so ein Kinderskischuh, seine Freerider und die Bindungseinsätze insgesamt sicher doppelt so viel wiegen wie meine Tourenski. Die Abfahrt durch fast 40 cm Pulver war dann fast schon ein bisschen zu viel des Guten. Eine schöne Skitour im Nahgebiet des Rangger-Köpfls.
2018_01_21_Stiglreith

Freitag, Januar 19, 2018

Feierabend über dem Kolbensattel - 18.01.2018

Vladi, Alex und ich trotzten heute dem Sturmtief Friederike. Von Oberammergau stiegen wir über die Skitourenroute zum Kolbensattel auf (¾ Stunde, 430 hm). Durch die Ausrichtung nach Osten bekamen wir praktisch keinen Wind ab, gar nicht so schlecht dafür, dass Orkan vorhergesagt war. Die Schneise oberhalb des Kolbensattels Richtung Zahn war schon gut eingespurt und so verlängerten wir die Tour noch bis es kurz unter dem Zahn steil wird (½ Stunde, 270 hm). Die Abfahrt durch den schweren Schnee war gar nicht so schlecht und selbst Alex schlug sich wacker. Am Parkplatz angekommen fellten Vladi und ich noch einmal auf und wir stiegen ein zweites Mal zum Sattel auf (¾ Stunde, 430 hm). Dabei regnete es leicht und so sahen wir zu, möglichst schnell zum Auto zurück zu kommen. Die Kolbensattelhütte hatte leider wegen der Sturmwarnung zu, so mussten wir unser TAB im Bus trinken, auch ok und der Nebeneffekt des "Schlechten" Wetters, wir waren fast alleine.
2018_01_18_Kolbensattel

Freitag, Januar 12, 2018

Feierabend auf der Kreuzalm - 11.01.2018

Donnerstag gings auf die erste Feierabendskitour der Saison. Mit Vladi, Stephan und Mias stieg ich bei leichtem Schneefall zur Kreuzalm auf (1¾ Stunden, 900 hm). Dort ließen wir uns einen Russen und eine Currywurst schmecken und fuhren die leicht angezuckerte Piste wieder ab. Sehr nett, aber jetzt wäre es dann langsam wieder Zeit für Schnee.

Sonntag, Januar 07, 2018

Eine verregnete Woche und ein Sonnenwochenende im BGL - 01.-07.01.2018

Die erste Woche im neuen Jahr wies vor allem eines auf, schlechtes Wetter. Aber meckern zählt nicht und wie der Monaco Franze so schön zu sagen pflegt: ein bissel was geht immer.
Zu Silvester unternahmen wir dieses Jahr eine kleine Skitour auf den Götschenkopf (1¾ Stunde, 700 hm). Aufstieg und Abfahrt gingen gerade noch so vom Bahnhof in Bischofswiesen aus. Das letzte Mal, zum Jahreswechsel 14/15 mit Corinna, hatte es deutlich mehr Schnee.
Die Woche über hatten die Kinder dann vormittags Skikurs und Karin und ich somit Zeit uns zumindest ein bisschen zu bewegen. Das Wetter lud aber sowieso nicht zu richtigen Touren ein. Am Dienstag konnten wir zwei Runden am Götschen drehen (1. Runde: 1 Stunde 5 Minuten, 2. Runde: 35 Minuten; insgesamt: 900 hm). Den Mittwoch verbrachten wir bei zwei Waldrunden am Götschen, bei denen wir die Piste beim Aufstieg fast komplett meiden konnten (insgesamt 2 Stunden, 700 hm). Bei der ersten Runde schien noch die Sonne, am Ende der zweiten standen wir dann im strömenden Regen, um genau zu sein goß es wie aus Kübeln. Leichter Regen am Donnerstag veranlasste uns zum Hochschwarzeck zu wechseln und den Toten Mann bei Schneefall zu gehen (1 Stunde, 400 hm). Das Loch in der Tür der Bezoldhütte haben wir notdürftig mit der Kehrschaufel verschlossen, damit aber nicht wieder Schnee in die Hütte gelangt müsste das Loch möglichst bald richtig repariert werden. Freitag ging sich dann vor dem Abschlussrennen nur eine Runde am Götschen aus (1 Stunde, 450 hm), diese aber endlich bei schönem Sonnenschein. Den Abend verbrachten dann Paul und ich beim Flutlichtskifahren am Götschen. Am Wochenende war das Wetter dann um Welten besser als unter der Woche und so verbrachten wir Samstag und Sonntag Nachmittag beim Rodeln am Hirscheck rodeln (2 Stunden, 350 hm). Dabei reparierten wir gleich noch die Tür an der Bezoldhütte, zumindest notdürftig.
2018_01_01-07_BGL

Samstag, Hohes Brett mit Peter:
Nach dem wettertechnisch miserablen Start ins neue Jahr war der Dreikönigstag sonnig und warm. Leider hatte die Schneequalität massiv gelitten, aber keine Skitour ist auch keine Lösung. So traf ich mich mit Peter, um das Brett zu machen. Am Parkplatz stand schon ein Salzburger Auto, die Schiebetür sperrangelweit offen und niemand zu sehen. Ok, dann sind wir halt mal nicht so, Türe zu, Ski auf den Rucksack und los gings. Über der unteren Steilstufe (½ Stunde, 200 hm) konnten wir nicht nur die Ski, sondern auch gleich die Harscheisen anlegen, die dann auch bis zum Gipfel am Ski blieben. Die obere Steilstufe war zwar spannend, aber gut mit Skiern zu machen und so entschieden wir uns auch für die direkte Variante vom Alpeltal in die Umgäng. In der Rinne zum Hohen Brett sah man dann wie weit der Regen am Donnerstag hinauf gereicht hatte, bis ganz oben! Dieser hatte größtenteils Eis hinterlassen, was uns stellenweise ganz schön zum Schwitzen brachte. So erreichten wir den Gipfel zwar in einer ganz passablen Zeit (2½ Stunden, 1000 hm), aber doch langsamer als gedacht. Am Gipfel waren wir dann auch nicht alleine, die Besitzer unseres Nachbarautos waren doch ganz froh, dass wir ihnen die Türe geschlossen hatten. Wegen des kalten Windes und weil wir beide versprochen hatten früh zu Hause zu sein, fellten wir nur kurz ab und starteten die Abfahrt. Um es vorweg zu nehmen, wir freuten uns sogar über den Bruchharsch im unteren Teil. Die geeiste Rinne war definitiv kein wirklicher Spaß, aber wie schon gesagt, keine Skitour ist eben auch keine Lösung. Und im Gesamten hat es ja auch richtig Spaß gemacht mit Peter auf Tour zu sein.
2018_01_06_HohesBrett

Sonntag, Jenner mit Karin:
Der Sonntag begann zwar sonnig, trübte aber schnell ein. Karin und ich parkten in Hinterbrand und spazierten mit den Ski am Rucksack zur Mittelstation (¼ Stunde). Einfach (un-)schön so eine Baustelle am Berg. Über die ziemlich vereisten Jennerwiesen gings hinauf zum Klaus Maxei mit der nächsten Baustelle und weiter zur Bergstation(-baustelle). Von dort stieg ich noch alleine die paar Minuten zum Gipfel auf (1¾ Stunden, 750 hm). Der einzige nicht umgegrabene Ort auf diesem Berg. Wie gedacht, war die Abfahrt eher Kategorie 2 Spaß, bis zu den Jennerwiesen, dort gings super. Eine nette kleine Tour mir Karin, hoffentlich bald wieder länger, wenn wir beide wieder ganz fit sind.
2018_01_07_Jenner