Montag, Juni 18, 2012

Teufelshorn Überschreitung - 16./17.06.2012

Diese Wochenende machten Karin und ich eine wunderschöne Wanderung von Hinterbrand (übers Hochgschirr) zur Wasseralm (6 ¼  Stunden, 1100 hm). Dort übernachteten wir in der sehr urigen Hütte mit richtig netten Wirtsleuten. Am Sonntag starteten wir um 6 Uhr aufs Große Teufelshorn. Nach nicht ganz 3 Stunden Aufstieg (900 hm) konnten wir den Gipfel alleine in noch relativ gutem Wetter genießen. Der Abstieg in den Teufelsnieder war leicht zu finden und so begannen wir den Aufstieg aufs kleine Teufelshorn  ½  Stunde später. Da hatten wir wegen einem "falschen" Steinmandl einen kleinen Verhauer, der uns aber nicht viel Zeit kostete und so standen wir nach 4 Stunden von der Hütte aus am Gipfel des Kleinen Teufelshorn. Die Wolken vom Obersee waren inzwischen herauf gezogen und so war das Große Teufelshorn komplett verhüllt (wir sahen etwa 5 Leute auf dem Gipfel als es kurz aufriss). Der Abstieg ist dann sehr einfach zu finden nur etwas überhalb der Wasseralm verloren wir den Pfad und kreuzten "wild" auf den Weg zum Großen Teufelshorn. Nach 5  ¾  Stunden (1200 hm) erreichten wir die Wasseralm und machten kurz Pause bevor wir über den Röthsteig zum Obersee abstiegen. Dort trafen wir noch Anna, Micha, Matze und Peter, mit denen wir nach Salet zum Schiff gingen (2 ½  Stunden, 800 hm). Eine wirklich sehr schöne Wanderung, die im Gegensatz zu vielen anderen Touren im Berchtesgadener Land eher einsam ist.
2012_06_17_Teufelshoerner

Dienstag, Juni 12, 2012

Mammut Peak Project - Kellerjoch - 12.06.2012

Heute war der Tag für unsere „Mammut Peak Project“ Besteigung vom Kellerjoch. Von Mammut gabs dafür eine neue Jacke, Hose und einen Rucksack. Wir (Birgit, Anja, Markus, Manfred, Benjamin und Dougal, unser Bergführer) trafen uns um 9 Uhr am Parkplatz zum „Weg der Sinne“ am Pillberg. Bei relativ gutem Wetter gings über die Naunzalm hinauf zum Kellerjochhaus (2 Stunden, 1000 hm). Der Wirt des Kellerjochhauses empfing uns herzlich und bei einem Ratscher kamen wir drauf, dass der Sherpa den Karin und ich kurz vorm Cho La kennen gelernt hatten heuer wieder bei ihm sein wird. Der Weiterweg zur Kapelle war dann in 15 Minuten geschafft und bei immer schlechter werdendem Wetter beschlossen wir schnell runter zu kommen. Bei Schneefall begannen wir unseren Abstieg Richtung Gratzenkopf. Vor zwei steilen Schneefeldern kürzten wir dann direkt runter zur Proxenalm ab (mit einer lustigen „Abseilaktion“). Von der Proxenalm gings dann bei starkem Regen zurück nach Grafenast und zu den Autos (4 Stunden 50 Minuten, ↑↓1160 hm). Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte war es trotzdem eine sehr nette Runde in einer sehr netten Gruppe die für den ein oder anderen sicher (vor allem durch die Schneefelder) recht aufregend war. Infos dazu auch unter unserem Basecamp von Mammut und beim Tourismusverband Silberregion Karwendel.
2012_06_12_MammutKellerjoch

Montag, Juni 11, 2012

Deutschland Nord-Ost und Sächsische Schweiz - 05.-11.06.2012

Nach einigem Aussetzen in den letzten Wochen gings Dienstag Abend nach Nordostdeutschland auf die Hochzeit meines Cousins. Nach der sehr netten Feier verbrachten wir noch ein paar Tage auf Usedom (Penemünde), in Stralsund und auf Rügen (Kreidefelsen, Prora, Sassnitz) bis es zuerst zum Panzerfahren im Landesinneren ging und dann weiter in die Sächsische Schweiz.
2012_06_06-11_DeutschlandNordOst
Leider bekamen wir ums verrecken kein Zimmer mehr in Bad Schandau bzw. Ostrau und so übernachteten wir im Auto. Weils recht feucht war trauten wir uns nicht klettern zu gehen und so wanderten wir über die Hohe Liebe zum Schrammstein Blick und dann südlich zum Schrammstein Tor und weiter zum Falkenstein. Eine landschaftlich wunderschöne Wanderung (ca. 4½ Stunden,  500 hm). Nachdem wir den ganzen Tag schon einige Kletterer gesehen hatten konnte ich mich nicht mehr zurück halten und stieg mit einem Seil am Rücken (um mich später abseilen zu können) die erste Seillänge des Schusterwegs hinauf. Die Porzelankante (2. SL) war dann Genuss pur, die ich aber auch wieder abklettern musste. Vom Band direkt unter der Porzelankante konnte ich dann den Abseilring zum Boden hin benutzen. Die Sandsteinkletterei hat wirklich Spaß gemacht und hier will ich mich unbedingt noch mal richtig austoben.
2012_06_10_SächsischeSchweiz

Sonntag, Mai 20, 2012

Wandertage in Südtirol - 17.-20.05.2012

Über Christi Himmelfahrt fuhren Karin und ich nach Bozen um Peter zu besuchen und ein wenig wandern zu gehen. Donnerstag sahen wir uns noch die Kristallwelten in Wattens und die Festung Franzensfeste an. Eine kleine Wanderung bei Klausen führte uns zum Kloster Säben und zurück durch die Altstadt von Klausen.
2012_05_17_Saeben

Freitag schliefen wir aus und gingen in Bozen shoppen. Nach einer Fahrt nach Völs starteten wir um 12:30 von Ums (930 m) aus. Vorbei am Hofer Alpl (1340 m / 400 hm / 1 Stunde) und Peter Frag (1653 m / 300 hm / 1½ Stunden) über den Prügelweg zur Sesselschweige (1940 m / 300 hm / 1 Stunde), dann steil zum Wetterkreuz und Schlernhaus (2450 m / 500 hm / 1½ Stunden) hinauf. In der Sonne brotzeitelten wir, weil es im Winterraum zwar einen Ofen gibt, aber nichts zu kochen. Als die Sonne verschwand und es richtig zapfig wurde heizten wir ein und packten unsere Schlafsäcke aus.
Die Sonne weckte uns und so stiegen wir noch vor dem Frühstück auf den Petz (2536 m / 100 hm / 15 Minuten). Nach dem Frühstück um 8 Uhr starteten wir zum Tschafatschsattel (Abzweigung Bärenfalle) mit einem Abstecher in St. Kassian (1¼ Stunden). Von dort gings auf und ab einen "Klettersteig" zur Hammerwand (2 Stunden). Über Tschafons (1½ Stunden) gings mit einer gemütlichen Pause und Speckknödel zurück nach Ums (1½ Stunden). Eine nette Runde.
1. Tag: 5 Stunden, 1500 hm,
2. Tag: 6½ Stunden, 400 hm, 1900 hm
2012_05_18_Schlern

In der Nacht auf Sonntag wurden wir durch ein Erdbeben geweckt. Sonntag wanderten wir noch mit Peter zum Föhrner um das Wochenende ausklingen zu lassen.
2012_05_20_Bozen

Sonntag, Mai 13, 2012

Klettern Franken - 12./13.05.2012

Nach dem letzten Faulenzwochenende gings dieses Mal wieder raus. Vladi und ich kletterten in Burggaillenreuth an den Schlossbergwänden. Am Schlosszwerg machten wir alles links vom Kraftwerk (Hey Joe 6-, Fuchsschwanz 6-, Frühstück im Treibhaus 7-, Altfränkischer 5+), wechselten zu den Oberen Schlossbergwänden zu Eppelein (Einstieg ist massiv schwerer geworden seitdem die Schuppe ausgebrochen ist (Ende März)). Ritterspiele (8-) konnten wir beide ausbouldern und dürfte mit ein wenig mehr Kondition relativ leicht zu punkten sein. Ein weiterer Wechsel zum Kraftwerk (Windkraft 7-) brachte mir dann einen Sturz beim Klippen des 4. Hakens bei dem ich mir den linken Arm ramponierte. Die Schäufela und das Bier in der Guten Einkehr waren dann der Hit. Sonntag gings dann wieder nach München weil mit meinem Arm klettern im Moment nicht wirklich geht. Lustiges Wochenende!
2012_05_12_FrankenVladi

Nachtrag Di. 15.05.2012: Jetzt ist es amtlich, weder an Handgelenk noch am Elbogen sind Verletzungen der Knochen oder des Bandapparates. Arm sofort wieder mobilisieren, aber Klettern erst wieder in ein paar Tagen...damit kann ich leben.

Montag, April 30, 2012

(Bernina Westwand)/Kühtaier Sulzkogel - 29./30.04.2012


Wieder einmal versuchten Tommi und ich unser Glück an der Bernina. Die Westwand war unser Ziel. Zusammen mit Jamie (sie wollte uns bis zur Tschierva begleiten) starteten wir in Pontresina. Nach langsamen 2 Stunden Schitragen waren wir endlich in Roseg angekommen und die Tour konnte starten, leider kam da ein Teil unserer Gruppe drauf, dass die Lawinenausrüstung nicht im Rucksack verstaut war sondern zu Hause lag....also wieder nach Pontresina wandern. Spaziergänge ohne Schi und Steileisausrüstung sind übrigens langweilig!
Wir disponierten um und besuchten Moschti und Vroni (plus Kids) und grillten zusammen (und auf Tommis Wunsch sei noch erwähnt: tranken VIEL Wein!). Am Sonntag Früh starteten wir dann ins Kühtai (mit geliehener Lawinenausrüstung), was wegen einem umgestürztem Baum ein eher kurzes Gastspiel war. Um 9 Uhr konnten wir dann endlich bis ins Kühtai fahren und starteten unsere Tour auf den Sulzkogel (3016 m). Bis zum Speicher Finstertal (350 hm, 50 Minuten) ist die Tour wenig spannend. Das Umrunden des Sees ist eigentlich ganz nett (15 Minuten) und dann gehts endlich aufwärts. Die Tour selbst ist sehr einfach nur der Gipfelhang ist etwas steiler, am Grat macht man Schidepot (700 hm, 1 1/4 Stunden) und geht die restlichen 50 hm zu Fuß (10 Minuten). Am Gipfel blies ziemlich starker Föhn und ich machte mich schnell daran zu Jamie und Tommi abzufahren. Die Abfahrt selbst war kein Spaß, durch die warme Nacht und die leider schon etwas spätere Stunde (kurz nach 12 Uhr) war in jeder Hangexposition nur tiefer Sulz zu finden. Um kurz nach 1 Uhr waren wir zurück am Auto und froh nicht noch später unterwegs zu sein. Die Bernina wäre bei dem Wetter/Bedingungen sicher wieder nichts geworden, also war das Pieps vergessen dann doch nicht so schlimm.
2012_04_29_KuehtaiSulzkogel

Zum Saisonabschluss noch eine kleine Statistik: Wintersaison 2011/12 hatte ich 35 "Schneetage" davon 23 Schitouren bei denen ich 24100 hm (davon 1700 hm in 2 Touren im Dezember 2011) gemacht habe. So jetzt habe ich mein Ego genug aufpoliert.

Sonntag, April 22, 2012

Maxl's Gamsrevier - 21.04.2012

Dieses Wochenende hatten wir Besuch von Corinna. Da Karin arbeiten musste, unternahmen Corinna und ich eine kleine Kletterei an der Martinswand. Maxl's Gamsrevier (6 Sl, 7-) eine nette Plattenroute am Vorbau. Nach 2 1/2 Stunden netter Kletterei machten wir Brotzeit und sahen uns noch die Einstiege vom Ostriss und von Maxl's Krone an. Das Wetter zog zu und deshalb machten wir uns schnellstens auf den nicht ganz so netten Abstieg über das Bandsystem. War ein richtig cooler Tag.
2012_04_21_MaxlsGamsrevier

Freitag, April 20, 2012

Kamtschatka Fotos und Patagonia Vortrag

So, der Weis hat jetzt auch eine ganze Reihe an Fotos zu unserem Kamtschatka Urlaub online gestellt. Ansehen könnt ihr sie unter weisspictures.com

Der Fotovortrag bei Patagonia gestern war ein voller Erfolg. Der Patagonia Store Munich war gesteckt voll und wir wollen uns noch mal bei euch für euer Interesse bedanken und beim Kurt von Patagonia und seinem Team für die Möglichkeit einen Vortrag in einer so coolen Location zu halten.
Ein Detail am Rande, wir habens mit dem Vortrag sogar in die In München geschafft.



Mittwoch, April 18, 2012

Vortrag am 19.04.2012

Vorgestern im Patagonia Store München gesehen:












Wir freuen uns schon auf morgen Abend!

Sonntag, April 15, 2012

Voldöpper Spitz - 15.04.2012

Nach der Geburtstagsfeier von Hannes und dem Geburtstag meiner Mutter machten wir heute einen Kuchenabbauspaziergang um unser viertes Rätsel zu lösen. Von Brandenberg auf den Voldöpper Spitz (600 hm, 1 1/2 Stunden) und nach Kramsach (950 hm, 1 1/2 Stunden). Eine nette Runde, leider etwas schlechtes Wetter.
Übrigens ist am Donnerstag unser Pakistan-Vortrag im Patagonia Store München. Hier die Ankündigung von Patagonia
2012_04_15_VolldoepperSpitz

Dienstag, April 10, 2012

Kamtschatka (Heli-)Skiing – 31.03.-09.04.2012

23:20, 30.03. – 17:00, 01.04. Anreise:
Die Anreise über Moskau funktionierte bis auf ein paar bürokratische Querelen beim Einchecken in Moskau ziemlich reibungslos (die Querelen betrafen unser Sportgepäck, das zwar der Gepäckanzahl aber nach Ansicht der Dame in Sheremetyevo nicht den Gewichtserfordernissen entsprach, also meine Schi und Schischuhe heraus und einzeln aufgegeben und alles war gut, das soll verstehen wer will). Ohne Gepäck gings in die Innenstadt. Tolle Metro, tolle Stadt und schon hatten wir uns verfahren, kyrillisch ist dann doch nicht so einfach zu entziffern! Am Ende fanden wir dann mit Jörg und Karl (zwei Jungs aus der Flori Kern Gruppe) den Roten Platz. Nach einem Spaziergang durch die inneren Viertel der Stadt hieß es auch schon wieder zurück zum Flughafen und weiter nach Petropawlowsk. Den ersten Schritt auf das Vorfeld von Petropawlowsk hätte es mich dann fast auf die Nase geschmissen, Glatteis scheint hier normal zu sein, außerdem schien meine Schuhwahl nicht ganz ideal gewesen zu sein da sogar in der Stadt ca. 1 Meter Schnee liegt. Die anderen Gruppen werden mit Bussen abgeholt, wir fahren mit Olli mit dem öffentlichen Bus in die Stadt (der Rest unserer Gruppe ist gesammelt abgesprungen). In der Stadt (Adresse) hat uns Olli eine Wohnung organisiert, das ist billiger und geräumiger als ein Hotel (ca. 40€/Person und Nacht). Wie es mit unserem Heli aussieht ist noch nicht klar, auf jeden Fall morgen kein Flugtag, zu schlechtes Wetter.

02.04. Krasnay Sopka:
Es ist bedeckt und windig, aber nicht mehr so schlimm wie gestern. Wir nehmen ein Taxi und fahren nach Krasnosopka, einem Schilift im Osten der Stadt. Dort treffen wir sowohl die Flori Kern als auch die Verticali Mir Gruppe, also für alle kein Flugtag, zumindest ein wenig Genugtuung. Der Schnee ist windgepresst, aber stellenweise lässt es sich gut fahren. Den Abend verbringen wir bei Bier und Chips zu Hause.

03.04. Moroznaya Sopka:
Das Wetter ist besser, geflogen wird wegen des Windes trotzdem nicht. Mit dem Bus fahren wir zum Flughafen und dann mit dem Taxi weiter ins Schigebiet Morosnaja Sopka. Die Bedingungen dort sind super (15 cm Pulver auf hartem Untergrund). Der Nachmittag macht richtig Spaß und das Wetter wird immer besser. Bei Sonnenschein geht’s zurück nach Petropawlowsk. Am Abend treffen wir unseren Heli-Guide, einen Piloten (den wir witziger weise am Tag zuvor beim Snowboarden gesehen haben) und deren Frauen. Ein feuchtfröhlicher Abend. Das Wetter sieht nur morgen nach fliegen aus….hoffentlich klappt es damit wir zumindest einen Flugtag haben. Eine Gruppe (keine Ahnung ob Flori Kern, Verticali Mir oder die Schweizer) ist heute Nachmittag geflogen laut unserem Guide, mit reinem Bruchharsch…langsam sind uns die Bedingungen egal, Hauptsache fliegen.

04.04. Helitag Paradonka:
Ein Traumwetter, Vasili (der Mi 8 Pilot von gestern) holt uns mit seinem Jeep ab. Der Heliport (eine ehemalige Fallschirmspringerbasis der roten Armee) ist in Paradonka, am Südlichen Ende der Bucht. Zu sechst (Igor unser Guide, Olli, Vasili, Weis, Karin und ich) fliegen wir mit einem Mi 2 weiter Richtung Süden. Nach zwei kleineren Abfahrten (500-800 hm) gings an die Flanken des Viloschinski. Der Schnee war weitgehend schöner Pulver, nur stellenweise Windharsch und die Abfahrten hatten etwa 1100-1200 hm. Am Horizont sah man den Avatscha ausbrechen und von Süden langsam einen Zyklon heraufziehen. Um ca. ½ 4 Uhr hatte der Wind soweit aufgefrischt, dass wir zum Heliport zurück mussten (wir waren eh durch mit den Beinen). Zusammen gabs dann noch Essen, Vodka und ein heißes Bad in einem Hotel in Paradonka (dort trafen wir auch Ralf, den Guide von Verticali Mir). Ein paar Bier später vielen wir tot ins Bett. Ein geiler Tag.

05.04. Petropawlowsk Sauwetter:
Der Zyklon von gestern hat uns erreicht. Wir haben noch selten so einen Schneesturm gesehen. Sogar der Weg zum Supermarkt ist ein Kampf. Echt geiles Wetter. Die Leute in der Stadt sind soviel Schnee auch nicht gewohnt, das merkt man vor allem wenn sie Auto fahren.

06.04. Petropawlowsk Hafen und Fischmarkt:
Am Morgen ist es fast windstill, aber die Wolken hängen tief. Wir fahren mit dem Bus zum Hafen und dann zum Fischmarkt. Immer wieder schaut die Sonne raus, kurz darauf schneit es wieder. Am Fischmarkt treffen wir Jörg und Karl. Die Flori Kern Gruppe hatte Dienstag (unser Schilift-Powder-Tag) Nachmittag einen Hubschrauberflug, miese Bedingungen, alle anderen sind auch nicht geflogen. Sie hoffen morgen noch auf einen Flugtag, mal sehen. Wir wollen eventuell noch Schneemobile oder eine Pistenraupe mieten, fliegen wäre natürlich die beste Option, schauen wir mal, zwei Tage bleiben ja noch.
Olli, Weis und ich gingen am Abend noch ins Ikra, ein ganz geiler Club. Über Musikgeschmack lässt sich streiten, der DJ hätte erschlagen gehört, die Einrichtung war stylisch und die Mädel ganz nett, also ein ganz gelungener Abend.

07.04.  Krasnay Sopka:
Heute ist schönes Wetter, das aber herumzieht. In der Früh sah es fast nach Heliwetter aus, leider immer wieder dicke Wolken. Olli, Weis und ich fahren nach Krasnosopka, Karin fühlt sich nicht gut und bleibt zu Hause bzw. geht “shoppen“. Der Schnee ist gut und wir haben einige schöne Runs. Ich lerne zwei Russen kennen (Elia und Alexej) mit denen ich ziemlich coole Abfahrten auf der Hinterseite des Hügels habe. Am Weg zurück machen wir einen Stopp am Theater. Den Hügel dahinter habe ich schon gestern gesehen und diesmal habe ich die Schi mit und will es wissen. Der Weg rauf ist beschwerlich (tiefes Stapfen) aber irgendwann komme ich auch, über einer Wechte die sich für einen Drop In eignet, an. Die Abfahrt ist kurz und steil, aber ich kann meinen Traum erfüllen und direkt am Meer abschwingen. Olli ist mir gefolgt und versucht es auch, aber  von einer anderen Stelle aus. Er hat weniger Glück. Durch einen Felsgürtel stürzt er und verletzt sich zum Glück nur seinen Daumen. Zu Hause wartet Karin schon mit Nudeln und Bier auf uns….ein geiler Tag.

08.04. Helitag am Meer:
Nach ein wenig hin und her bekamen wir doch noch einen Helitag. Ziel wieder der Viloschinski, aber diesmal von der Südostseite. Geniale 1200 hm Runs in ein Tal das direkt am Meer lag. Am Ende dann gegenüber noch zwei geniale Abfahrten in bestem Nordhangpulver. Nach einem steilen Drop In riss mir eine kleine Lawine die Schi weg….passiert ist nichts und lustig wars. Am Heimweg noch DIE Abfahrt der Woche, perfekter Pulver und wie den ganzen Tag die ersten Linien. Nach 7100 hm (ca. 4 Stunden, davon etwa 2 Stunden Fugzeit) hieß es leider heimwärts fliegen weil der Sprit langsam zur Neige ging. Ein noch viel besserer Helitag als Mittwoch, einfach genial.

09.04. Heimflug:
Das Wetter ist fast eine Frechheit, wolkenlos! Die Abfertigung in Petropawlowsk ist problemlos (auch wenn wir diesmal für die Schi zahlen müssen). Der Flug nach Moskau zeichnet sich durch lange Ereignislosigkeit aus und in Moskau wirkt alles irgendwie gedämpft auf die übermüdeten Sinne. In München wartet der Tommi schon mit dem Auto auf uns…Nach dem wir um 09:30 Uhr in der Wohnung gestartet waren kommen wir um 18:00 Uhr zu Hause an (gar nicht so lang, wenn man außer Acht lässt das wir 11 Zeitzonen hinter uns gelassen haben).

Ein genialer, wenn auch anstrengender Urlaub, mit vielen guten Eindrücken.
KamtschatkaBlog

Donnerstag, April 05, 2012

Kamtschatka Update

Anreise war super, Wetter bis jetzt...naja, 2 Tage Schifahren in "Schigebieten" und gestern ein Flugtag....sehr geil im kleinen Heli (Mil Mi 2).
Heute ein Zyklon über Kamstchatka, selten so einen Sturm gesehen. Wer nicht auf die Straße muss bleibt zu Hause. 1 Meter Schnee in der Stadt und man kann sich kaum auf den Beinen halten.
Update folgt.

Dienstag, März 27, 2012

Königspitze Ostrinne Solo - 27.03.2012


Zum Saisonabschluss noch ein richtiges Brett, 2000 hm rauf auf die Königspitze (3851 m) und dann bei besten Verhältnissen wieder runter. Gestern Abend gings nach Sulden, nach ein paar Stunden Schlaf im Auto startete ich dann um 1/2 5 Uhr. Bis über die Mittelstation gings über die Piste (450 hm, 1 1/2 Stunden). Vor der Linksbiegung der Piste (und der zweiten Brücke) rechts über kupiertes Gelände vorbei am Gletscherbruch des Suldenferners zum Einstieg der Rinne (1 1/2 Stunden, 550 hm). Für die Rinne und die Querung zur unteren Schulter benötigte ich dann unendliche 2 1/2 Stunden (ca. 600 hm). Unter anderem weil ich mehrmals Schi gegen Steigeisen und umgekehrt tauschen musste. Von der unteren Schulter an hieß es dann endgültig Schi tragen. Zur oberen Schulter steigt man steil neben den Begrenzungsfelsen hinauf (180 hm, 1/2 Stunde), von dort dann flach zum Gipfelaufbau und auf diesen wieder steil empor (240 hm, 3/4 Stunde). Am Gipfel war es windstill und so genoss ich die Sonne und machte 1/2 Stunde Pause um die Gipfelflanke auffirnen zu lassen. Die Abfahrt (55 Minuten) war dann der Wahnsinn, bis auf ein kurzes Stück in der Rinne war alles abfahrbar (sogar für mich). Es wechselte Pulver und Firn, nur kurz vor der Piste war ein beschissenes Harschstück dabei. Eine Traumtour, die auch (oder vor allem) alleine (ich war heute der Einzige in der Ostrinne) richtig viel Spaß machte.
Aufstieg: 2000 hm, 6:45 Stunden
Abfahrt: 2000 hm, 50 Minuten
2012_03_27_KoenigsspitzeOst

Sonntag, März 25, 2012

Isartrails und Bouldern Buchenhain - 25.03.2012

Das schöne Wetter musste heute einfach genutzt werden. Erst ausschlafen, dann mit dem Rad den Isartrails entlang bis Buchenhain, dort Bouldern. Über die Trails zurück ins HG, dort wieder Bouldern und dann noch zur Caro die Russlandvisa abholen. Jetzt steht Kamtschatka nichts mehr im Wege.

Samstag, März 24, 2012

Vorderberghörndl - 24.03.2012

Die Saisonsabschlussschitour (zumindest für Karin ;)) führte uns heute vom Hintersee zum Vorderberghörndl (2083 m). Vom Parkplatz gings erst mal mit Schi am Rucksack ins Tal hinein und dann einem Karrenweg bergauf folgend, bis wir unsere Schi endlich anziehen konnten (1 1/4 Stunden, 200 hm). Vom Weg gelangte man in eine Waldschneise (30 Minuten, 150 hm), dort trennten wir uns, um uns bei der Abfahrt wieder zu treffen. So stieg ich etwas flotter die teilweise ziemlich steile Schneise bis zur Gipfelflanke und über diese zum kleinen Gipfelkreuz auf (1 1/2 Stunden, 950 hm). Am Gipfel waren kurz vor mir die beiden Einheimischen, die mich überholt hatten angekommen und der Peter (kenn ich von FB) war auch da. Kurzer Ratscher und dann gings schon wieder im totalen Nebel runter. Der Gipfelhang war eigentlich relativ gut zu fahren. Knapp unter dem letzten Buckel vor dem Gipfelhang (ca. 1750 m) traf ich wieder auf Karin. Es begann zu donnern und so sahen wir zu, dass wir runter kamen. Nach dem Schi ausziehen stärkten wir uns noch mit einer Brotzeit und so konnten wir auch die 45 Minuten Schitragen verschmerzen. Als wir nach 5 Stunden wieder am Auto waren begann es zu regnen, perfektes Timing.
2012_03_24_Vorerberghoerndl

Freitag, März 23, 2012

Rauher Kopf - 23.03.2012

Nachdem uns mehrere Berchtesgadner (und der Stephan) abgeraten hatten das Hocheck zu machen da es zu abgeblasen ist, verwarfen wir unseren Plan am Watzmannhauswinterraum romantisch zu übernachten. Statt dessen gabs nach den Vormittagsterminen eine Frühjahreswanderung auf den Rauhen Kopf (1000 hm, Aufstieg 2 Stunden 50 Minuten, Abstieg 1 Stunde 40 Minuten). Schön wars, wenn auch oben noch ziemlich schneeig.
2012_03_23_RauherKopf

Donnerstag, März 22, 2012

Jenner/Stahlhaus und kleine Reibn - 21./22.03.2012

Für zwei gemütliche Tage in Berchtesgaden planten wir die kleine Reibn "light". Light weil nicht in einem Tag sondern in zwei mit Übernachtung im Stahlhaus.
Erster Tag: Von Hinterbrand gings hinauf zum Jennergipfel (1874 m) (2 1/4 Stunden, 750 hm). Am Gipfel waren wir alleine und ebenfalls alleine fuhren wir in den Königsberger Graben ab (30 Minuten, ca. 300 hm). Eine halbe Stunde früher wäre der Firn wahrscheinlich etwas besser gewesen, trotzdem eine super Abfahrt. Von dort stiegen wir ins Torrenerjoch zum Stahlhaus (1736 m) auf (30 Minuten, 200 hm). Dort sonnten wir uns und unternahmen einen Spaziergang zum Marterl für den Hirschbichler.
Zweiter Tag: Ohne Stress starteten wir erst um 8 Uhr zum Schneibstein (2276 m) den wir nach 1 1/2 Stunden (550 hm) erreichten. Die Abfahrt in die Windscharte (2103 m) ist ... naja seltsam. Von dort stiegen wir noch auf den Windschartenkopf (2211 m) um nach einer Frinabfahrt auf dessen Südseite wieder auf die Spur der kleinen Reiben zu treffen. Diese verließen wir aber sofort wieder Richtung Fagstein (2164 m) auf dem wir gemütlich Brotzeit machten. Der Umweg über die zwei Gipfel bringt schöne Abfahrten bei zusätzlichen 100 hm bzw. 200 hm. Die Abfahrt vom Fagstein war das Highlight der ganzen Tour. Bei der Bergwachthütte am Seeleinsee hieß es dann zum letzten Mal auffellen und wir stiegen noch mal ca. 200 hm auf die Hohen Rossfelder auf. Von hier gings einigermaßen gut zur Priesbergalm und weiter zur Königsbachalm. Von hier meist Schi tragend auf und ab zurück nach Hinterbrand.
Insgesamt:
Tag 1: 3 1/4 Stunden, 1000 hm Aufstieg
Tag 2: 4 1/2 Stunden, 1100 hm Aufstieg, 1600 hm Abfahrt
2012_03_22_KleineReibn

Dienstag, März 20, 2012

Pirchkogel - 20.03.2012

Nach dem schlechten Wetter der letzten Tage hatten wir heute blauen Himmel und Sonnenschein. Von  Kühtai gings durchs Schigebiet (die Pisten so gut wie möglich meident) zur Bergstation des Kaiserlifts (500 hm, 1 1/2 Stunden). Karin ließ ich weiter zum Pirchkogel gehen, während ich noch zur Grießkogelscharte (2586 m) aufstieg. Die Abfahrt war ein Traum, die zweite Spur und teilweise Pulver! Für den 200 hm Umweg benötigte ich 30 Minuten, was für Karin genug Vorsprung war, um kurz vor mir auf dem Pirchkogel (2828 m) zu kommen. Die restlichen 400 hm riss ich in 40 Minuten herunter. Damit blieben wir genau in der Zeit der Tourenbeschreibung. Vom Parkplatz Hohe Mut Bahn sind es 900 hm (mit Grießkogelscharte 1100 hm) in 2 1/2 Stunden. Mein neuer Schi (der Austauschschi den mir Dynafit nach meinem Bindungsbruch vor zwei Wochen geschickt hat) ist echt super, besser als der Alte (jetzt Guide XL, davor Mustagh Ata, etwas schwerer aber auch viel verwindungssteifer).
2012_03_20_Pirchkogel

Sonntag, März 18, 2012

Rif. Casati und Suldenspitze - 17./18.03.2012

Mit Claudi und Peter wollten wir eigentlich eine nette sonnige Runde in der Ortlergruppe gehen (Cevedale, Königsspitze). Vielleicht sollte man manchmal auf den Wetterbericht hören! Samstag gings relativ spät von Sulden zum Rifugio Casati. Über den Eisseepass gings noch ganz gut, kurz unter der Hütte standen wir dann im Whiteout. Wir benötigten für die 750 hm etwa 2 3/4 Stunden. Am Sonntag war das Wetter leider noch schlechter als vorhergesagt, so konnten wir nicht mal zum Cevedale rüber. Mit zwei anderen Paaren stiegen wir zur Suldenspitze (3387 m) auf, um auf der anderen Seite wieder nach Sulden abzufahren (↑ 150 hm, 30 Minuten; ↓ 1500 hm, 1 Stunde). Bruchharsch und Nebel machte die Abfahrt gar nicht sooo schön. Gemeinerweise war das Wetter nordseitig richtig gut als wir zu Vroni und Moschti fuhren, um den angebrochenen Tag mit ihnen zu verbringen.
2012_03_17_Suldenspitze

Sonntag, März 11, 2012

Alpbacher Sonnjoch - 10.03.2012

Endlich wieder Zeit einen weiteren Teil unseres Rätsels zu lösen. Nachdem wir fast ausgeschlafen hatten gings um 9 Uhr von Inneralpbach los. Bis zur Faulbaumgartenalm gings der Rodelbahn entlang (1 1/4 Stunden, 350 hm). Von dort aus aufs Steinbergjoch (1 Stunde 25 Minuten, 450 hm). Karin war schon ein wenig fertig, deshalb blieb sie hier zurück, während ich noch aufs Sonnjoch stieg (40 Minuten, 350 hm). Die Aussicht war ein Traum. Das Gipfelbuch war gefroren und ließ sich gar nicht so leicht aufschlagen, das Rätsel hab ich dann doch gefunden (oder eben auch nicht, danke Kathi und Hannes). Die südseitige Abfahrt zur Karin war ein traumhafter Firn und vom Sattel abwärts (nordseitig) hatten wir super Pulver. Sogar meine alten Schi machten bei diesen Bedingungen Spaß (trotzdem hoffe ich, dass Dynafit meine Tauschschi nächste Woche liefert). Eine schöne (entfernungsmäßig relativ lange, ca 8 km bei 1150 hm, 4 Stunden rauf und runter) Tour bei perfektem Wetter.
2012_03_10_Sonnjoch

Montag, März 05, 2012

Wildspitze Nordwand - 03.03.2012

Wie vor 2 Jahren verbachten wir das Wochenende mit Karins Arbeitskollegen im Pitztal. Dieses Mal nutzten wir gleich Samstag das gute Wetter für die Wildspitze. Bei Sonnenschein gings in 1 1/2 Stunden unter die Nordwand. Im Gegensatz zum Normalweg, waren wir hier ganz alleine (nur zwei Jungs überholten uns und machten die Wand direkt vor uns). Die Wand selbst war überraschend blank. So konnte ich Karin gut ans Seil nehmen und Sicherungen legen. Karin merkte die für sie ungewohnte Belastung ziemlich stark und so war sie recht fertig als wir 1 3/4 Stunden später am Nordgipfel standen (insgesamt 3 3/4 Stunden, 700 hm). 10 Minuten brauchten wir auf den Südgipfel und weitere 10 Minuten zum Schidepot. Die Abfahrt unter das Mittelbergjoch war viel zu schnell vorbei (15 Minuten) und in weiteren 15 Minuten gings wieder die 100 hm zurück ins Schigebiet. Bei der Abfahrt zum Notentleerungsweg brach mir dann die Bindung, zum Glück noch im Schigebiet, so konnte ich die Gletscherbahn ins Tal nehmen.
Sonntag waren wir noch am Riffelsee Schifahren und Montag stand der Schitag mit dem WKM (in Werfenweng) auf dem Programm.
2012_03_04_WildspitzeNord

Donnerstag, März 01, 2012

Rotspitz Ski+Climb - 01.03.2012

Die erste Tour im Blog war mit den Schiern zum Rotspitz und dann kletternd auf den Gipfel. Damals hats nicht funktioniert, knapp ein Jahr später wieder nicht. Und dann warteten Tommi und ich 3 Jahre: genug Schnee um die Latschen zu überdecken und Sonne damit es warm genug war, damit wir nicht wieder erfrieren.
Heute gings in 2 1/2 Stunden (1000 hm) zur Südwand des Rotspitz. Zuerst kletterten wir über den Mitteldurchstieg auf den Gipfel, nach dem Abseilen dann noch über die Alte Südwand. Beide Routen sind super abgesichert und nicht schwerer als 4+/5-, einfach Plaisierklettern! Die Abfahrt war dann etwas sulzig und vor allem durch den Wald eher ein Krampf. Trotzdem ein super Tag, da hat sich der Urlaub wieder ausgezahlt.
2012_03_01_Rotspitz

Montag, Februar 27, 2012

Skifahren Grindelwald - 25.02.2012

Dieses Wochenende besuchten wir Corinna in Bern und fuhren mit ihr am Samstag nach Grindelwald. Das Skigebiet Grindelwald First ist ganz nett, leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Auf dem Heimweg gabs dann noch super Apfelkuchen bei Dani in Interlaken. Sonntag ließen wir uns Bern zeigen und machten einen gemütlichen Tag (das Wetter war immer noch eher bescheiden). Ein Wochenende zum Ausruhen, danke Corinna und Dani, wir kommen bald wieder.
2012_02_25_GrindelwaldFirst

Donnerstag, Februar 23, 2012

Nachtschitour Wallberg - 22.02.2012

Und schon wieder der Wallberg. Nach dem Krankheitswochenende endlich wieder Bewegung, mit Hannes in 1 Stunde 50 Minuten. Die Abfahrt war überraschend gut.
2012_02_22_Wallberg

Dienstag, Februar 14, 2012

Pitztal - 11./12.02.2012

Alle Jahre wieder gabs ein Schiwochenende mit den Kletterern. So wie letztes Jahr im Pitztal. Leider war der Schnee im Gegensatz zu den letzten Jahren recht schlecht. Stark verfrachtet, nur in wenigen Mulden und Rinnen gut, der Rest ein nicht tragfähiger Windharschdeckel. Dafür super Bedingungen auf den Pisten und keine Leute unterwegs. Peter, Andi und ich stiegen am Nachmittag noch zum Mittagskogel auf (300hm, 1 Stunde). Von diesem fuhren wir die Nordrinnen bis zum Notweg ab. Nicht einfach zu finden, steil und felsdurchsetzt, also kein wirklicher Spaß, denn auch hier war der Schnee alles andere als gut.
2012_02_11_Mittagskogel
Sonntag stiegen wir dann bei bestem Wetter übers Mittelbergjoch Richtung Wildspitze Nordwand auf. Kurz unter dem oberen Gletscherbecken (300hm, 45 Minuten) zog es zu und wir standen, wie schon vor 2 Jahren, im Nebel und Schneesturm. Die Entscheidung zur Umkehr war schnell gefallen und so fuhren wir über das Taschachtal ab (1 ½ Stunden, 1700hm).
2012_02_12_WildspitzeNord
Insgesamt zwar ein tourentechnisch unbefriedigendes Wochenende aber trotzdem sehr nett mit der ganzen Gruppe wieder was zu unternehmen.

Montag, Februar 06, 2012

Heiß auf Eis, oder eiskalt im Salzburgerland - 04./05.02.2012


Mein Wecker ist ein Arschloch! Vor allem um 4 Uhr Früh an einem Samstag. Nach einem Stopp bei Jaro, waren wir wegen dem frühen Aufstehen, dann aber schon um kurz vor 8 Uhr in Sportgastein. Unseren Plan Mordor (WI5) im Anlauftal zu machen verwarfen wir wegen der beißenden Kälte. Bei -20,5°C starteten wir zum Highlander (WI6/M8/A2/3). Der Zustieg zog sich dann etwas (nicht 1 Stunde wie im Führer sondern 2, aber vielleicht waren auch wir nur so langsam (ca. 500 hm)). Im Highlander läuft ja immer das Wasser, aber vor allem bei diesen Temperaturen ist der Fall definitiv sehenswert. In der Säulenlänge wird man im Moment ganz schön geduscht. Wir kletterten Magic Mushrooms (WI6/M6+/7) mit ein paar Varianten. Am Abend machten wir noch einen Abstecher ins Anlauftal, um zu den Fällen hoch zu sehen und weiter gings nach Kaprun. Die Nacht im Auto war dann lauschig warm, bei -15°C (ganz im Ernst, hab schon lange nicht mehr so viel Schlaf bekommen und gefroren hab ich kein bisschen). Sonntag stand dann Mixed-Klettern in der Thunklamm am Programm. Ein geniales Gebiet. Relax (WI5) war die einzige Eislinie die wir machten. Im Vacuum des Vertrauens (M7) fand ich persönlich die schönste Tour des Tages. Traumsprung (WI5+) hat im Moment keine Säule und dürfte daher etwa bei M6 einschlagen (die Bewegungen im Fels sind zwar athletisch aber nicht so schwer wenn man es Mal raus hat). Frohe Alles (M7+) war dann noch der lustige Abschluss neben dem Traumsprung. Vor dem nach Hause fahren seilte Jaro dann noch über Electric Avenue (M8) ab um diese auszuchecken, wirklich hartes Ding. Super Wochenende, ganz ohne Erfrierungen auch wenns zwischenzeitlich etwas frisch war. Und ich alter Hasenfuß hatte viel Toprope für meine Nerven.
2012_02_05_Gasteinertal

Dienstag, Januar 31, 2012

Klettern/Schifahren/ISPO - 27.-29.01.2012

Dieses Wochenende besuchte uns Corinna (die wir am Imja Tse kennen gelernt hatten). Freitag zeigte ich ihr das HG (wobei ich eigentlich nur Belay Bunny machte, doch noch etwas fertig vom Vortag). Samstag dann bei etwas schlechter Sicht Schifahren in Hochfügen und Sonntag dann auf die ISPO. ISPO war wieder mal ziemlich genial. Wieder viele "alte" Bekannte getroffen, ein Autogramm von Eun-sun Oh geholt, mich an die Reefgirls geschmiegt und abschließend wieder viel Bier getrunken. Ein nahezu perfekter Tag.
2012_01_29_ISPOusw

Freitag, Januar 27, 2012

Lisener (Lüsener) Fernerkogel - 26.01.2012


Nach einer kurzen Nacht, starteten wir (Tommi und ich) um 6 Uhr in München (eigentlich 1/2 6 Uhr, aber der Herr Hairer hat ja seine Felle zu Hause vergessen). In Lüsens gings dann bei -12°C los, immer schön den Lüsener Fernerkogel vor Augen. Die Hängenden Gärten schaun traurig aus, wer da was machen will sollte gut Drytoolen können (wie es Benedikt Purner an dem Tag auch bewiesen hat). Vor uns eine Dreiergruppe die für uns bis zum Lisener Ferner spurte. Ein einzelner Schitourengeher drehte nach der Engstelle um, weil er sich die Schi nicht kaputt machen wolle (ok, es war ein wenig abgeweht und daher die Platten und Steine nur wenig überdeckt). Die oberen Hänge wiesen dann aber schöner Pulver auf. Nach 3 1/2 Stunden (1250 hm, heute waren wir nicht die Schnellsten) zweigten wir unter der Plattenwand ab (die drei Anderen gingen auf die Lisener Spitze) und die weiteren 350 hm hieß es selbst spuren (1 3/4 Stunden). Tommi war schon etwas fertig deshalb blieb er an der Scharte zwischen Rotgratspitz und Lüsener Fernerkogel zurück während ich noch die letzten 100 hm in leichter Blockkletterei und tiefem Stapfen hinter mich brachte (1/2 Stunde). Ein grandioser Aus- und Fernblick belohnte mich am Gipfel. 15 Minuten später fellte ich beim Tommi ab und wir fuhren über den etwas harschigen Rotgratferner zur Sulzrinne. Die war einfach ein Traum. Richtig unangenehm war dafür das Queren der Schliffplatten des Lisener Ferners. Die unzureichende Überdeckung und Verfestigung (5 cm Pulver auf Fels bzw. Eis) wurde mir dann auch zum Verhängnis. Einmal ausgerutscht konnte ich nur warten bis ich in einer eingewehten Grube wieder stoppte. Zum Glück hatte ich meinen Helm auf, so gibts nur ein paar blaue Flecken. Beim anschließenden Schi suchen, wären Steigeisen ganz nett gewesen. Die restliche Abfahrt war dann etwas verkrampft und vom Sturz geprägt, wobei auch im unteren Teil noch zwei unglaublich schöne Pulverhänge dabei waren. Die Langlaufloipe zurück zum Auto und dann ein Schnitzel im Gasthof Lüsens. Einfach ein Traumtag, da reut auch kein Urlaubstag, 1700hm, Geh/Fahrzeit: 7 1/4 Stunden.
2012_01_26_LisenerFernerkogel

Mittwoch, Januar 25, 2012

Nachtschitour Wallberg - 25.01.2012

Eigentlich wollten wir (Peter, Tommi, Hannes und ich) auf den Hirschberg. Nach mehrmaligem an der Abzweigung Point vorbeifahren wurden wir dann am Parkplatz der Hirschberglifte verjagt. Also wieder Mal auf den Wallberg, da gibts zumindest keinen Stress. Tommi und ich ließen es ruhig angehen, da wir Donnerstag noch eine kleine Tour geplant hatten. Die 1000 hm gingen wieder in 1:40 Stunden und wir waren wieder die Einzigen am Gipfel. Bei der Abfahrt begegneten wir noch einer sicher 6-10 köpfigen Gruppe.
2012_01_25_WallbergNachtschitour

Sonntag, Januar 22, 2012

Dreimal Götschen und einmal Hirscheck - 20.-22.01.2012

Am späten Freitag Nachmittag gings noch schnell von Bischofswiesen auf den Götschen (1 1/4 Stunden, 700 hm) und im starken Schneetreiben, bei super Neuschnee wieder runter (25 Minuten).
Von Freitag auf Samstag schneite es durch und so erledigte sich unser Plan für eine "richtige" Schitour. Auch bei LWS 4 kann man aufs Hirscheck und wenn man von der Ramsau startet macht man immerhin 770 hm (1 1/2 Stunden). Es geht erst über flache, offene Hänge und dann teilweise entlang der Rodelbahn und durch den Wald hinauf. Die Abfahrt war ein Traum, fast schon zu viel Pulver. Am Heimweg stoppten wir noch am Götschen und nahmen die 450 hm (55 Minuten) vom Parkplatz mit. Wir wählten dabei einen Aufstieg durch den Wald, bei dem man überraschend alleine ist. Die Abfahrt nach BW war nicht mehr ganz so gut wie Freitags und leider begann es unten schon zu regnen. Als ich das Auto am Götschen holte schüttete es wie aus Kübeln.
Die Nacht auf Sonntag hatte es durchgeschüttet und auch am Vormittag sah es nicht besser aus. Also lange Schlafen und dann nochmal auf den Götschen (diesmal alleine). Die 700 hm schaffte ich in 55 Minuten, 4 Minuten abfellen und Schuhe zumachen und 12 Minuten abfahren. 1 Stunde 11 Minuten nach dem Start stand ich wieder vor der Haustür, relativ nass weil es ganz schön geregnet hatte. Trotz bescheidenem Wetter ein Wochenende mit 2600 hm, es könnte schlimmer sein.
2012_01_21_GoetschenHirscheck

Sonntag, Januar 15, 2012

Seekarkreuz von Lengries - 15.01.2012

Nach einem schönen Abend bei Kathrin und Marc gings heute gemütlich Richtung Seekarkreuz. So starteten wir erst um 10 Uhr. Nach 1 Stunde 50 Minuten (650 hm) erreichten wir die Lenggrieser Hütte. Da Fabian und Marc außen herum gegangen waren, nutzte ich die Wartezeit auf die Beiden und stieg den Grasleitenkopf hinter der Hütte auf, um die erste Spur herunter zu ziehen (20 Min., 100 hm). In weiteren 50 Minuten erreichten wir den Gipfel des Seekarkreuzes (300 hm). Karin und ich machten nicht lange Pause sondern fuhren den wunderschönen Osthang zur Rauhalm ab und legten dort eine Pause ein. Nun konnten wir uns entscheiden wohin es weiter gehen sollte. Entweder zum Schönberg oder nochmal aufs Seekarkreuz und eine Abfahrt hinunter zur Lenggrieser Hütte. Kathrin hatte uns erzählt, dass die Abfahrt vom Schönberg nicht sonderlich spektakulär ist. 30 Minuten später standen wir wieder am Seekarkreuz (250 hm) und fellten schon zum dritten Mal ab. Der Hang hinunter zur Hütte war genau so traumhaft wie beim Aufstieg gedacht und so tröstete dies auch über die anfänglich sehr beschissene Abfahrt nach Lenggries hinweg. Wenn man das ganze Flachstück am Forstweg hinter sich hat gehts relativ schön durch den Wald. Nach 4 Stunden 40 Minuten Geh-/Fahrzeit und 1300 hm rauf und runter kamen wir wieder am Auto an. Liebe Leute es war ein Traum mit euch, immer wieder gerne.
2012_01_15_Seekarkreuz

Donnerstag, Januar 12, 2012

Nachtschitour Wallberg die Zweite - 11.01.2012


Nachtschitour mit den Jungs, wieder mal Wallberg. Die knapp 1000 hm rannten wir diesmal in 1 Stunde 40 Minuten hinauf. Die Bedingungen zum Fahren waren ganz nett, wobei sich mein neuer Schi auch in Bruchharsch ganz wohl fühlt. Der Abschluss war dann ein Bier im Bräustüberl, Jungs es war mir ein Volksfest!
2012_01_12_WallbergJungs

Sonntag, Januar 08, 2012

Neuschnee im Ötztal - 06.-08.01.2012

Der Plan: Freitag Schitour im Kühtai, Samstag Schifahren in Hochgurgl, Sonntag Schitour irgendwo.
Die Realität: Tonnen von Schnee, Straßensperren und LWS 4. Also war Freitag entspannen bei Vroni und Moschtl dran (Kühtai war abgeschnitten), Samstag dann Schifahren in Hochötz und Schwimmen im Aquadom (Hochgurgl war immer noch abgeschnitten) und Sonntag testete ich dann immerhin meinen neuen Tourenschi (von Ötz aus, über Höhenmeter reden wir besser nicht). Naja zumindest ein Entspannungswochenende und der Schnee am Samstag war echt der Hammer.
2012_01_06_Oetz

Sonntag, Januar 01, 2012

Silvesterbiwak Nonsjöchl - 31.12.2011/01.01.2012

Für unser Silvesterbiwak schafften wir es diesmal nicht bis nach Südtirol. Die gute Schneelage und die starken Schneefälle vom Freitag ließen uns in den Tuxervoralpen bleiben und auf den Weg ins Pfitschertal pfeifen. Von Außerberg gings mit meinem Vater zusammen bis zur Bergstation der Hausstattlifte (630 hm, 1 3/4 Stunden). In starkem Schneetreiben stiegen Karin und ich von dort aus weiter Richtung Nonsjöchl auf. 50 Meter unter dem Nonsjöchl stellten wir nach weiteren 1 1/2 Stunden (470 hm) unser Zelt auf (2084 Meter). Die Nacht war ziemlich warm. Um Mitternacht gabs dann Sekt, Walzer und Raketen und Zelt aus- und abschaufeln, weil so viel Neuschnee gefallen war. Am heutigen Morgen konnten wir dann sogar ins Inntal sehen und so fuhren wir in Unmengen von nassem, schweren Schnee ab. Eine sehr schöne Alternative zum Pfitscherjoch, wenn auch das Wetter dieses Jahr nicht so gut mitgespielt hat wie die letzten Jahre.
2012_01_01_SilvesterNonsjöchl

Freitag, Dezember 30, 2011

Einen guten Rutsch ins Jahr 2012

Silvester ist wieder einmal die Zeit um auf das vergangene Jahr zu blicken. Für Karin und mich ein sehr aufregendes Jahr mit viel Neuem. Viele schöne Touren gelangen im alten Jahr, oftmals mussten wir aber auch vor dem Gipfel umkehren (für alle Statistikfetischisten, wir haben 62400 hm gemacht (11550 hm davon mit Skiern). Vorallem Pakistan und Nepal hinterließen bleibende Eindrücke.
Wir sind schon wieder auf dem Weg zu unserem Silvesterbiwak und wir lesen uns hoffentlich wieder alle gesund und munter im neuen Jahr. Allen ein gesundes und gutes Jahr 2012.


Nachtschitour Wallberg - 29.12.2011

Gestern gings mit Fabian, Kathrin, Marc und Alex (ein Freund von Kathrin und Marc) am Abend noch auf den Wallberg. Das Wetter war ok, wenn auch der kalte Wind etwas nervte. Fabian kehrte etwas unterhalb der Wallbergbahnbergstation um worauf auch Kathrin und Marc umkehrten. Alex, Karin und ich stiegen noch den Rest zum Gipfel auf (ca. 1000 hm, 2:25 h). Die Abfahrt war dann überraschend gut, weitgehend flauschiger Pulver. Um kurz vor 11 Uhr kamen wir dann nach 3 Stunden wieder am Auto an und machten uns auf den Weg nach München. Danke Jungs und Mädels für die schöne Feierabendtour.
2011_12_29_NachtskitourWallberg

Dienstag, Dezember 27, 2011

Schitour Götschen - 26.12.2011

Seit Nepal hatten wir uns nicht mehr bewegt und so nutzten wir den Besuch bei Karins Eltern für unsere erste Schitour in dieser Saison. Leider ist die Schneelage immer noch recht dürftig und so spazierten wir nur auf den Götschen, aber das zumindest von Bischofswiesen aus (ca. 700 hm, 1:25 h). Die Temperaturen lassen den Schnee sich setzten, hoffen wir mal, dass das die benötigte Unterlage für die diesjährige Tourensaison wird.
2011_12_26_SkitourGoetschen

Samstag, Dezember 10, 2011

Kienberg - 10.12.2011

Dieses Wochenende war ich alleine bei meinen Eltern. Um nicht ganz aus der Übung zu kommen (und um meine neuen Schuhe zu testen) gabs einen Spaziergang über die Weissewand aufs Kienbergkreuz (1 Stunde 40 Minuten, 650 hm) und weiter aufs Brandköpfl (10 Minuten, 50 hm). Der Schnee zwang mich dann nicht aufs Stanserjoch oder aufs Halsl weiter zu gehen sondern zur Rodelhütte abzusteigen. Eine nette Winterwanderung (3 1/2 Stunden, 850 hm), wobei die Rinne an der Weissenwand ziemlich unangenehm war (mehr/harter Schnee wäre besser gewesen).
2011_12_10_Kienberg

Dienstag, November 29, 2011

Nepal - 01.-29.11.2011

Wieder ist viel Zeit vergangen und viel ist passiert. Nach unserem Abu Dhabi Aufenthalt gings nach Kathmandu und dort saßen wir dann erst mal fest. In mehrfacher Hinsicht, zum einen auf der Toilette und zum anderen war im Khumbu schlechtes Wetter und damit nichts mit fliegen (nach 7 Tagen saßen 3000 Touristen in Lukla fest -Spiegelartikel10-/-Spiegelartikel11-). Nach 3 Tagen Wartezeit entschieden wir uns dann schlussendlich mit einem Hubschrauber nach Shurke zu fliegen, ca. 650 hm unter Lukla. Wir waren einfach nur froh aus Kathmandu raus zu kommen (der Smog, der Dreck und das Essen hatten uns das erste und einzige Mal in unserem Urlaub Durchfall und Kotzen beschert).
Was gibt es dann alles vom Trekking zu erzählen? Wir waren anfänglich geschockt wie touristisch es im Khumbu ist. Man kommt sich wie die goldene Gans vor, die ständig gerupft wird. Böse Zunge behaupten in Nepal gibt es 3 Religionen: Hinduismus, Buddismus und Tourismus! Unser Guide (Prem) und die tolle Landschaft haben aber wieder vieles wett gemacht.
Das Trekking in Zahlen:
105 Stunden Gehzeit, in denen wir 205 km zurückgelegt und 16700 hm gemacht haben.
Gipfel: - Imja Tse, 6189 m
            - Lobuche East (center summit), 6070 m / 6119 m
            - Pokalde (Nordgratgipfel), 5758 m / 5808 m
            - Kala Patthar, 5550 m
            - Chhukhung Ri, 5550 m
            - Gokyo Ri, 5360 m
            - Nangkar Tshang Vorgipfel, 5326 m
Pässe: - Kongma La, 5546 m
           - Cho La, 5368 m
           - Renjo La, 5360 m
Prem nahm uns dabei etwa 20 kg ab (+ ca. 10 kg seines eigenen Zeugs), Karin schleppte ca. 12-15 kg und ich ca. 22-25 kg. Mit Prem, unserem Guide/Porter, waren wir überaus zufrieden. Der Climbing Guide Bisnu war zwar schon 2 Mal am Everest und etliche Male auf Cho Oyo, Makalu, Manaslu und Anapurna, qualitativ ist er aber nicht mal ein schlechter FÜL! Wer eigenständig "klettern" will, ist wahrscheinlich ohne Climbing Guide besser aufgehoben. Blöderweise muss man einen haben, um das Permit für die Besteigung zu bekommen. Also ist man in einer Zwickmühle, entweder kein Permit und riskieren erwischt zu werden, oder einen nervenden Climbing Guide für schlechte Leistung bezahlen.
BlogNepal

Die Organisation des Trekkings und der Permits hat Khem von Scenic Adventure übernommen, dafür noch mal Danke.
Die 9 Wochen sind viel zu schnell vergangen. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft (ohne Hintergedanken) in Pakistan haben uns sehr beeindruckt. Dafür ist Bergsteigen in Nepal (zumindest im Khumbu) mit ähnlich wenig Aufwand wie in den Alpen verbunden (Lodges <---> AV-Hütten). Wir haben noch nie ein solches Drecksloch wie Kathmandu gesehen (auch nicht in Pakistan!). Ich denke wir werden beide Länder wieder besuchen wobei wir in Nepal eine touristisch weniger erschlossene Gegend suchen werden.

PS: Die Pakistanfotos sind jetzt im Pakistanartikel eingefügt.

Montag, Oktober 31, 2011

Pakistan - 24.09.-30.10.2011

Nun sitzen wir im Emirates Palace in Abu Dhabi. Zum ersten Mal Zeit die letzten Wochen Revue passieren zu lassen.

Als wir Ende September in Islamabad ankamen war es sehr heiss, die Luft stand richtig. Nach unserem Flug nach Skardu, vorbei am Nanga Parbat, war es dort nicht viel besser, nur nachts kuehlte auf ca. 15 Grad ab. Nach 1 1/2 Rasttagen, die unser Guide brauchte um die Unterschriften des Militaers fuer unser Permit zu bekommen, gings per Jeep durchs Shigar-Valley nach Askole. Eine Fahrt von der wir viel gehoert hatten. Die haarigen Stellen sahen wir aber gar nicht weil wir sie erst bei Dunkelheit passierten. Am folgenden Tag gings dann mit unserem Guide (Hameed), dem Koch (Wolli), 3 Portern (Ibrahim, Sheer und Bashir) und 4 Portern mit Tragtieren (Kasim und Ibrahim, die anderen 2 sandten wir schon nach 4 Tagen von Urdokas zurueck und lernten sie deshalb nicht richtig kennen) los. Ueber Jhula, Paju, Horbuse, Urdokas (alles Camps auf festem Boden) und Goro II (ab hier alle Camps am Gletscher) gings in 6 Tagen zum Concordia-Platz. Das Wetter war ein Traum und so konnten wir sogar den K2 (normalerweise sehr oft in Wolken) wolkenlos sehen. Ich hatte mich in Askole erkaeltet, das stoerte zwar anscheinend meine Akklimatisation nicht, aber das staendige Gehuste (spaeter ein Reizhusten den ich auch spaeter nicht mehr los werden sollte), Geschniefe und die Halsschmerzen nervte allerdings. Da zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass wir den Gondogoro La nicht queren koennen (die Fixseile wurden schon entfernt und 2 Schweden die es 1 Woche vor uns versuchten mussten beim Versuch umkehren) machten wir Plaene fuer die naechsten Tage. Zum K2 BC, zurueck, 2 Tage zum G2 BC, weiter zum Ali Camp, zurueck zum Concordia und nach Askole. Am Weg ins K2 BC fand ich nahe dem Broad Peak BC auch einen schoenen Block zum Bouldern. Die sternklare Nacht auf 5000 m war eiskalt und am naechsten Tag verschlechterte sich das Wetter zusehens. Wir stiegen bis zum Fuss der Suedwand auf (bis zu den ersten grossen Spalten, 5100 m) dann besuchten wir das K2 Memorial und kehrten zum Concordia-Platz zurueck. Dort gabs dann auch das erste Mal 10 cm Neuschnee und daraufhin entschieden wir uns abzusteigen. Auch in Goro II fing es an zu schneien. Wir konnten jede Menge beeindruckende Lawinen aus den steilen Flanken beobachten. In Urdokas konnten wir den staerksten Schneefall in der Huette des Militaerchefs aussitzten, bis unser Messtent aufgestellt war. Trotz der Schneefaelle riss es jeden Tag auch kurzfristig auf. Alle waren durch die vorhergegangenen Tage ziemlich geschlaucht, so beschlossen wir in Urdokas einen Pausetag einzulegen (da es wieder das erste Lager auf festem Grund und dadurch etwas waermer war). Wir wollten diesen Tag nutzen, um einen Versuch zum "False Summit" des Urdokas Peak zu starten. Wir kaempften uns durch Neuschnee eine teilweise fast unangenehm steile Rinne mit losem Material hinauf. Ziemlich am Anfang des Grats stellte sich uns eine ziemlich steile Platte mit Schneeauflage in den Weg. Der Schnee hatte nicht verfestigt und es hatte sich nur wenig Eis gebildet. Nach einem eher halberzigen Versuch die Barriere zu ueberwinden, gaben wir nach 3 h und 600 hm auf, um keinen schlecht gesicherten Sturz zu riskieren. Beim Abstieg rutschte ich dennoch aus und zerriss mir meine GoreTex Hose. Als wir in Paju ankamen waren wir nach 9 Tagen nur Fels und Eis froh wieder ein paar Baeume zu sehen. In Jhula entschieden wir uns ins Dumurdu-Valley zum Panmarh Gletscher zu gehen. Auf der Alm Tchok bauten wir unser Lager in einem kleinen Waeldchen auf. Bei ein paar Schaefern kauften Kasim und ich eine Ziege, die von ihm geschlachtet wurde und so bekamen wir unser erstes Fleisch seit 2 Wochen. Nach einer Tagestour zum Panmarh Gletscher stiegen wir nach Korophong ab und bevor es nach Askole zurueck ging, boulderten wir in einem Blockfeld kurz vor Askole. Dort hatten wir die Moeglichkeit bei einem Tee in Kasims Haus zu sehen wie die Menschen hier leben. Die Fahrt nach Skardu fand dann im Hellen statt. 7 h, Zeit genug um Angst zu haben. In Skardu legeten wir 2 Tage Pause ein, ausruhen, essen, Bazaar besuchen und Satpara Lake ansehen. Danke an Syed von Vertical Explorers fuer die gute Organisation, Hameed, dem Koch und den Portern fuer das unvergessliche Erlebnis und dem Team vom Hotel Snowland fuer die angenehme Zeit.
BlogBaltoro

Die Minibusfahrt nach Gilgit war dann wieder (An-)Spannung pur, senkrechte Felswaende und im Tal der reissende Indus. In Gilgit stiegen wir im Medina ab, ein Treff fuer Backpacker und fuer uns die ersten Europaer nach 3 Wochen. Gilgit selbst gefiel uns nicht wirklich, deshalb fuhren wir moeglichst schnell ins Hunza-Valley nach Karimabad weiter. Tolle herbstliche Farben empfingen uns, leider aber war das Wetter nicht mehr so gut wie in den letzten Wochen. Einen Tag machten wir einen Ausflug zur Ultar-Meadow und dem Hon-Pass (↑ 1850 m, 5 3/4h; ↓ 1850 m, 3 h). Dabei quert man unter anderem eine Felswand entlang eines Wasserkanals. Leider begann es auf ca. 4000 m stark zu schneien und die Sicht war den ganzen Tag eher bescheiden. Beim Abstieg luden uns ein paar Jaeger zu einer Suppe ein, aus Voegeln die sie geschossen hatten. Von Karimabad aus fuhren wir dann nach Ata Abad (mit dem gesamten buerokratischen Primborium), querten den See und uebernachteten in Passu, dem letzten Ort vor Sost, der Grenzstadt vor dem Khunjarab Pass nach China. Dort lernten wir einen Schweizer Professor kennen, der Messungen am Batura Gletscher macht. Am Rueckweg wanderten wir ueber die laengste Haengebruecke des Karakorums (mit 1/2 m Brettabstaenden). Zurueck in Karimabad waren die Feierlichkeiten zum Gedenken an den ersten Besuch des Aga Kahns mit tollen Bergfeuern. Ein Vorsteher eines Gemeindehauses (dem Ismailischen Gegenstueck einer Moschee) lud uns zu einem Tee ein. Von Karimabad gings wieder zurueck nach Gilgit und von dort in 18 h nach Rawalpindi. Eine wilde Fahrt auf dem weitgehend unbefestigten KKH durch Indus Kohistan, eine der Tribal Areas. In Pindi wars dann wieder sehr heiss. Wir verbrachten die letzten Tage auf den Bazaaren von Pindi und Islamabad, sahen die beeindruckende Sheikh Faisal Mosque und Daman-e-Koh. Das totale Fluhafenchaos in Pindi brachte uns dann mit Verspaetung hierher. 2 genussvolle Tage im totalen Luxus (ein wirklich krasser Gegensatz zu den letzten 5 Wochen) haben wir jetzt zum Ausspannen bevor es nach Nepal weiter geht.
BlogKKH

Uebrigens haben wir uns in Pakistan kein einziges Mal wirklich unsicher gefuehlt. Die herzliche, gastfreundliche Art der Menschen, speziell in den Northern Areas, machte diesen Teil der Reise zu einem wunderschoenen Erlebnis. Ein totaler Widerspruch zu dem Bild, dass man durch die Medien von diesem Land hat. Uebrigens werden alle Touristen die durch Askole kommen registriert und das waren dieses Jahr 680 Trekker und Kletterer im Baltoro und  Hispar Gebiet.

Montag, Oktober 24, 2011

Pakistan Update 24.10.2011

So liebe Leute, viel haben wir erlebt. Wir haben geschwitzt, gefroren und viel gestaunt. Der Baltoro Trek war super. 17 Tage zuerst bei bestem Wetter zum Concordia Platz und weiter zum K2 BC. Dann Wettersturz und 4 Tage Schnee. Abgestiegen und zum Panmarh Gletscher aufgestiegen. Insgesamt haben wir 7200hm rauf und runter gemacht und zwar in 83 Stunden Gehzeit. Ausserdem sind es ca 160-180km zu gehen. Die Jeepfahrten nach Askole und zurueck waren echt "Heart Stopping". Unsere Porter und unser Guide waren der Wahnsinn und es hat einfach Spass gemacht.
Danach gings von Skardu nach Gilgit und weiter ins Hunza-Valley. Wunderschoene Herbststimmung, bei leider nicht mehr ganz so gutem Wetter. Wanderung ueber Ultar zum Hon-Pass (1850hm) und eine Fahrt ueber den See bei Ata Abat nach Passu mit der laengsten Suspension Bridge im Karakorum (zu Fuss, mit 1/2 Meter Abstaenden zwischen den Brettern).
Die Northern Aereas sind einfach der Wahnsinn. Wunderschoene Natur und unglaublich herzliche Menschen.