Montag, Januar 24, 2011

Skitour Ackerlhütte - 21./22.01.2011

Am Samstag hatte der Peter Geburtstag und in diesen wollten wir auf der Ackerlhütte hinein feiern. Da auch im Kaiser wenig Schnee war, stiegen die Anderen (Anna, Peter, Johnna, Martin, Mattze und Alejandro) ohne Ski auf. Wir probierten es eine Stunde später mit Ski. Nach einem kurzen Verhauer und ein paar aperen Stellen im unteren Teil gings über die teilweise steilen Hänge östlich des Skywalks (östlichster Sektor am Schleier) hinauf. Nach 2 Stunden 15 Minuten hatten wir die 700 hm auch zurück gelegt und die Anderen warteten schon mit einem Abendessen in der geheizten Hütte auf uns. In der Nacht und zum Sonnenaufgang zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und die Abfahrt durch den frischen Pulver war einfach ein Traum.
2011_01_21_Ackerlhuette

Sonntag, Januar 16, 2011

Grünstein - 16.01.2011

Am Sonntag wollten wir mit meinen Eltern den Grünsteinklettersteig begehen. Leider ist dieser im Winter nicht nur gesperrt, sondern auch die Seile am Einstieg abmontiert und stattdessen Stacheldraht eingehängt. Auf den Grünstein wanderten wir dann trotzdem bei bestem Wetter (750 hm, 1 1/2 Stunden) und genossen den Ausblick zum Untersberg, Göll, Watzmann und Hochkalter.
2011_01_16_Gruenstein

Montag, Januar 10, 2011

Eisklettern Grawa Eisgartl - 08./09.01.2011

Am Wochenende stand der Start in die Eissaison mit Jaro am Programm. Trotz des Föhneinbruchs fanden wir im Grawa Eisgartl im Stubaital gute Bedingungen und wir konnten am Samstag den 4. Zwerg und am Sonntag das Schneewittchen klettern. Beide Touren dürften im Moment ein wenig schwieriger sein als normal (ich glaub ich habe selten so in einer angeblichen WI 3 geschwitzt wie in der letzten Seillänge des 4. Zwergs), vorallem da das Schneewittchen oben noch nicht ganz zusammengewachsen ist.
Der Samstag hatte schon mal "gut" begonnen, ich habe meine Geldtasche (samt Karten und Ausweisen) zu Hause vergessen (natürlich merkte ich das erst kurz vor Innsbruck). Als wir dann mit fast leerem Tank im Stubaital ankamen war das alles vergessen, doch das nächste Missgeschick kam in der 4. SL (für uns 3. weil wir unten zusammenhängten). Ich wollte gerade losklettern und beim Umgreifen an einem Eisgerät schlug ich mir das Zweite heraus. Dieses stürzte dann mit mehr oder weniger lautem Getöse in die Tiefe....Scheiße....naja dann ging die SL doch an den Jaro, der mir dann eines seiner Nomics an einem Seil herunter warf. Beim Abseilen war dann mein zweites Quantum nicht zu finden und am Weg zum Auto der nächste Schreck, wo ist der Autoschlüssel? Nach einigem Suchen in allen Taschen stellten wir fest, er muss noch stecken, im Auto, im Zündschloss, zum Glück wars noch da. Nach einem kurzen Anruf bei Vroni und Moschti dann die Erkenntnis, in der Kletterhalle Imst werden Eisgeräte verliehen. Also auf nach Imst und dann nach Ötz um bei Vroni, Moschti und Jamie zu schlafen.
Der Sonntag startete besser als der Samstag (naja ich hatte auch nicht mehr viel zum Vergessen/Verlieren). In der ersten Seillänge von Schneewittchen verlor ich dann aber das ganze Vertrauen in meine Fähigkeiten (mein Quantum hat zwar gut gezogen, aber der geliehene Phrugo war etwas gewöhnungsbedürftig) weshalb ich auch Jaro die schwere zweite Seillänge vorstiegen lies. In dieser kam uns ein wahrer Sturzbach entgegen. Die dritte Seillänge kletterte dann wieder ich und Jaro machte zum Abschluss noch den Ausstiegszapfen der im Moment noch nicht zusammengewachsen ist. Ich war etwas überrascht wie gut ich den dann nachgestiegen bin, aber ich hatte ja auch Hilfe in Form eines Seils von oben herab. Beim Abseilen wechselten wir dann wieder in den 4. Zwerg und siehe da, ich hab mein zweites Quantum in einem Strauch neben dem Fall wieder gefunden. Damit wars dann doch nicht so ein beschissenes Wochenende wie anfänglich gedacht und fürs nächste Mal passe ich wieder besser auf meine Geräte auf.
Der Phrugo war nach einer kurzen Gewöhnungphase dann auch ganz gut zum Klettern, aber ich bleibe dann doch bei meinen Quantum.
2011_01_09_GrawaEisgartl

Freitag, Januar 07, 2011

Skitour Hirschberg - 06.01.2011

Im Gegensatz zu letztem Jahr wollten wir dieses Jahr den Dreikönigstag etwas ruhiger und unanstrengender begehen. Deshalb starteten wir bei Eisregen in München zu einer Skitour zum Hirschberg. Diese Anfängerskitour ist echt nett, wenn auch sehr überlaufen. Die Aussicht vom Gipfel macht diese Tour aber sehr reizvoll. Der erste Teil führt an der Piste des Hirschberglifts hoch (45 Minuten, 400 hm), dann gehts entweder flach bis in den kleinen Kessel und dann rechts zur Rauheckalm, oder gleich rechts durch den Wald über den Sommerweg zur Rauheckalm (45 Minuten, 300 hm). Von der Alm dann die letzte Steilstufe zum Ostgipfel (30 Minuten, 200 hm) und flach in 10 Minuten zum Westgipfel mit dem Kreuz. Beim Aufstieg schaute sogar die Sonne heraus und das Wetter hielt auch während unserer Rast an einer kleinen Hütte unter dem Gipfel sowie die 30 Minuten Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt.
2011_01_06_SkitourHirschberg

Montag, Januar 03, 2011

Silvester Pfitscher Joch/Stampflkees - 31.12.2010-02.01.2011

An Silvester stiegen Karin und ich wieder zum Pfitscher Joch auf. Im Gegensatz zu letztem Jahr nutzten wir den Sommerweg, über den wir bei bestem Wetter in 3 Stunden das Joch und damit unseren Zeltplatz erreichten. Nach dem wir uns häuslich eingerichtet hatten machten wir noch einen Abstecher zur Zollhütte auf österreichischer Seite und genossen noch den Sonnenuntergang im Windschatten des Pfitscher Joch-Hauses. Um Mitternacht hatte sich der Wind wieder gelegt, trotzdem war es bitterkalt und im Gegensatz zu letztem Jahr war es stockfinster. Da es keinen Nebel im Tal gab wie letztes Jahr, hatten wir super Sicht auf die Feuerwerke im Pfitschertal.
2011_01_01_SilvesterPfitscherjoch

Nach unserem obligatorischen Lachsfrühstück, starteten wir um 11 Uhr Richtung Stampflkees. Der immer noch stark blasende Nordwind machte uns das Leben über das kupierte Gelände unter die Grawand auch nicht leichter und so kehrten wir nach einer Pause am letzten großen Felsblock vor dem Stampfelkees um. Die Abfahrt war wie erwartet auch nicht das Gelbe vom Ei, allerdings gingen sich in den eingewehten Bereichen ein paar schöne Schwünge aus.
2011_01_01_Stampflkees

Die zweite Nacht zeigte sich dann noch kälter (-10°C) und am Morgen war das ganze Joch im Nebel. In diesem Nebel gings, nachdem wir unsere sieben Sachen gepackt hatten, entlang der Straße hinunter. Knapp oberhalb der Kehre 5 lichtete sich der Nebel dann und gab einen Blick auf Hochferner und Weißspitzen  Nordwände frei. Die restliche Abfahrt war zwar noch recht weit und flach, aber dafür auch recht sicher. Wie letztes Jahr ein sehr schöner Jahreswechsel, wenn auch irgendwie ganz anders.
2011_01_02_AbfahrtStein

Donnerstag, Dezember 30, 2010

Einen guten Rutsch ins neue Jahr

Das alte Jahr geht zur Neige, viel ist passiert im letzten Jahr. Viel Gutes (z.B. super Touren wie Crack Baby, Ende Nie, Nollen am Mönch,...) ist geschehen aber leider auch einige tragische Unfälle (z.B. der Unfalltod von Kurt Albert im September und am 28.12.2010 von Michl "Urmi" Uhrmann). Wir freuen uns auf jeden Fall wie a Schnitzl aufs nächste Jahr und was da so kommen wird.
Karin und ich werden wieder romantisch biwakieren, wo und wie genau schreib ich euch dann am 02.01.2011.
In diesem Sinne, allen ein gesundes und gutes Jahr 2011.

Sonntag, Dezember 26, 2010

Skitour Stahlhaus und Jenner - 26.12.2010

Von Hinterbrand aus gings mal wieder aufs Stahlhaus, diesmal aber nicht über die Jennerwiesen und Klaus-Maxei sondern über die Königsbachalm (der Hohlweg von den Jennerwiesen zum Klaus-Maxei ist inzwischen für Skitourengeher gesperrt). Für die 700 hm benötigten wir 2 Stunden 10 Minuten. Nach einer Suppe und einem Tee schauten wir noch auf den Jenner-Gipfel (1874 m). Insgesamt waren es 1000 hm in 3 Stunden und eine 30 minütigen Abfahrt zurück nach Hinterbrand.
2010_12_26_StahlhausJenner

Donnerstag, Dezember 23, 2010

Feierabendskitour aufs Plattl - 23.12.2010

Karin holte mich heute direkt nach der Arbeit ab und wir machten uns noch auf den Weg aufs Plattl (Hochplatte, 1813m). Weil Karin noch leicht erkältet war begleitete sie mich nur bis zur Falkenmoosalm, von wo sie nach einer kurzen Pause im letzten Licht abfuhr. Ich legte den Rest zum Gipfel alleine zurück und war froh meine Stirnlampe für die Abfahrt dabei zu haben. Eine sehr nette Tour, wenn auch der Schnee heute echt beschissen war. Danach feierten wir mit meinen Eltern unsere traditionelle Waldweihnacht, die diesmal besonders schön war.
Falkenmoosalm: 420 hm, 1,5 Stunden
Plattl: 480 hm, 1 Stunde
Gesamt: 900 hm, 2,5 Stunden, 45 Minuten (im Dunklen)
2010_12_23_SkitourPlattl

Sonntag, Dezember 19, 2010

Skitour Seekarkreuz und Brandkopf - 19.12.2010

Bei perfektem Wetter gings heute mit Tommi von Winterstube über die Schwarzentennalm auf den Brandkopf und dann weiter auf das Seekarkreuz. Die ersten 200 hm zur Schwarzentennalm sind sehr flach allerdings wirklich idyllisch, weiter gings durch den Wald bis unterhalb des Brandkopfs und dann über die freien Hänge zum Brandkopf (900 hm, 2 Stunden 25 Minuten). Wegen des Windes fuhren wir sofort ab zum kleinen Sattel zwischen Brandkopf und Seekarkreuz und von hier aus stiegen wir die letzten 150 hm zum Gipfel auf (20 Minuten). Der immer stärker werdende Wind vergönnte uns keine Pause am Gipfel, dafür entspannten wir uns an der Rauhalm nachdem wir vom Gipfel über den traumhaften Osthang abfuhren. Nach einem kurzen Gegenanstieg gings wieder durch den Wald zur Schwarzentennalm und über die Rodelbahn zum Auto. Eine schöne Skitour die allerdings eher aufstiegsorientiert ist, insgesamt waren es 1100 hm in 3 Stunden 40 Minuten.
2010_12_19_Seekarkreuz

Samstag, Dezember 18, 2010

Jochberg Nordwand Solo-Versuch - 18.12.2010

Nachdem es die letzten zwei Wochen doch recht kalt war wollte ich die Bedingungen am Jochberg testen. Die Morgenstimmung war dann aber auch das Beste des Tages. Der viele Niederschlag der letzten Tage hatte einen schönen Eisaufbau verhindert (zumindest in der eher flachen Rechten Rinne, es sah so aus als würde im Amphitheater schon was stehen). Zum Einstieg der Rechten Rinne musste ich in teilweise mehr als knietiefem Schnee spuren (100hm, 1/2 Stunde). Der erste große Aufschwung in der Rinne war schon sehr scary, dünnes, schlechtes Eis unter dem der Bach noch schön floss und ein Ausstieg im Fels mit Schneeauflage. Nachdem sich die Bedingungen in den nächsten zwei kleineren Aufschwüngen nicht gebessert hatten zog ich die Notbremse in Form einer Querung in den steilen Wald, stieg ab und fuhr nach Hause.  Alles in allem waren es 200 hm bis hüfttiefes Spuren in etwa 1 1/4 Stunden und zumindest das Wetter und der Ausblick waren es wert um 7 Uhr das warme Bett und die Karin zu verlassen.

2010_12_18_JochbergSolo

Sonntag, Dezember 12, 2010

Skifahren Kühtai / Skitour Mooserbaumgartenalm - 11./12.12.2010

Nach einer ziemlich bescheidenen Fahrt von München ins Ötztal am Freitag, machten Moschti und ich das Kühtai am Samstag Vormittag unsicher. Karin konnte leider nicht mit weil sie krank war. Am Abend besuchten wir dann noch meine Eltern und den Adventmarkt in Jenbach. Am Sonntag spazierten mein Dad und ich mit Tourenski auf die Mooserbaumgartenalm unterhalb des Wiedersbergerhorns. Durch den starken Schneefall wurde es eine geniale Powderabfahrt. Danach gabs noch gutes Essen im Kaiserhaus.
2010_12_12_Mooserbaumgartenalm

Montag, Dezember 06, 2010

Advents Bouldercup/Skitour Götschen - 04./05.12.2010

Alle Jahre wieder kann man im Heavensgate beweisen wer die härtesten Nüsse hat. Dieses Jahr von Dave Cato und Markus Grünebach geschraubt und wirklich wieder eine super Veranstaltung. Fotos vom Wettkampf gibts hier und einen Bericht hier. Übrigens bin ich mit 24 Flash, 5 Top und 5 Zonen immerhin 33er geworden.

Sonntag machten wir dann einen Abstecher in BGD zum Buttenmandllaufen und der ersten Skitour der Saison. Nachdem trotz der ganzen Schneehysterie noch recht wenig liegt, entschieden wir uns für Karins alte Ski und dem Götschen von BW aus als Ziel. Eine schöne Eingehtour mit noch ganz schön vielen Steinen.
2010_12_06_SkitourGoetschen

Sonntag, November 28, 2010

Höhenglück Steig Franken - 27.11.2010

Den Besuch am Nürnberger Christkindlesmarkt verbanden wir mit der Begehung des Höhenglück Steigs im Pegnitztal. Durch die winterlichen Bedingungen in Franken (10 cm Neuschnee) stellte sich der Steig als recht "interessant" heraus (warum Karin dann auch den 3. Teil nur mehr von unten kommentierte und fotografierte).  Das Wochenende ließen wir mit dem Besuch des Christkindlmarktes auf der Burg Hartenstein un der Besteigung des Hirtenbergs ausklingen. Ein wunderschönes, winterliches Wochenende mit viel gutem Essen.
2010_11_27_HoehenglueckSteig

Die Beschreibung des Steigs ist in DIESEM Bergzeit Magazin Artikel (Seite 3) schön zusammengefasst.

Freitag, November 26, 2010

Ice in the City - 25.11.2010

Alle Jahre wieder, der Ice Tower an der BMW Welt und wir wieder dabei. Dienstag mit Tommi, Anna und Peter (Peter wurde übrigens mit wahnsinnigen 21 Sekunden Tagessieger) und Donnerstag mit Karin. Den Tagessieg konnte ich mit 27 Sekunden leider nicht holen (der war gestern bei 19 Sekunden) aber Spaß hats trotzdem gemacht und irgendwie bin ich jetzt schon wieder ganz heiß auf gefrorenes Wasser.
2010_11_25_IceTower

Sonntag, November 21, 2010

Zillertaler Klettersteige - 20.11.2010

In den letzten Jahren hat das Zillertal zum Gerlosstein Klettersteig noch drei neue, zum Teil spektakuläre Ferratas bekommen. Am Freitag Nachmittag gingen meine Mum und ich in Mayrhofen den Hutalaner, um die Bedingungen nach der verregneten Woche auszuchecken. In 40 Minuten waren wir am Ausstieg und so wussten wir was wir am Samstag Vormittag tun wollten: nämlich den Zimmereben-Steig gehen. Dieser ist doch ein ganzes Stück anspruchsvoller als der Huterlaner, war aber trotz Nässe kein Problem für uns. 1 1/4 Stunden nach dem Einstieg war der Spaß leider auch schon wieder zu Ende. Meine Mum fuhr dann ins Ötztal während ich noch nach Ginzling zum Nasenwand-Steig schaute. Eine schöne Steiganlage, obwohl die Einstiegswand total vereist war. Die Schlüsselstelle beim Klettergarten Nasenwand war dann aber trocken, richtig hinlangen musste man trotzdem (D mit einer Stelle E). Für diesen Steig benötigte ich 1 Stunde 5 Minuten, was aber nicht über die Schwierigkeiten hinwegtäuschen soll (dieser Steig ist definitiv nichts für Anfänger). Am Abend besuchten Karin, Hannes, Tommi, Peter und ich den Chris Sharma Vortrag beim Alpintag in der BMW-Welt (den Tibet-Vortrag konnten wir wegen der miesen Organisation der Veranstalter leider nicht sehen).
2010_11_20_KlettersteigeZillertal

Samstag, November 13, 2010

Hoher Göll über Mannlgrat / Rauher Kopf - 13./14.11.2010

Alle Jahre wieder gehts auf den Göll, ob als Skitour (Alpetal) oder Kafferunde ohne Gipfel (Steftensteig) oder schöne Tagestour (Mannlgrat). Diesmal entschied ich mich für den Aufstieg über Steftensteig und Mannlgrat und den Abstieg übers Alpetal. Von der Scharitzkehl gings in 1 1/2 Stunden die 800 hm über den Steftensteig und weiter über den Mannlgrat zum Göll (800 hm, 2 Stunden). Wegen des kalten Windes machte ich mich sofort an den Abstieg, 2 1/4 Stunden und 1700 hm später an der Hinterbrandstraße nahm mich dann auch noch das dritte Auto mit in die Scharitzkehl, wo ich 6 Stunden nach meinem Start wieder am Auto ankam.
2010_11_13_HoherGoell

Das super Wetter am Sonntag nutzten Karin und ich für eine Wanderung auf den Rauhen Kopf. Von der Kastensteinerwand stiegen wir zum Kleinen Rauhen Kopf (750 hm, 1 1/2 Stunden) auf und dann weiter über den frisch ausgeschnittenen Steig zum Großen Rauhen Kopf (100hm, 20 Minuten). Am Vorgipfel steht eine der neuen Galileo GATE Teststationen, die wir uns natürlich auch gleich ansehen mussten. Eine Stunde später erwartete uns ein gewaltiger Rinderbraten von Karins Mutter, den wir uns nach der Runde schmecken ließen.
2010_11_14_RauerKopf

Sonntag, November 07, 2010

Götschen/Toter Mann - 06.11.2010

Um das gute Herbstwetter auszunutzen drehte ich eine kleine Laufrunde über den Götschen (650hm, 50 Min.) und den Toten Mann (200hm, 20 Min.) aufs Hochschwarzeck.
2010_11_06_Goetschen

Samstag, Oktober 23, 2010

Klettern Schleier - 23.10.2010

Um wieder ein wenig zu klettern und vor allem um ein bisschen an die frische Luft zu kommen gings heute zum Schleier. Da ich erkältet bin ging eigentlich nichts außer Chocolat (6a+). An der Grauenwand kämpften sich Hannes und Peter wacker Piranha (7a) hoch, wärend ich sie nur ein mal im Toprope probierte. Nach einem Versuch in einer 7a+ am Skywalk beendeten wir das Trauerspiel. Nächstes Mal geht sicher wieder mehr.
2010_10_23_Schleier

Sonntag, Oktober 17, 2010

Der NICHT Bergurlaub... - 02.-16.10.2010

...oder warum man in Indonesien immer eine Daunenjacke dabei haben sollte.

Geplant war der ganze Urlaub als Besuch bei Anne und Simon in Jakarta. Nachdem Jakarta aber nicht wahnsinnig viele Sehenswürdigkeiten hat und Simon leider nach Deutschland musste gings für uns nach einem Tag Jakarta (und zwei wahnsinnig genialen Nächten im Kempinski) mit dem Zug nach Yogyakarta (Yogya). Eine kleine Pension (Lucys Losmen) wurde unser Ausgangspunkt für unsere Erkundungstouren nach Borobudur und der Altstadt von Yogya. Weiter gings dann im Minibus (12 Stunden und die Javanesen fahren wie die Henker) Richtung Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark um dort den Sonnenaufgang am Bromo (2329m, Vulkan) zu erleben. Eine wirklich schöne Wanderung mit sehr netten Leuten (Solveig, Raoul, Uta, Jonny und Marlene) von denen wir uns leider trennen mussten, weil wir weiter aufs Ijen-Platteau wollten. Dort erwischten wir dann auch das gammeligste Zimmer unseres ganzen Urlaubs. Am Kawah Ijen beobachteten wir die Schwefelträger (direkt am Kratersee wird Schwefel abgebaut und von dort in Körben zum Kraterrand (ca. 30 Minuten) und dann weiter zur nächsten Straße (ca. 1 Stunde) getragen). Nach einer wirklichen Höllenfahrt über mehr Löcher als Straße wurden wir in Ketapang raus geworfen wo wir die Fähre nach Gilimanuk auf Bali nahmen und mit dem Local-Bus (an zwei kleinen Tempeln wurde noch angehalten um ein Opfer für eine gute Fahrt zu erbringen) nach Denpasar bzw. Sanur (wunderschöne Livemusik zum Abendessen am Strand) fuhren. Weiter gings über Padangbai und dann mit der Fähre nach Lempar auf Lombok und per Minibus (ja schon wieder, die Lombokianer fahren aber wesentlich gechillter als die Javanesen) nach Sengiggi wo wir uns in den Qunci Villas einmieteten und ein Trekking zum Rinjani organisierten.

Ausgangspunkt unserer Tour war Senaru (601 m) nördlich des Rinjanis. Dort trafen wir auf die anderen unserer Gruppe (Maarten (Holland), Bianca (Australierin, die erst bei der Position 3 mit unserem Guide auf uns stieß), Anja und Chris (sehr nettes deutsches Paar)), unsere drei Porter und unseren Guide Ismael (die waren übrigens alle mit Flip-Flops unterwegs). Bei bestem Wetter gings durch den drückend heißen Urwald zur Position 2 die wir nach ca. zwei Stunden erreichten. Nachdem unsere Träger nachgekommen waren wurde uns ein Mittagessen gezaubert, (das wie auch alle anderen Mahlzeiten wirklich ausgezeichnet war) dabei begann es zu regnen und zum ersten Mal waren wir froh um unsere warme Kleidung (den schlotternden, bis auf die Haut nassen Trägern gaben wir unsere 3-Lagenjacken ab und Anja und Chris bekamen meine Daunenjacke). In einer Regenpause starteten wir Richtung Position 3 (2150 m), die wir natürlich nicht trocken in etwas mehr als einer Stunde erreichten. Den restlichen Nachmittag/Abend verbrachten wir damit, unsere Kleidung zu trocknen, uns aufzuwärmen und auf unseren Guide zu warten. Als es dunkel wurde verkrochen wir uns in unsere Zelte, da wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang am Kraterrand sein wollten. Um kurz vor 4:30 Uhr starteten wir los und konnten die 500 hm zum Kraterrand rechzeitig zurücklegen um den wunderschönen Sonnenaufgang um 5:45 Uhr zu bewundern. Hier hieß es von Anja und Chris Abschied nehmen da die beiden wieder nach Senaru abstiegen während wir zum Kratersee  und den heißen Quellen (1950 m, 1 1/2 Stunden) aufbrachen. Um es gleich vorweg zu sagen, auf der ganzen Tour lag viel Müll herum, aber was uns an den heißen Quellen erwartete, übertraf einfach alles. Es wäre so schön bei den Quellen und am See aber statt dessen fühlt man sich wie auf einem Müllberg (alte Klamotten, Verpackungen, Dosen, Flaschen und ganz viel Scheiße). Nach dem Mitagessen gings dann wieder 700 hm im Regen hinauf zum Kraterand wo sich unser zweites Camp befand (ca. 2 Stunden). Bei leichtem Nieselregen verkrochen wir uns wieder früh im Zelt, da für den nächsten Tag um 2:30 Uhr aufstehen für die Tour auf dne Gipfel angesagt war. Die Nacht wurde sternenklar und schweinekalt und so froren wir vor allem in unseren nassen Schuhen am Weg zum Gipfel. Erst die letzten 300 hm waren durch das lose Geröll wirklich unangenehm zu gehen, aber nach 2:40 Stunden konnten Karin und ich als erste Hand in Hand am Gunung Rinjani (3726 m) stehen. Der Sonnenaufgang war fenomenal, wenn auch nicht ganz so schön wie am Kraterrand tags zuvor. Dank unserer Daunenjacken mussten wir nicht ganz so frieren wie alle anderen (siehe erster Satz!) weil kalt war es allemal. So kalt, dass am Gipfel ein steifgefrorener Affe lag den wir ins Camp trugen und unser Guide dort verscharrte. So unangenehm das lose Material beim Aufstieg war, so schnell und entspannt ging der Abstieg (allerdings auch nur für uns) und wir erreichten das Camp in 1:10 Stunden. Nach Bananapancakes zum Frühstück stiegen wir nach Sembalun (1100 m) in etwas mehr als 3 Stunden ab (1:10 Stunden zum C3, 30 Minuten zum C2 und 1:30 in den Ort). Eine schöne Tour, die vielleicht noch etwas schöner gewesen wäre wenn die Indonesier nicht immer alles wegwerfen müssten und die Organisation nicht das pure Chaos gewesen wäre. Hut ab vor den Trägern und dem Guide, die alles in Flip-Flops gemacht haben und teilweise gefroren haben wie die Schneider (Karin hat ihre 3-Lagenjake und die Fleecejake den Trägern geschenkt).

Nach unserer Rückkehr in die "Zivilisation" hieß es für uns noch ab auf die Gillis wobei uns Maarten und ein Deutsch/Schweizerisches Paar begleitete. So erreichten wir im letzten Licht mit einem kleinen gecharterten Boot Gilli Air, die kleinste der drei Gillis. Dort verbrachten wir bei schnorcheln,(mit Korallen, Fischen, Schildkröten und allem), schwimmen und im Schatten liegen noch 1 1/2 Tage bevor wir zurück nach Materam mussten, um unseren Flug nach Jakarta zu erwischen. Einen Abend später gings dann schon wieder zurück ins kalte, verregnete Deutschland.
Wie immer gibts eine kleine Fotoauswahl zu unserem Urlaub.
2010_10_IndonesienBlog

Dienstag, September 28, 2010

Kurt Albert ist tot - 28.09.2010

Ich weiß, dass das hier normalerweise mein Tourenbuch ist, der heutige Eintrag hat leider keinen Tourenbuchcharakter.

Kurt Albert beim Fachsimpeln mit unseren Jungs

Am Sonntag hat sich Kurt Albert bei einem Sturz aus dem Höhenglücksteig schwer verletzt und ist Dienstagabend verstorben. Dadurch hat die Klettergemeinde den Vater des Rotpunkt-Gedankens verloren. Mich macht so einen Unfall immer noch ein wenig mehr nachdenklich, wenn man den  Verunfallten auch persönlich kennen gelernt hat (wir hatten das Glück Kurt dieses und letztes Jahr beim Bouldern in Fontainebleau zu treffen).

Mein Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden (auch wegen der vielen Falschmeldungen der letzten Tage, die sicher sehr belastend waren).

Weitere Informationen: Bayrische Polizei, br-online.de