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Donnerstag, Oktober 08, 2026

Jörgens Reisegruppe im Allgäu - zwei Tage Immenstadt - 03./04.10.2026

Jörgens Reisegruppe trifft sich ja nicht nur jedes Jahr in Surcuolm, sondern, wenn nicht zum Surfen am Atlantik, dann mindestens einmal irgendwo zwischen Graubünden und München. Diesmal im Allgäu, in Immenstadt. Nach einem sehr gemütlichen Abend, radelten wir am Samstag einmal um den Alpsee, zur Talstation der Alpsee Bergwelt (½ Stunde, 60 hm, 8 km). Von dort wanderten wir zur Bärenfalle wo es erstmal Mittagessen gab (1 Stunde, 360 hm). Runter gings mit der Sommerrodelbahn und nach einem Eis an der Talstation radelten wir wieder zu den Womos (½ Stunde, 50 hm, 8 km).

Wie das nun mal so ist, ganz ausgelastet waren die Jungs damit noch nicht. So strampelten Joël, Steff, Paul und ich zur Alpe Gschwenderberg hinauf (½ Stunde, 350 hm, 4,5 km). Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich froh, dass Joël mich abschleppen konnte und Paul Steff. So wurden die E-Bikes voll genutzt und wir kamen relativ frisch am Start des Neuland Trail Sektion 2 an. Ein ziemlich cooler Trail, aber ein wenig Reserven schaden nicht. Ein paar Passagen sind ganz schön steil und rumpelig (¼ Stunde, ↓200 hm, S2). Da hatten wir uns ein Bier am Hexenhäusle verdient, bevor es zurück nach Immenstadt ging (¼ Stunde, 20 hm, 5 km).

Den Abschluss bildete ein Grillabend und am Sonntag eine kleine Runde, zu erst über den Flohmarkt am Viehmarkt und dann durch die Innenstadt von Immenstadt. Was für ein schönes Wochenende, auch wenn Karin leider nicht dabei sein konnte.

Sonntag, September 27, 2026

Mit dem Bike durchs Rißtal - Binsalm mit den Kids - 26.09.2026

Karin ist für drei Wochen unterwegs, ich mit den Kids alleine. Nach einer anstrengenden ersten Woche mit einer witzigen Linde-Wiesn und ziemlichen Kopfschmerzen am Freitag, fuhren die Kids und ich am Samstag ins Karwendel.
Der Ahornboden glüht zwar noch nicht, das Rißtal enttäuscht aber trotzdem nie. Eigentlich wollten wir in Hinterriß starten, an der Oswaldhütte standen wir aber im Stau, also umdrehen, kurz hinter Vorderriß parken und mit den Bikes nach Hinterriß (½ Stunde, 130 hm, 8,5 km). Die Straße war wegen dem Almabtriebstau angenehm leer, nur hie und da kam ein Schwung Autos, wenn die Kühe wieder mal nicht im Weg standen. Von Hinterriß gings dann die Mautstraße weiter bis in die Eng (1 Stunde, 300 hm, 15 km). Nach einer kleinen Mittagspause kurbelten wir noch zur Binsalm hinauf (½ Stunde, 270 hm, 2,5 km), wo nicht nur Pauls Akku, sondern auch unsere Motivation zu Ende war. Also noch eine kleine Pause und dann gings die Forststraße wieder zurück in die Eng (¼ Stunde). Paul ist auch mit Karins Bike ein Wandererschreck und Anna fährt mit Pauls Bike inzwischen richtig gut auf losem Untergrund und relativ steilen Wegen. Von der Eng rollten wir dann nur noch die Straße wieder zurück zum Auto (1 Stunde). Ganz am Ende wurde es uns allen dann doch recht lang, so waren wir und unsere Hintern recht froh, als wir nach über 50 Kilometern endlich wieder am Auto ankamen.
Was für eine nette Tour, auch wenn manchmal die Autos doch ein wenig nerven.

Samstag, September 19, 2026

Dänemark/Schweden - 20.08.-13.09.2026

Nachdem wir letztes Jahr im Urlaub mehr oder weniger komplett auf den Bus verzichtet hatten, musste er dieses Jahr extra viel herhalten. Ostern ein Abstecher auf Krk, Pfingsten ein Sprung in die Normandie und jetzt nach Schweden, sowie eigentlich vor drei Jahren schon geplant.
Nachdem wir von Dani zurückgekommen waren, hieß es noch zwei Tagen arbeiten, bis Donnerstag, Karins Geburtstag, der Startschuss für unseren Urlaub fiel. Erst mal gemütlich nach Franken die Verwandtschaft besuchen, dann in Leipzig die Antarktis Ausstellung im Panometer ansehen, ein bisschen durch die Innenstadt bummeln und bevor es auf die Fähre nach Dänemark ging noch ein Besuch bei Lisa und Christian in Rostock. Was für ein schöner Start in den Urlaub.

Die Überfahrt nach Gedser fand Karin dann weniger schön. Auch die Ostsee kann ordentlich Seegang haben, aber 2 Stunden sind schnell vorüber und unser erster Stopp brachte uns wieder nach Nykøbing Falster/Sundby. Wir wussten vom letzten Mal, dass sich hier ein sehr cooler Trail im Wald versteckt. Die „Old Lady“, wie sie von den Trailstars Falster genannt wird, ist immer noch so schön wie in unserer Erinnerung. Zwei Runden cruisten wir über Hindernisse und Anlieger quer durch den Hamborgskoven (2x 1 Stunde, 60 hm, 7,5 km). Da der Trail so schön ist, beschlossen wir am nächsten Morgen auch die Kiesgrube von Systofte zu besuchen. Dort hatte der Verein weitere Trails angelegt. Bessere Trails, mehr technische Passagen, aber bei weitem nicht so schönes Ambiente (1¼ Stunden, 210 hm, 9 km). Nach einer kurzer Pause beim „Sightseeing“ in Nykøbing drehten Paul, Karin und ich ein paar Runden im Bikepark Åhaven (¼ Stunde, 60 hm, 2,5 km) und Karin und ich fuhren noch den Trail durch den Bangsebroskoven (½ Stunde, 5 km). Damit kehrten wir Falster den Rücken und fuhren nach Seeland zu Anders. Nachdem es beim letzten Mal so schön bei ihm war und wir länger hängen geblieben waren als geplant, freuten wir uns schon sehr auf sein kleines verwunschene Reich. Ein lustiges Abendessen und eine erholsame Nacht später satteln wir die Pferde, füllten den Bus noch mit frischen Äpfeln aus dem Garten und fuhren nach Kopenhagen. Eine große Tour durch die Stadt, wie vor drei Jahren, wollten wir nicht machen, aber einen kleinen Bummel durch Christiania und ein bisschen Schwimmen im Hafenbecken war geplant. Vor dem Haupteingang sperrten wir die Bikes ab und drehten eine Runde durch die Freistadt. Als wir zurück kamen dann der Schock, die Bikes standen schön aufgereiht da, nur in einer anderen Reihenfolge und Karins neues E-MTB, sowie eines der Schlösser und zwei Helme fehlten! Anna, Paul und ich machten uns sofort auf die Suche, auch wenn eigentlich klar war, dass keine Aussicht auf Erfolg bestand. Als ich zurück kam, telefonierte Karin gerade und Anna standen weinend daneben. Was war denn nun schon wieder los? Es war ein Anruf, dass Harry, unser Kater, von einem Auto überfahren worden war. Was für ein Tag! Alle in den Arm nehmen, Gedanken sortieren und dann einen Plan machen: Karin und die Kids gingen Schwimmen am Kalvebad Bølge und ich machte eine Anzeige im Polizeipräsidium am Hauptbahnhof, auch eine Form der gerechten Arbeitsteilung. Nach getaner Arbeit sprang ich mit den andern noch ins Wasser, bevor wir zu unserem Bus zurückgingen bzw. fuhren und Kopenhagen über den Øresund den Rücken kehrten. Mal sehen wie die Schadensregulierung mit der Versicherung läuft, aber außer den Ärger sollten wir zu mindestens nicht am monetären Schaden setzen bleiben.
2026_08_20-25_Anreise

Mit der Fahrt über den Øresund begann, nach fast einer Woche „Anreise“, unser eigentlicher Trip. Da es schon relativ spät war, Dank der Aktion in Kopenhagen, fuhren wir nur noch nach Falsterbo, einem Naturschutzgebiet auf einer Halbinsel südlich von Malmö. Der Sonnenuntergang in den Dünen war zwar spektakulär, aber jede Menge Quallen in der Ostsee und eine Mücken-Invasion ließen uns schnell zum Bus flüchten und den Abend drinnen verbringen. Kopenhagen hatte uns die Lust auf Sightseeing gründlich verdorben, eine kurze Runde durch Malmö und Lund drehten wir aber trotzdem, bevor wir im Höganäs am Lotsenhaus unser Nachtlager aufschlug. Um unsere Mobilität zu verbessern, hatten wir kurz vor Ladenschluss für Karin noch ein Billigrad in einem Baumarkt besorgt. Die Suche nach einer passenden Vorbauklemmenschraube (wer bitte verbaut, M7 Senkkopfinbus?) gestaltete sich aber als überraschend schwierig.
Der Kullaberg ist eine Halbinsel nördlich von Malmö, die sich mit steilen Granitabbrüchen aus dem Øresund erhebt. Hierher waren wir zum Wandern/Klettern gefahren. Am Parkplatz halfen wir einem jungen Pärchen mit unserem Starterkabel, im Gegenzug gaben sie uns ein paar Insider-Tipps für die Gegend. Zuerst wanderten wir vom Parkplatz eine Runde um den Leuchtturm (2 Stunden 200 hm, 4 km). Dabei fanden wir einige coole Routen am Ahrensberg. Ich holte unsere Buskletterausrüstung, nur wollte leider niemand mit mir klettern. Also seilte ich mich vom Umlenker der Route King Kong (7-) ab und kletterte die Tyskerout (5) im Toprope-Solo. Gar nicht schön, nicht die Route, die war top, aber mein dickes, altes 10,2er Seil war nur bedingt mit den Grigri als Sologerät kompatibel.
Die Nacht parkten wir an der Kirche von Mölle und mit den Bikes und zu Fuß ging’s noch zum Localtipp: Nimis. Ein riesiges Treibholzbauwerk in der „Freien Nation“ Ladonia (2 Stunden, 270 hm, 10 km). Was für ein cooler Tag, da war die Abendstimmung im Hafen von Möller, dann nur noch die letzte Draufgabe. Mit diesem Abend endete aber auch der Sommer. In der Nacht gab es den ersten Regenguss und der Folgetag brachte viel Regen auf unserem Weg über Torekov nach Mellbystrand. Deshalb legten wir einen Stopp im Teckningsmuseet von Laholm ein und nein, kein Technikmuseum wie der Name vermuten lässt, sondern ein Museum für Zeichnungen. Den nächsten Regentag saßen wir in Mellbystrand aus, bei Minigolf und Kartenspielen, bevor es weiter in den Norden ging. Halmstad und Falkenberg waren, wie schon Malmö und Lund, nicht hässlich, aber auch nicht wirklich einen Besuch wert. Dafür waren die Hügelgräber bei Tylösand ganz nett und der Abend im Hafen von Galtabäck war dann das erste wirkliche Highlight Schwedens.

Unsere Reise im Süden hatten wir nicht nur wegen des Wetters etwas verzögert, sondern auch weil Karin sich am Montag mit einem ihrer Bekannten aus Brindisi, als sie am Weg nach Albanien strandete, treffen wollte. Deshalb fuhren wir nach Varberg. Und siehe da, die erste schwedische Stadt, die uns richtig gut gefiel. Das Mittagessen mit Michael war super nett und hoffentlich besucht er und sein Sohn uns bald in München!
Auf Göteborg hatten wir nach unserem Erlebnis in Kopenhagen keine Lust, deshalb ging’s über die Stadtautobahn direkt nach Varholmen, um mit der Fähre nach Hönö überzusetzen. Dort drehten wir eine Runde mit den Bikes in den Ersdalen (1 Stunde, 60 hm, 3,5 km), nicht wirklich prädestiniert fürs Biken, trotzdem ganz witzig auf den Granitplatten. Die Nacht verbrachten wir im Hafen von Fotö, mit einem gigantischen Sonnenuntergang, sehr entspannt. Nachdem wir wieder alles getrocknet hatten, nutzten wir den folgenden Tag, um den Schärengarten ein bisschen zu erkunden. Auf Öckerö wanderten wir zur Stora Rävholmen, Paul und ich wateten nach Lilla Rävholmen, und gemeinsam bestiegen wir den höchsten Berg der Insel, den Stångefjäll (24 m) (2¾ Stunden, 90 hm, 3,8 km). Der Hafen von Hälsö gefiel uns nicht so gut wie der von Fotö, weshalb wir nach Fotö zurückkehrten und sogar noch einen Platz in der Sauna für den nächsten Morgen ergatterten, immerhin hatte inzwischen der September begonnen und die Temperaturen luden für Sauna ein.
Laura und Vladi hatten uns erzählt, der reizvollste Teil Schwedens ist nördlich von Göteborg bis zur Grenze zu Norwegen. Das so genannte Bohuslän besteht aus Fjorden und Schären und Felsen, jede Menge Felsen aus rosa farbigem Granit. Und in dieser Gegend kann man natürlich Klettern! In Brodalen besorgen wir uns den Kletterführer und sahen uns den Felsbrigel von Häller an. Leider hatte das Kletterercamping am Fuß des Felsens geschlossen und im Gebiet gibt es fast nur hartes Zeug und noch dazu weitgehend clean. Kurz vor Lysekil fanden wir aber etwas für uns, den Trälleberg. Der Zustieg entlang des Fjords, halb wandernd, halb kletternd (¼ Stunde, 50 hm, 1 km) ist den Besuch schon wert. Und das Klettern erst, phänomenal, auch wenn der Großteil der Routen im Bereich 7-8 liegt. Die Absicherung ist fast wie in einer Kletterhalle und der Fels, überall leicht überhängend, bietet jede Menge schöne Kanten und Schuppen. Paul konnte ich für Mamluker Light (6-) motivieren, dann topropeten Karin und Anna Kyrktornet (5+) und am Ende versuchte ich noch Carlstens Fästing (7-), musste aber in Bohus Fästing (6) ausweichen. Die Griffe werden irgendwann einfach klein und wenig. Training wäre mal wieder angesagt.
Wenn man in Schweden ist, muss man natürlich den schwedischsten Schweden überhaupt besuchen, IKEA. Nach so einem Klettertag hat man ja auch keine Lust mehr zu kochen, so gab’s Köttbullar und Kartoffelbrei zum Abendessen und die Nacht standen wir in der nahen Marina von Uddevalla. Zum Frühstück radelten wir die Uferpromenade bis in die Innenstadt. Unter anderem um Karin mit Reiseübelkeitsmedikamenten einzudecken, die Wellen-/Windvorhersage für unsere Überfahrt nach Dänemark ließ nämlich auf einigen Spaß schließen. Am Rückweg besuchten wir noch den Gipfel des Lövåsberget, mit einem tollen Ausblick auf die Uddevallabron (1 Stunde, 200 hm, 11 km).
Die Fahrt zu unserem letzten Ziel in Schweden, dem Aeroseum, führte uns über weitere Schären nördlich von Göteborg. Einige der Schären sind nicht mit Brücken verbunden, sondern mit Seilfähren, unter anderem am Ängöleden und am Malöleden. Ziemlich spaßig und es entschleunigt die Reise deutlich. Das Aeroseum ist ein Museum, das im 22000 m² großen, unterirdischen Hangar eines ehemaligen Luftwaffenstützpunkts beheimatet ist. Hier können alle Flugzeuge und Hubschrauber der schwedischen Luftwaffe hautnah erlebt werden. Von der historischen J29 Tunnan, die früher dort stationiert war, bis zum JA37 Viggen kann man fast alle Flugzeuge und Hubschrauber nicht nur ansehen, sondern auch anfassen und teilweise auch "beklettern". Ein Muss für jeden Flugzeugfan und das beste: man kann auf dem Gelände auch Übernachten/Campen. Also ideal für unseren letzten Abend in Schweden, bevor es am nächsten Morgen in den Hafen von Göteborg und mit der Fähre nach Fredrickshaven ging.
2026_08_25-09_05_Schweden

Die Fährüberfahrt von Göteborg nach Fredrikshaven war zum Glück weniger schlimm als befürchtet. Da die Fähre direkt durch die relativ hohen Wellen fuhr, stampfte sie zwar ein wenig, aber es gab kaum Rollen, so konnte sogar Karin die Fahrt fast genießen. Von der Fähre fuhren wir direkt Richtung Westküste, mit einem ersten Stopp in Løkken. Durch die leicht schützende Wirkung der Jammerbucht, hatte ich gehofft einen für mich surfbaren Swell zu finden, leider Fehlanzeige. Zum Schutz meiner Gesundheit drehten wir nur eine kurze Runde mit dem Auto am Strand und fuhren direkt weiter nach Klitmøller, unserem eigentlichen Ziel zum Surfen. Zwei Tage blieben wir in Cold Hawaii und die drei Surfsessions zeigten mir wieder mal eindrucksvoll wie niedrig mein Surfniveau ist. Spaß gemacht hat es trotzdem, zumal bei der Session mit den Kids ein Seehund neben uns auftauchte und das Nystrup Camping in Klitmøller alleine ist schon einen Besuch wert.
Über Nørre Vorupør, wo wir das letzte Mal bei einem "besetzten" Haus übernachtet hatten und richtig schöne Surfseesions genießen konnten, und dem SMK Thy, fuhren wir zum Oddesundtårnet (tolle Kunstinstallationen in zwei Weltkriegsbunkern), um den Limfjord zu queren. Direkt südlich der Brücke steht der Grisetå Odde Fyr, der wahrscheinlich am häufigsten fotografierte Leuchtturm Dänemarks. Nun gibt es ein Foto mehr und zwar mit unserem Bus. An diesem Tag gings noch bis Billund, wo Paul sein Angelglück an einem Weiher etwas außerhalb der Stadt probierte, an dem wir auch übernachteten. Wie schon letztes Mal besuchten wir natürlich das LEGO House. Und wie beim letzten Mal machte es super Spaß und die Zeit verging viel zu schnell.
Nach dem Abstecher im Landesinneren, gings wieder an die Westküste, nach Vejers Strand. Dort fanden wir wieder einen coolen Platz in den Dünen des Vejers Strand Camping. Da es in der Gegend eigentlich nur wenig Lichtverschmutzung gibt, sah die Fackel, die wir am Weg nach Vejers schon gesehen hatten, aus, als wäre Mordor nordöstlich von Vejers. Die Kids konnte ich zwar nicht mehr motivieren ins Wasser zu gehen, aber für mich gabs noch zwei nette Sessions bevor wir nach Mandø aufbrachen. Mandø ist eine Wattenmeerinsel und die einzige dänische Gezeiteninsel. Das heißt nur bei Ebbe ist sie über einen Damm erreichbar. Man fühlt sich fast ein bisschen wie Mose, wenn der Damm langsam aus dem Meer steigt und es ist wirklich spannend, auch wenn man hinter zwei Einheimischen her fährt. Auf der Insel sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht und das Leben ist ziemlich entschleunigt, ob wir das länger aushalten würden wage ich zu bezweifeln. Nach einer Nacht kehrten wir auf jeden Fall, bei der nächsten Ebbe, der Insel den Rücken und besuchten Susanne und Simon mit Kids und ganzer Family zum Frühstück auf Rømø, bevor wir uns diesmal nicht festfuhren, sondern weiter zu Cecil, Jens, Lexi und Hedi nach Sankt Peter Ording fuhren. Auch hier konnte ich die Kids leider nicht motivieren ins Wasser zu gehen, obwohl es wieder sehr coole Miniwellen gab, die perfekt waren, um das Anpaddeln zu üben.
Freitagabend kehrten wir dem Norden endgültig den Rücken und fuhren noch bis Soltau, um Samstag im Heide Park zu verbringen. Wieder ein Riesenspaß, nicht nur die Big 7, sondern auch die kleineren Fahrgeschäfte. Und so kamen wir Sonntagmittag, nach 25 Tagen und 3837 Kilometern, wieder in München an. Auch wenn der Radldiebstahl in Kopenhagen die Stimmung ziemlich runtergezogen hatte, war es alles in allem ein toller, schöner Urlaub. 

Mittwoch, August 05, 2026

Ripperl auf der Gori - Feierabendrunde mit Paul - 04.08.2026

Der Junior will in den Ferien beschäftigt werden. Nach einer Runde SUPen auf der Isar letzte Woche, gings diese Woche zum Ripperlessen auf die Gori. Trotz drückender Hitze kurbelten wir relativ entspannt über Hintergschwendt zur Gori hinauf (1:20 Stunde, 650 hm, 12 km). Die Ripperl schmeckten wieder hervorragend. Danach kurbelten wir noch die letzten paar Meter zur Schlechtenbergalm hinauf, um dann durchs Goriloch zum Ziehweg und Reitweg abzufahren (½ Stunde, 30 hm, 6 km). So blieb am Ende sogar noch Zeit bei Laura und Vladi vorbeizuschauen und das langsame Abkühlen am Balkon zu genießen.
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Sonntag, Juli 12, 2026

Ein bisschen Biken an der Isar und im BGL - 11./12.07.2026

Mittwoch schafften es Martin und ich wieder mal auf die Isartrails. Eine gemütliche Runde über Schäftlarn, mit TAB an der Thalkirchner Brücke, so muss ein Feierabend aussehen (3¼ Stunden, 450 hm, 40 km). Donnerstagabend sahen sich Karin und ich das Hosen Konzert vom Olympiaberg an und Freitagnachmittag begleitete mich Paul an den Bach.
Das Wochenende verbrachten wir dann wieder mal bei Karins Eltern. Terrasse sommerfit machen, eine Radltour zum Eisessen an den Königssee (2 Stunden, 22 km) und ich drehte am Sonntag noch eine kleine E-Bike Runde auf den Götschen (1 Stunde, 660 hm, 12 km).

Donnerstag, Juli 09, 2026

Pauls E1 Premiere und eine Runde auf den Würmtaltrails - 03./04.07.2026

Die erste Woche zurück war wieder geschafft, mein Knie ist fast das alte und seit ein paar Wochen läuft die Welle wieder. So war es an der Zeit das Brett auszumotten und mit Steff eine Runde Surfen zu gehen. Leider machte uns beiden sein Terminkalender einen Strich durch die Rechnung. Dafür war Paul motiviert. Er Surf inzwischen mehrmals die Woche alleine auf der E2, hatte aber sein 6ft Brett Anfang der Woche zerstört. 5ft sind ihm auf der E2 zu klein, also musste er nun mit auf die E1. Und was soll ich sagen, fürs erste Mal gar nicht so schlecht.
Samstag waren Paul und ich auf Weis Geburtstagsparty eingeladen. Davor drehten wir noch ein paar Runden auf den Würmtaltrails (1½ Stunden, 330 hm, 15 km). Im Wald war die Temperatur fast angenehm und es war deutlich weniger los als befürchtet. So konnten wir nach ein bisschen körperlicher Betätigung gemütlich im Garten auf Weis Schnapszahl anstoßen.
Wieder mal ein ganz gemütliches Wochenende. Und da die Welle gut steht, gehts jetzt auch wieder öfter an den Bach.
2026_07_04_Wuermtaltrails

Montag, Juni 15, 2026

Eine Bikerunde zum Blauen Kastl und ein Vater-Sohn-Tour auf den Staufen - 13./14.06.2026

Nach einer regnerischen Woche traute sich die Sonne am Wochenende endlich wieder hinter den Wolken vor. Freitag besuchten Karin und ich noch das Linkin Park Konzert in der Allianz Arena und Samstagfrüh gings ins BGL. Eigentlich um Karins Mutter im KH zu besuchen, aber so einen Krankenbesuch kann man ja gut für ein bisschen Bewegung nutzen. So fuhren Paul und ich mit den Bikes rüber ins KH BGD (20 Minuten, 100 hm, 6 km) und am Rückweg bogen wir zum Blauen Kastl ab (1 Stunde, 600 hm, 7 km). Mit meinen müden Beinen, ließ ich mich sogar ein bisschen von Paul ziehen, schon eine feine Sache so ein E-Bike. Den Fußweg runter zur Kastensteinerwand gings deutlich besser als das letzte Mal mit Karin und Paul kann solche Trails sowieso praktisch durchfahren. Der Blitzweg ist dann sowieso weniger anspruchsvoll und etwa zweidrittel der Kehren kann ich inzwischen fahren (½ Stunde, 75 hm, 3 km).

Sonntag sah das Wetter zwar nicht so gut aus wie am Samstag, aber dafür konnte ich Paul motivieren mit mir noch eine Runde zu drehen. Diesmal einen meiner Lieblingsklettersteige in der Gegend. Mit den Bikes kamen wir fast bis zur Abzweigung des Klettersteigzustiegs, weil wer muss schon Akkuladen (½ Stunde, 400 hm)? Also Bikes abstellen und zum Rastplatzl unterhalb des Klettersteigeinstiegs hinauf spazieren (¼ Stunde, 130 hm). Das Bankerl lud zu einer kurzen Rast ein und so mascherlten wir uns auch gleich hier auf. Eine Dreiergruppe, die hinter uns ankam, tat es uns gleich.
Im unteren Teil war der Steig weitgehend trocken und zwischenzeitlich zeigte sich sogar immer wieder kurz die Sonne. Die relativ steilen Pfeiler machen jedes mal wieder Spaß, die Wanderwege zwischen drin müssten nicht sein, sie machen den Steig aber auch irgendwie aus. Im oberen Teil kamen wir dann in den Nebel und der Fels war an vielen Stellen relativ feucht. Die Arme müde, der Fels rutschig, da freuten wir uns als wir aus dem Steig ausstiegen konnten und nur noch die paar Meter zum Gipfel hinauf gehen mussten (3 Stunden, 790 hm). Die Pause am Gipfel hielten wir sehr kurz und machten uns schnell an den Abstieg zurück zu unseren Bikes. Beim Rausrollen zeigte sich wieder mal, warum man für den Steig unbedingt die Räder mithaben sollte (1¼ Stunden) und so konnten wir nach knapp fünfeinhalb Stunden zum Mittagessen mit den Anderen fahren.

Was für zwei schöne Touren mit Paul. Jetzt freu ich mich aber auch schon auf die nächsten zwei Wochen in den USA, schauen wir mal was da so geht.

Montag, März 23, 2026

Würmtal Trails - 22.03.2026

Karin musste Samstag wieder mal arbeiten und ich hatte noch einiges zu Hause zu werkeln, aber Sonntag nutzten wir das frühlingshafte Wetter auf den Würmtal Trails. Im Gegensatz zu meiner Runde im Dezember, fuhren wir diesmal mit dem Auto nach Gauting, das gibt mehr Trailspaß und weniger Gemecker von den Kids.
Paul und ich drehten ein paar Runden mit unseren Bikes, dann wechselte Paul auf Karins Bike und zog Anna ein paarmal nach oben, bevor ich schlussendlich für Paul das Taxi machte (2 Stunden, 480 hm). Ein schöner Nachmittag, auch Paul schein nach seinem Unfall im Herbst wieder Spaß auf den Trails zu haben und das Abschlussbier bei Alexandra und Weis tat sein übrigens.

Donnerstag, November 06, 2025

Unschönes Ende der Bikesaison - Biken mit Paul am Geißkopf - 03.-05.11.2025

Die Mädels verbrachten die Herbstferien in Berlin, so hatten Paul und ich Zeit Biken zu gehen. Die meisten Bikeparks in den Alpen haben schon zu, deshalb gings wieder in den Bayerischen Wald. Den Geißkopf kennen wir inzwischen nicht nur recht gut, sondern auch das Campen am Parkplatz ist einfach gemütlich. Also gings Montagvormittag nach Bischofsmais. Der Nachmittag war eine Schlammschlacht, trotzdem sehr lustig (4 Stunden, 45 km, 2750 hm, 10 Runden: Flow Country, Geißkopf Flow, Enduro 1 und Mallet). Dabei lernten wir Emanuele kennen, der die zweite Hälfte des Nachmittags mit uns shreddete. Am Abend gabs dann wie immer Lagerfeuer, auch wenn wir uns früh im Bus verkrochen, weil es ohne Sonne empfindlich kalt wurde.

Dienstag begrüßte uns endlich gutes Wetter. Die Trails waren zwar noch etwas feucht, aber es lief deutlich weniger matschig ab als am Montag (3 Stunden, 30 km, 1920 hm, 7 Runden: Geißkopf Flow, Enduro 1 + 2, Timber Coaster + Transformers und Downhill). Da ich Nachmittag arbeiten musste, drehten die Jungs noch 9 Runden alleine, bevor wir den Grill und das Lagerfeuer wieder anwarfen.

Da wir Mittwoch nach Hause fahren wollten, kauften wir nur mehr eine 3-Stunden-Karte. Die inzwischen trockenen Trails machten richtig Spaß. Auf dem Enduro 1 und dem Mallet gab es kein Rutschen mehr. So gings gleich ein zweites Mal in den Mallet Trail. Paul wollte unbedingt den Mega-Drop relativ am Anfang springen. Er hatte sich die Anfahrt bei der Runde zuvor schon angesehen, machte aber noch zwei Testanläufe, um zu sehen, wie schnell er sein musste. Was soll ich sagen, leider hat der Schwung letztendlich nicht gereicht und er schlug mitten in der Landezone ein. Zum Glück weder mit Kopf noch Rücken, aber der Arm war ab, das stand direkt fest. Die alarmierte Bergwacht war innerhalb weniger Minuten da und versorgte ihn. Wegen seiner Schmerzen wurde ein Notarzt nachgefordert und der kam mit dem Christoph 15 aus Straubing. Paul bekam einen verordneten Vollrausch und wurde direkt aus dem Wald aufgewinscht und nach Deggendorf geflogen. Ich kümmerte mich noch um das Organisatorische mit der Bergwacht, rollte zurück zum Auto und machte mich auf den Weg nach Deggendorf (2 Stunden, 21 km, 1330 hm, 5 Runden: Flow Country, Geißkopf Flow, Enduro 1, Mallet).
Dort wartete Paul schon ganz sehnsüchtig in der Notaufnahme auf mich. Distale Radius- und Ulnafraktur mit Dislokation. Nach der Aufklärung vom Unfallchirurgen und dem Anästhesisten schaute die Helicrew noch kurz herein und wünschte Paul viel Glück. Wir wechselten in den OP, wo wir noch eine Not-OP abwarten mussten, bevor es los ging. Hier musste ich Paul kurz alleine lassen, aber im Aufwachraum durfte ich auf ihn warten. Nachdem alles gut verlaufen war, konnten wir ziemlich genau sieben Stunden nach seinem Aufschlag mit Schmerzmitteln, etwas Metall im Körper und einem angekratzten Ego nach Hause fahren. Nicht wie wir uns das Ende der Saison vorgestellt hatten, aber es hätte auch viel blöder ausgehen können.
Auf jeden Fall einen herzlichen Dank an die Bergwacht Deggendorf, die Mannschaft vom Christoph 15, dem Team der Notaufnahme, des OPs und des Aufwachraums im Klinikum Deggendorf. Ihr alle wart der Wahnsinn und habt es Paul damit viel erträglicher gemacht, danke.

Sonntag, Oktober 19, 2025

Mit der Bahn zum Berg - Blankenstein und Risserkogel mit Paul - 17./18.10.2025

Verena und Max feierten gemeinsam ihren Geburtstag mit einer Übernachtung auf der Blankensteinhütte. Das war eine super Gelegenheit einen mir noch unbekannten Fleck der Bayrischen Voralpen zu erkunden. Da Karin und Anna mit dem Bus im Bayrischen Wald unterwegs waren, fuhren Paul und ich mit der BRB nach Tegernsee. Vom Bahnhof gings mit den Bikes weiter nach Rottach-Egern und hinauf zur Kistenwinterstube (1 Stunde, 260 hm, 10 km). War es hierhin schon steil, wurde die Straße Richtung Altem Wallberghaus noch steiler. Erst nach dem Sibli-Wasserfall legte sich die Straße wieder etwas zurück und nach der Abzweigung zur Blankensteinalm gings sogar kurz abwärts. Die letzten Meter zur Blankensteinhütte (wo auch der erste, versteckte Wegweiser steht) sind dann ein kleiner, unscheinbarer Pfad durch den Wald und plötzlich steht man auf der Lichtung mit der modernen, hellen Hütte (1 Stunde, 280 hm, 3,5 km).

Der Abend war dann super nett, wenn auch dunkel, weil die PV Anlage der Hütte nicht funktionierte. Störte uns aber nicht weiter und die einzigen anderen Gäste neben uns, eine Familie mit vier kleinen Kindern, auch nicht. Nach einer Nacht auf unseren Iso-Matten (ja, Matratzen oder Decken gibts auf der Hütte nämlich auch nicht), weckte uns die Sonne durch die bodentiefen Fenster.

Während die anderen den Wanderweg hinter der Hütte loswanderten, strampelten Paul und ich die Forststraße zur Blankensteinalm hinauf ( 20 Minuten, 120 hm). Hier trafen wir uns wieder und spazierten gemeinsam zum Riederecksee. Dort kehrten Verena und Amelie um, während wir anderen an der Südwand des Blankenstein entlang zum Blankensteinsattel aufstiegen (1 Stunde, 430 hm). Für Paul und mich gings kraxelnd weiter zum Gipfel des Blankenstein, wo wir kurz Pause machten, aber dann direkt wieder zum Sattel abstiegen (½ Stunde, 90 hm, UIAA 2). Hier trennten wir uns endgültig von Max, Quirin und Markus. Sie stiegen über die Rötenstein Alm ab, Paul machte eine Pause und stieg dann direkt zum Riederecksattel ab, während ich den kleinen Umweg über den Risserkogel nahm (¼ Stunde, 130 hm). Zurück an der Blankensteinalm (¾ Stunde) wechselten wir wieder auf die Bikes und fuhren die Trails an der Hütte vorbei hinunter zur Kistenwinterstube (½ Stunde, 3 km). Diesmal nahmen wir nicht die Valepp-Straße sondern den Fußweg, womit wir den Verkehr auf der Valepp-Straße umgingen und definitiv mehr Spaß als auf der Asphaltstraße hatten. Am See angelangt, hieß es nur noch zum Bahnhof Tegernsee zurückstrampeln (½ Stunde, 80 hm, 10,5 km), wo wir sogar ohne Wartezeit einen Zug nach München erwischten.

Was für ein schönes, kleines Abenteuer. Öffentlich in die Berge zu fahren, erweitert das Abenteuer um eine Dimension, aber wenn es so ganz ohne Probleme klappt, ist es einfach cool.

Mittwoch, Oktober 15, 2025

Mit Jörgens Reisegruppe am Bodensee - 11./12.11.2025

Herbsttreffen mit Jörgens Reisegruppe, wie in den letzten Jahren auf halbem Weg für alle, diesmal in Tunau am Bodensee. Ein lustiges Wochenende mit viel Lachen, Biertrinken, Biken (auf der Dirtline in Kressbronn und dem Bodenseeradweg über Langenargen nach Eriskirch) und einem Besuch in Friedrichshafen. Was für ein schöner Umstand, dass wir uns damals in Portugal getroffen haben, manchmal gibt es im Leben einfach super Zufälle.
2025_10_11-12_Bodensee

Freitag, Juli 18, 2025

Biken auf der Hungerburg und Waken in der Area 47 - ein Besuch bei den Innsbruckern - 11.-13.07.2025

Zu Weihnachten lag für uns als Familie eine Wakeboardliftmiete in der Area 47 unter dem Baum. Da zusammen immer schon besser war, als alleine, luden wir noch die Innsbrucker und Knirschis ein. Und so kam das besagte Wakeboardwochenende immer näher und wir nutzten es, um die Innsbrucker wiedermal zu besuchen.
Während die anderen am Freitagabend schon in einer Pizzeria saßen, fuhren Paul und ich noch zur Hungerburg hinauf und kurbelten zum Anfang des Arzler Alm Trail (S2) (½ Stunde, ↑200 hm, 3 km). Die recht technischen Wurzelpassagen im Mittelteil sind inzwischen weitgehend verschwunden, dafür gibt es ein paar neue, ganz schön enge, Anlieger. Paul haut sich solche Trails inzwischen ohne Rücksicht auf Verluste hinunter und ich bin deshalb darauf angewiesen, dass er manchmal auf mich wartet. Negativer Effekt für ihn, es kann auch mal dauern bis ihn nach einem Sturz jemand zusammenklaubt. Trotz dieses kleinen Malheurs rollten wir pünktlich zum Endes des Essens der anderen wieder in der Innenstadt ein (½ Stunde, ↓500 hm, 7 km). Bei seinem Abgang über den Lenker, im richtig steilen Absturzgelände, ist zum Glück nichts schlimmeres passiert, aber ob sein Arm gebrochen ist, war nicht ganz klar. An unseren eigentlichen Plan, am Samstag am Katzenkopf Biken zu gehen, war nicht mehr zu denken. Dafür hatten wir aber Zeit für Sightseeing in Innsbruck. Definitiv empfehlenswert: das Volkskundemuseum und die Schwarzmanderkirche (Hofkirche). Nach diesem Tag Gelatsche hatten die Kids nur noch Lust abzuflacken, so fuhren Karin und ich alleine zur Hungerburg hinauf und testeten den Hungerburg Trail (S2). Am Einstieg des Trails trafen wir Vini, was für ein lustiger Zufall. Nach dem etwas ausgewaschenen Hungerburg Trail gings über den einfachen Stadtwaldtrail (S0-S1) wieder zurück in die Stadt (¾ Stunde, ↓300 hm, 5 km).

Und Sonntag das Waken? Der Wahnsinn! Selbst eine Woche später habe ich noch Muskelkater. Ein sehr lustiger und schöner Vormittag, der mit einem Gewitter endete. Was für ein Glück, dass für unsere Liftmiete das Wetter gehalten hatte.
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Dienstag, April 22, 2025

Start in die Bikesaison am Geißkopf - 13.-16.04.2025

Dieses Jahr war der Plan für die Osterferien mal ein ganz anderer. Nicht zusammen nach Bleau oder sonstwohin, sondern Mädels und Jungs getrennt. Die erste Woche verbrachten Paul und ich beim Zimmerrenovierung und im Bikepark.

Sonntagnachmittag machten wir uns auf den Weg zum Geißkopf. Fürs Biken an diesem Tag zu spät, zum Grillen und Lagerfeuer machen aber genau richtig. Montag und Dienstag gaben wir dann den ganzen Tag auf den Trails Gas. Mit seinem neuen Bike ist Paul inzwischen schneller als ich und gesprungen ist er letztes Jahr schon besser. Die roten Trails sind für uns beide bei den vorherrschenden, trockenen Bedingungen gut zu machen. Da an beiden Tagen nichts los war und es zu keinen Wartezeiten am Lift kam, konnten wir 14 (6 Stunden, 3600 hm, 56,5 km) bzw. 13 (7 Stunden, 3340 hm, 55 km) Runden drehen. Wobei am Dienstagnachmittag noch Knirisch zu uns stießen. So gab es am Dienstagabend noch ein Riesenlagerfeuer und ziemlich viel Bier für Steff und mich.
Mittwochvormittag ging dann relativ wenig, nicht nur wegen dem Vorabend, sondern vor allem weil deutlich mehr Biker unterwegs waren (4 Runden, 3 Stunden, 1000 hm, 16 km). So war es nicht weiter schlimm, dass wir uns Mittag verabschieden mussten, um die restlichen Löcher in Pauls Wände zu bohren.

Auf jeden Fall ein paar Tage, die Lust auf mehr Bikeaction gemacht haben.
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Dienstag, Februar 25, 2025

Ein Kunstwochenende und eine Runde mit dem Bike an der Isar - 23.02.2025

Freitag auf Samstag übernachteten die Kids mit der IG Jugendabteilung im Gate. Abenteuer pur, mit den Hängematten in den Silos. Außerdem traf sich das gut, da wir Samstag in den Kunstpunker wollten. Im MUCA wird nämlich gerade Girl Without Balloon ausgestellt. So holten wir die Kids nach der aufregenden Nacht ab und bummelten durch München. Selten genug, dass wir das machen.
Sonntag holten wir dann unsere Bikes raus und drehten eine Runde zum Poschinger Weiher. Dabei konnte Paul Karins Bike ausgiebig auf den Nordtrails testen (4½ Stunden, 24,5 km, 100 hm). Im Anschluss besuchten wir noch das Kunstlabor im ehemaligen Gesundheitsamt und beendeten so ein Kunstwochenende in München.
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Mittwoch, Oktober 09, 2024

Biken am Geißkopf - 29.09.2024

Dieser Herbst zeigte sich doch noch von seiner goldenen Seite. Anna war mit einer Freundin das ganze Wochenende auf der Wiesn, Karin kam Samstag relativ früh von der Wiesn mit ihrer Arbeit nach Hause und so konnten wir den Sonntag zu dritt für einen Ausflug an den Geißkopf nutzen. Was soll ich sagen, es hat fast genau so viel Spaß gemacht wie mit Knirschis. Leider musste Karin nach ein paar Abfahrten am Flow Trail wegen ihrem Nacken pausieren. Dafür konnten sich Paul und ich am Timber Coaster und der Jump Line austoben.
Ein netter Tag im Bayrischen Wald, wenn auch wieder mal mit einer Hubschrauberbergung aus der Jump Line (ein Unfall an dem Double, wie auch schon das letzte Mal).
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Mittwoch, September 11, 2024

Bretagne - 19.08-08.09.2024

Auch dieses Mal fiel es uns schwer, von Dani aufzubrechen, aber da es weiter ans Meer gehen sollte und nicht zurück in die Arbeit, ging’s etwas leichter. Unsere erste Etappe führte uns zunächst über Oberhofen nach Thun. Letztes Jahr lernte ich am Bach ein paar Tuner kennen die meinten, dass ich die Welle an der Mühlenschleuse auch unbedingt mal ausprobieren muss. Gesagt getan! Was soll ich sagen, schönes Ambiente, nette Welle, schwer in die Welle zu kommen und anstrengende Paddel um wieder ins Kehrwasser zu kommen. Alles in allem ein sehr cooler Nachmittag. Zum Übernachten fuhren wir noch bis Annecy. Wir standen auf einem Parkplatz fast direkt am See nur 10 Minuten von der Altstadt mit den Bikes.
Unser nächster Stopp war Bleau. Diesmal testeten wir den Camping Musadiere. Ein Riesenvorteil, man kann alle Trois Pignon Gebiete mit dem Bike reichen. Aber zunächst begrüßte uns Bleau mit einem verregneten Abend. Im folgenden guten Wetter, trocknete es aber schnell ab und wir boulderten einen Tag im Rocher des Potets und einen Tag am Cul de Chien. So vergingen die ersten Tage unserer Reise, aber wir wollten ja weiter in den Westen, zum Meer. Auf dieses trafen wir in der Normandie, um genau zu sein in Le Mont Saint Michel. Vor zwei Jahren hatten Paul und ich hier einen Teil der Herbstferien verbracht und die zauberhafte Stimmung in dem mittelalterlichen Städtchen wollten wir natürlich auch den Mädels zeigen. Wie schon damals entschieden wir uns für einen Besuch am Abend, wenn die Touristen weniger werden und die Gässchen im Lichtschein noch ein bisschen mystischer werden. Man fühlt sich fast wie in einer Kulisse. Dass wir auf der Heimfahrt komplett eingeweicht wurden, ist eine andere Geschichte. Am nächsten Morgen, querten wir die Brücke auf die Insel erneut, um die Abtei zu besichtigen. Wirklich beeindruckend, wie der Berg erweitert wurde, um für die Kirche Platz zu schaffen. Da wir es ja schon gewöhnt waren, wurden wir auf dem Heimweg gleich noch ein zweites Mal nass. Eine weniger schöne Konstante. In Saint-Malo, einer ehemaligen Korsarenstadt, konnten wir aber alles wieder trocknen. Auch hier übernachteten wir wieder auf einem Parkplatz und fuhren mit den Bikes sehr komfortabel in die Innenstadt. Diese war aber noch überlaufener als Saint Michel. Ob der Entzündung des Para-Olympischen-Feuers oder weil die Stadt ein Touristenmagnet ist, weiß ich nicht. Als wir weiter ziehen wollten, dann der Schreck. Der Bus machte keinen Mucks. Nach einigem hin und her und schließlich und endlich mit Starthilfe zeigte sich, es ist nur die Starterbatterie. Den Motor jetzt bloß nicht abwürgen! Eine längere Fahrt sollte eigentlich Abhilfe schaffen, aber beim einchecken am Camping in Perros-Guirec sprang er auch nicht an, also war die Batterie wohl wirklich tot. Eine weitere Starthilfe brachte uns auf unseren Platz und am nächsten Tag legten Paul und ich eine Radtour zur Werkstatt des Ortes ein. Die Wartezeit auf die neue Batterie nutzen wir mit einer Surfsession, gar nicht mal so schlecht, diese bretonische Nordküste. Nachdem wir die Batterie abgeholt und eingebaut hatten, wanderten wir zur Cote de Granit Rose, wegen der wir eigentlich gekommen waren. Eine wunderschöne Wanderung vom Tourismushafen im Perros-Guirec entlang der Steilküste und den Granittürmen der Ploumanoc‘h bis nach Saint Guirec (1¼ Stunden, 100 hm, 5 km). Dort gab es Moules Frits, bevor wir wieder zurück wanderten, weil der letzte Bus schon weg war (¾ Stunde, 70 hm, 3,5 km). Weil die Surfsession Lust auf mehr gemacht hatte, blieben wir noch einen Tag am Plage Trestraou, bevor wir zum Plage Amiets, knapp westlich von Roscoff, fuhren. Im Camping in den Dünen bekamen wir ein Plätzchen in der ersten Reihe, direkt vor den Füßen der Strand. Der Swell hatte zwar von Tag zu Tag abgenommen, aber Chanti und Joël hatten uns in Biscarrosse schon gezeigt, dass man auch mit 1-2 ft sehr viel Spaß haben kann. Das gleiche galt, auch für unseren nächsten Zwischenstopp, Kerlouan. Eigentlich machten wir den Abstecher, um Bouldern zu gehen (Sektor Le Petit Paradis). Da der Fels aber so rau ist, dass die Haut an den Fingern nicht mehr als ein paar wenige Versuche zulässt, sprang ich direkt noch ein bisschen in den Shorebreak. meine Erkenntnis: bei kleinen, steilen Wellen macht das 6ft Softtop echt Spaß und wenn ich dann auch noch die Leash weglasse, dann bekomme ich (fast) jede Welle.

Von Kerlouan machten wir einen großen Sprung ans Cap Sizun, an die Pointe du Raz. Am Parkplatz kann man über Nacht stehen und so kletterten wir zum Sonnenuntergang bis ans „Ende der Welt“. Selten wird man an diesem Touristenmagneten so einsam sein wie wir. Zwischen Pointe du Raz und Pointe du Van befindet sich die Baie des Trepasses. Und was macht der liebe Flo(h), wenn er an einem Strand mit Wellen vorbei kommt? Genau! Danach gab’s Moules Frits in einer Bar am Pointe du Van, bei der wir am Vorabend schon gegessen hatten.
Die Kommune Penmach am südlichsten West- Kap der Bretagne hat einiges zu bieten. In Saint Guénolé kann man wunderschön Bouldern und der Pointe de la Torche ist ein Weltklasse Surf-Spot. Direkt am Pointe de la Torche gibt es einen Stellplatz und mit dem Bike ist man in einer ¼ Stunde an den Blöcken von Saint Guénolé. Im Gegensatz zu Kerlouan ist der Fels weniger scharf und ein Fehlgriff führt nicht sofort zum Ende der Session. Hier erreichte uns aber auch das etwas wechselhafte Wetter, für das die Bretagne bekannt ist. Strahlender Sonnenschein wechselte mit Nebel oder Sprühregen fast im Minutentakt. Das relativ schlechte Wetter hat aber bekanntlich auch etwas Gutes: ein Mega-Swell. Eine Session paddelten Paul und ich noch in La Torche, dann wechselten wir aber zu dem etwas geschützterem Pors Carn, der noch dazu etwas weniger überlaufen ist. Und sind wir uns ehrlich, 4-6 ft sind mir bei Weitem genug, was soll ich mit 6+ ft anfangen. Sogar Anna testete ihren neuen Neo mit meinem alten 6er Brett und Paul hatte eine helle Freude mit unserem neuen 5.6er Fish. Nachdem wir den Phare d'Eckmühl besichtigt hatten, brachen wir unsere Zelte in Pors Carn ab und traten unsere Reise Richtung Osten an. Bevor wir die Finistére allerdings verließen, machten wir noch einen kurzen Stop in Clohars-Carnoët. Der Strand von Kérou ist der erste Surfspot östlich von La Torche und gleichzeitig der letzte in der Finistére. Der Swell war zwar wirklich klein, dafür aber sauber und so war ich nicht der einzige Surfer zum Sonnenuntergang.
Eine frühmorgendliche Session beendete dann meinen Surf Urlaub. Paul wollte sich schon nur noch im Skatepark austoben und Anna entfaltete sich lieber kreativ beim Aquarellmalen am Campingplatz. In diesem Mindset stoppten wir das letzte Mal am Meer, im Gavras südlich von Lorient. Karin und ich fuhren mit dem Taxiboot nach Port Louis, während Paul sein Anglerglück am Hafen versuchte und Anna sich in ihre Bücher vergrub. Auch schön, etwas Paarzeit zu haben. Und am Abend trafen wir uns alle wieder auf unsere letzten Moules Frits.

Die Heimfahrt ist dann leider ein ganz schönes Stück. Um sie etwas zu teilen, fuhren wir im ersten Rutsch an Paris vorbei bis Verdun, wo wir eine Übernachtung einlegten. Bevor wir weiter Richtung Osten aufbrachen, besuchten wir noch das Beinhaus von Dauoumont, ein wirklich aufwühlendes Erlebnis. Erschreckend, was der Mensch bereit ist, seinesgleichen anzutun.
Unseren letzten Stopp legten wir noch am Arlberg ein, da Moschti uns eingeladen hatte, am Sonntagvormittag in der Area 47 Wakeboarden zu gehen. Ein Riesenspaß für alle und die Kids haben sich super gut angestellt. Am Heimweg angelten wir uns in Stams noch ein paar Forellen, tranken mit meinen Eltern einen Kaffee und stellten uns schließlich mit dem Rest von Bayern in den Stau nach München.

Was für ein schöner Urlaub. 25 Tage waren wir unterwegs und haben 4441 km herunter gerissen. Freunde besucht, gewandert, viel Fahrrad gefahren und Surfen gewesen. Jetzt heißt es aber zurück ins Hamsterrad, bis die nächsten Abenteuer rufen.
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Donnerstag, Juli 18, 2024

Biken am Geißkopf - 13./14.07.2024

Da Karin und Anna übers Wochenende beim Wellnessen im Bayrischen Wald waren, entschieden Paul und ich uns uns auch in der Gegend herumzutreiben. Unser Wellness beinhaltete aber eine gehörige Schlammpackung.

Wir trafen uns mit Knirschis am Parkplatz vom Geißkopf und verbrachten einen netten Lagerfeuerabend bis es aus Kübeln zu schütten begann. Trotz ordentlichem Niederschlag, waren die meisten Trails am Samstag ziemlich gut zu fahren und nur im Enduro Trail standen ein paar Lacken. Der Flow Trail macht immer noch so viel Spaß wie vor drei Jahren und Paul gibt inzwischen im Jump Trail und auf der Jump Line richtig Gas. Zwei ziemlich schwere Unfälle in der Jump Line und am Flow Trail zeigten uns dann aber auch, wie gefährlich so ein Bikeparkbesuch sein kann.
Am stolzesten bin ich aber auf Paul (und auf mich), dass er im Timber Coaster die North-Shore Gaps ohne mit der Wimper zu zucken gesprungen ist (10 Runden, 6 Stunden, 2600 hm, 45 km).

Am Abend gabs dann wieder Lagerfeuer, bis zum Regenguss. Aber auch Sonntag waren die Trails trocken genug, allerdings nur noch einen halben Tag, weil sowohl Paul wie auch ich schon ganz schön durch waren (5 Runden, 3½ Stunden, 1300 hm, 22 km).

Ein sehr cooles Wochenende mit Knirschis, das schreit förmlich nach einer Wiederholung, jetzt wo ihr Womo wieder funktioniert.

Samstag, April 13, 2024

Summer Mode On - Samerberg und Isartrails - 07./08.04.2024

Der Sommer hatte Einzug gehalten in Mitteleuropa. Temperaturen knapp unter 30°C ließen im Voralpenland den guten und ziemlich schneereichen Winter vergessen.
Samstag war für unsere Bierprobe bei Camba in Seeon reserviert. Dass an dem Tag zufällig auch noch Brauereifest war, war sozusagen noch die Kirsche auf der Sahne….oder der zusätzliche Hopfen im Bier. So war es auch ganz gut, dass ich mich Sonntag erst Mittag mit Paul traf, der aus dem Berchtesgadener Land kam. Am Samerberg stellten wir uns in die Schlange an der Hochriesbahn, um im Bikepark unsere Runden zu drehen. Nachdem wir zwei Runden mit jeweils einer ¾ Stunde Anstehen gedreht hatten, entschied ich mich Paul Liftfahren zu lassen und selbst hoch zu strampeln (20 Minuten, 200 hm). Ein sehr cooler Tag mit Paul und ein ganz netter Start in die Bikesaison (3¼ Stunden, 600 hm, 13 km).
Montag wollten es dann Martin und ich wissen. Für mich heißt das, am Morgen Isartrails in die Arbeit (1¼ Stunden, 160 hm, 20 km) und Nachmittag dann nach Schäftlarn, dort ein paar Downhillrunden und zurück nach München (3½ Stunden, 550 hm, 42 km). So muss ein Arbeitstag aussehen und so kann’s von mir aus auch weitergehen, wobei jetzt erst mal Genua ansteht, dann Hochzeit in Franken und dann Annas Schullandheim. Ich bin neugierig.

Sonntag, Dezember 31, 2023

Ende des Jahres am Rauhen Kopf - 31.12.2023

Wie die letzten Jahre landeten wir für Silvester im Berchtesgadener Land. Auch hier ist die Schneelage eher bescheiden, deshalb ließ ich für die Jahresabschlussrunde die Ski im Bus und stieg zu Fuß auf den Rauhen Kopf (1¾ Stunde, 1020 hm). Und wie beim letzten Mal, schaffte ich es gerade so wieder runter, bevor es stockdunkel war (1 Stunde, 50 hm).

Irgendwie war dieses Jahr wieder etwas krankheits- und verletzungsgeprägt. Inzwischen kommt es mir vor, solche Jahre häufen sich, umso älter wir werden. Anfang des Jahres (bzw. Ende letzten Jahres, deshalb gab es da auch keine Jahreszusammenfassung) lag ich fast einen Monat mit einer Lungenentzündung flach und direkt danach erwischte ich noch COVID. Im Februar passierte Karin ein Missgeschick mit ihrem Knie, dann im Oktober die klassische Wiesngrippe und nun Ende des Jahres liegen Karin und Anna noch mit Influenza flach. Jetzt reichts dann aber auch. Für die Berge blieb aber nicht nur wegen der gesundheitlichen Einschränkungen weniger Zeit als sonst, mich spannte die Arbeit recht gut ein. Auch wenn mir die zwei USA Reisen viele coole Möglichkeiten boten (NASA und Hueco Tanks, Niagara und Eternal Flame), so waren sie doch vor allem anstrengend. Auch unsere Urlaube waren dieses Jahr fern der Berge (Fuerte und Dänemark), trotzdem gab es ein paar schöne Wanderungen in der Schweiz oder den Dolomiten und mit der Ostwand im September gelang mir ein ganz besonderes Berchtesgadener Schmankerl. Alles in allem waren wir 48120 hm in den Bergen unterwegs, davon 20035 hm mit den Ski und 3300 hm mit dem Bike.

Wir wünschen euch allen von Herzen ein gutes und gesundes neues Jahr und vielleicht treffen wir uns ja irgendwo in den Bergen.


Dienstag, Oktober 03, 2023

Arzler Alm Trail, Kleiner Lagazuoi und Katzenkopf - 29.09.-01.10.2023

Zum Geburtstag hatte ich Jamie eine Wanderung auf den Spuren der Alpenfront des 1. Weltkriegs geschenkt. An diesem Wochenende sollte es so weit sein und da Karin und Anna unterwegs waren, fuhren Paul und ich schon Freitagnachmittag nach Innsbruck und nutzten das gute Wetter, um den Arzler Alm Trail zu shredden. Das erste Stück, aus der Stadt hinaus, kürzten wir mit der Hungerburgbahn ab, danach hieß es aber selber treten. Wobei die Steigung über die Forststraße zur Arzler Alm relativ moderat ist und man schnell zu seinem wohlverdienten Augustiner kommt (½ Stunde, ↑200 hm, 3 km). Der Arzler Alm Trail selbst ist ziemlich cool, nie zu schwer, aber trotzdem mit einigen technischen Passagen. Die Sprünge kann man immer umfahren. So leitet der Trail über Wurzeln und Steine in zig Anliegern direkt hinunter nach Mühlau (½ Stunde, ↓500 hm, 5 km), von wo aus man in 10 Minuten zurück in der Stadt ist. Eine wirklich spaßige Abendrunde und Paul haut sich inzwischen ohne Rücksicht auf Verluste auch die steilsten Passagen hinunter.
Samstag gehörte dann dem Neffen-Onkel Gespann. In aller Frühe ging es auf den Falzaregopass (2105 m), wo die Wanderung auf den Kleinen Lagazuoi (2778 m) startet. Direkt vom Parkplatz führt der Weg der Skipiste entlang zum Lagazuoi. Nach wenigen Minuten zweigt der Zustieg zum sogenannten Kaiserjäger Steig ab, ein einfacher Klettersteig, der im 1. Weltkrieg als Versorgungsweg für die österreichischen Stellungen diente. Über die ausgedehnten Schuttfelder unter den Südwänden des Lagazuoi (von den vier österreichischen Minensprengungen) steigt man bis zum Einstieg des eigentlichen Steigs auf (¾ Stunden, 350 hm). Trotz der Höhe, waren wir froh so früh gestartet zu sein, denn schon nach wenigen Minuten stand uns der Scheiß auf der Stirn, da die Sonne von keinem Wölkchen verdeckt wurde. Der Steig ist ein klassischer Dolomiten-Ferrata, ein etwas ausgesetzter Weg mit einigen Seilversicherungen und einer Hängebrücke über eine Schlucht. Immer wieder trifft man auf Stollen und Stellungen, bevor man den Grat wenige Minuten westlich des Gipfels des Kleinen Lagazuoi erreicht (1¼ Stunden, 350 hm). Hier auf dem Gipfel hatte sich Jamie eine Pause verdient und da es erst 10 Uhr war, hatten wir reichlich Zeit die umgebenden Berge zu betrachten, zu jausnen und uns auszuruhen. Vom Gipfel erreicht man in wenigen Minuten die Bergstation der Seilbahn und den Abzweig unseres Abstiegs, den italienischen Minenstollensteig (¼ Stunden, ↓50 hm). Dabei durchquert man ein Schuttfeld, das durch eine italienische Minensprengung entstanden ist und in dem sich noch österreichische Stellungen befinden. Durch den (Schulter)Stollen erreicht man die Vorkuppe mit den italienischen Stellungen. Hier kann man sich viele der Kavernen und Stollen ansehen und ein gutes Gefühl für das harte Leben an der Gebirgsfront bekommen. Der Schulterstollen mündet weiter unten wieder in den Spiralstollen (den man auch zum Abstieg nutzen kann). Dort zweigt auch das Martini-Band ab (¾ Stunden, ↑30 hm, ↓350 hm). Auf diesem Band, etwa in der Mitte der Südwand, hatten sich die italienischen Alpini eingegraben und bekämpften die österreichischen Kaiserjäger am Valparolapass (Vonbank-Stellungen) und am Hexenstein (Goinger-Stollen). Die vier Minensprengungen der Kaiserjäger sollten dies unterbinden, allerdings erfolglos. Jamie legte eine Pause ein, während ich das Martini-Band und den Gegenminenstollen erkundete (¾ Stunden, ↑150 hm). Vom Beginn des Martini-Bandes sind es nur noch ein paar kurze Stollenpassagen bis hinunter zum Normalweg, über den man wieder zum Falzarego absteigt (¾ Stunden).

Da Jamie etwas müde war, legte er sich im Bus am Valparolapass (2168 m) hin und ich drehte noch eine kleine Runde auf den Hexenstein (2477 m). Der Hexenstein (Sasso di Stria) und vor allem der Südsattel dienten den Kaiserjägern als Bollwerk, um ein Durchkommen der italienischen Truppen am Falzarego und über die Dolomitenstraße zu unterbinden. Von den harten Kämpfen zeugen die vielen Lauf- und Schützengräben, sowie Stollen und Stellungsanlagen in und auf dem Berg. Der Weg führt vom Parkplatz am Valparola, direkt hinter dem Museum Festung Tre Sassi, über und durch die Befestigungsanlagen hinauf auf den Gipfel des Hexensteins (35 Minuten, 300 hm). Von dort hat man einen Wahnsinnsausblick zum Lagazuoi, aber auch nach Cortina, den Cinque Torri, der Dolomitenstraße, dem Col di Lana, der Marmolata und dem Sellastock. Es wird schnell klar, warum die österreichischen Kaiserjäger diese Aussichtskanzel so verbissen verteidigt haben. Als ich wieder am Bus ankam (20 Minuten), gabs noch einen Kaffee und wir besuchten das Museum im Forte Tre Sassi, bevor wir wieder nach Innsbruck zurückfuhren.

Sonntag ließen wir das Wochenende alle gemeinsam im Bikepark Katzenkopf in der Leutasch ausklingen (6x, ca 1400 hm). Genau wie der Rest des Wochenendes: sehr cool, auch wenn wir Pauls Reifen flicken mussten und Paul und ich am Ende das letzte Stück unseren letzten Trails runterschieben mussten, weil Pauls Reifen schon wieder platt war.