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Sonntag, Juli 12, 2026

Ein bisschen Biken an der Isar und im BGL - 11./12.07.2026

Mittwoch schafften es Martin und ich wieder mal auf die Isartrails. Eine gemütliche Runde über Schäftlarn, mit TAB an der Thalkirchner Brücke, so muss ein Feierabend aussehen (3¼ Stunden, 450 hm, 40 km). Donnerstagabend sahen sich Karin und ich das Hosen Konzert vom Olympiaberg an und Freitagnachmittag begleitete mich Paul an den Bach.
Das Wochenende verbrachten wir dann wieder mal bei Karins Eltern. Terrasse sommerfit machen, eine Radltour zum Eisessen an den Königssee (2 Stunden, 22 km) und ich drehte am Sonntag noch eine kleine E-Bike Runde auf den Götschen (1 Stunde, 660 hm, 12 km).

Donnerstag, Juli 09, 2026

Pauls E1 Premiere und eine Runde auf den Würmtaltrails - 03./04.07.2026

Die erste Woche zurück war wieder geschafft, mein Knie ist fast das alte und seit ein paar Wochen läuft die Welle wieder. So war es an der Zeit das Brett auszumotten und mit Steff eine Runde Surfen zu gehen. Leider machte uns beiden sein Terminkalender einen Strich durch die Rechnung. Dafür war Paul motiviert. Er Surf inzwischen mehrmals die Woche alleine auf der E2, hatte aber sein 6ft Brett Anfang der Woche zerstört. 5ft sind ihm auf der E2 zu klein, also musste er nun mit auf die E1. Und was soll ich sagen, fürs erste Mal gar nicht so schlecht.
Samstag waren Paul und ich auf Weis Geburtstagsparty eingeladen. Davor drehten wir noch ein paar Runden auf den Würmtaltrails (1½ Stunden, 330 hm, 15 km). Im Wald war die Temperatur fast angenehm und es war deutlich weniger los als befürchtet. So konnten wir nach ein bisschen körperlicher Betätigung gemütlich im Garten auf Weis Schnapszahl anstoßen.
Wieder mal ein ganz gemütliches Wochenende. Und da die Welle gut steht, gehts jetzt auch wieder öfter an den Bach.
2026_07_04_Wuermtaltrails

Montag, Juni 15, 2026

Eine Bikerunde zum Blauen Kastl und ein Vater-Sohn-Tour auf den Staufen - 13./14.06.2026

Nach einer regnerischen Woche traute sich die Sonne am Wochenende endlich wieder hinter den Wolken vor. Freitag besuchten Karin und ich noch das Linkin Park Konzert in der Allianz Arena und Samstagfrüh gings ins BGL. Eigentlich um Karins Mutter im KH zu besuchen, aber so einen Krankenbesuch kann man ja gut für ein bisschen Bewegung nutzen. So fuhren Paul und ich mit den Bikes rüber ins KH BGD (20 Minuten, 100 hm, 6 km) und am Rückweg bogen wir zum Blauen Kastl ab (1 Stunde, 600 hm, 7 km). Mit meinen müden Beinen, ließ ich mich sogar ein bisschen von Paul ziehen, schon eine feine Sache so ein E-Bike. Den Fußweg runter zur Kastensteinerwand gings deutlich besser als das letzte Mal mit Karin und Paul kann solche Trails sowieso praktisch durchfahren. Der Blitzweg ist dann sowieso weniger anspruchsvoll und etwa zweidrittel der Kehren kann ich inzwischen fahren (½ Stunde, 75 hm, 3 km).

Sonntag sah das Wetter zwar nicht so gut aus wie am Samstag, aber dafür konnte ich Paul motivieren mit mir noch eine Runde zu drehen. Diesmal einen meiner Lieblingsklettersteige in der Gegend. Mit den Bikes kamen wir fast bis zur Abzweigung des Klettersteigzustiegs, weil wer muss schon Akkuladen (½ Stunde, 400 hm)? Also Bikes abstellen und zum Rastplatzl unterhalb des Klettersteigeinstiegs hinauf spazieren (¼ Stunde, 130 hm). Das Bankerl lud zu einer kurzen Rast ein und so mascherlten wir uns auch gleich hier auf. Eine Dreiergruppe, die hinter uns ankam, tat es uns gleich.
Im unteren Teil war der Steig weitgehend trocken und zwischenzeitlich zeigte sich sogar immer wieder kurz die Sonne. Die relativ steilen Pfeiler machen jedes mal wieder Spaß, die Wanderwege zwischen drin müssten nicht sein, sie machen den Steig aber auch irgendwie aus. Im oberen Teil kamen wir dann in den Nebel und der Fels war an vielen Stellen relativ feucht. Die Arme müde, der Fels rutschig, da freuten wir uns als wir aus dem Steig ausstiegen konnten und nur noch die paar Meter zum Gipfel hinauf gehen mussten (3 Stunden, 790 hm). Die Pause am Gipfel hielten wir sehr kurz und machten uns schnell an den Abstieg zurück zu unseren Bikes. Beim Rausrollen zeigte sich wieder mal, warum man für den Steig unbedingt die Räder mithaben sollte (1¼ Stunden) und so konnten wir nach knapp fünfeinhalb Stunden zum Mittagessen mit den Anderen fahren.

Was für zwei schöne Touren mit Paul. Jetzt freu ich mich aber auch schon auf die nächsten zwei Wochen in den USA, schauen wir mal was da so geht.

Montag, März 23, 2026

Würmtal Trails - 22.03.2026

Karin musste Samstag wieder mal arbeiten und ich hatte noch einiges zu Hause zu werkeln, aber Sonntag nutzten wir das frühlingshafte Wetter auf den Würmtal Trails. Im Gegensatz zu meiner Runde im Dezember, fuhren wir diesmal mit dem Auto nach Gauting, das gibt mehr Trailspaß und weniger Gemecker von den Kids.
Paul und ich drehten ein paar Runden mit unseren Bikes, dann wechselte Paul auf Karins Bike und zog Anna ein paarmal nach oben, bevor ich schlussendlich für Paul das Taxi machte (2 Stunden, 480 hm). Ein schöner Nachmittag, auch Paul schein nach seinem Unfall im Herbst wieder Spaß auf den Trails zu haben und das Abschlussbier bei Alexandra und Weis tat sein übrigens.

Donnerstag, November 06, 2025

Unschönes Ende der Bikesaison - Bike mit Paul am Geißkopf - 03.-05.11.2025

Die Mädels verbrachten die Herbstferien in Berlin, so hatten Paul und ich Zeit Biken zu gehen. Die meisten Bikeparks in den Alpen haben schon zu, deshalb gings wieder in den Bayerischen Wald. Den Geißkopf kennen wir inzwischen nicht nur recht gut, sondern auch das Campen am Parkplatz ist einfach gemütlich. Also gings Montagvormittag nach Bischofsmais. Der Nachmittag war eine Schlammschlacht, trotzdem sehr lustig (4 Stunden, 45 km, 2750 hm, 10 Runden: Flow Country, Geißkopf Flow, Enduro 1 und Mallet). Dabei lernten wir Emanuele kennen, der die zweite Hälfte des Nachmittags mit uns shreddete. Am Abend gabs dann wie immer Lagerfeuer, auch wenn wir uns früh im Bus verkrochen, weil es ohne Sonne empfindlich kalt wurde.

Dienstag begrüßte uns endlich gutes Wetter. Die Trails waren zwar noch etwas feucht, aber es lief deutlich weniger matschig ab als am Montag (3 Stunden, 30 km, 1920 hm, 7 Runden: Geißkopf Flow, Enduro 1 + 2, Timber Coaster + Transformers und Downhill). Da ich Nachmittag arbeiten musste, drehten die Jungs noch 9 Runden alleine, bevor wir den Grill und das Lagerfeuer wieder anwarfen.

Da wir Mittwoch nach Hause fahren wollten, kauften wir nur mehr eine 3-Stunden-Karte. Die inzwischen trockenen Trails machten richtig Spaß. Auf dem Enduro 1 und dem Mallet gab es kein Rutschen mehr. So gings gleich ein zweites Mal in den Mallet Trail. Paul wollte unbedingt den Mega-Drop relativ am Anfang springen. Er hatte sich die Anfahrt bei der Runde zuvor schon angesehen, machte aber noch zwei Testanläufe, um zu sehen, wie schnell er sein musste. Was soll ich sagen, leider hat der Schwung letztendlich nicht gereicht und er schlug mitten in der Landezone ein. Zum Glück weder mit Kopf noch Rücken, aber der Arm war ab, das stand direkt fest. Die alarmierte Bergwacht war innerhalb weniger Minuten da und versorgte ihn. Wegen seiner Schmerzen wurde ein Notarzt nachgefordert und der kam mit dem Christoph 15 aus Straubing. Paul bekam einen verordneten Vollrausch und wurde direkt aus dem Wald aufgewinscht und nach Deggendorf geflogen. Ich kümmerte mich noch um das Organisatorische mit der Bergwacht, rollte zurück zum Auto und machte mich auf den Weg nach Deggendorf (2 Stunden, 21 km, 1330 hm, 5 Runden: Flow Country, Geißkopf Flow, Enduro 1, Mallet).
Dort wartete Paul schon ganz sehnsüchtig in der Notaufnahme auf mich. Distale Radius- und Ulnafraktur mit Dislokation. Nach der Aufklärung vom Unfallchirurgen und dem Anästhesisten schaute die Helicrew noch kurz herein und wünschte Paul viel Glück. Wir wechselten in den OP, wo wir noch eine Not-OP abwarten mussten, bevor es los ging. Hier musste ich Paul kurz alleine lassen, aber im Aufwachraum durfte ich auf ihn warten. Nachdem alles gut verlaufen war, konnten wir ziemlich genau sieben Stunden nach seinem Aufschlag mit Schmerzmitteln, etwas Metall im Körper und einem angekratzten Ego nach Hause fahren. Nicht wie wir uns das Ende der Saison vorgestellt hatten, aber es hätte auch viel blöder ausgehen können.
Auf jeden Fall einen herzlichen Dank an die Bergwacht Deggendorf, die Mannschaft vom Christoph 15, dem Team der Notaufnahme, des OPs und des Aufwachraums im Klinikum Deggendorf. Ihr alle wart der Wahnsinn und habt es Paul damit viel erträglicher gemacht, danke.

Sonntag, Oktober 19, 2025

Mit der Bahn zum Berg - Blankenstein und Risserkogel mit Paul - 17./18.10.2025

Verena und Max feierten gemeinsam ihren Geburtstag mit einer Übernachtung auf der Blankensteinhütte. Das war eine super Gelegenheit einen mir noch unbekannten Fleck der Bayrischen Voralpen zu erkunden. Da Karin und Anna mit dem Bus im Bayrischen Wald unterwegs waren, fuhren Paul und ich mit der BRB nach Tegernsee. Vom Bahnhof gings mit den Bikes weiter nach Rottach-Egern und hinauf zur Kistenwinterstube (1 Stunde, 260 hm, 10 km). War es hierhin schon steil, wurde die Straße Richtung Altem Wallberghaus noch steiler. Erst nach dem Sibli-Wasserfall legte sich die Straße wieder etwas zurück und nach der Abzweigung zur Blankensteinalm gings sogar kurz abwärts. Die letzten Meter zur Blankensteinhütte (wo auch der erste, versteckte Wegweiser steht) sind dann ein kleiner, unscheinbarer Pfad durch den Wald und plötzlich steht man auf der Lichtung mit der modernen, hellen Hütte (1 Stunde, 280 hm, 3,5 km).

Der Abend war dann super nett, wenn auch dunkel, weil die PV Anlage der Hütte nicht funktionierte. Störte uns aber nicht weiter und die einzigen anderen Gäste neben uns, eine Familie mit vier kleinen Kindern, auch nicht. Nach einer Nacht auf unseren Iso-Matten (ja, Matratzen oder Decken gibts auf der Hütte nämlich auch nicht), weckte uns die Sonne durch die bodentiefen Fenster.

Während die anderen den Wanderweg hinter der Hütte loswanderten, strampelten Paul und ich die Forststraße zur Blankensteinalm hinauf ( 20 Minuten, 120 hm). Hier trafen wir uns wieder und spazierten gemeinsam zum Riederecksee. Dort kehrten Verena und Amelie um, während wir anderen an der Südwand des Blankenstein entlang zum Blankensteinsattel aufstiegen (1 Stunde, 430 hm). Für Paul und mich gings kraxelnd weiter zum Gipfel des Blankenstein, wo wir kurz Pause machten, aber dann direkt wieder zum Sattel abstiegen (½ Stunde, 90 hm, UIAA 2). Hier trennten wir uns endgültig von Max, Quirin und Markus. Sie stiegen über die Rötenstein Alm ab, Paul machte eine Pause und stieg dann direkt zum Riederecksattel ab, während ich den kleinen Umweg über den Risserkogel nahm (¼ Stunde, 130 hm). Zurück an der Blankensteinalm (¾ Stunde) wechselten wir wieder auf die Bikes und fuhren die Trails an der Hütte vorbei hinunter zur Kistenwinterstube (½ Stunde, 3 km). Diesmal nahmen wir nicht die Valepp-Straße sondern den Fußweg, womit wir den Verkehr auf der Valepp-Straße umgingen und definitiv mehr Spaß als auf der Asphaltstraße hatten. Am See angelangt, hieß es nur noch zum Bahnhof Tegernsee zurückstrampeln (½ Stunde, 80 hm, 10,5 km), wo wir sogar ohne Wartezeit einen Zug nach München erwischten.

Was für ein schönes, kleines Abenteuer. Öffentlich in die Berge zu fahren, erweitert das Abenteuer um eine Dimension, aber wenn es so ganz ohne Probleme klappt, ist es einfach cool.

Mittwoch, Oktober 15, 2025

Mit Jörgens Reisegruppe am Bodensee - 11./12.11.2025

Herbsttreffen mit Jörgens Reisegruppe, wie in den letzten Jahren auf halbem Weg für alle, diesmal in Tunau am Bodensee. Ein lustiges Wochenende mit viel Lachen, Biertrinken, Biken (auf der Dirtline in Kressbronn und dem Bodenseeradweg über Langenargen nach Eriskirch) und einem Besuch in Friedrichshafen. Was für ein schöner Umstand, dass wir uns damals in Portugal getroffen haben, manchmal gibt es im Leben einfach super Zufälle.
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Freitag, Juli 18, 2025

Biken auf der Hungerburg und Waken in der Area 47 - ein Besuch bei den Innsbruckern - 11.-13.07.2025

Zu Weihnachten lag für uns als Familie eine Wakeboardliftmiete in der Area 47 unter dem Baum. Da zusammen immer schon besser war, als alleine, luden wir noch die Innsbrucker und Knirschis ein. Und so kam das besagte Wakeboardwochenende immer näher und wir nutzten es, um die Innsbrucker wiedermal zu besuchen.
Während die anderen am Freitagabend schon in einer Pizzeria saßen, fuhren Paul und ich noch zur Hungerburg hinauf und kurbelten zum Anfang des Arzler Alm Trail (S2) (½ Stunde, ↑200 hm, 3 km). Die recht technischen Wurzelpassagen im Mittelteil sind inzwischen weitgehend verschwunden, dafür gibt es ein paar neue, ganz schön enge, Anlieger. Paul haut sich solche Trails inzwischen ohne Rücksicht auf Verluste hinunter und ich bin deshalb darauf angewiesen, dass er manchmal auf mich wartet. Negativer Effekt für ihn, es kann auch mal dauern bis ihn nach einem Sturz jemand zusammenklaubt. Trotz dieses kleinen Malheurs rollten wir pünktlich zum Endes des Essens der anderen wieder in der Innenstadt ein (½ Stunde, ↓500 hm, 7 km). Bei seinem Abgang über den Lenker, im richtig steilen Absturzgelände, ist zum Glück nichts schlimmeres passiert, aber ob sein Arm gebrochen ist, war nicht ganz klar. An unseren eigentlichen Plan, am Samstag am Katzenkopf Biken zu gehen, war nicht mehr zu denken. Dafür hatten wir aber Zeit für Sightseeing in Innsbruck. Definitiv empfehlenswert: das Volkskundemuseum und die Schwarzmanderkirche (Hofkirche). Nach diesem Tag Gelatsche hatten die Kids nur noch Lust abzuflacken, so fuhren Karin und ich alleine zur Hungerburg hinauf und testeten den Hungerburg Trail (S2). Am Einstieg des Trails trafen wir Vini, was für ein lustiger Zufall. Nach dem etwas ausgewaschenen Hungerburg Trail gings über den einfachen Stadtwaldtrail (S0-S1) wieder zurück in die Stadt (¾ Stunde, ↓300 hm, 5 km).

Und Sonntag das Waken? Der Wahnsinn! Selbst eine Woche später habe ich noch Muskelkater. Ein sehr lustiger und schöner Vormittag, der mit einem Gewitter endete. Was für ein Glück, dass für unsere Liftmiete das Wetter gehalten hatte.
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Dienstag, April 22, 2025

Start in die Bikesaison am Geißkopf - 13.-16.04.2025

Dieses Jahr war der Plan für die Osterferien mal ein ganz anderer. Nicht zusammen nach Bleau oder sonstwohin, sondern Mädels und Jungs getrennt. Die erste Woche verbrachten Paul und ich beim Zimmerrenovierung und im Bikepark.

Sonntagnachmittag machten wir uns auf den Weg zum Geißkopf. Fürs Biken an diesem Tag zu spät, zum Grillen und Lagerfeuer machen aber genau richtig. Montag und Dienstag gaben wir dann den ganzen Tag auf den Trails Gas. Mit seinem neuen Bike ist Paul inzwischen schneller als ich und gesprungen ist er letztes Jahr schon besser. Die roten Trails sind für uns beide bei den vorherrschenden, trockenen Bedingungen gut zu machen. Da an beiden Tagen nichts los war und es zu keinen Wartezeiten am Lift kam, konnten wir 14 (6 Stunden, 3600 hm, 56,5 km) bzw. 13 (7 Stunden, 3340 hm, 55 km) Runden drehen. Wobei am Dienstagnachmittag noch Knirisch zu uns stießen. So gab es am Dienstagabend noch ein Riesenlagerfeuer und ziemlich viel Bier für Steff und mich.
Mittwochvormittag ging dann relativ wenig, nicht nur wegen dem Vorabend, sondern vor allem weil deutlich mehr Biker unterwegs waren (4 Runden, 3 Stunden, 1000 hm, 16 km). So war es nicht weiter schlimm, dass wir uns Mittag verabschieden mussten, um die restlichen Löcher in Pauls Wände zu bohren.

Auf jeden Fall ein paar Tage, die Lust auf mehr Bikeaction gemacht haben.
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Dienstag, Februar 25, 2025

Ein Kunstwochenende und eine Runde mit dem Bike an der Isar - 23.02.2025

Freitag auf Samstag übernachteten die Kids mit der IG Jugendabteilung im Gate. Abenteuer pur, mit den Hängematten in den Silos. Außerdem traf sich das gut, da wir Samstag in den Kunstpunker wollten. Im MUCA wird nämlich gerade Girl Without Balloon ausgestellt. So holten wir die Kids nach der aufregenden Nacht ab und bummelten durch München. Selten genug, dass wir das machen.
Sonntag holten wir dann unsere Bikes raus und drehten eine Runde zum Poschinger Weiher. Dabei konnte Paul Karins Bike ausgiebig auf den Nordtrails testen (4½ Stunden, 24,5 km, 100 hm). Im Anschluss besuchten wir noch das Kunstlabor im ehemaligen Gesundheitsamt und beendeten so ein Kunstwochenende in München.
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Mittwoch, Oktober 09, 2024

Biken am Geißkopf - 29.09.2024

Dieser Herbst zeigte sich doch noch von seiner goldenen Seite. Anna war mit einer Freundin das ganze Wochenende auf der Wiesn, Karin kam Samstag relativ früh von der Wiesn mit ihrer Arbeit nach Hause und so konnten wir den Sonntag zu dritt für einen Ausflug an den Geißkopf nutzen. Was soll ich sagen, es hat fast genau so viel Spaß gemacht wie mit Knirschis. Leider musste Karin nach ein paar Abfahrten am Flow Trail wegen ihrem Nacken pausieren. Dafür konnten sich Paul und ich am Timber Coaster und der Jump Line austoben.
Ein netter Tag im Bayrischen Wald, wenn auch wieder mal mit einer Hubschrauberbergung aus der Jump Line (ein Unfall an dem Double, wie auch schon das letzte Mal).
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Mittwoch, September 11, 2024

Bretagne - 19.08-08.09.2024

Auch dieses Mal fiel es uns schwer, von Dani aufzubrechen, aber da es weiter ans Meer gehen sollte und nicht zurück in die Arbeit, ging’s etwas leichter. Unsere erste Etappe führte uns zunächst über Oberhofen nach Thun. Letztes Jahr lernte ich am Bach ein paar Tuner kennen die meinten, dass ich die Welle an der Mühlenschleuse auch unbedingt mal ausprobieren muss. Gesagt getan! Was soll ich sagen, schönes Ambiente, nette Welle, schwer in die Welle zu kommen und anstrengende Paddel um wieder ins Kehrwasser zu kommen. Alles in allem ein sehr cooler Nachmittag. Zum Übernachten fuhren wir noch bis Annecy. Wir standen auf einem Parkplatz fast direkt am See nur 10 Minuten von der Altstadt mit den Bikes.
Unser nächster Stopp war Bleau. Diesmal testeten wir den Camping Musadiere. Ein Riesenvorteil, man kann alle Trois Pignon Gebiete mit dem Bike reichen. Aber zunächst begrüßte uns Bleau mit einem verregneten Abend. Im folgenden guten Wetter, trocknete es aber schnell ab und wir boulderten einen Tag im Rocher des Potets und einen Tag am Cul de Chien. So vergingen die ersten Tage unserer Reise, aber wir wollten ja weiter in den Westen, zum Meer. Auf dieses trafen wir in der Normandie, um genau zu sein in Le Mont Saint Michel. Vor zwei Jahren hatten Paul und ich hier einen Teil der Herbstferien verbracht und die zauberhafte Stimmung in dem mittelalterlichen Städtchen wollten wir natürlich auch den Mädels zeigen. Wie schon damals entschieden wir uns für einen Besuch am Abend, wenn die Touristen weniger werden und die Gässchen im Lichtschein noch ein bisschen mystischer werden. Man fühlt sich fast wie in einer Kulisse. Dass wir auf der Heimfahrt komplett eingeweicht wurden, ist eine andere Geschichte. Am nächsten Morgen, querten wir die Brücke auf die Insel erneut, um die Abtei zu besichtigen. Wirklich beeindruckend, wie der Berg erweitert wurde, um für die Kirche Platz zu schaffen. Da wir es ja schon gewöhnt waren, wurden wir auf dem Heimweg gleich noch ein zweites Mal nass. Eine weniger schöne Konstante. In Saint-Malo, einer ehemaligen Korsarenstadt, konnten wir aber alles wieder trocknen. Auch hier übernachteten wir wieder auf einem Parkplatz und fuhren mit den Bikes sehr komfortabel in die Innenstadt. Diese war aber noch überlaufener als Saint Michel. Ob der Entzündung des Para-Olympischen-Feuers oder weil die Stadt ein Touristenmagnet ist, weiß ich nicht. Als wir weiter ziehen wollten, dann der Schreck. Der Bus machte keinen Mucks. Nach einigem hin und her und schließlich und endlich mit Starthilfe zeigte sich, es ist nur die Starterbatterie. Den Motor jetzt bloß nicht abwürgen! Eine längere Fahrt sollte eigentlich Abhilfe schaffen, aber beim einchecken am Camping in Perros-Guirec sprang er auch nicht an, also war die Batterie wohl wirklich tot. Eine weitere Starthilfe brachte uns auf unseren Platz und am nächsten Tag legten Paul und ich eine Radtour zur Werkstatt des Ortes ein. Die Wartezeit auf die neue Batterie nutzen wir mit einer Surfsession, gar nicht mal so schlecht, diese bretonische Nordküste. Nachdem wir die Batterie abgeholt und eingebaut hatten, wanderten wir zur Cote de Granit Rose, wegen der wir eigentlich gekommen waren. Eine wunderschöne Wanderung vom Tourismushafen im Perros-Guirec entlang der Steilküste und den Granittürmen der Ploumanoc‘h bis nach Saint Guirec (1¼ Stunden, 100 hm, 5 km). Dort gab es Moules Frits, bevor wir wieder zurück wanderten, weil der letzte Bus schon weg war (¾ Stunde, 70 hm, 3,5 km). Weil die Surfsession Lust auf mehr gemacht hatte, blieben wir noch einen Tag am Plage Trestraou, bevor wir zum Plage Amiets, knapp westlich von Roscoff, fuhren. Im Camping in den Dünen bekamen wir ein Plätzchen in der ersten Reihe, direkt vor den Füßen der Strand. Der Swell hatte zwar von Tag zu Tag abgenommen, aber Chanti und Joël hatten uns in Biscarrosse schon gezeigt, dass man auch mit 1-2 ft sehr viel Spaß haben kann. Das gleiche galt, auch für unseren nächsten Zwischenstopp, Kerlouan. Eigentlich machten wir den Abstecher, um Bouldern zu gehen (Sektor Le Petit Paradis). Da der Fels aber so rau ist, dass die Haut an den Fingern nicht mehr als ein paar wenige Versuche zulässt, sprang ich direkt noch ein bisschen in den Shorebreak. meine Erkenntnis: bei kleinen, steilen Wellen macht das 6ft Softtop echt Spaß und wenn ich dann auch noch die Leash weglasse, dann bekomme ich (fast) jede Welle.

Von Kerlouan machten wir einen großen Sprung ans Cap Sizun, an die Pointe du Raz. Am Parkplatz kann man über Nacht stehen und so kletterten wir zum Sonnenuntergang bis ans „Ende der Welt“. Selten wird man an diesem Touristenmagneten so einsam sein wie wir. Zwischen Pointe du Raz und Pointe du Van befindet sich die Baie des Trepasses. Und was macht der liebe Flo(h), wenn er an einem Strand mit Wellen vorbei kommt? Genau! Danach gab’s Moules Frits in einer Bar am Pointe du Van, bei der wir am Vorabend schon gegessen hatten.
Die Kommune Penmach am südlichsten West- Kap der Bretagne hat einiges zu bieten. In Saint Guénolé kann man wunderschön Bouldern und der Pointe de la Torche ist ein Weltklasse Surf-Spot. Direkt am Pointe de la Torche gibt es einen Stellplatz und mit dem Bike ist man in einer ¼ Stunde an den Blöcken von Saint Guénolé. Im Gegensatz zu Kerlouan ist der Fels weniger scharf und ein Fehlgriff führt nicht sofort zum Ende der Session. Hier erreichte uns aber auch das etwas wechselhafte Wetter, für das die Bretagne bekannt ist. Strahlender Sonnenschein wechselte mit Nebel oder Sprühregen fast im Minutentakt. Das relativ schlechte Wetter hat aber bekanntlich auch etwas Gutes: ein Mega-Swell. Eine Session paddelten Paul und ich noch in La Torche, dann wechselten wir aber zu dem etwas geschützterem Pors Carn, der noch dazu etwas weniger überlaufen ist. Und sind wir uns ehrlich, 4-6 ft sind mir bei Weitem genug, was soll ich mit 6+ ft anfangen. Sogar Anna testete ihren neuen Neo mit meinem alten 6er Brett und Paul hatte eine helle Freude mit unserem neuen 5.6er Fish. Nachdem wir den Phare d'Eckmühl besichtigt hatten, brachen wir unsere Zelte in Pors Carn ab und traten unsere Reise Richtung Osten an. Bevor wir die Finistére allerdings verließen, machten wir noch einen kurzen Stop in Clohars-Carnoët. Der Strand von Kérou ist der erste Surfspot östlich von La Torche und gleichzeitig der letzte in der Finistére. Der Swell war zwar wirklich klein, dafür aber sauber und so war ich nicht der einzige Surfer zum Sonnenuntergang.
Eine frühmorgendliche Session beendete dann meinen Surf Urlaub. Paul wollte sich schon nur noch im Skatepark austoben und Anna entfaltete sich lieber kreativ beim Aquarellmalen am Campingplatz. In diesem Mindset stoppten wir das letzte Mal am Meer, im Gavras südlich von Lorient. Karin und ich fuhren mit dem Taxiboot nach Port Louis, während Paul sein Anglerglück am Hafen versuchte und Anna sich in ihre Bücher vergrub. Auch schön, etwas Paarzeit zu haben. Und am Abend trafen wir uns alle wieder auf unsere letzten Moules Frits.

Die Heimfahrt ist dann leider ein ganz schönes Stück. Um sie etwas zu teilen, fuhren wir im ersten Rutsch an Paris vorbei bis Verdun, wo wir eine Übernachtung einlegten. Bevor wir weiter Richtung Osten aufbrachen, besuchten wir noch das Beinhaus von Dauoumont, ein wirklich aufwühlendes Erlebnis. Erschreckend, was der Mensch bereit ist, seinesgleichen anzutun.
Unseren letzten Stopp legten wir noch am Arlberg ein, da Moschti uns eingeladen hatte, am Sonntagvormittag in der Area 47 Wakeboarden zu gehen. Ein Riesenspaß für alle und die Kids haben sich super gut angestellt. Am Heimweg angelten wir uns in Stams noch ein paar Forellen, tranken mit meinen Eltern einen Kaffee und stellten uns schließlich mit dem Rest von Bayern in den Stau nach München.

Was für ein schöner Urlaub. 25 Tage waren wir unterwegs und haben 4441 km herunter gerissen. Freunde besucht, gewandert, viel Fahrrad gefahren und Surfen gewesen. Jetzt heißt es aber zurück ins Hamsterrad, bis die nächsten Abenteuer rufen.
2024_08_19-09_08_Bretagne

Donnerstag, Juli 18, 2024

Biken am Geißkopf - 13./14.07.2024

Da Karin und Anna übers Wochenende beim Wellnessen im Bayrischen Wald waren, entschieden Paul und ich uns uns auch in der Gegend herumzutreiben. Unser Wellness beinhaltete aber eine gehörige Schlammpackung.

Wir trafen uns mit Knirschis am Parkplatz vom Geißkopf und verbrachten einen netten Lagerfeuerabend bis es aus Kübeln zu schütten begann. Trotz ordentlichem Niederschlag, waren die meisten Trails am Samstag ziemlich gut zu fahren und nur im Enduro Trail standen ein paar Lacken. Der Flow Trail macht immer noch so viel Spaß wie vor drei Jahren und Paul gibt inzwischen im Jump Trail und auf der Jump Line richtig Gas. Zwei ziemlich schwere Unfälle in der Jump Line und am Flow Trail zeigten uns dann aber auch, wie gefährlich so ein Bikeparkbesuch sein kann.
Am stolzesten bin ich aber auf Paul (und auf mich), dass er im Timber Coaster die North-Shore Gaps ohne mit der Wimper zu zucken gesprungen ist (10 Runden, 6 Stunden, 2600 hm, 45 km).

Am Abend gabs dann wieder Lagerfeuer, bis zum Regenguss. Aber auch Sonntag waren die Trails trocken genug, allerdings nur noch einen halben Tag, weil sowohl Paul wie auch ich schon ganz schön durch waren (5 Runden, 3½ Stunden, 1300 hm, 22 km).

Ein sehr cooles Wochenende mit Knirschis, das schreit förmlich nach einer Wiederholung, jetzt wo ihr Womo wieder funktioniert.

Samstag, April 13, 2024

Summer Mode On - Samerberg und Isartrails - 07./08.04.2024

Der Sommer hatte Einzug gehalten in Mitteleuropa. Temperaturen knapp unter 30°C ließen im Voralpenland den guten und ziemlich schneereichen Winter vergessen.
Samstag war für unsere Bierprobe bei Camba in Seeon reserviert. Dass an dem Tag zufällig auch noch Brauereifest war, war sozusagen noch die Kirsche auf der Sahne….oder der zusätzliche Hopfen im Bier. So war es auch ganz gut, dass ich mich Sonntag erst Mittag mit Paul traf, der aus dem Berchtesgadener Land kam. Am Samerberg stellten wir uns in die Schlange an der Hochriesbahn, um im Bikepark unsere Runden zu drehen. Nachdem wir zwei Runden mit jeweils einer ¾ Stunde Anstehen gedreht hatten, entschied ich mich Paul Liftfahren zu lassen und selbst hoch zu strampeln (20 Minuten, 200 hm). Ein sehr cooler Tag mit Paul und ein ganz netter Start in die Bikesaison (3¼ Stunden, 600 hm, 13 km).
Montag wollten es dann Martin und ich wissen. Für mich heißt das, am Morgen Isartrails in die Arbeit (1¼ Stunden, 160 hm, 20 km) und Nachmittag dann nach Schäftlarn, dort ein paar Downhillrunden und zurück nach München (3½ Stunden, 550 hm, 42 km). So muss ein Arbeitstag aussehen und so kann’s von mir aus auch weitergehen, wobei jetzt erst mal Genua ansteht, dann Hochzeit in Franken und dann Annas Schullandheim. Ich bin neugierig.

Sonntag, Dezember 31, 2023

Ende des Jahres am Rauhen Kopf - 31.12.2023

Wie die letzten Jahre landeten wir für Silvester im Berchtesgadener Land. Auch hier ist die Schneelage eher bescheiden, deshalb ließ ich für die Jahresabschlussrunde die Ski im Bus und stieg zu Fuß auf den Rauhen Kopf (1¾ Stunde, 1020 hm). Und wie beim letzten Mal, schaffte ich es gerade so wieder runter, bevor es stockdunkel war (1 Stunde, 50 hm).

Irgendwie war dieses Jahr wieder etwas krankheits- und verletzungsgeprägt. Inzwischen kommt es mir vor, solche Jahre häufen sich, umso älter wir werden. Anfang des Jahres (bzw. Ende letzten Jahres, deshalb gab es da auch keine Jahreszusammenfassung) lag ich fast einen Monat mit einer Lungenentzündung flach und direkt danach erwischte ich noch COVID. Im Februar passierte Karin ein Missgeschick mit ihrem Knie, dann im Oktober die klassische Wiesngrippe und nun Ende des Jahres liegen Karin und Anna noch mit Influenza flach. Jetzt reichts dann aber auch. Für die Berge blieb aber nicht nur wegen der gesundheitlichen Einschränkungen weniger Zeit als sonst, mich spannte die Arbeit recht gut ein. Auch wenn mir die zwei USA Reisen viele coole Möglichkeiten boten (NASA und Hueco Tanks, Niagara und Eternal Flame), so waren sie doch vor allem anstrengend. Auch unsere Urlaube waren dieses Jahr fern der Berge (Fuerte und Dänemark), trotzdem gab es ein paar schöne Wanderungen in der Schweiz oder den Dolomiten und mit der Ostwand im September gelang mir ein ganz besonderes Berchtesgadener Schmankerl. Alles in allem waren wir 48120 hm in den Bergen unterwegs, davon 20035 hm mit den Ski und 3300 hm mit dem Bike.

Wir wünschen euch allen von Herzen ein gutes und gesundes neues Jahr und vielleicht treffen wir uns ja irgendwo in den Bergen.


Dienstag, Oktober 03, 2023

Arzler Alm Trail, Kleiner Lagazuoi und Katzenkopf - 29.09.-01.10.2023

Zum Geburtstag hatte ich Jamie eine Wanderung auf den Spuren der Alpenfront des 1. Weltkriegs geschenkt. An diesem Wochenende sollte es so weit sein und da Karin und Anna unterwegs waren, fuhren Paul und ich schon Freitagnachmittag nach Innsbruck und nutzten das gute Wetter, um den Arzler Alm Trail zu shredden. Das erste Stück, aus der Stadt hinaus, kürzten wir mit der Hungerburgbahn ab, danach hieß es aber selber treten. Wobei die Steigung über die Forststraße zur Arzler Alm relativ moderat ist und man schnell zu seinem wohlverdienten Augustiner kommt (½ Stunde, ↑200 hm, 3 km). Der Arzler Alm Trail selbst ist ziemlich cool, nie zu schwer, aber trotzdem mit einigen technischen Passagen. Die Sprünge kann man immer umfahren. So leitet der Trail über Wurzeln und Steine in zig Anliegern direkt hinunter nach Mühlau (½ Stunde, ↓500 hm, 5 km), von wo aus man in 10 Minuten zurück in der Stadt ist. Eine wirklich spaßige Abendrunde und Paul haut sich inzwischen ohne Rücksicht auf Verluste auch die steilsten Passagen hinunter.
Samstag gehörte dann dem Neffen-Onkel Gespann. In aller Frühe ging es auf den Falzaregopass (2105 m), wo die Wanderung auf den Kleinen Lagazuoi (2778 m) startet. Direkt vom Parkplatz führt der Weg der Skipiste entlang zum Lagazuoi. Nach wenigen Minuten zweigt der Zustieg zum sogenannten Kaiserjäger Steig ab, ein einfacher Klettersteig, der im 1. Weltkrieg als Versorgungsweg für die österreichischen Stellungen diente. Über die ausgedehnten Schuttfelder unter den Südwänden des Lagazuoi (von den vier österreichischen Minensprengungen) steigt man bis zum Einstieg des eigentlichen Steigs auf (¾ Stunden, 350 hm). Trotz der Höhe, waren wir froh so früh gestartet zu sein, denn schon nach wenigen Minuten stand uns der Scheiß auf der Stirn, da die Sonne von keinem Wölkchen verdeckt wurde. Der Steig ist ein klassischer Dolomiten-Ferrata, ein etwas ausgesetzter Weg mit einigen Seilversicherungen und einer Hängebrücke über eine Schlucht. Immer wieder trifft man auf Stollen und Stellungen, bevor man den Grat wenige Minuten westlich des Gipfels des Kleinen Lagazuoi erreicht (1¼ Stunden, 350 hm). Hier auf dem Gipfel hatte sich Jamie eine Pause verdient und da es erst 10 Uhr war, hatten wir reichlich Zeit die umgebenden Berge zu betrachten, zu jausnen und uns auszuruhen. Vom Gipfel erreicht man in wenigen Minuten die Bergstation der Seilbahn und den Abzweig unseres Abstiegs, den italienischen Minenstollensteig (¼ Stunden, ↓50 hm). Dabei durchquert man ein Schuttfeld, das durch eine italienische Minensprengung entstanden ist und in dem sich noch österreichische Stellungen befinden. Durch den (Schulter)Stollen erreicht man die Vorkuppe mit den italienischen Stellungen. Hier kann man sich viele der Kavernen und Stollen ansehen und ein gutes Gefühl für das harte Leben an der Gebirgsfront bekommen. Der Schulterstollen mündet weiter unten wieder in den Spiralstollen (den man auch zum Abstieg nutzen kann). Dort zweigt auch das Martini-Band ab (¾ Stunden, ↑30 hm, ↓350 hm). Auf diesem Band, etwa in der Mitte der Südwand, hatten sich die italienischen Alpini eingegraben und bekämpften die österreichischen Kaiserjäger am Valparolapass (Vonbank-Stellungen) und am Hexenstein (Goinger-Stollen). Die vier Minensprengungen der Kaiserjäger sollten dies unterbinden, allerdings erfolglos. Jamie legte eine Pause ein, während ich das Martini-Band und den Gegenminenstollen erkundete (¾ Stunden, ↑150 hm). Vom Beginn des Martini-Bandes sind es nur noch ein paar kurze Stollenpassagen bis hinunter zum Normalweg, über den man wieder zum Falzarego absteigt (¾ Stunden).

Da Jamie etwas müde war, legte er sich im Bus am Valparolapass (2168 m) hin und ich drehte noch eine kleine Runde auf den Hexenstein (2477 m). Der Hexenstein (Sasso di Stria) und vor allem der Südsattel dienten den Kaiserjägern als Bollwerk, um ein Durchkommen der italienischen Truppen am Falzarego und über die Dolomitenstraße zu unterbinden. Von den harten Kämpfen zeugen die vielen Lauf- und Schützengräben, sowie Stollen und Stellungsanlagen in und auf dem Berg. Der Weg führt vom Parkplatz am Valparola, direkt hinter dem Museum Festung Tre Sassi, über und durch die Befestigungsanlagen hinauf auf den Gipfel des Hexensteins (35 Minuten, 300 hm). Von dort hat man einen Wahnsinnsausblick zum Lagazuoi, aber auch nach Cortina, den Cinque Torri, der Dolomitenstraße, dem Col di Lana, der Marmolata und dem Sellastock. Es wird schnell klar, warum die österreichischen Kaiserjäger diese Aussichtskanzel so verbissen verteidigt haben. Als ich wieder am Bus ankam (20 Minuten), gabs noch einen Kaffee und wir besuchten das Museum im Forte Tre Sassi, bevor wir wieder nach Innsbruck zurückfuhren.

Sonntag ließen wir das Wochenende alle gemeinsam im Bikepark Katzenkopf in der Leutasch ausklingen (6x, ca 1400 hm). Genau wie der Rest des Wochenendes: sehr cool, auch wenn wir Pauls Reifen flicken mussten und Paul und ich am Ende das letzte Stück unseren letzten Trails runterschieben mussten, weil Pauls Reifen schon wieder platt war.

Mittwoch, September 13, 2023

Dänemark - 18.08.-08.09.2023

Unser Urlaub auf Sizilien letztes Jahr war für uns der Auslöser eine Italien-Pause einzulegen. Zwar waren Frankreich, Fuerte und Marokko gut, aber andererseits wollten wir auch mal in etwas kühleres Klima, so stand unser Plan für das Ende dieser Schulferien ziemlich schnell fest, der Norden. Dänemark und Schweden für mindestens drei Wochen, damit sich die lange Anfahrt auch auszahlt. Im verregneten Juli/August kamen uns erste Zweifel. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und umso konkreter die Planung wurde, desto klarer war, beide Länder werden für unsere Art des Reisens in der kurzen Zeit nicht funktionieren. Also nur Dänemark, Schweden läuft ja nicht weg.
Nachdem ich Donnerstagabend mit den Kids aus Tirol zurückgekommen war, hieß es auspacken, einpacken und waschen. Karin hatte Freitag noch einen halben Arbeitstag und am frühen Nachmittag satteln wir die Pferde den Bus und fuhren Richtung Hamburg. Die Stadt war fürs Wochenende unser Ziel. So sahen und erlebten wir an den zwei Tagen super viel. Zum Beispiel die Elbphilharmonie, eine Blindenführung bei Dialog im Dunkeln, eine Hafenrundfahrt, das Miniatur Wunderland, den Fischmarkt am Sonntagmorgen, den Elbstrand in Altona und das Harry Potter Theaterstück in der Großmarkthalle. Und Franzi, Arne und Ester trafen wir auch, im Lotsenpark. Wie gesagt zwei vollgepackte Tage mit über 40 Radkilometern in der Stadt.

Montag startete unsere Reise dann richtig. In Puttgarden nahmen wir eine Fähre nach Rødby und gelangten so endlich in unser Zielland. Auf Lolland blieben wir allerdings nur eine Nacht. Wir übernachteten in der Nähe des Middelaldercentrer, wo es einen sehr netten Mountainbike Trail (ca. 7 km, 90 hm) gab, der vor allem den Kids sehr viel Spaß machte (ich hätte doch mein gutes Bike mitnehmen sollen). Von Lolland wechseln wir nach Møn, zu den Klippen Møns Klint. Das Camping dort hatten uns, Laura und Vladi empfohlen. Und was soll ich sagen, es hat nicht enttäuscht. Wir hatten einen Platz mitten in reifen Brombeersträuchern, der Zugang zu einem relativ einsamen Abschnitt der Klippen ist kurz und mit dem Bike gut zu machen (ca. 2,5 km) Und obwohl die Ostsee relativ warm ist, ist der Pool sogar beheizt.

Von Møn fuhren wir weiter nach Seeland und schlugen unsere Zelte in der Nähe von Ringstedt, auf dem kleinen Hof von Anders und seiner Familie, auf. Anders ist ein Studienkollege von Peter und er nahm uns mit offenen Armen auf. So hatten wir nicht nur einen perfekten Stützpunkt, mit guten Tipps, für Kopenhagen, sondern lernten auch noch jede Menge über Permakultur und ökologische Landwirtschaft. Aber Stichwort Kopenhagen, was für eine schöne Stadt. Mit unseren Bikes (>20 km) machten wir die Stadt unsicher, sahen uns Christiana und den Turm der Vor Felser Kirke an, besuchten die Müllverbrennungsanlage auf Amager (CopenHill) und quetschten uns durch die Touristen in Nyhavn. Natürlich durfte die kleine Meerjungfrau, das Schloss Rosenborg, sowie das Tivoli (zumindest von außen) nicht fehlen, bevor wir total erledigt, wieder bei Anders einliefen. Entgegen unseres eigentlichen Plans hängten wir gleich noch einen Tag bei Anders dran. Schafe füttern, Apfelsaft pressen, grillen und einen Baum pflanzen.

Aber auch hier hieß es irgendwann Abschied nehmen und so führte uns unser Weg über die gigantische Storebelt Brücke von Seeland nach Fyn. Der Hauptstadt von Fyn und Geburtsstadt H. C. Andersens, Odense, statteten wir zuerst einen Besuch ab. Die Altstadt ist eine perfekte Mischung aus alten Häuschen und moderner Architektur. Da gerade das H. C. Andersen Festival stattfand, waren in der ganzen Innenstadt Veranstaltungen und Kleinkünstler verteilt. Selbst unser erster richtiger dänischer Wolkenbruch tat der Stimmung keinen Abbruch. Etwas feucht ging’s weiter Richtung Assens, wo wir wieder auf einem Bauernhof standen, diesmal mit Schweinen, Enten und Hühner. Nach einer Radtour rund um Assens (~ 12 km), fuhren wir weiter nach Jütland, um genau zu sein nach Billund. Zwei Tage lang Lego. Zuerst das Legoland, vergleichbar mit Günzburg, nur mit deutlich schönerem Miniatur Land. Und am zweiten Tag das eigentlichen Highlight, das Lego House. Hier kann man den ganzen Tag in verschiedenen Baubereichen seiner Kreativität freien Lauf lassen. Selbst den Kids gefiel der „unspektakulärere“ Besuch im Lego Haus besser als das Legoland. So kamen wir auch nicht um den Kauf einiger exklusiver Sets im Shop.
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Ich wollte an die Westküste Jütlands, während Karin die Ostseite Jütlands sehen wollte. So ging’s zuerst nach Aarhus. Aarhus ist ein weiteres Beispiel, wie schön sich moderne Architektur in eine alte Stadt integrieren lässt, wenn man nur den Mut aufbringt und es versucht. Das moderne Hafenviertel, die Gässchen des Latinervarteret, der botanische Garten und das ARoS sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Etwas weiter nördlich liegt das Städtchen Randers, das mit einem eigenen Regenwald aufwarten kann. Und in Aalborg sahen wir nicht nur eine Kegelrobbe aus nächster Nähe, sondern trafen auch Sebastian mit seiner Familie, bevor sie Richtung Süden fuhren und wir weiter zum „Ende der Welt“ zogen, nach Skagen. Dort treffen sich Ost- und Nordsee. Ein Brodeln und Schäumen, wo die Strömungen und Wellen sich vereinen. Nun waren wir endlich an meinem Ziel angelangt, der Nordsee. Leider so flach wie das Land, also blieb das Surfbrett vorerst im Bus. Wir fuhren zu den Wanderdünen von Rubjerg Knude. Der Leuchtturm dort, der Rubjerg Knude Fyr, wurde vor ein paar Jahren verschoben, damit er nicht ins Meer stürzt. Hier befindet man sich am Nordende der Jammerbucht, mit ihren endlosen Stränden. Etwas südlich, bei Klitmøller und Nørre Vorupør, im Thy Nationalpark, ist die Küste weniger geschützt als in der Jammerbucht. Dies ist DER Surfspot in Dänemark, auch Cold Hawaii genannt. Und endlich kam auch ein Swell die Nordsee herein, durch den Wind ziemlich verblasen, aber immerhin Wellen. So trug ich mein Bord gleich zweimal einen Kilometer durch unberührte Dünen. Die Sunset Session war Balsam für meine Seele. Bei der Morgen Session waren mir dann aber ehrlich gesagt die Wellen fast zu hoch. So trieb es uns weiter nach Süden. Mit der Fähre über den Limfjord bei Thyborøn und über Hvide Sande nach Vejers. Inzwischen war Nebensaison und damit viel Platz auf den Campingplätzen. Wenn es dann auch noch Allrad Plätze in und auf den Dünen gibt, dann kann man fast vergessen, dass man in einem so „geregelten“ Land wie Dänemark ist. Von Vejers unternahmen wir eine Strandradtour zum westlichsten Punkt Dänemarks (17 km). Dabei fanden wir unter anderem einen toten Schweinswal und zwei tote Seehunde am Strand.
Natürlich musste ich auch hier Surfen, auch wenn die Bedingungen eher bescheiden waren. Aber Wellen gab es, also ab ins Wasser. Dieser Umstand bescherte mir eine tierische Begegnung. Aus etwa 20 Metern Entfernung beobachtete mich ein Seehund. Als er abtauchte, dachte ich schon die Begegnung sei zu Ende, doch da taucht er direkt neben mir wieder auf. Über die Nähe erschrak nicht nur ich, sondern auch der Seehund und tauchte wieder unter, um drei Meter weiter wieder aufzutauchen und mich mit seinen schwarzen Knopfaugen zu beobachten. Ganz geheuer schien ihm das aber doch nicht zu sein, so brachte er weitere zehn Meter zwischen uns und folgte meinem Treiben noch ein paar Minuten, bevor er verschwand.

Für uns hieß es, die Zelte wieder abzubrechen und den letzten Teil unserer Reise anzutreten. Über Rømø, mit seinem endlosen Strand, fuhren wir zu Cecile und Jens mit ihren Mädels. Bei dem Zwischenstopp auf Rømø reichte der Swell für eine Surf Session leider nicht mehr aus, nur Anna konnte ich ein bisschen ins Weißwasser schieben. Den schier unendlichen Sandstrand hatte ich noch aus meiner Jugend in Erinnerung, auch die Warnung wegen des losen Sandes. Nun gut, damals hatten wir ja auch keinen Allrad, was soll schon passieren? Ich sag mal so, auch bei einem Allrad sollten die Reifen Bodenberührung haben, wenn man flächig aufsitzt, dann hilft leider alles nichts! Zum Glück gibt es Einheimische, die sich für einen Unkostenbeitrag, um die festgefahrenen Touris kümmern, welch ein Glück. Und ich darf mir das natürlich von meiner lieben Frau bis an mein Lebensende anhören. Die hatte sich vor Lachen übrigens kaum mehr eingekriegt. So erreichten wir Cecile und Jens ziemlich spät. Zusammen mit Freunden von ihnen legten wir eine Kinder-Surf-Session in Sankt Peter Ording ein. Lexi und Jonne, beide schon echte Profis am Brett, obwohl erst im Kindergarten, zeigten, was sie so draufhaben und Anna und Paul macht mit viel Ehrgeiz und Elan mit. Wie sehr ich den Ärger von den Kids nachvollziehen kann, wenn sie eine Welle nicht erwischten, aber auch das Glücksgefühl nach einem guten Ritt. Der Swell war von Tag zu Tag weniger geworden und als wir am nächsten Tag fast einen Ententeich vor uns hatten, probierte nur noch Anna ein paar Wellen zu nehmen. Paul spielte den ganzen Tag mit dem Skimboard. Damit hat er mich inzwischen definitiv überflügelt. Nach diesen unglaublich entspannten Tagen bei Cecile, Jens, Lexi und Hedi, fuhren wir weiter in den Heidepark nach Soltau. Was soll ich sagen? Die Big7 sind in der Tat groß(-artig). Und so endete unser Urlaub nach genau drei Wochen (504 Stunden) und 3655 km wieder in München. Gerade rechtzeitig, um am letzten Wochenende vor dem Schulanfang den Geburtstag meines Vaters in Tirol zu feiern.

Dänemark hat uns sehr positiv überrascht und wir sind uns sicher, dass es nicht das letzte Mal war, dass wir dort Urlaub gemacht haben.
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Montag, Juni 19, 2023

Heumödern Trails und eine Huckepackfahrt - 17.06.2023

Die Woche nach unserem Urlaub war unglaublich anstrengend. Nicht nur die späte Heimkehr aus Fuerte, vor allem Arbeitsveranstaltungen an jedem Abend gaben mir den Rest. Nur Montag hatte ich Zeit mit Martin eine Runde über die Isartrails zu drehen. In Buchenhain stieg ich prompt über den Lenker ab, ein guter Start in die Woche.
So entschieden wir uns erst Samstagfrüh nach Treuchtlingen zum Biken zu fahren. Zum ersten Mal probierten wir den Parkplatz am Eulenhof.....und zum letzten Mal, aber einen Versuch war es Wert. Am Ende des Tage noch einmal zum Auto hochfahren zu müssen, ist kein wirklich angenehmer Abschluss. Alles in allem ein sehr cooler Tag (6 Stunden, 650 hm, 25 km), außer zwischenzeitlich Schlauch reparieren, weil Paul einen Platten hatte und auch der Ersatzschlauch durchlöchert war. Zum Glück hatte ich ein Flickset im Rucksack. Den Abend verbrachten wir wieder mal bei Evi, Uwe und den Jungs, was wie immer super nett war und am nächsten Tag gings weiter zu Sonjas Geburtstagsfeier in Velden.
Die Heimfahrt war dann Kategorie zwei Spaß. Am Kreuz Nürnberg blieben wir mit überhitztem Motor liegen. Long Story Short, Karin und die Kids fuhren mit Karins Eltern nach Hause und ich machten mit dem Abschlepper einen Zwischenstopp in Nürnberg, wo ich wenig später einen Transport nach München bekam und so fünf Stunden später auch zu Hause ankam. Was am Bus fehlt? Schauen wir mal, jetzt muss ich erst mal einen Werkstatttermin bekomme.
Trotz allem ein sehr schönes Wochenende.
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Mittwoch, November 09, 2022

Männerwirtschaft - Herbstferienroadtrip durch Frankreich - 29.10.-06.11.2022

Was für ein wilder Ritt. Und alles begann damit, dass ich es irgendwie verbaselt hatte Flugtickets nach Lissabon zu buchen. Als ich endlich daran dachte, waren die Preise so astronomisch, dass ich, bei aller Liebe zum Surfen und zu Ericeira, nicht bereit war so viel Geld auszugeben. Also kein Surfurlaub in Portugal. Was aber sollten Paul und ich stattdessen in den Herbstferien unternehmen? Auf eine Woche zu Hause hatte ich auf jeden Fall keine Lust. Zum Glück war ich letzte Woche bei Laura und Vladi in Irland und so entstand die Idee, sich mit den beiden in Bleau zu treffen. Das Wetter war im Gegensatz zu letztem Jahr ausgezeichnet vorhergesagt und schon stand unser Plan: Bouldern in Bleau und dann weiter in die Normandie zum Surfen, ein bisschen Swell sollte wohl zu finden sein.

So besuchten wir samstags noch mit Karin, Marc und Luca die Bauma und machten uns im Anschluss auf den Weg nach Fontainebleau. Dort trafen wir uns Sonntagmittag mit Laura und Vladi in Apremont Désert. Zu Ostern hatten wir dort unsere Woche ausklingen lassen, diesmal starteten wir dort gemütlich mit ein paar gelben, orangen und Off-Circuit (bis Fb 6a+) Problemen. Sonntag boulderten wir noch zu viert in 95.2 und verbrachten einen Marshmallow-Lagerfeuer-Abend zusammen, bevor sich Laura und Vladi Richtung Heimat verabschiedeten. So waren Vater und Sohn wieder alleine. Paul hatte sich den Kinderparcours in Apremont Bizons gewünscht und danach wechselten wir in die Franchard Gebiete. Vor allem der gelbe Parcours in Hautes Plaines hatte es Paul (auch zu Ostern schon) angetan. Und da wir die Bikes mit hatten, konnten wir Rocher de la Reine auch mit einer kleinen Radeltour erreichen (⇄ 1½ Stunden, 14 km, ⇅ 200 hm).

Nach vier Tagen Bouldern waren Pauls Finger endgültig durch und so beschlossen wir einen Sightseeing Trip nach Paris zu unternehmen und dann weiter an die Kanalküste zu fahren. Da hatte ich die Rechnung aber nicht mit der Greater Paris Low Emission Zone gemacht. Ich schaffte es nicht, die Umweltplakette per Handy zu bestellen, also benötigten wir eine andere Idee. Also wieder Fahrradfahren! Direkt außerhalb der Zone, in Versailles, parkten wir und mit dem Fahrrad gings auf ziemlich gut ausgebauter Fahrradinfrastruktur zum Eiffelturm (⇄ 1¾ Stunden, 30 km, ⇅ 100 hm). Was soll ich sagen, wieder eine neue Art die Stadt kennenzulernen. Nach einer regnerischen Fahrt in die Normandie sahen wir uns am Abend noch Le Mont Saint Michel an. Übrigens eine super Zeit um die Stadt fast für sich alleine zu haben. Der einzige Wehmutstropfen, die obere Feste (zu der man Eintritt bezahlen muss) ist dann nicht mehr zugänglich. Auch hier bewährten sich die Räder, um unabhängig von den (gratis) Shuttlebussen zu sein.

Und dann schafften wir es doch noch zum Surfen. MSW prognostizierte für Freitag und Samstagmorgen einen brauchbaren Swell, der zwar etwas vom Wind verblasen wurde, aber für uns beide definitiv ausreichend war. So verbrachten wir die Tage am weiten Strand von Hatainville beim Surfen, Lenkmatte fliegen und Muscheln sammeln. Als wir nach einer Morgensession der Normandie den Rücken kehrten, machten wir noch einen Abstecher am Omaha Beach. So wurden die 1200 km Heimfahrt doch etwas kürzer und nachdem wir auch noch Paris durchquert hatten (ein Hoch auf die zwei Meter Höhenbegrenzung auf der Ringautobahn), legten wir uns kurz vor der deutschen Grenze aufs Ohr. So hatten wir sozusagen die Pole Position für einen kleinen Abstecher im Legoland, liegt ja direkt am Weg.

Eine tolle Woche mit dem Junior und trotz des sehr vielfältigen Programms war es nie stressig, so sollte Urlaub immer sein.

Sonntag, Mai 29, 2022

Ein Abstecher in Tirol und ein Bikewochenende im Isartal - 26./28./29.05.2022

An Christi Himmelfahrt besuchten wir meine Eltern, die wieder aus ihrem Urlaub zurück waren und die wir seit dem Winter nicht mehr gesehen hatten. Das Wetter war ganz brauchbar und die Kids zeigten sich im Garten recht zufrieden und nicht gewillt diesen zu verlassen. So lief ich eine kleine Runde Richtung Kienberg, weil ich mich ja eh immer bewegen muss. Übers Wasserschloss gings bis unter die Weiße Wand wo ich meine Umkehrzeit erreichte (40 Minuten, 500 hm). Auf dem Rückweg legte ich noch eine Pause am Klaus Bankerl ein, bevor es im Laufschritt zurück ging und ich auf die Minute pünktlich zum Mittagessen kam (½ Stunde).

Samstag waren wir zum Grillen in Ascholding eingeladen. Da liegen die Isartrails sozusagen auf dem Weg und so drehten wir eine Runde vom Brückenwirt aus. Die Ostseite bis kurz vor den Tierpark, das steile Hochufer hinauf, über die Großhesseloher Brücke auf die Westseite und zurück zum Brückenwirt (2½ Stunden, 160 hm, 13,5 km). Das gab genau den richtigen Hunger und Durst für die Feier mit lauter HG Altnasen. Damit die Kalorien dann wieder verbraucht werden können, fuhren Paul und ich von Ascholding über Geretsried und Wolfratshausen zurück nach München (4¼ Stunden, 230 hm, 42 km). Eine doch ganz ordentliche Runde und wegen eines schönen Regengusses und einer (tiefen) Bachquerung auch recht feucht (und dadurch leider auch echt kalt). So endete unser kleines Abenteuer in Hinterbrühl mit Karin als Joker-Taxi, auf die restlichen zwölf Kilometer durch die Stadt hatten wir, durchgefroren wie wir waren, keine Lust mehr.