Sonntag, Mai 17, 2020

Kleine Fluchten - 16./17.05.2020

Das Leben nähert sich Schritt für Schritt wieder der Normalität. Für uns gibt es dadurch wieder Wochenenden im Bus und in den Bergen, zwar noch innerhalb von Bayern, aber immerhin. Dieses Mal führte uns diese kleine Flucht zum Sylvensteinstausee. Samstag wanderten wir in Fall zur Krottenbachklamm und dem Dürrach-Zufluss des Stausees (3½ Stunde, 120 hm, 8 km). Das Abendessen gab es direkt am See und die Nacht verbrachten wir, wie viele andere auch, am Parkplatz. Sonntag zeigte sich das Wetter dann von seiner besten Seite und damit genau richtig für einen Tag am See mit dem SUP.
Ein super entspanntes Wochenende im Bus und dazu nicht weit zu fahren.
2020_05_16-17_Sylvenstein

Montag, Mai 11, 2020

Endlich zurück - 08.-10.05.2020

Zwei Monate (in Zahlen: 2), geschlagene zwei Monate, neun Wochen, 59 Tage, so lange waren wir nicht mehr in den Bergen. Klar waren die Ausgangsbeschränkungen nicht so schlimm wie in anderen Ländern und wir konnten immer noch irgendetwas unternehmen (vor allem viel Radfahren und auch ein bisschen SUPen), aber ich glaube ich war noch nie so lange am Stück in München und noch viel wichtiger: NICHT in den Bergen!

Freitag Nachmittag brachen wir Richtung Berchtesgaden auf. Wir kamen gut durch und so hatten Karin und ich noch Zeit eine kleine Runde mit den Bikes Richtung Götschen zu drehen, ein paar Meter schöner Trail inklusive (1½ Stunden, 400 hm, 8 km). Nach dem Abendessen startete ich dann noch auf den Rauhen Kopf (1½ Stunde, 1050 hm). Beim Abstieg über den Kleinen Rauhen Kopf schaffte ich dann, was ich noch nie geschafft hatte, ich verfranste mich in den Latschen und benötigte Ewigkeiten um wieder auf den normalen Weg zu treffen und nach Hause absteigen zu können (1½ Stunden).

Samstag stand eine Familienradelrunde am Maximilainsreitweg auf dem Programm. Beim Wasserfall kurz vorm Aschi machten wir Pause mit Staudammbau, Wasserplantschen und Klettern bevor es wieder heim ging (1½ Stunden, 150 hm, 5 km). Direkt bevor es dann endgültig zu Schütten begann fuhr ich noch zur Kastensteinerwand um den Blitzweg abzufahren (½ Stunde, 230 hm, 5 km).

Sonntag hatte ich dann nur bis Mittag Zeit und so hieß es früh aufstehen, um mit Peter die Tour auf die Gotzen zu radeln (2¼ Stunden, 1190 hm, 11,5 km). Bis auf zwei sausteile Stellen und dem letzten Stück, auf dem noch Schnee liegt, konnten wir alles fahren. Von der Königsbachalm an hatte es immer wieder leicht genieselt, bei unserer Pause auf einer Bank vor einer der Almen schüttete es dann aber wie aus Eimern. In einer Regenpause schwangen wir uns wieder auf die Bikes und sahen zu, dass wir wieder zurück zum Königssee kamen (¾ Stunde, 90 hm, 11,5 km). Eine schöne, recht lange Tour, technisch wenig spannend, dafür umso kommunikativer, da man auf den Forstwegen immer nebeneinander fahren kann.
2020_05_08-10_BGL-Biken

Mittwoch, April 01, 2020

Sport in Zeiten von Corona - 12.-31.03.2020

Wer hätte das gedacht? Dass eine Regenwetter-Feierabendskitour mit Stephan und Vladi unser Saisonabschluss werden würde. Am Wochenende danach war Tirol schon unter Quarantäne und Lena und ich konnten nicht mehr wie geplant in den Kaiser. Und dann ging es Schlag auf Schlag, Grenzschließung, Ausgangsbeschränkung...wie schnell sich die Welt doch ändern kann. Nun ist die Skitourensaison also genau so abrupt vorbei wie letztes Jahr für mich. Viele schöne Touren waren unter den 20 Skitouren (24240 hm), an 6 Tagen schaffte ich es mit den Telemarkern unterwegs zu sein und zusätzlich kam ich noch auf 3 Freeridetage, 2 Snowboardtage und einen Tag mit den Ski auf der Piste. Also ein ganz passabler Winter, trotz des wenigen Schnees. Wir hätten uns jetzt auch schon auf Bleau gefreut, daraus wird auch nichts, wie aus so vielem.
Aber auch ohne aus dem Haus zu gehen, kann man dem Bergsport frönen, #coronasports. Also bleibt physisch (und genau so wichtig psychisch) gesund und bis bald in den Bergen.
2020_03_12-31_CoronaSports

Mittwoch, März 11, 2020

Schnapsidee zum Feierabend - 10.03.2020

Schnapsideen kommen ja normalerweise aus, wie der Name sagt, einer Schnaps- bzw. Bierlaune. Unsere gestrige Feierabendtour war zwar eine Schnapsidee, aber bei der Ideenfindung waren wir nüchtern, glaube ich zumindest. Also eigentlich fällt diese Tour unter die Rubrik, wie mach ich mir das Leben so ungemütlich wie möglich. Ein gutes Beispiel wäre bei strömendem Regen und Sturm (50 km/h mit 90 km/h Böen) eine Feierabendskitour auf die Brecherspitze zu machen (1¼ Stunde, 550 hm). Ist man zumindest alleine und hat die freie Platzwahl an der Oberen Firstalm. Auch schön und glückliche Gesichter sieht man bei uns ja praktisch immer, wenn wir am Berg unterwegs sind.


Montag, März 09, 2020

Familienskitour auf die Eckerleiten - 08.03.2020

Dieses Wochenende hatte es uns schon wieder ins Berchtesgadener Land verschlagen und weil Sonntag nicht nur mein Geburtstag sondern auch noch Bombenwetter war, gings wieder mit den Skiern in die Berge. Zusammen mit den Kindern stiegen wir von der Enzianhütte zur Ecker Alm auf (1¼ Stunde, 225 hm). Die zwei Kurzen machten das ziemlich gut und während sie an der Alm spielten, stieg ich noch zum Ecker First hinter dem Purtschellerhaus auf (20 Minuten, 325 hm). Die Abfahrt, sowohl oben, wie auch der untere Hang mit den Kindern, war dann ein Pulvertraum. Ein sehr schöner Geburtstag und eine super Tour als Familie.
2020_03_08_EckerleitenKinder

Sonntag, März 01, 2020

Eine Woche bei Chanti und Joël in Surcuolm - 22.-28.02.2020

Nach unserem Sommerbesuch bei Chanti und Joël im letztes Jahr war klar: wir müssen im Winter wiederkommen! Da wir nun ja an Schulferien gebunden sind, wurden es die Faschingsferien. Knirschis hatten auch Zeit und so gab es ein Portugal/Spanien-Revival im schönen Surcuolm.
Nach einem herzlichen Empfang am Freitagabend, begrüßte uns der Samstag mit strahlend blauem Himmel. Karin, Judith und die Kids schnappten sich die Ski, Stefan das Snowboard und ich die Telemarker und zusammen ging es auf die Piste. Ein super schöner Skitag (außer einem kleinen Missgeschick meinerseits, was mir mein Knie etwas übel nahm), den wir bei Chanti und Joël auf der Bar Muntaniala ausklingen ließen. Sonntag brachte dann etwas weniger schönes Wetter, aber immer noch guten Schnee und einen weiteren schönen Skitag mit den Kindern, an dem uns auch Chanti und Joël begleiteten. Montag war dann der erste Skischultag für die Kinder und für uns der erste freie Tag. Stefan und ich schnappten sich die Boards und Karin und Judith die Ski und so erkundeten wir den Rest des Skigebiets, der uns am Tag zuvor mit den Kindern zu weit war. Der Abend war dann ein weiteres Highlight, Käsefondue auf der Hütte, Pistenraupenfahrt inbegriffen.
Leider musste Karin dringend zu ihrer Mutter, so starteten am Dienstag nur Judith, Stefan und ich zu einer Skitour. Nachdem wir die Kinder an der Talstation Valata verabschiedet hatten, stiegen wir über Teile der Talabfahrt und die Rodelbahn nach Cuolm Sura (1 Stunde, 360 hm) und von dort weiter zum oberen Ende des Sasolas-Schlepplifts auf (½ Stunde, 170 hm). Das letzte Stück zum Piz Mundaun ging es durch die steilen Nordosthänge und eine kurze Rinne (entlang des Sommerwegs) hinauf bis zum Gipfel (1 Stunde, 300 hm). Nach der Mittagspause legten Stefan und ich noch eine zweite Runde zum Sasolas-Schlepplift ein (½ Stunde, 170 hm) und weil es so gemütlich war, fuhren wir ein Stück die Piste nach Sasolas ab (bis der Schnee eher dürftig wurde) und stiegen ratschend wieder zurück auf (½ Stunde, 160 hm). Dort trennten wir uns, Stefan fuhr zu Judith ab, während ich noch ein weiteres Mal auf den Piz Mundaun stieg, diesmal über die Pezza Pintga (¾ Stunde, 300 hm). Im Gegensatz zum Mal zuvor fuhr ich diesmal trotz geringer Schneelage nicht über die Piste ab, sondern durch die Rinne vom vormittäglichen Aufstieg.
Mittwoch brachte dann den lange ersehnten Schnee und eine kleine Pause für die Kinder. Nach vier Tagen Skifahren gingen wir im Schneesturm Rodeln. Direkt von der Haustür aus wanderten wir nach Cuolm Sura (2 Stunden, 320 hm) wo es nicht nur eine ausgiebige Pause, sondern auch eine Runde Pistengerät- und Schneemobilfahren gab. Ganz zu schweigen von der Rodel- und Zipfelbobpartie hinunter. Ein gelungener Abschluss mit Knirschis, die mussten nämlich leider nach Hause.
2020_02_22-26_Surcuolm

Der Schneefall von Mittwoch war bitter nötig, verdächtig grün (bzw. braun) sahen schon viele Stellen auf und neben der Piste aus. Es hatte aber zum Glück genug geschneit, um den Blick auch abseits der Pisten schweifen zu lassen. So nahm sich Chanti frei und zusammen machten wir (teilweise im Schneesturm) die freien Hänge vom Piz Mundaun unsicher. Am Nachmittag konnte sich dann auch noch Joël frei nehmen und zeigte uns die Abfahrt vom "Piz" nach Sasolas. Ein Traum in Pulver, eigentlich nicht schwer, aber im Schneesturm, Nebel und ohne bestehender Spur nicht ganz leicht zu finden. Und es schneite weiter, bis Freitag in die frühen Morgenstunden. Nachdem die Kinder wieder abgegeben waren, zogen Chanti und ich unsere Spuren vom Piz nach Cuolm Sura und Sasolas und schlussendlich sogar bis Valata. Dort fand nämlich das Abschlussskirennen der Kinder statt. Für das Skirennen, an dem übrigens auch die Eltern teilnehmen "dürfen", wechselte ich wieder auf die Telemarker, eine Riesengaudi. Leider aber auch das Ende unseres Urlaubs, für mich hieß es nämlich direkt im Anschluss zu Karin ins BGL fahren, wo wir das Wochenende noch mit Krankenbesuch und einer kleinen Wanderung auf die Kastensteinerwand verbrachten.
Liebe Chanti, lieber Joël und liebe Judith, lieber Stefan, es war ein super toller, abwechslungsreicher, spannender, lustiger und auf jeden Fall wiederholenswerter Urlaub, DANKE.
2020_02_27-28_PowdernMundaun

Dienstag, Februar 18, 2020

Eckerleiten und Hundstodreibn - 15./16.02.2020

Nach dem durchwachsenen Wetter während der letzten Woche, lachte am Wochenende die Sonne. Sonntag war für eine größere Aktion mit Lena reserviert, Samstag hatten wir aber Zeit für Unternehmungen als Familie bzw. als Paar. Vormittags gings zum Telemarken und Skifahren mit den Kindern am Götschen und nachmittags auf eine Skitour mit Karin. Von der Buchenhöhe stiegen wir (bei sehr wenig Schnee) durch den Wald zur Enzianhütte und weiter über die Eckerleiten zum Purtschellerhaus und dem Eckerfirst auf (2 Stunden, 800 hm). Die Abfahrt war bis zur Enzianhütte ziemlich gut, man musste nur die abgeblasenen Stellen meiden. Erst im Waldstück gab es eine Tragepassage, wobei dieser Teil der Abfahrt bei viel Schnee schon unschön ist.
Ein sehr schöner Tag und ein bisschen Bewegung, um für Sonntag warm zu werden.
2020_02_15_Eckerleiten

Wie gesagt, der Sonntag war für Lena reserviert. Im Gegensatz zur letzten, gemütlichen Tour, hatten wir uns dieses Mal ein richtiges Brett heraus gesucht. 30 Kilometer, 3000 Höhenmeter, 10 Stunden, das sind die Fakten aus der Tourenbeschreibung der Hundstodreibn. Gezielt hatten wir uns für die längere Variante über das Seehorn entschieden, um dem Hatsch und dem Getrage durchs Wimbachtal zu entgehen.
Am Parkplatz in Hintertal standen schon drei Autos, als wir aufs Seehorn starteten. Ein Pärchen holten wir schnell ein, die vier anderen Jungs trafen wir dann am Gipfel bzw. immer wieder den ganzen Tag über. Gemütlich ratschend stiegen wir über die Forststraße, den Waldgürtel, den Karst und die Westflanke zum Gipfel auf (2½ Stunden, ↑1350 hm). Man würde gar nicht meinen wie viele Gesprächsthemen sich so bieten. Nach einer kurzen Pause war mit Gesprächen aber erst mal Ende. Über die Kematenschneid gings, zum Teil abgeblasen und vereist in die Wimbachscharte (¼ Stunde, ↑50 hm, ↓315 hm). Dort wartete die erste Überraschung, Pulver, wie geil ist das denn? Unsere Variante bietet schon zu Beginn die beste Abfahrt, den Loferer Seilergraben. 40°-steil und weil nordseitig mit gut konserviertem Pulver, ein wahres Schmankerl (½ Stunde, ↓720 hm). Im Wimbachgries hieß es wieder auffellen, es geht zuerst flach bis in den Talgrund und dann dem Sommerweg entlang zur Trischübel Alm (1 Stunde, ↑450 hm). Dort gönnten wir uns noch eine kurze Pause bevor es über die Hundstodgruabn zum Hundstodgatterl ging (1 Stunde, ↑470 hm, ↓50 hm). Definitiv das schönste Fleckchen der Tour, mit einem unbeschreiblichen Blick ins Steinerne Meer. Das Wetter hatte inzwischen aufgerissen und die Sonne brannte vom strahlend blauen Himmel, während wir ein Stück abfuhren und weiter zum Dießbacheck aufstiegen (½ Stunde, ↑180 hm, ↓150 hm). Den Gipfelanstieg des Hundstod ließen wir (wie auch alle anderen) links (bzw. rechts) liegen und genossen dafür den Blick auf den Dießbachstausee und das Seehorn. Nun lag der letzte Abschnitt unserer Tour vor uns, die Abfahrt in die Hochwies (½ Stunde, ↓360 hm). Obwohl hier der Schnee schon etwas gelitten hatte, war die Abfahrt gar nicht so schlecht und so gings mit dem letzten Schwung wieder zur Kematenschneid und dem Seehorn hinauf (1 Stunde, ↑425 hm, ↓20 hm). Auf dem Abschnitt hatte ich langsam keine Lust mehr. Warme, feuchte Felle auf kaltem Triebschnee, ist ein Grund wahrer Freude. Wer kennt das nicht, wenn die Ski plötzlich das fünffache Gewicht haben, weil sie von vorne bis hinten stollen. Nur das letzte, vereiste Stück, bei dem wir die Ski schulterten, machte wieder Spaß. Nun stand zum Ende nur noch die Pflicht nach der Kür an, die Abfahrt zum Auto (¾ Stunde, ↓1350 hm). Wobei die Nord-West-Rinne zwar schon recht zerfahren war und ziemlich schweren Schnee hatte, aber trotz schwerer Beine war sie noch ganz passabel zum Fahren. Unterhalb war es dann, wie erwartet, eher Kategorie zwei Spaß, grundloser Sulz. Aber wir erwischten zumindest die Abfahrt durch den Wald an der Aufstiegsspur und sparten uns somit den unangenehmen Wiederaufstieg zur Kallbrunner Alm.
Eine sehr coole Runde wobei Touren mit Lena bis jetzt sowieso noch jedes Mal Spaß gemacht haben, anscheinend haben wir einen ähnlichen Tourengeschmack.
2020_02_16_Hundstodreibn