Sonntag, Januar 24, 2021

Endlich ist er da, der Schnee: Skitour Simetsberg - 20.01.2021

Endlich, lange mussten wir hier am Nordrand der Alpen warten. Aber was lange wärt wird endlich gut und so gab es die letzten Tage sprichwörtlich Tonnen von Schnee. Viel Schnee, Wind und tiefe Temperaturen, die perfekten Grundvoraussetzungen, um mit dem weißen Gold im interessanteren Gelände nicht wirklich etwas anfangen zu können. Macht auch nichts, Surfen im Schnee macht immer Spaß und Rodeln im E-Garten mit den Kindern auch.
Mittwoch hatte sich die Lage etwas beruhigt und das Wetter war zusätzlich perfekt vorhergesagt. So nahmen sich Martin und ich den Vormittag frei und starteten in aller Herrgottsfrüh in Einsiedel los zum Simetsberg. Der Anstieg durch den Wald, meist entlang von Forststraßen ist prädestiniert um zu ratschen und so verging die Zeit wie im Flug. Ab der Simetsberg-Diensthütte war dann der Einfluss des Windes ziemlich gut zu beobachten und am Gipfel war auch der vorhergesagte Föhn schon durchgebrochen (2½ Stunden, 1050 hm). Trotzdem wollten wir die freien Hänge über der Diensthütte mehrmals befahren, damit sich der lange Waldhatsch zumindest auszahlt. Leider verschwand Martin knapp unter dem Gipfel in einem Latschenloch und brach sich den Stock ab, also doch keine Wiederanstiege sondern nur die Abfahrt zur Simetsberg-Diensthütte (¼ Stunde). So wirklich gut war die Abfahrt auch nicht, viel Windharsch und dann wieder eingewehte Rinnen und Mulden. Unsere Pause an der Diensthütte nutzen wir um ein Profil und einen ECT bzw. CT zu graben (¾ Stunde). Die Schwachschichten vom Wochenende fanden wir nicht mehr, nur eine Eislamelle etwa 10 cm über dem Boden (bei einer Gesamtschneehöhe von 170 cm) und wir lösten einen kollabierenden Teilbruch ohne Bruchfortpflanzung aus (ECTN 23@130). Einen anschließenden CT lösten wir bei gleich vielen Schlägen an der selben Schicht aus und fanden beim abheben eine dünne Oberflächenreifschicht. Diese dürfte sich zwischen den Schneefällen von letzter Woche und Sonntag gebildet haben. Nach dem Spaß im Schnee (uns war auch gut warm nach der Buddelei), gings durch den Wald zurück zum Auto (½ Stunde).
Eine nette Skitour mit Martin, auch wenn man es wegen der Abfahrt nicht machen hätte müssen, Spaß hat es trotzdem gemacht. Am Parkplatz kontrollierte übrigens die Polizei, ob die Kontaktbeschränkungen eingehalten wurden.

Sonntag, Januar 10, 2021

(Kinder)skitouren und winterliche Kletterei im BGL - 01.-08.01.2021

Der erste Tag des neuen Jahres begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Ich weiß ja, eigentlich wollte ich wegen der geringen Schneelage keine Skitour mehr gehen, aber wenn das Töchterchen schon mal Lust auf eine Skitour hat, kann man seine Meinung schon mal ändern. Anna, Karin und ich stiegen von der Götschenalm zum Götschenkopf auf (2 Stunden, 450 hm) und ganz so schlimm wie vor drei Tagen war es mit dem Schnee nicht mehr. Mehr als eine Pistentour ist aber definitiv nicht drin.
Das wollte Paul natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass seine kleine Schwester eine größere Skitour gegangen ist als er. Also Familienskitour auf den Götschen (1½ Stunden, 450 hm) am Zweiten. Der Dritte brachte dann nur einen kleinen Spaziergang auf den Lockstein, während Paul und ich am Vierten mit den Zipfelbobs vom Hirscheck (1 Stunde, 350 hm) fuhren, während Karin und Anna am Hochschwarzeck Schlitten fuhren.

Für den Fünften war nicht nur perfektes, sonniges Wetter vorhergesagt, sondern Peter und ich hatten uns den Tag auch für eine kleine Aktion geblockt. Der Tag am Untersberg letzte Woche hatte gezeigt, dass in der Südwand weniger Schnee als vermutet liegt und da Peter die Anfängerfreuden (8 SL, UIAA 5-) neben der Naturfreundehöhle noch nicht kannte, sollte diese Tour unser Ziel sein.
Um nicht immer von Ettenberg aus zum Untersberg aufzusteigen, starteten wir diesmal von der Hintergern. Über den Störweg und den Weg zum Scheibenkaser gelangten wir zu den Rinnen die zum Einstieg der Tour führen (2 Stunden, 800 hm). Durch den relativ weichen Schnee wühlten wir uns zum Einstieg hinauf (1 Stunde, 150 hm). Hier wären die Steigeisen an ein paar Stellen gar nicht unangenehm gewesen, wir hatten sie (und die Pickel) aber aus Gewichtsgründen im Auto gelassen. Wir klettern schließlich in einer Südwand! Für den Rest der Tour stellte sich dann aber heraus, dass unsere Planung aufging, die kurzen Schneepassagen waren auch ohne Steigeisen gut zu meistern.
Die Tour selbst war ein Traum, auch wenn sich Reibungsplatten (sind zum Glück ja nicht viele) mit einem (nassen) Bergschuh weniger schön klettern lassen, als mit einem Kletterschuh. Ich hatte gerade die vierte und fünfte Seillänge nicht mehr als so schön in Erinnerung (vor sieben Jahren war ich die Tour schon mit Karin geklettert). Die unangenehmste Seillänge war diesmal die vorletzte. Auf den flachen Platten hatte sich eine, leider nicht fest anhaftende, Schneeschicht gebildet, die vornehmlich bei leichter Belastung ihren Weg der Schwerkraft folgend antrat. Aber auch diese Länge ging ohne Steigeisen und so musste ich mich in der letzten Länge nur noch ein paar Meter durch den Schnee hochwühlen, damit wir an der Stütze der Materialseilbahn unser Bier genießen konnten (3 Stunden, 230 hm). Die Pause hatten wir uns redlich verdient und umso schwungvoller ging es danach wieder hinunter zum Auto (1¾ Stunde, 20 hm). Ein toller Tag, wieder einmal komplett alleine bei bestem Wetter und bei netter Kletterei. Es wäre auch warm genug gewesen, um die steileren Touren in der Süd- und Südwestwand komplett schneefrei zu klettern. 
Karin war an diesem Tag mit den Kids bei der Wildfütterung im Klausbachtal.
Drei König brachte dann noch ein bisschen Schnee, aber leider wieder nur in homöopathischen Mengen. So sorgten wir am Donnerstag für ein paar zusätzliche Kratzer in unseren Zipfelbobs, bei der Abfahrt vom Hirscheck (1 Stunde, 350 hm), diesmal als gesamte Familie.
Freitag war dann unser letzter Tag im BGL und das Wetter sah recht passabel aus. Das nutzen Karin und ich noch für eine letzte Skitour alleine. Von Hinterbrand trugen wir die Ski zur Mittelstation und stiegen übern Klaus-Maxei zur Jenner Bergstation auf (2 Stunden, 700 hm). Schnaufen, Ratschen, Schauen, es ist einfach schön Zeit als Paar verbringen zu können. Für den Weg auf den Gipfel ließen wir die Ski wieder an der Bergstation zurück, da immer noch ähnlich wenig Schnee liegt wie vor knapp zwei Wochen (¼ Stunde, 80 hm). Auf der Tour wie auch am Gipfel waren ein paar Leute unterwegs, aber von einem Ansturm, wie ihn ein paar Lokalpolitiker gerne postulieren, war nichts zu sehen. Dies gilt übrigens für das ganze BGL und die ganzen zwei Wochen, die wir da waren. Zurück auf der Sonnenterrasse der Bergstation ließen wir uns unsere Brotzeit schmecken und genossen die Zeit zu zweit. Nach eine kurzen Abfahrt stiegen wir noch zum Klaus-Maxei-Schlepplift auf (¼ Stunde, 80 hm), um die Abfahrt um einen "Pulverhang" zu verlängern. Naja, die Qualität dieser Idee war eher mäßig, dafür ist es aber auch ein Steinski. Über die Jennerwiesen gibt es inzwischen, entlang der Beschneiungslanzen, eine durchgängige Spur, auf der man keine Steine trifft und man die DSV Trainingsstrecke umgehen kann. Nur zurück nach Hinterbrand muss man wieder tragen (¾ Stunde). Ein schöner Abschluss bevor es am Montag wieder zurück in den Home Office und Home Schooling Wahnsinn geht.
2021_01_08_Jenner

Donnerstag, Dezember 31, 2020

Rückblick auf ein verrücktes Jahr

Man könnte im Jahresrückblick sagen: was für ein S*****jahr, aber das wäre zu einfach gegriffen. Das Jahr hatte nämlich viel mehr als ein blödes Virus zu bieten. Neben Corona gab es einige Höhen und auch Tiefen in diesem Jahr. Die Skitourensaison am Anfang des Jahres bot einige Highlights, wie zum Beispiel das Kopftörl im Kaiser oder auch der Hundstodreibn im Steinernen Meer. Nach unserem super schönen Besuch bei Chanti und Joël bremste uns (und auch die restliche Welt) Corona aus und wir nutzten die Zeit für Bewegung in den eigenen vier Wänden.
Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit dieses Jahr brachte uns viele schöne Wanderungen und Übernachtungen in den Voralpen, schöne Klettertage in Franken und Treffen mit neuen und alten Freunden.
Ein sommerliches Highlight war die Begehung des Nollen während wir Dani auf der Guggi besuchten. Kurze Zeit später kam der absolute Tiefpunkt in diesem Jahr, mein Stolperer an Karins Geburtstag. Dass wir an dem Tag nun gemeinsam Geburtstag feiern können, habe ich nur einer ganzen Schar an Schutzengeln zu verdanken.
So waren wir trotz aller Unwägbarkeiten doch recht viel in den (vor allem bayrischen) Bergen unterwegs (55200 hm davon 19140 hm mit Ski und 8860 hm mit dem Bike).
So bleibt uns an diesem letzten Tag des Jahres nur noch euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich super tolles Jahr zu wünschen! Rutscht gut rüber.



Ende des Jahres im BGL - 28.-31.12.2020

In diesem Jahr ist vieles anders, so auch zwischen den Jahren. Normalerweise besuchen wir in dieser Zeit ja meine Eltern. Nach unserem Besuch am Sonntag hatte sich aber klammheimlich eine Testpflicht in die Quarantäneverordnung geschlichen. Nun hat es der Markus S. also wirklich geschafft, jetzt wird sogar uns der Aufwand für einen Abstecher in Tirol zu groß, danke dafür. Aber wir haben ja noch einen zweiten, bergnahen Stützpunkt, also ab zu Karins Eltern.
Nach einer Woche weihnachtlichem auf der faulen Haut liegen, mussten wir uns Montag bewegen. Familienskitour, weil heiß auf Schnee sind wir im Moment alle vier. Von der Mautstelle an der Rossfeldstraße stiegen wir mit den Kindern zum Rossfeld auf (1½ Stunden, 350 hm). Nicht nur dass sie beide den Aufstieg gut gemeistert hatten, auch in der Abfahrt (trotz etlicher Steine) kann man wirklich stolz auf die beiden sein. Einfach schön die Freude der Kinder an unserem Lieblings(winter)sport zu sehen. Da erwartungsgemäß mein Bewegungsdrang noch nicht gestillt war, drehte ich noch eine abendliche Runde auf den Götschen (¾ Stunde, 400 hm). Wobei aber auf der Familienabfahrt unter dem Beschneiungssee praktisch kein Schnee mehr vorhanden ist, nachdem sämtlicher Schnee am unteren Hang der FIS Abfahrt zusammengeschoben wurde. Für die Familienabfahrt darf man übrigens sogar mit seinem Steinski wenig Mitleid haben.
2020_12_28_Rossfeld

Dienstag wollten eigentlich Peter und ich zusammen etwas unternehmen. Aus familiären Gründen konnte er aber nicht, so zog ich alleine los. Nach einer spannenden Fahrt nach Hinterbrand (bei Neuschnee erweist sich unser Allrad immer als Gold wert), zog ich meine Spur über die Mittelstation und die Wasseralm zur Priesbergalm (1½ Stunden, 500 hm). Das bisschen Neuschnee, das in der Nacht gefallen war, wurde leider durch den stürmischen Wind verfrachtet. Zu beobachten war das schon unterhalb der Priesbergalm, durch die exponierte Lage war es aber an den Hohen Rossfeldern extrem. Dieser Umstand ließ mit Sicherheit auch die paar anderen Skitourengeher, die hinter mir kamen, am Unteren Rossfeld umkehren. Ich hatte aber eine Spur in den Stiergraben gesehen, die ganz passabel aussah und dafür musste ich noch ein Stück ins Obere Rossfeld. Also konnte ich auch ganz zu den Begrenzungsfelsen des Fagstein aufsteigen (1 Stunde, 450 hm). Beim Abfellen riss mich der Föhnsturm fast von den Beinen und die Abfahrt war immer ein Wechsel aus Wind(bruch)harsch, Gras und Triebschnee, also ein Traum. Kein Wunder, dass ich froh war ohne Zwischenfälle zurück an der Priesbergalm zu sein, einige Steine habe ich auf jeden Fall erwischt. Bei der Abzweigung oberhalb der Königsbachalm ins Torrener Joch fellte ich wieder auf und stieg über die Südhänge zur Jenner Bergstation auf (1 Stunde, 500 hm). Der Wind hatte sich inzwischen fast gelegt und im Gegensatz zu den Rossfeldern ist man hier fast durchgängig in der Sonne. Nach dem doch recht frischen ersten Teil der Tour konnte man sich hier wieder aufwärmen. Zum Jenner Gipfel nahm ich diesmal die Ski gar nicht erst mit, die Abfahrt ist schon bei viel Schnee wenig lohnend, bei den momentanen Bedingungen aber eher eine Kamikaze Aktion (¼ Stunde, 80 hm). Auf der Abfahrt zurück zur Mittelstation gingen sich sogar noch ein paar schöne Schwünge aus (und natürlich auch noch ein paar Steinvolltreffer) und so endete die Tour nach einem kurzen Fußmarsch wieder in Hinterbrand. Eine super 1500 hm Runde, die aber meine letzte Skitour sein dürfte, ohne deutlich Neuschnee.
Den Nachmittag verbrachten wir bei einem Spaziergang um und am zugefrorenen Hintersee und Mittwoch wanderten wir mit Claudi und ihrer Freundin zur Kneifelspitze (1¼ Stunde, 350 hm). Immer wieder eine nette Wanderung und bestens geeignet zum Ratschen wenn man sich lange nicht gesehen hat.

Und am letzten Tag des Jahres klappte es dann doch noch, Peter hatte Zeit, Matze hatte Zeit und ich auch. Unser Ziel war der Berchtesgadener Hochthron über den Klettersteig. Die Tour ist für Peter und mich auch im Winter nichts Neues, aber wie immer im Winter kann man die Bedingungen in der Wand schwer von unten einschätzen. Für alle Eventualitäten ausgerüstet stapften wir, bei deutlich mehr Schnee als auf den Rossfeldern, zum Scheibenkaser (1½ Stunden, 680 hm). Spätestens hier waren wir froh Schneeschuhe hochgeschleppt zu haben. Der Zustieg zum Steig war mit teils grundlosem Pulver zugeweht (¾ Stunde, 170 hm). Der Steig selbst ging weitgehend gut, die Steigeisen und Pickel konnten in den Rucksäcken bleiben, nur das Seil kam an zwei Stellen zum Einsatz. Und so stiegen wir knapp neben dem Gipfelkreuz über die Wechte auf den Hochkarst des Untersberg (2 Stunden, 380 hm). Im eiskalten Wind stiegen wir zum Störhaus ab (¼ Stunde), wo wir ausgedehnt Pause machten und die warme Sonne und ein Bier genossen. Der Abstieg zum Scheibenkaser (1 Stunde, ↑50 hm, ↓600 hm) war dieses Mal um einiges besser als vor drei Jahren, obwohl wir auch spuren mussten. Schnell ging es dann in der ausgetretenen Spur hinunter zu den Autos (¾ Stunde) und damit dem Feierabend entgegen. Ein super Ausklang des Jahres mit den Jungs, so machen Touren einfach Spaß, danke.

Montag, Dezember 21, 2020

Dem Nebel in München entfliehen - Skitour am Sudelfeld und Wanderung am Achensee - 19/20.12.2020

Das ganze Wochenende hing dichter Nebel in München, so war für uns klar, dass wir in die Berge und somit in die Sonne  wollten.
Samstag nutzen wir für eine Skitour am Sudelfeld, bei strahlendem Sonnenschein. Von der Waldkopfbahn stiegen wir zum Mittleren Sudelfeld auf (1 Stunde, 200 hm). Paul macht sich mit den Toureneinsätzen inzwischen ganz gut, sogar Spitzkehren funktionieren, solange er sich auf die Ski konzentriert. Und wenn ich Annas Ski und Schuhe hinauftrage, ist für sie so eine Tour sowieso kein Problem. Vor der Bergwachthütte am Mittleren Sudelfeld machten wir Pause bis die Sonne endgültig hinter den Bergen verschwand. Die Abfahrt war zwar nicht ganz so gut wie der Aufstieg, trotzdem schafften beide Kids die Abfahrt mit sichtlich Spaß.
Sonntag besuchten wir dann meine Eltern und unternahmen eine kleine Wanderung auf die Buchauer Alm (1 Stunde, 400 hm). Eine sehr schöne Wanderung und wer weiß wann sich die Ein-/Ausreisebestimmungen wieder verändern werden und damit ein Besuch wieder unmöglich wird.

Montag, Dezember 14, 2020

Skitourenmontag mit Karin am Kolbensattel - 14.12.2020

Natürlich fiel dieses Jahr für Karin und mich auch unser Saisonauftakt in Saalbach aus. Da wir die Urlaubstage aber dennoch nehmen mussten, nutzten wir das Traumwetter am heutigen Montag für eine kleine Skitour. Sozusagen ein kleiner Urlaub, bevor am Mittwoch das Land noch weiter heruntergefahren wird. Von Oberammergau stiegen wir über die Piste zum Kolbensattel auf (1 Stunde, 400 hm). Der Weiterweg Richtung Zahn hat noch nicht genug Schnee, also machten wir eine ausgedehnte Pause an der Hütte, bevor wir abfuhren (¼ Stunde). Obwohl die Abfahrt mehr schlecht als recht war, war unser Bewegungsdrang noch lange nicht gestillt, also drehten wir noch eine zweite Runde zum Kolbensattel (55 Minuten, 400 hm). Trotz viel zu wenig Schnee, einfach ein schöner Tag mit Karin und ein bisschen Pause von den vielen schlechten Nachrichten, die jeden Tag auf uns einprasseln.

Sonntag, Dezember 13, 2020

Skitourenauftakt am Kleinen Traithen - 12.12.2020

Dass unser traditionelles Skitouren-Eingehwochenende nicht klappen würde wie in den letzten Jahren (2019, 2017 und 2013), war Peter, Vladi und mir eigentlich schon seit einiger Zeit klar. Trotzdem wollten wir uns weder Corona, noch dem fehlenden Schnee geschlagen geben. Zunächst verschoben wir das Wochenende in der Hoffnung auf mehr Schnee und nun reduzierten wir auf einen Tag, naja man nimmt inzwischen ja was man bekommen kann. Ganz zufällig trafen wir uns mit viel Abstand am Sudelfeld an der Waldkopfbahn. Der Vorteil an Skitouren ist ja, man ist an der frischen Luft und hat schon aus der Bewegung heraus einen infektionsschutzgünstigen Abstand. So wanderten wir mit unseren Ski zum Ende des Vogelsanglift (1 Stunde, 475 hm) und zu Fuß weiter zum Gipfel des Vogelsang (¼ Stunde, 50 hm). Nun stellte sich die Frage, was nun, Abfahren und mit den anderen, hinter uns kommenden Skitourengehern noch einmal aufsteigen oder eine kleine Wanderung ohne Ski machen. Die Entscheidung viel schnell und einstimmig, wandern! Über den mehrmals versicherten Steig stiegen wir zum Kleiner Traithen auf (¾ Stunde, 200 hm), schon schön und vor allem schön einsam. Nach einer kleine Pause gings den Weg wieder zurück zum Skidepot am Schlepplift (½ Stunde, 25 hm) und bei ziemlich starken Schneefall zu den Bussen (½ Stunde). Dafür, dass nicht wirklich viel Schnee liegt, war die Abfahrt gar nicht so schlecht, dank der Grundlage die die Beschneiung am Sudelfeld geliefert hatte. Und nun schauen wir mal, was denn da noch so kommen wird in den nächsten Tagen/Wochen, ganz hab ich die Skitourensaison noch nicht aufgegeben, weil a bissal was geht immer.

Sonntag, Dezember 06, 2020

Pidinger Klettersteig und a weng Schneerutschen - 05./06.12.2020

Jetzt kommt er endlich, der Winter, mit ergiebigen Niederschlägen, aber leider nur am, im Moment für uns unerreichbaren, Alpenhauptkamm. Für uns gab es dafür Föhn, na toll. So suchte ich mir für Samstag eine windgeschützte Tour, die auch mit fehlendem Tourenpartner geht. Also wieder mal an den Hochstaufen. Beim ersten Blick in die Nordwand, entschied ich die schweren Schuhe, Steigeisen und Pickel im Auto zu lassen. Schnell stieg ich zum Einstieg des Klettersteigs auf (1 Stunde, 600 hm). Meine Einschätzung von unten hatte sich bestätigt, es gab nur eine geringe Schneeauflage und der Fels selbst war trocken, nur an größeren Griffen und Tritten hatte sich etwas Pulver gesammelt. Wie erwartet war die Querung vom Pfeiler zum Schuttkessel unter dem Abschlussteil (Panoramaweg) am unangenehmsten. Zwar war auch hier nur wenig Schnee, aber im Bereich der Rinne fehlte das Seil, was ein paar Meter unangenehme Kletterei ohne Sicherung erforderte. Direkt danach ist eine glatte (und recht flache) Plattenquerung in der sich Schnee gesammelt hatte und daher rutschig war. Ab dem Schuttkessel gings dann aber wieder an trockenem Fels weiter bis zum Ausstieg und in wenigen Minuten zum Gipfel (2¾ Stunden, 740 hm). Den Aufenthalt am Gipfel beschränkte ich auf ein paar Fotos, da der Föhn eisig über den Kamm blies. Der Abstieg über die Steinernen Jäger war vor allem südseitig schön trocken, nur in den schattigen Bereichen hatte sich ein bisschen Eis gebildet. An einer windgeschützten Stelle konnte ich so meine Gipfelpause nachholen und nach dem etwas eintönigen Forststraßengehatsche kam ich wieder am Parkplatz an (1¾ Stunde, 50 hm). Immer wieder eine schöne Runde.
Am Sonntag rutschten wir dann noch ein bisschen mit den Kindern im Schnee am Götschen herum. Schön wieder ein bisschen Schnee unter den Ski zu spüren, die Schneemenge ist aber im Großen und Ganzen armselig. Es wird Zeit für einen richtigen Wintereinbruch, da hab ich aber eher meine Zweifel, dass das vor Weihnachten noch etwas wird.