Sonntag, Februar 21, 2021

Isartrails bei Baierbrunn mit den Kids - 21.02.2021

Nun hat der Frühling in Bayern Einzug gehalten. Deshalb verstauten wir die Ski im Keller und holten die Bikes hervor (lustiges Detail am Rande, genau vor 5 Jahren sah es überhaupt nicht nach Frühling aus, sondern nach Winter, damals bei der Tour auf den Lugauer). Von der Grünwalder Brücke strampelten wir nach Buchenhain hinauf und nahmen den Downhill bei Baierbrunn. Super lustig, bis zum letzten Teil. Dort versuchte Anna ihr Bike hinunter zu schieben, vergaß aber, dass es ganz gut wäre die Bremsen zu betätigen. Blöderweise ließ sie ihr Bike auch nicht los, was zur Folge hatte, dass sie mit ihm den Weg der Schwerkraft folgte. Zum Glück ist ihr nichts passiert, eine Pause und einen Lutscher später war alles wieder gut. Nach der ganzen Aufregung drehten wir um und legten eine Pause am Georgenstein und dem Kraftwerk Buchenhain ein. Nach dem Höllriegelpark fuhren Paul und ich noch eine kleine Runde weiter nach Norden, während Karin und Anna schon mal ihre Bikes am Brückenwirt sauber machten. Ein sehr netter Nachmittag bei unglaublichen Temperaturen (2 Stunde, 150 hm, 10 km).

Montag, Februar 15, 2021

Rossfeld, Göll und Götschen - 13./14.022021

Die letzten Wochen waren ziemlich anstrengend und so waren wir froh, wieder mal zusammen in die Berge zu kommen. Da Karin sich neue Ski in Berchtesgaden organisiert hatte, starteten wir am Samstag, nachdem wir die Ski abgeholt hatten, an der Mautstelle der Rossfeldstraße zu einer kleinen Skitour mit den Kids. Anna setzten die extrem tiefen Temperaturen ziemlich zu und so war ihre Motivation schnell im Keller. Deshalb stieg ich mit Paul alleine zum Rossfeld auf (1½ Stunden, 350 hm), während Karin und Anna es bei der Talstation des Großen Lifts bleiben ließen. Die Abfahrt meisterten wir wieder gemeinsam, zumindest bis zur Mautstelle, dort blieb Karin mit ihren neuen Ski zurück und die Kinder und ich fuhren weiter in die Oberau ab (½ Stunde, ↓800 hm). Dort wartete Karin dann schon mit dem Bus auf uns. Eine schöne kleine Skitour bei super Wetter, aber eisigen Temperaturen.
Nun hätte der Tag ja auch schon aus sein können, aber während für die anderen der gemütlich Teil des Tages begann, startete für mich und Bäda nur ein paar Kilometer entfernt eine "kleine" Kaffeerunde. Karin hatte mich noch zur Kehre unterhalb von Hinterbrand gebracht und von hier gings das Alpeltal hinauf. Das Sommerwandl lässt sich im Moment sehr gut gehen und weil der Schnee stapfen gut zuließ, blieben die Ski bis gut über der Engstelle am Rucksack. Ein paar Abfahrer kamen uns entgegen und berichteten alle von wenig lohnendem Schnee und starken Wind vor allem am Gipfel, was wollen wir mehr. Unser eigentlicher Plan war ja sowieso das Brett, wegen der kürze der Tour, als wir aber in den Umgäng ankamen (2 Stunden, 900 hm) und uns die Rinne zum Brett hinauf ansehen konnten, entschieden wir uns schnell für den etwas längeren Hatscher auf den Göll, man kann ja auch umdrehen wenn man nicht mehr mag. Dass es das nicht mehr mögen, bei uns praktisch nicht gibt, geschenkt und so standen wir knapp nach dem Sonnenuntergang auf dem Hohen Göll (1¾, 550 hm). Der Wind hatte sich etwas abgeschwächt, aber es war beißend kalt, im Wind sicher -20°C. Im Aufstieg hatte ich nach dem Handschuhwechsel mehr als ½ Stunde und die Überfäustlinge von Peter gebraucht, um wieder Gefühl in die Finger zu bekommen. So schlecht wie die anderen Tourengeher gesagt hatten, war der Schnee dann doch nicht und so gestaltete sich die Abfahrt durch die steile Südflanke als richtig gut. Spätestens am oberen Ende der Umgäng waren wir dann beide froh unsere guten Stirnlampen eingepackt zu haben und so kamen wir, inzwischen im Stockdunklen, wieder am Sommerwandl an (1 Stunde). Nun nur noch einmal die Ski geschultert und schon ging es flugs hinunter zum Auto (20 Minuten).
Eine geniale Tour. Und beide waren wir froh, jemanden zu haben mit dem man so einen Quatsch machen kann (und zu Hause jemanden zu haben der uns so einen Quatsch erlaubt). Nach der Tour war ich dann auch ausnahmsweise fertig genug um auf eine Götschenrunde am Sonntag zu verzichten. Die absolvierten Karin und Paul alleine (450 hm).

Sonntag, Januar 31, 2021

Wanderung zum Wetzsteinbruch in Ohlstadt - 31.01.2021

Zum Glück hat es nun den ganzen Schnee weggeregnet. Rechtzeitig bevor ich Pauls Tourenski (der Junior geht jetzt auch mit einer Dynafit-Bindung) und mein Bastelprojekt, zwei Ski-Böckl, fertig hatte. Naja, dann hieß es eben am Samstag erst mal die Räder rausholen und mit Paul eine Runde auf den Müllberg radeln (2½ Stunden, 150 hm, 23,5 km).
Sonntag wollten wir dann aber trotz des miesen Wetters doch noch ein bisschen raus. So unternahmen wir in Ohlstadt einen kleinen Spaziergang zum Wetzsteinbruch und dem daneben liegenden Wasserfall. Eine nette Runde (3 Stunden, 200 hm, 8 km) über Felder und durch den Wald auf dem neu angelegten Wetzsteinwanderweg mit vielen schön gemachten Infotafeln. Am Wasserfall sahen wir auch ein Hermelin, das mit seiner Beute über die steilen Hänge flitzte und seinen Bau suchte.

Samstag, Januar 30, 2021

Auf und nieder am Spitzing und eine kleine Runde auf den Olyberg - 27.01.2021

Endlich durfte man als gemeiner "Münchner" wieder in den Landkreis Miesbach und damit an den Spitzing und endlich hatte es wieder ein bisschen Schnee gegeben. Dieser Schnee kam zwar schon wieder mit einer riesen Portion Wind, aber im Moment gibt man sich ja mit allem zufrieden. So fuhren Seppi und ich zum Taubensteinparkplatz, wo wir, Zufälle gibt es, Martin trafen.
In coronakonformen Abständen (oder waren es eher Entlastungsabstände wegen der Lawinenlage?) zogen wir zum Jägerkamp hinauf (1 Stunde 20 Minuten, ↑700 hm). Vor uns war nur ein einzelner Skitourengeher unterwegs, der nach dem Jägerkamp zum Tanzeck schaute, so konnten wir eine wunderbar pulvrige Abfahrt zur Oberen Schönfeldalm einspuren (½ Stunde, ↓320 hm). Ein Traum in weiß und dafür musste man nur die Augen ein bisschen offen halten und schauen wo der Wind nicht zu viel gearbeitet hatte. So stiegen wir wieder Richtung Schnittlauchmoosalm auf (¼ Stunde, ↑160 hm), um knapp vor der Alm durch den lichten Wald zur Rauhkopfhütte abzufahren (¼ Stunde, ↓240 hm), fast noch besser als die erste Abfahrt.
Martin hatte einen Termin und so stiegen nur noch Seppi und ich zum Tanzeck auf (¾ Stunde, ↑320 hm). Eigentlich um zur Krottenthaler Alm abzufahren. Leider waren die Hänge hinunter komplett abgeblasen und schneefrei. Einzig die steile Rinne sah gut aus, war mir aber wegen der Exposition und Neigung zu "heiß". So entschieden wir uns für ein kleines alpines Abenteuer Richtung Aiplspitz, manchmal ein bisschen zum Festhalten, manchmal im grundlosen Schnee wühlen, aber immer direkt dem Grat entlang (½ Stunde, ↑80 hm). Während unserer Kraxelei sahen wir eine Gruppe die Rinne einspuren, sah schon recht gut aus. Wir stiegen aber vom Gipfel über den Ostgrat bis kurz vor den Kleinmiesing ab und spurten in perfektem Pulver den Hang zur Krottenthaler Alm hinunter ein (½ Stunde, ↓80 hm + ↓310 hm). Noch eine schöne erste Spur und das Lawinenrisiko auch noch minimiert, was will man mehr.
Da es nun schon Mittag war, hieß es für uns zwei langsam die Heimreise anzutreten und so stiegen wir nur noch zur Taubensteinbahn Bergstation auf (40 Minuten, ↑250 hm), um durch den Lochgraben zurück zum Parkplatz abzufahren (½ Stunde, ↓560 hm). So schaffte Seppi und ich eine Punktlandung zu Hause, er für eine Telco, ich um die Kids abzuholen.

Die Tour war zwar ganz gut in die Schenkel gegangen, aber für eine kleine Runde am Abend mit dem Junior war ich dann definitiv noch zu haben. Und da in München noch gut Schnee lag, fuhren wir mit den Rädern in den Olympiapark und bestiegen den Olyberg (¼ Stunde, 50 hm). Zwei Mal, weil die steile Abfahrt zum See ließ sich Paul natürlich nicht nehmen.
Schon super so eine Aktion mit dem kleinen Großen (oder war es der große Kleine) zu unternehmen.

Sonntag, Januar 24, 2021

Endlich ist er da, der Schnee: Skitour Simetsberg - 20.01.2021

Endlich, lange mussten wir hier am Nordrand der Alpen warten. Aber was lange wärt wird endlich gut und so gab es die letzten Tage sprichwörtlich Tonnen von Schnee. Viel Schnee, Wind und tiefe Temperaturen, die perfekten Grundvoraussetzungen, um mit dem weißen Gold im interessanteren Gelände nicht wirklich etwas anfangen zu können. Macht auch nichts, Surfen im Schnee macht immer Spaß und Rodeln im E-Garten mit den Kindern auch.
Mittwoch hatte sich die Lage etwas beruhigt und das Wetter war zusätzlich perfekt vorhergesagt. So nahmen sich Martin und ich den Vormittag frei und starteten in aller Herrgottsfrüh in Einsiedel los zum Simetsberg. Der Anstieg durch den Wald, meist entlang von Forststraßen ist prädestiniert um zu ratschen und so verging die Zeit wie im Flug. Ab der Simetsberg-Diensthütte war dann der Einfluss des Windes ziemlich gut zu beobachten und am Gipfel war auch der vorhergesagte Föhn schon durchgebrochen (2½ Stunden, 1050 hm). Trotzdem wollten wir die freien Hänge über der Diensthütte mehrmals befahren, damit sich der lange Waldhatsch zumindest auszahlt. Leider verschwand Martin knapp unter dem Gipfel in einem Latschenloch und brach sich den Stock ab, also doch keine Wiederanstiege sondern nur die Abfahrt zur Simetsberg-Diensthütte (¼ Stunde). So wirklich gut war die Abfahrt auch nicht, viel Windharsch und dann wieder eingewehte Rinnen und Mulden. Unsere Pause an der Diensthütte nutzen wir um ein Profil und einen ECT bzw. CT zu graben (¾ Stunde). Die Schwachschichten vom Wochenende fanden wir nicht mehr, nur eine Eislamelle etwa 10 cm über dem Boden (bei einer Gesamtschneehöhe von 170 cm) und wir lösten einen kollabierenden Teilbruch ohne Bruchfortpflanzung aus (ECTN 23@130). Einen anschließenden CT lösten wir bei gleich vielen Schlägen an der selben Schicht aus und fanden beim abheben eine dünne Oberflächenreifschicht. Diese dürfte sich zwischen den Schneefällen von letzter Woche und Sonntag gebildet haben. Nach dem Spaß im Schnee (uns war auch gut warm nach der Buddelei), gings durch den Wald zurück zum Auto (½ Stunde).
Eine nette Skitour mit Martin, auch wenn man es wegen der Abfahrt nicht machen hätte müssen, Spaß hat es trotzdem gemacht. Am Parkplatz kontrollierte übrigens die Polizei, ob die Kontaktbeschränkungen eingehalten wurden.

Sonntag, Januar 10, 2021

(Kinder)skitouren und winterliche Kletterei im BGL - 01.-08.01.2021

Der erste Tag des neuen Jahres begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Ich weiß ja, eigentlich wollte ich wegen der geringen Schneelage keine Skitour mehr gehen, aber wenn das Töchterchen schon mal Lust auf eine Skitour hat, kann man seine Meinung schon mal ändern. Anna, Karin und ich stiegen von der Götschenalm zum Götschenkopf auf (2 Stunden, 450 hm) und ganz so schlimm wie vor drei Tagen war es mit dem Schnee nicht mehr. Mehr als eine Pistentour ist aber definitiv nicht drin.
Das wollte Paul natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass seine kleine Schwester eine größere Skitour gegangen ist als er. Also Familienskitour auf den Götschen (1½ Stunden, 450 hm) am Zweiten. Der Dritte brachte dann nur einen kleinen Spaziergang auf den Lockstein, während Paul und ich am Vierten mit den Zipfelbobs vom Hirscheck (1 Stunde, 350 hm) fuhren, während Karin und Anna am Hochschwarzeck Schlitten fuhren.

Für den Fünften war nicht nur perfektes, sonniges Wetter vorhergesagt, sondern Peter und ich hatten uns den Tag auch für eine kleine Aktion geblockt. Der Tag am Untersberg letzte Woche hatte gezeigt, dass in der Südwand weniger Schnee als vermutet liegt und da Peter die Anfängerfreuden (8 SL, UIAA 5-) neben der Naturfreundehöhle noch nicht kannte, sollte diese Tour unser Ziel sein.
Um nicht immer von Ettenberg aus zum Untersberg aufzusteigen, starteten wir diesmal von der Hintergern. Über den Störweg und den Weg zum Scheibenkaser gelangten wir zu den Rinnen die zum Einstieg der Tour führen (2 Stunden, 800 hm). Durch den relativ weichen Schnee wühlten wir uns zum Einstieg hinauf (1 Stunde, 150 hm). Hier wären die Steigeisen an ein paar Stellen gar nicht unangenehm gewesen, wir hatten sie (und die Pickel) aber aus Gewichtsgründen im Auto gelassen. Wir klettern schließlich in einer Südwand! Für den Rest der Tour stellte sich dann aber heraus, dass unsere Planung aufging, die kurzen Schneepassagen waren auch ohne Steigeisen gut zu meistern.
Die Tour selbst war ein Traum, auch wenn sich Reibungsplatten (sind zum Glück ja nicht viele) mit einem (nassen) Bergschuh weniger schön klettern lassen, als mit einem Kletterschuh. Ich hatte gerade die vierte und fünfte Seillänge nicht mehr als so schön in Erinnerung (vor sieben Jahren war ich die Tour schon mit Karin geklettert). Die unangenehmste Seillänge war diesmal die vorletzte. Auf den flachen Platten hatte sich eine, leider nicht fest anhaftende, Schneeschicht gebildet, die vornehmlich bei leichter Belastung ihren Weg der Schwerkraft folgend antrat. Aber auch diese Länge ging ohne Steigeisen und so musste ich mich in der letzten Länge nur noch ein paar Meter durch den Schnee hochwühlen, damit wir an der Stütze der Materialseilbahn unser Bier genießen konnten (3 Stunden, 230 hm). Die Pause hatten wir uns redlich verdient und umso schwungvoller ging es danach wieder hinunter zum Auto (1¾ Stunde, 20 hm). Ein toller Tag, wieder einmal komplett alleine bei bestem Wetter und bei netter Kletterei. Es wäre auch warm genug gewesen, um die steileren Touren in der Süd- und Südwestwand komplett schneefrei zu klettern. 
Karin war an diesem Tag mit den Kids bei der Wildfütterung im Klausbachtal.
Drei König brachte dann noch ein bisschen Schnee, aber leider wieder nur in homöopathischen Mengen. So sorgten wir am Donnerstag für ein paar zusätzliche Kratzer in unseren Zipfelbobs, bei der Abfahrt vom Hirscheck (1 Stunde, 350 hm), diesmal als gesamte Familie.
Freitag war dann unser letzter Tag im BGL und das Wetter sah recht passabel aus. Das nutzen Karin und ich noch für eine letzte Skitour alleine. Von Hinterbrand trugen wir die Ski zur Mittelstation und stiegen übern Klaus-Maxei zur Jenner Bergstation auf (2 Stunden, 700 hm). Schnaufen, Ratschen, Schauen, es ist einfach schön Zeit als Paar verbringen zu können. Für den Weg auf den Gipfel ließen wir die Ski wieder an der Bergstation zurück, da immer noch ähnlich wenig Schnee liegt wie vor knapp zwei Wochen (¼ Stunde, 80 hm). Auf der Tour wie auch am Gipfel waren ein paar Leute unterwegs, aber von einem Ansturm, wie ihn ein paar Lokalpolitiker gerne postulieren, war nichts zu sehen. Dies gilt übrigens für das ganze BGL und die ganzen zwei Wochen, die wir da waren. Zurück auf der Sonnenterrasse der Bergstation ließen wir uns unsere Brotzeit schmecken und genossen die Zeit zu zweit. Nach eine kurzen Abfahrt stiegen wir noch zum Klaus-Maxei-Schlepplift auf (¼ Stunde, 80 hm), um die Abfahrt um einen "Pulverhang" zu verlängern. Naja, die Qualität dieser Idee war eher mäßig, dafür ist es aber auch ein Steinski. Über die Jennerwiesen gibt es inzwischen, entlang der Beschneiungslanzen, eine durchgängige Spur, auf der man keine Steine trifft und man die DSV Trainingsstrecke umgehen kann. Nur zurück nach Hinterbrand muss man wieder tragen (¾ Stunde). Ein schöner Abschluss bevor es am Montag wieder zurück in den Home Office und Home Schooling Wahnsinn geht.
2021_01_08_Jenner

Donnerstag, Dezember 31, 2020

Rückblick auf ein verrücktes Jahr

Man könnte im Jahresrückblick sagen: was für ein S*****jahr, aber das wäre zu einfach gegriffen. Das Jahr hatte nämlich viel mehr als ein blödes Virus zu bieten. Neben Corona gab es einige Höhen und auch Tiefen in diesem Jahr. Die Skitourensaison am Anfang des Jahres bot einige Highlights, wie zum Beispiel das Kopftörl im Kaiser oder auch der Hundstodreibn im Steinernen Meer. Nach unserem super schönen Besuch bei Chanti und Joël bremste uns (und auch die restliche Welt) Corona aus und wir nutzten die Zeit für Bewegung in den eigenen vier Wänden.
Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit dieses Jahr brachte uns viele schöne Wanderungen und Übernachtungen in den Voralpen, schöne Klettertage in Franken und Treffen mit neuen und alten Freunden.
Ein sommerliches Highlight war die Begehung des Nollen während wir Dani auf der Guggi besuchten. Kurze Zeit später kam der absolute Tiefpunkt in diesem Jahr, mein Stolperer an Karins Geburtstag. Dass wir an dem Tag nun gemeinsam Geburtstag feiern können, habe ich nur einer ganzen Schar an Schutzengeln zu verdanken.
So waren wir trotz aller Unwägbarkeiten doch recht viel in den (vor allem bayrischen) Bergen unterwegs (55200 hm davon 19140 hm mit Ski und 8860 hm mit dem Bike).
So bleibt uns an diesem letzten Tag des Jahres nur noch euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich super tolles Jahr zu wünschen! Rutscht gut rüber.



Ende des Jahres im BGL - 28.-31.12.2020

In diesem Jahr ist vieles anders, so auch zwischen den Jahren. Normalerweise besuchen wir in dieser Zeit ja meine Eltern. Nach unserem Besuch am Sonntag hatte sich aber klammheimlich eine Testpflicht in die Quarantäneverordnung geschlichen. Nun hat es der Markus S. also wirklich geschafft, jetzt wird sogar uns der Aufwand für einen Abstecher in Tirol zu groß, danke dafür. Aber wir haben ja noch einen zweiten, bergnahen Stützpunkt, also ab zu Karins Eltern.
Nach einer Woche weihnachtlichem auf der faulen Haut liegen, mussten wir uns Montag bewegen. Familienskitour, weil heiß auf Schnee sind wir im Moment alle vier. Von der Mautstelle an der Rossfeldstraße stiegen wir mit den Kindern zum Rossfeld auf (1½ Stunden, 350 hm). Nicht nur dass sie beide den Aufstieg gut gemeistert hatten, auch in der Abfahrt (trotz etlicher Steine) kann man wirklich stolz auf die beiden sein. Einfach schön die Freude der Kinder an unserem Lieblings(winter)sport zu sehen. Da erwartungsgemäß mein Bewegungsdrang noch nicht gestillt war, drehte ich noch eine abendliche Runde auf den Götschen (¾ Stunde, 400 hm). Wobei aber auf der Familienabfahrt unter dem Beschneiungssee praktisch kein Schnee mehr vorhanden ist, nachdem sämtlicher Schnee am unteren Hang der FIS Abfahrt zusammengeschoben wurde. Für die Familienabfahrt darf man übrigens sogar mit seinem Steinski wenig Mitleid haben.
2020_12_28_Rossfeld

Dienstag wollten eigentlich Peter und ich zusammen etwas unternehmen. Aus familiären Gründen konnte er aber nicht, so zog ich alleine los. Nach einer spannenden Fahrt nach Hinterbrand (bei Neuschnee erweist sich unser Allrad immer als Gold wert), zog ich meine Spur über die Mittelstation und die Wasseralm zur Priesbergalm (1½ Stunden, 500 hm). Das bisschen Neuschnee, das in der Nacht gefallen war, wurde leider durch den stürmischen Wind verfrachtet. Zu beobachten war das schon unterhalb der Priesbergalm, durch die exponierte Lage war es aber an den Hohen Rossfeldern extrem. Dieser Umstand ließ mit Sicherheit auch die paar anderen Skitourengeher, die hinter mir kamen, am Unteren Rossfeld umkehren. Ich hatte aber eine Spur in den Stiergraben gesehen, die ganz passabel aussah und dafür musste ich noch ein Stück ins Obere Rossfeld. Also konnte ich auch ganz zu den Begrenzungsfelsen des Fagstein aufsteigen (1 Stunde, 450 hm). Beim Abfellen riss mich der Föhnsturm fast von den Beinen und die Abfahrt war immer ein Wechsel aus Wind(bruch)harsch, Gras und Triebschnee, also ein Traum. Kein Wunder, dass ich froh war ohne Zwischenfälle zurück an der Priesbergalm zu sein, einige Steine habe ich auf jeden Fall erwischt. Bei der Abzweigung oberhalb der Königsbachalm ins Torrener Joch fellte ich wieder auf und stieg über die Südhänge zur Jenner Bergstation auf (1 Stunde, 500 hm). Der Wind hatte sich inzwischen fast gelegt und im Gegensatz zu den Rossfeldern ist man hier fast durchgängig in der Sonne. Nach dem doch recht frischen ersten Teil der Tour konnte man sich hier wieder aufwärmen. Zum Jenner Gipfel nahm ich diesmal die Ski gar nicht erst mit, die Abfahrt ist schon bei viel Schnee wenig lohnend, bei den momentanen Bedingungen aber eher eine Kamikaze Aktion (¼ Stunde, 80 hm). Auf der Abfahrt zurück zur Mittelstation gingen sich sogar noch ein paar schöne Schwünge aus (und natürlich auch noch ein paar Steinvolltreffer) und so endete die Tour nach einem kurzen Fußmarsch wieder in Hinterbrand. Eine super 1500 hm Runde, die aber meine letzte Skitour sein dürfte, ohne deutlich Neuschnee.
Den Nachmittag verbrachten wir bei einem Spaziergang um und am zugefrorenen Hintersee und Mittwoch wanderten wir mit Claudi und ihrer Freundin zur Kneifelspitze (1¼ Stunde, 350 hm). Immer wieder eine nette Wanderung und bestens geeignet zum Ratschen wenn man sich lange nicht gesehen hat.

Und am letzten Tag des Jahres klappte es dann doch noch, Peter hatte Zeit, Matze hatte Zeit und ich auch. Unser Ziel war der Berchtesgadener Hochthron über den Klettersteig. Die Tour ist für Peter und mich auch im Winter nichts Neues, aber wie immer im Winter kann man die Bedingungen in der Wand schwer von unten einschätzen. Für alle Eventualitäten ausgerüstet stapften wir, bei deutlich mehr Schnee als auf den Rossfeldern, zum Scheibenkaser (1½ Stunden, 680 hm). Spätestens hier waren wir froh Schneeschuhe hochgeschleppt zu haben. Der Zustieg zum Steig war mit teils grundlosem Pulver zugeweht (¾ Stunde, 170 hm). Der Steig selbst ging weitgehend gut, die Steigeisen und Pickel konnten in den Rucksäcken bleiben, nur das Seil kam an zwei Stellen zum Einsatz. Und so stiegen wir knapp neben dem Gipfelkreuz über die Wechte auf den Hochkarst des Untersberg (2 Stunden, 380 hm). Im eiskalten Wind stiegen wir zum Störhaus ab (¼ Stunde), wo wir ausgedehnt Pause machten und die warme Sonne und ein Bier genossen. Der Abstieg zum Scheibenkaser (1 Stunde, ↑50 hm, ↓600 hm) war dieses Mal um einiges besser als vor drei Jahren, obwohl wir auch spuren mussten. Schnell ging es dann in der ausgetretenen Spur hinunter zu den Autos (¾ Stunde) und damit dem Feierabend entgegen. Ein super Ausklang des Jahres mit den Jungs, so machen Touren einfach Spaß, danke.