Samstag, September 19, 2026

Dänemark/Schweden - 20.08.-13.09.2026

Nachdem wir letztes Jahr im Urlaub mehr oder weniger komplett auf den Bus verzichtet hatten, musste er dieses Jahr extra viel herhalten. Ostern ein Abstecher auf Krk, Pfingsten ein Sprung in die Normandie und jetzt nach Schweden, sowie eigentlich vor drei Jahren schon geplant.
Nachdem wir von Dani zurückgekommen waren, hieß es noch zwei Tagen arbeiten, bis Donnerstag, Karins Geburtstag, der Startschuss für unseren Urlaub fiel. Erst mal gemütlich nach Franken die Verwandtschaft besuchen, dann in Leipzig die Antarktis Ausstellung im Panometer ansehen, ein bisschen durch die Innenstadt bummeln und bevor es auf die Fähre nach Dänemark ging noch ein Besuch bei Lisa und Christian in Rostock. Was für ein schöner Start in den Urlaub.

Die Überfahrt nach Gedser fand Karin dann weniger schön. Auch die Ostsee kann ordentlich Seegang haben, aber 2 Stunden sind schnell vorüber und unser erster Stopp brachte uns wieder nach Nykøbing Falster/Sundby. Wir wussten vom letzten Mal, dass sich hier ein sehr cooler Trail im Wald versteckt. Die „Old Lady“, wie sie von den Trailstars Falster genannt wird, ist immer noch so schön wie in unserer Erinnerung. Zwei Runden cruisten wir über Hindernisse und Anlieger quer durch den Hamborgskoven (2x 1 Stunde, 60 hm, 7,5 km). Da der Trail so schön ist, beschlossen wir am nächsten Morgen auch die Kiesgrube von Systofte zu besuchen. Dort hatte der Verein weitere Trails angelegt. Bessere Trails, mehr technische Passagen, aber bei weitem nicht so schönes Ambiente (1¼ Stunden, 210 hm, 9 km). Nach einer kurzer Pause beim „Sightseeing“ in Nykøbing drehten Paul, Karin und ich ein paar Runden im Bikepark Åhaven (¼ Stunde, 60 hm, 2,5 km) und Karin und ich fuhren noch den Trail durch den Bangsebroskoven (½ Stunde, 5 km). Damit kehrten wir Falster den Rücken und fuhren nach Seeland zu Anders. Nachdem es beim letzten Mal so schön bei ihm war und wir länger hängen geblieben waren als geplant, freuten wir uns schon sehr auf sein kleines verwunschene Reich. Ein lustiges Abendessen und eine erholsame Nacht später satteln wir die Pferde, füllten den Bus noch mit frischen Äpfeln aus dem Garten und fuhren nach Kopenhagen. Eine große Tour durch die Stadt, wie vor drei Jahren, wollten wir nicht machen, aber einen kleinen Bummel durch Christiania und ein bisschen Schwimmen im Hafenbecken war geplant. Vor dem Haupteingang sperrten wir die Bikes ab und drehten eine Runde durch die Freistadt. Als wir zurück kamen dann der Schock, die Bikes standen schön aufgereiht da, nur in einer anderen Reihenfolge und Karins neues E-MTB, sowie eines der Schlösser und zwei Helme fehlten! Anna, Paul und ich machten uns sofort auf die Suche, auch wenn eigentlich klar war, dass keine Aussicht auf Erfolg bestand. Als ich zurück kam, telefonierte Karin gerade und Anna standen weinend daneben. Was war denn nun schon wieder los? Es war ein Anruf, dass Harry, unser Kater, von einem Auto überfahren worden war. Was für ein Tag! Alle in den Arm nehmen, Gedanken sortieren und dann einen Plan machen: Karin und die Kids gingen Schwimmen am Kalvebad Bølge und ich machte eine Anzeige im Polizeipräsidium am Hauptbahnhof, auch eine Form der gerechten Arbeitsteilung. Nach getaner Arbeit sprang ich mit den andern noch ins Wasser, bevor wir zu unserem Bus zurückgingen bzw. fuhren und Kopenhagen über den Øresund den Rücken kehrten. Mal sehen wie die Schadensregulierung mit der Versicherung läuft, aber außer den Ärger sollten wir zu mindestens nicht am monetären Schaden setzen bleiben.
2026_08_20-25_Anreise

Mit der Fahrt über den Øresund begann, nach fast einer Woche „Anreise“, unser eigentlicher Trip. Da es schon relativ spät war, Dank der Aktion in Kopenhagen, fuhren wir nur noch nach Falsterbo, einem Naturschutzgebiet auf einer Halbinsel südlich von Malmö. Der Sonnenuntergang in den Dünen war zwar spektakulär, aber jede Menge Quallen in der Ostsee und eine Mücken-Invasion ließen uns schnell zum Bus flüchten und den Abend drinnen verbringen. Kopenhagen hatte uns die Lust auf Sightseeing gründlich verdorben, eine kurze Runde durch Malmö und Lund drehten wir aber trotzdem, bevor wir im Höganäs am Lotsenhaus unser Nachtlager aufschlug. Um unsere Mobilität zu verbessern, hatten wir kurz vor Ladenschluss für Karin noch ein Billigrad in einem Baumarkt besorgt. Die Suche nach einer passenden Vorbauklemmenschraube (wer bitte verbaut, M7 Senkkopfinbus?) gestaltete sich aber als überraschend schwierig.
Der Kullaberg ist eine Halbinsel nördlich von Malmö, die sich mit steilen Granitabbrüchen aus dem Øresund erhebt. Hierher waren wir zum Wandern/Klettern gefahren. Am Parkplatz halfen wir einem jungen Pärchen mit unserem Starterkabel, im Gegenzug gaben sie uns ein paar Insider-Tipps für die Gegend. Zuerst wanderten wir vom Parkplatz eine Runde um den Leuchtturm (2 Stunden 200 hm, 4 km). Dabei fanden wir einige coole Routen am Ahrensberg. Ich holte unsere Buskletterausrüstung, nur wollte leider niemand mit mir klettern. Also seilte ich mich vom Umlenker der Route King Kong (7-) ab und kletterte die Tyskerout (5) im Toprope-Solo. Gar nicht schön, nicht die Route, die war top, aber mein dickes, altes 10,2er Seil war nur bedingt mit den Grigri als Sologerät kompatibel.
Die Nacht parkten wir an der Kirche von Mölle und mit den Bikes und zu Fuß ging’s noch zum Localtipp: Nimis. Ein riesiges Treibholzbauwerk in der „Freien Nation“ Ladonia (2 Stunden, 270 hm, 10 km). Was für ein cooler Tag, da war die Abendstimmung im Hafen von Möller, dann nur noch die letzte Draufgabe. Mit diesem Abend endete aber auch der Sommer. In der Nacht gab es den ersten Regenguss und der Folgetag brachte viel Regen auf unserem Weg über Torekov nach Mellbystrand. Deshalb legten wir einen Stopp im Teckningsmuseet von Laholm ein und nein, kein Technikmuseum wie der Name vermuten lässt, sondern ein Museum für Zeichnungen. Den nächsten Regentag saßen wir in Mellbystrand aus, bei Minigolf und Kartenspielen, bevor es weiter in den Norden ging. Halmstad und Falkenberg waren, wie schon Malmö und Lund, nicht hässlich, aber auch nicht wirklich einen Besuch wert. Dafür waren die Hügelgräber bei Tylösand ganz nett und der Abend im Hafen von Galtabäck war dann das erste wirkliche Highlight Schwedens.

Unsere Reise im Süden hatten wir nicht nur wegen des Wetters etwas verzögert, sondern auch weil Karin sich am Montag mit einem ihrer Bekannten aus Brindisi, als sie am Weg nach Albanien strandete, treffen wollte. Deshalb fuhren wir nach Varberg. Und siehe da, die erste schwedische Stadt, die uns richtig gut gefiel. Das Mittagessen mit Michael war super nett und hoffentlich besucht er und sein Sohn uns bald in München!
Auf Göteborg hatten wir nach unserem Erlebnis in Kopenhagen keine Lust, deshalb ging’s über die Stadtautobahn direkt nach Varholmen, um mit der Fähre nach Hönö überzusetzen. Dort drehten wir eine Runde mit den Bikes in den Ersdalen (1 Stunde, 60 hm, 3,5 km), nicht wirklich prädestiniert fürs Biken, trotzdem ganz witzig auf den Granitplatten. Die Nacht verbrachten wir im Hafen von Fotö, mit einem gigantischen Sonnenuntergang, sehr entspannt. Nachdem wir wieder alles getrocknet hatten, nutzten wir den folgenden Tag, um den Schärengarten ein bisschen zu erkunden. Auf Öckerö wanderten wir zur Stora Rävholmen, Paul und ich wateten nach Lilla Rävholmen, und gemeinsam bestiegen wir den höchsten Berg der Insel, den Stångefjäll (24 m) (2¾ Stunden, 90 hm, 3,8 km). Der Hafen von Hälsö gefiel uns nicht so gut wie der von Fotö, weshalb wir nach Fotö zurückkehrten und sogar noch einen Platz in der Sauna für den nächsten Morgen ergatterten, immerhin hatte inzwischen der September begonnen und die Temperaturen luden für Sauna ein.
Laura und Vladi hatten uns erzählt, der reizvollste Teil Schwedens ist nördlich von Göteborg bis zur Grenze zu Norwegen. Das so genannte Bohuslän besteht aus Fjorden und Schären und Felsen, jede Menge Felsen aus rosa farbigem Granit. Und in dieser Gegend kann man natürlich Klettern! In Brodalen besorgen wir uns den Kletterführer und sahen uns den Felsbrigel von Häller an. Leider hatte das Kletterercamping am Fuß des Felsens geschlossen und im Gebiet gibt es fast nur hartes Zeug und noch dazu weitgehend clean. Kurz vor Lysekil fanden wir aber etwas für uns, den Trälleberg. Der Zustieg entlang des Fjords, halb wandernd, halb kletternd (¼ Stunde, 50 hm, 1 km) ist den Besuch schon wert. Und das Klettern erst, phänomenal, auch wenn der Großteil der Routen im Bereich 7-8 liegt. Die Absicherung ist fast wie in einer Kletterhalle und der Fels, überall leicht überhängend, bietet jede Menge schöne Kanten und Schuppen. Paul konnte ich für Mamluker Light (6-) motivieren, dann topropeten Karin und Anna Kyrktornet (5+) und am Ende versuchte ich noch Carlstens Fästing (7-), musste aber in Bohus Fästing (6) ausweichen. Die Griffe werden irgendwann einfach klein und wenig. Training wäre mal wieder angesagt.
Wenn man in Schweden ist, muss man natürlich den schwedischsten Schweden überhaupt besuchen, IKEA. Nach so einem Klettertag hat man ja auch keine Lust mehr zu kochen, so gab’s Köttbullar und Kartoffelbrei zum Abendessen und die Nacht standen wir in der nahen Marina von Uddevalla. Zum Frühstück radelten wir die Uferpromenade bis in die Innenstadt. Unter anderem um Karin mit Reiseübelkeitsmedikamenten einzudecken, die Wellen-/Windvorhersage für unsere Überfahrt nach Dänemark ließ nämlich auf einigen Spaß schließen. Am Rückweg besuchten wir noch den Gipfel des Lövåsberget, mit einem tollen Ausblick auf die Uddevallabron (1 Stunde, 200 hm, 11 km).
Die Fahrt zu unserem letzten Ziel in Schweden, dem Aeroseum, führte uns über weitere Schären nördlich von Göteborg. Einige der Schären sind nicht mit Brücken verbunden, sondern mit Seilfähren, unter anderem am Ängöleden und am Malöleden. Ziemlich spaßig und es entschleunigt die Reise deutlich. Das Aeroseum ist ein Museum, das im 22000 m² großen, unterirdischen Hangar eines ehemaligen Luftwaffenstützpunkts beheimatet ist. Hier können alle Flugzeuge und Hubschrauber der schwedischen Luftwaffe hautnah erlebt werden. Von der historischen J29 Tunnan, die früher dort stationiert war, bis zum JA37 Viggen kann man fast alle Flugzeuge und Hubschrauber nicht nur ansehen, sondern auch anfassen und teilweise auch "beklettern". Ein Muss für jeden Flugzeugfan und das beste: man kann auf dem Gelände auch Übernachten/Campen. Also ideal für unseren letzten Abend in Schweden, bevor es am nächsten Morgen in den Hafen von Göteborg und mit der Fähre nach Fredrickshaven ging.
2026_08_25-09_05_Schweden

Die Fährüberfahrt von Göteborg nach Fredrikshaven war zum Glück weniger schlimm als befürchtet. Da die Fähre direkt durch die relativ hohen Wellen fuhr, stampfte sie zwar ein wenig, aber es gab kaum Rollen, so konnte sogar Karin die Fahrt fast genießen. Von der Fähre fuhren wir direkt Richtung Westküste, mit einem ersten Stopp in Løkken. Durch die leicht schützende Wirkung der Jammerbucht, hatte ich gehofft einen für mich surfbaren Swell zu finden, leider Fehlanzeige. Zum Schutz meiner Gesundheit drehten wir nur eine kurze Runde mit dem Auto am Strand und fuhren direkt weiter nach Klitmøller, unserem eigentlichen Ziel zum Surfen. Zwei Tage blieben wir in Cold Hawaii und die drei Surfsessions zeigten mir wieder mal eindrucksvoll wie niedrig mein Surfniveau ist. Spaß gemacht hat es trotzdem, zumal bei der Session mit den Kids ein Seehund neben uns auftauchte und das Nystrup Camping in Klitmøller alleine ist schon einen Besuch wert.
Über Nørre Vorupør, wo wir das letzte Mal bei einem "besetzten" Haus übernachtet hatten und richtig schöne Surfseesions genießen konnten, und dem SMK Thy, fuhren wir zum Oddesundtårnet (tolle Kunstinstallationen in zwei Weltkriegsbunkern), um den Limfjord zu queren. Direkt südlich der Brücke steht der Grisetå Odde Fyr, der wahrscheinlich am häufigsten fotografierte Leuchtturm Dänemarks. Nun gibt es ein Foto mehr und zwar mit unserem Bus. An diesem Tag gings noch bis Billund, wo Paul sein Angelglück an einem Weiher etwas außerhalb der Stadt probierte, an dem wir auch übernachteten. Wie schon letztes Mal besuchten wir natürlich das LEGO House. Und wie beim letzten Mal machte es super Spaß und die Zeit verging viel zu schnell.
Nach dem Abstecher im Landesinneren, gings wieder an die Westküste, nach Vejers Strand. Dort fanden wir wieder einen coolen Platz in den Dünen des Vejers Strand Camping. Da es in der Gegend eigentlich nur wenig Lichtverschmutzung gibt, sah die Fackel, die wir am Weg nach Vejers schon gesehen hatten, aus, als wäre Mordor nordöstlich von Vejers. Die Kids konnte ich zwar nicht mehr motivieren ins Wasser zu gehen, aber für mich gabs noch zwei nette Sessions bevor wir nach Mandø aufbrachen. Mandø ist eine Wattenmeerinsel und die einzige dänische Gezeiteninsel. Das heißt nur bei Ebbe ist sie über einen Damm erreichbar. Man fühlt sich fast ein bisschen wie Mose, wenn der Damm langsam aus dem Meer steigt und es ist wirklich spannend, auch wenn man hinter zwei Einheimischen her fährt. Auf der Insel sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht und das Leben ist ziemlich entschleunigt, ob wir das länger aushalten würden wage ich zu bezweifeln. Nach einer Nacht kehrten wir auf jeden Fall, bei der nächsten Ebbe, der Insel den Rücken und besuchten Susanne und Simon mit Kids und ganzer Family zum Frühstück auf Rømø, bevor wir uns diesmal nicht festfuhren, sondern weiter zu Cecil, Jens, Lexi und Hedi nach Sankt Peter Ording fuhren. Auch hier konnte ich die Kids leider nicht motivieren ins Wasser zu gehen, obwohl es wieder sehr coole Miniwellen gab, die perfekt waren, um das Anpaddeln zu üben.
Freitagabend kehrten wir dem Norden endgültig den Rücken und fuhren noch bis Soltau, um Samstag im Heide Park zu verbringen. Wieder ein Riesenspaß, nicht nur die Big 7, sondern auch die kleineren Fahrgeschäfte. Und so kamen wir Sonntagmittag, nach 25 Tagen und 3837 Kilometern, wieder in München an. Auch wenn der Radldiebstahl in Kopenhagen die Stimmung ziemlich runtergezogen hatte, war es alles in allem ein toller, schöner Urlaub. 

Mittwoch, August 19, 2026

Der Sommerhitze auf der Guggi entfliehen - 14.-16.08.2026

Kurz vor unserem Urlaub stand unser obligatorische Besuch bei Dani und der Guggi an. Donnerstagabend schlugen wir in Interlaken auf und Freitag Früh gings, wie die letzten Jahre, mit der ersten Bahn nach Grindelwald und weiter zur Station Eigergletscher. Dort trennten wir uns. Paul und ich stiegen aufgepackt mit unserer Eisausrüstung zur alten Guggi auf (1 Stunde, ↓220 hm, ↑290 hm), während die Anderen zur Guggi gingen.
Von der alten Guggi seilten Paul und ich uns auf den Gletscherschliff des Guggigletschers ab und suchten uns den einfachsten Weg zum Gletscherbruch. Etwas oberhalb des Bruchs versuchten wir den Gletscher Richtung Guggi zu queren, um die Rinne unterhalb des früheren Einstiegs der Guggiroute für unseren Aufstieg zu nutzen. Nachdem wir ein paar Spalten gequert hatten, blieben wir allerdings im zerschrundenen Gletscher hängen und kehrten unverrichteter Dinge um. Spaß hat es trotzdem gemacht und ein bisschen Kraxelei später waren wir wieder zurück an der alten Guggi (3 Stunden, ↑↓370 hm). Nach einer kleinen Pause, um die Ausrüstung zu verstauen, hieß es dann in den sauren Apfel beißen und mit drückend schweren Rucksäcken den restlichen Aufstieg zur Guggi absolvieren (1 Stunde, ↑400 hm). Dort erwartete uns nicht nur ein Anschiss von Karin (weil ich ja angeblich nicht Bescheid gegeben hatte), sondern auch eine heiße Suppe und jede Menge Flüssigkeit für unsere verdorrten Kehlen.

Da selbst nach dem Gewitter am Freitagabend kein Wasser im Wassertank ankam, stiegen Dani und ich Samstagfrüh zur Wasserfassung auf, um die Wassersituation zu verbessern. Angesicht dessen, dass die Wasserfassung komplett umgeworfen war, war das gar nicht so schwierig (½ Stunde, ↑↓60 hm). Zurück an der Guggi gabelte ich Jasmin, Martina und Karin auf und wanderte mit ihnen zum Mönchsplateau (1 Stunde, ↑300 hm). Einfach eine nette Wanderung und Karin begleitete mich sogar noch weiter Richtung Eisfeld unterhalb des Nollen (½ Stunde, ↑250 hm). Traurig wie es dort aussieht. Der Nollen sollte noch gehen, aber ob ein Aufstieg über das Gipfelfirnfeld möglich ist, wage ich zu bezweifeln. Auch am Plateau, wo Jasmin und Martina warteten, sieht es nicht besser aus. Von dem Firnfeld ist nichts mehr über. Kein Wunder also, dass der Bach zur Wasserfassung fast versiegt ist und die Guggi komplett auf Regenwasser angewiesen ist. Beim Abstieg drehten Karin und ich noch eine Runde über die Wasserfassung, um zu sehen, ob Dani und ich etwas bewirkt hatten (1¼ Stunden, ↑40 hm). Leider nicht, denn der wahre Grund war ein Stein der ein ordentliches Loch in das Rohr geschlagen hatte. Also stiegen wir zur Guggi ab und ich holte etwas Gaffer-Tape, um die Leitung zu flicken. Dabei sah ich zwei Wanderer beim Aufstieg. Als diese nach eineinhalb Stunden immer noch nicht angekommen waren, stieg ich zu ihnen ab, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Es war alles in Ordnung, Ophelia und ihr Vater Matt waren aber trotzdem ganz froh, dass ich ihnen das letzte Stück die Rucksäcke abnahm (¼ Stunde, ↓↑100 hm).
Den Abend verbrachten wir dann alle gemeinsam, bei gutem Essen, einem weiteren Gewitter und einer Hubschrauberbergung vom Grat zwischen den Eigerjöchern. Besser als Fernsehen.

Der Sonntag begann für uns relativ früh, für Nachmittag waren schwere Gewitter und Regen vorhergesagt. Ophelia und Matt schickten wir schon mal vor, als wir noch klar Schiff machten. Da wir die beiden aber sehr schnell einholten, nahm ich Matt kurzerhand ans Seil und die anderen Ophelia unter ihre Fittiche und so klappte der Abstieg zum Trümmelbach reibungslos und überraschend schnell (2¼ Stunden, ↓680 hm). Dort verabschiedeten wir uns von den Beiden und stiegen relativ zügig zur Station Eigergletscher auf, wo Paul schon seit "Stunden" auf uns wartete und ein Schläfchen auf einer der Bänke hielt (20 Minuten, ↑220 hm).

Was für ein schönes Wochenende! Wie immer hat die Zeit auf der Guggi mit Carolin, Dani, Martina und Jasmin super viel Spaß gemacht. Paul hat sich wieder mal die Zeit mit Holzhacken vertrieben und Anna hatte ihre Freundin Liv mit dabei und Karin und ich hatte einfach ein bisschen Zeit für uns. Sonntagabend grillten und badeten wir noch bei Dani, bevor wir uns Montag wieder auf den Weg zurück nach München machten. 

Mittwoch, August 12, 2026

Sonnenfinsternis am Olympiaberg - 12.08.2026

Und heute mal auf einem "kleinen" Berg.
Sonnenfinsternis von einem leicht erhöhten Ort, mit wenig Bebauung gegen Westen, damit man möglichst lange etwas sieht. Wenn dann noch das Olympiastadion "im Weg" steht, dann entstehen auch bei 89% Überdeckung ganz schön beeindruckende Fotos. Was für eine Volksfeststimmung im Olympiapark....München du bist der Wahnsinn!
2026_08_12_Sonnenfinsternis

Gori die nächste - 11.08.2026

Man muss Feste feiern wie sie fallen und auf die Gori fahren, wenn das Wetter gut ist. Deshalb gings diese Woche schon wieder zum Grillabend beim Pauli. Am Wochenende hatten wir uns fast ausschließlich am Bach herumgetrieben und Montag holte mich Anna mit dem SUP ab, aber Dienstagabend gehört dem Kampenwandgebiet.

In relativ großer Gruppe (Laura, Vladi, Martin, Sebastian und Karin) kurbelten wir über Hintergschwendt zur Gori rauf (1¾ Stunde, 650 hm, 12 km). Nach den obligatorischen Ripperl gings wieder über die Schlechtenbergalm und dem Goriloch zum Reitweg (¾ Stunde, 30 hm, 6 km).

Wieder mal ein echt netter Abend mit dem ganzen Trupp.

Mittwoch, August 05, 2026

Ripperl auf der Gori - Feierabendrunde mit Paul - 04.08.2026

Der Junior will in den Ferien beschäftigt werden. Nach einer Runde SUPen auf der Isar letzte Woche, gings diese Woche zum Ripperlessen auf die Gori. Trotz drückender Hitze kurbelten wir relativ entspannt über Hintergschwendt zur Gori hinauf (1:20 Stunde, 650 hm, 12 km). Die Ripperl schmeckten wieder hervorragend. Danach kurbelten wir noch die letzten paar Meter zur Schlechtenbergalm hinauf, um dann durchs Goriloch zum Ziehweg und Reitweg abzufahren (½ Stunde, 30 hm, 6 km). So blieb am Ende sogar noch Zeit bei Laura und Vladi vorbeizuschauen und das langsame Abkühlen am Balkon zu genießen.
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Ballern bis (nicht) der Arzt kommt - Saalbach mit Paul - 02.08.2026

Letztes Jahr lieferte ich Paul am ersten Ferienwochenende beim PGC Premium Bike Camp in Saalbach ab. Dieses Jahr findet das Camp leider nicht statt, Paul wollte aber sowieso pausieren. Aber mit mir eine Runde shredden gehen, das wollte er schon und da wir an dem Wochenende im BGL waren, nutzten wir den Sonntag. Wie schon im gesamten Frühsommer, war es heiß, trocken und staubig, ein ziemlicher Kontrast zum letzten Jahr.
Wir starteten am Zwölferkogel mit der 12er Sky-Line und der Z-Line, dann gings an den Schattberg West zum Hackelberg-Trail und der Buchegg-Line, weiter über die Sheepy Hollow-Line zur X-Line und der fAIRy-Line und der neuen Bearly Legal-Line runter nach Saalbach. Auf der Kohlmaisseite die Panorama-Line und die Monti-Line, bevor wir eine kleine Mittagspause einlegten und ein weiteres Mal vom Schattberg Ost die fAIRy-Line und die Bearly Legal-Line nahmen. Zu guter Letzt gings über den Hackelberg-Trail und die Buchegg-Line zurück zum Auto...was für ein Tag, 6¾ Stunden, 5890 hm, 77 km, ich war total streichfähig.
Das Home of Lässig enttäuscht nicht. Und wie letztes Jahr befürchtet, komme ich Paul, trotz des kleinen Herbstferienknick, nicht mehr hinterher.
2026_08_02_Saalbach

Samstag, August 01, 2026

Bike und Hike am Diggl - 25./26.07.2026

Alle Jahre wieder zu Vladis Geburtstag pilgern wir zusammen zum Diggl, dieses Jahr unter dem Motto: Festival.
Seit langen schafften wir es, uns alle auf eine gemeinsame Tour zu einigen, eine Wanderung zum Furtschaglhaus. Während die anderen vom Schlegeis aus starteten, kurbelten Karin, Claudi und ich zuerst zum Stausee hinauf (2 Stunden, 800 hm, 13 km). Dafür ging’s dann  entspannt und flott einmal um den See zum Radlparkplatz am Südostende (½ Stunde, 6 km). Ab hier ist das Radfahrer verboten und so wanderten wir die Forststraße zur Materialseilbahn hinauf (¼ Stunde, 100 hm). Obwohl wir recht flott unterwegs waren, trennten wir uns hier und ich baute meine überschüssige Energie am Wanderweg zum Furtschaglhaus ab (½ Stunde, 400 hm).
Dort warteten nicht nur Marie, Wini, Laura und Vladi auf uns, sondern auch eine herzhafte Kaspresssuppe und ein Kaiserschmarrn. Der Abstieg dauerte dann fast genau gleich lang wie der Aufstieg (½ + ¼ Stunde), dafür verkürzten wir bei der Abfahrt die Zeit auf weniger als ein Drittel (¾ Stunde) und waren deutlich früher bei Sauna und Hottub, als der Rest. Das abendliche Gewitter ersetzte die kalte Saunadusche und nach dem Grillen war es wieder trocken genug für ein Lagerfeuer.
Was für ein schönes, gemütliches Wochenende, da freuen wir uns jetzt schon wieder auf nächstes Jahr.

Sonntag, Juli 26, 2026

Abteilungswandertag zum Eckbauer in Garmisch - 23.07.2026

Schon in unserer alten Abteilung veranstalteten wir in der Vergangenheit Wandertage. In unserer neuen Abteilung scheint diese Art der Bewegung auch beliebt zu sein, so nahmen alle Pullacher Kollegen teil. Zusammen wanderten wir vom Skisprungstadion in Garmisch durch die Partnachklamm zum Eckbauer (2¼ Stunden, 500 hm). Einfach eine schöne Wanderung, nur der Abstieg unter der Gondelbahn ist etwas steil (1 Stunde).
Schön, dass auch unsere neue Zusammensetzung gemeinsam etwas unternimmt.

Donnerstag, Juli 23, 2026

Ein Abstecher in die Sümpfe von Louisiana - 13.-17.07.2026

Wiedermal recht kurzfristig ergab sich eine "Lustreise". Diesmal führte sie mich in den Süden der USA, nach Louisiana. Trotz drei arbeitsreichen Tage, konnte ich mir am Abend immer noch ein Bild von der Umgebung machen.
Mein Fazit, Alligatoren werden nicht mehr meine Freunde, aber schmecken ganz gut und Sumpflandschaft, schwüles, heißes Wetter und petrochemische Industrie sind nicht das präferierte Urlaubsziel. Spannend war es trotzdem.
2026_07_13-17_Louisiana