Mittwoch, März 25, 2026

Zwei Törl und eine Scharte - Spitzkehrentango und Rinnenflitzen im Griesnerkar - 25.03.2026

Es ist zwar Frühlingswetter, aber der Winter soll nochmal zurückschlagen. Also früh los, damit sich ein paar Höhenmeter in der Sonne ausgehen, bevor Sturm, Regen und Schnee zuschlagen. Leider zieht sich die Fahrt zur Griesneralm immer ein bisschen und so startete ich ins Griesnerkar deutlich später als ich eigentlich wollte.
Man kann immer noch direkt an der Alm die Ski anziehen und nur im Waldgürtel vor dem Hochtal muss man (wie immer) ein paar Minuten tragen. So gings gemütlich Richtung Griesnerkar hinauf, wobei ich mich am westlichen Rand hielt, um möglichst früh Sonne abzubekommen. Unterwegs überholte ich einige Tourengeher (muss denn mittwochs keiner mehr arbeiten?) und stand als erster im Goinger Törl (2 Stunden, 1200 hm). Weil ich ein paar Stapfspuren Richtung Nördlicher Törlspitze sah, musst ich natürlich gleich mein Glück versuchen. Bis auf den Gipfel bin ich nicht gekommen, spaßiges Gekraxle in mehr oder weniger festem Fels war es aber allemal (↑↓20 Minuten, 50 hm).
Als die ersten anderen Tourengeher kamen, fellte ich ab und fuhr die schön aufgefirnte Rinne bis unters Kleine Törl ab (½ Stunde). Dort kamen die Felle wieder auf die Ski und ich stieg, in etlichen Spitzkehren und zuletzt stapfend, zum Kleinen Törl auf (½ Stunde, 140 hm).
Hier machte ich nun eine etwas ausgedehntere Pause, vor allem auch, weil mein Knie wieder mal etwas Liebe benötigte. Es wird Zeit, dass das endlich besser wird. Für die Abfahrt zurück ins Kar hielt es aber wieder gut. Und im unteren, weniger steilen Teil fand ich sogar ein bisschen Wildschnee, der ziemlich viel Spaß machte (¼ Stunde). Unter der Regalpscharte kamen wieder die Felle an die Ski und wieder begann der Spitzkehrentango. Auch hier stapfte ich nur die letzten paar, wirklich steilen, Meter bis zur Scharte (½ Stunde, 220 hm). Von hier hat man freie Sicht auf die Hochgrubachspitze, wo ich einer Dreierseilschaft (?) beim Abklettern zusehen konnte.
Brotzeit und Getränke waren inzwischen aufgebraucht und das schlechte Wetter zog unaufhaltsam von Nord-Westen herein, so sparte ich mir die Pause und fellte ab. Die Abfahrt durch die steile Rinne war deutlich besser als befürchtet und wie schon am Kleinen Törl, war im unteren Teil super schöner Wildschnee. Die breite, unverspurte Flanke ins Kar lud zum Cruisen ein und an der Fritz Pflaum Hütte kam ich ohne Gegenanstieg, aber auch ohne Stopp, vorbei. Die restliche Abfahrt war pistenähnlich eingefahren, was mir mit meinen müden Oberschenkeln ganz recht war. Durch den Wald hieß es kurz tragen, aber dann konnte man bis nach der kleinen Fußgängerbrücke an der Griesneralm abfahren (¾ Stunde).
Was für ein cooler Tag, 5¼ Stunden und über 1600 hm. Aber hoffentlich war das noch nicht die letzte Skitour für diese Saison.

Montag, März 23, 2026

Würmtal Trails - 22.03.2026

Karin musste Samstag wieder mal arbeiten und ich hatte noch einiges zu Hause zu werkeln, aber Sonntag nutzten wir das frühlingshafte Wetter auf den Würmtal Trails. Im Gegensatz zu meiner Runde im Dezember, fuhren wir diesmal mit dem Auto nach Gauting, das gibt mehr Trailspaß und weniger Gemecker von den Kids.
Paul und ich drehten ein paar Runden mit unseren Bikes, dann wechselte Paul auf Karins Bike und zog Anna ein paarmal nach oben, bevor ich schlussendlich für Paul das Taxi machte (2 Stunden, 480 hm). Ein schöner Nachmittag, auch Paul schein nach seinem Unfall im Herbst wieder Spaß auf den Trails zu haben und das Abschlussbier bei Alexandra und Weis tat sein übrigens.

Sonntag, März 22, 2026

Wellnessmittwoch mit Karin - Roßkopf und Seesauna - 18-03.2026

Nach unserem Familienwellnesswochenende im Bayrischen Wald, war es endlich so weit, Karin hatte auch einen Mittwoch frei bekommen. Mit Schnee sieht’s in den Bayrischen Voralpen leider nicht mehr rosig aus, auch wenn das „schlechte“ Wetter vom Wochenende wieder ein paar Zentimeter Weiß gezaubert hat, für Ski reicht es nicht mehr. Aber wir sind ja nicht anspruchsvoll und so spazierten wir einfach von Sutten zum Roßkopf (1½ Stunden, 630 hm). Vor der Stümpfling Alm machten wir, in der Sonne und viel wichtiger im Windschatten, Brotzeit, bevor es die wirklich gute Piste wieder zurück zum Bus ging.
Nach der Wellness-Bewegung, kam noch die Wellness-Entspannung mit einem Nachmittag in der Seesauna Tegernsee. So dürften Mittwoche öfters sein.
2026_03_18_Sutten

Samstag, März 14, 2026

Aprilwetter in den Zillertalern - Schwarzachschneid mit Martin - 11.03.2026

Wie letztes Jahr schon, war Martin wieder auf Skiurlaub am Gerlospass, also wurde die Mittwochsskitour in die Zillertaler verlegt.
Vom Gasthof Kühle Rast stiegen wir durch das Tal bis zum Talschluss zur Schwarzachschneid auf (3½ Stunden, 1300 hm, 7 km). Sowohl landschaftlich, als auch vom Skigelände her sehr schön. Der schwache Winter hat hier seine Vorteile, es gibt nur wenige und kleine Lawinenkegel die überquert werden müssen. An der Schwarzachschneid angekommen, nutzte ich die Wartezeit auf Martin noch mit ein wenig Kraxelei am Blockgrat Richtung Höhenbergkarkopf (¼ Stunde, 60 hm). Als Martin die letzte Querung zu Schneid machte, stieg ich wieder ab und zusammen ließen wir uns eine gemütliche Halbe schmecken.
Leider zog inzwischen ziemlich schlechtes Wetter von Südwesten herein und so machten wir uns an die Abfahrt. Im ersten Kessel standen wir dann im Schneesturm. Die eh schon schlechte Sicht wurde noch schlechter und die Abfahrt glich einem Tasten im Whiteout. Fünf Minuten später war der Spuk wieder vorbei und am Ende der Abfahrt lugte sogar die Sonne wieder hervor (1 Stunde). Abfahrtstechnisch war alles dabei: lockerer Wildschnee im Kammbereich, Brucharsch, Windharschdeckel, Firn und am Ende noch ein bisschen Sulz und Wasserski. Eine schöne Tour im besten Aprilwetter.

Montag, März 09, 2026

Frühling im BGL - Gipfelsammeln im Watzmannkar und eine Geburtstagstour zum Eckerleiten - 07./08.03.2026

Nicht nur im Koasa hat sich der Frühling breit gemacht, auch im Berchtesgadener Land. Das ist die richtige Zeit, um das E-Bike auszupacken, zur Benzinkurve hinauf zu radeln (½ Stunde, 590 hm) und dem Watzmannkar einen Besuch abzustatten. Ein paar Meter muss man die Ski inzwischen schon tragen, aber ab dem Abzweig vom Wanderweg gibt es eine 
durchgängige Schneedecke. Als erster an diesem Tag stieg ich durch den Lärchenwald bis ins Kar auf und ließ das 4. Kind links liegen, um zum Skischartl zu gelangen (1¾ Stunde, 1030 hm). Sehr ungewöhnlich fürs Kar: ich war nicht nur der erste, sondern praktisch alleine. Nach einer kurzen Abfahrt in sehr zweifelhaftem Schnee (¼ Stunde), fellte ich wieder auf und besuchte das 5. Kind (½ Stunde, 180 hm). Dort begegnete ich zwei anderen Skitourengehern, welche auch überrascht über die wenigen Leute waren. Die zweite Abfahrt bis unters 4. Kind war ähnlich bes%$§& wie die erste, aber in den Westhängen des 4. Kinds gingen sich auch ein paar brauchbare Schwünge aus (¼ Stunde). Der letzte Aufstieg des Tages brachte mich noch zum 3. Kind (½ Stunde, 260 hm), wo ich die erste richtige Pause einlegte und mir meine Brotzeit schmecken ließ. So schön das Wetter auch war, die Sicht Richtung Süden war schon deutlich getrübt vom Saharastaub, der gerade in der Luft liegt. Die Abfahrt zurück zur Benzinkurve war dann besser als befürchtet, die Osthänge hatten inzwischen ein bisschen Firn bekommen und der Lärchenwald ist so stark eingefahren, dass die Schneebeschaffenheit sowieso keine Rolle mehr spielt (½ Stunde). Zu guter Letzt hieß es nur noch mit dem Bike zurück zum Auto rollen (¼ Stunde), damit ich rechtzeitig zum Mittagessen zurück zu Hause war.
Was soll ich sagen, landschaftlich ein toller Tag, wegen der Abfahrt hätte man es aber nicht machen müssen. Dafür hab ich aber mal wieder jede Form von Bruchharsch gesehen.

Am Sonntag hatte ich dann meinen Joker frei. Einmal im Jahr darf ich mir eine Familienskitour wünschen, ganz ohne Gemecker. Dafür muss meine Familie mir kein Geburtstagsständchen singen, finde ich einen fairen Deal.
Die kürzeste Skitour im BGL ist das Eckerleiten, weshalb wir hier auch in der Vergangenheit mit den Kids schon unterwegs waren. Diesmal endete die Tour für die Kids aber nicht an der Ecker Alm, sondern wir stiegen alle gemeinsam bis zum Purtschellerhaus auf (1½ Stunden, 500 hm). Dort vergruben die Kids zwei LVS für mich (einen DSP und ein (analoges) F1), damit ich das neue nivia 3D finder, das mir Micha zum Testen überlassen hatte, mal gründlich ausprobieren konnte (1 Stunde, 50 hm). Mit meinem DSP bin ich definitiv eingespielter, aber der 3D finder ist super intuitiv und am Mittwoch werde ich eine zweite kleine Testrunde in die geplante Tour mit Martin einbauen.
Die Abfahrt machte den Kids im oberen Teil nicht wirklich Spaß, aber unten raus zauberte der Firn allen einen Grinser aufs Gesicht (¼ Stunde). Wie schon am Samstag, gings von der Tour direkt zum Mittagessen, irgendwie muss man die verbrannten Kalorien ja wieder auffüllen.

Ein wirklich sehr schönes Geburtstagswochenende bei den Schwiegerleuten. Allerdings bin ich neugierig wie lange noch Skitouren gehen, weil viel Schnee ist es nicht mehr.

Freitag, März 06, 2026

Frühling im Koasa - Ellmauer Tor und Hinterer Goinger Halt - 04.03.2026

Der Frühling macht sich auch in den Bergen immer mehr bemerkbar und gleichzeitig sind die Nächte kalt und klar. Beste Bedingungen für eine gute Abstrahlung und somit beginnt endlich die Firn-Zeit. Und was gibt es für eine schönere Firntour, als durchs Kübelkar ins Ellmauer Tor? So brauchte es überhaupt keine Überzeugungsarbeit, um Daniela als Tourenpartnerin zu gewinnen.
Von der Wochenbrunner Alm mussten wir die Ski zwar ein kurzes Stück tragen, aber unterhalb der Gaudeamus Hütte konnten wir wieder auf die Ski (und Harscheisen) wechseln. Die Grundlawinen im Latschengürtel haben ganze Arbeit geleistet und so sind einige der Schotterreißen dort bereits komplett schneefrei. Noch ging’s ohne Ski abschnallen bis ins Kübelkar aufzusteigen, lange geht das aber nicht mehr. Im Kübelkar hat die Schneedecke noch etwas mehr Reserven, aber wirklich mächtig ist sie nicht. Auf dem weiteren Weg ins Ellmauer Tor kamen uns die ersten Abfahrer entgegen, was die Vorfreude auf die Firnabfahrt steigen ließ und in der Ostwand der Vorderen Karlspitze konnten wir ein paar Kletterer in der Göttner beobachten. So kamen wir schnell höher und während Daniela im Ellmauer Tor zurück blieb, erreichte ich das Skidepot an einem Felsen auf halber Höhe des Gipfelhangs des Goinger Halts (2½ Stunden, 1000 hm). Die gute Spur zum Gipfel des Hinteren Goinger Halt war auch ohne Steigeisen problemlos machbar (¼ Stunde, 130 hm) und im Abstiegt merkte ich, dass der Gipfelhang auch leicht zu firnen begann, sollte eigentlich ganz gut zu fahren sein. Also schnappte ich mir meine Ski und stieg nochmal auf, um dann ins Ellmauer Tor abzufahren (½ Stunde, 70 hm). Was soll ich sagen, muss man mal gemacht haben, aber nicht unbedingt wiederholen, mein Adrenalinspiegel stieg dadurch auf jeden Fall erheblich. Der erhoffte Firn wurde nämlich durch eine Wolke massiv behindert. So hatte ich mir die Pause zumindest verdient, bevor es mit einer kurzen Passage abschnallen wieder zurück zum Auto ging (¾ Stunde).
Eine schöne Tour mit Daniela, bei der gefrorener Schnee, Firn und Sulz recht nahe beieinander lagen.

Mittwoch, Februar 25, 2026

Frühling auf der Tanzeckreibn - 25.02.2026

Nach der tiefwinterlichen Woche in der Surselva, war diese Woche Frühling in die Bayrischen Voralpen eingezogen. Milde Temperaturen und Regen in Strömen, na toll. Mittwoch besserte sich das Wetter, nicht die Temperaturen, die blieben im zweistelligen Bereich, aber der Regen, der verabschiedete sich und stattdessen bekamen wir wolkenlosen Sonnenschein. So konnten Daniela und ich eine wunderschöne Frühlingstour am Spitzing drehen. Über den übel zugerichteten unteren Lochgraben stiegen wir zu den Schönfeld Almen und weiter zum Tanzeck auf (1¾ Stunde, 600 hm). Hier oben sah der Schnee gar nicht so schlecht aus und so war die Abfahrt ins Krottental ein Hochgenuss, Firnsurfen vom Feinsten. An der Krottentaler Alm legten wir eine ausgedehnte Pause in der Sonne ein, bevor wir an der Forststraße wieder auffellten (¾ Stunde). Vorbei an der Bayerland Hütte und dem Taubensteinsattel zogen wir unsere Spur auf den Taubenstein. Zu dessen Gipfel wir sogar direkt mit den Ski aufsteigen konnten (¾ Stunde, 300 hm). Leider gestaltete sich die Abfahrt zur Unteren Maxlrainer Alm als schlechter wie gehofft. Im Schatten Bruchharsch, in der Sonne grundloser Sulz und ich hatte mich schon auf Bedingungen wie im Krottental gefreut (½ Stunde). Nun folgte noch der letzte Aufstieg. In der brennenden Sonne hechelten wir zurück in den Lochgraben (½ Stunde, 80 hm), um dann den eisigen unteren Lochgraben zum Parkplatz abzufahren, wirklich keine Freude (¼ Stunde).

Was für eine coole Tour, Frühling hat schon auch was.