Freitag, März 06, 2026

Frühling im Koasa - Ellmauer Tor und Hinterer Goinger Halt - 04.03.2026

Der Frühling macht sich auch in den Bergen immer mehr bemerkbar und gleichzeitig sind die Nächte kalt und klar. Beste Bedingungen für eine gute Abstrahlung und somit beginnt endlich die Firn-Zeit. Und was gibt es für eine schönere Firntour, als durchs Kübelkar ins Ellmauer Tor? So brauchte es überhaupt keine Überzeugungsarbeit, um Daniela als Tourenpartnerin zu gewinnen.
Von der Wochenbrunner Alm mussten wir die Ski zwar ein kurzes Stück tragen, aber unterhalb der Gaudeamus Hütte konnten wir wieder auf die Ski (und Harscheisen) wechseln. Die Grundlawinen im Latschengürtel haben ganze Arbeit geleistet und so sind einige der Schotterreißen dort bereits komplett schneefrei. Noch ging’s ohne Ski abschnallen bis ins Kübelkar aufzusteigen, lange geht das aber nicht mehr. Im Kübelkar hat die Schneedecke noch etwas mehr Reserven, aber wirklich mächtig ist sie nicht. Auf dem weiteren Weg ins Ellmauer Tor kamen uns die ersten Abfahrer entgegen, was die Vorfreude auf die Firnabfahrt steigen ließ und in der Ostwand der Vorderen Karlspitze konnten wir ein paar Kletterer in der Göttner beobachten. So kamen wir schnell höher und während Daniela im Ellmauer Tor zurück blieb, erreichte ich das Skidepot an einem Felsen auf halber Höhe des Gipfelhangs des Goinger Halts (2½ Stunden, 1000 hm). Die gute Spur zum Gipfel des Hinteren Goinger Halt war auch ohne Steigeisen problemlos machbar (¼ Stunde, 130 hm) und im Abstiegt merkte ich, dass der Gipfelhang auch leicht zu firnen begann, sollte eigentlich ganz gut zu fahren sein. Also schnappte ich mir meine Ski und stieg nochmal auf, um dann ins Ellmauer Tor abzufahren (½ Stunde, 70 hm). Was soll ich sagen, muss man mal gemacht haben, aber nicht unbedingt wiederholen, mein Adrenalinspiegel stieg dadurch auf jeden Fall erheblich. Der erhoffte Firn wurde nämlich durch eine Wolke massiv behindert. So hatte ich mir die Pause zumindest verdient, bevor es mit einer kurzen Passage abschnallen wieder zurück zum Auto ging (¾ Stunde).
Eine schöne Tour mit Daniela, bei der gefrorener Schnee, Firn und Sulz recht nahe beieinander lagen.

Mittwoch, Februar 25, 2026

Frühling auf der Tanzeckreibn - 25.02.2026

Nach der tiefwinterlichen Woche in der Surselva, war diese Woche Frühling in die Bayrischen Voralpen eingezogen. Milde Temperaturen und Regen in Strömen, na toll. Mittwoch besserte sich das Wetter, nicht die Temperaturen, die blieben im zweistelligen Bereich, aber der Regen, der verabschiedete sich und stattdessen bekamen wir wolkenlosen Sonnenschein. So konnten Daniela und ich eine wunderschöne Frühlingstour am Spitzing drehen. Über den übel zugerichteten unteren Lochgraben stiegen wir zu den Schönfeld Almen und weiter zum Tanzeck auf (1¾ Stunde, 600 hm). Hier oben sah der Schnee gar nicht so schlecht aus und so war die Abfahrt ins Krottental ein Hochgenuss, Firnsurfen vom Feinsten. An der Krottentaler Alm legten wir eine ausgedehnte Pause in der Sonne ein, bevor wir an der Forststraße wieder auffellten (¾ Stunde). Vorbei an der Bayerland Hütte und dem Taubensteinsattel zogen wir unsere Spur auf den Taubenstein. Zu dessen Gipfel wir sogar direkt mit den Ski aufsteigen konnten (¾ Stunde, 300 hm). Leider gestaltete sich die Abfahrt zur Unteren Maxlrainer Alm als schlechter wie gehofft. Im Schatten Bruchharsch, in der Sonne grundloser Sulz und ich hatte mich schon auf Bedingungen wie im Krottental gefreut (½ Stunde). Nun folgte noch der letzte Aufstieg. In der brennenden Sonne hechelten wir zurück in den Lochgraben (½ Stunde, 80 hm), um dann den eisigen unteren Lochgraben zum Parkplatz abzufahren, wirklich keine Freude (¼ Stunde).

Was für eine coole Tour, Frühling hat schon auch was.

Sonntag, Februar 22, 2026

Schneewalze in Surcuolm - eine Woche mit einem 4er in der Schweiz - 14.-21.02.2026

Wie überall in den Alpen, hatte es auch bei Chanti und Joël bis jetzt sehr wenig Schnee. Keine wirklich guten Voraussetzungen für die Faschingsferien, trotzdem verbrachten wir einen super schönen Sonntag auf der Piste. Wobei ich Stefan, Paul, Ida und Hanna mit dem Snowboard Gesellschaft leistete (4500 hm, 42 km).
Über Nacht kam dann worauf wir schon den ganzen Winter gewartet hatten: Schnee. Eine richtige Schneewalze, fast 50 Zentimeter über Nacht und am folgenden Montag. Da war weder an Freeriden noch an Skitour zu denken. Der SLF hatte einen 4er ausgerufen, was sich auch den Rest der Woche nicht mehr ändern sollte. Dafür konnten wir, bei teilweise miserabler Sicht, auf den Pisten Powder vom Feinsten genießen (5900 hm, 55 km). Den Abend verbrachte Joël und ich bei Yoga und Bier mit den Dorfmännern, nachdem wir mit dem Pistengerät ein paar Gäste im Cuolm Sura abgeholt hatten, ein sehr lustiger Abend. Die Nacht zum Dienstag brachte dann weitere fast 40 Zentimeter. Im grundlosen Schnee grub ich mich bei der ersten Abfahrt mit dem Snowboard so sehr ein, dass ich, wie am Tag zuvor, auf Tourenski wechselte. Mit denen hatte ich deutlich mehr Spaß und wenn der Lift von Valata nicht so furchtbar langsam wäre, wären Karin und ich ausschließlich die Talabfahrt gefahren, Powder ohne Ende (4000 hm, 40 km).
2026_02_15-17_SurcuolmPisteln

Der Mittwoch brachte Wetterbesserung. Die Lawinensituation ließ zwar keine anspruchsvollen Touren zu, aber dafür gab es, zum ersten Mal seit dem wir Surcuolm besuchen, Schnee bis ganz ins Tal. Der Tipp vom Local mit Hut (aka Joël): Vom Bündner Rigi nach Ilanz abfahren. Diese wunderschönen Hänge, die wir schon von unseren Skitagen in Sasolas kannten. Zum Bündner Rigi führt ein präparierter Winterwanderweg, ähnlich dem nach Cuolm Sura (1½ Stunden, 320 hm, 4 km). Während Karin im Künstlercafe einen Tee trank, drehte ich noch eine Runde auf den Pezza Pintga (½ Stunde, 200 hm). Ziemlich grundloses Gewühle, dafür aber auch eine Wahnsinnsabfahrt direkt zum Rigi hinunter. Nach einem Käffli und einem letzten Studium der Karte, machten wir uns auf den Weg. Was soll ich sagen, der Schnee hatte sich ein bisschen gesetzt und war damit nicht mehr ganz so grundlos, also perfekt für eine Abfahrt im mäßig steilem Gelände. Den Weg fanden wir mit der Erklärung von Joël ohne Probleme und nur an der Luven Straße und in Quadras Sut mussten wir kurz abschnallen, um die Straße zu queren. Ansonsten ging die Abfahrt bis zu den Sportplätzen von Ilanz hinunter (¾ Stunde, ↓930 hm). An den Sportplätzen und dem Bädli hieß es die Ski schultern und zum Bahnhof gehen (½ Stunde), wo wir in den Bus nach Surcuolm steigen konnten und kurz vor den Kids wieder ankamen.
Donnerstag dann der nächste Schneefall, zwar nur noch Mindermengen (10-15 Zentimeter), aber trotzdem wieder relativ schlechtes Wetter. So spazierte ich am Vormittag auf den Piz Mundaun (1½ Stunden, 750 hm). Völlig alleine, da zwar die blaue Piste inzwischen anplaniert war, der Lift aber weiterhin geschlossen blieb. Bei der Abfahrt zum Mittagessen nahm ich noch einiges an Powder mit (¼ Stunde) und am Nachmittag spazierten Karin und ich noch auf einen Aperol nach Cuolm Sura (¾ Stunde, 300 hm).
Wie jeden Freitag, stand das Skirennen an, diesmal nicht in Valata sondern in Cuolm Sura. Also stiegen Karin und ich mit den Ski zum Start in Plitsches auf (¾ Stunde, 420 hm). Paul und Karin holten die Goldene, während Anna knapp das Podest verpasste und ich, wie immer, weit abschlagen hinterher fuhr. Trotzdem hat es allen viel Spaß gemacht. Den Abend ließen wir dann beim Bauernmarkt und Eisstockschießen ausklingen. Da konnten wir sogar den zweiten Platz gewinnen und beim nächsten Mal gehen wir mit dem Preis in der Ortspizzeria Essen.

Und so schnell war die tolle Woche auch schon wieder um. Liebe Reisecrew, es war uns wieder mal ein Volksfest mit euch.

Mittwoch, Februar 11, 2026

Kleiner Gilfert mit Tommi - 11.02.2026

Bevor wir nächste Woche wieder Chanti und Joel besuchen, ging sich diesen Mittwoch eine zweite Tour mit Tommi aus. Wieder in Hochfügen, weil ganz schlecht war die Tour letzte Woche nicht und je nach Tour und Schneelage kann man zumindest auf die Piste ausweichen, war aber heute nicht nötig.
Über die Rodelbahn stiegen wir zur Pfundsalm und von dort über die Osthänge hinauf zum Kleinen Gilfert auf (2½ Stunden, 900 hm). Vor allem im oberen Teil war ich unendlich langsam, da mein Knie ganz schön zickte. Nach einer Runde Dehnen am Gipfel, hielt es bei der Abfahrt aber überraschend gut durch. Die Abfahrt war, abgesehen vom Bruchharsch in Gipfelbereich, gar nicht so schlecht und so kamen wir ohne Haxen brechen und mit ein paar schönen Schwüngen wieder am Auto an (½ Stunde).

Sonntag, Februar 08, 2026

Gröbner Hals mit Anna - 08.02.2026

Karin bei ihren Eltern, Paul im Vor-Skilager-Chill-Modus und bestes Wetter vorhergesagt, was macht man da? Genau, Vater-Tochter-Skitour im Karwendel.
Anna und mein Ziel war der Gröbner Hals. Die schattige Forststraße durchs Unterautal hat noch genug Schnee bzw. Eis, leider im Flachen auch ein bisschen Splitt, wahrscheinlich von den Pferdekutschen die durch das Tal fahren. Kurz vor der Hochstegenalm gibt es dann ein paar Stellen, die in den nächsten Tagen aper werden dürften, heute gings aber noch ohne Abschnallen. Nord-, ost- und westseitig ist ausreichend Schnee und die Hauptroute an der Gröbenalm sieht fast wie eine Piste aus. Alle südseitigen Hänge sind aber inzwischen bis in die Gipfelbereiche hinauf schneefrei. Vom eigentlichen Gröbner Hals stiegen wir noch auf das kleine Skihörndl direkt westlich auf (3 Stunden, 780 hm) und machten dort eine ausgedehnte Pause.
Die Abfahrt war dann leider Kategorie 2 Spaß, die Hänge zur Gröbenalm waren zwar schön firnig und man musste nur ein bisschen auf Steine aufpassen. Unterhalb der Alm war die Abfahrt aber schon im Schatten und überfror leicht. Trotzdem schafften wir es ohne Verluste auf die Forststraße und über diese dann im flotten Schuss, raus zum Auto (½ Stunde).

Was für eine coole Tour, ich bin wahnsinnig Stolz auf mein "kleines" Mädel. Sie macht ihrer Mutter schon fast Skitourenkonkurrenz.

Mittwoch, Februar 04, 2026

Gilfert mit Tommi - 04.02.2026

Endlich ist Tommi wieder im Lande, leider aber weiterhin kein Schnee. A bisserl Bewegung hat aber noch nie geschadet, also packten wir unsere Ski ein und starteten los. Um dem Schneeproblem vorzubeugen, starteten wir hoch und mit Piste. Wir folgten der Aufstiegsroute von Hochfügen bis zum Lamark Hochleger (1 Stunde, 500 hm). Durch die Spitzlahn gings weiter bis zum Grat zwischen Metzen und Gilfert (¾ Stunde, 330 hm) und mal mit, mal ohne Ski über den Grat zum Gipfel (1 Stunde, 260 hm). Für eine kurze Pause mussten wir uns eine windgeschützte Stelle suchen, da inzwischen ein eisiger Wind aufgefrischt hatte.
Die Abfahrt über den Grat war wie erwartet, ausgesprochen beschissen und mit immer wieder Abschnallen verbunden. In die Spitzlahn konnten wir dafür die Rinne abfahren und der Schnee war besser als befürchtet, kein Bruchharsch. Trotzdem waren wir froh wieder auf die Piste zu kommen um nur noch zum Auto zu carven (¾ Stunde, 30 hm).
Was für ein nettes Tagele mit dem Tommi, nächste Woche gleich wieder!

Dienstag, Februar 03, 2026

Wintercampen am Reschen und zwei mal Steinpleiß - 31.01./01.02.2026

Unsere Skitouren, Freeride und Multisport Wochenenden haben ja schon seit Jahren Tradition. Selbst beim Wintercamping treffen wir uns inzwischen schon länger. Aber wie auch letztes Jahr war die Wahl des Ziels ziemlich schwierig, außer in den Seealpen ist die Schneedecke überall unterdurchschnittlich. So auch am Reschen, aber zumindest winterlich sieht es dort aus und im Langtauferer Tal fanden wir sogar etwas Schnee für Skitouren.

Samstag spazierten Karin und ich von Melag über die ehemalige Piste nach Maseben (1 Stunde, 420 hm). Währenddessen pistelte Vladi ein bisschen in Schöneben und Laura und Claudi faulenzten in der Sonne am Haidersee. Da die Lawinensituation nicht viel zuließ, stiegen wir über das kupierte Gelände an der Nordflanke zum Steinpleiß auf (1¼ Stunden, 440 hm). Die Aussicht Richtung Westen und Norden ist grandios und so genossen wir eine ausgedehnte Pause in der Sonne. Der Schnee in der Abfahrt war zwar nur mäßig, grundlos und jede Menge Sharks, aber ein paar schöne Schwünge gingen sich trotzdem aus und die Rodelbahn nach Melag machte sogar richtig Spaß (½ Stunde, 40 hm).

Sonntag drehten wir eine zweite Runde auf den Steinpleiß. Diesmal begleitete uns Vladi bis Maseben. Als Aufstieg wählten Karin und ich das kleine Tal zwischen Steinpleiß und Tiergartenspitze. Schöner und weniger begangen als der Aufstieg vom Vortag. die Abfahrt aber ähnlich. Leider zog sich Karin ihre Kante, zum Glück nur der Steinski, trotzdem ein Ski weniger.

Trotz des wenigen Schnee ein sehr schönes Wochenende und diesmal sogar ganz ohne Verletzungen.