Sonntag, Februar 22, 2026

Schneewalze in Surcuolm - eine Woche mit einem 4er in der Schweiz - 14.-21.02.2026

Wie überall in den Alpen, hatte es auch bei Chanti und Joël bis jetzt sehr wenig Schnee. Keine wirklich guten Voraussetzungen für die Faschingsferien, trotzdem verbrachten wir einen super schönen Sonntag auf der Piste. Wobei ich Stefan, Paul, Ida und Hanna mit dem Snowboard Gesellschaft leistete (4500 hm, 42 km).
Über Nacht kam dann worauf wir schon den ganzen Winter gewartet hatten: Schnee. Eine richtige Schneewalze, fast 50 Zentimeter über Nacht und am folgenden Montag. Da war weder an Freeriden noch an Skitour zu denken. Der SLF hatte einen 4er ausgerufen, was sich auch den Rest der Woche nicht mehr ändern sollte. Dafür konnten wir, bei teilweise miserabler Sicht, auf den Pisten Powder vom Feinsten genießen (5900 hm, 55 km). Den Abend verbrachte Joël und ich bei Yoga und Bier mit den Dorfmännern, nachdem wir mit dem Pistengerät ein paar Gäste im Cuolm Sura abgeholt hatten, ein sehr lustiger Abend. Die Nacht zum Dienstag brachte dann weitere fast 40 Zentimeter. Im grundlosen Schnee grub ich mich bei der ersten Abfahrt mit dem Snowboard so sehr ein, dass ich, wie am Tag zuvor, auf Tourenski wechselte. Mit denen hatte ich deutlich mehr Spaß und wenn der Lift von Valata nicht so furchtbar langsam wäre, wären Karin und ich ausschließlich die Talabfahrt gefahren, Powder ohne Ende (4000 hm, 40 km).
2026_02_15-17_SurcuolmPisteln

Der Mittwoch brachte Wetterbesserung. Die Lawinensituation ließ zwar keine anspruchsvollen Touren zu, aber dafür gab es, zum ersten Mal seit dem wir Surcuolm besuchen, Schnee bis ganz ins Tal. Der Tipp vom Local mit Hut (aka Joël): Vom Bündner Rigi nach Ilanz abfahren. Diese wunderschönen Hänge, die wir schon von unseren Skitagen in Sasolas kannten. Zum Bündner Rigi führt ein präparierter Winterwanderweg, ähnlich dem nach Cuolm Sura (1½ Stunden, 320 hm, 4 km). Während Karin im Künstlercafe einen Tee trank, drehte ich noch eine Runde auf den Pezza Pintga (½ Stunde, 200 hm). Ziemlich grundloses Gewühle, dafür aber auch eine Wahnsinnsabfahrt direkt zum Rigi hinunter. Nach einem Käffli und einem letzten Studium der Karte, machten wir uns auf den Weg. Was soll ich sagen, der Schnee hatte sich ein bisschen gesetzt und war damit nicht mehr ganz so grundlos, also perfekt für eine Abfahrt im mäßig steilem Gelände. Den Weg fanden wir mit der Erklärung von Joël ohne Probleme und nur an der Luven Straße und in Quadras Sut mussten wir kurz abschnallen, um die Straße zu queren. Ansonsten ging die Abfahrt bis zu den Sportplätzen von Ilanz hinunter (¾ Stunde, ↓930 hm). An den Sportplätzen und dem Bädli hieß es die Ski schultern und zum Bahnhof gehen (½ Stunde), wo wir in den Bus nach Surcuolm steigen konnten und kurz vor den Kids wieder ankamen.
Donnerstag dann der nächste Schneefall, zwar nur noch Mindermengen (10-15 Zentimeter), aber trotzdem wieder relativ schlechtes Wetter. So spazierte ich am Vormittag auf den Piz Mundaun (1½ Stunden, 750 hm). Völlig alleine, da zwar die blaue Piste inzwischen anplaniert war, der Lift aber weiterhin geschlossen blieb. Bei der Abfahrt zum Mittagessen nahm ich noch einiges an Powder mit (¼ Stunde) und am Nachmittag spazierten Karin und ich noch auf einen Aperol nach Cuolm Sura (¾ Stunde, 300 hm).
Wie jeden Freitag, stand das Skirennen an, diesmal nicht in Valata sondern in Cuolm Sura. Also stiegen Karin und ich mit den Ski zum Start in Plitsches auf (¾ Stunde, 420 hm). Paul und Karin holten die Goldene, während Anna knapp das Podest verpasste und ich, wie immer, weit abschlagen hinterher fuhr. Trotzdem hat es allen viel Spaß gemacht. Den Abend ließen wir dann beim Bauernmarkt und Eisstockschießen ausklingen. Da konnten wir sogar den zweiten Platz gewinnen und beim nächsten Mal gehen wir mit dem Preis in der Ortspizzeria Essen.

Und so schnell war die tolle Woche auch schon wieder um. Liebe Reisecrew, es war uns wieder mal ein Volksfest mit euch.

Mittwoch, Februar 11, 2026

Kleiner Gilfert mit Tommi - 11.02.2026

Bevor wir nächste Woche wieder Chanti und Joel besuchen, ging sich diesen Mittwoch eine zweite Tour mit Tommi aus. Wieder in Hochfügen, weil ganz schlecht war die Tour letzte Woche nicht und je nach Tour und Schneelage kann man zumindest auf die Piste ausweichen, war aber heute nicht nötig.
Über die Rodelbahn stiegen wir zur Pfundsalm und von dort über die Osthänge hinauf zum Kleinen Gilfert auf (2½ Stunden, 900 hm). Vor allem im oberen Teil war ich unendlich langsam, da mein Knie ganz schön zickte. Nach einer Runde Dehnen am Gipfel, hielt es bei der Abfahrt aber überraschend gut durch. Die Abfahrt war, abgesehen vom Bruchharsch in Gipfelbereich, gar nicht so schlecht und so kamen wir ohne Haxen brechen und mit ein paar schönen Schwüngen wieder am Auto an (½ Stunde).

Sonntag, Februar 08, 2026

Gröbner Hals mit Anna - 08.02.2026

Karin bei ihren Eltern, Paul im Vor-Skilager-Chill-Modus und bestes Wetter vorhergesagt, was macht man da? Genau, Vater-Tochter-Skitour im Karwendel.
Anna und mein Ziel war der Gröbner Hals. Die schattige Forststraße durchs Unterautal hat noch genug Schnee bzw. Eis, leider im Flachen auch ein bisschen Splitt, wahrscheinlich von den Pferdekutschen die durch das Tal fahren. Kurz vor der Hochstegenalm gibt es dann ein paar Stellen, die in den nächsten Tagen aper werden dürften, heute gings aber noch ohne Abschnallen. Nord-, ost- und westseitig ist ausreichend Schnee und die Hauptroute an der Gröbenalm sieht fast wie eine Piste aus. Alle südseitigen Hänge sind aber inzwischen bis in die Gipfelbereiche hinauf schneefrei. Vom eigentlichen Gröbner Hals stiegen wir noch auf das kleine Skihörndl direkt westlich auf (3 Stunden, 780 hm) und machten dort eine ausgedehnte Pause.
Die Abfahrt war dann leider Kategorie 2 Spaß, die Hänge zur Gröbenalm waren zwar schön firnig und man musste nur ein bisschen auf Steine aufpassen. Unterhalb der Alm war die Abfahrt aber schon im Schatten und überfror leicht. Trotzdem schafften wir es ohne Verluste auf die Forststraße und über diese dann im flotten Schuss, raus zum Auto (½ Stunde).

Was für eine coole Tour, ich bin wahnsinnig Stolz auf mein "kleines" Mädel. Sie macht ihrer Mutter schon fast Skitourenkonkurrenz.

Mittwoch, Februar 04, 2026

Gilfert mit Tommi - 04.02.2026

Endlich ist Tommi wieder im Lande, leider aber weiterhin kein Schnee. A bisserl Bewegung hat aber noch nie geschadet, also packten wir unsere Ski ein und starteten los. Um dem Schneeproblem vorzubeugen, starteten wir hoch und mit Piste. Wir folgten der Aufstiegsroute von Hochfügen bis zum Lamark Hochleger (1 Stunde, 500 hm). Durch die Spitzlahn gings weiter bis zum Grat zwischen Metzen und Gilfert (¾ Stunde, 330 hm) und mal mit, mal ohne Ski über den Grat zum Gipfel (1 Stunde, 260 hm). Für eine kurze Pause mussten wir uns eine windgeschützte Stelle suchen, da inzwischen ein eisiger Wind aufgefrischt hatte.
Die Abfahrt über den Grat war wie erwartet, ausgesprochen beschissen und mit immer wieder Abschnallen verbunden. In die Spitzlahn konnten wir dafür die Rinne abfahren und der Schnee war besser als befürchtet, kein Bruchharsch. Trotzdem waren wir froh wieder auf die Piste zu kommen um nur noch zum Auto zu carven (¾ Stunde, 30 hm).
Was für ein nettes Tagele mit dem Tommi, nächste Woche gleich wieder!

Dienstag, Februar 03, 2026

Wintercampen am Reschen und zwei mal Steinpleiß - 31.01./01.02.2026

Unsere Skitouren, Freeride und Multisport Wochenenden haben ja schon seit Jahren Tradition. Selbst beim Wintercamping treffen wir uns inzwischen schon länger. Aber wie auch letztes Jahr war die Wahl des Ziels ziemlich schwierig, außer in den Seealpen ist die Schneedecke überall unterdurchschnittlich. So auch am Reschen, aber zumindest winterlich sieht es dort aus und im Langtauferer Tal fanden wir sogar etwas Schnee für Skitouren.

Samstag spazierten Karin und ich von Melag über die ehemalige Piste nach Maseben (1 Stunde, 420 hm). Währenddessen pistelte Vladi ein bisschen in Schöneben und Laura und Claudi faulenzten in der Sonne am Haidersee. Da die Lawinensituation nicht viel zuließ, stiegen wir über das kupierte Gelände an der Nordflanke zum Steinpleiß auf (1¼ Stunden, 440 hm). Die Aussicht Richtung Westen und Norden ist grandios und so genossen wir eine ausgedehnte Pause in der Sonne. Der Schnee in der Abfahrt war zwar nur mäßig, grundlos und jede Menge Sharks, aber ein paar schöne Schwünge gingen sich trotzdem aus und die Rodelbahn nach Melag machte sogar richtig Spaß (½ Stunde, 40 hm).

Sonntag drehten wir eine zweite Runde auf den Steinpleiß. Diesmal begleitete uns Vladi bis Maseben. Als Aufstieg wählten Karin und ich das kleine Tal zwischen Steinpleiß und Tiergartenspitze. Schöner und weniger begangen als der Aufstieg vom Vortag. die Abfahrt aber ähnlich. Leider zog sich Karin ihre Kante, zum Glück nur der Steinski, trotzdem ein Ski weniger.

Trotz des wenigen Schnee ein sehr schönes Wochenende und diesmal sogar ganz ohne Verletzungen.

Donnerstag, Januar 29, 2026

Feierabend am Kreuzeckhaus und Wanderung auf den Schönberg - 27./28.01.2026

Dienstagabend schafften es Josef, Martin und ich endlich wieder mal eine Feierabendskitour zu unternehmen. Von der Hausbergbahn aus gings im Glühwürmchenzug hinauf zum Kreuzeckhaus (2 Stunden, 950 hm). Oben ließen wir uns Essen und Bier schmecken, bevor es auf der ziemlich guten Piste hinunter ging.

Der Nachteil so einer Feierabendrunde ist, dass man einfach ziemlich spät im Bett ist. So war ich ganz schön müde, als nach sechs Stunden mein Wecker läutete. Auf Pistentour hatte ich keine Lust, daher probierte ich den Schönberg, mit dem Hintergedanken aufs Brauneck zu wechseln, falls zu wenig Schnee ist. Am Anfang sah der Schnee auch wirklich ausreichend aus, leider änderte sich das im waldigen Mittelstück und ich musste gut 300 Höhenmeter Skitragen. Auf den Lichtungen im oberen Teil liegt dann aber genug Schnee. Mit ziemlich müden Beinen erreichte ich irgendwann endlich den Gipfel (2 Stunden, 880 hm). Da ich spät gestartet war und ziemlich langsam unterwegs war, machte ich nur kurz Pause, bevor ich mich an die Abfahrt machte. Der erste Hang war noch ganz gut, umso weiter ich aber nach unten kam, umso mehr musste ich auf Steine und Wurzeln aufpassen. Nach der Tragepassage und dem Forstweg kam ich aber ohne größerer Verluste am Bus an (¾ Stunde). Und im Büro kam ich mit einer Punktlandung zur Vorstellungsrunde meiner neuen Chef-Chefin an.

Sonntag, Januar 25, 2026

Bodenschneid - 24.01.2026

Karin war dieses Wochenende mit Anna im BGL, Paul und ich blieben in München. Paul kurierte immer noch eine Erkältung aus und wollte einfach in Ruhe gelassen werden. Somit hatte ich zwar Zeit eine Skitour zu gehen, aber wieder mal kein Auto. Was aber bekanntermaßen kein Problem darstellt. Auf Spitzing hatte ich allerdings nicht schon wieder Lust, auch wenn er am einfachsten zu erreichen wäre. Zum Glück gibt es auch am Schliersee Schnee, zumindest nordseitig, Neuhaus ist auch einfach zu erreichen und die Bodenschneid ist ein Tour die ich noch nicht gegangen bin.

Mit der ersten BRB fuhr ich nach Neuhaus. Bis zum Pfannilift musste ich die Ski noch tragen, ab dort gehts dann aber mit Ski (¼ Stunden, 20 hm). Die Forststraße ist teilweise unangenehm eisig, aber zumindest nur an zwei, drei Stellen aper. Am Bodenschneidhaus verließ ich den Sommerweg und querte in die Nordflanke, über die ich bis zum Grat aufstieg. Und dann sind es nur noch ein paar Schritte ohne Ski hinüber zum Gipfel der Bodenschneid (2 Stunden, 860 hm). Auch wenn das Wetter nicht berauschend war, ein paar Minuten nahm ich mir für eine Pause (¼ Stunden) mit Blick zum Tegernsee und dem, wie immer ziemlich vollen, Roßkopf. Die Abfahrt in der Nordflanke war dann überraschend gut. Der Graben zur Freudenreich Alm dafür umso unangenehmer, aber zumindest gings ohne abschnallen. Ab der Alm, folgte ich dann wieder der Forststraße bis zum Pfannilift hinunter (½ Stunde, 20 hm). Kurzes umziehen für die paar Meter zum Bahnhof (¼ Stunden) und ein paar Minuten später saß ich im Zug zurück nach München.
Für die schlechten Bedingungen eine richtig gute Tour.