Samstag, März 16, 2019

Ende Gelände... - 14.03.2019

... oder das Ende dieser Skisaison.
Jetzt hat es mich also erwischt, eine blöde Bewegung beim Bouldern in Hamburg hat das Saisonende eingeläutet. Ich hätte Scheiße schreien können. Die Hoffnung, dass der kleine Horizontalriss in meinem Innenmeniskus vernarbt, zerplatzt auf den staubigen Matten der DAV Halle. Nach meiner Rückkehr wurde ich sofort beim Orthopäden meines Vertrauens vorstellig und am Mittwoch darauf bekam ich einen MRT Termin. Der akute Schmerz hatte nachgelassen und im Geiste war ich schon wieder dabei Skitouren zu planen. Das Wochenende mit Chanti und Joël hatten wir schon abgesagt, aber mit ein bisschen Schonung sollte doch spätestens Dienstag eine Feierabendtour gehen. Dass das eine saublöde Idee ist, ist eigentlich klar und Karin konnte mich davon auch überzeugen. So blieb ich zu Hause. Als ich mich vor Anna auf den Boden setzen wollte, krachte es und ich lag wie ein Käfer auf dem Rücken. Annas Gesichtsausdruck zeigte irgendwas zwischen Faszination und Panik, meiner wahrscheinlich irgendwas zwischen Lachen und Weinen und die Saison - die keinen Gesichtsausdruck hat - war Geschichte.
Bis zum vereinbarten MRT Termin waren es nur noch wenige Stunden, so biss ich die Zähne zusammen, schmiss Tonnen an Schmerzmittel ein und humpelte auf Krücken zur Untersuchung. Der anschließenden Termin bei Jörg zeigte das Ausmaß der Verletzung. Luxierter Korbhenkelriss mit Verlagerung von Anteilen in den Hoffa-Fettkörper. Zumindest  wurde mir so die Bürde der Entscheidung abgenommen. Er schob mich für den nächsten Tag in den OP Plan ein und so spazierte ich (haha spazieren, der war lustig) am Donnerstagmittag in der Klinik ein, dort hatten Karin und ich uns vor 11½ Jahren kennengelernt. Vier Stunden später, waren ⅔ meines Innenmeniskus entfernt, es gab ein lustiges Aufwachbild von Axel und mir und Karin konnte mich dann auch schon wieder abholen. Jetzt, einen Tag später, ist auch die Drainage raus und damit auch das unangenehme Zwicken. Wie lange ich jetzt wieder auf die Beine brauche weiß ich nicht, die Skitourensaison ist mit 25 Skitourentagen (25790 hm), drei Telemarktagen und einer Handvoll Skitagen mit den Kindern auf jeden Fall beendet. Aufgrund des massiven Meniskusverlusts muss ich mir stark überlegen, ob es in Zukunft noch Trailrunning gibt. Klettern sollte aber hoffentlich bald wieder gehen. Nun heißts aber erst mal aufbauen, über alles andere kann ich mir Gedanken machen, wenn es so weit ist!
2019_03_14_EndeGelaende

Mittwoch, März 06, 2019

Seekarspitze - 03.03.2019

Karin war dieses Wochenende mit Laura und Claudi unterwegs und ich besuchte meine Eltern. Den Samstag verbrachten Anna, mein Vater und ich beim Skifahren/Telemarken und Sonntag erklärten sich meine Eltern bereit sich um die Kinder zu kümmern, damit ich mit Vladi und Hannes auf Skitour gehen konnte.
Vor drei Wochen waren schon Laura und Karin zur Seekarspitze aufgebrochen, aber wegen der schlechten Bedingungen/Wetters vor dem letzten steilen Hang umgekehrt. Wir hatten perfektes Wetter und auch die steile Gipfelflanke über dem Achensee (so stelle ich mir Norwegen vor) war problemlos ohne Harscheisen zu begehen. Vom Skidepot (2 Stunden, 1035 hm) ging es noch unschwierig über den Gipfelgrat zum großen Gipfelkreuz (¼ Stunde, 90 hm). Nun hieß es aber entscheiden, über die Seebergmahd, landschaftlich unglaublich schön Richtung See, oder das Nordostkar bei noch recht gutem Pulver abfahren? Warum nicht beides! Zuerst durch das Nordostkar bis zum markanten Kessel (400 hm). Dort hieß es wieder Auffellen, um zum Rücken und der Aufstiegsspur zurück zu kommen. Vladi blieb dort zurück, während Hannes und ich noch knapp unters Skidepot aufstiegen (½ Stunde, 315 hm). Schon am Auto hatte ich Lena von trampelpfadlauf und ihre Freundin getroffen, nun hatten wir auch Zeit ein wenig zu ratschen und uns über unsere bisherigen Telemarkerfahrungen auszutauschen. Die Abfahrt über die Seebergmahd (480 hm) war ein Firntraum, nur auf den letzten paar Höhenmetern verwandelte sich der Schnee schon in Sulz. Nun hieß es aber zum letzten Mal Auffellen und zurück zur Aufstiegsspur aufsteigen (½ Stunde, 265 hm). Dabei überholten wir auch noch ein paar Jungs, die über diesen Aufstieg so unglücklich waren, dass sich sich später am Auto fast an die Gurgel gingen, schon seltsam die Freizeitgestaltung mancher Zeitgenossen.
Als wir nach 5¼ Stunden zurück zu den Autos kamen, hatten wir auf jeden Fall eine super schöne Tour hinter uns, die mit über 1700 hm, doch deutlich länger war als anfänglich geplant.
2019_03_03_Seekarspitze

Samstag, März 02, 2019

Wenn i mit mei Wampen kannt - 28.02.2019

Kleine aber feine Feierabendrunde mit Vladi und Stephan auf die Kampenwand. Bei zweistelligen Plusgraden stiegen wir von Aschau durchs Skigebiet auf. Weil keiner von uns wirklich fit war und der Föhn in der Höhe ganz schön wehte, ließen wir es an der Steinlingalm gut sein (1¾ Stunden, 830 hm). Bei Stubenmusi und verkleideten Gästen/Personal (es war ja Weiberfasching) ließen wir uns Speis und Trank schmecken. Ein paar Bier später traten wir die Abfahrt über eine total aufgeweichte und im unteren Teil schon apere Piste an. Es scheint als wäre der Winter in tiefen Lagen zu Ende. Schau ma mal wohin es uns noch so verschlägt.
2019_02_28_Steinlingalm

Mittwoch, Februar 27, 2019

Hochalm und Göll - 23./24.02.2019

Seit Pauls Skihaxn waren wir kein Wochenende mehr richtig in den Bergen. Das perfekte Wetter am Wochenende bot sich daher an dies zu ändern und ein paar Skitouren in Berchtesgaden zu gehen.

Samstag, Hochalm (2012m):
Die Skitour auf die Hochalm, um genau zu sein auf den höchsten Punkt oberhalb der Hochalm, ist einer der "kurzen" Klassiker in Berchtesgaden. Und nachdem es in der Nacht etwas Neuschnee gab und ich am Abend die Bindung auf meine neueste Errungenschaft (Dynafit Chugach) geschraubt hatte, beschloss ich diese "kurze" Tour mit den breiten Powderlatten zu gehen. Das konnte für Karin nur positiv sein, da es mich etwas einbremsen sollte. Gerade im steilen Wald oberhalb der Eckaualm, machte das Gehen mit dem breiten Ski (immerhin 109 unter der Bindung), den nicht ganz passenden Fellen, sowie fehlender Harscheisen nur bedingt Spaß. Als wir aber an der Hochalm aus dem lichten Hochwald kamen und ich die ersten schönen Hänge sah, war das alles vergessen. Karin zog langsam Richtung Am Hund weiter, während ich die ersten Hänge mit meinem neuen Ski entjungfern musste (½ Stunde, 150 hm). Alleine deswegen hatte sich der Kauf schon gelohnt. Kurz vor der höchsten Stelle holte ich dann Karin wieder ein (3 Stunden, 1350 hm, ohne die kleine Runde zwischendurch) und wir genossen die Sonne bei einem ¼ Stündchen Pause. Als der Wind auffrischte und die Sonne hinter der Blaueisspitze verschwand, machten wir uns an die Abfahrt. Wenn auch viele Stellen windgepresst waren, so fand sich doch auch immer schöner Pulver, ein Traum bis in den Wald. Der steile Wald zur Eckaualm ließ sich dann besser abfahren als gedacht, nur der Forstweg zurück zum Auto machte wegen der überfrorenen Spuren überhaupt keinen Spaß (¾ Stunde). Wieder eine sehr schöne Tour und durch unseren späten Start auch relativ einsam.
Den Abend verbrachten wir dann beim Oberschenkel regenerieren in der Rupertus Therme, was kann es besseres geben als eine Skitour bei perfektem Wetter und danach Sauna.
2019_02_23_Hochalm

Sonntag, Göll (2522 m):
Wenn wir schon dabei waren Berchtesgadener Klassiker zu gehen, dann durfte natürlich auch der Hohe Göll nicht fehlen. Auch wenn ich es nicht mehr an einer Hand abzählen kann wie oft ich schon am Göll war, die Skitour auf den nördlichsten Gipfel des Nationalparks ist jedes Mal wieder ein Erlebnis. Diesmal konnten wir die Ski direkt am Auto anschnallen und mussten sie nur am Sommerwandl kurz schultern. Das Seil ist weitgehend unterm Schnee, der Trittschnee ließ aber noch eine Begehung ohne Steigeisen zu. In ein paar Tagen dürfte das schon wesentlich unangenehmer aussehen. Die zweite Steilstufe gibt es im Moment gar nicht. Eine Lawine hat den Raum unter den Felsen komplett gefüllt und somit befindet sich dort nur ein Hang mit konstanter Neigung. Ganz so strahlend blau wie am Samstag war es leider nicht mehr. Immer wieder zog Bewölkung durch, als wir langsam der Spur durch die Umgänge folgten. Die Wechten zwischen Kuchler Kreuz und Hauptgipfel sind immer beeindruckend, dieses Jahr kommen sie mir aber besonders groß vor. Trotz des regen Betriebs auf der Tour, befanden sich nur zwei andere Skitourengeher mit uns am Gipfel (3¾ Stunden, 1400 hm). Zwar ohne Sonne, aber auch ohne Wind, ließ es sich aushalten und so konnten wir eine gemütliche Pause genießen. Die Abfahrt war überraschend gut, nur das Sommerwandl war, wie zu erwarten, äußerst unangenehm und wir waren beide froh es ohne auszurutschen hinunter geschafft zu haben (1 Stunde).
Vor fast genau 10 Jahren haben wir diese Skitour zusammen zum ersten Mal gemacht. Damals verlor Karin ihr Handy beim Aufstieg, es wurde aber von einem anderen Tourengeher gefunden und ihr wieder gebracht. Eine Stunde später erhielten wir einen Anruf für einen Besichtigungstermin in unserer heutigen Wohnung. Also für uns eine sehr geschichtsträchtige Tour.
2019_02_24_Goell

Freitag, Februar 22, 2019

Videos vom Telemarkcamp auf der Riesneralm

Beim Blogger Telemarkcamp auf der Riesneralm hat uns auch ein Filmteam begleitet. Entstanden sind zwei sehr coole Videos, die nun von der Region Grimming-Donnersbachtal veröffentlicht wurden. Danke noch mal an Hyphen, Riesneralm, Grimming-Donnersbachtal und SnowSafeApp für den tollen Abend und Tag.




Donnerstag, Februar 21, 2019

Vor der Arbeit auf den Brecherspitz - 20.02.2019

Vor-der-Arbeit-Skitouren waren letzte Saison fast jede Woche am Plan. Dieses Jahr war der Brecherspitz am Mittwoch die erste Skitour in der Früh. Für die Idee sich vor der Arbeit ein wenig zu bewegen, konnte ich sehr schnell meinen neuen Arbeitskollegen Martin gewinnen und so starteten wir kurz vor Sonnenaufgang vom Kurvenlift aus. Der einfache Aufstieg zum Skidepot am Westgipfel ließ uns genügend Zeit zum Ratschen (1½ Stunden, 530 hm). Der Weiterweg über den Grat erfordert einmal kurz etwas Konzentration, war aber genauso kurzweilig wie der Aufstieg zuvor (¼ Stunde, 70 hm). Nach einer kurzen (Bier)Pause, die Sonne ließ sich leider nicht wirklich blicken, gings wieder zurück zum Skidepot (¼ Stunde, 50 hm) und über den gefrorenen Gipfelhang hinunter ins Skigebiet und wunderschön zum Parkplatz zurück. Ein superschöner Start in den Tag. 
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Donnerstag, Februar 14, 2019

Feierabend am Rauhkopf und Taubenstein - 12.02.2019

Nach dem tourentechnisch unergiebigen Wochenende (zumindest für mich) war am Dienstag wieder eine Feierabendrunde angesagt. Noch im Hellen starteten Stephan und ich vom Spitzingsee zum Rauhkopf (1¼ Stunden, 630 hm). Der stürmische Wind hatte im obersten Bereich leider nichts mehr vom Neuschnee des Vortages übrig gelassen. Am Waldrand fand sich aber eine schöne flauschige Linie bis in den Lochgraben hinunter. Dort trafen wir uns mit Laura, Vladi und Alex, um zum Taubenstein aufzusteigen (¾ Stunde, 360 hm). Eine wunderbare Linie später hieß es beim Maxlrainer noch einmal auffellen und zur Taubensteinbahnbergstation aufsteigen (10 Minuten, 110 hm). Dort gabs dann das wohlverdiente TAB und ein Schnitzel. Eine super schöne Runde und durch den frühen Start kamen wir sogar vor Mitternacht ins Bett.
2019_02_12_Rauhkopf

Rodeln mit den Dahejern und Skitour aufs Seekar - 09./10.02.2019

Samstag trafen sich die Dahejer zum Rodeln am Wallberg. Karin und Paul fielen ja leider aus, so hatten nur Anna und ich jede Menge Spaß mit den Anderen. Die Rodelbahn ist wirklich nett und die Einkehr im Alten Wallberghaus kann ich nur jedem weiterempfehlen.
Am Sonntag konnte Karin endlich auch mal wieder los, mit Laura ging es aufs Seekar. Der Föhn zwang die beiden zwar zur Umkehr am Beginn der steilen Gipfelflanke, Spaß hat es ihnen aber trotzdem gemacht. Und der anschließende Besuch im Atoll entschädigte für den fehlenden Gipfel.
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