Mittwoch, Juni 12, 2019

Pfingsten - SUPen und Biken - 08.-11.06.2019

Schwubs und schon ist wieder Pfingsten. Während sich viele in den Stau stellten, boykottierten wir das Auto, nutzten die freie Parkplatzwahl in Schwabing und machten München unsicher. Nicht die schlechteste Entscheidung. Karin musste Samstag sowieso arbeiten, so radelte ich mit den Kindern an den Olypiasee und SUPte dort eine Runde mit den beiden. Positiver Nebeneffekt, wir hörten den Soundcheck von Rammstein und konnten uns eine Band beim Pfingsttheatron ansehen. Nach einer sonntäglichen Radltour durch den Nordteil des E-Gartens (1½ Stunden, 11 km) sahen wir uns das zweite Rammsteinkonzert am Olyberg an. Die Pyroshow war nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. Montag gings dann mit den Rädern an den Poschinger Weiher (¾ Stunde, 9 km). Unser SUP durfte natürlich nicht fehlen, auch wenn wir es wieder nur für eine kurze Runde auspackten. Den Weg zurück, mit Stop am Bump Park in Oberföhring und an der Isar, schafften wir gerade rechtzeitig, um nicht in die schweren Gewitter zu geraten. Viel erlebt, kein Stau und trocken geblieben, ich würde sagen: Das ganze verlängerte Wochenende alles richtig gemacht.
2019_06_08-10_PfingstSUP-Bike

Keine Berge ist auch keine Lösung und so schloss ich mich Dienstag nach der Arbeit noch Laura und Vladi für eine Runde auf die Gorialm an. Von Hohenaschau strampelten wir über steile Forststraßen, den Reitweg und am Ende eine sehr steile Straße hinauf zum dienstäglichen Biketreff (1¼ Stunden, 650 hm, 5,5 km). Den Grillteller und das Bier hatten wir uns redlich verdient. Die Abfahrt führte uns zuerst noch bergauf zur Schlechtenbergalm und von dort über Trails (Zieh- und Reitweg) wieder ins Tal (1 Stunde, 50 hm, 6 km). Eine super gemütliche Runde mit Laura und Vladi, bei der ich fast ein wenig stolz war, dass ich fast alles fahren konnte.
2019_06_11_Gorialm

Sonntag, Juni 02, 2019

Klettereien mit den Kindern im BGL - 31.05./02.06.2019

Das verlängerte Wochenende verbrachten wir im Berchtesgadener Land. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und so konnte ich mich an Christi Himmelfahrt nicht aufraffen mehr zu machen als zu faulenzen. Freitag war zwar auch wolkenverhangen, aber zumindest schüttete es nicht und so stiegen Karin, Paul und ich zur Hexe auf. Nachdem Paul seine erste Mehrseillängenklettertour im Baskenland mit mir begangen war, war es nun an der Zeit, die heimischen Berge mit ihm unsicher zu machen. So kamen wir bei leichtem Regen am Einstieg der Berchtesgadener Rinne an (1¾ Stunden, ↑650 hm, ↓50 hm). Auch wenn ich jedes Mal sage, nie wieder in zwei Seillängen, zu den Zwischenständen kann ich mich dann doch nie durchringen. Und so standen wir nach zwei Seillängen und ziemlicher Reibung am Gipfel des Großen Rotofenturms (1¼ Stunde, 2 SL, III-, 70 hm). Und siehe da, wir waren nicht alleine. Zwei andere Seilschaften warteten gerade darauf abzuseilen. Naja, sollte nicht unser Problem sein, wir wollten sowieso eine ausgedehnte Pause machen. So ausgedehnt konnten wir gar nicht pausieren, dass wir beim Abklettern nicht wieder unweigerlich auf die anderen aufliefen. Da beide Seilschaften durch die Reichenhaller Rinne abseilen wollten, entschied ich mich einfach vom Grat direkt zum Einstieg der Berchtesgadener Rinne abzuseilen, mit 60 Meter Halbseilen überhaupt kein Problem (1 Stunde). So sparten wir uns das Anstehen in der Montgelasscharte und den Bruch in der Rinne mit den Anderen. Auf dem selben Weg wie am Vormittag gings zurück zum Rotofensattel und hinunter zum Auto (1¼ Stunde, ↑50 hm, ↓650 hm).
Immer wieder eine sehr schöne Runde (6 Stunden, 770 hm) und eine kleine Anekdote gibt es zum Schluss auch noch. Paul beklagte sich während des Abkletterns und Abseilens über Kopfschmerzen und wir dachten eigentlich, dass er zu wenig getrunken hatte. Nachdem er am Rotofensattel seinen Helm abnahm, meinte er nur: "jetzt ist das Kopfweh weg". Das wunderte uns nicht wir konnten die Abdrücke des Helms sehen, diesen hatte er möglichst eng gedreht, weil wir ihm gesagt hatten, dass er nicht verrutschen darf.
2019_05_31_Hexe

Samstag war ein gemütlicher Pausetag beim Entenrennen in Reichenhall und dem Backofenfest in Bischofswiesen. Dafür standen wir am Sonntag wieder etwas früher auf, um der sengenden Sonne am Grünstein zu entgehen. Naja früh ist relativ und so war es auch 10 Uhr als wir am Königssee los gingen. Warum man sich um diese Zeit den Grünsteinklettersteig antun muss, ist mir allerdings ein Rätsel, brütend heiß und Stau. Wir ließen den Einstieg links (bzw. rechts) liegen (¾ Stunde, 250 hm) und wanderten den gesperrten Klingersteig zum Einstieg des Klingerturms hinauf (¾ Stunde, 280 hm). Trotz des Murenabgangs, im letzten Abschnitts südlich des Klingerturms, ist der Steig eigentlich problemlos zu begehen. Ungesichert (bis auf Anna, die ich am kurzen Seil hatte) stiegen wir durch die lose Rinne in die Scharte des Turms auf. In einer Seillänge gelangte ich auf den Gipfel (ca. 30 m, III+) und sicherte Paul nach. Als Anna und Karin kommen sollten, hörte ich nur herzzerreißendes Geheule von Anna, die wohl etwas Angst in der steilen Stelle von der Scharte weg hatte. Also doch nicht die ganze Familie auf dem kleinen Gipfel. Paul und ich machten noch ein paar Fotos und winkten den Leuten auf der Grünsteinhütte, bevor ich ihn wieder abließ und selbst zurück zum Einstieg abseilte. Nun hieß es aus der Scharte queren und zum Klingerweg aufsteigen, sozusagen die Pflicht nach der Kür, da man sich immer noch im Absturzgelände befindet (1½ Stunden, 70 hm). Nach all diesen Strapazen hatten sich alle eine ausgiebige Rast verdient und das Sitzen an der Weggabelung mit dem Gesperrt Schild zum Klingersteig war besser als Fernsehen. Zum einen ist der Steig eigentlich ohne Probleme zu begehen (ich verstehe die Sperrung aus Haftungssicht der Gemeinde), zum anderen wird aber keine Alternative ausgewiesen. Für einen Ortsfremden dürfte es relativ schwierig sein abzuschätzen wie viel Mehraufwand ein "Abstieg" über die Kühroint und Klingeralm ist. Beziehungsweise wie lange der Abstieg über Hammerstiel und die Straße entlang nach Königssee ist, wenn man dort sein Auto geparkt hat. Zumal es am Klettersteigeinstieg keine Information zur Sperre des (einzigen probablen) Abstiegs gab. Für uns war der Abstieg auf jeden Fall kein Problem und so standen wir recht schnell wieder am Königssee (1¼ Stunden). Natürlich durfte am Weg etwas Planschen im Klingerbach direkt über der Rodelbahn nicht fehlen und so hatten wir alles in allem eine sehr schöne Runde mit den Kindern (5 Stunden, 600 hm, 7 km), auch wenn wir nicht alle am Gipfel waren.
2019_06_02_Klingerturm