Samstag, März 16, 2019

Ende Gelände... - 14.03.2019

... oder das Ende dieser Skisaison.
Jetzt hat es mich also erwischt, eine blöde Bewegung beim Bouldern in Hamburg hat das Saisonende eingeläutet. Ich hätte Scheiße schreien können. Die Hoffnung, dass der kleine Horizontalriss in meinem Innenmeniskus vernarbt, zerplatzt auf den staubigen Matten der DAV Halle. Nach meiner Rückkehr wurde ich sofort beim Orthopäden meines Vertrauens vorstellig und am Mittwoch darauf bekam ich einen MRT Termin. Der akute Schmerz hatte nachgelassen und im Geiste war ich schon wieder dabei Skitouren zu planen. Das Wochenende mit Chanti und Joël hatten wir schon abgesagt, aber mit ein bisschen Schonung sollte doch spätestens Dienstag eine Feierabendtour gehen. Dass das eine saublöde Idee ist, ist eigentlich klar und Karin konnte mich davon auch überzeugen. So blieb ich zu Hause. Als ich mich vor Anna auf den Boden setzen wollte, krachte es und ich lag wie ein Käfer auf dem Rücken. Annas Gesichtsausdruck zeigte irgendwas zwischen Faszination und Panik, meiner wahrscheinlich irgendwas zwischen Lachen und Weinen und die Saison - die keinen Gesichtsausdruck hat - war Geschichte.
Bis zum vereinbarten MRT Termin waren es nur noch wenige Stunden, so biss ich die Zähne zusammen, schmiss Tonnen an Schmerzmittel ein und humpelte auf Krücken zur Untersuchung. Der anschließenden Termin bei Jörg zeigte das Ausmaß der Verletzung. Luxierter Korbhenkelriss mit Verlagerung von Anteilen in den Hoffa-Fettkörper. Zumindest  wurde mir so die Bürde der Entscheidung abgenommen. Er schob mich für den nächsten Tag in den OP Plan ein und so spazierte ich (haha spazieren, der war lustig) am Donnerstagmittag in der Klinik ein, dort hatten Karin und ich uns vor 11½ Jahren kennengelernt. Vier Stunden später, waren ⅔ meines Innenmeniskus entfernt, es gab ein lustiges Aufwachbild von Axel und mir und Karin konnte mich dann auch schon wieder abholen. Jetzt, einen Tag später, ist auch die Drainage raus und damit auch das unangenehme Zwicken. Wie lange ich jetzt wieder auf die Beine brauche weiß ich nicht, die Skitourensaison ist mit 25 Skitourentagen (25790 hm), drei Telemarktagen und einer Handvoll Skitagen mit den Kindern auf jeden Fall beendet. Aufgrund des massiven Meniskusverlusts muss ich mir stark überlegen, ob es in Zukunft noch Trailrunning gibt. Klettern sollte aber hoffentlich bald wieder gehen. Nun heißts aber erst mal aufbauen, über alles andere kann ich mir Gedanken machen, wenn es so weit ist!
2019_03_14_EndeGelaende

Mittwoch, März 06, 2019

Seekarspitze - 03.03.2019

Karin war dieses Wochenende mit Laura und Claudi unterwegs und ich besuchte meine Eltern. Den Samstag verbrachten Anna, mein Vater und ich beim Skifahren/Telemarken und Sonntag erklärten sich meine Eltern bereit sich um die Kinder zu kümmern, damit ich mit Vladi und Hannes auf Skitour gehen konnte.
Vor drei Wochen waren schon Laura und Karin zur Seekarspitze aufgebrochen, aber wegen der schlechten Bedingungen/Wetters vor dem letzten steilen Hang umgekehrt. Wir hatten perfektes Wetter und auch die steile Gipfelflanke über dem Achensee (so stelle ich mir Norwegen vor) war problemlos ohne Harscheisen zu begehen. Vom Skidepot (2 Stunden, 1035 hm) ging es noch unschwierig über den Gipfelgrat zum großen Gipfelkreuz (¼ Stunde, 90 hm). Nun hieß es aber entscheiden, über die Seebergmahd, landschaftlich unglaublich schön Richtung See, oder das Nordostkar bei noch recht gutem Pulver abfahren? Warum nicht beides! Zuerst durch das Nordostkar bis zum markanten Kessel (400 hm). Dort hieß es wieder Auffellen, um zum Rücken und der Aufstiegsspur zurück zu kommen. Vladi blieb dort zurück, während Hannes und ich noch knapp unters Skidepot aufstiegen (½ Stunde, 315 hm). Schon am Auto hatte ich Lena von trampelpfadlauf und ihre Freundin getroffen, nun hatten wir auch Zeit ein wenig zu ratschen und uns über unsere bisherigen Telemarkerfahrungen auszutauschen. Die Abfahrt über die Seebergmahd (480 hm) war ein Firntraum, nur auf den letzten paar Höhenmetern verwandelte sich der Schnee schon in Sulz. Nun hieß es aber zum letzten Mal Auffellen und zurück zur Aufstiegsspur aufsteigen (½ Stunde, 265 hm). Dabei überholten wir auch noch ein paar Jungs, die über diesen Aufstieg so unglücklich waren, dass sich sich später am Auto fast an die Gurgel gingen, schon seltsam die Freizeitgestaltung mancher Zeitgenossen.
Als wir nach 5¼ Stunden zurück zu den Autos kamen, hatten wir auf jeden Fall eine super schöne Tour hinter uns, die mit über 1700 hm, doch deutlich länger war als anfänglich geplant.
2019_03_03_Seekarspitze

Samstag, März 02, 2019

Wenn i mit mei Wampen kannt - 28.02.2019

Kleine aber feine Feierabendrunde mit Vladi und Stephan auf die Kampenwand. Bei zweistelligen Plusgraden stiegen wir von Aschau durchs Skigebiet auf. Weil keiner von uns wirklich fit war und der Föhn in der Höhe ganz schön wehte, ließen wir es an der Steinlingalm gut sein (1¾ Stunden, 830 hm). Bei Stubenmusi und verkleideten Gästen/Personal (es war ja Weiberfasching) ließen wir uns Speis und Trank schmecken. Ein paar Bier später traten wir die Abfahrt über eine total aufgeweichte und im unteren Teil schon apere Piste an. Es scheint als wäre der Winter in tiefen Lagen zu Ende. Schau ma mal wohin es uns noch so verschlägt.
2019_02_28_Steinlingalm

Mittwoch, Februar 27, 2019

Hochalm und Göll - 23./24.02.2019

Seit Pauls Skihaxn waren wir kein Wochenende mehr richtig in den Bergen. Das perfekte Wetter am Wochenende bot sich daher an dies zu ändern und ein paar Skitouren in Berchtesgaden zu gehen.

Samstag, Hochalm (2012m):
Die Skitour auf die Hochalm, um genau zu sein auf den höchsten Punkt oberhalb der Hochalm, ist einer der "kurzen" Klassiker in Berchtesgaden. Und nachdem es in der Nacht etwas Neuschnee gab und ich am Abend die Bindung auf meine neueste Errungenschaft (Dynafit Chugach) geschraubt hatte, beschloss ich diese "kurze" Tour mit den breiten Powderlatten zu gehen. Das konnte für Karin nur positiv sein, da es mich etwas einbremsen sollte. Gerade im steilen Wald oberhalb der Eckaualm, machte das Gehen mit dem breiten Ski (immerhin 109 unter der Bindung), den nicht ganz passenden Fellen, sowie fehlender Harscheisen nur bedingt Spaß. Als wir aber an der Hochalm aus dem lichten Hochwald kamen und ich die ersten schönen Hänge sah, war das alles vergessen. Karin zog langsam Richtung Am Hund weiter, während ich die ersten Hänge mit meinem neuen Ski entjungfern musste (½ Stunde, 150 hm). Alleine deswegen hatte sich der Kauf schon gelohnt. Kurz vor der höchsten Stelle holte ich dann Karin wieder ein (3 Stunden, 1350 hm, ohne die kleine Runde zwischendurch) und wir genossen die Sonne bei einem ¼ Stündchen Pause. Als der Wind auffrischte und die Sonne hinter der Blaueisspitze verschwand, machten wir uns an die Abfahrt. Wenn auch viele Stellen windgepresst waren, so fand sich doch auch immer schöner Pulver, ein Traum bis in den Wald. Der steile Wald zur Eckaualm ließ sich dann besser abfahren als gedacht, nur der Forstweg zurück zum Auto machte wegen der überfrorenen Spuren überhaupt keinen Spaß (¾ Stunde). Wieder eine sehr schöne Tour und durch unseren späten Start auch relativ einsam.
Den Abend verbrachten wir dann beim Oberschenkel regenerieren in der Rupertus Therme, was kann es besseres geben als eine Skitour bei perfektem Wetter und danach Sauna.
2019_02_23_Hochalm

Sonntag, Göll (2522 m):
Wenn wir schon dabei waren Berchtesgadener Klassiker zu gehen, dann durfte natürlich auch der Hohe Göll nicht fehlen. Auch wenn ich es nicht mehr an einer Hand abzählen kann wie oft ich schon am Göll war, die Skitour auf den nördlichsten Gipfel des Nationalparks ist jedes Mal wieder ein Erlebnis. Diesmal konnten wir die Ski direkt am Auto anschnallen und mussten sie nur am Sommerwandl kurz schultern. Das Seil ist weitgehend unterm Schnee, der Trittschnee ließ aber noch eine Begehung ohne Steigeisen zu. In ein paar Tagen dürfte das schon wesentlich unangenehmer aussehen. Die zweite Steilstufe gibt es im Moment gar nicht. Eine Lawine hat den Raum unter den Felsen komplett gefüllt und somit befindet sich dort nur ein Hang mit konstanter Neigung. Ganz so strahlend blau wie am Samstag war es leider nicht mehr. Immer wieder zog Bewölkung durch, als wir langsam der Spur durch die Umgänge folgten. Die Wechten zwischen Kuchler Kreuz und Hauptgipfel sind immer beeindruckend, dieses Jahr kommen sie mir aber besonders groß vor. Trotz des regen Betriebs auf der Tour, befanden sich nur zwei andere Skitourengeher mit uns am Gipfel (3¾ Stunden, 1400 hm). Zwar ohne Sonne, aber auch ohne Wind, ließ es sich aushalten und so konnten wir eine gemütliche Pause genießen. Die Abfahrt war überraschend gut, nur das Sommerwandl war, wie zu erwarten, äußerst unangenehm und wir waren beide froh es ohne auszurutschen hinunter geschafft zu haben (1 Stunde).
Vor fast genau 10 Jahren haben wir diese Skitour zusammen zum ersten Mal gemacht. Damals verlor Karin ihr Handy beim Aufstieg, es wurde aber von einem anderen Tourengeher gefunden und ihr wieder gebracht. Eine Stunde später erhielten wir einen Anruf für einen Besichtigungstermin in unserer heutigen Wohnung. Also für uns eine sehr geschichtsträchtige Tour.
2019_02_24_Goell

Freitag, Februar 22, 2019

Videos vom Telemarkcamp auf der Riesneralm

Beim Blogger Telemarkcamp auf der Riesneralm hat uns auch ein Filmteam begleitet. Entstanden sind zwei sehr coole Videos, die nun von der Region Grimming-Donnersbachtal veröffentlicht wurden. Danke noch mal an Hyphen, Riesneralm, Grimming-Donnersbachtal und SnowSafeApp für den tollen Abend und Tag.




Donnerstag, Februar 21, 2019

Vor der Arbeit auf den Brecherspitz - 20.02.2019

Vor-der-Arbeit-Skitouren waren letzte Saison fast jede Woche am Plan. Dieses Jahr war der Brecherspitz am Mittwoch die erste Skitour in der Früh. Für die Idee sich vor der Arbeit ein wenig zu bewegen, konnte ich sehr schnell meinen neuen Arbeitskollegen Martin gewinnen und so starteten wir kurz vor Sonnenaufgang vom Kurvenlift aus. Der einfache Aufstieg zum Skidepot am Westgipfel ließ uns genügend Zeit zum Ratschen (1½ Stunden, 530 hm). Der Weiterweg über den Grat erfordert einmal kurz etwas Konzentration, war aber genauso kurzweilig wie der Aufstieg zuvor (¼ Stunde, 70 hm). Nach einer kurzen (Bier)Pause, die Sonne ließ sich leider nicht wirklich blicken, gings wieder zurück zum Skidepot (¼ Stunde, 50 hm) und über den gefrorenen Gipfelhang hinunter ins Skigebiet und wunderschön zum Parkplatz zurück. Ein superschöner Start in den Tag. 
2019_02_20_Brecherspitz

Donnerstag, Februar 14, 2019

Feierabend am Rauhkopf und Taubenstein - 12.02.2019

Nach dem tourentechnisch unergiebigen Wochenende (zumindest für mich) war am Dienstag wieder eine Feierabendrunde angesagt. Noch im Hellen starteten Stephan und ich vom Spitzingsee zum Rauhkopf (1¼ Stunden, 630 hm). Der stürmische Wind hatte im obersten Bereich leider nichts mehr vom Neuschnee des Vortages übrig gelassen. Am Waldrand fand sich aber eine schöne flauschige Linie bis in den Lochgraben hinunter. Dort trafen wir uns mit Laura, Vladi und Alex, um zum Taubenstein aufzusteigen (¾ Stunde, 360 hm). Eine wunderbare Linie später hieß es beim Maxlrainer noch einmal auffellen und zur Taubensteinbahnbergstation aufsteigen (10 Minuten, 110 hm). Dort gabs dann das wohlverdiente TAB und ein Schnitzel. Eine super schöne Runde und durch den frühen Start kamen wir sogar vor Mitternacht ins Bett.
2019_02_12_Rauhkopf

Rodeln mit den Dahejern und Skitour aufs Seekar - 09./10.02.2019

Samstag trafen sich die Dahejer zum Rodeln am Wallberg. Karin und Paul fielen ja leider aus, so hatten nur Anna und ich jede Menge Spaß mit den Anderen. Die Rodelbahn ist wirklich nett und die Einkehr im Alten Wallberghaus kann ich nur jedem weiterempfehlen.
Am Sonntag konnte Karin endlich auch mal wieder los, mit Laura ging es aufs Seekar. Der Föhn zwang die beiden zwar zur Umkehr am Beginn der steilen Gipfelflanke, Spaß hat es ihnen aber trotzdem gemacht. Und der anschließende Besuch im Atoll entschädigte für den fehlenden Gipfel.
2019_02_09_WallbergRodeln

Freitag, Februar 08, 2019

Tanzeck und Taubensteinsattel zum Feierabend - 07.02.2019

Heute habe ich kein Foto für dich .... nein so schlimm war es auch wieder nicht, es gibt nur diesmal einfach kein Foto. Vielleicht auch einfach deshalb weil es keinen besonders schönen Sonnenuntergang gab und ich die Tour schon einige Male gegangen bin, nett wars trotzdem.
Schon recht früh (es war immerhin noch hell) stiegen Flo und ich vom Spitzingsee zum Tanzeck auf (1½ Stunde, 600 hm). Schon beim Aufstieg zeigte sich, in sonnenbeschienenen Expositionen hatte sich ein Harschdeckel gebildet, während in Schatthängen noch Pulver vorherrschte. Eigentlich perfekte Bedingungen für eine Abfahrt zur Krottentaler Alm, aber das wollten wir Flos Rücken noch nicht zumuten, vielleicht nächstes Mal. So fuhren wir bis in die Flanke des Rauhkopfs im Bruchharsch, bevor wir ein paar schöne Pulverschwünge in den Lochgraben hinunterziehen konnten. Dort wurde wieder aufgefellt, um noch ein paar Extrahöhenmeter zum wohlverdienten Feierabendbier im Gasthaus in der Taubensteinbahnbergstation zu drehen (½ Stunde, 250 hm). Alles in allem wieder eine sehr gute Feierabendtour bei noch überraschend gutem Schnee. Dies dürfte sich aber mit dem beginnenden Regen (in Neuhaus hatte es schon geschüttet als wir nach Hause fuhren) ziemlich schnell ändern.

Mittwoch, Februar 06, 2019

Steffis Geburtstag auf der Latschenkopfhütte und ISPO - 02./03.02.2019

Samstag feierte Steffi ihren Geburtstag auf der Latschenkopfhütte. Eigentlich wollte ich mit den Kindern am Brauneck Skifahren gehen und dann die Feier besuchen, daraus wurde aber wegen Pauls Bein nichts und kurzfristig musste ich auch noch Arbeiten. So stieg ich erst kurz vor Sonnenuntergang alleine zur Hütte auf (1½ Stunden, 750 hm). Nach einem gemütlichen Abend und gutem Essen, fuhren Tom und ich durch den Filzgraben zum Auto ab. Nicht der angenehmste Weg, aber man umgeht die Pistenpräparation im Skigebiet.
Am Sonntag konnten wir dann leider nicht ausschlafen, wir hatten nämlich einen Besuch auf der ISPO geplant. So schlimm war das frühe Aufstehen aber nicht, denn es gab wieder viel zu sehen. Außerdem konnten wir Claudi (A*LIVE), Caro (Outdoor Relations), Maria (Isbjörn) und Micha (ABS-Airbag) treffen. Nachmittag nahm Karin mit Lena (trampelpfadlauf) bei einer Womans-ISPO-Tour teil und den Abend verbrachten wir auf Parties bei K2 und J.Lindeberg. Ein anstrengender aber rundum gelungener Tag.
2019_02_03_ISPO

Montag, Februar 04, 2019

Doppelt gemoppelt... - 31.01.2019

...oder nach der Skitour ist vor der Skitour.
Donnerstag hatte ich frei, eigentlich um bei Annas Skikursabschlussrennen zusehen zu können. Über Nacht hatte es aber gut 10 Zentimeter Neuschnee gegeben, dazu waren zweistellige Minusgrade und strahlend blauer Himmel, da konnte ich eigentlich nicht anders als eine Skitour zu gehen. Zusammen mit Sigi startete ich von der Hinterriß ins Tortal. Ein ganz schön flacher Hatscher, trotzdem schön und eine unglaubliche Kulisse. Am Ende des Tals gehts dann um die Ecke und endlich steilt sich die Tour auf. Über zwei etwas steilere Stufen kommt man zur Torscharte (2¾ Stunden, 915 hm). In unserem Fall als Erste. Dafür musste ich auch spuren, teilweise fast knietief.  Der Pulver versprach aber höchsten Genuss für die Abfahrt. In unserem Fall ins Rontal hinunter. Die ersten Hänge sind der Wahnsinn! Als es flacher wurde, kamen uns zum Glück Skitourengeher entgegen und so konnten wir die Aufstiegsspur nutzen, um aus dem flachen Talboden ins Rißtal hinaus zu schießen (½ Stunde). Eine Traumtour, die man bei solchen Bedingungen sicher nur selten so einsam wie heute findet.
2019_01_31_Torscharte

Der Besuch am Draxelhang machte dann natürlich auch Spaß. Anna ist eine richtige kleine Rennsemmel und ich konnte nach sechs Jahren mein Snowboard wieder mal ausführen.
Als Annas Rennen zu Ende war und sie wieder im Bus nach München saß, wechselte ich noch die Talseite. Von Fleck stieg ich zum Sonnenuntergang am Schönberg auf (1¾ Stunde, 900 hm). Wie der Name schon sagt, ein schöner Berg, auch wenn weder Aufstieg noch Abfahrt (½ Stunde) mit dem Karwendel am Vormittag mithalten konnte. Im gesamten doch ein recht intensiver Tag, sozusagen Freizeitmaximalausnutzung.
2019_01_31_Schoenberg

Sonntag, Januar 27, 2019

Miesing Nord, der etwas andere Feierabend - 24.01.2019

In dieser anstrengenden Woche, war eine Feierabendskitour die passende Abwechslung, wenn auch keine entspannende. Vom Spitzingsee stiegen Stephan und ich bei eisigen Temperaturen zum Taubensteinsattel auf und weiter Richtung Lempersberg. Den Taubenstein ließen wir links (bzw. rechts) liegen und es ging bis zur Seilversicherung am Lempersberg (1 Stunde, 650 hm). Von dort fuhren wir die erste steile Rinne/Hang zur Kleintiefentalalm hinunter (¼ Stunde). Die Abfahrt war gut, da müsste doch noch mehr gehen. Also zogen wir an der tief verschneiten Alm vorbei zum Miesingsattel. Am Weg hatte Stephan das erste Problem mit seinen Fellen, bei den tiefen Temperaturen klebten diese nämlich nur mäßig. Aber alle Probleme lassen sich lösen, in diesem Fall mit einer wärmenden Wampe. So zogen wir weiter zum Gipfel des Hochmiesing (¾ Stunde, 350 hm). Letztes Jahr wollte ich die Nordrinne abfahren, wegen meiner überaus akribische Tourenplanung erwischte ich aber die Latschengasse. Diesmal hatte ich ja sozusagen einen Local mit Hut dabei und so fand sich die Einfahrt sogar im dichten Nebel. Eine geniale Rinne diese Nord-Ost Rinne, im oberen Teil etwa 45° steil. Nach unten hin weitet sie sich bei etwa 35°, so macht Skifahren Spaß (½ Stunde, ↓ 650 hm). Nur Stephan hat zwischenzeitlich weniger Spaß, als die Funken flogen. Da hatte er doch glatt ein paar Steine am rechten Rand der Rinne übersehen. Die Rinne selbst war von einer Lawine ausgeputzt, ein bisschen Pulver hätte sicher auch nicht geschadet, aber ich will ja nicht meckern. Über die Forststraße mussten wir nun zum Abschluss wieder zum Taubensteinsattel aufsteigen (1 Stunde, 380 hm). Diesmal half auch kein Trick mehr, Stephans Felle klebten einfach nicht mehr. So stieg er schimpfend und fluchend ohne Ski und/oder nur mit meinen Harscheisen auf. Inzwischen war es doch recht spät geworden und nach der Abfahrt zum Parkplatz (¼ Stunde) hatte keiner von uns mehr wirklich Lust ins Spinnradl zu gehen.
Eine super Tour und mit fast 1400 hm definitiv eher eine ausgewachsene Skitour als eine Feierabendrunde, aber wir hatten es ja nicht anders gewollt.
2019_01_24_MiesingNord

Freitag, Januar 25, 2019

Dumm gelaufen... - 20.01.2018

...oder ein Beinbruch ist ja kein Beinbruch! Oder etwa doch?
Nach dem super entspannten Bloggercamp in Donnersbachwald gehörte der Sonntag den Kindern. Zusammen legten wir einen Skitag am Götschen ein. Um zum Mittagessen zu gelangen, teilten wir uns auf. Karin und Anna fuhren mit dem Auto von der Götschenalm nach Hause, währen Paul und ich die Talabfahrt nahmen. Bis zu den Hängen unter dem Hundsreitlehen war alles gut, ab dort hieß es aber zwingend Tiefschnee fahren. Paul fuhr vor mir und holte über die Aufstiegsspur Schwung. Leider wohl ein wenig zu viel und so stürzte er im leider nicht mehr ganz pulvrigem Schnee. Eigentlich dachte ich mir nicht viel dabei, als er sich aber nicht beruhigen ließ und über starke Schmerzen im Bein klagte, nahm ich ihn auf die Arme und fuhr so zu Karins Eltern ab. Zusammen begutachteten wir sein Bein und waren uns einig, das muss unbedingt geröntgt werden. Nur gut, dass wir so ein großes Auto haben, fast schon wie in einem Rettungswagen. Und genau so fuhren wir auch bei der Notaufnahme in Berchtesgaden vor. Nach der Untersuchung stand fest, Tibia-Spiralfraktur. Weiter gings mit einem Rettungswagen zur Kinderchirurgie nach Traunstein, wo wir den restlichen Nachmittag/Abend verbrachten. Die Nacht mussten Karin und Paul im Krankenhaus bleiben, während Anna und ich nach München fuhren. Am Montag konnte ich die Beiden aber schon wieder abholen.
Im Moment versuchen wir den Alltag auf Paul abzustimmen. Wenn sich der Bruch nicht doch noch verschiebt, kommt Paul auch um eine OP herum. Dafür heißt es vier Wochen Liegegips. Wir werden sehen wie es weiter geht. Im Moment sind wir aber vor allem froh, dass unser kleiner Mann auch schon wieder etwas lachen kann.
Ob so ein Beinbruch nun kein Beinbruch ist oder nicht, das wird sich erst zeigen, aber die ganze Aktion hätten wir uns gerne schenken können.
2019_01_20_PaulsBein

Mittwoch, Januar 23, 2019

Das Leben ist zu kurz für eine feste Bindung - Blogger Telemarkcamp auf der Riesneralm - 18./19.01.2019

Da standen wir nun also, am oberen Ende eines unberührten Pulverhanges, ohne fester Bindung. Also nicht der Hang - der Schnee hatte sich inzwischen gut gesetzt - sondern der Ski. Vor ein paar Stunden schien es noch undenkbar mit einer Telemarkbindung überhaupt eine blaue Piste ohne Sturz zu meistern und nun? Einer nach dem anderen stürzte sich ins Gelände, das passiert nun mal wenn man zwölf Ski- und Outdoorenthusiasten zusammensteckt und ihnen neues Spielzeug gibt.

Begonnen hatte alles zwei Monate früher. Während unseres Urlaubs, gerade als wir in der Werkstatt in Santiago do Cacém saßen. Eine E-Mail rettete damals unsere Laune: Ihr fahrt doch gerne Ski, hättet ihr nicht Lust mal Telemark auszuprobieren? Ja...klar....wann...wie viele...und wo müssen wir unterschreiben.

Zwei Monate später trafen wir uns im neuen Riesneralm Platz'l. Wir, das sind zwölf Blogger, eingeladen von Hyphen Sports, dem Grimming-Donnersbachtal in der Region Schladming-Dachstein, dem Skigebiet Riesneralm und der SnowSafeApp. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung gings los zu einer kleinen Pistenskitour zu unserem Abendessen. Das fand nämlich am Hochsitz statt, einer saugemütlichen Hütte an der Bergstation des Skigebiets (1½ Stunden, 860 hm). Am Freitag ist dort nämlich immer Tourengeherabend, teilweise mit Flutlicht. Der Aufstieg verging wie im Fluge bei netten Gesprächen. Einige kannten sich schon, mit anderen kam man sofort ins Gespräch und ich freute mich riesig Andi von Hyphen wieder mal zu sehen. Die Tour auf den Lugauer mit ihm ist mir immer noch lebhaft in Erinnerung. So verbrachten wir einen sehr netten Abend bei leckerem Kaiserschmarrn, Bier und jeder Menge Geschichten und Abenteuern. Bei der Abfahrt zu unserem Hotel, dem Berghof mitten im Skigebiet, konnten wir sogar noch ein paar Pulverhänge mitnehmen. Wow! Ein bisschen Wehmut mischte sich in die Vorfreue auf den nächsten Tag, diesen tollen Powder ungenutzt lassen, um etwas neues auszuprobieren?

Die Nacht war kurz, denn wir wollten die Poleposition an den Hängen auch nutzen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit traumhaften Ausblick, weihte uns Max vom Tiroler Skiverband (und Macher der SnowSafeApp) in die unterschiedlichen Bindungssysteme beim Telemarken ein. Und dann, dann hieß es ab auf die Piste, ganz schön ungewohnt so ganz ohne Hinterbacken. Wobei es überraschend war, dass man so einen Telemarkski relativ einfach wie einen normalen Alpinski fahren kann. So gewöhnten wir uns schnell an das neue Sportgerät und ein paar Abfahrten später knickste jeder fröhlich vor sich hin. Ganz fehler- und sturzfrei gings natürlich noch nicht, aber es lockten die weitgehend unverspurten Hänge. In dieser Hinsicht ist das Skigebiet Riesneralm bemerkenswert, es gibt eine große Auswahl an Freerideabfahrten und wenige Freerider. So konnten wir schöne Schwünge durch teilweise unberührten Pulver machen, ohne viel Aufstieg, direkt im Skigebiet und das am frühen Nachmittag. Wir konnten unser Glück kaum fassen und blickten uns nur ungläubig an. Ich glaube keiner von uns hatte damit gerechnet an diesem Wochenende Pulver zu erwischen. Als wir zusammen aßen, hatte jeder ein breites Grinsen im Gesicht, was für ein Tag. Für die Abfahrt ins Tal wechselten wir wieder alle auf unsere Tourenski und Lena, Sebastian, Jens, Karin und ich zogen noch schöne Pulverschwünge durch den Wald. Dass diese Schwünge in einem Graben endeten und wir ein wenig suchen mussten, um den Weg zurück zur Talstation zu finden, war nur eine Randnotiz an diesem genialen Tag.

Unser Fazit zu dem Bloggercamp:

  • Telemarken ist definitiv einen Versuch Wert und wir planen beim Pisteln mit den Kindern weiter zu Knicksen.
  • Mit den Kindern wollen wir unbedingt zur Riesneralm. Wobei uns dort sicher die Entscheidung schwer fällt, ob wir mit den Kids auf den Pisten fahren oder zu zweit Freeriden gehen.
  • Die ganze Region hat mehr als nur einen Kurzbesuch verdient. Gerade mit Tourenski gibt es dort unendliche Möglichkeiten.
  • Es ist immer wieder schön Andi von seinen Entwicklungen reden zu hören. Dabei muss er mich von den Hyphen Produkten gar nicht mehr überzeugen. Seitdem ich die Lugauer habe, bin ich absoluter Fan.
  • Der Macher hinter der besten Lawinenlageberichtsapp die ich kenne ein unglaublich sympatischer Kerl ist, der die App nur entwickelt hat, um selbst den Bericht im Gelände beim Freeriden zu haben.
Liebe Leute, es war uns ein Volksfest und wir hoffen den ein oder anderen bald mal wieder zu sehen, zu einer Tour und/oder einem netten Abend.
2019_01_19_Bloggercamp

Links zu den anderen Blogs:
Grimming-Donnersbachtal
Dennis von abenteuersuechtig.de
Thomas und Johannes von mehrberge.de
Lena und Sebastian von trampelpfadlauf.de
Jens von be-outdoor.de
Instagram von Chelsea
Thomas von allesnursport.de

Sonntag, Januar 13, 2019

Schneeschaufeln im Nordstau - 12./13.01.2019

Eigentlich wollte Karin mit Claudi und Kathrin ein gemeinsames Mädelswochenende verbringen. Die Schneemassen in den Bayrischen Alpen machten den Dreien aber einen Strich durch die Rechnung und so begleitete mich Karin zu meinen Eltern. Dort war, durch die gewaltigen Schneehöhen, vor allem eines angesagt: Schneeschaufeln. Mein Vater und ich bewegten in etwa 4 Stunden gut 120 m³ Schnee vom Dach. Ein gutes Workout und eigentlich kann man es auch als Graben von über 100 Schneeprofilen sehen. Am Nachmittag konnte ich dann doch noch die Ski herausholen und ein paar Runden über die Jagawa Felder drehen. Ein Traum, 30 cm lockerer Pulver auf festem Untergrund. Aufstieg und Abfahrt wiederholte ich fünf Mal, dann wurde es dunkel, so wurde aber doch halbwegs eine Skitour (Reibn) draus (↑↓2 Stunden, 800 hm). Mit den Kindern unternahmen wir dann noch eine Fackelwanderung durch die tief verschneite Landschaft bevor wir alle todmüde ins Bett fielen.
Der Sonntag begrüßte uns dann wieder mit Schneefall, gut 20 bis 30 Zentimeter waren in der Nacht gefallen. Mit Karin wollte ich die weiße Pracht gleich nutzen und so stiegen wir über die Jagawa Felder zum Waldrand auf (20 Minuten, 170 hm). Leider war der neue Schnee nicht lockerer, flauschiger Pulver wie am Tag zuvor, sondern gut feucht. Unsere Abfahrt erinnerte eher an eine Schneefräse und machte so wenig Spaß, dass wir lieber wieder zum Schneeschaufeln wechselten. Da wartete nämlich das nächste Dach auf uns. Und die Terrasse, schon wieder. Ein ganz schön anstrengendes Wochenende.
2019_01_12_JagawaReibn

Samstag, Januar 05, 2019

Powderalarm im BGL - 02.-05.2019

Nachdem sich das Wetter an Neujahr kurz gebessert hatte, brachte ein Hoch über Großbritannien jede Menge feuchte Luftmassen vom Atlantik über den hohen Norden in die Ostalpen. Und was machen solche Luftmassen im Nordstau? Richtig, schneien was das Zeug hält. Die Lawinensituation war zuvor schon nicht ganz einfach, jetzt wurde es aber zunehmend heikel. Nachdem Mengen um einen Meter vorhergesagt waren, rief der LWD ziemlich schnell einen "4er" aus. Und das BGL hat bei so einer Lawinensituation nicht wirklich viele Skitouren zu bieten. So nutzen wir unsere Zeit, die Kinder hatten Skikurs am Götschen, mit Runden auf den Götschen. Wahlweise während dem Kurs von der Götschenalm aus (1 Stunde, 450 hm) oder am Abend vom Bahnhof (1 Stunde 10 Minuten, 700 hm). Und der Schneefall hielt an und so gabs die nächsten Runden auf den Götschen (55 Minuten, 450 hm; zweite Runde bis unter den Gipfelaufbau ¾ Stunde, 370 hm) mit ganz netten Pulverabfahrten im Wald. Unsere Abendrunde vom Bahnhof variierten wir dann auch und stiegen durch den Wald bzw. über die Rodelbahn auf (1½ Stunden, 700 hm). Die definitiv besten Abfahrten gabs aber am letzten Kurstag (bevor der Kurs wegen der vorhergesagten großen Schneefallmengen abgesagt wurde). Nach einem Aufstieg durch den Wald (1 Stunde 10 Minuten, 450 hm) fuhren wir Richtung Silberg ab, der Wahnsinn. Die beste Abfahrt der Saison, wenn auch leider viel zu kurz. Einen kleinen Wiederaufstieg (¼ Stunde, 200 hm) mussten wir noch absolvieren bevor wir die Kids beim Skirennen anfeuern konnten.
Samstag wurde der Kurs dann wegen der Wettervorhersage abgesagt und so machten wir mit den Kindern den Götschen gemeinsam unsicher. Die beiden kommen inzwischen überall hinunter (ähnlich ihrem Vater) und so macht Skifahren mit ihnen ziemlich viel Spaß. Mit Paul übte ich dann im Garten noch ein Panzerknacker-Iglu, bevor Karin und ich noch eine kleine Runde Richtung Götschen drehten. Der Schneefall wurde aber zusehends nässer und so ließen wir den Götschen Götschen sein und kehrten an der Silbergstraße wieder um ins Warme (1 Stunde, 400 hm).
Eine sehr nette Woche mit genialem Schnee, der Götschen bietet gerade bei solchen Bedingungen einfach ungeahnte Möglichkeiten. Jetzt hoffen wir nur noch, dass wir morgen ohne Megastau wieder nach Hause kommen.
2019_01_02-05_Goetschen

Dienstag, Januar 01, 2019

Silvesterbiwak am Jenner - 31.12.2018/01.01.2019

Am Jenner herrscht diesen Winter immer noch Großbaustelle. So sehr diese Baustelle im Sommer nervt, so bringt sie im Winter einen gewaltigen Vorteil, der obere Teil des Skigebiets ist nicht in Betrieb und damit ein schönes, ruhiges Tourengebiet. Perfekt für unser alljährliches Silvesterbiwak. Und dazu die letzte Möglichkeit für Ruhe an Silvester, nächstes Jahr wird es im Restaurant an der Bergstation sicher hoch hergehen.
Bei tiefwinterlichen Bedingungen starteten wir in Hinterbrand. Da wir für die Fahrt länger als gedacht benötigt hatten (für alle Gebietsunkundigen, ohne Allrad benötigt man definitiv Ketten für die Vorderbrandstraße bei Neuschnee), wurde es langsam duster als wir zur Bergstation kamen (2 Stunden, 700 hm). Für die letzten Meter zur Aussichtsplattform unter dem Gipfel hieß es dann noch ordentlich Schwitzen (½ Stunde, 50 hm). Knietiefes Spuren geht halt doch in die Beine.
Als unser Zelt aufgebaut war und wir uns einen warmen Tee machten, ereignete sich eine skurrile Episode. Plötzlich tauchte Licht auf und eine Stimme grüßte uns. Nach einem kurzen Hallo meinte er, er müsse noch die Spur für seinen Kollegen verbreitern. Zehn Minuten später waren dann beide da, ein Skitourengeher (wohl Barrasler aus der Strub) und ein Schneeschuhwanderer. Ein Lockerschneerutsch hatte einen der zwei in einer der Rinnen kurz vor unserem Platz erwischt, es war aber nichts passiert. Ich gesellte mich zu ihnen, als sie gerade diskutierten ob sie sich nun eingruben (wobei keiner einen Schlafsack dabei hatte) oder so schnell wie möglich zurück gingen. Nach ein paar Fotos mit unserem beleuchtetem Zelt verabschiedeten sie sich wieder. Auf meine Frage, ob sie denn LVS-Geräte mit hätten, für den Fall, dass in einer der Rinnen doch noch etwas kommen würde, verneinten beide. Karin und ich sahen uns nur ungläubig an, aber zumindest hatten wir nun wieder  unsere Ruhe. Um Mitternacht legte sich der Schneesturm und wir konnten das neue Jahr hoch über dem Königsee begrüßen. Leider ohne direkter Sicht ins Tal, aber man kann nicht alles haben.
Wirklich spektakulär war dann der erste Sonnenaufgang im neuen Jahr, ein Wolkenmeer unter uns und die, von der aufgehende Sonne beleuchtete Watzmann Ostwand gegenüber. Das zum Teil hüfttiefe Spuren zum Gipfel ging da fast nebenbei und hatte etwas von ganz großem Bergsteigen. Die  anschließende Abfahrt war ganz nett, auch wenn der Schnee etwas schwer war, ist aber auch nicht schlecht, wenn es noch Verbesserungspotential im neuen Jahr gibt. Inzwischen unser fünftes gemeinsames Silvesterbiwak und jedes war einzigartig.
2019_01_01_Jenner