Montag, Oktober 25, 2021

Kienberg und Ebner Joch - ein Herbstwochenende in Tirol - 23./24.10.2021

Wie sich gezeigt hatte, war die Angst beim Abteilungswandertag, es würde sich um den letzten schönen Herbsttag handeln, unbegründet. So wanderten wir alle Vier durch den herbstlichen Wald über die Kienberg Maria zum Wasserschloss (1¼ Stunden, 350 hm) und von dort weiter über die Weiße Wand zum Kienbergkreuz (1¼ Stunden, 320 hm). Ich bin mächtig stolz auf unsere zwei kleinen Gamsen, dass sie diese kurze, aber doch nicht ganz einfache Wanderung, so gut gemeistert haben.
Nach einer kleinen Pause spazierten wir noch zum Brandköpfl hinüber (10 Minuten, 80 hm) und stiegen über den Normalweg wieder ab (1½ Stunden). So kamen wir rechtzeitig zur Dämmerung wieder bei meinen Eltern an, eine schöne Familienwanderung.
2021_10_23_Kienberg

Am Samstag zeigte Paul schon auf das Ebner Joch und meinte, da wolle er mit mir rauf. Nichts leichter als das. So hieß es am Sonntag etwas früher aufstehen, damit wir vor dem Mittagessen wieder zurück sind. Für den Weg von Eben zur Astenau brauchte es manchmal noch etwas guten Zuspruch, es war auch noch dunkel, neblig und eiskalt. Als aber die Sonne durch den lichten Kiefernwald brach und wir kurz danach die Notburga Kapelle auf der Astenau erreichten (1¼ Stunden, 500 hm), war alles gut und der Weiterweg ging ganz von alleine. In den Latschenhängen über der Astenau wurde es sogar richtig warm und schnaufend erreichten wir das Ebner Joch (1 Stunde, 500 hm).
Das Ebner Joch ist nicht umsonst als Aussichtsberg bekannt. Die Aussicht ins Rofan, Karwendel, aber auch in die Tuxer und die Zillertaler ist einfach unglaublich. Leider wehte ein eisigkalter Wind, welcher uns schnell wieder zum Abstieg trieb (1½ Stunden). Eine wunderschöne Runde mit dem Großen!

Das Mittagessen mussten wir uns aber auch noch verdienen, deshalb spazierten wir zu Fuß über den Fischler Kreuzweg nach Eben (1¼ Stunden, 425 hm). Hätten wir das gewusst, wären wir gleich in der Früh von unten los gegangen, oder aber gar nicht erst hinunter gefahren. Ein bisschen geschafft waren wir nämlich beide und ich spürte inzwischen, dass eine Erkältung im Anmarsch war. Schön war es trotzdem bei dem super Herbstwetter mit meinen Eltern zu spazieren.

Mittwoch, Oktober 13, 2021

Abteilungswandertag auf den Wank - 11.10.2021

Der letzte schöne Herbsttag? Vielleicht! Aber auf jeden Fall ein perfekter Tag, um mit netten Menschen, in diesem Fall meinen Arbeitskollegen, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Martin als alter Garmisch-Local hatte für uns ein perfektes Ziel gefunden. Ein einfacher Aussichtsberg mit Seilbahn, damit es für niemanden eine Ausrede gibt. Der Wank.

Dass es in der Früh schon ganz schön frisch ist, merkten wir bei unserem Start am Parkplatz der Wankbahn. Bald aber kamen wir in die Sonne und so war der Aufstieg zum Eckenberg ein Genuss mit vielen schönen Ausblicken auf das gegenüberliegende Wettersteingebiet (2¼ Stunden, 1050 hm). Vom Eckenberg aus ist es nur noch ein kurzer Sprung zum Wank (10 Minuten, 50 hm), wo schon Helmut auf uns wartete. Zusammen genossen wir die Sonne, Aussicht und Küche auf der Terrasse des Wankhauses. Nach ein bisschen Action wegen einer Landung des Notarzthubschraubers vor dem Haus, stiegen wir über den Weg unter der Bahn wieder zum Parkplatz ab (2 Stunden). Ein wirklich schöner Tag.

Diese Woche wurde übrigens auch mein Artikel zum Seilaufschießen im Bergzeit Magazin veröffentlicht. Wie ich finde sehr gelungen. Liebe Caro, danke für die Möglichkeit und das Redigieren. 
2021_10_11_Wank

Dienstag, Oktober 05, 2021

Surfen mit den Kids und ein Goldener Herbst im BGL - 03.10.2021

Weil Karin wieder mal Dienst hatte, unternahmen die Kids und ich am letzten Samstag einen Ausflug zum Surfen an die Floßlände. Eine super nette Radeltour (↔21 km) mit nettem Wassersport bei bestem Herbstwetter.

Dieses Wochenende verbrachten wir dann wieder einmal im BGL. Diesmal feierten wir die Goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern. Als kleinen Ausgleich zu dem essenslastigen Wochenende spazierten wir am Sonntag zum Sonnenaufgang auf den Götschen (1½ Stunde, 650 hm). Eine wunderschöne Morgenrunde, die bei perfektem Wetter zum Innehalten und Durchatmen einlud.
Danach gingen Paul und ich noch Surfen im Almkanal. Ein super Abschluss von einem schönen Wochenende im goldenen Berchtesgadener Herbst.

Sonntag, September 19, 2021

Almbachklamm - 18.09.2021

Zu Schwiegervaters Geburtstag hieß es natürlich ins BGL kommen. Da das Wetter viel besser als erwartet war, wanderten wir am Samstag in die Almbachklamm. Das wollten wir eigentlich schon lange mal machen. Der Weg von der Kugelmühle bis zum Sulzer Wasserfall ist gut ausgebaut, im Gegensatz zu anderen Klammen nicht immer mit einem Geländer gesichert (¾ Stunde, 150 hm). So ergab sich eine kurzweilige Wanderung mit einer ewigen Plantsch- und Staudammbaupause. Der Rückweg war dann genau so schnell zu meistern wie der Aufstieg (½ Stunde), so dass wir noch genug Zeit hatten vor dem Abendessen in den neuen Skatepark am Bhf-BGD zu gehen.
Zum Mittagessen am Sonntag spazierten wir mit den Kindern zur Kastensteiner Wand (↑↓200 hm). Alles in allem ein sehr schönes, gemütliches, frühherbstliches Wochenende.

Samstag, September 18, 2021

Sardinien - 28.08.-13.09.2021

Sommer, Sonne, Strand und Meer und wenn es auch noch zum Klettern geht, umso besser. Sardinien war schon Pfingsten auf unserem Plan gestanden, aber die unsichere Lage hatte uns von der Reise abgehalten. Ein zweites Mal sollte das nicht passieren!
Am Freitagabend gings in Richtung Jenbach, damit wir am Samstag aus der Pole Position starten konnten, so der Plan. Anscheinend hatten diesen Plan auch ein paar andere und so standen wir fast durchgängig vom Brenner bis Affi im Stau. Zehn Stunden statt sechs bis Livorno, na Mahlzeit. Ein Sprung ins Meer in einem überfüllten italienischen (Strand)Bad ging sich vor der Fähre aber trotzdem noch aus.

Von der Fährüberfahrt gibt es nichts zu berichten, außer dass die Nacht verdammt kurz war und abrupt endete, als uns eine Lautsprecherdurchsage aus den Kojen warf. Da half auch Batman an Deck nicht. Vom Hafen von Olbia fuhren wir das Stückchen nach Sos Alinos, direkt nördlich des Golfo Orosei. Und von dort bewegten wir uns erst mal ein paar Tage überhaupt nicht. Endlich runter kommen, verschnaufen, entspannen. Wobei, überhaupt nicht stimmt natürlich nicht. SUPen, Schnorcheln, Schwimmen und einen Ausflug zum Cala Fuili unternahmen wir schon. Und wenn man dann an der Cala Fuili schon mal ist, kann man auch Klettern, sozusagen notgedrungen. Aber erst am späteren Nachmittag, davor wird man nämlich gegrillt. Schnorcheln zu den Tropfsteinhöhlen nahe des Strands sorgt da für Erfrischung im Vorfeld. Direkt am Strand kletterten wir Zia Lilith (4c) und Spigolo Fuili (5a), zwei schöne, einfache Touren. Poro io i nuts!! (6a+), eine Route von Linn Hill, sah ich mir im Toprope an. Die würde zwar wahrscheinlich schon gehen, aber der Grad ist schon recht ehrlich.
Der Kletterei rund um Cala Gonone müssen wir definitiv noch einen Besuch abstatten (vielleicht mal im Winter?).

Uns trieb es aber etwas nach Norden, wo wir uns bei La Caletta mit Sterndl, Charlie und den Jungs trafen. Zusammen verbrachten wir noch zwei gemütlich Tage mit Strand, Essen, Trinken und Baden. Während die vier ihre Fähre erwischen mussten, führte uns unser Weg an die Westküste, mit den spektakulären Sonnenuntergängen. Am "Reiskornstrand" von Is Arutas gefiel es uns gleich so gut, dass wir zwei Tage blieben. Vor allem der Sternenhimmel dort ist einfach der Wahnsinn.
Etwas nördlich sollte es etwas zu klettern geben, das Hotel Cornus. Deshalb suchten wir uns ein Plätzchen bei S'Archittu und verliebten uns in das Camping Nurapolis. Ich vor allem deshalb, weil mich beim ersten Spaziergang durch die Dünen Wellen begrüßten. Und zwar Wellen die surfbar aussahen. Zehn Minuten später paddelte ich auf einem Leihsurfboard in den Sonnenuntergang. Die Wellen waren ungeordnet und ich hatte keinerlei Kondition fürs Paddeln, aber es machte tierisch Spaß. So viel Spaß, dass ich mir am nächsten Tag sofort wieder ein Brett leihen musste. Am Strand trafen wir auch Maria und Jochen und Anna und Jo, sozusagen die gesamte Schwägerschaft vom Bäda. Was für ein lustiger Zufall. Mit Jo ging ich einen Morgen zum Harpunenschnorcheln und hätte beinahe einen Oktopus zum Mittagessen heim gebracht, aber eben nur fast.
Von S'Archittu ist es nur etwa eine Stunde nach Bosa, wohin wir einen Ausflug unternahmen, zum sagenhaften Cane Malu. Ein Felsenstrand fast wie eine Mondlandschaft, ein Traum zum Klippenspringen und Schnorcheln. Aber eigentlich waren wir nach S'Archittu ja zum Klettern gekommen, was wir nicht schafften. Wir sahen uns zwar Hotel Cornus an, aber in der drückenden Schwüle hatte keiner Lust den Felsen anzugreifen. Vor allem, da wir ein paar Anläufe benötigten um den Zustieg zu finden. Dafür gingen wir ein bisschen DWS'en am Strand von Su Riu de Sa Ide. Wieder tolle Klippen zum Springen und Klettern.

Nach fünf Tagen hieß es für uns Abschied nehmen, vom Nurapolis und Franzi, Tobi und Frieda, die wir dort kennengelernt hatten. Wir wollten wieder nach Is Arutas. Am Weg blieben wir aber an der Falesie di Roia de Su Càntaru hängen. Eine wilde Steilküste die nur mit einem 4x4er zu erreichen ist. Die ganze Nacht konnten wir beeindruckende Gewitter rund um uns herum beobachten. Und auch in Is Arutas erwartete uns noch ein stürmischer Tag. Erst der letzte Tag an der Westküste war wieder heiß und wolkenlos, da hieß es aber auch schon Abschied nehmen. 
Unser Weg führte uns wieder über einen Agritourismo, den wir vom Hinweg schon kannten, und den Strand von La Caletta zurück zum Hafen von Olbia wo Batman schon auf uns wartete. Und was soll ich zur Heimfahrt sagen, die Überfahrt war ruhig, der Platz um den Schiefen Turm von Pisa leer, die Autobahnen erträglich und somit die Heimfahrt eigentlich ganz entspannt und vor allem ohne Stau.

Was nehmen wir mit aus diesem Urlaub? Schön wars, sogar sehr schön. So schön, dass wir wieder kommen wollen....ok, das haben wir auf Korsika auch schon gesagt und bis jetzt noch nicht geschafft, aber gute Vorsätze sind ja da um gebrochen zu werden. Und für die ganz interessierten, wir sind sieben Nächte auf Campingplätzen gestanden und sieben Nächte frei, wobei zwei Nächte auf einem Agritourismo waren bei dem wir zuvor gegessen hatten und eine auf einem Parkplatz, auf dem man 7€ für die Übernachtung einwerfen musste.

Freitag, August 27, 2021

Geiskopf, Geinberg und der Almkanal - 20.-23.08.2021

Nach Karins letztjährigem Geburtstag wollten wir es dieses Jahr etwas langsamer angehen. Also gingen wir Biken am Geiskopf.
Was soll ich sagen, super wars, vor allem der Flow Country Trail hatte es uns angetan, aber auch der Enduro 1 ist ziemlich schön. So verbrachten wir den Freitagnachmittag (4 Stunden, 1900 hm, 33 km) und Samstagvormittag (2 Stunden, 1050 hm, 18 km) auf den Trails und dazwischen gabs ein Lagerfeuer und einen sehr schönen Abend am Parkplatz.
Samstagmittag gings für uns dann weiter nach Geinberg. Unseren zehnten Hochzeitstag feierten wir nämlich ausnahmsweise mit ein bisschen Wellness, statt mit anstrengenden Touren. Auf dem Weg die Kinder im BGL abzuholen, stattete ich der Almkanal Welle noch einen Besuch ab.

Ein super schönes, entspanntes Wochenende mit Karin.

Donnerstag, August 19, 2021

Gorialm - 19.08.2021

Das erste Mal seit gefühlt ewiger Zeit, aber definitiv das erste Mal diese Saison, schafften wir es zu einer Feierabendtour zur Gori. Umso schöner, dass Karin und ich gemeinsam mit Laura und Vladi fahren konnten. Da wir alle ziemlich unfit sind, brauchten wir ein bisschen rauf und schoben sogar immer wieder. Auf der anderen Seite blieb damit mehr Zeit zum Ratschen (1¾ Stunde, 600 hm, 5,5 km). Obwohl der Sommer mehr oder weniger vorbei ist, konnten wir noch draußen sitzen und als es kalt wurde fuhren wir über die Schlechtenbergalm und das Goriloch wieder zu den Bussen zurück (¾ Stunde, 50 hm).
Schön wars, das Biken, aber vor allem das Ratschen.
2021_08_19_Gori

Sonntag, August 15, 2021

Ein paar Tage in Tirol - 10.-15.08.2021

Diese Urlaubswoche verbrachte ich wieder mit den Kids bei meinen Eltern. Am Dienstag wanderten wir von der Rodelhütte über den Tiefentaler Graben zum Branterweg und über diesen nach Fischl (1¼ Stunde, ↑85 hm, ↓260 hm). Nach einer Stärkung beim GH Rieder gings zurück nach Jenbach (½ Stunde, ↓180 hm). Genau die richtige Runde für einen heißen, unbeständigen Tag.
Mittwoch gings mit meine Eltern und den Kids zum Dalfazer Wasserfall (½ Stunde, 220 hm). Während Paul und ich den Klettersteig gingen (½ Stunde, 100 hm), beobachteten Anna und meine Eltern uns von der Aussichtsplattform aus. Nach dem kurzweiligen Steig stiegen wir wieder zur Aussichtsplattform ab (10 Minuten, 20 hm) und kehrten alle zusammen zur Buchau zurück (25 Minuten).
Am Donnerstag hieß es dann baden in der Brandenberger Ache. Durch die Tiefenbachklamm wanderten wir, mit einem Abstecher und Pause an der Ache, zur Jausenstation Tiefenbachklamm (1¼ Stunde, 100 hm, 3,5 km), wo wir eine lange Badepause in der eiskalten Ache einlegten. Am Rückweg durch die Klamm konnten wir noch einer Bergung der Bergrettung zusehen, eine Wandererin war gestürzt und musste mit der Gebirgstrage aus der Klamm geborgen werden (1 Stunde).
Freitag legten wir einen Badetag im Schwimmbad ein und Samstag gings zum SUPen an den Achensee.
Eine entspannte Urlaubswoche mit viel Zeit zum Lesen und Ratschen.

Montag, August 09, 2021

Guggi und Nollen - 06.-08.08.2021

Der August kommt und für uns beginnt der Sommer immer mit unserem Besuch beim Dani.
Zusammen mit Olga und ihm stiegen wir am Freitag von der Station Eigergletscher zur Guggi auf. Mit der neuen V-Bahn (Eigerexpress) fährt es sich komfortabler und schneller bis zu der neuen Station hinauf. Nebenbei hat man noch eine super Sicht in die Eigernordwand. Von der Station stiegen wir auf Pfadspuren unter den Eigergletscher ab und querten durch den Gletscherschliff bis zum Guggiweg hinüber. Knapp unter den Kraxelstellen trafen wir auf den altbekannten Weg und etwas oberhalb machten wir ausgiebig Pause (1½ Stunden, ↓160 hm, ↑260 hm). So gestärkt war der weitere Anstieg zur Guggi ein Klax (1¼ Stunden, 360 hm). Johannes der nachgekommen war, holte uns auch noch ein und so hatten wir jede Menge Zeit die mitgebrachten Vorräte zu dezimieren.

Am Samstag läutete unser (Johannes und mein) Wecker um 3 Uhr. Wir hatten geplant um ½ 4 Uhr zum Nollen aufzubrechen. Wie immer ist die Nacht um dieses Zeit besonders dunkel und die Aufstiege besonders beschwerlich. Dennoch erreichten wir das Schneefeld unter dem Nollen recht zügig (1½ Stunden, 550 hm). Nachdem wir uns angezogen hatten (nicht nur Ausrüstung sondern auch jede Menge dicke Klamotten, es gab nämlich beißend kalte Sturmböen) stapften wir das Schneefeld bis direkt unter den Nollen (¾ Stunde, 250 hm), fast perfekter Trittfirn. Im Gegensatz zu letztem Jahr, gab es auch am Nollen Trittfirn und immer wieder gute Stellen für Stände. So erreichten wir nach drei Seillängen das Plateau am Nollen und machten eine kurze Pause unter dem sich aufsteilenden obere Firnfeld (1¾ Stunden, 150 hm). Das Firnfeld stapften wir, jeder für sich alleine, zum Grat (1 Stunde, 300 hm). Nun wäre der Gipfel nicht mehr weit gewesen, aber unsere Umkehrzeit war überschritten und das Wetter drückte immer schlechter von Süden herein, also fiel die Entscheidung: Umkehr.
Wie so oft in solchen Routen, der Abstieg kostet fast gleich viel Zeit wie der Aufstieg und so standen wir nach einer Stunde wieder an den Abbrüchen des Nollen. Wir entschieden uns fürs Abklettern und so konnten wir uns nach 1¼ Stunde am unteren Ende des Schneefelds wieder aus unserer Ausrüstung schälen. Den restlichen Abstieg warfen uns die Sturmböen teilweise fast von den Beinen, aber letztendlich schafften wir es ohne Probleme, aber ziemlich müde, zurück zur Guggi (1¼ Stunde).
Neun Stunden waren wir unterwegs gewesen. Nach einer Suppe und einem TAB verabschiedete sich Johannes und trat seinen Heimweg nach München an, während ich mich ein Stündchen aufs Ohr legte. Er wurde am Weg zum Eigergletscher noch ziemlich nass, aber letztendlich kam auch Johannes irgendwann gut zu Hause an.

Sonntag weckte uns wieder die Sonne. Der Regen hatte aufgehört und für uns blieb nur wie immer nach dem Frühstück, Hütte aufräumen und uns für den Abstieg fertig machen. Beim Abstieg zum Trümmelbach begegneten wir noch einem Steinbock (2 Stunden, ↓710 hm). Vom Bach aus hieß es dieses Mal die Moräne zur Station Eigergletscher aufsteigen (½ Stunde, 220 hm), um dann mit Seilbahn und Eisenbahn direkt zurück nach Interlaken zu gelangen.

Wie jedes Jahr ein super schönes Wochenende mit Olga, Dani und Martina und diesmal mit Johannes auch sportlich gesehen sehr ansprechend. Ich freu mich auf nächstes Jahr.

Dienstag, August 03, 2021

Ein kurzer Abstecher nach Graz - 31.07./01.08.2021

Schon ziemlich lang hatten wir es nicht mehr geschafft meine Schwester in Graz zu besuchen. Nun ging sich endlich wieder ein Wochenende in der schönen Steiermark aus, auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte. Nach ziemlich heftigen Gewittern am Freitag, schafften wir es immerhin am Samstag kurz zwischen den Fronten zum Schwimmen. Sonntagfrüh spazierten Karin und ich zum Frauenkogel (¾ Stunde, 300 hm) und den Steinkogel (¼ Stunde, 60 hm) bevor wir über die Wallfahrtskirche Straßengel abstiegen (1 Stunde). Die kleine Runde hatten wir sogar komplett im Trockenen geschafft. Als wir dann aber mit den Kids im Museum FRida & freD waren, begann es endgültig zu schütten und dieser Regen begleitete uns auf der gesamten Heimfahrt.
Trotz des schlechten Wetters ein nettes Wochenende, vor allem weil wir ja primär Vroni, Matths und die Kids sehen wollten und nächstes Mal ist sicher wieder das typische Grazer Wetter (Sonne).

Mittwoch, Juli 28, 2021

Diggl Wochenende - 24./25.07.2021

Dieses Wochenende verbrachten wir wieder mal mit Laura und Vladi, Claudi und Peter und Martina und Steffen in Ginzling beim Diggl. Es war Vladis Geburtstag und wir hatten die Kids bei meinen Eltern geparkt, somit stand einem Pa(a)rty Wochenende nichts im Wege.

Nach einem wunderbaren Einstandsabend am Freitag machten sich Karin und ich am Samstag nach dem Frühstück auf den Weg ins Floitental. Dort war die Bikini Variante (10 SL, UIAA 6+) unser Ziel.
Mit den Bikes fuhren wir an der Tristenbachalm vorbei bis unter die Freien Sprünge (¾ Stunde, 250 hm) und von dort ging es dann zu Fuß bis unter den größten der Wasserfälle (½ Stunde, 150 hm). Die Tour würde direkt rechts davon beginnen, also rechts vom Bach nicht vom (freien) Fall. Wir übersahen jedenfalls den Stand am Einstieg und spazierten die erste Seillänge mit der Ausrüstung am Rücken zum Stand vor der zweiten Seillänge. Ok, zugegebener Maßen ist die Seillänge sehr einfach (3), dennoch wäre manchmal Topo ansehen vor oder im Zustieg kein Fehler. Nachdem wir nun aber eben schon hier waren, konnten wir genau so gut Gurte und Seile herausholen. Gesagt getan und so stieg ich in die zweite und für mich letzte Seillänge ein. Dass Platten nicht ganz mein Lieblingsgelände sind, ist ja eigentlich kein Geheimnis, aber mein Kopf an diesem Tag hatte nichts mehr mit Vorlieben zu tun. Selbst in dieser gut abgesicherten Tour (alle vier Meter ein Haken) ging gar nichts. Aber wenns nicht läuft, dann läufts eben nicht und so seilten wir wieder ab, spazierten zu den Rädern zurück und legten eine kleine Badepause an der Tristenbachalm ein. Erfrischt rollten wir zurück zum Diggl, wo schon die anderen bei einem Bier auf uns warteten. Naja, Sonnenbaden und Bier ist jetzt auch nicht ganz verkehrt.

Am Abend und in der Nacht hatte es dann ziemlich stark gewittert und so war es ganz gut, dass wir uns für Sonntag einen "wetterfesten" Plan zurecht gelegt hatten. Von Ginzling fuhren wir mit den Bikes zur Schlegeis-Staumauer, um den Schlegeis 131, einen Klettersteig auf die Staumauer, zu machen. Zunächst geht es aber ins Tal hinein, leider am Ende ein gutes Stück der Straße entlang, zum GH Breitlahner (¾ Stunde, 280 hm, 6,3 km). Direkt vor der Mautstelle biegt dann der Mountainbike Weg ab und auf diesem kommt man über Forststraßen und einem Karrenweg zur oberen Mautstraßenampel. Von dort aus entschieden wir uns für den Wanderweg, direkt am Bach entlang bis fast zur Staumauer (1¼ Stunde, 420 hm, 5,7 km). Wenn man unter der Staumauer steht kann man den Steig schon gut erkennen. Zuerst verläuft er senkrecht hinauf, dann immer an der Regenlinie entlang nach recht, bis die Ausstiegsvariante senkrecht, bzw. ganz oben etwas überhängend, auf die Dammkrone führt (½ Stunde, 131 hm). Wer sich unter dem Steig einen klassischen Klettersteig vorstellt, der wird sicher enttäuscht sein. Vom klettersteigtechnischen Anspruch her ist der Steig uninteressant, die Ausgesetztheit aber ist doch recht ansprechend. Auch hier zeigte sich einmal mehr, dass mein Kopf nicht so ganz in Ordnung ist, mal sehen ob das wieder besser wird. Nach einer kleinen Sigthseeingrunde über die Staumauer, stiegen wir wieder zu den Rädern ab (½ Stunde) und beeilten uns noch vor den nächsten Schauern zurück zum Auto zu kommen (¾ Stunde, ↓700 hm, 12 km). Hat nicht ganz funktioniert, überraschenderweise wurden wir aber auch nur ein klein bisschen nass.

Trotz der klettertechnisch eher geringen Ausbeute ein sehr feines Wochenende und der Feierteil war sowieso der Wahnsinn (lieber Vladi, vielen Dank für das geniale Essen und die Unmengen an Alkohol).

Samstag, Juli 03, 2021

Jungswochenende - Surfen, Bouldern und eine Radtour zum Isarursprung - 26./27.06.2021

Die Mädels waren mit ihren Freundinnen unterwegs und so hatten Paul und ich Zeit für ein Männerwochenende.
Den Samstag verbrachten wir beim Surfen in der Jochen Schweizer Arena und einer Bouldersession in der neuen Boulderwelt Süd. Ein super ausgefüllter Tag, um das ganze aber noch abzurunden trafen wir uns am Abend noch mit Knirschis in Scharnitz. Der Plan für Sonntag sah nämlich eine kleine Radtour zum Isarursprung vor.
Am Abend hatte uns zwar ein Gewitter ganz schön heruntergewaschen, aber der Morgen begrüßte uns mit wolkenlosem Himmel und Sonne. Zusammen mit Kathi und Peter mit Kids fuhren wir mit den Rädern ins Hinterautal. Nach der ersten längeren Steigung und einer kurzen Zwischenabfahrt (1 Stunde, 150 hm, 7,5 km) legten wir eine ausgedehnte (1½ Stunden) Badepause in der eiskalten Isar ein. So erfrischt schafften wir auch noch den restlichen Weg zum Isarursprung (1 Stunde, 70 hm, 5,2 km). Dort ist die Isar sogar noch kälter, schon mehr als nur erfrischend. Als wir die Quellen erkundet und unsere Trinkflaschen aufgefüllt hatten, stiegen wir wieder auf unsere Bikes und ließen uns hinausrollen (1 Stunde, 50 hm, 12,7 km). Nach einem abschließenden Bad in der Isar, schafften wir es gerade rechtzeitig vor einem Megagewitter zu den Autos und saßen im Trockenen, als um uns herum die Welt unterging.
Ein super tolles und intensives Wochenende mit Paul und die Radtour (als Wanderung würde ich mir das nicht antun) mit den Anderen war super und ist auch für kleinere Kids mit ein wenig Unterstützung gut zu schaffen. Man sollte aber auf jeden Fall den ganzen Tag einplanen, um auch viele Pausen zum Schauen und Baden zu haben (wir brauchten insgesamt fast 7 Stunden).

Montag, Juni 21, 2021

Berghof Agatharied - 18.-20.2021

Wie auch letztes Jahr hatten wir ein Wochenende am Berghof Agatharied ausgemacht. Diesmal schafften wir es am Freitag schon recht früh los und so konnten wir noch einen Nachmittag beim SUPen und Schwimmen am Schliersee verbringen. Am Abend gabs dann Grillen und ein Lagerfeuer mit den Anderen.
Der Hitze am Samstag entflohen wir bei einer Flusswanderung nach Siebenhütten. Und weil Paul und ich den weiteren Bauchverlauf noch erkunden wollten, wanderten wir noch bis zur Wolfsschlucht weiter. Dort war aber relativ schnell Schluss, weil es schon ziemlich am Anfang einen Wasserfall gibt, an dem man nicht so einfach vorbei kommt. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht über die Verklausungen zu kraxeln und in Gumpen zu springen. Auf jeden Fall eine der besten Möglichkeiten der Hitze zu entfliehen.
Sonntag hatten wir dann wieder den Kletterwald in Oedberg gebucht und als Abschluss fuhren wir alle auch noch mit der Sommerrodelbahn.
Ein super entspanntes Wochenende mit viel Spaß, Spiel und einer netten Wanderung.

Mittwoch, Juni 16, 2021

Götschen und Ochsenkopf Bikerunde und ein paar Worte zu unseren neuen Roeckl Bikehandschuhen - 12.06.2021

Karin musste wieder mal arbeiten und so fuhr ich alleine mit den Kids ins BGL. Den Nachmittag verbrachten Paul und ich im Pumptrack in Viehausen und am Abend drehte ich noch eine Runde auf den Götschen (1¼ Stunde, 650 hm, 5,5 km). Von dort fuhr ich diesmal zwischen Götschen und Totem Mann nach Loipl ab (½ Stunde, 2,5 km) und strampelte von dort die Runde um den Ochsenkopf hinauf (¾ Stunde, 250 hm 3,5 km). Das Ende dieser Runde ist wieder in Loipl, sodass ich die netten Trails von Loipl ins Tal mitnehmen konnte (½ Stunde, 50 hm, 7,5 km). Die Trails waren zum Teil ganz interessant zu fahren, da die starken Unwetter der letzten Woche, einige der Wege stark ausgespült hatten.
2021_06_12_Goetschen



Testbericht Roeckl Morgex


Oberhand
Vor ein paar Wochen haben wir von Roeckl den Morgex als Testmuster bekommen. Die Zeit hatten wir nun auch um den Handschuh ausgiebig zu testen und wir sind begeistert. Der Handschuh hat die neue Bi-Fusion Dämpfung verbaut mit der Roeckl dieses Jahr auch den Red Dot Award gewonnen hat.

Zunächst zum Handschuh selbst, der Morgex ist ein leichter Langfingerhandschuh, mit der von Roeckl gewohnten, guten Passform (zumindest an meine langen, schlanken Hände passen die Roecklhandschuhe immer perfekt). Das elastische Oberhandmaterial ist recht luftig und die Innenhand aus Roeck-Grip® gibt super Halt am Lenker. In der Innenhand ist auch der Grund für den Red Dot Award verbaut, die Bi-Fusion Dämpfung. Zugegebenermaßen waren die Gelpads in der Handfläche bei der ersten Fahrt etwas gewöhnungsbedürftig, aber man merkt sofort wie Schläge und Vibrationen gedämpft werden. Bis jetzt hat mein linkes Handgelenk, mit dem ich in der Vergangenheit immer bei langen Touren Probleme hatte, nicht mehr gezickt, ob das nun an den Handschuhen liegt oder die Touren einfach zu kurz waren, weiß ich nicht.
Innenhand
Einziges kleines Manko ist die Touchscreen Kompatibilität. Am Anfang hat diese nämlich nicht funktioniert, nachdem ich jetzt ein paar Mal in den Handschuh geschwitzt habe, lässt sich mein Smartphone mit dem Handschuh recht gut bedienen.

Unser Fazit: Roeckl ist mit dem Morgex ein ziemlich guter Handschuh gelungen, der uns sehr gut gefällt. Danke, dass wir ihn testen durften.

Mittwoch, Juni 09, 2021

Pfingstferienroadtrip durch Deutschland - 22.05.-06.06.2021

Ferien! Endlich frei! Und wieder Reisen!

Die Planung im Vorfeld war uns für eine Auslandsreise ein bisschen zu unsicher. Warum also nicht zu Hause bleiben? Ein Roadtrip durch Deutschland!
Die Kinder wünschten sich Meer und Cecil und Jens wollten wir schon ewig besuchen. So war das nördliche Ziel abgesteckt. In Hamburg waren wir schon lange nicht mehr, in der Rhön Biken wollten wir auch immer schon und Franken liegt ja praktisch auf dem Weg ... langsam nahm die Reise Gestalt an. Alles andere würde sich ergeben.

Und so begann der Roadtrip am Pfingstsamstag mit einem Stopp auf den Heumöderntrails. Zusammen drehten wir zwei Runden am Julian Trail bevor Anna und Karin über die Skipiste zur Talstation zurückkehrten. Paul und ich fuhren den Sigi Trail und strampelten über den Eulenhof Trail zu den Mädels (2 Stunden, 300 hm, 15 km). Karin fuhr noch den Eulenhof Trail und ich drehte alleine noch eine schnelle Runde über den Sigi Trail und die Rodelbahn (½ Stunde, 160 hm, 4 km) bevor wir zu Evi, Uwe und den Jungs aufbrachen. Bei ihnen verbrachten wir einen super schönen (Grill-) Abend und am Sonntag eine gemütliche Wanderung zum Hohen Stein (1 Stunde, 100 hm). Die Besuche bei den Fünfen sind immer unglaublich entspannt.

Unser nächster Stopp war bei Karins Tante in Franken. Dabei ging sich auch eine Runde Bouldern am Beach aus. Und schließlich verabschiedeten wir uns für eine Nacht in der Steinernen Stadt zum Bouldern im Fitzparcours. Diesmal versuchte ich mich sogar an Alles wird gut was man gerne tut (8+) in der Vierten Dimension. Eine coole Tour, im unteren Teil recht leicht, oben raus merkte ich deutlich wo ich stehe und was die Tour fordern würde.
Nachdem wir im Herbst den Norissteig gegangen waren, besuchten wir diesmal das Hirschbachtal diesmal für den Höhenglücksteig. Zusammen spazierten wir zum Einstieg (½ Stunde, 80 hm) und die Kids übten und verbesserten am Via Ferrata Bambini (¾ Stunde, 20 hm) ihre Klettersteigtechnik. Zwischenzeitlich regnete und hagelte es, aber dann kam doch wieder die Sonne heraus. Anna hatte nach dem Via Ferrata Bambini genug und so stiegen Karin und sie zum Bus ab, während Paul und ich in den Höhenglücksteig starteten. Der teilweise stürmische Wind hatte den Steig weitgehend getrocknet und so machte die Kraxelei mit Paul richtig viel Spaß. Sogar in der Wittmann-Schikane (1 Stunde, 60 hm). Am Weg zu Teil 2 zog dann der nächste Starkregen herein und so schafften wir es nur noch auf den Luginsland bevor wir etwas durchweicht zum Bus abstiegen (½ Stunde, 40 hm). Natürlich lachte dort wieder die Sonne, Hauptsache wir sind richtig nass geworden.

Biken in der Rhön, das sollte unsere nächste Station sein, leider empfing uns dort erst mal Dauerregen. Also erkundeten wir die Gegend erst mal mit dem Bus. Da wir bei Peters Eltern im Garten stehen durften, erledigte sich auch die Frage nach einer warmen Dusche und einer Möglichkeit nasse Klamotten zu trocknen. So taten wir im leichten Nieselregen etwas für unser Deutsch-Deutsches Geschichtswissen und unternahmen eine Radtour entlang des Grünen Bandes am Poppenholz (1¾ Stunde, 100 hm, 10 km). Zum Abschluss besuchten wir noch das Deutsch-Deutsche Freilandmuseum in Behrungen, wo ein Teil der alten Sperranalge erhalten wurde.
Als das Wetter nun endlich besser wurde, konnten wir auch endlich unser eigentliches Ziel erkunden, den Kreuzberg Flowtrail. Zuerst verbrachten wir aber noch ein paar lustige Stunden im Four Seasons Fun Park am Bischofsheimer Schwimmbad bevor wir vom Neustädter Haus aus drei Runden über den Flowtrail drehten (2 Stunden, 470 hm, 12 km). Paul und ich hatten immer noch nicht genug und so sahen wir uns noch den Irenkreuztrail und seine Umgebung an (¾ Stunde, 160 hm, 4 km).
Den Vormittag des Samstags wollten wir eigentlich am Flowtrail verbringen, nachdem die Auffahrt zum Neustädter Haus aber so gut funktionierte, fuhren wir gleich weiter auf den Gipfel des Kreuzbergs (1¼ Stunden, 370 hm, 5 km). Die Anstrengung wurde nicht nur mit einer schönen Aussicht, sondern auch mit einer einigermaßen langen Abfahrt belohnt (½ Stunde, 5 km). So konnte man auch den eigentlich geplanten Fahrtag nach Hamburg ertragen, aber nicht ohne einen weiteren Stopp im Four Seasons Fun Park und auf der Wasserkuppe. Dieses Stück Fliegergeschichte hatte ich mir gewünscht.

Ganz bis Hamburg schafften wir es dann nicht mehr und so übernachteten wir in der Lüneburger Heide, auch mit dem Hintergedanken, an diesem schönen Fleckchen Erde auch noch eine kleine Radlrunde zu drehen. So fuhren wir nach dem Frühstück auf den Tütsberg, auch immerhin 117 Meter hoch (2 Stunden, 50 hm, 5 km). So lernten wir, dass die Zäune in der Lüneburger Heide nicht dafür aufgestellt sind, um Pferde und Kühe am ausreißen zu hindern, sondern zum Schutz vor Wölfen. Immerhin gibt es dort wieder fünf bis sechs Rudel.
Nun war es aber wirklich nicht mehr weit bis Hamburg und so verbrachten wir den Nachmittag am großen Spielplatz in Planten und Blomen. Die Kids beim Spielen und Franzi, Arne, Karin und ich beim Biertrinken. Aber natürlich zeigten wir den Kids auch ein bisschen von der Stadt, was mit den Rädern ziemlich easy war. Wie auch schon in Berlin hatten sich die Räder definitiv ausgezahlt.
Nach einer überraschend ruhigen Nacht am Heiligengeistfeld verließen wir Hamburg in Richtung Lübeck und verbrachten einen heißen Sommertag am Behlendorfer See und einen schönen Grillabend bei Tina und Jens mit ihren Jungs.

Nun war es aber endlich Zeit fürs Meer. Erst mal Ostsee, in Scharbeutz. Ein typisches Ostseebad, aber nicht ganz so rentnerverseucht wie der Timmendorfer Strand.
So gestärkt/entspannt konnten wir uns wieder ins Auto setzen und den letzten Rutsch zur Nordsee, nach St. Peter-Ording, hinter uns bringen. Dabei erkundeten wir noch am Abend den Strand bei Böhl bevor wir das letztes Lager unseres Urlaubs, bei Cecil und Jens im Hof aufstellen konnten. Und hier spielte auch das Wetter mit, so verbrachten wir einen kompletten Tag in Ording am Strand. Nur Wellen wollte es einfach nicht geben, dafür aber jede Menge Wind. So wurde zwar nichts aus dem Surfen, dafür flogen wir aber unsere Lenkmatten ziemlich ausgiebig. Und als wir dann doch noch etwas Regen abbekamen, sahen wir Jens beim Arbeiten zu, Paul hatten auf der Miniramp im Dachboden Spaß, die Mädels spielten ganz viel und wir machten einen kleinen Ausflug nach Nordstrand. Schade, dass die Zeit so schnell verging und wir wieder gegen Süden aufbrechen mussten, aber wir kommen ganz sicher wieder.

So ging ein sehr schöner Urlaub zu Ende, bei dem wir viele tolle Menschen trafen. Einfach schön nach der langen Zeit der Kontakt- und Reiseverbote.

Dienstag, Mai 11, 2021

Götschen, Königsbachfall und Kleiner Barmstein - 08./09.05.2021

Und wieder ein Wochenende im Berchtesgadener Land, könnte auch schlechter sein. Diesmal zum Geburtstag der Schwiegermutter und zum Muttertag. Und weil ich mich natürlich bewegen muss, drehte ich am Samstagvormittag auch eine Runde auf den Götschen (44 Minuten, 650 hm). Dafür, dass ich mich eigentlich ziemlich unfit fühle, ganz passabel. Nur abwärts bin ich definitiv langsamer als früher (26 Minuten), aber das Knie hat gut mitgemacht und das bleibt hoffentlich auch so.

Nachdem an diesem Wochenende der Sommer Einzug gehalten hatte, kühlten wir uns bei einer Wanderung zum Königsbachfall (1 Stunde, 90 hm), beziehungsweise in den Gumpen direkt unter dem Hauptfall ab (¼ Stunde, 60 hm). Am Ufer des Königssees entdeckten wir jede Menge Getier. So zählten die Kurzen immerhin sieben Ringelnatter (davon ein Schlangennest mit zwei Jungtieren), 18 zum Teil ziemlich zutrauliche Mäuse und einen dicken, fetten Laubfrosch. Da verging der Hin- aber auch der Rückweg (1 Stunde, 100 hm) wie im Fluge.

Für den Muttertag inspirierte uns die liebe Claudi, wir suchten nämlich ein kleine, nicht zu weite, aber auch nicht langweilige Wanderung und am besten etwas, was wir mit den Kindern noch nicht gemacht hatten. So viel unsere Wahl auf den Kleinen Barmstein. Vom Café s'Barmstoa spazierten wir vorbei am Wildgehege zum Einstieg des Kleinen Barmstein. Von wo aus es erst über Treppen, dann seilversichert zum Gipfel hinauf geht (½ Stunde, 140 hm). Scho schee, vor allem die Tiefblicke auf Hallein oder der Blick gegen Süden auf die Ostwand des Göll. Nach dem Abstieg (½ Stunde) folgten wir dem Weg noch weiter nach Südosten zur Ruine Thürndl (¼ Stunde, 25 hm). Wie leicht doch solche Spaziergänge fallen, wenn die Kids die richtige Motivation haben, in unserem Fall eine alte Burgruine. Und selbst der Rückweg in der Hitze (ja, es hat sich wirklich wie Sommer angefühlt) ging fast von alleine (¼ Stunde).
Wieder ein schönes Wochenende im Berchtesgadener Land, jetzt wird es aber definitiv wieder mal Zeit für einen Besuch in Tirol!

Mittwoch, April 28, 2021

Schönheitskönigin, Hexe und Brett - ein langes kurzes Wochenende im BGL - 24./25.04.2021

Nachdem wir die letzten zwei Wochenenden mit Ausflügen in und um München (Surfen am Eisbach, Bouldern in Buchenhain, Weltwald in Freising, Biken in Gilching) verbracht hatten, gings dieses Wochenende wieder in die Berchtesgadener Berge. Eigentlich weil wir einen Trail-Technik-Kurs beim DAV gehabt hätten, Corona sei Dank, fiel der aber aus. Aber Ersatzbeschäftigungen sind für uns ja selten schwer zu finden, so gab es ganz schnell einen neuen Plan.

Die Schönheitskönigin von Schneitzelreuth - Samstagvormittag
Samstagfrüh traf ich mich mit Peter in Karlstein, unser Ziel Die Schönheitskönigin von Schneitzelreuth (6 SL, 6+). Es war noch ganz schön früh und die Nacht war, zumindest für mich, kurz, also schnauften wir langsam zum Einstieg hinauf (1¼ Stunden, 630 hm). Die Sonne lässt sich um diese Jahreszeit leider erst ein bisschen später blicken, so kletterten wir mit Daunenjacken und kalten Fingern los. Die Tour ist wirklich so schön, wie ich sie in Erinnerung hatte (ok, die erste Seillänge ist ein wenig komisch und über den Spalt in der fünften Seillänge brauchen wir auch nicht reden). Kurz vor dem Ausstieg kam dann sogar die Sonne um die Ecke und so konnten wir uns nach der Tour auch endlich unserer Daunenjacken entledigen, warm geworden war uns schon beim Klettern davor (2½ Stunden, 130 hm). Auf einem kleinen Steig gings zurück zum Einstieg (½ Stunde, 50 hm), wo wir eine wohlverdiente Pause einlegten bevor es weiter zurück zu den Autos ging (¾ Stunde). Wir hätten die Bikes mitnehmen sollen, aber ich kann mich erinnern, das haben Karin und ich beim letzten Mal auch schon gesagt.
Eine superschöne Tour mit Peter, immer wieder eine Freude mit ihm zu klettern.


Hexe - Samstagnachmittag
Da ich nach einer Tour sowieso nicht aufhören kann und weil ich Paul versprochen hatte mit ihm eine Vater-Sohn-Tour zu machen, gings gleich als ich heim kam wieder los. Zusammen stiegen wir zum Rotofensattel auf (1¾ Stunden, 600 hm). Den eigentlichen Plan, über das Kinn auch die Nase, verwarf ich nach einem halbherzigen Versuch in der Westflanke des Kleinen Rotofenturms. So ganz untrainiert bewege ich mich doch nicht mehr ungesichert in solchem Gelände. Also stiegen wir zum Einstieg der Berchtesgadener Rinne ab. Zum ersten Mal hängten wir die Seillängen nicht zusammen, sondern teilte den Anstieg in vier 30-Meter Seillängen bis zum Gipfel (1¾ Stunden, 140 hm). Dabei stieg Paul die erste Seillänge sogar vor, ich bin begeistert. Nicht mehr lange und ich muss mich meine Projekte nicht mehr hochzittern, sondern kann sie ganz entspannt nachsteigen, weil der Junior sie mir einhängt ;)
Am Gipfel machten wir eine ausgedehnte Pause, suchten unsere früheren Gipfelbucheinträge und genossen die späte Sonne. Doch irgendwann hieß es wieder absteigen, weil im Dunkeln abseilen macht auch nur bedingt Spaß. Zurück zum Einstieg kamen wir in einer Mischung aus Ablassen (Paul) und Abklettern bzw. zum Schluss Abseilen (ich). Schon am Anfang hatten wir uns gegen das Abseilen durch die Reichenhaller Rinne entschieden, da im schattigen Ausläufer noch jede Menge Schnee lag (1 Stunde). Nun hieß es in der Dämmerung hinunter zum Parkplatz, den wir im Mondlicht erreichten (1 Stunde, 50 hm). Die letzten Meter begleitete uns Karin, die gekommen war um uns abzuholen und uns ein Stück des Weges entgegen kam.
Ein schöner Nachmittag mit dem Junior, auch wenn ich am Ende ganz schön platt war.


Hohes Brett - Sonntag
Noch lacht der Schnee von den Bergen und so war der Sonntag für eine Skitour reserviert. Mit dem Brett entschieden wir uns für einen der kürzesten Berchtesgadener Klassiker. Im Moment reicht uns konditionell aber auch so eine kleine Tour. Die durchgängige Schneedecke beginnt über dem Sommerwandl, aber im harten Schnee entschieden wir uns die Ski noch ein Stück bis über die zweite Steilstufe zu tragen (¾ Stunde, 360 hm). Dann wechselten wir auf die Ski und Harscheisen. Die waren bis zu den Umgäng auch wieder Gold wert (1½ Stunden, 520 hm). Während fast alle anderen durch die Umgäng nach Osten zogen, schwenkten wir nach Süden in die Nordrinne des Hohen Bretts. Langsam und mit schweren Beinen ging es durch die Rinne bis zum Gipfel (1¼ Stunden, 350 hm). Vor zwei Monaten waren die Felsstufen in der Rinne komplett frei und an eine Begehung/Befahrung kaum zu denken, heute konnten wir ohne Probleme Aufsteigen bzw. Abfahren.
Am Gipfel blies ein eiskalter Wind, so fellten wir nur kurz ab und fuhren etwas ab, um an einer windgeschützten, sonnigen Stelle Pause zu machen (¾ Stunde). Aber irgendwann ist die schönste Pause vorbei und so bissen wir in den sauren Apfel und machten uns an die Abfahrt. Die Schneequalität lies schon merklich zu wünschen über, nur im Bereich der Umgäng und der Alpeltalköpfe gab es etwas Firn. Dafür konnte man sogar die Steilstufe abfahren und musste erst kurz vor dem Sommerwandl die Ski wieder am Rucksack verstauen (¾ Stunde). Da das Sommerwandl inzwischen fast schneefrei ist, gestaltete sich der restliche Abstieg einfach und wir kamen 20 Minuten später am Auto an.
Das Brett ist immer wieder eine schöne Skitour und im Gegensatz zum, meist gut besuchten, Göll fast einsam und natürlich deutlich kürzer. Einfach unbezahlbar solche Tage mit meinem Lieblingsmenschen.

Dienstag, April 06, 2021

Ein Brett am Kalter und ein Spaziergang ins Kar - der Saisonabschluss im BGL - 02.-08.04.2021

Wir hatten zwar noch lange daran festgehalten, aber schon einige Zeit vor Ostern zeichnete es sich ab, Bleau würde dieses Jahr wieder ausfallen. Der Plan nach dem Plan sah ein Ausweichen auf Franken vor, aber nachdem dort auch wieder eine nächtliche Ausgangssperre herrschte, wurde es jetzt doch wieder das BGL.
Das Wetter war eher solala angesagt und so machten wir uns erst Freitagmittag auf den Weg. Das gab uns aber noch genug Zeit um mit Paul am Nachmittag noch eine Runde von Loipl aus mit den Bikes zu drehen. Für den ersten Downhill (½ Stunde, ↓250 hm) kam er noch mit, den Weg zurück zum Auto (½ Stunde, ↑250 hm) überließ er uns dann. Und weils beim ersten Mal so schön war, fuhren Karin und ich noch einen zweiten Downhill, diesmal über den Panoramaweg nach Winkl (1 Stunde, ↓420 hm, ↑170 hm). Das letzte Mal zum Auto hoch durfte ich dann alleine (½ Stunde, ↑250 hm), das ist der Nachteil, wenn man oben parkt. Und dann überraschte mich meine liebe Frau wieder einmal. Nach dem Essen meinte sie, ob ich noch Lust hätte eine Skitour auf den Götschen zu gehen. Na was für eine Frage, NATÜRLICH! Viel weniger Schnee darf es nicht mehr sein, aber man kann noch durchgängig aufsteigen, außer durch den Wald zum Gipfel (55 Minuten, 450 hm) und auch abfahren, auch wenn man sich an ein paar Stellen "leicht machen muss" (¼ Stunde).
2021_04_02_Goetschen


Blaueisspitze und Hochkalter

Samstag hatte es etwas geschneit und war (was das wichtigste war) wieder deutlich kühler geworden. So stand für Sonntag der Plan und mit Stephan der richtige und motivierte Partner fest. Noch im Dunkeln trugen wir unsere Ski bis zur Schärtenalm (1 Stunde, 600 hm) und auf Ski ging es weiter über die gefrorenen Hänge hinauf zur Blaueishütte (¾ Stunde, 300 hm). Dort hatten wir uns ein kleines Frühstück verdient, ob das das Schneehuhn, das uns laut anmotzte auch fand, weiß ich nicht, es ließ sich aber bis auf das Gemotze auch nicht weiter von uns stören.
Für uns ging es aber sowieso weiter ins Kar des Blaueisgletschers und über die (zum Teil) steilen Hänge hinauf über das obere Eisfeld bis unter die Felsen (1¾ Stunde, 700 hm). Vor der steilen Rinne hieß es auf Steigeisen wechseln und die Ski am Rucksack verstauen. Mit ein paar beherzten Zügen und der Hilfe des neuen Fixseils wuchteten wir uns über die vereisten Platten hinauf zu einer schneeigen Querung, um nach ein paar Metern zur Blaueisscharte zu gelangen (¼ Stunde, 60 hm). Ganz ehrlich, an der Stelle war ich über das Fixseil ganz froh, dieser Teil dürfte bei mehr Schnee deutlich leichter sein, auch wenn man dann wahrscheinlich das Seil nicht mehr findet.
Da wir nun schon mal hier waren, ließen wir die Rucksäcke zurück und statteten der Blaueisspitze einen Besuch ab (½ Stunde, 100 hm). Der Anstieg ist bis auf den überwechteten letzten Teil des Grates einfach und das nette kleine Kreuz ist definitiv einen Abstecher wert. Leider zog die ganze Zeit das Wetter um uns herum, so konnten wir weder die Aussicht genießen, noch uns ein wirkliches Bild über den Weiterweg machen. Obwohl die Tour in der vergangenen Woche mehrmals begangen wurde, waren keinerlei Spuren zu finden, dafür aber etwa 5-10 Zentimeter Wildschneeauflage.
Also stiegen wir wieder zur Blaueisscharte ab (¼ Stunde), schulterten die Rucksäcke und spurten Richtung Nordrinne(n). Die Bedingungen stellten sich als ziemlich gut heraus und so stiegen wir stetig höher durch das etwa 50°-steile Gelände, bis zu einer kleinen Scharte direkt unter dem Gipfel. Von dort sind es keine fünf Minuten über den Grat bis zum Gipfel des Hochkalters (1 Stunde, 220 hm). Hier erwartete uns nicht nur das lange ersehnte gute Wetter sondern auch drei Jungs, die vom Ofental aus gekommen waren.
Die Rundumsicht und eine ausgedehnte Pause hatten wir uns nun wirklich verdient. Und so ließen wir uns Zeit und genossen die Sonne und unsere Brotzeit, bevor wir unter den Gipfelfelsen abstiegen und die Steigeisen wieder im Rucksack verstauten. Wie schon vor drei Jahren, wollten wir die Südflanke möglichst durchgängig abfahren. Die Rechnung hatten wir aber ohne die Schneelage gemacht. Es lag deutlich weniger Schnee als beim letzten Mal und so war im Mittelteil an eine Befahrung überhaupt nicht zu denken. Stattdessen hieß es stellenweise abklettern und ein kleinem Zwischenanstieg. Erst im unteren Teil konnten wir wieder fahren, was im Gegensatz zu der Gipfelrinne sogar Spaß machte (¾ Stunde, 30 hm).
Was nun aber kam, war ein Traum in weiß. Das schattige Hochtal hielt perfekten Holländerpowder für uns bereit und so cruisten wir bis in den Wald hinunter (½ Stunde). Dort wo die Abfahrt sowieso unangenehm wird, endete diesmal auch der Schnee und so montierten wir unsere Ski wieder am Rucksack und nahmen wohl oder übel den 600 hm Abstieg ins Klausbachtal in Angriff (1 Stunde). Von dort hieß es nur noch durchs Klausbachtal und um den Hintersee, vorbei an Spaziergängern und Familien, zurück zum Auto hatschen, weil gehen konnte man das schon fast nicht mehr nennen (1 Stunde).

Eine wahnsinnig geniale Tour mit einem super Tourenpartner. Sicher DAS Highlight der Saison! Wir benötigten für die 2010 hm und 24 km insgesamt 9¾ Stunden. Eine Tour die eher den konditionsstarken und vor allem alpinistisch versierten Skitouristen ansprechen dürfte.

Watzmann Skischartl

Obwohl die Beine noch etwas schwer waren, wollten Karin und ich noch das gute Wetter am Montag ausnutzen. Sozusagen zum Saisonabschluss noch ins Kar. Die Erklärung, dass damit nur das Watzmannkar gemeint sein kann, erübrigt sich im BGL eigentlich.
Mit Bike und E-Bike konnten wir bis kurz unter die Benzinkurve fahren (¾ Stunde, 530 hm) von wo es direkt mit Ski weiter ging. Wir sorgten für einige Lacher, da Karin mich über weite Strecken mit unserem Kommit abschleppte, ich war froh darum. Der Aufstieg ins Kar war, wie immer, landschaftlich überwältigend schön. Nachdem wir die Massen an Tourengehern zum 3. Kind ziehen sahen, entschlossen wir uns für das Skischartl, mal etwas anderes da Karin noch nicht dort war (3 Stunden, 1090 hm). Hier war zwar auch, wie nicht anders zu erwarten, reger Betrieb, aber wir fanden noch einen schönen Platz an den Felsen und konnten so die warme Frühlingssonne genießen. Inzwischen schien die Sonne auch in weite Teile des Kars und weil jede Menge anderer Tourengeher nun das Skischartl für sich entdeckt hatten, fuhren wir ab. Beginnend mit etwas schwerem Schnee über ein Stück mit konserviertem Pulver hin zu bestem Firn und am Ende, wie so oft, einer Sulz/Eis Waldabfahrt (1 Stunde).
Spätestens jetzt freuten wir uns über unsere Räder, die Ski auf die Rucksäcke und ab in den Sattel. Wie schön ist es, wenn man das Kar so komfortabel hinter sich lassen kann (¼ Stunde).

Ein wunderschöner Saisonabschluss mit Karin (gesamt 6 Stunden, 1620 hm, 20 km). Es soll zwar in den nächsten Tagen noch schneien, aber ob wir uns nochmal motivieren können die Ski hervor zu holen, wage ich zu bezweifeln. Aber mit diesen Abschlusstouren bin ich nun auch wieder mit der Saison versöhnt.
2021_04_05_Watzmannkar

Dienstag begann es dann wieder zu schneien. Und weil es so richtig durchschneite, hatten wir am Mittwoche unseren ersten Ski/Freeride-Tag. Magels eines Skilifts, nutzen wir den Bus zum Shutteln am Rossfeld. Nach sechs Tiefschneeabfahrten war Paul dann schnitzelfertig.
Aber es schneite weiter und so drehte ich am Donnerstag noch eine Runde auf den Götschen (1¼ Stunden, 700 hm). Jetzt kann es von mir aus aber wirklich Frühling werden. Immerhin gingen sich selbst in dieser Saison 24 Skitouren mit insgesamt 23545 hm aus (Nachtrag vom 25.04.). Viele davon immerhin auch schon mit den Kiddies, was uns natürlich ganz besonders freut, auch wenn diese Touren meist eine motivatorische Herausforderung sind.

Sonntag, März 28, 2021

Alpgartenrinne und Hochalmscharte - 27./28.03.2021

Langsam gehen uns coronabedingt etwas die Wochenendideen aus, so waren wir wieder im BGL, schön ist es ja. Freitagabend drehten Karin und ich noch eine Abendspaziergangsrunde auf die Kastensteinerwand (1 Stunde, 200 hm). Aber natürlich ging es bei dem Besuch eher darum den Schnee des letzten Tiefdruckgebiets nochmal zu nutzen.
Bei der Fahrt ins BGL sahen wir von Reichenhall aus die Nordseite des Lattengebirges und sofort stand unser Plan für Samstag, die Alpgartenrinne. Das Wetter war zwar nicht wirklich gut vorhergesagt, aber für diese Tour war das nicht weiter schlimm, Sonne würden wir dort sowieso nicht sehen. Also trugen wir unsere Ski bis zum Abzweig des Alpgartensteigs, wo man den Wappach zum ersten mal queren muss (½ Stunde, 200 hm). Von hier ging es mit recht solider Schneeauflage, immer dem Alpgartensteig folgend, bis zum Anfang der Rinne (1½ Stunden, 450 hm). Der Zugang zur Rinne war diesmal einfach und schon konnte der Spitzkehrentango beginnen. Immer steiler und enger zieht es hinauf, bis wir endlich aufgaben und unsere Ski wieder von den Füßen auf die Rucksäcke wechselten (1½ Stunden, 350 hm). Nun hieß es noch teilweise grundloses Stapfen (¼ Stunde, 100 hm). Speziell der Ausstieg aus der Rinne war sehr unangenehm, aber auch machbar. Nach dem steilen Aufstieg war Karin etwas verzagt, wie sie die Abfahrt schaffen sollte (und das von jemandem, der viel besser Ski fährt als ich). Naja 45° sehen von oben auch wirklich steil aus. So machten wir erst mal eine ½ Stunde Pause, damit Karin Mut sammeln konnte.
Die Bedingungen für die Abfahrt waren nicht ganz ideal, aber so schlimm wie die drei Jungs getan hatten (sie waren uns recht weit untern entgegen gekommen), waren sie nicht. Ein bisschen Rutschen, ein paar gesprungene Schwünge und schon ist man nur noch in 40°-steilem Gelände und wirklich eng ist die Rinne ja auch nicht (oben einmal etwa 3 Meter). So wurden die Bewegungen weniger zaghaft und die Schwünge immer flüssiger und schon waren wir unter der unteren Engstelle und musste aus der Rinne queren, um nicht wieder zurück aufsteigen zu müssen (¾ Stunde, ↓500 hm). Die weitere Abfahrt durch den Wald war dann leider nicht wirklich der Hit, ziemlich grundloser Sulz mit versteckten Wurzeln, Steinen und Bäumen (½ Stunde, ↓300 hm). Aber auch das schafften wir ohne größere Probleme und so schnallten wir die Ski wieder auf die Rucksäcke und spazierten zurück zum Auto (½ Stunde, ↓300 hm).
Eine spaßige Tour, das Wetter hatte viel besser gehalten als vorhergesagt (kurz leichtes Nieseln, aber definitiv nicht der vorhergesagte Regen) und der relativ späte Start hatte für eine nicht zu harte Rinne gesorgt.

Sonntag ließ sich dann die Sonne blicken und so starteten wir von der Ramsau aus zur Hochalm. Da unsere Beine noch etwas müde vom Vortag waren, war diesmal nicht der höchste Punkt (Am Hund) unser Ziel, sondern die Hochalmscharte.
Ohne die Ski tragen zu müssen, stiegen wir die Forststraße zur Eckaualm auf (1 Stunde, 350 hm). Langsam, die Beine waren in der Tat sehr schwer, stiegen wir durch den teilweise ziemlich steilen Wald zum kupierten Gelände der Hochalm auf. Als wir aus dem lichten Wald kamen, hielten wir uns südöstlich und erreichten den Einschnitt der Hochalmscharte (1½ Stunden, 600 hm). Im Sommer kann man von hieraus ins Wimmbachtal absteigen, heute warfen wir nur einen Blick Richtung Hundstod.
Im Windschatten war es angenehm warm und so genossen wir die Sonne und machten ein Stündchen Pause, bevor wir uns an die Abfahrt machten. Die Abfahrt war überraschend gut. Selbst die Steilpassagen im Wald waren durchgängig zu fahren. An der Forststraße angelangt hieß es nur noch laufenlassen und am Auto abschwingen (ok, das letzte Stück musste man teilweise einen Ski anheben, aber gefahren ist gefahren) (¾ Stunde).
Ein schöner Abschluss für dieses Wochenende, an dem wir seit langem wieder als Paar (#lieblingsmensch) ein paar Touren machen konnten.

Mittwoch, März 24, 2021

Wochenstart mit Martin am Lösertalkopf - 22.03.2021

Nach den letzten Schneefällen und der netten aber etwas unergiebigen Tour von Sonntag war es klar, dass ich zum Wochenbeginn noch einmal in den Schnee musste. Martin hatte Zeit und von ihm kam auch die Idee in die Ammergauern zu fahren. Die Scheinbergspitze, der Klassiker dort, ist zwar ziemlich überlaufen, wenn man aber nur ein Tal weiter nach Norden geht, dann findet man schon Einsamkeit. In unserem Fall am Lösertalkopf.
Die Zufahrt zum Parkplatz Sägertal, knapp hinter Linderhof, war wegen des Neuschnees schon spannend. Die Schneehöhen im Graswangtal sind einigermaßen beeindruckend, vor allem für Mitte/Ende März. Das erste Stück des Weges teilt man sich noch mit der Scheinbergspitze, aber ab dem Hundsfällgraben geht es dann einsam auf einen Sattel (1½ Stunden, 550 hm) von dem man ins Lösertalmösl abfährt (¼ Stunde, 150 hm). Die erste richtig gute Abfahrt, so konnte es weiter gehen. Und das tat es auch, aber zunächst mit einem Aufstieg und zwar in ziemlich grundlosem Pulver. Wir mussten schon zuvor spuren, aber ab hier konnten wir nicht mal mehr Abfahrtsspuren nutzen, um uns die Arbeit zu erleichtern. Steil ging es hinauf in ein Kar, ab dem wir dann im Nebel standen. Trotzdem fand sich der Weg auf den Grat, dem man zum Gipfel folgen kann. Oder eben nicht. Die Sicht hatte sich leider nicht gebessert und der Aufstieg war zum Schluss direkt am Grat mit Ski nicht mehr möglich. Also ließen wir es, laut GPS etwa 20 Meter vor dem Gipfel, bleiben (1½ Stunden, 500 hm).
Leider besserte sich die Sicht während unserer Pause nicht (¼ Stunde), deshalb machte der erste Teil der Abfahrt ins Kar nur mäßig Spaß, aber das änderte sich am unteren Ende des Kars. Die steile Abfahrt hinunter ins Lösertalmösl war eine der besten Abfahrten des Jahres. Pulver ohne Ende und Spray im Gesicht. Nun hatten wir die Möglichkeit zur Scheinbergspitzenroute zurück aufzusteigen oder durch den Lösertal- und Hasentalgraben ins Sägertal abzufahren. Auf einen Gegenanstieg hatte ich aber überhaupt keine Lust mehr, also durch die Gräben. Diese Abfahrt hatte es noch einmal in sich, zum Zusammenfluss der beiden Bäche muss man nämlich eine 40° Waldabfahrt bewältigen. Bei Schneebedingungen wie im Moment ist das cool. Wenn es hart oder eisig ist, dann ist diese Abfahrt nur mäßig lustig. Am unteren Ende des Wald trafen wir auf eine Forststraße, der wir ziemlich flach bis zum Parkplatz hinaus folgt (1¼ Stunde).
Ein sehr cooler Wochenstart, wobei Touren mit Martin bis jetzt immer Spaß gemacht haben. Die Tour war durch die viele Spurarbeit, definitiv anstrengender als gedacht, hat sich wegen der super Abfahrt aber auf jeden Fall gelohnt.

Sonntag, März 21, 2021

"Après Ski" am Milchhäusl zum Frühlingsbeginn - 21.03.2021

Ok, zugegebener Maßen, die Skitour heute war eher keine wirkliche Skitour, dafür hatten wir aber alle ziemlich viel Spaß im Schnee. Die Erwachsenen beim Bier/Glühwein und die Kids beim Schneehöhlen graben. Dass wir dafür nur knapp 150 hm gegangen waren, naja, Sport kommt sicher auch wieder, heute ging es vor allem um Happy Kids und Happy uns, was zusammen mit Kathi, Peter, Nora und Jakob mal wieder so richtig gut geklappt hat. Danke für den schönen Tag.
2021_03_21_Milchhaeusl

Mittwoch, März 17, 2021

Powderhausen aka Brauneck - 17.03.2021

Geht doch, das mit dem Schnee. Die Messstation am Brauneck sprach immerhin von 70 Zentimetern seit Sonntag. Da musste ein Partner in Crime her, oder noch besser: zwei. Laura und Vladi konnten sich genauso wie ich den Vormittag freischaufeln und so stand der Plan, 6:30 Uhr Start in der Wegscheid.
Ganz so schnell kamen wir dann doch nicht los, weil der schöne, neue Bus Sommerreifen drauf hat. Damit gab es heute keine Chance zum Parkplatz hoch zu kommen, also durfte der alte Bus shutteln . Da hat er ja Erfahrung.
Immerhin konnten wir dann auch endlich starten, immer noch bei Schneefall. Der wurde zwar weniger, dafür gab‘s Nebel, Sicht wird sowieso überbewertet. Dass am Gipfel dann auch noch Wind dazu kommt, hätte aber nicht unbedingt sein müssen (2 Stunden, 825 hm). Also nur kurz Abfellen und rein ins Powdervergnügen. Und der war tief! Ich war das erste Mal richtig froh den ganz Dicken eingepackt zu haben. Erst am Draxlhang litt die Schneequalität durch die einsetzende Erwärmung, ok, dafür gab‘s auch Sonne. Wer hätte das gedacht (½ Stunde).
Nun hieß es erstmal wieder Shutteln, bevor ich mir das Gebiet ein zweites Mal zu Gemüte führte. Am Kotalmkessel (¾ Stunde, 490 hm) war die Sicht nun deutlich besser und so entschied ich mich die Hänge nördlich des Kessels aufzusteigen. Am Kamm westlich des Kotecks (½ Stunde, 170 hm) fand ich was ich suchte. Tiefen, steilen, unverspurten Pulver. Die Bedingungen ein Traum. Und die Abfahrt erst (¼ Stunde).
Nach diesen knapp 1500 hm konnte ich mich endlich zufrieden in die Arbeit begeben, was für ein genialer Vormittag.

Sonntag, März 14, 2021

Eckerleiten – Ende der Saison? – 13.03.2021

Letztes Jahr war unsere Geburtstagstour auf die Eckerleiten faktisch das Ende der Saison. Wie es dieses Jahr aussehen wird? Wer weiß, aber viel Schnee ist nicht mehr und die höheren Lagen sind wegen der Grenzschließungen praktisch nicht erreichbar. Also gut möglich, dass sich das Skivergnügen für diese Saison auch erledigt hat.
Samstag genossen wir aber auf jeden Fall noch einmal das gute Wetter, um als Familie eine kleine Skitour auf die Ecker Alm zu gehen (1 Stunde, 200 hm). So richtig motiviert waren die Kids nicht, deshalb stieg ich alleine weiter zum Ecker First auf, um noch ein bisschen mehr von dem herrlichen P̵u̵l̵v̵e̵r̵ Bruchharsch mitzunehmen (½ Stunde, 350 hm). Die Ostflanke sah schon grundlos sulzig und die Nordrinne nach zerpflügtem Eisvergnügen aus, so entschloss ich mich mein Glück Richtung Ofnerboden zu versuchen. Und siehe da, durch die geringe Schneeauflage war es zwar ein bisschen hakelig durch die Büsche im oberen Teil, aber die freien Flanken ließen sich ziemlich gut (und ohne Bruchharsch) fahren. Und schlussendlich fand ich auch noch den Abzweig zur Eckeralm, damit ich ohne Wiederaufstieg zurück zu Karin und den Kids kam (¼ Stunde). Dort ließen wir uns noch die Sonne auf den Bauch scheinen, während die Kids eine Schanze bauten und eine Schneeballschlachtschutzmauer gruben. Die Abfahrt war dann wie erwartet, nicht ganz so nett wie im Jahr zuvor, aber unsere beiden Rennsemmeln schafften auch das ohne Probleme und so kamen wir alle wieder gut zurück zur Enzianhütte (½ Stunde).
Falls es wirklich der Saisonabschluss war, dann war er gar nicht so schlecht. Einfach schön so Skitouren als Familie.

Sonntag, März 07, 2021

Pulvertraum im Schinderkar - 06.03.2021

"Was hast denn am Samstag vor, ich würd gern den Schinder machen".
"So ein Zufall, da wollte ich auch hin".
"Na, wie siehts dann mit uns beiden aus?"
"Ja, klar, 8 Uhr Spitzing".
Das war der kurze Austausch von Lena und mir, der zu unserer Tour am Samstag führte. So trafen wir uns also wie ausgemacht am Spitzing und schwangen uns mit Monika und Larissa auf die Räder Richtung Valepp. Die Straße zum Forsthaus war gut geräumt und so konnten wir ohne Probleme, bis auf unsere eiskalte Finger, bis zur Brücke über die Valepp fahren (½ Stunde, ↓230 hm, 5,5 km). Dort kamen die Ski endlich dorthin wo sie hingehören, vom Rucksack an die Füße und der Aufstieg ins Schinderkar begann. Mit netten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge und so standen wir im Kar und hatten die Qual der Wahl. Wir entschieden uns zuerst in der Sonne zur Scharte des Bayrischen Schinders aufzusteigen. Ein bisschen Sonne tanken, weil wirklich warm war es nicht (2 Stunden, ↑930 hm, 4,5 km).
Die Abfahrt war ein Pulvertraum. Der Aufstieg hatte nicht zu viel versprochen und die harte Unterlage ohne alte Spuren lud zum stressfreien Cruisen ein. In der Sonne am Fuß des Kars hieß es dann wieder auffellen, weil so schnell hatten wir natürlich nicht genug (½ Stunde, ↓380 hm). Dieser Aufstieg führte uns zentral ins Kar zum Skidepot unter dem Durchschlupf zum Schindertor (40 Minuten, ↑250 hm). Hier wechselten wir auf Steigeisen, nicht zwingend notwendig, aber wenn man sie schon bis hierher mitschleppt hat, kann man sie auch nutzen. Für den südseitigen gelegenen Weg weiter auf den Gipfel benötigt man sie dann definitiv nicht, der war nämlich vor dem letzten Schneefall bereits aper. Nach ein bisschen auf und ab, standen wir mit zwei Jungs (die sogar ihren Kaffee am Gipfel kochten) am Gipfel des Schinders (1 Stunde, ↑170 hm).
Im Gegensatz zum Rest der Tour war es hier windstill und so konnten wir in der wärmenden Sonne eine ausgiebige Pause einlegen. Doch irgendwann heißt es auch wieder runter und so machten wir uns auf den Weg zurück zum Skidepot (½ Stunde, ↓170 hm). Und dort begann dann der letzte und definitiv reizvollste Teil unserer Tour, eine weitere Pulverabfahrt ins Kar und weiter über Firn zurück zu den Bikes (½ Stunde, ↓800 hm).
Auf dem Weg zurück zum Spitzing froren wir dann definitiv nicht mehr und kalte Finger gab es auch nicht mehr (1 Stunde, ↑230 hm, 5,5 km). Schließlich konnten wir auch noch frisches Brot und ein Platzerl in der Sonne genießen, sozusagen die Belohnung nach knapp 1600 hm und einem Pulvertraum. Meine Damen, es war mir eine Freude, gerne wieder.