Montag, September 10, 2018

Vor der Reise ist während der Reise ist nach der Reise - 09.2018

Eigentlich ein ganz einfacher Plan für Ende August/Anfang September, vorbereiten auf unsere Bustour, nur blöd wenn einem die Arbeit einen Strich durch die Rechnung macht. Und so hieß es, vor der Reise ist während der Reise ist nach der Reise und ich saß wieder in Wyoming. Wie immer war die Zeit auf einer Anlage vollgepackt mit Arbeit, einen kleinen Ausflug zur Flaming Gorge nach Utah konnte ich am ersten Abend trotzdem unternehmen. Die Verwerfungszone gibt einen schönen Blick auf die Geologie Süd Wyomings/Nord Utahs preis und ist nebenbei ein sehr schönes Fleckchen Erde. Wandern wäre hier sicher nicht das verkehrteste. Nebenbei kreuzte einer der Waldbrände (Bender Mountain Fire) hier meinen Weg (naja näher als 10 Meilen hätte ich auch nicht ran gewollt). 
Die Woche war wieder ausgesprochen anstrengend, aber auch sehr spannend. Der Kontakt mit den Betreibern dieser Anlage ist einfach super und so war es am Ende fast schade wieder fahren zu müssen. 
Und das Wichtigste, ich habe sogar definitiv etwas gelernt: auch wenn ein Stoppschild mitten in der Wüste steht und weit und breit niemand zu sehen ist, stehen bleiben! Sonst gibts eine filmreife Fahrzeugkontrolle mit Blaulicht-U-Turn mitten am Highway, Hände am Lenkrad lassen und allem was man aus dem Fernsehen kennt.
Und jetzt gehts für uns endgültig los, keine Ahnung wann und wo wir ein Update posten werden, aber der erste Stopp ist im Tessin und dann an der Côte d’Azur.
2018_09_04_FlamingGorge

Donnerstag, August 23, 2018

Karins Geburtstagsklettertour im Kaiser - 19./20.08.2018

Zu Karins Geburtstag wollten wir dieses Jahr wieder etwas Besonderes unternehmen. Karin wünschte sich ein Biwak in den Bergen, ich dachte an eine schöne Kletterei, da hätte sich der Blassengrat angeboten. Nachdem für das Wetterstein Gewitter gemeldet waren, musste ich mir aber eine Alternative zum Blassengrat ausdenken. Zum Glück hab ich ja noch viele schöne Touren offen und so fiel die Entscheidung auf den Kopftörlgrat. Laut Führer der schönste Gratanstieg dieser Schwierigkeit in den Ostalpen, na das soll ja was heißen. Sonntag Abend stiegen wir zur Gruttenhütte (1½ Stunden, ↑520 hm) und weiter aufs Kopftörl auf (1¼ Stunden, ↑450 hm). Die Nacht war zum Teil sternenklar und für ein Biwak ausgesprochen bequem.
Montag starteten wir dann zum Sonnenaufgang in den ersten Teil des Grats. Über steiles Gehgelände gings leicht auf und ab in die Einschartung zwischen erstem und zweitem Gratturm. Von da an hieß es dann Kraxeln und für Karin das Seil aus dem Rucksack nehmen, a weng ausgesetzt ist es nämlich schon immer wieder. An einigen Stellen und Ständen gibt es Klebehaken, ein paar Normalhaken und auch sonst finden sich viele gute Köpferl, da ist man gar nicht gezwungen Keile zu legen. Die Linie findet sich immer logisch und so gabs nur einen kurzen, ziemlich brüchigen, Verhauer am Kaputzenturm, wo man wohl besser kurz rauf und dann nördlich herum klettert, anstatt leicht abzusteigen und eine tiefe Querung in unangenehmen Bruch zu vollführen. Der Fels ist mit Ausnahme am Kaputzenturm schön fest und wenn man am Gipfel des Ellmauer Halts steht, ist es fast schade, dass die Kletterei schon vorbei ist (5¼ Stunden, ↑450 hm, ↓150 hm). Am Gipfel bekam Karin ihre Geschenke und eine Schokolade mit Kerze sowie einem Ständchen, wobei sie auf den schrägen Gesang ihres Mannes wahrscheinlich verzichten hätte können.
Der Abstieg führt über den Gamsängersteig zurück zur Gruttenhütte (1¾ Stunden, ↓700 hm), wo wir uns Suppe und Skiwasser schmecken ließen. Der Steig ist zum Teil versichert und ganz nett, dürfte durch das viele lose Material aber den reinen Klettersteiggeher weniger freuen. Im Abstieg sahen wir auf einer Rippe unterhalb des Notabstiegs zwei Halbseile gespannt hängen, etwas seltsam, da Halbseile normalerweise nicht als Fixseile benutzt werden. Die Hüttenwirtin versprach dem aber nachzugehen. Nach einer ¾ Stunde Pause hieß es dann in der sengenden Sonne zur Wochenbrunner Alm abzusteigen (¾ Stunde, ↓520 hm), wo unsere fahrende Sauna auf uns wartete.
Ein super schöner Abend und Tag mit meiner liebsten Bergpartnerin und eine wunderschöne Tour, die einen guten Ticken alpiner ist als z.B. die Lamsenspitze NO-Kante und um einiges schwerer und ausgesetzter als ein Jubi-Grat oder eine Eisenzeit.
2018_08_20_Kopftoerlgrat

Freitag, August 17, 2018

Tirolwoche mit den Kindern - 13.-17.08.2018

Karin musste arbeiten und so fuhr ich mit den Kindern direkt von Interlaken zu meinen Eltern. Montag ruhten wir uns im Schwimmbad aus und Dienstag war Regenprogramm in der Jenbacher Kletterhalle angesagt.
Mittwoch startete ich dann kurz nach 4 Uhr zum Ebner Joch. Über den Notburgasteig kam ich nach Maurach und von dort gings zur Buchaueralm (¾ Stunde, 450 hm). Oberhalb der Buchaueralm stieg ich im Wald auf, bis ich auf den Hubersteig traf und diesem folgte ich, bis er nach Süden abzweigt. Über steile, felsdurchsetzte Wiesenhänge gelangte ich zur tiefsten Einschartung zwischen Ebner Joch und Haidachstellwand (½ Stunde, 250 hm). Nun ging es immer direkt am Grat, den guten Steigspuren folgend, entlang. An einem markanten Turm war damit aber Schluss. Die vermeintlich einfachste Variante, eine brüchige Rinne an der rechten Seite, entpuppte sich als recht unangenehm. Kurz bevor man aus der Rinne aussteigt, befindet sich ein geschlagener Abseilhaken mit verwitterter Schlinge. Nachdem mir unter anderem eine ganze Schuppe entgegen kam, trat ich den geordneten Rückzug an. Keine Ahnung ob der Durchschlupf überhaupt auf den weiteren Grat führen würde. Auf jeden Fall war die Rinne gefühlt schwerer (und brüchiger) als alles in der Eisenzeit. Einen Versuch an der linken Rippe lies ich auch recht schnell wieder bleiben, zu viel Bruch und zu rutschig für heute (1 Stunde, 160 hm). Durch eine steile Schuttrinne gelangte ich hinunter zum Hubersteig und nach etwa 100 Metern zweigte ich in eine weitere Rinne ab. Über diese gelangte ich wieder auf den Grat. Nach Latschengewühle in der Rinne, überdeckte die Duftnote Latschengrün sogar den Angstschweiß und so kam ich frisch riechend am Gipfel an (¾ Stunde, 300 hm). Das Auto erreichte ich dann recht zügig über den Normalweg (1 Stunde). Nun muss ich allerdings nochmal zum Nordgrat, dann aber mit Seil und PartnerIn.
Nachmittags traf ich mich dann in Kreuth mit Karin und Vladi. Zusammen wollten wir den Schildenstein als Biketour machen. Der Plan, mit einem Bus nach Achenwald, die Tour bis Kreuth fahren und dann das Auto mit dem anderen Bus abholen, dazu aber später mehr. Die Auffahrt von Achenwald zur Blaubergalm verläuft über nicht zu steile Forstwege. Erst oberhalb der Alm muss man kurz schieben/tragen (1¾ Stunden, ↑730 hm). Der erste Trail führt zum Sattel unterm Schildenstein (¾ Stunde, ↑90 hm, ↓120 hm). Leider mit einigen (für uns) nicht fahrbaren Passagen. Zu Fuß erreichten wir den Gipfel (10 Minuten, ↑80 hm), machten kurz Pause und stiegen schnell wieder zu den Rädern ab, um endlich das zu tun weshalb wir hier waren, runterfahren. Die Abfahrt nach Wildbad Kreuth  beginnt anspruchsvoll, wird aber immer besser und flowiger (1¼ Stunde, ↑30 hm, ↓750 hm). Da ist es richtig schade wenn man im Tal ankommt. Über den Radweg gings zurück nach Kreuth (¼ Stunde), wo Karin bemerkte, dass unser Busschlüssel im Handschuhfach von Vladis Bus war ...... AHHHHHH. Das durfte echt nicht wahr sein. Also schwang ich mich aufs Rad und fuhr nach Achenwald, um den Bus zu holen (1 Stunde, ↑270 hm, ↓220 hm, 20 km), während die anderen ihr wohlverdientes TAB tranken. Trotz der Zusatzrunde eine super schöne Tour (gesamt: 40 km, 1300 hm), die Lust auf mehr Biken gemacht hat.
2018_08_15_EbnerJochSchildenstein

Seit Jahren schon hat meine Mutter noch eine Klettertour mit mir frei. Donnerstag hatten wir endlich beide Zeit, das Wetter war gut und sie war in guter körperlicher Verfassung. Von der Gramai stiegen wir über die Lamsenjochhütte zur Ostwand der Lamsenspitze, um genau zu sein zur NO-Kante (12 SL, IV), auf (2½ Stunden, ↑950 hm). Als wir kurz Pause machten, kamen noch Stephan, ein Bergführer aus Kramsach/Stans, mit seinem Gast, einem Anwärter und Stephans Tochter zu uns. Später kletterten sie immer direkt hinter uns und meine Mutter hatte somit immer jemanden zum Ratschen am Stand. Nachdem wir die Einstiegslänge (mit ein wenig Hilfe) überwunden hatten, gings zügig hinauf. Nur einem kleinen Verhauer in der dritten Länge unterbrach den Kletterfluss ein wenig. Die zwölf Seillängen sind nie schwer oder brüchig und es ist fast schade, dass die Kletterei schon zu Ende ist, wenn man am Vorgipfel steht. Von dort muss man nur noch in steilem Gelände zum Gipfel queren (3¾ Stunden, ↑350 hm). Einfach eine nette Tour, leider muss man auch noch hinunter und das zieht sich in der sengenden Sonne  etwas. Trotzdem war die Hütte bald erreicht und wir konnten uns ein TAB und eine Suppe schmecken lassen (1½ Stunden, ↓550 hm). Der obere Teil des Abstiegs zur Gramai lag nun auch schon im Schatten und so wurden wir nur auf den letzten 200 hm von der Sonne gebraten (1 Stunde, ↓700 hm). Eine sehr schöne Tour mit meiner Mutter, mit der man definitiv noch alpine Klettereien unternehmen kann und der die Tour sichtlich Spaß gemacht hat.
2018_08_16_LamsenNO

Freitag wollten wir eigentlich einen Klettersteig in Mayrhofen gehen. Als aber schon am Morgen die Sonne wolkenlos vom Himmel brannte verwarfen wir den Plan und kühlten uns im Schwimmbad ab. Wieder einmal eine sehr entspannte Woche in Tirol und ich bin neugierig was das kinderfreie Wochenende für uns bringt.

Dienstag, August 14, 2018

Guggiwochenende mit guten Freunden - 10.-12.08.2018

Wie jedes Jahr trafen wir uns mit Dani zu seinem Guggidienst. Dieses Mal ein Wochenende später als üblich, da wir zu seinem eigentlichen Dienst bei Anne und Simon auf ihrer "zweiten" Hochzeit waren. Dani tauschte aber für uns Dienst und so stand unserem gemeinsamen Guggiwochenende nichts mehr im Wege.
Freitag Vormittag trafen wir uns (Dani, Olga, Carolin, Chi Chi, Karin, Paul, Anna und ich) mit meinen Eltern auf der Kleinen Scheidegg und so konnten wir alle zusammen Richtung Guggi starten. Das heiße Sommerwetter der letzten Tage war verflogen und ein Tiefdruckgebiet hatte nicht nur Regen, sondern auch Nebel und tiefere Temperaturen gebracht. Aber eigentlich war uns das gar nicht so unrecht, da der Aufstieg in brütender Hitze kein Spaß gewesen wäre (↑880 hm, ↓160 hm, 3¾ Stunden). Diesmal musste ich keines der Kinder tragen und konnte mich einem Großteil des Essens widmen . Am Abend riss es dann sogar kurz auf und wir konnten zumindest noch kurz das Panorama genießen.
Meine Eltern stiegen Samstag schon ab, während Olga, Chi Chi, Karin und die Kinder mit mir zum Mönchsplateau aufstiegen (↑350 hm, ↓60 hm, 1¾ Stunden). Severin hatte ich versprochen die Bedingungen in der Lauper-Route zu checken und so stieg ich noch bis zum Abzweig der Lauper weiter auf (↑100 hm, ¼ Stunde). Es sah gar nicht so schlecht aus und nach einer kleinen Pause mit einer Schneeballschlacht brachen wir wieder auf (↓350 hm, ↑60 hm, 1½ Stunden). Die Guggi erreichten wir gerade rechtzeitig um noch Marcel mit seiner Frau zu treffen. Mit Martina gab es dann eine Jause mit Speck, Melone und Schüttelbrot und kurz darauf kamen auch Laura und Vladi, die bis zur Kleinen Scheidegg mit den Bikes geradelt waren. Vor dem Abendessen gesellten sich noch Geske und Sven, sowie Severin und Tobi zu uns. Die Letzeren mit dem Vorsatz die Lauper zu gehen. Und wieder zeigte sich, die Abende auf der Guggi sind einfach der Wahnsinn. Nette Leute, gutes Essen (danke Carolin und Dani; und Severin fürs Sahne schlagen) und ein Wahnsinnsambiente. In der Nacht konnten wir bei klarem Himmel auch noch den Beginn des Perseidenschauers genießen.
Der Sonntag bescherte uns dann Traumwetter und während wir frühstückten und die Guggi putzten, kletterten Severin und Tobi die Lauper. Nach unserem Abstieg auf die Kleine Scheidegg trafen wir uns dort noch mit ihnen, um sie zu beglückwünschen und uns zu verabschieden (↓880 hm, ↑160 hm, 3¼ Stunden).
Wie jedes Jahr ein Highlight in unserem Bergsommer und sehr schön, dass es meine Eltern diesmal geschafft haben uns zu begleiten. Es ist jedes Jahr einfach unglaublich wie viele nette Leute Dani um sich schart und mit wie vielen guten Freunden wir die Zeit auf der Guggi genießen dürfen. Leider hat mich das Wochenende auch etwas erschreckt. Der Gletscherschwund war mir in den letzten Jahren nie so eindrücklich aufgefallen wie dieses Jahr. So ist nicht nur der Guggigletscher massiv zurück gegangen und die Eiswand unter dem Jungfraujoch besteht nur noch aus Felsplatten, sondern auch der Nollen hat ungesund ausgesehen. Vielleicht sollte man die ganzen Klimawandelleugner einfach ein Jahr hier rauf sperren. Wobei das wahrscheinlich nur vertane Liebesmüh wäre. Traurig wie dumm der Mensch ist.
2018_08_10-12_GuggiBlog

Freitag, August 03, 2018

Super Zeit in der Eisenzeit - 02.08.2018

Im Moment habe ich ein kleines Problem, gutes Wetter, aber meistens niemanden der mit mir irgend einen Schwachsinn am Berg veranstaltet. Alleine unterwegs bin ich zwar gerne, aber einfach nur Wandern ist nun mal nicht so meine Sache. Und genau da wird die Sache schon schwieriger, nämlich eine gute Tour zu finden. Vor drei Wochen stand ich vor dem gleichen Dilemma und hatte schließlich einen tollen Tag am Jubiläumsgrat. Dieses Mal trieb es mich an die schattige Nordseite der Zugspitze, zur Eisenzeit. Viel hatte ich schon gehört über die Tour, sie sollte wohl die "Eigernordwand light" sein. Es gibt auch ein sehr nettes Video vom BR dazu. Allem voran, mit dem Eiger hat die Tour überhaupt nichts zu tun, das Prädikat kann nur jemand vergeben haben der noch nichts am Eiger gemacht hat. Groß ist die Wand schon und lang ist die Tour auch und bei schlechtem Wetter kanns sicher auch sehr schnell sehr unangenehm werden, wenn die Tourenplanung aber passt, dann ist es einfach nur eine schöne Wanderung, unterbrochen von etwas anregender Kraxelei. Einen Ticken schwerer als der Jubiläumsgrat oder die Watzmann-Ostwand (Berchtesgadenerweg) aber dafür auch deutlich kürzer (die Wand ohne Zustieg).
Donnerstag quälte ich mich um 3 Uhr aus dem Bett, es waren immerhin gegen späteren Nachmittag Gewitter angesagt. Als ich um ½ 6 Uhr am Eibseeparkplatz einbog, war es noch stockfinster. Auch der noch fast volle Mond konnte nur wenig daran ändern, der versteckte sich nämlich hinter Wolken, die rund um die Zugspitze festsaßen. Na toll, das war irgendwie besser vorhergesagt. Langsam wanderte ich den Weg durch den Wald zur Station Riffelriss hinauf und im immer besseren Licht konnte ich zumindest den unteren Teil der Tour bald sehen. Ein Band führt entlang einer dunklen Felsschichtung durch die kompakte Wand bis zum Gamseck. Den Weg sollte ich schon finden und falls es darüber zu neblig für die Orientierung sein sollte, konnte ich ja immer noch umdrehen. Den Einstieg bei der Sprengbahn fand ich ohne Problem, zum einen wegen der recht guten Beschreibung bei bergsteigen.at, zum anderen aber auch wegen der sehr ausgeprägten Steigspuren (1¾ Stunde, 880 hm). Ab hier folgt man den Spuren des Erbauersteigs der Zahnradbahn, verlaufen unmöglich. Gerade im unteren Teil zeigte sich, dass der Nebel ganze Arbeit geleistet hatte und das feuchtes Gras/Schotter definitiv zum Aufpassen war. Auf der Harakiri Leiter war dann der Name Programm, vorsichtiges belasten ist ratsam und wenn man zu Zweit ist sollte man auf jeden Fall sichern. Man kann sich dann oben angekommen, ansehen woran die Leiter NOCH hängt. Im Nebel gings schnell bergauf und so stand ich schon an der brüchigen Kletterpassage unter der Nische. Dies hatte ich mir als Marke gesetzt, sollte ich Probleme haben, würde ich umkehren, da der Rückzug von hier unproblematisch ist. Aber siehe da, so brüchig ist es auch wieder nicht und ein leichter IVer auch nicht. Noch eine Leiter hinauf und eine hinunter und man ist am Stollenloch IV, welches das Ende des untereren Teils bedeutet (1 Stunde, 470 hm). Bis hierhin lief ja gar nicht so schlecht und der Nebel hatte bei der Wegfindung kaum gestört. Gerade als ich mir Gedanke wegen des Nebels und dem zweiten Teil der Tour machen wollte, riss es über mir auf und ich konnte nicht nur den Gipfel der Zugspitze sondern auch die erste Gondel vorbeifahren sehen.
Von nun an ändert sich der Charakter der Tour etwas. Den Steig mit den Uraltsicherungen gibt es nicht mehr, dafür immer wieder Wegweiser (aka Bohrhaken mit einer farbigen Schlinge) zur Orientierung. Der Weg sucht sich immer die Schwachstellen der Wand und die Kletterei zwischendurch ist nie schwer aber immer ganz nett. In regelmäßigen Abständen fährt die Eibseebahn vorbei und der ein oder andere aufmerksame Tourist entdeckte mich sogar und winkte mir zu. Gerade wenn die Kletterei (wegen dem dann festen Fels) am meisten Spaß macht, ist die Tour leider auch schon zu Ende und man steht neben dem Finger am Nordgrat der Zugspitze (1 Stunde, 330 hm). Zum ersten Mal an diesem Tag blinzle ich in die Sonne, ein Juchezer entkommt mir und ich fühle mich rundum glücklich. Was für eine Tour, was für ein Tag.
Der Abseilstand ist schnell gefunden und wenn wir so einen Halbseilstrang schon mitgeschleppt haben, wir er jetzt gefälligst auch benutzt! Unter zwei Mal geht es auf den Höllentalsteig (¼ Stunde). Abklettern über die feste Rippe sollte auch gehen und hat nicht schwerer als III ausgesehen. Von der Rinne (orographisch rechts) sollte man sich aber fernhalten, da das lose Material die Klettersteiggeher darunter massiv gefährdet! Nun folgte noch die Pflicht in der sengenden Sonne, Höllentalklettersteig bis auf den höchsten Punkt Deutschlands, diesmal mit mehr Sicht als beim letzten Mal (½ Stunde, 320 hm). Eine kurze Rundumschau, ein paar Fotos und ich verdrücke mich zur Seilbahn, den Abstieg schenke ich mir heute. Die Talfahrt ist zwar schweineteuer (33€!), aber auch sehr eindrucksvoll. Es ist schön die anderen Fahrgäste zu sehen, jeder hat einen anderen Grund hier oben gewesen zu sein und jeder ist irgendwie zufrieden mit sich, da wage ich es nicht über den Sinn und Unsinn der neuen Seilbahn zu Urteilen. Und so endet die Tour fünf Stunden nach meinem Aufbruch wieder am Auto (Parkgebühr 14€!). Eine eindrucksvolle Tour in großer Wand, bei fast perfekten Bedingungen einfach ein Genuss. So konnte ich sogar noch ein paar Stunden in der Arbeit vorbei sehen und danach rechtzeitig mit Karin und den Kindern ins Freibad, perfekte Ausnutzung so eines schönen Sommertags.
2018_08_02_Eisenzeit

Mittwoch, August 01, 2018

Biwak am Stuibensee mit den Kindern - 28./29.07.2018

Kinder brauchen Abenteuer...Erwachsene aber genauso.
Irgendwie ziert sich das Wetter schon durch die ganze Saison. Gutes Wetter unter der Woche und pünktlich zum Wochenende wird es schlecht bzw. instabil. So auch die letzte Woche, doch siehe da, die Wettervorhersage besserte sich von Tag zu Tag, nur die Gewitterneigung machte mir Kopfzerbrechen. Freitag bzw. Samstag, dann die überraschende Wendung. der DWD sagte fast für das ganze Bundesgebiet Gewitter vorher, außer für das Wettersteingebiet. Karin hatte Dienst, so machte ich mich mit den Kindern auf den Weg. Entgegen meiner Befürchtung kamen wir am Samstagmittag ohne Stau nach Garmisch. Mit der Alpspitzbahn fuhren wir in wenigen Minuten auf den Osterfelderkopf und konnten zum ersten Mal seit Tagen wieder durchatmen. Die Luft war deutlich kühler als im Tal und ein leichter Wind erfrischte uns zusätzlich. In relativ flottem Schritt gings in Richtung Nordwandsteig und auch Anna hatte sichtlich Freude an der ersten seilversicherten Stelle. An der Abzweigung zum Alpspitzferrata seilte ich Anna dann aber doch an, was mir weniger Herzinfarktpotential und ihr ein gutes und sicheres Gefühl brachte. Paul machte seine Sache sehr gut, so lange er noch frisch ist, ist so ein versicherter Steig kein Problem für  ihn. Unter dem Bernadeinkopf legten wir dann eine Pause ein, um  das Seil wieder einzupacken und gemütlich in einem Buch zu lesen. Dabei beobachteten wir schon zwei Kletterer, die ein Steiglein zum See abstiegen und kurz darauf fragte uns noch ein junges Pärchen, ob wir wissen wie man zum Stuibensee gelangt. Als wir dann den ersten Blick hinunter werfen konnten, sahen wir noch mindestens vier weitere Übernachtungsgäste. Die beiden Kletterer stiegen sofort zum Hohen Gaif auf, um dort zu biwakieren. Direkt am See stand nur das Zelt von zwei Tschechen, der Rest verteilte sich in der Umgebung und so konnten wir uns ein schönes Lager zwischen zwei Felsen aussuchen (2¼ Stunden, ↑170 hm, ↓280 hm). Den Abend verbrachten wir mit der Vorbereitung unseres Lagers, Abendessen kochen und Wasser für andere Kletterer abkochen. Insgesamt immerhin noch eine Zweierseilschaft und vier Jungs. Diese waren schon Samstag ein Stück des Blassengrat geklettert, waren aber wegen dem labilen Wetter wieder umgekehrt.
Die Nacht war dann recht gut, bis auf eine Kuhherde, die zum Einschlafen neugierig an unserem Biwak schnüffelte, meiner Exped Matte, die schon wieder keine Luft hält und dem leichten Regen der etwa ab Mitternacht einsetzte. Da ich etwas länger als unser Dach aus dem Biwaksack war, wurde mein Schlafsack an den Füßen feucht. Auch kein Beinbruch, ein wenig Wasser kann der schon ab. Leider wurde ich gegen 1 Uhr wieder vom Regen wach, dieser hatte sich verstärkt und meine Füße waren inzwischen nass. Na toll, Hauptsache die Kinder schlafen. Meine Dachkonstruktion begann nun leider auch an der ein oder anderen Stelle abzuleeren und so musste ich Paul zu Anna legen, damit die beiden unter einem kleinen Überhang trocken blieben. Gegen 4 Uhr wachte ich wieder auf weil die Jungs aufbrachen, der Regen hatte sich gelegt. Das nächste Mal erwachte ich erst nach Sonnenaufgang, um kurz vor 8 Uhr. Trotz feuchter Füße, eine ausgesprochen gute Biwaknacht.
Die warme Morgensonne nutzten wir für ein ausgedehntes Frühstück, trocknen unsere Ausrüstung und lasen weiter im Buch. Schließlich kamen die beiden Kletterer wieder vom Hohen Gaif zurück, denen hatte die Biwaknacht dort oben wohl weniger gut getan. Im weiteren Verlauf konnte ich aber andere Kletterer (ich denke die, denen ich das Wasser abgekocht hatte) am Grat klettern sehen, schien also schon zu gehen.
Irgendwann hieß es dann aber dem Stuibensee Lebewohl sagen und absteigen. Ein Steiglein führte uns zum Bernadeinsteig und über diesen gings zum Kreuzeck (3 Stunden, ↑180 hm, ↓450 hm). Der Weg ist wirklich nett, leider kommt man nach der Bernadeindiensthütte aus dem Wald heraus und so verbrutzelte uns die inzwischen unbarmherzige Sonne. Insofern war ich froh als wir auf die Skipiste trafen und über diese in wenigen Minuten zu Kreuzeckbahn gelangten.
Ein super schönes Abenteuerwochenende, leider ohne Karin, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben...oder so. Ein schönes Biwak mit ihr steht sowieso noch aus.
2018_07_28_StuibenseeBiwak

Mittwoch, Juli 25, 2018

Isarpaddeln mit der Arbeit - 20.07.2018

Die Woche war wieder ganz schönes Wetter und so konnte ich nicht nur viel Isartrails in die Arbeit fahren, sondern auch den ein oder anderen Abstecher in Buchenhain machen. Freitag fand dann unser alljährlicher Abteilungswandertag statt. Wie letztes Jahr gings zum Paddeln auf die Isar, diesmal zwischen Sylvenstein und Bad Tölz. Da keine kurzfristige Dienstreise dazwischen kam, konnte ich diesmal sogar mitfahren. Karin und Anna waren im BGL und so nahm ich Paul kurzerhand mit auf die Tour. Die Fahrt war mit 5 Stunden reiner Fahrzeit recht lange, verging aber wie im Flug. Der Tag hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und verlangt eigentlich eine Wiederholung.
Und weil das Bootfahren so lustig ist, fuhren am Dienstag Bernhard, Bernhard, Jürgen und ich mit dem Boot aus der Arbeit heim. Jedes Mal wieder ein Spaß der so gemeisterte Arbeitsweg.
2018_07_20_Isarpaddeln

Montag, Juli 16, 2018

Campingwochenende und Klettern mit den Kindern in Bad Heilbrunn - 14./15.07.2018

Wie letztes Jahr auch schon, verbrachten wir ein Campingwochenende mit Lisa, Dominik und den Kids. Diesmal in Bad Tölz, um genau zu sein am Stallauer Weiher. Ein geniales Wochenende, um sich vom Jubiläumsgrat zu regenerieren.
Sonntag gingen wir noch klettern in Bad Heilbrunn. Ein sehr nettes kleines Gebiet, vor allem für Kinder. Obwohl ziemlicher Andrang herrschte fanden wir sofort eine Tour (Kleine Plattenverschneidung, 3) und ich hängte sie für die Kinder ein. Leider bedachte ich bei den Sandsteinplatten die Reibung nicht, so hatte ich ein kleines Problem Paul wieder abzulassen, also musste ich zu ihm hinauf und mich mit ihm abseilen. Die restlichen Kinder bekamen dann ein "Pflückseil", damit wir sie auch wieder herunter bekamen. Ein sehr nettes Campingwochenende mit einem super Klettertag.
2018_07_15_BadHeilbrunn

Donnerstag, Juli 12, 2018

Jubili, Jubila, Jubiläumsgrat - 11.07.2018

Ich bin bekennender A-Team Fan. Vor allem Hannibals: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert." hatte es mir immer angetan. Die Runde mit den Kindern am Sonntag war schön, machte aber vor allem Lust auf eine richtige Tour. So war ein Plan geboren. Mittwoch hatte ich dann etwas Luft in der Arbeit und damit Zeit um den Plan umzusetzen. Und am Mittwoch Abend konnte ich dann grinsend Hannibals Spruch herauslassen, aber eins nach dem anderen:
Als ich um kurz vor 6 Uhr in Hammersbach startete, schüttete es in Strömen. In Regenklamotten spurtete ich durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte (1¼ Stunde, ↑630 hm). Der Regen hatte inzwischen aufgehört, ich nahm mir aber das ¼ Stündchen, um einen Frühstückskaffee zu trinken.
Trotz der Pause hatte ich schnell alle Wanderer, die von der Höllentalangerhütte gestartet waren, eingeholt und damit den Weg frei über Leiter und Brett zum Höllentalferner (1½ Stunden, ↑900 hm). Am Gletscher liegt noch gut Trittfirn und so konnten meine Grödel im Rucksack bleiben. Am Einstieg des Klettersteigs (¼ Stunde, ↑170 hm) begann es dann gleich wieder zu gießen. Naja auch gut, ein wenig Feuchtigkeit zur guten Sicht im Nebel. Der Weiterweg ist aber kaum zu übersehen und obwohl der Fels im Regen ganz schön seifig war, wusste ich vom letzten Mal, dass das wohl kein Problem werden würde. Zum Gipfel war es dann unspektakulär aber dennoch zum Aufpassen, weil ein wenig rutschig war es schon (1 Stunde, ↑500 hm). Die viel gerühmte Weitsicht hielt sich dann nebeltechnisch in Grenzen, also beschloss ich mich im Münchener Haus aufzuwärmen und zu Frühstücken, es war ja gerade erst 10 Uhr und für die 2200 hm hatte ich 4 Stunden gebraucht.
Während meiner Pause trafen drei Bergsteiger ein, die vom Jubiläumsgrat kamen. Am Dienstag hatten sie ihn schon gemacht, sich aber im Nebel kurz vor der Grieskarscharte verfranst (Spoiler: im Nebel ist die Stelle wirklich ganz schön knifflig). Um nicht in Absturzgelände zu geraten, kehrten sie um und übernachteten in der Biwakschachtel. Der Nebel verzog sich nicht und so kamen sie zur Zugspitze zurück. 
Da sich der Nebel nach 1½ Stunden Pause noch nicht gelichtet hatte, beschloss ich mich auf den Weg zu machen. Am Gerüst von der Terrasse hinunter traf ich eine der Bergsteigerinnen die ich im Höllental überholt hatte. Sie hatte auch vor den Jubiläumsgrat zu machen und so viel schnell die Entscheidung, dass Anja und ich zusammen weiter gehen würden.
Die Zeit verging im Fluge und während einem netten Ratsch überkletterten wir alle Schwierigkeiten ohne sie zu bemerken. Kurz vor der Inneren Höllentalspitze bemerkte Anja, dass sie dringend etwas zu Essen benötigte und so machten wir eine ¼ Stunde Pause bei der Abzweigung zur Knorrhütte zwischen Innerer und Mittlerer Höllentalspitze (2¼ Stunden, ↑330 hm, ↓620 hm). Anja regenerierte sich zwar, aber sie entschied sich ihren ursprünglichen Plan umzusetzen und in der Biwakschachtel zu übernachten (¾ Stunde, ↑140 hm, ↓110 hm).
Der Weg weiter bis zum Ende des Grates ist bis auf die Vollkarspitze unspektakulär und so erreichte ich ziemlich schnell die Abzweigung zur Grieskarscharte bzw. dem Hochblassen (1 Stunde, ↑220 hm, ↓270 hm). Der Weg runter zur Grieskarscharte ist eigentlich unschwierig, im Nebel verfranste ich mich aber an der selben Stelle wie die Drei gestern und erst nach einigem Suchen fand ich fast direkt am Grat ein Steinmandl und damit den Weg in die Grieskarscharte (½ Stunde, ↑70 hm, ↓230 hm). Nun gings aber wirklich nur noch um die Pflicht nach der Kür. Das letzte Mal stieg ich über die Alpspitze ab, also entschied ich mich diesmal fürs Mathaisenkar hinunter zur Höllentalangerhütte (1½ Stunden, ↑30 hm, ↓1100 hm). Hier legte ich wieder eine kurze Pause ein, diesmal für eine Suppe, bevor ich den letzten Rest zum Parkplatz in Hammersbach hinter mich brachte (1 Stunde, ↓630 hm).
Insgesamt eine sehr schöne Tour mit gut ↑↓3000 hm und 27,5 km in 11 Stunden reiner Gehzeit. Einfach schön wenn der Kopf und die Beine passen und es einfach ein schöner Tag wird. Grödel, Gurt, Schlinge und Karabiner hätte ich eigentlich zu Hause lassen können, aber als Trainingsgewicht haben sie allemal getaugt. Wieder mal danke an Karin und Matthias für den freien Tag. Danke auch an Anja für die netten drei Stunden am Grat, ich hoffe dein Abschluss heute war genau so gut wie meiner gestern.
2018_07_11_Jubilaeumsgrat

Dienstag, Juli 10, 2018

Wanderung mit den Kindern übers Hupfleitenjoch und den Schwarzenkopf ins Höllental - 08.07.2018

Seit über einem Monat sind wir schon nicht mehr in die Berge gekommen. Ich scharrte schon förmlich mit den Füßen und so nutze ich den Sonntag, um mit den Kindern die Gegend um Garmisch unsicher zu machen. Um genau zu sein das Hupfleitenjoch (1750 m), den Schwarzenkopf (1818 m) und das Höllental.
Da Karin und Caro unterwegs waren, kam Nick kurzerhand auch mit uns mit. Der Aufstieg wurde mit der Kreuzeckbahn verkürzt und so starteten wir gegen Mittag am Kreuzeck in Richtung Hupfleitenjoch. Der anfängliche Forstweg mündet bald in einen netten Wanderweg, der in gutmütiger Steigung unter der Alpspitzbahn hindurch zum Joch hinauf führt (50 Minuten, ↑140 hm, ↓70 hm).  Dem Trubel am Joch entflohen wir durch einen Abstecher auf den Schwarzenkopf (10 Minuten, ↑70 hm), den wir eine ganze Weile für uns alleine hatten. Der kleine Gipfel bieten tolle Tiefblicke ins Höllental. Zurück am Hupfleitenjoch (10 Minuten, ↓70 hm) beginnt der "anspruchsvolle" Teil der Tour. In einigen Kehren steigt man Richtung Höllental ab, um dann die steile Flanke bis zu den Knappenhäusern zu queren. Diese Querung ist aber weder schlimm noch schwer, dennoch sollte man in dem Absturzgelände nicht stolpern. Das Stahlseil neben dem Weg gibt aber sogar dem Ängstlichsten die nötige Sicherheit, um den Weg zu meistern. Die Gurte und das Seil, um die Kinder anzuhängen, blieben im Rucksack und nur mit ein paar mahnenden Worten querten wir zu den Knappenhäusern (¾ Stunde, ↓230 hm). Der Weiterweg führt zwar nicht mehr durch eine felsige Flanke, sondern durch eine Grasbewachsene, stolpern sollte man aber auch hier nicht. Spielen stand in dieser Passage wieder mehr im Vordergrund und so konnten wir auch eine ausgedehnte Pause an einem Altschneefeld machen, bevor wir die Höllentalangerhütte erreichten (¾ Stunde, ↑30 hm, ↓170 hm).
Die Höllentalangerhütte ist die einzige Möglichkeit für eine Einkehr auf der Tour und so legten wir eine größere Pause ein, die von Paul und Nick zum Kraxeln neben einem Wasserfall auf der gegenüberliegenden Talseite genutzt wurde. Alle zusammen ließen wir uns eine heiße Suppe schmecken, bevor wir uns auf den weiteren Abstieg machten (½ Stunde, ↑↓60 hm). Der letzte Teil der Wanderung brachte uns zur Höllentalklamm (mit einem kleinen Abstecher zu der Höhle am Ende des Stangensteigs) und durch diese hinunter (1½ Stunden, ↑60 hm, ↓450 hm). Unterhalb der Klamm wurde nochmal am Bach gespielt, wobei ich die Kinder nun antreiben musste, um die letzte Zugspitzbahn in Hammersbach zu erreichen (1 Stunde, ↓200 hm). Dies brachte uns die eine Station zurück zu unserem Ausgangspunkt an der Kreuzeckbahn.
Eine sehr nette Wanderung, die die Kinder (und zwar alle drei) sehr gut gemacht haben und die insgesamt 6 Stunden, ↑360 hm, ↓1200 hm und gut 12 km haben alle super weggesteckt.
2018_07_08_Hupfleitenjoch

Montag, Juni 25, 2018

Zürich, eine Stadt mit Möglichkeiten - 19.-22.06.2018

Die letzten Wochen und Wochenenden blieb wenig Zeit für die Berge, nur für ein paar kleinere Aktionen in München. Diese Woche hatte ich dann beruflich in Zürich zu tun. Eine gute Möglichkeit die Stadt zu erkunden und auch ein wenig was für meine Fitness zu unternehmen. In der Früh drehte ich jeden Tag eine Runde auf den Uetliberg (4 x 1 Stunden 20 Minuten, ↑↓450 hm, 11 km). Eine super schöne Runde, vor allem zum Sonnenaufgang. Die Abende verbrachte ich dann mit Bouldern im Gaswerk und am Unteren Letten. Gerade das DWS an der Mauer des Unteren Letten ist einfach der Wahnsinn, wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich mir den Abstecher im Gaswerk sparen können.
2018_06_19-22_Zurich

Montag, Juni 04, 2018

Ein autofreies, verlängertes Wochenende - Schwabinger Microadventures und Voralpen per Zug - 31.05.-03.06.2018

Dieses verlängerte Wochenende war für uns gar keins. Karin hatte Samstagsdienst und so beschlossen wir den Freitag nicht frei zu nehmen. Das gute Wetter nutzen wir trotzdem, allerdings eher mit "Schwabinger Microadventures". Mittwoch Nachmittag zog es uns ins Ungererbad und danach zum Stustaculum, ein sehr gelungener Frühsommernachmittag/-abend. Donnerstag radelten wir mit Lisa, Dominik und den Kids zum Poschinger Weiher. Das Wasser dort ist schon sehr angenehm, der Bump Park am Weg eine riesen Gaudi für die Kids und am Heimweg besuchten wir gleich nochmal das Stustaculum. Dafür erwischte uns auf der Fahrt nach Hause noch ein heftig Gewitter, schön wars trotzdem und eine gar nicht so kleine Runde für die Kinder (20 km). Den Samstag verbrachten die Kinder dann mit mir bei einer kleinen Bootsfahrt am Schwabinger Bach. Von den Tierkliniken schipperten wir zur Schwabinger Bucht, welche zufälligerweise direkt neben dem Stustaculum ist. Zufälle gibt es.
2018_05_31_SchwabingerMicroA

Der Sonntag gehörte dann wieder den Bergen, einer Wanderung in den Voralpen. Da wir das Auto nicht bewegen wollten, entschieden wir uns für die BOB und den Tegernsee. 1 Stunde 5 Minuten Zugfahrt nenne ich mal einen entspannten Start in den Tag. Vom Bahnhof Tegernsee stiegen wir über den Bayernweg zur Neureuth auf (2½ Stunden, ↑500 hm). Der Weg führt zum größten Teil durch angenehm kühlen Wald, was das Wandern an so einem Tag deutlich angenehmer macht. Die Pause auf der Neureuth hatten sich die Kinder auf jeden Fall verdient. Aber da es nun mal meine Kinder sind, konnten sie die Füße nicht lange stillhalten und nach ¼ Stunde brachen wir schon wieder auf zur Gindelalmschneid (1 Stunde, ↑100 hm, ↓30 hm). Bis hierher kannte ich die Wanderung von unserem Abteilungswandertag, nun entschieden wir uns aber für einen Abstieg über die Gindelalmen und den Hennerer Hof zum Schliersee (2¼ Stunden, ↓540 hm). Leider fast durchgehen Forststraße und am Ende eine Teerstraße bis in den Ort. Trotzdem ganz nett und durch die Nutzung der BOB waren wir auch nicht auf den gleichen Ausgangspunkt festgelegt. Von Schliersee ist man dann in 55 Minuten wieder in München, was auch schneller sein dürfte als im Wandererrückreisestau.
2018_06_03_Gindelalmschneid

Montag, Mai 28, 2018

Ein Wochenende im BGL - Göll Überschreitung und Grünstein Klettersteig - 26./27.05.2018

Nachdem das Klettern für Peter und mich ausfiel, suchte ich mir eine gemütliche Alternative zur Hinterstoisser-Kurz. Erkältungsbedingt und aus Mangel an einem Kletterpartner entschied ich mich für lockeres Wandern.
Von der Scharitzkehl stieg ich über den Steftensteig zum Mannlgrat auf (1¼ Stunde, 800 hm). Weils so schön war, hängte ich noch gleich den Mannlgrat an (1 Stunde, ↑250 hm, ↓100 hm). Gar nicht so einfach, wenn man versucht kein Eisen zu verwenden. Der Schrott hängt nämlich ganz schön im Weg, mit ein paar Verrenkungen gehts aber. Nur an einer Platte, ziemlich am Ende, nahm ich einen Trittstift mit, um keinen Sturz in eine Rinne zu riskieren. Schnee lag nur noch am Rauchfang und kurz vor dem Gipfel des Höhen Göll (¾ Stunde, 500 hm). Hier gönnte ich mir nicht nur eine Brotzeit, sondern auch ¼ Stündchen Pause. Zum Kuchler Kreuz musste ich etwas ausgedehntere Schneefelder queren, die Südflanke war aber wieder schneefrei. Am Weg zum Hohen Brett gab es noch ein paar Schneefelder, aber alle unproblematisch zu begehen (1 Stunde, ↑200, ↓350 hm). Da ich mein Wasser inzwischen aufgebraucht hatte, hielt ich mich nicht lange am Gipfel des Bretts auf, sondern stieg Richtung Brett Gabel ab. Das nette kleine Steiglein brachte mich ohne einen einzigen anderen Wanderer bis zum Parkplatz Hinterbrand (1¼ Stunde, ↓1150 hm). Von dort nahm mich gleich die zweite Autofahrerin mit und somit musste ich nicht den Straßenhatscher zur Scharitzkehl zurück gehen.
Eine wunderschöne (wenn ich kleine sagen würde, wäre das gelogen) Runde, bei fast perfektem Wetter. Nur besser eincremen sollte ich mich das nächste Mal und zwei Liter Wasser sind etwas wenig.
2018_05_26_Goell

Am Sonntag gings dann für Paul und mich in den Grünstein-Klettersteig (Isidor-Variante, B/C). Wenig überraschend, es war viel los am Königssee. Gemütlich wanderten wir zum Einstieg (1 Stunde, 250 hm). Die Massen dort erstaunten aber sogar mich, trotzdem fanden wir einen guten Zeitpunkt zum Einsteigen. Wir standen wenig im Stau und erzeugten auch kaum welchen. Und ein paar gute Stellen zum Überholen gibt es im Steig ja auch noch (3 Stunden, 450 hm). Am Gipfel waren dann Vater und Sohn etwas ermattet, was nicht nur mit dem heißen Wetter zu tun hatte. An einigen Stellen war es für Paul unmöglich selbst umzuhängen, da fehlen einfach noch ein paar Zentimeter an Körpergröße. Beim Abstieg zeigte mir Paul dann wo der Hammer hängt, nicht kleinzukriegen dieses Stehaufmännchen (1¼ Stunde). Zur Belohnung gabs nicht nur eine ausgedehnte Pause am Bach über der Rodelbahn, sondern zum Abschluss noch ein Eis am Königssee.
Ein toller Tag mit dem Großen, da ist der Papa natürlich ziemlich stolz.
2018_05_27_Gruenstein

Dienstag, Mai 22, 2018

Gemütliches Wochenende im Zillergrund - 19.-21.05.2018

Obwohl die Wettervorhersage für das Pfingstwochenende nicht wirklich verlockend aussah, trafen wir uns mit Claudi und Peter im Zillergrund. Und es wurde gut!
Samstag wanderten wir mit den Kindern in den Sundergrund (¾ Stunde, 200 hm). Das einst so idyllische Plätzchen hat sich massiv gewandelt. Heute führt eine breite, schlammige Baggerspur quer durchs Gebiet. Anscheinen wurde und wird der Bergsturz als Steinbruch genutzt. Dieser Nutzung dürften auch ein paar Blöcke zum Opfer gefallen sein. Ein paar kleine Probleme machten Peter, Karin und ich aber dennoch und als das Wetter immer schlechter wurde, flüchteten wir zurück zum Gasthof in der Au. Beim Aufmachen eines Biers schaffte ich es dann den Flaschenhals abzureißen und mir mit der scharfen Kante in zwei Finger zu schneiden. Wie heißt es so schön, der ganze Bua a Depp. 
Am Abend regnete es recht stark und so blieb uns für Sonntag nur Wandern. Von der Bärenbadalm gings hinauf zum Stausee Zillergründl (1¼ Stunden, 400 hm). Auf dem abwechslungsreichen Weg war es kein Problem die drei Kinder zum Gehen zu motivieren. Am Stausee selbst locken nicht nur Tiefblicke, informative Tafeln zur energietechnischen Wasserwirtschaft im hinteren Zillertal zeigen wie alle Stauseen über Pumpwerke zusammenhängen. Durch einen Tunnel kann man am See entlang Richtung Plauenerhütte wandern. Entgegen der Vorhersage hielt das Wetter und als Vladi zu uns stieß konnten wir sogar noch ein Feuer machen, um Marshmallows zu grillen.
Der Montag begrüßte uns dann mit strahlendem Sonnenschein. Und als ein ganzer Trupp Allgäuer mit Geli und Josef auftauchte, entschlossen wir uns doch nochmal in den Sundergrund bouldern zu gehen, anstatt im Zillergrund Wald. Wieder ein sehr netter Tag, aber in den Sundergrund müssen wir nun auf absehbare Zeit nicht mehr.
Auf jeden Fall war es ein sehr entspanntes Wochenende, fast ein bisschen Bleauersatz.
2018_05_19-21_Sundergrund

Dienstag, Mai 15, 2018

Trailrun und Bike Trail im BGL - 13.05.2018

Nach einer guten Nacht war mein Kopfweh weg, es blieb nur noch eine dicke Lippe. So konnte ich den Muttertag mit einer kleinen Runde auf den Götschen beginnen (↑↓650 hm, ↑48 Minuten, ↓21 Minuten). Auch wenns gar nicht so langsam war, fühlte es sich gaaaaanz langsam und schwer an. Das bedeutet wohl nicht nur mehr Klettern, sondern auch mehr Laufen.
Zum Mittagessen in Maria Gern fuhren Karin und ich dann mit dem Radl. Über den Maximilians Reitweg und den Rabensteinweg gings ganz ohne Hauptstraße bis zum Bachgütl (¾ Stunde, 6 km, ↑270 hm, ↓160 hm). Den Heimweg traten wir dann über die Obergern und das Blaue Kastl an (1 Stunde, 4,5 km, ↑400 hm, ↓60 hm). Der Weg über dem Blauen Kastl war für uns noch gut fahrbar, weiter zur Kastensteiner Wand sah es dann schon anders aus. Viele Passagen (mit großen Wurzeln) mussten wir schieben (½ Stunde, 1,5 km, ↑30 hm, ↓360 hm). Im oberen Teil des Blitzwegs sah es nicht anders aus, aber zumindest unten konnten wir dann weitgehend fahren (½ Stunde, 1,5 km, ↑40 hm, ↓160 hm).
Eine nette Runde mit dem Rad (13,5 km, ↑↓740 hm), leider für uns weniger fahrbar als gedacht, also zusätzlich auch noch mehr Biken!
2018_05_13_BikeBGL

Samstag, Mai 12, 2018

Die Rache des Untersbergs - 12.05.2018

...oder wie ich heute richtig in die F#!@?$ bekommen habe.
Der Plan von Peter und mir war einfach, Untersberg Süd-Westwand Hinterstoisser-Kurz (7 SL, 6+) gehen und wenns gut läuft ins Untersbergmandl (9 SL, 7) abbiegen. Wie immer zog sich der Zustieg zum Scheibenkaser (1 Stunde, 650 hm) und der Weiterweg zum Einstieg kurz vor dem Mittagsloch war auch nicht viel besser (¾ Stunde, 250 hm). Schon in der Früh brannte die Sonne unbarmherzig herunter, auch gut, dann ist der Fels zumindest trocken. Kurz vor uns stieg eine Seilschaft in den Schwarzen Sheriff ein, die beiden waren recht fix, so konnten wir nach einer kleinen Frühstückspause im Originaleinstieg der Hinterstoisser-Kurz starten. Wow, schon die zweite Seillänge bietet einen ziemlich ausgesetzten Quergang und nach der dritten, steilen Seillänge war für mich klar, dass mein Kopf heute nicht mitmacht. Sozusagen die letzte Möglichkeit für einen Notausstieg. Man kommt gerade mit 60 Meter Halbseilen zum Wandfuß, bevor es mit dem nächsten Quergang schwierig würde für einen Rückzug. OK, das kratzte ganz schön an meinem Ego, aber so Tage gibt es. Was aber tun mit dem angebrochenen Tag? Die Entscheidung viel auf die Just for Fun (10 SL, 8-) neben dem Barthkamin. Da aber keiner von uns einen 8er klettern kann, wollten wir über den Direkten Barthkamin (4 SL, 7) zusteigen und nur den oberen, leichteren Teil der Just for Fun klettern (1 Stunde, 150 hm). Kurz vor dem ersten Stand löste sich dann ein Stein und traf mich mitten im Gesicht. Zum Glück war Peter praktisch am Stand und ich konnte mich erstmal dem Schmerz hingeben. Ein kurzer Check zeigte: Nase nur gestreift, keine Zähne locker, nur eine dicke Lippe, ein paar Schrammen und ein Brummschädel.....Glück gehabt. Trotzdem war für uns beide klar, dass es jetzt Zeit für den Abstieg war. Trotz allem wieder schön mit Peter unterwegs zu sein und ich weiß nun, dass ein wenig Training nicht schaden würde. Mein Kopfweh geht hoffentlich über Nacht weg, damit ich morgen mit meiner Frau was unternehmen kann.
2018_05_12_HinterstoisserKurz

Freitag, Mai 11, 2018

Zwei Hörndl und eine halbe Schönheitskönigin - 10.05.2018

Wenns im Wetterbericht "sonnig und warm, ab Nachmittag möglicher Regen und Gewitter" heißt, sollte man a) früh aufstehen, b) schnell sein und/oder c) etwas Kurzes unternehmen. Früh aufstehen ist nicht so unseres, schnell waren wir nicht mal als wir jung waren und so wirklich kurz gibts im BGL nicht. Also wählten wir d) nass werden.
Unser Ziel war die Schönheitskönigin von Schneizreuth (6 SL, 6). Aber wie das immer so ist, zu einer schönen Kletterei muss auch erst zugestiegen werden, sonst ist ja jeder da, nicht nur wir. Also zusteigen, was übrigens im Frühlingswald und bei Sonne ganz schön schön ist, aber eben auch Zeit braucht (1½ Stunden, 600 hm). Vom Einstieg aus machten wir eine Seilschaft in der oberen Hälfte der Tour aus, nichts was uns gestört hätte, gibt ja noch andere, die schönes Wetter mit einer schönen Tour nutzen wollen. Die ersten drei Seillängen der Schönheitskönigin sind wirklich schön, weniger schön war das Wetter. Es hatte zugezogen und Karin durfte den oberen Teil der 3. SL im Regen klettern, zumindest kein Gewitter. Nach einer kurzen Pause, in der die plattige Verschneidung der nächsten SL immer nasser schimmerte und eine dunkle Wand von Süden auf uns zu zog, fiel die Entscheidung, Abseilen (2¼ Stunden, 100 hm). Das macht mit nassem Seil immer wieder Spaß, zumindest gab's keinen Stress beim Abziehen und so standen wir bei Sonnenschein beim Einstieg (¾ Stunde). Naja, das Wetter. Zeit war noch, also konnten wir auch einen alternativen Abstieg probieren, nämlich übers Pflasterbachhörndl und Müllnerhörndl. Am Weg zum Pflasterbachhörndl regnete es uns zum zweiten Mal gescheit ein, aber am Gipfel war's wieder trocken (1 Stunde, 250 hm). Zum Müllnerhörndl gibt es keinen Weg, aber ein paar Steigspuren führen zu dem nördlichsten Gipfel des Massivs (½ Stunde, ↑50 hm, ↓150 hm). Pünktlich dort, begann es wieder zu tröpfeln und diesmal gesellte sich auch ein Donnergrollen dazu. Regen und Gewitter macht auf der weglosen Nordseite wenig Spaß, also wählten wir die sichere (und längere) Variante über den Aufstiegsweg. Bei der Teufelsschlucht ging's dann über einen kleinen Pass zurück zum Kugelbachbauern und damit zum Auto (1¾ Stunden, ↑80 hm, ↓830 hm).
Eine sehr nette Runde (8 Stunden, 1080 hm), die das Beste aus dem angebrochen Tag gemacht hat. Auf das Fertigklettern der Schönheitskönigin freu ich mich schon besonders, weil mir die ersten drei Seitenlängen so gut gefallen haben.
2018_05_10_Schoenheitskoenigin

Dienstag, Mai 01, 2018

Brombachsee und Steinerne Rinne - 30.04./01.05.2018

Am Wochenende waren wir auf einer Hochzeit in Franken eingeladen. Das verbanden wir ausnahmsweise nicht mit Klettern, sondern mit einem Besuch bei Evi und Uwe mit ihren Jungs. An den zwei gemütlichen Tagen umrundeten wir den Brombachsee mit den Rädern (16 km, kaum Steigungen), sahen beim Maibaumaufstellen zu und spazierten an der Steinernen Rinne bei Rohrbach. Ein verlängertes Wochenende, das sich wie Urlaub anfühlte.
2018_04_30_Brombachsee

Sonntag, April 22, 2018

Isartrails und Buchenhain Bouldern - 22.04.2018

Geniales Wetter und Wochenende, um da dem Stau zu entgehen blieben wir in München und schnappten unsere Räder. Es ging die Isartrails entlang nach Buchenhain zum Bouldern und über die Isartrails und einem kurzen Bad in der Isar zurück (~40 km). Die westlichen Trails fuhr Paul mit Karin komplett, bei den östlichen den ersten Teil bis zu unserer Planschpause (immerhin 17 km). Ein super schönes Tagele und bei der Fahrt vorbei am Flaucher und am E-Garten verstanden wir nicht wie man sich das antun kann.
2018_04_22_Isartrails

Samstag, April 21, 2018

Trails in Teplice - 16.-20.04.2018

Die Arbeit hatte mich letzte Woche nach Tschechien verschlagen und zu meinem Glück lag unser Hotel direkt am Fuß der Burg Daubersberg (Hrad Doubravka) in Teplice. Zusammen mit einem Arbeitskollegen drehte ich an drei Abenden ein paar Runden um und über die Burg, sehr schönes Trailgelände, in dem ich immerhin 30 km / 980 hm sammeln konnte.
2018_04_17_Teplice

Mittwoch, April 11, 2018

Alpspitze Nordwand - 10.04.2018

David und ich wollten schon ewig etwas zusammen unternehmen. Am Sonntag führte er an der Alpspitze und erzählte am Montag, dass die Bedingungen in der Nordwand gut wären. Somit stand ein Plan für Dienstag: vor der Arbeit mit der ersten Bahn zum Osterfelder, in einem Stündchen zur Schulter und die rassige Abfahrt über die Nordwand, um früh wieder in der Arbeit zu sein. Eine ganz gute Idee, leider machte uns die Revision der Alpspitzbahn einen Strich durch die Rechnung. Und für einen frühen Start und einem Brett von unten, war der Herr Bergführer leider nicht zu haben. Naja, also doch wieder eine Soloaktion.
Weckerläuten fühlt sich um 3 Uhr früh immer beschissen an, heute aber besonders. Ich quälte mich aus dem Bett, rein ins Auto und ab nach Garmisch. So konnte ich um ½ 5 Uhr an der Kreuzeckbahn starten und stieg die Olympiaabfahrt zum Kreuzeck auf (1¾ Stunden, 860 hm). Bei inzwischen gutem Licht gings über die Hochalm bis zum Einstieg des Klettersteig, der sich etwa auf der Höhe des Osterfelderkopf befindet (1¼ Stunden, 470 hm). Für den Alpspitz Ferrata sind Steigeisen und/oder Pickel ganz hilfreich, je nach individuellen Sicherheitsbedürfnis. Bei mir blieben die Steigeisen bis zur Schulter im Rucksack, obwohl sie an ein oder zwei Stellen sicher hilfreich gewesen wären. Der Pickel biss aber schön und wirklich steil ist es zum Glück ja auch nicht (1¼ Stunden, 440 hm). An der Schulter ließ ich den Rucksack mit den Skiern zurück und stieg noch das letzte Stück zum Gipfel auf (¼ Stunde, 130 hm). Diesmal aber mit Steigeisen an den Füßen, was sich bei einer kurzen Wassereisquerung mit begrabenem Seil als ganz hilfreich herausstellte.
Den Gipfel hatte ich, wie nicht anders zu erwarten, für mich alleine. Trotzdem stieg ich schnell zurück zur Schulter ab (¼ Stunde). Hier machte ich eine Pause und bereitete mich für die Abfahrt vor (¼ Stunde). Eine Abfahrt die von Heini Holzer 1976 erstbefahren wurde. Wahnsinn was er in den 70ern  befuhr und Wahnsinn welchen Sprung das Material gemacht hat, sodass sogar ein mittelmäßiger Fahrer wie ich die Nordwand heute befahren kann. Der obere, steile Teil war windharschig und teilweise gab es überfrorene Spuren aber ganz gut zu fahren. Im flacheren Mittelteil (dem Herz) wurde die Oberfläche etwas weicher, für Firn reichte es aber nicht. Richtig weich wurde es dann erst in der Einstiegsrinne der Ferrata und nach der Querung unter den Abbrüchen, kurz über der Bernadeinpiste, wurde der Sulz dann schlagartig grundlos (¼ Stunde). Das störte mich aber nicht mehr wirklich, also alles in allem richtig gutes Timing. Die restliche Abfahrt war gar nicht so schlecht und der Schnee reichte bis zum Auto (20 Minuten). Dabei traf ich noch einen Skitourengeher, den ich am Morgen schon an den Schöngängen gesehen hatte, nun fuhr er nur mehr auf einem Ski und hatte ein ziemlich aufgeschlagenes Gesicht, Hilfe wollte er aber nicht. Seine Erklärung dazu war, dass es ihn "oi braggt hod", zeigt dass auch die Ostflanke gut steil ist.
Eine ziemlich eindrucksvolle Tour mit insgesamt 1900 hm in 4½ Stunden für den Aufstieg und etwa einer Stunde für die Abstieg und Abfahrt. Für die Abfahrt muss es absolut lawinensicher sein und es sollte genug Schneeauflage haben. Infos zu dieser und weiteren Steilabfahrten im Gebiete gibts von Tom Wolny.
Die Tour dürfte die letzte in diesem Winter gewesen sein. Was für ein Winter, 5 Monate Saison, mit 37 Skitourentagen (39550 hm), 5 Freeridetagen und immerhin 7 mal Skifahren mit den Kindern. Jetzt freu ich mich aber auf den Sommer und auf alles was wir da so unternehmen werden.
2018_04_10_Alpspitze

Samstag, April 07, 2018

Taubenstein und Hochmiesing - 06.04.2018

Nachdem der Donnerstag etwas Abkühlung gebracht hatte, war der Frühling am Freitag wieder strahlend schön und warm zurück. Ein Stündchen früher als sonst stieg ich zum Taubensteinsattel auf (1 Stunde, 500 hm). Von dort konnte ich schon mein Tagesziel sehen, den Hochmiesing. Weil nun aber der Taubenstein fast am Weg liegt und ich Berge nicht einfach auslassen kann, nahm ich den auch noch schnell mit (¼ Stunde, 100 hm). Vom Gipfel konnte ich direkt (und gar nicht mal schlecht) ins Kleintiefental abfahren, wo es wieder Auffellen hieß (¼ Stunde). Nun stand dem eigentlichen Anstieg zum Hochmiesing aber nichts mehr im Wege. Zuerst über den Miesingsattel und dann über den Sommerweg stieg ich stetig dem Gipfel entgegen (¾ Stunde, 350 hm). Nun hatte ich mir für die Abfahrt etwas "besonderes" überlegt, direkt runter ins Krottental, also die Nordrinne. Durch die tiefen Temperaturen in der Nacht war die Rinne gut gefroren und so musste ich mir wegen Lawinen keine Gedanken machen, sehr wohl aber darüber wie schmerzhaft ein Sturz wäre. Die ca. 2 cm an Neuschnee machten das Abrutschen und spätere Schwingen etwas angenehmer, die gefrorenen Lawinenboller am Ende der Rinne schmälerten den Abfahrtsgenuss aber erheblich ;) Auf der Krottentaler Forststraße angekommen hieß es wieder Auffellen, weil irgendwie will man ja auch wieder heim (½ Stunde). Der Aufstieg zum Taubensteinsattel war genussvoller als gedacht, windstill und in der Sonne, was will man mehr (½ Stunde, 300 hm). Da trübte nur die letzte Abfahrt über die vereisten Spuren in der ehemaligen Piste das Gesamterlebnis (½ Stunde).
Alles in allem eine ausgewachsene Skitour für Vor-der-Arbeit und mit 1250 hm in 3¾ Stunden nicht mal eine ganz kleine. Übrigens haben die Hänge vom Auerspitz zum Soinsee nach sehr schönem Skigelände ausgesehen.
2018_04_06_Hochmiesing

Donnerstag, April 05, 2018

Jägerkamp und Wilde Fräulein - 04.04.2018

Nun ist in Mitteleuropa der Frühling endgültig eingekehrt, die Tage werden wieder länger und damit  auch die Zeit die man neben der Arbeit draußen verbringen kann. Mittwoch gings daraufhin gleich an den Spitzingsee, natürlich in aller Frühe, weil zur Arbeit muss ich ja leider auch noch, manchmal, irgendwann. Der Jägerkamp war mein Ziel und so zog ich meine einsame Spur vom Taubensteinparkplatz über die Schönfeldalm zum Gipfel (1¼ Stunden, 650 hm). Der Schnee war trotz morgendlicher Stunde schon recht aufgeweicht und so versprach die Abfahrt wenig Genuss. Also legte ich noch einen Zwischenstopp am Wilden Fräulein ein (½ Stunde, 50 hm). Eigentlich abfahrtstechnisch uninteressant, aber ein weiterer Muggel am Spitzing abgehakt. Einfach schön so eine einsame Bewegungstherapie am Morgen. Weniger einsam war es dann am Parkplatz als ich zum Auto zurück kam, da war der Rentnerausflug voll im Gange. 
2018_04_04_Jaegerkamp

Dienstag, April 03, 2018

Ostern in Fontainebelau - 24.03.-01.04.2018

Alle Jahre wieder zu Ostern ist Bleau unser Ziel. Sozusagen der Frühlingsstart, manchmal halt noch gefühlt mitten im Winter. Diesmal war Ostern recht früh und durch eine Terminkollision mussten wir auch noch die erste Osterferienwoche nehmen. Ende März kanns rund um Paris recht frisch sein, zum Glück sind wir weder aus Zucker ,noch verfroren.
Irgendwie wollte im Vorfeld keine rechte Urlaubsstimmung aufkommen. Viel Arbeit hatte sich bis zum letzten Tag angesammelt und so war das Packen eher ein In-den-Bus-werfen. Dementsprechend sah der Bus auch aus. Nach den gut acht Stunden Fahrt, richteten wir uns am Camping als erste Gäste (!) häuslich ein. Der Tag endete mit einem Einkauf im großen Carrefour und einem kurzen Abstecher in Bas Cuvier, die Marie Rose wird einfach nicht einfacher.
Den ersten richtigen Bouldertag hatten wir dann am Sonntag, bei super Wetter in J. A. Martin. Das Gebiet kennen wir erst seit letztem Jahr, es hat sich aber schnell zu einem unserer Lieblingsgebiete gemausert. Montag und damit unter der Woche war es auch in Canche aux Merciers recht ruhig. In dem Gebiet macht gerade das Bouldern mit Kindern viel Spaß und Jeu de Jambes (6a, Traverse, Rot 13) musste ich noch jedes mal machen. Le Grand Marche (7a+) sah für mich, wie auch die letzten Jahre, ziemlich unmöglich aus.
Die folgenden zwei Regentage nutzten wir mit einem Verwandtschaftsbesuch und einer Fahrt nach Paris.
Donnerstag lachte dann wieder die Sonne vom Himmel und in 95,2 war es so bumsvoll, dass man sich eher an die Boulderwelt um 19:00 Uhr erinnert fühlte, als an ein Bouldergebiet im Wald. Die paar blauen Probleme rund um L'Ectoplasme sind gerade gut um sich aufzuwärmen und so konnte ich schnell mit ein paar Anderen an Message in a Bottle (6b, mit Kante 6a) spielen. Police (6a), direkt daneben, kostete mich definitiv mehr Versuche. Mit Steffi, die wir zufällig trafen, spielte ich noch ein wenig an zwei weiteren Problemen, aber für den Tag war ich dann eigentlich schon durch. In Rochers Canon überdauerten wir einen kleinen Regenguss und dann hieß es den Gelben Circuit ohne Bodenkontakt zu klettern, auch eine Aufgabe. Am letzten Tag erwischte uns dann der für Nachmittag angesagte Regen schon auf dem Weg zum Elephant. Damit fiel der Tag als Bouldertag komplett aus. Eine kleine Wanderung durch das Gebiet und eine Wanderung zum Aussichtspunkt am Hügel von Dame Jouanne konnten wir dann trotz Regen unternehmen. Und man will es gar nicht meinen, auch das hat Spaß gemacht.
Die Woche war zwar wettertechnisch durchwachsen, aber im Großen und Ganzen viel besser als vorhergesagt. Und die Kinder können sich inzwischen schon ganz gut in den Gebieten selbst beschäftigen, damit auch wir wieder etwas Zeit hatten zusammen zu Bouldern. Ein super entspannter Urlaub, auch wenn wir uns freuen nächstes Jahr Bleau wieder zusammen mit den Anderen unsicher zu machen.
2018_03_24-04_01_Bleau