Montag, Juni 29, 2020

Trainerfortbildung Alpine Grate - Schrofengehirsche im Koasa - 26./27.06.2020

Um meinen Trainerschein bei der IG weiter aufrecht zu halten, suche ich mir meist eine Fortbildung mit Christoph, weil wenn man sich fortbildet, kann man ja auch Spaß dabei haben. So war diesmal der Titel: Alpine Grate. Gut, nicht wirklich neu, aber die Möglichkeit sich von einem Profi auf die Finger schauen zu lassen und endlich Fehler auszumerzen.
Lange war nicht klar ob Übernachtungen auf Hütte überhaupt möglich sein werden und unsicheres Wetter mit Christoph kenne ich sowieso schon. Aber dann schien wirklich alles zu passen und wir trafen uns Freitag auf der Wochenbrunneralm. Wir, das waren in diesem Fall Anna, Hauke, Jens, Johannes, ich und natürlich Christoph. Als Stützpunkt diente uns die Gaudeamushütte, bringt zwar im Zustieg nichts (20 Minuten, 200 hm), ist aber trotzdem nett und außerdem ist der Gamsfelsen für ein bisschen Theorie direkt um die Ecke. Und so verbrachten wir den Freitag beim Wiederholen aller nötigen Basics für einen alpinen Grat.
Samstag gings dann hinauf zum Ellmauer Tor (1½ Stunden, 700 hm) und weiter ein Stück die Steinerne Rinne hinunter, um auf die Schotter Terrasse unter der Predigtstuhl Scharte zu gelangen (¾ Stunde, 50 hm). Ab dort wurde es dann endlich interessant. Über Schrofen, Rinnen und kleine Absätze kraxelten wir hinauf in die Predigtstuhl Scharte, von wo aus der Nordgrat des Hinteren Goinger Halts beginnt (1 Stunde, 200 hm). Kurz vor der Scharte überholte uns eine Seilschaft. Schnell, schnell ist aber selten eine gute Idee und so waren die beiden zwar vor uns, verfransten sich aber in den ersten Seillängen gehörig. Zusätzlich war es zugezogen und ein Donnergrollen war im Hintergrund zu hören. Wir diskutierten zwar noch kurz, aber eigentlich war die Entscheidung klar. Sicher ist sicher und drei Seilschaften hinter dem Chaotentrupp mit einem Gewitter im Nacken will ja wirklich keiner. So traten wir den geordneten Rückzug an. Abseilen, Abklettern und Absteigen bis wir wieder auf der Schotter Terrasse ankamen. Nicht jeder in der Gruppe fühlte sich in dem Gelände wohl, dafür war der Lerneffekt für alle enorm da Christoph uns alle Entscheidungen treffen ließ (2½ Stunden). Auf der Terrasse trafen wir Kathi und Vali, die eine Tour am Predigtstuhl gemacht hatten. Auch sie waren froh am Gipfel zu stehen und abzuseilen. Sie hatten den Donner auch gehört, waren sich aber nicht sicher ob es nicht abrutschende Altschneefelder in der Steinernen Rinne waren. Abschließend klären konnten wir es nicht, das Wetter hatte sich auf jeden Fall wieder verzogen und strahlend blauer Himmel zeigte uns die metaphorische Zunge. So traten wir wieder den Rückweg zum Ellmauer Tor (¼ Stunde, 100 hm) und der Gaudeamushütte an (1 Stunde). Dort konnten wir den Ablauf der Tour besprechen und noch viel wichtiger, ein TAB trinken.
Eine gelungene Schulung, durch den Rückzug sicher noch lehrreicher als wenn wir einfach den Grat gegangen wären. Mit Christoph unterwegs zu sein macht sowieso immer Spaß aber in dieser Gruppe war die Fortbildung gleich doppelt lustig. Liebe Leute, danke für die zwei schönen Tage.

Sonntag, Juni 21, 2020

Ebner Joch - 21.06.2020

Das Wetter für die Herz-Jesu-Feuer in Tirol war dieses Wochenende denkbar schlecht, aber Samstagabend riss es auf und wir konnten die Berge brennen sehen. Fast ärgerte ich mich nicht selbst am Berg zu sein. Dafür stand ich Sonntag früh auf, um mir den Sonnenaufgang am Ebner Joch anzusehen. Jetzt ist natürlich ein Problem, dass man als Nicht-Frühaufsteher eine gewisse masochistische Neigung haben muss, um rechtzeitig für den Sonnenaufgang am längsten Tag des Jahres aufzustehen. Aber immerhin schaffte ich es bis 5 Uhr (und damit den Sonnenaufgang) zur Astenau (¾ Stunde, 500 hm). Am Gipfel (¾ Stunde, 500 hm) machte ich eine kurze Pause und sah mir den Bergsturz in der Schicht (vom Heidachstellwand Südgrat ausgehend) an, beeindruckend wie viel Gestein sich da Richtung Tal verabschiedet hat. Über den Huber Steig und die Buchauer Alm stieg ich wieder zurück zum Auto ab (1½ Stunden), genau rechtzeitig um mich noch kurz hinzulegen und dann mit Karin, den Kindern und meinen Eltern zu frühstücken.

Mittwoch, Juni 17, 2020

Fronleichnam im Kleinziegenfelder Tal - 11.-14.06.2020

Da Bleau ausgefallen war, beschlossen wir zumindest das verlängerte Wochenende mit Klettern und Camping zu verbringen. Unser Ziel war Franken, um genau zu sein das Kleinziegenfelder Tal. Nach dem Regen Anfang der Woche kam am Donnerstag die Sonne heraus und wir vergnügten uns mit Biken durch das Kleinziegenfelder- und Bärental (2 Stunden, 250 hm, 24 km) und mit Biertrinken am Campingplatz.
Freitag ging es dann zum ersten Mal in dieser Saison zum Klettern. Am Steinfelder Turm war jede Menge Trubel und so wechselten wir zum Steinfelder Wändchen, was uns, gerade auch wegen der Kürze der Routen, sehr entgegen kam. Mit Butterfly (6) und Kleine Lena (7-) konnte ich zwei nette Routen punkten. Papi ohne Zeit (7) ist nach dem zweiten Haken etwas unübersichtlich und schmutzig, was mir dann auch das Onsight kostete. 
Samstag war es dann noch heißer als am Freitag und wir suchten uns eine nahe, schattige Wand. Mit den Rädern fuhren wir an die Altbabawand. Während die Kinder am Bach spielten, kletterten Bäda, Laura, Vladi und ich kurz + super (5) und die Didaktische Jahresplanung (5+). Bei der Didaktischen Jahresplanung hatte ich mich schon hinauf gezittert, Way of Schwuchtel (7-) probierte ich dann nur noch im Toprope. An der Schlüsselstelle (vor dem zweiten Haken) kann man in der Tour am Einstieg aufklatschen, dafür hatte ich weder den Kopf noch die nötige Fingerkraft für das Fingerloch an der Schlüsselstelle.
In der Nacht zum Sonntag begann es wieder zu regnen und das Wetter gestaltete sich wieder landestypisch. So packten wir in einer Regenpause unsere Siebensachen und brachen alle Richtung Heimat auf. Wir machten noch eine Pause mit einer kleinen Wanderung im Felsengarten Sanspareil. Ein wunderschöner Landschaftsgarten in einem Wäldchen mit verschiedenen Felsformationen.
Ein schöner Kurzurlaub unserer Bleau-Gruppe im entspannten Franken. Zwar kein Ersatz für Bleau, aber trotzdem einfach schöne, wertvolle Zeit zusammen (vor allem nach der langen Zeit ohne soziale Kontakte).
2020_06_11-14_Kleinziegenfeld

Dienstag, Juni 09, 2020

Götschen, Büchsen und Göll - 05.-07.06.2020

Trotz schlechter Wettervorhersage beschlossen wir ein paar Tage im Berchtesgadener Land zu verbringen. Nachdem ich mein Homeoffice am Freitag hinter mich gebracht hatte, fuhren wir mit den Kindern am Nachmittag in den Pumppark nach Viehofen, wieder geöffnete Grenzen machen es möglich. Vor dem Dunkelwerden strampelten Karin und ich noch eine Runde auf den Götschen, inklusive netter Trailabfahrt (2½ Stunden, 700 hm, 13 km).

Samstag besuchten wir mit den Kindern Franz auf der Büchsenalm. Vorgenommen haben wir uns diesen Besuch schon seit Jahren, aber erst jetzt klappte es. Von Hinterbrand radelten wir die Forststraße am Beschneiungssee vorbei zur Königsbachalm und weiter zur Büchsenalm (1¼ Stunden, 250 hm, 6 km). Nach einer Brotzeit, Sonnenbaden und Mankei-Jagen machten wir uns wieder auf den Rückweg, diesmal über den "Wanderweg" und die Mittelstation (50 Minuten, 150 hm, 5,5 km). Ein schöner Ausflug bei sonnigem, heißem Wetter, viel besser als vorhergesagt.

Sonntag hatte dann leider Peter keine Zeit für mich, ich wollte das Vormittagswetterfenster aber trotzdem nutzen um (für mich) neue Steige zu erkunden. Das Jagawiesl in der Göll Westwand kann man auf so einem (mir noch unbekannten) Steig erreichen. Ich verzichte hier auf die Beschreibung der Wegführung, da der Weg im AV-Führer Berchtesgaden und an mehreren Stellen im Internet beschrieben ist. Trittsicherheit und eine gehörige Portion alpine Wegfindung sollte man allerdings schon mitbringen, dann findet man den Weg über Bänder, Rinnen und Schrofen aber eigentlich ganz gut. Trotz Regens in der Nacht war der Weg nicht übertrieben rutschig und Schnee lag nur im Schuttkessel unter dem Jagawiesl. Aus diesem Grund nahm ich auch vom Kamin (Schlüsselstelle, III) Abstand und erreichte das Jagawiesl ohne Schneeberührung direkt über die nassen, brüchigen Schrofen neben dem Kamin (Scharitzkehl zum Jagawiesl: 3 Stunden, ↑850 hm, ↓↓60 hm). Am Weg weiter zur Gölleiten musste ich noch hie und da einen Durchschlupf durch die Latschen finden, die Schwierigkeiten lagen aber hinter mir und so erreichte ich problemlos den Abzweig zum Schustersteig (1 Stunde, ↑450 hm). Von dort ist der Weg zum Gipfel nur noch Formsache (½ Stunde, ↑210 hm) und so konnte ich bald eine ausgedehnte, sonnige Rast am Gipfel machen. Der Abstieg Richtung Mannlgrat gestaltete sich dann aber recht interessant. Bei dem seilversicherten Abschwung/Kamin kurz vor der Mannlscharte war (wie beim letzten Mal auch) ein dickes, steiles Schneefeld. Das Abklettern war die unangenehmste Stelle der ganzen Tour, vor allem mit dem Wissen, dass vier Tage zuvor auf der Schusterroute ein Bergsteiger in einem Altschneefeld tödlich abgestürzt war. Beim Abklettern verschluckte mich dann der aufziehende Nebel und so brachte ich das Auf und Ab am Grat möglichst schnell hinter mich (1¾ Stunden, ↑100 hm, ↓750 hm). Trotz dichtem Nebel fand ich die Abzweigung zum Steften Steig ohne Probleme, was ich über den Steig selbst nicht sagen konnte. Nach einem Verhauer und ziemlich vorsichtigem Absteigen, da es nass und rutschig war, kam ich im Endstal an. Die Abzweigung in den Jagawieslsteig, die ich sieben Stunden zuvor genommen hatte, konnte ich beim besten Willen in dieser Suppe nicht mehr finden. Und so war ich froh heil am Auto angekommen zu sein, bevor es endgültig zu schütten begann (1½ Stunden, ↓800 hm). Eine sehr coole Tour, wobei ich mir den Jagawieslsteig als Abstieg von einer der Westwandtouren als eher unangenehm vorstelle.

Mittwoch, Mai 27, 2020

Verlängertes Radwochenende mit Unterbrechung - 20.-24.05.2020

Zum Vatertag brachen wir wieder in Richtung Sylvenstein auf. Zum Glück schafften wir es früh genug aus München raus, um in Fall noch einen guten Platz zu bekommen und um gleich noch eine kleine Radtour Richtung Walchenklamm zu unternehmen. Bis zur Klamm schafften wir es nicht, ein netter Abend war es trotzdem (↑↓ 1¾ Stunden, 160 hm, 10 km). Am Parkplatz trafen wir noch Silke und Gabs mit ihren Kids, ein netter Zufall, da sie für den Vatertag die gleiche Tour wie wir geplant hatten, eine Radtour ins Bächental zur Aquila (↑↓ 1½ Stunden, 150 hm, 19 km). Den Tag rundeten wir dann noch mit SUPen am Sylvensteinspeicher ab, bevor wir müde und glücklich wieder nach Hause fuhren.
2020_05_21_Aquila

Nach einem Pausetag für Schule und Arbeit, ging es Freitagnachmittag wieder auf Tour, diesmal nach Norden zu den Heumöderntrails in Treuchtlingen. Vor dem Dunkelwerden drehte ich dann gleich noch eine Runde über den Siggi- und den Eulenhof Trail (½ Stunde, 200 hm, 7,5 km), mit dem neuen Bike gleich etwas ganz anderes und kein Problem mehr alle Passagen durchzufahren.
Samstagvormittag durfte Karin sich dann vor dem Frühstück austoben bevor wir mit den Kindern den Julian Trail (2×) und die Skipiste fuhren. Da hatten sich alle ein Mittagessen im (wiedereröffneten) Biergarten der Talstation verdient. Als Verdauungsrunde nahm ich noch den Z- und den Rodelbahn Trail in Angriff, einmal technisch, einmal flowig, einfach schön. Dann traf uns leider das Tiefdruckgebiet Gudrun und brachte vor allem Regen. Trotzdem konnte ich noch Paul motivieren mit mir den Eulenhof Trail zu fahren. Zurück am Bus trafen wir noch Thomas von Mehr-Berge und seinen Sohn, mit denen ich noch den Julian Trail (2×) und die Skipiste fuhr. Ein ziemlich ausgefüllter Tag  (4½ Stunden, 690 hm, 30 hm), den wir noch beim Grillen mit Evi, Uwe und den Jungs ausklinken ließen.  Außerdem konnten wir den ganzen Tag den Prototypen von Roberts (der Chef der Heumöderntrails) Kinderabschleppsystem testen, sollte im Sommer auf den Markt kommen und wir werden uns auf jeden Fall eines, wenn nicht sogar zwei, zulegen.
Der Abstecher zu Evi und Uwe bescherte uns am Sonntag noch eine kleine Radrunde mit den Kindern und Karin und mir einen Trail auf bzw. vom Rohrberg (¾ Stunde, 220 hm, 7 km).
Wie so oft, ist das Wochenende das was man daraus macht, nämlich ein paar super schöne Tage. 

Sonntag, Mai 17, 2020

Kleine Fluchten - 16./17.05.2020

Das Leben nähert sich Schritt für Schritt wieder der Normalität. Für uns gibt es dadurch wieder Wochenenden im Bus und in den Bergen, zwar noch innerhalb von Bayern, aber immerhin. Dieses Mal führte uns diese kleine Flucht zum Sylvensteinstausee. Samstag wanderten wir in Fall zur Krottenbachklamm und dem Dürrach-Zufluss des Stausees (3½ Stunde, 120 hm, 8 km). Das Abendessen gab es direkt am See und die Nacht verbrachten wir, wie viele andere auch, am Parkplatz. Sonntag zeigte sich das Wetter dann von seiner besten Seite und damit genau richtig für einen Tag am See mit dem SUP.
Ein super entspanntes Wochenende im Bus und dazu nicht weit zu fahren.
2020_05_16-17_Sylvenstein

Montag, Mai 11, 2020

Endlich zurück - 08.-10.05.2020

Zwei Monate (in Zahlen: 2), geschlagene zwei Monate, neun Wochen, 59 Tage, so lange waren wir nicht mehr in den Bergen. Klar waren die Ausgangsbeschränkungen nicht so schlimm wie in anderen Ländern und wir konnten immer noch irgendetwas unternehmen (vor allem viel Radfahren und auch ein bisschen SUPen), aber ich glaube ich war noch nie so lange am Stück in München und noch viel wichtiger: NICHT in den Bergen!

Freitag Nachmittag brachen wir Richtung Berchtesgaden auf. Wir kamen gut durch und so hatten Karin und ich noch Zeit eine kleine Runde mit den Bikes Richtung Götschen zu drehen, ein paar Meter schöner Trail inklusive (1½ Stunden, 400 hm, 8 km). Nach dem Abendessen startete ich dann noch auf den Rauhen Kopf (1½ Stunde, 1050 hm). Beim Abstieg über den Kleinen Rauhen Kopf schaffte ich dann, was ich noch nie geschafft hatte, ich verfranste mich in den Latschen und benötigte Ewigkeiten um wieder auf den normalen Weg zu treffen und nach Hause absteigen zu können (1½ Stunden).

Samstag stand eine Familienradelrunde am Maximilainsreitweg auf dem Programm. Beim Wasserfall kurz vorm Aschi machten wir Pause mit Staudammbau, Wasserplantschen und Klettern bevor es wieder heim ging (1½ Stunden, 150 hm, 5 km). Direkt bevor es dann endgültig zu Schütten begann fuhr ich noch zur Kastensteinerwand um den Blitzweg abzufahren (½ Stunde, 230 hm, 5 km).

Sonntag hatte ich dann nur bis Mittag Zeit und so hieß es früh aufstehen, um mit Peter die Tour auf die Gotzen zu radeln (2¼ Stunden, 1190 hm, 11,5 km). Bis auf zwei sausteile Stellen und dem letzten Stück, auf dem noch Schnee liegt, konnten wir alles fahren. Von der Königsbachalm an hatte es immer wieder leicht genieselt, bei unserer Pause auf einer Bank vor einer der Almen schüttete es dann aber wie aus Eimern. In einer Regenpause schwangen wir uns wieder auf die Bikes und sahen zu, dass wir wieder zurück zum Königssee kamen (¾ Stunde, 90 hm, 11,5 km). Eine schöne, recht lange Tour, technisch wenig spannend, dafür umso kommunikativer, da man auf den Forstwegen immer nebeneinander fahren kann.
2020_05_08-10_BGL-Biken

Mittwoch, April 01, 2020

Sport in Zeiten von Corona - 12.-31.03.2020

Wer hätte das gedacht? Dass eine Regenwetter-Feierabendskitour mit Stephan und Vladi unser Saisonabschluss werden würde. Am Wochenende danach war Tirol schon unter Quarantäne und Lena und ich konnten nicht mehr wie geplant in den Kaiser. Und dann ging es Schlag auf Schlag, Grenzschließung, Ausgangsbeschränkung...wie schnell sich die Welt doch ändern kann. Nun ist die Skitourensaison also genau so abrupt vorbei wie letztes Jahr für mich. Viele schöne Touren waren unter den 20 Skitouren (24240 hm), an 6 Tagen schaffte ich es mit den Telemarkern unterwegs zu sein und zusätzlich kam ich noch auf 3 Freeridetage, 2 Snowboardtage und einen Tag mit den Ski auf der Piste. Also ein ganz passabler Winter, trotz des wenigen Schnees. Wir hätten uns jetzt auch schon auf Bleau gefreut, daraus wird auch nichts, wie aus so vielem.
Aber auch ohne aus dem Haus zu gehen, kann man dem Bergsport frönen, #coronasports. Also bleibt physisch (und genau so wichtig psychisch) gesund und bis bald in den Bergen.
2020_03_12-31_CoronaSports

Mittwoch, März 11, 2020

Schnapsidee zum Feierabend - 10.03.2020

Schnapsideen kommen ja normalerweise aus, wie der Name sagt, einer Schnaps- bzw. Bierlaune. Unsere gestrige Feierabendtour war zwar eine Schnapsidee, aber bei der Ideenfindung waren wir nüchtern, glaube ich zumindest. Also eigentlich fällt diese Tour unter die Rubrik, wie mach ich mir das Leben so ungemütlich wie möglich. Ein gutes Beispiel wäre bei strömendem Regen und Sturm (50 km/h mit 90 km/h Böen) eine Feierabendskitour auf die Brecherspitze zu machen (1¼ Stunde, 550 hm). Ist man zumindest alleine und hat die freie Platzwahl an der Oberen Firstalm. Auch schön und glückliche Gesichter sieht man bei uns ja praktisch immer, wenn wir am Berg unterwegs sind.


Montag, März 09, 2020

Familienskitour auf die Eckerleiten - 08.03.2020

Dieses Wochenende hatte es uns schon wieder ins Berchtesgadener Land verschlagen und weil Sonntag nicht nur mein Geburtstag sondern auch noch Bombenwetter war, gings wieder mit den Skiern in die Berge. Zusammen mit den Kindern stiegen wir von der Enzianhütte zur Ecker Alm auf (1¼ Stunde, 225 hm). Die zwei Kurzen machten das ziemlich gut und während sie an der Alm spielten, stieg ich noch zum Ecker First hinter dem Purtschellerhaus auf (20 Minuten, 325 hm). Die Abfahrt, sowohl oben, wie auch der untere Hang mit den Kindern, war dann ein Pulvertraum. Ein sehr schöner Geburtstag und eine super Tour als Familie.
2020_03_08_EckerleitenKinder

Sonntag, März 01, 2020

Eine Woche bei Chanti und Joël in Surcuolm - 22.-28.02.2020

Nach unserem Sommerbesuch bei Chanti und Joël im letztes Jahr war klar: wir müssen im Winter wiederkommen! Da wir nun ja an Schulferien gebunden sind, wurden es die Faschingsferien. Knirschis hatten auch Zeit und so gab es ein Portugal/Spanien-Revival im schönen Surcuolm.
Nach einem herzlichen Empfang am Freitagabend, begrüßte uns der Samstag mit strahlend blauem Himmel. Karin, Judith und die Kids schnappten sich die Ski, Stefan das Snowboard und ich die Telemarker und zusammen ging es auf die Piste. Ein super schöner Skitag (außer einem kleinen Missgeschick meinerseits, was mir mein Knie etwas übel nahm), den wir bei Chanti und Joël auf der Bar Muntaniala ausklingen ließen. Sonntag brachte dann etwas weniger schönes Wetter, aber immer noch guten Schnee und einen weiteren schönen Skitag mit den Kindern, an dem uns auch Chanti und Joël begleiteten. Montag war dann der erste Skischultag für die Kinder und für uns der erste freie Tag. Stefan und ich schnappten sich die Boards und Karin und Judith die Ski und so erkundeten wir den Rest des Skigebiets, der uns am Tag zuvor mit den Kindern zu weit war. Der Abend war dann ein weiteres Highlight, Käsefondue auf der Hütte, Pistenraupenfahrt inbegriffen.
Leider musste Karin dringend zu ihrer Mutter, so starteten am Dienstag nur Judith, Stefan und ich zu einer Skitour. Nachdem wir die Kinder an der Talstation Valata verabschiedet hatten, stiegen wir über Teile der Talabfahrt und die Rodelbahn nach Cuolm Sura (1 Stunde, 360 hm) und von dort weiter zum oberen Ende des Sasolas-Schlepplifts auf (½ Stunde, 170 hm). Das letzte Stück zum Piz Mundaun ging es durch die steilen Nordosthänge und eine kurze Rinne (entlang des Sommerwegs) hinauf bis zum Gipfel (1 Stunde, 300 hm). Nach der Mittagspause legten Stefan und ich noch eine zweite Runde zum Sasolas-Schlepplift ein (½ Stunde, 170 hm) und weil es so gemütlich war, fuhren wir ein Stück die Piste nach Sasolas ab (bis der Schnee eher dürftig wurde) und stiegen ratschend wieder zurück auf (½ Stunde, 160 hm). Dort trennten wir uns, Stefan fuhr zu Judith ab, während ich noch ein weiteres Mal auf den Piz Mundaun stieg, diesmal über die Pezza Pintga (¾ Stunde, 300 hm). Im Gegensatz zum Mal zuvor fuhr ich diesmal trotz geringer Schneelage nicht über die Piste ab, sondern durch die Rinne vom vormittäglichen Aufstieg.
Mittwoch brachte dann den lange ersehnten Schnee und eine kleine Pause für die Kinder. Nach vier Tagen Skifahren gingen wir im Schneesturm Rodeln. Direkt von der Haustür aus wanderten wir nach Cuolm Sura (2 Stunden, 320 hm) wo es nicht nur eine ausgiebige Pause, sondern auch eine Runde Pistengerät- und Schneemobilfahren gab. Ganz zu schweigen von der Rodel- und Zipfelbobpartie hinunter. Ein gelungener Abschluss mit Knirschis, die mussten nämlich leider nach Hause.
2020_02_22-26_Surcuolm

Der Schneefall von Mittwoch war bitter nötig, verdächtig grün (bzw. braun) sahen schon viele Stellen auf und neben der Piste aus. Es hatte aber zum Glück genug geschneit, um den Blick auch abseits der Pisten schweifen zu lassen. So nahm sich Chanti frei und zusammen machten wir (teilweise im Schneesturm) die freien Hänge vom Piz Mundaun unsicher. Am Nachmittag konnte sich dann auch noch Joël frei nehmen und zeigte uns die Abfahrt vom "Piz" nach Sasolas. Ein Traum in Pulver, eigentlich nicht schwer, aber im Schneesturm, Nebel und ohne bestehender Spur nicht ganz leicht zu finden. Und es schneite weiter, bis Freitag in die frühen Morgenstunden. Nachdem die Kinder wieder abgegeben waren, zogen Chanti und ich unsere Spuren vom Piz nach Cuolm Sura und Sasolas und schlussendlich sogar bis Valata. Dort fand nämlich das Abschlussskirennen der Kinder statt. Für das Skirennen, an dem übrigens auch die Eltern teilnehmen "dürfen", wechselte ich wieder auf die Telemarker, eine Riesengaudi. Leider aber auch das Ende unseres Urlaubs, für mich hieß es nämlich direkt im Anschluss zu Karin ins BGL fahren, wo wir das Wochenende noch mit Krankenbesuch und einer kleinen Wanderung auf die Kastensteinerwand verbrachten.
Liebe Chanti, lieber Joël und liebe Judith, lieber Stefan, es war ein super toller, abwechslungsreicher, spannender, lustiger und auf jeden Fall wiederholenswerter Urlaub, DANKE.
2020_02_27-28_PowdernMundaun

Dienstag, Februar 18, 2020

Eckerleiten und Hundstodreibn - 15./16.02.2020

Nach dem durchwachsenen Wetter während der letzten Woche, lachte am Wochenende die Sonne. Sonntag war für eine größere Aktion mit Lena reserviert, Samstag hatten wir aber Zeit für Unternehmungen als Familie bzw. als Paar. Vormittags gings zum Telemarken und Skifahren mit den Kindern am Götschen und nachmittags auf eine Skitour mit Karin. Von der Buchenhöhe stiegen wir (bei sehr wenig Schnee) durch den Wald zur Enzianhütte und weiter über die Eckerleiten zum Purtschellerhaus und dem Eckerfirst auf (2 Stunden, 800 hm). Die Abfahrt war bis zur Enzianhütte ziemlich gut, man musste nur die abgeblasenen Stellen meiden. Erst im Waldstück gab es eine Tragepassage, wobei dieser Teil der Abfahrt bei viel Schnee schon unschön ist.
Ein sehr schöner Tag und ein bisschen Bewegung, um für Sonntag warm zu werden.
2020_02_15_Eckerleiten

Wie gesagt, der Sonntag war für Lena reserviert. Im Gegensatz zur letzten, gemütlichen Tour, hatten wir uns dieses Mal ein richtiges Brett heraus gesucht. 30 Kilometer, 3000 Höhenmeter, 10 Stunden, das sind die Fakten aus der Tourenbeschreibung der Hundstodreibn. Gezielt hatten wir uns für die längere Variante über das Seehorn entschieden, um dem Hatsch und dem Getrage durchs Wimbachtal zu entgehen.
Am Parkplatz in Hintertal standen schon drei Autos, als wir aufs Seehorn starteten. Ein Pärchen holten wir schnell ein, die vier anderen Jungs trafen wir dann am Gipfel bzw. immer wieder den ganzen Tag über. Gemütlich ratschend stiegen wir über die Forststraße, den Waldgürtel, den Karst und die Westflanke zum Gipfel auf (2½ Stunden, ↑1350 hm). Man würde gar nicht meinen wie viele Gesprächsthemen sich so bieten. Nach einer kurzen Pause war mit Gesprächen aber erst mal Ende. Über die Kematenschneid gings, zum Teil abgeblasen und vereist in die Wimbachscharte (¼ Stunde, ↑50 hm, ↓315 hm). Dort wartete die erste Überraschung, Pulver, wie geil ist das denn? Unsere Variante bietet schon zu Beginn die beste Abfahrt, den Loferer Seilergraben. 40°-steil und weil nordseitig mit gut konserviertem Pulver, ein wahres Schmankerl (½ Stunde, ↓720 hm). Im Wimbachgries hieß es wieder auffellen, es geht zuerst flach bis in den Talgrund und dann dem Sommerweg entlang zur Trischübel Alm (1 Stunde, ↑450 hm). Dort gönnten wir uns noch eine kurze Pause bevor es über die Hundstodgruabn zum Hundstodgatterl ging (1 Stunde, ↑470 hm, ↓50 hm). Definitiv das schönste Fleckchen der Tour, mit einem unbeschreiblichen Blick ins Steinerne Meer. Das Wetter hatte inzwischen aufgerissen und die Sonne brannte vom strahlend blauen Himmel, während wir ein Stück abfuhren und weiter zum Dießbacheck aufstiegen (½ Stunde, ↑180 hm, ↓150 hm). Den Gipfelanstieg des Hundstod ließen wir (wie auch alle anderen) links (bzw. rechts) liegen und genossen dafür den Blick auf den Dießbachstausee und das Seehorn. Nun lag der letzte Abschnitt unserer Tour vor uns, die Abfahrt in die Hochwies (½ Stunde, ↓360 hm). Obwohl hier der Schnee schon etwas gelitten hatte, war die Abfahrt gar nicht so schlecht und so gings mit dem letzten Schwung wieder zur Kematenschneid und dem Seehorn hinauf (1 Stunde, ↑425 hm, ↓20 hm). Auf dem Abschnitt hatte ich langsam keine Lust mehr. Warme, feuchte Felle auf kaltem Triebschnee, ist ein Grund wahrer Freude. Wer kennt das nicht, wenn die Ski plötzlich das fünffache Gewicht haben, weil sie von vorne bis hinten stollen. Nur das letzte, vereiste Stück, bei dem wir die Ski schulterten, machte wieder Spaß. Nun stand zum Ende nur noch die Pflicht nach der Kür an, die Abfahrt zum Auto (¾ Stunde, ↓1350 hm). Wobei die Nord-West-Rinne zwar schon recht zerfahren war und ziemlich schweren Schnee hatte, aber trotz schwerer Beine war sie noch ganz passabel zum Fahren. Unterhalb war es dann, wie erwartet, eher Kategorie zwei Spaß, grundloser Sulz. Aber wir erwischten zumindest die Abfahrt durch den Wald an der Aufstiegsspur und sparten uns somit den unangenehmen Wiederaufstieg zur Kallbrunner Alm.
Eine sehr coole Runde wobei Touren mit Lena bis jetzt sowieso noch jedes Mal Spaß gemacht haben, anscheinend haben wir einen ähnlichen Tourengeschmack.
2020_02_16_Hundstodreibn

Mittwoch, Februar 12, 2020

Rinnenflitzen und Snowtubing in Innsbruck und Skitouren im Allgäu - 08./09.02.2020

Dieses Wochenende war zweigeteilt, Karin war mit Claudi im Allgäu unterwegs, während die Kinder und ich die Innsbrucker besuchten.
Samstag fuhren Moschti, Jamie und Renee mit mir auf die Seegrube, einfach ein tolles Gebiet. Während sich die Meisten Richtung Norden und Osten wandten, stapften wir Richtung Westen, zur Karrinne. Leider eine nicht ganz durchdachte Idee. Es war noch recht früh am Morgen und die Sonne hatte noch nicht lange genug in die Rinne geschienen, so war es ein eher gefrorenes Vergnügen. Also Zeit gewinnen und erst mal zur Hungerburg abfahren. Die zweite Runde, diesmal nur Moschti und ich, war dann schon viel besser und die dritte dann fast perfekt. Zum Abschluss fuhr ich dann noch die Seilbahnrinne, bevor wir zusammen zur Hungerburg abfuhren.
Sonntag waren wir dann alle zusammen beim Snowtubing in Seefeld. Ein Heidenspass für die ganze Familie und ein gelungener Abschluss für das Wochenende.
2020_02_08-09_Innsbruck

Das lang geplante Mädelswochende war endlich da... nur leider war Laura krank. Claudi und ich fuhren somit alleine ins Allgäu, wo wir bei Christine eine super Unterkunft fanden und die uns an beiden Tagen als Local begleitete. Wir starteten am Samstag ganz gemütlich auf die Kuhgehrenspitze, die mit knapp 800hm noch eine tolle Abfahrt bot.
Abends gabs im Moorstüble sehr leckere Pasta und für uns Hungrige sogar noch einen Nachschlag!
Am Sonntag ging es für Claudi und mich erst mal alleine von Baad aus in Richtung Lizenerscharte, wo wir uns dann mit Christine zu einer fast noch Pulverschnee Abfahrt trafen.
Ein wirklich superschönes Wochenende, das unbedingt wiederholt werden muss!
2020_02_08-09_Allgaeu

Samstag, Februar 08, 2020

Vollmond-Powder am Spitzing - 06.02.2020

Irgendwie hatten wir diese Saison noch keine Feierabendtour geschafft, das mussten Vladi, Stephan und ich dringend ändern. Als wir am Taubensteinparkplatz ankamen, ging es zu wie im Taubenschlag (ein Witz, ein Witz) und so reihten wir uns zum Aufstieg durch den Lochgraben ein. Bei der Straße zu den Schönfeldalmen wollten wir abbiegen und zum Rauhkopf aufsteigen und warteten auf Vladi der zum Fotografieren etwas zurückgeblieben war. Dabei konnten wir einer Bergung der Bergwacht zusehen, inklusive Hubschraubernachtlandung. Die Bäche durch den Lochgraben sind nicht komplett überdeckt und in einem der Bäche war ein Tourengeher verunglückt. Nach 20 Minuten, uns war inzwischen ziemlich kalt geworden, war immer noch kein Vladi da, komisch. Sein Handy hatte auch keinen Empfang, also weiter aufsteigen, vielleicht war er über die Schönfeldhütte gegangen. Auch im nächsten Tälchen keine Spur von ihm. Naja, vielleicht hatte er uns ja schon überholt. Kurz vor dem Gipfel dann der Anruf, wo seid ihr? Na, hier, knapp unter dir. Er hatte uns tatsächlich überholt, aber nicht an der Schönfeldhütte sondern im Lochgraben, Sachen gibt es (1½ Stunden, 630 hm).
Die Abfahrt ins Krottental kannte ich ja schon von meiner Tour mit Martin und nachdem wir uns die Flanke vom Gipfel aus eingehende angesehen hatten, entschieden wir uns sie auch zu fahren. Was soll ich sagen, ein Pulvertraum. Bei solchem Schnee muss man weiter gehen und so stiegen wir Richtung Lempersberg auf (¾ Stunde, 320 hm). Kurz nach der Seilversicherung fellten wir ab und fuhren eine Wahnsinnsabfahrt ins Kleintiefental ab.
Nun ging es ans letzte Kapitel unserer Geschichte, der Aufstieg zum Taubensteinhaus. Dort freuten wir uns auf ein bisschen Essen und ein Bier, die Rechnung hatten wir nicht mit dem Wirt gemacht. In seiner typisch "freundlichen" Art (ihr seids aber früh dran, i sags glei, i mach jetzt zua) schicket er uns gleich wieder raus. Ok, es war 10 vor 10 Uhr, aber manch ein Wirt würde kurz vor Schankschluss auch noch etwas verdienen wollen. Aber wahrscheinlich hat er das nicht nötig, bei (nur noch) zwei Tourengeherabenden in der Woche und dem super Winter dieses Jahr. Ich weiß wieder warum wir letztes Jahr nicht mehr dort eingekehrt waren, sondern im Gipfelstüberl. So gings für uns ohne Pause weiter zur Taubensteinbahnbergstation (½ Stunde, 120 hm) und dadurch ohne abgeblasenen Taubensteinsattel zum Lochgraben und dem Auto.
Auch ohne Essen/Trinken eine super schöne Runde (3¾ Stunden, 1070 hm) mit schönem Schnee und überraschend wenigen Sharks.
2020_02_06_Spitzing

Freitag, Januar 31, 2020

Lenggries - Telemarken beim Skikursabschlussrennen - 30.01.2020

Am Donnerstag war das vorerst letzte Abschlussrennen von einem Skikurs, nämlich von Annas Kindergartenskikurs. Bei bestem Wetter wollten Karin und ich am Vormittag noch die Skitour auf den Schönberg machen. Dass es nicht massig Schnee hat wusste ich ja schon vom Abteilungsskifahren letzten Freitag, aber ein bisschen war ja am Mittwoch dazu gekommen. Leider nur wenig. So stiegen wir zwar von Fleck ein gutes Stück auf. Als sich die Schneelage aber nicht verbesserte, kehrten wir um (1 Stunde, 350 hm). Bei der Abfahrt holten wir uns dann beide ein paar saubere Hacker und ich legte beinahe einen bösen Sturz hin, da ich vergessen hatte einen meiner Skischuhe zuzumachen. Der Vorteil der frühen Umkehr war, dass wir beide noch Zeit zum Telemarken am Brauneck hatten und ohne Stress rechtzeitig zum Rennen unserer kleinen Rennsemmel kamen. Ein schöner Tag mit perfektem Wetter, nur eben viel zu wenig Schnee, bei der Schneelage gehe ich doch lieber wieder Surfen.
2020_01_30_Lenggries

Dienstag, Januar 28, 2020

Koasa als Hahn im Korb und ISPO - 25./26.01.2020

Mit Lena wollte ich schon seit längerem eine "kleine" Tour machen. Unsere Runde auf die Kampenwand im Sommer hatte Lust auf mehr gemacht, bis jetzt hatte es sich aber nie ergeben. Das änderte sich diesen Samstag, zusammen mit Dani und Silli wurde es an der Wochenbrunner Alm ernst. Bei gemütlichem Tempo und netten Gesprächen ging es über den Sommerweg hinauf zur Gruttenhütte (1¼ Stunde, 550 hm). Von dort stiegen wir ins Hochgrubachkar auf, mit unserem eigentlichen Plan, der Roten-Rinn-Scharte. Dafür stiegen wir aber ein wenig zu weit östlich auf und hätten wieder ein Stück abfahren müssen. Oder eben das Ziel ändern, dann halt aufs Kopftörl, das geht nämlich ohne Höhenverlust. Die nordseitige Rinne muss ja hier, wie dort gut gehen. Die letzte Flanke bis zu den Felsen gestaltet sich dann als relativ unangenehm, da sich die Sonne nur sehr zaghaft heraus wagte und von auffirnen überhaupt keine Rede sein konnte (1 Stunde, 350 hm). Für die letzten 100 Höhenmeter, den versicherten Steig, schulterten wir die Ski und Dani und ich stapften los. Ein paar Stellen waren zwar etwas unangenehm, aber nicht weiter tragisch und so standen wir bald am Kopftörl (¾ Stunde, 100 hm). Dort warteten wir auf Lena und Silli und machten erst mal Pause (¾ Stunde). Nach der Pause hieß es aber nun die Theorie vom guten Pulver zu bestätigen und so stiegen wir ein paar Meter ab bis zum Beginn der Rinne in den Hohen Winkel. Und siehe da, zuerst noch etwas windgepresst, dann aber immer besser, gings hinunter in den Hohen Winkel und weiter zum Hauslboden (1 Stunde, ↓800 hm). Das gab ein fettes Grinsen, eine kurze Pause und schon wurde wieder aufgefellt, um über den Sommerweg zum Stripsenjochhaus zu gelangen (¾ Stunde, 350 hm). Von hier aus sah man schon unseren Weiterweg, den Eggersteig in die Steinerene Rinne, weil irgendwie mussten wir ja wieder auf die Südseite zu unserem Auto. Der Steig sah nicht so schlecht aus, Schnee, aber nicht Unmengen davon. Also fuhren wir in den Wildanger ab und fellten wieder auf (¾ Stunde). Silli hatte für diesen Tag genug vom Gestapfe und Gekraxle und entschied sich an diesem Punkt in die Griesenau abzufahren, wo sie dankenswerterweise ein Freund abholen sollte. Wir anderen drei schulterten die Ski und stapften den Eggersteig entlang. Das fühlte sich leider überhaupt nicht so an, wie es von der Strips ausgesehen hatte. Teilweise grundloses Gewühle in aufgeweichtem Schnee und das in Absturzgelände, es gibt schöneres. Als wir dann nach dem kurzen Abstieg im Steig, den Weiterweg nicht mehr eindeutig identifizieren konnten und die folgenden Flanken alles andere als vertrauenerweckend aussahen, zogen wir die Notbremse und kehrten um (½ Stunde, 50 hm). Nun standen wir also auf der Nordseite, für eine Querung am Köpftörl oder an der Roten-Rinn-Scharte fehlte uns die Motivation und die Zeit (es war immerhin schon 2 Uhr und etwa zu Mittag hatte eine kräftige Erwärmung eingesetzt). Doch nach einem kurzen Telefonat war klar, dass Silli und Tom auf uns warten würden und so fehlte nur noch die letzte Abfahrt in die Griesenau (½ Stunde).
Eine super schöne Tour, auch wenn das Wetter nicht ganz perfekt war und die Umrundung von Totenkirchl und Fleischbank nicht funktioniert hat. Inzwischen wissen wir warum die Steinerne Rinne im Winter sehr selten begangen wird. Pickel und Steigeisen hatten wir zwar mit, bei den bestehenden Bedingungen waren diese aber nicht nötig.
Mädels, es war mit ein Volksfest, mit euch geh ich gerne wieder, schauen wir mal, ob ihr mit mir auch wieder gehen wollt ;)
2020_01_25_Kopftoerl

Sonntag hatte dann schon fast etwas frühlingshaftes, Vogelgezwitscher und Temperaturen um die 10°C. Durch die Temperaturen, den eh schon wenigen Schnee und das gar nicht so gute Wetter, hielt sich unser schlechtes Gewissen in Grenzen, da wir nicht auf den Berg wollten, sondern auf die ISPO. Wie immer trafen wir viele Freunde und Bekannte, die wir sonst das ganze Jahr nicht sehen und so war es für uns eine rundum gelungene Veranstaltung.
2020_01_26_ISPO

Mittwoch, Januar 22, 2020

Morgendliche Runde am Spitzing - 21.01.2020

Vor zwei Jahren hatte ich damit begonnen regelmäßig Skitouren vor der Arbeit zu gehen, mal Kürzere, mal Längere. Eine entspannender und guter Start in den Arbeitstag. Letztes Jahr waren es dann eher Feierabentouren und ich schaffte nur eine Vor-Der-Arbeit-Tour, mit Martin.
Dieses Jahr sollte es wieder öfter klappen und mit Martin habe ich dafür einen Partner in Crime gefunden. Im ersten Licht starteten wir am Taubensteinparkplatz und stiegen gemütlich zum Tanzeck auf (1 Stunde 20 Minuten, 600 hm). Im strahlenden Sonnenschein machten wir eine ¼ Stunde Pause bevor es an die Abfahrt zur Krottentaler Alm ging (¼ Stunde). Leider ist die Abfahrt nicht direkt ein Geheimtipp und den Neuschnee vom Sonntag hatte schon der ein oder andere genutzt, womit die Hänge ziemlich verspurt waren. Da fiel unser Blick auf die Rauhkopf Nord-West Flanke. Normalerweise ziemlich von Wind beeinflusst, sah sie heute ganz gut aus und eine Aufstiegsspur gab es auch. Ob man nun über den Taubensteinsattel zurück zum Auto steigt oder über den Rauhkopf ist einerlei und so konnten wir den Rückaufstieg etwas interessanter machen. Die Flanke steilt sich immer mehr auf, bis sie zuletzt etwa 40° steil ist, das führt zu einer ganz netten Anzahl an Spitzkehren. Am Ende ließen wir die Ski zurück und stiegen noch die paar Meter zum Gipfel auf (¾ Stunde, 250 hm). Jetzt sah die Flanke im Aufstieg sogar noch besser als von unten aus und so beschlossen wir, dass der beste Weg wohl doch über den Taubensteinsattel führen würde und wir deshalb wohl oder übel wieder zur Krottentaler Alm abfahren müssen (20 Minuten). Gesagt, getan. Mehr kann ich nicht dazu sagen, außer vielleicht.....geil! Der Rest ist dann einfach wieder der Anstieg zum Taubensteinsattel (20 Minuten, 200 hm) und die Abfahrt durch den Lochgraben (¼ Stunde). Wobei der obere Teil des Lochgrabens überraschend guten, sogar noch etwas pulvrigen, Schnee bot.
Eine super schöne >1000 Höhenmeter Morgenrunde und mit Martin habe ich eine gleichgesinnten Partner gefunden, für hoffentlich mehr von solchen Aktionen.
2020_01_21_Spitzingrunde

Dienstag, Januar 14, 2020

Skitour Poverer Hippold und Sagspitze und Kinderklettersteig in Mayrhofen - 11./12.01.2020

Karin war mit ihren Mädels in Abtenau, so hatte ich ein Wochenende mit den Kindern. Da bot sich ein Besuch in Tirol an und Samstag konnte ich sogar spontan Hannes für eine "kurze" und schnelle Skitour begeistern. Geplant war der Poverer Hippold (Poverer Jöchl, 2318 m), daraus geworden ist ein bisschen mehr. Wie zwischen den Jahren starteten wir vom Kolsassberg und mussten wieder die Ski die ersten 10 Minuten tragen. Auf dem Forstweg zur Studlalm schauen zwar schon einige Steine heraus, aber noch muss man nicht abschnallen. Dieses Mal querten wir bei der Alm nach Westen und zogen an der Sagalm vorbei durch den lichten Wald zum Rücken nördlich vom Poverer Hippold hinauf. Über den Rücken gings dann zum Gipfelkreuz auf dem kleinen, felsigen Gipfelaufbau (2¾ Stunden, 1300 hm).
Die Abfahrt hinunter Richtung Hirzerkar war dann...naja, wechselhaft. Die ersten steilen Süd-Ost-Hänge warteten mit bösartigem Bruchharsch auf, während man weiter unten im Tal auch einige Hänge mit noch ganz brauchbarem Schnee (und ohne Spuren) fand (½ Stunde). Nun beschlossen wir wieder aufzufellen und Richtung Sagspitze (2401 m) aufzusteigen. Die ersten Höhenmeter folgten wir der bestehende Spur ins Hirzerkar, bis wir vor dem Grauen Kopf nach Westen abbogen. Über die recht steilen Hänge spurten wir abwechselnd die etwa 500 Höhenmeter zum Gipfel der Sagspitze hinauf (1½ Stunde, 650 hm). Auch diese Abfahrt konnte wieder mit recht wechselnden Bedingungen glänzen. Aber auch hier gab es einige gute Schwünge. Entlang und über den Sagbach ging es zurück zur Forststraße und über diese zum Auto (1 Stunde).
Ein sehr schöner Tag mit perfektem Wetter, viel Ratschen mit Hannes, aber leider ein bisschen wenig Schnee.
2020_01_11_PovererHippold


Sonntag fuhren wir dann mit der Zillertalbahn nach Mayrhofen (damit umgingen wir den obligatorischen Zillertaler Skifahrerstau), um mit den Kindern den Kinderklettersteig (B, 200 hm) zu gehen. Vom Bahnhof ist man in wenigen Minuten an den Einstiegen der Klettersteige. An einem kleinen Hüttchen kann man sich in der Sonne anziehen und ist dann in einer Minute beim Einstieg des Huterlaner- und des Kinderklettersteigs. Nach der Einstiegsrampe trennen sich die zwei Steige und der Kinderklettersteig führt nie zu schwierig aber trotzdem sehr nett durch sonnigen steilen Bergwald/Schrofen/Fels mit gelegentlichen Hochseilgartenelementen. Perfekt für Kinder um sie an das Thema Klettersteige heranzuführen. Für unsere Zwei ist das Thema ja nicht neu und so musste ich beide nicht gesondert sichern sondern nur kontrollieren und gegebenenfalls auf Fehler aufmerksam machen. Der Steig endet fast direkt am Gasthof (2¼ Stunden, 250 hm), wo wir noch Pause auf der Terrasse machten, bevor wir über den Mariensteig abstiegen (½ Stunde).
Ein schöner Familientag in vollkommener Einsamkeit, scheinbar waren wir die Einzigen die den warmen Fels genießen wollten.
2020_01_12_KinderkLettersteig

Montag, Januar 06, 2020

Ein paar Skitouren, Telemarken und ein Abendspaziergang im neuen Jahr im BGL - 02.-06.01.2020

Götschen Reibn (immer wieder auf und nieder)
Am Zweiten brachten wir die Kinder in den Skikurs am Götschen. Da es dadurch für eine richtige Skitour schon zu spät war, machten Karin und ich noch eine Götschen Reibn. Von der Götschenalm zum Götschenkopf (55 Minuten, 450 hm) und ein Stück die Talabfahrt hinunter bis uns die Steine zu viel wurden. Nach eine kleinen Pause gings wieder zum Gipfel hinauf (¾ Stunde, 400 hm) und über die FIS Abfahrt zur Alm zurück. Dann gab es noch eine Runde Drei für uns zu zweit (55 Minuten, 450 hm) bevor Karin die Kinder abholte. Das gab mir noch 20 Minuten für einen kleinen Lauf, um zu sehen wie weit ich komme (230 hm). Ein schöner Trainingstag mit Karin und am Götschen waren wieder einmal mehr Tourengeher als Skifahrer. Schnee wäre jetzt dann aber dringend nötig.
2020_01_02_GoetschenReibn

Seehorn (2321 m)
Dass die meisten Skitouren inzwischen dringend Neuschnee benötigen, wussten wir schon. So war die Auswahl gar nicht so riesig. Die Tour musste hoch genug sein, um überhaupt Schnee zu haben. Für die ganzen Hochkare (egal ob im Kalter-, Watzmann- oder Göllstock) ist aber definitiv zu wenig Schnee bzw. zu viel Wind, so war guter Rat teuer. Unsere Wahl viel auf das Seehorn, relativ hoher Start und die Westflanke ist sowieso fast immer abgeblasen. So starteten wir im ersten Licht vom Wandererparkplatz oberhalb von Hintertal. Über eine Forststraße steigt man zur Freifläche östlich vom Farmauriedel auf (1½ Stunden, 500 hm, 4 km). Die Querung des darauf folgenden Waldgürtels war wegen des zum Teil gefrorenen Schnees eher unangenehm. In dem Karst darüber muss man ziemlich aufpassen, da es noch einige offene Dolinen gibt. Erst wo sich die Westflanke aufsteilt, kamen wir in die Sonne, leider auch in den Wind. So stiegen wir "schnell" höher, vorbei am Sennerinnen-Kreuz zum Gipfel des Seehorns (2½ Stunden, 850 hm, 3,5 km). Schnell waren heute überhaupt nur die Anderen, wir spürten unsere Beine von den letzten Tagen und so war die ganze Tour irgendwie mühsam.
Der starke Wind am Gipfel vermieste uns die Gipfelrast und so suchten wir schnell das Weite. Überraschenderweise fanden wir in der Westflanke ganz passablen Schnee und am Anfang des Hochkarstes setzten wir uns in die Sonne für eine Pause und unsere Gipfeljause. Das Durchqueren des Karstes sowie des Waldgürtels war wie erwartet nur Kategorie zwei bis drei Spaß und am Ende muss man zur Forststraße auch wieder einen Hang aufsteigen. Dafür läuft die Forststraße dann schnell und stressfrei bis zum Auto hinaus und Steine fanden wir dabei auch keine (1½ Stunden, 50 hm).
Eine schöne (nicht wegen der Abfahrt, aber Rundumsicht am Gipfel ist der Wahnsinn) Tour und das Wetter hatte entgegen der Vorhersage gut gehalten. Damit wir noch richtig ausgelastet waren, gingen wir am Abend noch zwei Stunden am Götschen Telemarken, man gönnt den Oberschenkeln ja sonst nichts. An dem Abend bekamen wir auch noch ein paar Profi-Tipps von Jens, den wir nach dem Telemarkcamp endlich wiedermal trafen.
2020_01_03_Seehorn

Samstag schüttete es dann wie aus Eimern. Die Kinder waren immer noch im Skikurs und so knicksten wir am Vormittag ein wenig am Götschen. Bis auch wir keine Lust mehr hatten im Regen zu stehen.
Sonntag besserte sich das Wetter zwar langsam, aber wirklich Lust auf eine Tour (Neuschnee hatte es nur in größeren Höhen und mit viel Wind gegeben) hatten wir nicht. So bot es sich an, dass Gregor und ich uns zu einem kleinen Abendspaziergang verabredeten. Wir trafen uns auf der Kastensteiner Wand (25 Minuten, 170 hm) und stiegen bei mehr Schnee als gedacht zum Rauhen Kopf auf (2 Stunden, 880 hm). Der Himmel hatte sich aufgeklart und wir hatten super Sicht ins gesamte Berchtesgadener Land. Eineinhalb Stunden später hatten wir uns zur Kastensteiner Wand zurück gewühlt und verabschiedeten uns. Ein Abend der unbedingt nach Wiederholung schreit. Als ich dann 20 Minuten später zu Hause ankam und mich ins Bett legt, war ich schon eingeschlafen bevor mein Kopf das Kissen berührte.
Der Dreikönigstag begann wie der Vortag geendet hatte, mit wolkenlosem Himmel. Mit den Kindern verbrachten wir noch einen schönen Ski-/Telemarktag bevor wir wieder nach München aufbrechen mussten, denn morgen beginnt wieder der Ernst des Lebens.
2020_01_04-06_BGL

Mittwoch, Januar 01, 2020

Silvesterbiwak am Kehlstein - 31.12.2019 / 01.01.2020

Unser diesjähriges Silvesterbiwak führte uns, wie schon vor drei Jahren, auf den Kehlstein. Von der Dokumentation am Obersalzberg starteten wir schwer bepackt zur Buswendeplatte am Kehlstein (2¼ Stunden, 770 hm). War es beim Start noch warm und sonnig, so trübte es immer weiter ein und ein eiskalter Wind wehte beim letzten Anstieg zum Haus und dem dahinter liegenden Gipfel (½ Stunde, 180 hm). Platz suchen, Zelt aufbauen, Abendessen kochen, inzwischen haben wir ja schon etwas Routine und so verging die Zeit bis zum Jahreswechsel wieder wie im Fluge. Der Wind hatte sich etwas gelegt (bis auf einige Böen) und die Sicht auf die Feuerwerke in Salzburg auf der einen und Königsee, Schönau, Ramsau und Bischofswiesen auf der anderen Seite waren phänomenal.
Der Morgen weckte uns mit blauem Himmel und Sonnenschein. So genossen wir die Sonne nach dem Aufräumen noch ein wenig bevor wir uns auf den Weg ins Tal machten. Die Abfahrt war leider äußerst unangenehm, wegen der guten Abfahrt ist der Kehlstein aber sowieso nicht bekannt. Nach so einer Tour und Nacht freue ich mich jedes Mal wieder, dass Karin fast jeden Schwachsinn mit mir mitmacht.
2020_01_01_Silvesterbiwak