Montag, Juni 20, 2022

Eine Reise in tausend-und-eine Nacht - Marokko - 05.-17.06.2022

Was für eine Reise. Was für ein schönes Land. Es gibt so viel zu erzählen. Von Erlebnissen, von Eindrücken, von liebenswürdigen Menschen, von Gerüchen und von verschiedenen Geschmäcken. Kurzum ein Land auf das man sich zwar einlassen muss, das aber umso mehr zurückgibt. Was wir jetzt schon sagen können, es war nicht das letzte Mal für uns, dass wir Marokko bereist haben. Für die schöne Zeit: Merci beaucoup - Shukran - Tanmirt

Unsere ganze Reise begann ein bisschen mit einer Schnapsidee, die große Frage war, was sollten wir denn über Pfingsten machen. Marokko stand nach unserem Turboschaden in Portugal noch aus und eine Freundin hatte sich über Weihnachten dort einen Camper gemietet, also warum nicht einfach mal Flüge buchen…wohin, keine Ahnung, nehmen wir doch Marrakesch, der Rest würde sich schon geben. Eine Woche vor dem Abflug erinnerten wir uns, dass wir uns vielleicht doch Gedanken wegen der Reise machen sollten. Wieder sehr kurzentschlossen mietete ich einen Camper bei ZigZag Camper. Für ein Air BnB in Marrakesch hatte Karin gesorgt und so saßen wir am Pfingstsonntagmorgen in unserem Flieger nach Brüssel. Das Chaos dort nahmen wir mit stoischem Gleichmut (eine gute Übung) und da unser Weiterflug sowieso verspätet war, kam erst gar kein Stress auf (auch wenn der Flughafen von Brüssel wirklich das aller Letzte ist). Umso besser dann der Flug nach Marrakesch, danke an die Piloten für das magische Erlebnis. Die Ankunft in Marrakesch erinnerte uns sehr an unsere Ankunft in Islamabad vor elf Jahren. Und das beste daran, alles funktioniert wie geschmiert, ohne Probleme kamen wir in die Medina und fanden uns um zehn Uhr abends in dem quirligen Tumult der Altstadt Marrakeschs. Was für Eindrücke, was für Leben, was für eine Möglichkeit unseren Kindern so direkt und hautnah andere Kulturen zeigen zu können. Zwei weitere Tage verbrachten wir hier in den engen, stinkenden, bunten, lebendigen und schmutzigen Gassen. Neben den Suks sahen wir uns die Gerbereien, den Jamaa El Fna (der Platz der Geköpften mit seinen Schlangenbeschwörern, Händlern und Musikanten), aber auch die Mederssa Ben Youssef (fast so schön wie die Alhambra) und den Jardin Secret an.

Am Mittwoch hieß es dann aber Marrakesch den Rücken kehren, wir waren wieder bereit um „on the road“ zu sein. Etwas nördlich von Marrakesch übernahmen wir den, für uns super luxuriösen und riesigen, Camper und stürzten uns damit ins Getümmel der Ausfalls- und Umfahrungsstraßen von Marrakesch. Ein Vergnügen das mich mit Sicherheit um Jahre altern ließ und für eine ständigen Puls von 180 sorgte. Aber auch dieser Abschnitt, sowie das Auffüllen unserer Vorräte, gelang uns ohne Probleme und so steuerten wir unser erstes Ziel, Ouzoud, an. Ein schönes Fleckchen und wenn man, so wie wir, früh genug dran ist, ist nicht nur die Temperatur erträglich, sondern man ist auch fast allein (2 Stunden, 350 hm, 5 km). Trotz des dreckigen Wassers, ließ ich mir eine Runde Schwimmern nicht nehmen. Schlucken sollte man das Wasser dort aber definitiv nicht (es sei denn man steht auf Durchfall). Paul war den ganzen Morgen schon schlapp und klagte über Ohrenschmerzen, offensichtlich hatte er sich in einem der Pools der letzten Tage einen Keim eingefangen. So brachte uns eine gut 2 Stunden Fahrt ins nächste Krankenhaus, nach Beni Mellal. Eine Notaufnahme in Marokko ist schon spannend und eine Erfahrung auf die zumindest Paul gerne verzichtet hätte. Der Arzt war äußerst zuvorkommend und ziemlich erpicht darauf uns so schnell wie möglich wieder los zu werden (aber im guten Sinne). Unser Glück, so konnten wir nach zehn Minuten eine Tüte voller Antibiotika in einer Apotheke abholen und unsere Reise fortsetzen. Durch den Atlas bei Ilmichil (mit einem wunderschönen See) zum Col du Tirherhouzine (2709 m) wo wir eine kleine Wanderung auf einen namenlosen 3000er unternahmen (2 Stunden, 500 hm, 6 km). Vom Pass ging es hinunter bis durch die Todhra-Schlucht und nach Tinghir. Im kleinen versteckten Paradies des Camping Le Lac blieben wir gleich zwei Nächte, um in der Todhra-Schlucht klettern zu gehen. Am oberen Schluchtende gibt es einen Klettersteig (2 Stunden, 100 hm) der ganz nett ist um sich an den Fels zu gewöhnen. In der Schlucht wehte eine angenehmer Wind, so dass man auch bei über 30°C ohne weiters klettern konnte. Touren gibt es jede Menge, der Fels ist super fest, die Touren gut abgesichert und wir waren die einzigen Kletterer in der Schlucht. Nach einer kleinen Morgenwanderung am nächsten Morgen in der Palmeraie de Tinghir (1 Stunde), fuhren wir nach Merzouga, zur Erg Chebbi eines der beiden Sanddünenfelder Marokkos (und ja, das ist alles die Sahara). Auf dem Weg besichtigten wir ein antikes Oasenbewässerungssystem, ziemlich beeindruckend. Zum Sonnenaufgang ritten wir mit Kamelen in die Erg hinein und wanderten auf eine der hohen Dünen (2 Stunden, 200 hm, 4 km). Nie hätte ich es mir träumen lassen, dass wir mal in der Sahara wandern würden.

Von Merzouga gings zurück in die Gegend um Tinghir, um genau zu sein in die Dades-Schlucht. Die Nacht in Ait Oudinar war endlich etwas kühler als die Nächte zuvor (was an der Höhe von knapp 1700 m lag) und Ibrahim war der wahrscheinlich beste Gastgeber auf unserer Reise. Er gab uns auch noch den Tipp durchs Vallee du Rose zu unserem nächsten Ziel, Aït-Ben-Haddou, zu fahren. Aït-Ben-Haddou ist die besterhaltenste Ksar Marokkos und seit den 80er-Jahren UNESCO Weltkulturerbe. Besichtigen kann man diese Lehmstadt solange es hell ist und so konnten wir am Abend fast alleine durch die Gassen spazieren. Es wundert nicht warum diese Stadt als Kulisse für jede Menge Filme diente.

Der letzter Abschnitt der Reise führte uns wieder in den Hohen Atlas. Über den Tizi n‘Tichka (2260 m) querten wir diesen auf die Nordseite immer auf Marrakesch zu. Kurz vor Marrakesch kehrten wir wieder zum Atlas um und fuhren durch das Ourika-Tal und weiter bis nach Oukaïmeden hinauf. Dieser höchste Skiort Marokkos bietet ein ziemlich großes Bouldergebiet. Zum Bouldern kamen wir zwar nicht mehr, aber die angenehme Kühle des Hochgebirges (immerhin übernachteten wir auf ca. 2400 m im Park Oukaïmeden) verschaffte uns eine wunderbare Nacht, bevor wir wieder in die Hitze Marrakeschs zurückkehrten. Das Durchqueren Marrakeschs sorgte wieder für Bluthochdruck, aber wie schon zwei Wochen zuvor gelang es ohne größere Probleme und zur Freude unserer Kids verbrachten wir noch einen ganzen Nachmittag am Pool des Le Relais de Marrakesch, wo wir unseren fahrbaren Untersatz nach 1553 km wieder zurück brachten. Das negativ Highlight, auch auf dem Rückflug, war wieder der Flughafen von Brüssel. Wenn man schon eine inkompetente Organisation hat, dann ist es natürlich immer eine gute Idee unfreundliche Mitarbeiter zu beschäftigen...kurzzeitig wäre beinahe meine innere Ruhe gestört worden, aber nur beinahe. Und so kamen wir schließlich und endlich nach einem Durchstarten in München (die Maschine vor uns war wohl zu langsam von der Piste gerollt) wieder zu Hause an. Das Ende eines unvergleichlichen Urlaubs.

Sonntag, Mai 29, 2022

Ein Abstecher in Tirol und ein Bikewochenende im Isartal - 26./28./29.05.2022

An Christi Himmelfahrt besuchten wir meine Eltern, die wieder aus ihrem Urlaub zurück waren und die wir seit dem Winter nicht mehr gesehen hatten. Das Wetter war ganz brauchbar und die Kids zeigten sich im Garten recht zufrieden und nicht gewillt diesen zu verlassen. So lief ich eine kleine Runde Richtung Kienberg, weil ich mich ja eh immer bewegen muss. Übers Wasserschloss gings bis unter die Weiße Wand wo ich meine Umkehrzeit erreichte (40 Minuten, 500 hm). Auf dem Rückweg legte ich noch eine Pause am Klaus Bankerl ein, bevor es im Laufschritt zurück ging und ich auf die Minute pünktlich zum Mittagessen kam (½ Stunde).

Samstag waren wir zum Grillen in Ascholding eingeladen. Da liegen die Isartrails sozusagen auf dem Weg und so drehten wir eine Runde vom Brückenwirt aus. Die Ostseite bis kurz vor den Tierpark, das steile Hochufer hinauf, über die Großhesseloher Brücke auf die Westseite und zurück zum Brückenwirt (2½ Stunden, 160 hm, 13,5 km). Das gab genau den richtigen Hunger und Durst für die Feier mit lauter HG Altnasen. Damit die Kalorien dann wieder verbraucht werden können, fuhren Paul und ich von Ascholding über Geretsried und Wolfratshausen zurück nach München (4¼ Stunden, 230 hm, 42 km). Eine doch ganz ordentliche Runde und wegen eines schönen Regengusses und einer (tiefen) Bachquerung auch recht feucht (und dadurch leider auch echt kalt). So endete unser kleines Abenteuer in Hinterbrühl mit Karin als Joker-Taxi, auf die restlichen zwölf Kilometer durch die Stadt hatten wir, durchgefroren wie wir waren, keine Lust mehr.

Dienstag, Mai 24, 2022

Biken mit den Sterndls - 21./22.05.2022

Das nächste Wochenende, der nächste Samstagsdienst. Des einen Leid (nämlich Karins) kann des anderen Freud sein (also meine).
Samstag packte ich die Kids ein und zusammen gings zum Schwimmen an den Eisbach. Anna debütierte sogar an der Dianabadschwelle. Drei Mal schwammen wir zusammen durch die Welle, Anna auf dem Surfboard und ich nebenher. Als Karin endlich nach Hause kam, packten wir unsere Bikes auf den Bus und fuhren zu den Sterndls. Nach einem lustigen und recht ergiebigen Grillabend drehten wir am Sonntag alle zusammen eine Runde mit den Bikes (4 Stunden, 250 hm, 21 km). Da gab es für jeden Geschmack etwas, Trails durch den Wald, nette Wege über Wiesen und ein Bad in der Amper. Ein wirklich schönes und entspanntes Wochenende.

Dienstag, Mai 17, 2022

Biken in und um München - 16./17.05.2022

Nach den letzten, sehr arbeitsreichen Wochen, mit einem kleinen Ausflug nach Finnland, stand endlich ein ruhiges Wochenende an. Karin und Anna waren auf einem Reiterhof und so hatten Paul und ich das Wochenende für uns alleine. Neben Schwimmen im Eisbach am Samstag, drehten wir am Sonntag eine Runde mit Pauls neuen Bike. Über die Isartrails fuhren wir zum Poschinger Weiher, schwammen ein bisschen und testeten die  Downhills nördlich des Weihers und am Müllberg. Am Heimweg machten wir noch einen Abstecher im Ungererbad, bevor wir die Runde ziemlich müde beendeten (3¾ Stunden, 225 hm, 27 km). Ein schönes Männerwochenende.
Montag stand dann Martin und mein Isartrailsaisonauftackt an. Deshalb drehte ich in der Früh eine Runde über die östlichen Trails am Weg in die Arbeit (1 Stunde, 160 hm, 20 km). Nach der Arbeit gings dann über Schäftlarn und die westlichen Trails nach Hause (3¼ Stunden, 450 hm, 39 km). Da es vor dem Start noch ein heftiges Gewitter gab, waren die Trails ziemlich rutschig, Spaß gemacht hat es aber trotzdem und so richtig eingesaut haben wir uns auch.

Dienstag, Mai 03, 2022

Saisonabschluss auf der Wildspitze - 02.05.2022

Nachdem Karin und ich schon drei Mal auf der Wildspitze waren (2008, 2010 und 2012) bzw. ich schon zwei Mal den Pitztaler Eisexpress probiert hatte, war meine Motivation in der Gegend eine Tour zu unternehmen eher gering. Allerdings hatte Martin mal erzählt er würde gerne die Wildspitze gehen. Menschen die ich mag, tue ich ja gerne einen Gefallen, so ganz hässlich ist die Gegend ja nicht und den Brochkogel gibt es ja auch noch. Also fuhren wir zwei am Montagmorgen ins Pitztal.

Kurz nach 9 Uhr starteten wir mit der Abfahrt zum Mittelbergjoch und weiter auf den Taschachferner (½ Stunde, ↓200 hm). Dort hieß es nicht nur auffellen, sondern auch anseilen. Die vier anderen Seilschaften am Taschachferner stiegen den Normalweg auf, während wir völlig alleine unsere Spur zur Nordseite der Wildspitze zogen. Noch vor dem oberen Gletscherbecken verschluckte uns der Nebel und so hieß es mit dem GPS bis zum Bergschrund unter der Nordwand navigieren (2¼ Stunden, ↑525 hm). Durch die fehlende Sicht, war schon früh klar, dass der eigentliche Plan, die Nordwand, nicht funktionieren würde. Also querten wir nach Westen und stiegen über den Bergschrund und einen relativ steilen Hang zur Gratschulter auf (1 Stunde, ↑120 hm). In dem Stück hatten wir schon von Ski auf Steigeisen gewechselt und stapften nun auf diesen weiter zum Nordgipfel (¾ Stunde, ↑135 hm). Der Grat zum Südgipfel (¼ Stunde, ↑30 hm) war im Gegensatz zum letzten Mal (mit Karin) nicht überwechtet, sondern fast durchgängig Fels. Von dem mächtigen Eisschild auf der Westseite scheint nicht mehr viel über zu sein.
Die schlechte Sicht, aber auch unsere fehlende Fitness, hatte uns viel Zeit gekostet, so machten wir auch am Hauptgipfel keine Pause, sondern stiegen zum Skidepot ab (20 Minuten, ↓100 hm). Erst hier gönnten wir uns eine kurze Pause, schnallten die Steigeisen ab und bereiteten uns auf die Abfahrt vor. Das schlechte Wetter war inzwischen noch schlechter geworden und zum Nebel hatte sich nun auch Schneefall gesellt. Aber am Skidepot gab es endlich auch wieder andere Spuren (alle anderen hatten nämlich hier umgedreht) und so mussten wir nur diesen Spuren folgen, um zu unserem Startpunkt am Taschachferner ohne Spaltenberührung zurück zu finden (½ Stunde, ↓600 hm). Unsere Beine wurden zwar beim Rückanstieg ins Mittelbergjoch ziemlich schwer (¼ Stunde, ↑100 hm), wir mussten uns aber ein bisschen beeilen, um noch die Lifte für die Talfahrt zu erwischen. Ganz so knapp war es dann am Ende doch nicht, aber der Brochkogel wäre sich definitiv nicht mehr ausgegangen. Den muss ich also doch ein anderes Mal nachholen, vielleicht ja wieder mit Martin.
Ein coole Tour mit Martin, die wegen des Wetters doch recht abenteuerlich war. Und wessen Ego wird nicht gestärkt, wenn man es als einzige Seilschaft auf so einen beliebten Gipfel schafft. Außerdem war es ein krönender Abschluss für eine super Skisaison, die mit 38 Skitouren (36220 hm), 2 Freeridetagen, 6 mal Telemarken, 2 mal klassisch Pisteln und 2 mal Snowboarden selbst für meine Verhältnisse sehr gut war.

Mittwoch, April 27, 2022

Osterferien in Fontainebleau - 15.-23.04.2022

Obwohl es langsam Zeit für den Frühling ist, kämpfte sich der Winter diesen April immer wieder mit Gewalt zurück. Für uns ein weiterer Grund über Ostern Süddeutschland mit seinem Schmuddelwetter den Rücken zu kehren.

Mit einem Zwischenstopp in Rattenberg, um mit Hannes zu seinem 40er zu klettern, ging es am Karfreitag bis zur französischen Grenze. Der frühe Start und die nicht mehr so lange Fahrtstrecke bescherte uns am Samstag noch einen schönen Bouldertag in Segognole bzw. Roche aux Oiseaux. Beide Gebiete waren zwar nicht einsam, aber trotz des Osterwochenendes nicht restlos überlaufen. Das galt auch für Mont Aigu am Sonntag, wobei hier vor allem der relative lange Zustieg DER Grund dafür ist. Mit La Gorge aux Chats besuchten wir am Montag schon das dritte, für uns unbekannte, Gebiet. Wenn man oft in Bleau ist, wir waren immerhin schon mehr als zehn mal hier, dann passiert es oft, dass man eigentlich immer in die selben Gebiete fährt. So war es ziemlich erfrischend, dass wir bei diesem Aufenthalt nur in ein "altes", uns bekanntes, Gebiet gingen. Die ersten drei "neuen" Gebiete gefallen mir ziemlich gut, auch wenn Karin die Blöcke in Gorge aux Chats tendenziell zu hoch waren und Vladi am Mont Aigu keine schwer genugen Problem fand. Dienstag suchten wir ein Gebiet nahe an Fontainebleau und ohne langen Zustieg, da Peter mit dem Zug ankam und Claudi ihn vom Bahnhof abholte. So fiel die Entscheidung auf Bas Cuvier. Es war wie immer rappelvoll und viele der Probleme standen in der Sonne, ein Tag der eher unter die Rubrik: Hauptsache Bewegung an der frischen Luft lief, als unter schönes Bouldern.

Mittwoch war dann unser Pausetag. Nicht dass wir unsere Arme nicht mehr heben konnten, dafür hatten wir definitiv nicht genug gebouldert, aber die Haut an den Fingern wurde trotzdem langsam dünn. Wie früher, ohne Kinder, nutzen wir den Tag für einen Ausflug nach Paris. Mit dem Zug gings direkt zum Gare de Lyon und weiter nach La Defense zum Grande Arche, den wir uns diesmal auch von innen bzw. oben ansahen. Die weiten Flächen der Esplanade de la Defense luden zum Skaten ein. Am Eifelturm bestaunten wir die Menschenschlange, die sich für die Fahrt nach oben angestellt hatte. Viel schöner, ohne anstehen und noch dazu gratis ist aber der Blick von Trocadéro auf den Turm. Von dort spazierten/skateten wir entlang der Seine bis in Quartier Latin und den Ruinen von Notre Dame. Am Weg entdeckten wir noch das Musée du quai Branly - Jacques Chirac, eine grüne Oase der Ruhe mitten im Stress der Stadt. Alles in allem ein langer und anstrengender „Ruhetage“.

So konnten wir uns am Donnerstag wieder beim Bouldern ausruhen, diesmal in Franchard Hautes Plaines. Es ist eine Spur weiter zu gehen als Isatis, aber auch etwas ruhiger. Der gelbe und der orange Circuit sind sehr schön und halten auch gut beschäftigt, aber auch abseits von den Circuits gibt es jede Menge guter Probleme in jedem Schwierigkeitsgrad. Das selbe gilt auch für Apremont Désert, wo wir am Freitag waren. Mit Irrespirable (Fb 6c) schaffte ich sogar relativ easy eine 6, was ziemlich überraschend war. Da sieht man wieder mal, wie sehr Schwierigkeitsgrade von persönlichen Vorlieben und Können abhängen. Während Samstag alle gegen Mittag nach Hause fuhren, drehten wir noch eine Runde im Kinderparcours in Apremont Bizons. Ein super schöner Abschluss für die Woche mit guten Freunden, sieben schönen Bouldertagen und dem besten Wetter das wir bis jetzt (zu Ostern) in Bleau jemals hatten. Erst auf der Heimfahrt, die ganz ohne Stau und Verzögerungen ablief, erwischte uns ein kleiner Schauer.

Dienstag, April 12, 2022

Götschen, Alpgartenrinne und Alpeltal - ein letztes bisschen Schnee im BGL - 09./10.2022

Ausnahmsweise hatte Karin wieder mal Samstagsdienst. Also fuhr ich mit den Kids Freitagabend alleine ins BGL. Das Wetter war nicht wirklich prickelnd, trotzdem wollte ich mich noch etwas bewegen und meinen neuen Ski testen. Da am Götschen der Skibetrieb inzwischen eingestellt ist, konnte ich von der Götschenalm direkt über die FIS-Abfahrt zum Götschenkopf hinauf (½ Stunde, 450 hm). Bis auf die letzten Meter gab es sogar durchgängig Schneedecke. Sogar die Familienabfahrt sah recht gut aus und so fuhr ich diese bis zum Schussstück ab. Kurz bevor ich wieder am Gipfel ankam (20 Minuten, 250 hm) begann es zu schütten. Bei der Abfahrt wurde ich ganz schön nass, weshalb ich gleich noch eine Runde drehen konnte, weil nass ist nass. Diesmal drehte ich allerdings schon an der Bergstation um, ich muss ja nicht dauernd Ski tragen (½ Stunde, 400 hm). Nach der Abfahrt hatte ich endgültig genug und so gings zurück ins Trockene zu einer warmen Suppe.

Auf der Fahrt hierher hatte ich gesehen, dass die Alpgartenrinne noch genug Schnee hat. Also stand der Plan für Samstag fest. Die Ski musste ich bis in den unteren Teil der Rinne tragen (1 Stunde, 600 hm). Diesmal querte ich an der Stelle in die Rinne, an der Karin und ich sie letztes Jahr verlassen hatten. Teilweise auf Skiern, meist aber Ski tragend stieg ich die Rinne hoch. Kurz vor dem Ende zweigte ich allerdings nach links, Richtung Schreck (1720 m), ab. Die Rinne wird noch mal steiler als die Alpgartenrinne und vor allem der Ausstieg war einigermaßen spannend. Wenn man nicht auf Garteln und Felskratzen steht, kann man sich den Ausstieg auf den Grat gut und gerne sparen. Von dort ist es dann noch ein bisschen Gesuche durch die Latschen zum unscheinbaren Gipfel (2 Stunden, 600 hm).
Die Abfahrt war dann nicht nur wegen dem herumziehenden Wetter, dem steilen Gelände und der vielen Lawinenreste spannend, sondern auch weil ich die neue Bindung nicht überprüft hatte. Naja, long Story short, ein Z-Wert von 5 ist für mein Kampfgewicht doch einigermaßen wenig. Trotzdem erreichte ich das Ende der Rinne, schulterte meine Ski wieder und stieg zum Auto ab. Eine nette 5 Stunden Runde, ziemlich tragelastig, aber so mag ich es ja.

Sonntag konnten Karin und ich dann noch eine kleine Runde zusammen drehen. Wir hatten uns den Göll herausgesucht, aber die Rechnung nicht mit dem Aprilwetter gemacht. Zum Glück hatte ich am Samstag noch die Reifen gewechselt. Es geht doch nichts über Schneefahrbahn den Obersalzberg hinauf.
Im frischen Schnee stapften wir bis kurz übers Sommerwandl (½ Stunde, 200 hm). Hier konnten wir die Ski anschnallen und stiegen in den gut 15 Zentimetern Neuschnee hinauf bis in das Joch beim Dürreckberg (1¼ Stunde, 500 hm). Im Whiteout und Schneesturm beschlossen wir umzukehren. Wobei die Abfahrt nur in kurzen Abschnitten schön war. Der Rest, naja, darüber müssen wir nicht sprechen. Aber Hauptsache Bewegung an der frischen Luft mit Karin.

Ob das nun das Ende der doch schon recht langen Saison ist? Für Karin sicher, ich hoffe noch ein bisschen auf den Mai. Jetzt gehts aber erst mal nach Bleau.

Mittwoch, März 30, 2022

Skitourenwochenende im Fanes - 26./27.03.2022

Ziemlich spontan bekamen wir die Möglichkeit mit Steffi, Stephan, Xaver, Bekka, Mias, Silke, Tim und Max ein Wochenende auf der Lavarellahütte zu verbringen. Weil Paul noch bis eins Schule hatte, kamen wir erst recht spät in Pederü an. Unser Glück, eine Gruppe lud gerade ihr Gepäck in den Lavarella-Express ein und wir bekamen einen Platz in dem Hägglund um zur Hütte zu fahren. Mit den Kids wären wir andernfalls beim Aufstieg sicher ins Dunkle gekommen.

Monte Castillo (2817 m)
Nach einem lustigen Hüttenabend starteten wir samstags erst recht spät in Richtung Ju de Limo (40 Minuten, 150 hm). Hier machten wir erstmal Pause und genossen den Ausblick zurück zur Klein-Fanes Hochebene. Eine Fellabfahrt später erreichten wir die Groß Fanesalm (¾ Stunde, ↓90 hm, ↑30 hm), bei der wir einen Blick auf die anderen, die schon vor uns gestartet waren, im Vallon Bianco erhaschen konnten. Da Anna schon müde war kehrten Anna und Karin hier um, auch um sich mit Martina am Ju de Limo zu treffen, wohingegen Paul und ich weiter ins Vallon Bianco aufstiegen. Etwa bei der Hälfte hatte Paul genug und blieb mit der Brotzeit zurück (1¼ Stunde, 350 hm), während ich noch zum Bivaco della Pace direkt unter dem Gipfel sprintete und wenige Minuten später am Monte Castello stand (½ Stunde, 350 hm). Bei der kleinen Klettereinlage zum Rastplatz der anderen riss ich mir leider meine Hose auf. Und das beste an der Sache, die Klettereinlage wäre gar nicht nötig gewesen. Wenn man weiß wo man abbiegen muss,  führt dort auch ein Pfad dort hinauf.
Recht schnell fellte ich ab und fuhr wieder zu Paul ab (¼ Stunde), wo wir gemeinsam auf die anderen warteten, um gemeinsam zur Groß Fanesalm abzufahren (40 Minuten). Gerade im flachen Gelände der Groß Fanesalm hatte die Sonne den Schnee schon massiv durchweicht und so versank Paul einmal so richtig im Sulz. Dass ich ihm beim Heraushelfen beinahe das Bein gebrochen hätte, muss ich jetzt nicht näher ausführen. An der Groß Fanesalm hieß es auf jeden Fall wieder auffellen, um zurück zum Jul de Limo zu gelangen (½ Stunde, 90 hm). Von dort ging es aber wirklich nur noch bergab zur Lavarellahütte (¼ Stunde).
So konnten wir uns nach 970 hm und 5½ Stunden ein selbstgebrautes Bier bzw. eine Fanta auf der Sonnenterrasse der Hütte schmecken lassen und auch noch einen Ratscher mit Martina machen.
2022_03_26_Castillo

Zehnerspitze/Piza dales Diesc (3026 m) und Heiligkreuzkofel/Le Ciaval (2907)
Die Zeitumstellung kostete uns zwar eine Stunde Schlaf, dafür bekam ich aber mein Frühstück eine Stunde früher bzw. es wurde mir eine Stunde Vorsprung zum Aufsulzen geschenkt (naja, sonst wäre ich halt ohne Frühstück losgezogen).
Hinter der Hütte hieß es erstmal Ski tragen, aber nur ein kurzes Stück, bis ich in der aufgehenden Sonne meine Spur über die Hochfläche des Klein-Fanes ziehen konnte. Vorbei an der Schildkröte (Col Toron) und der Fanesburg (Ciastel de Fanes) führte mich die Spur relativ flach bis zum Gipfelhang, der direkt zum Skidepot am Fuße des Gipfelfelsens führt. Über den Klettersteig am Westgrat gelangte ich in fünf Minuten (~50 hm) zum Gipfel des Zehners (2 Stunden, 1020 hm). Völlig alleine konnte ich die Rundumsicht genießen und am Skidepot eine kleine Pause einlegen.
Jetzt ist aber der Nachteil daran schnell zu sein, dass man ziemlich früh auf einem Gipfel steht und in diesem Fall für die Abfahrt zu früh. Der Gipfelhang war noch gefroren und stundenlanges herumsitzen ist nicht so meins. Also schulterte ich meine Ski und stapfte den Grat entlang zum Heiligkreuzkofel (½ Stunde, ↓160 hm, ↑80 hm). Der Grat ist ganz spaßig und der Gipfel von dieser Seite recht unspektakulär. Wenn man nur die Westwand von Badia aus kennt, würde man nie meinen, dass ein einfacher Wanderweg hinauf führt. Auch hier verweilte ich nicht lange, sondern machte mich wieder auf den Rückweg. Da die Abfahrt durch die Hochebene nach viel Schieben aussah, stapfte ich im weicher werdenden Schnee den Grat zurück zum Zehner (¾ Stunde, ↓80 hm, ↑160 hm). Die knapp zwei Stunden, die vergangen waren, hatten den Gipfelhang auffirnen lassen, zumindest den oberen Teil, der untere Teil (etwas mehr Ost-exponiert) war schon direkt in grundlosen Sulz übergegangen. Am Fuß des Hanges, den ich mit Müh und Not hinunter geeiert war, traf ich die anderen. Sie waren etwa eine Stunde nach mir gestartet, aber nicht direkt zur Klein-Fanes Hochebene aufgestiegen, sondern zuerst in den Talgrund gegangen. Auch eine Möglichkeit, vor allem ohne Skitragen, aber auch etwas länger. Nachdem wir uns kurz ausgetauscht hatten, stiegen sie weiter auf und ich fuhr durch die Hochebene zur Lavarella ab. Kurz vor dem Tragestück kam mir Karin mit den Kids entgegen (½ Stunde, ↓850 hm) und wir stiegen gemeinsam wieder ein Stück zum Klein-Fanes auf (20 Minuten, 60 hm). Dort gab es eine Pause mit Raubtierfütterung und schlussendlich eine Slalomabfahrt durch die Steine zur Hütte hinunter (¼ Stunde, ↓160 hm).
Nach 1320 hm und 5¼ Stunden ließen wir uns einen Kaiserschmarrn schmecken und ratschten noch mit Silvia und Jörg, die wir bei der Hägglundfahrt kennengelernt hatten. Aber alles hat ein Ende und weil wir ja noch eine lange Heimfahrt vor uns hatten, verabschiedeten wir uns und skateten auf dem Schneeband der Forststraße durch das frühlingshafte Tal hinunter nach Pederü (1 Stunde, ↓500 hm).

Ein super schönes Wochenende mit einer sehr gemütlichen Gruppe auf einer wunderschönen Hütte in unglaublich schöner Umgebung. Ich würde sagen, alles richtig gemacht und gerne wieder.

Dienstag, März 22, 2022

Skitour (Hoch-)Wannig mit Martin - 20.03.2022

Pünktlich zum Frühlingsbeginn starteten Martin und ich zu einer Frühjahrstour, den Hochwannig (2493 m) in den Miemingern.
Der große Nachteil am Frühling ist, dass man für meinen Geschmack zu früh starten muss, naja, einen Tod muss man sterben. So hieß es um ½ 4 Uhr aufstehen, damit wir um 6 Uhr in Biberwier starten konnten. Am Weg zum Marienberg schaffte ich es kaum mich aufzuwärmen. Neben der morgendlichen Kälte wehte auch ein eiskalter Wind und die Müdigkeit machte es auch nicht besser. Aber als wir an der Sunnalm ankamen und in das Kar unter dem Wannig, s'Bergle, abfuhren, schien nicht nur die Sonne auf unser Ziel, auch der Wind hatte sich gelegt und mir wurde langsam warm (1½ Stunden, ↑600 hm, ↓50 hm). Im hartgefrorenen Kar waren wir ganz froh über unsere Harscheisen, auch wenn es nur mäßig steil im Kar bergauf ging. Erst am Ende steilte es sich auf (1½ Stunden, ↑650 hm). In dem knapp 40° steilen Hang/Rinne schulterte ich meine Ski und stapfte zum Grat hinauf und von diesem in wenigen Minuten zum Gipfel (40 Minuten, ↑250 hm).
Kurz nach mir kam auch Martin am Gipfel an und so konnten wir zusammen eine ausgedehnte Pause auf dem windstillen Gipfel einlegen. Das Stündchen Sonnenbaden nutzten wir, damit die Abfahrt zumindest ein bisschen auffirnt. Während unserer Pause kam nur ein anderer Skitourengeher auf diesen sonst so vielbesuchten Gipfel. In der Abfahrt startete er dann direkt vor uns.
Der Gipfelhang hatte schon aufgefirnt, für die Rinne galt das nicht, wobei ich nicht glaube, dass diese Nordrinne jemals auffirnt. Im besonnten Gelände des Kars wurde die Abfahrt dann aber zu einem richtigen Genuss, im unteren, schattigen Teil des Kars wars nur solala. Die Abfahrt im Gelände des Branntweintals, war dann sozusagen das Fegefeuer des Skitourengehers, da büßten wir unsere Sünden. Wobei, Hölle hätte es ja auch sein können, sprich: Bruchharsch. Wir hatten von Betonpulver über Firn bis Sulz alles und das finale Stück auf der Piste war dann noch einmal Firnsurfen vom Feinsten (1 Stunde).
Eine super lustige Tour mit Martin, immer wieder gut mit ihm zu gehen.

Mittwoch, März 16, 2022

Ein Sonnenwochenende in Leogang - 11.-13.03.2022

Am Freitag fand unser jährlicher Abteilungsskitag statt. Zu siebt verbrachten wir einen sehr entspannten Ski- bzw. Snowboardtag am Wiedersberger Horn. Danach lieferten wir die Kids in Jenbach ab und Karin entführte mich zu einem Wochenende im Mama Thresl.

Nach einem späten Frühstück unternahmen wir am Samstag eine kleine Pistentour entlang der Steinbergbahn (2 Stunden, 980 hm). Dabei steigt man bis auf zwei kleine Stücke immer neben der Piste auf. Weil es so eine kleine Runde war, blieb uns noch genug Zeit um ein bisschen Sonne zu tanken und für einen ausgiebigen Besuch in der (Zirben)Sauna.
Sonntag starteten wir schon vor dem Frühstück mit drei perfekten Abfahrten an der Asitzbahn. Als alle anderen Lifte öffneten, gingen wir frühstücken, damit wir genügend Kraft für eine Runde von Leogang über Saalbach nach Fieberbrunn und zurück hatten. Die Leihski, die wir uns beide für diesen Tag gegönnt hatten, machten Vormittag richtig Spaß. Aber spätestens in Fieberbrunn hätte ich mir meine breiten Latten zum Firnsurfen gewünscht.....naja jammern auf hohem Niveau.

Ein wirklich schönes, tolles Wochenende mit Karin, gerne wieder und gerne wieder im Mama Thresl.

Mittwoch, März 09, 2022

Eine Woche in Surcolm - 26.02.-05.03.2022

Es war unser letzter Urlaub, direkt bevor der ganze Coronawahnsinn begann. Karin fuhr damals mit lauter hustenden Italienern mit dem Flixbus nach München zurück um ihre Mutter im Krankenhaus zu besuchen. Letztes Jahr fielen die Faschingsferien dann wegen Corona komplett aus. Unser Besuch bei Chanti und Joël in der Surselva.
Zusammen mit Knirschis kamen wir am Freitagabend bei Schneesturm in Surcolm an. Was für ein Riesenhallo, ratschen, trinken, lachen und Pläne für die nächsten Tage schmieden.

Samstag begrüßte uns nicht nur mit Neuschnee, sondern auch mit wolkenlosem Himmel (wie die gesamte folgende Woche). Ich packte meine Telemarker aus und mit den Kids genossen wir den Neuschnee am Piz Mundaun. Paul fuhr mit mir sogar die direkte Abfahrt unter dem Sessellift. Sonntag wechselte ich dann auf die Freerider. Ich mag zwar meine "freie Ferse", aber eine fette, feste Latte ist mir dann in den steilen und teilweise engen Rinnen am Piz Mundaun doch lieber. Montag begannen die Kinder ihren Snowboardkurs und so konnten wir Erwachsenen noch mehr Powder frönen. Selbst am dritten Tag nach dem Neuschnee fanden wir nicht nur perfekten Pulver, sondern auch unverspurte Hänge. Wir fuhren nicht nur die Badewanne, sondern spurten auch das Kanonenröhrli am Piz Mundaun ein. Außerdem widmeten wir uns noch einer spannenden Ostrinne vom Hitzeggen Richtung Vella.
2022_02_26-03_05_Freeride

Nach so vielen beinermüdenden Tagen entschlossen wir am Dienstag, zur aktiven Regeneration, eine Skitour zum Piz Titschal (2550 m) zu unternehmen. Von St. Martin stiegen wir über das flache Almgelände und einen kurzen Waldgürtel zur Vorderalp auf (1¾ Stunden, 700 hm). Durch das flache Gelände, das genug Luft zum Ratschen lässt, verging die Zeit wie im Fluge. Weiter ging es durch das kupierte Gelände, mit unendlichen Möglichkeiten zur Abfahrt, zum Gipfel des Titschal (1¼ Stunden, 550 hm). Während die anderen bei Windstille (und Sonne) eine Rast einlegten, stieg ich noch auf den Nachbargipfel, den Piz Lad (2665 m). Nach einer kurzen Fellabfahrt ging es über etwas steilere Hänge zum Gipfel (20 Minuten, ↓50 hm, ↑160 hm). Dieser kleine Ausflug zahlte sich definitiv aus und wurde mit einer traumhaften Pulverabfahrt vor dem Rückanstieg zum Titschal belohnt (½ Stunde, ↓200 hm, ↑100 hm). Aber auch die Abfahrt zur Vorderalp konnte sich sehen lassen, jede Menge Hänge mit gutem Pulver die auf uns warteten. Und das Gelände ist weitläufig genug, um viel unverspurten Schnee zu finden.

Mittwoch halfen Stefan und ich Joël mit dem Schneemobil Getränke und Essen zur Bar bzw. dem Gasthaus in Cuolm Sura zu transportieren. Ganz schön anstrengend, aber auch sehr lustig mit dem richtigen Werkzeug (= PS-starkes Schneemobil). Währenddessen kam Karin mit den Tourenski herauf und am Nachmittag konnten wir noch zusammen bis unter die Felsen des Piz Mundaun aufsteigen (700 hm). Donnerstag war dann wieder Telemarken angesagt und am Nachmittag das Skirennen der Kids. Wobei wir Großen auch wieder teilnehmen "durften". Bei der Wertung nutzen wir die gesamte Spanne aus, Karin gewann die Damenwertung und ich wurde Letzter. Sozusagen Gold und Knackwurst in einer Familie. Knirschis verabschiedeten sich nach dem Rennen und wir besuchten eine Freundin, die seit ein paar Jahren um die Ecke als Kantonsärztin gearbeitet hatte.

Für Freitag wechselten wir die Talseite, um eine Frühjahresskitour auf den Crap Surtscheins (2568 m) zu gehen. Von Andiast konnten wir noch bis Pattadiras fahren, wo wir parkten. Dem Winterwanderweg folgten wir in den Talgrund leicht fallend zum Camartgrin. Von dort ging es die gefrorenen Hänge zur Alp Miez hinauf (1½ Stunden, ↓30 hm, ↑550 hm). Die folgenden Südhänge hatten schon ein bisschen aufgefirnt und an der kleinen Hütte unter den Felsen des Gipfelaufbaus legten wir eine kurze Pause ein (1 Stunde, 400 hm). Hier oben wehte ein eisiger Wind und so legten wir das steile Stück über der Hütte und den Gipfelhang so schnell wie möglich zurück. Wobei schnell an diesem Tag wirklich langsam war, die Woche war doch nicht spurlos an unseren Beinen vorüber gegangen. Dennoch kamen wir irgendwann am Crap Surtscheins an (1 Stunde, 400 hm). Die Abfahrt war leider nicht ganz so schön wie erhofft. Der Gipfelhang hatte nämlich wegen des eisigen Winds und ein paar Schleierwolken nicht aufgefirnt und belohnte unsere Mühen mit Bruchharsch. Weiter unten ging es dann aber deutlich besser und Firn, Bruchharsch und Sulz wechselten sich ab. An der Alp Sut folgten wir einer Schneeschuhgeherspur und erreichten so ohne Wiederaufstieg unseren Bus in Pattadiras.

Unseren Urlaub endete am Samstag, mit einer kleinen Skitour nach Cuolm Sura (1 Stunde, 300 hm). Zusammen mit den Kids gings entlang der Rodelbahn bis zur Bar, an der Bad Sin bei der Rock im Schnee Party spielte. Ein wirklich gelungener Urlaub mit sehr guten Freunden. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste gemeinsame Treffen.

Donnerstag, Februar 24, 2022

Abendskitour am Sudelfeld mit Laura - 23.02.2022

Nachdem Laura und ich in letzter Zeit so ein gutes Skitourenteam waren, beschlossen wir Mittwochabend noch eine kleine Runde am Sudelfeld zu drehen. Eigentlich wollten wir von Bayrischzell aus starten, der Parkplatz war aber voll und so ging es hinauf nach Grafenherberg. Hier war ich seit dem Skitest mit Hagan, Hyphen und Roeckl nicht mehr. Entlang der Piste stiegen wir, den anderen Glühwürmchen folgend, zum Vogelsang auf (1 Stunde, 470 hm).

Nicht mal 500 hm sind sogar für eine Abendtour recht wenig, deshalb fuhren wir nach Bayrischzell ab (½ Stunde) bzw. trennten uns unterwegs, um uns an der Speck-Alm wieder zu treffen (50 Minuten, 530 hm). Da wir beide nicht ganz so gut vorbereitet waren, Laura hatte keinen Ausweis mit und ich keine Maske, fuhren wir ohne Bier und Essen zum Auto ab. Sehen wir mal, ob wir unsere Tourenvorbereitung noch verbessern müssen/können oder ob vielleicht die Maßnahme aufgehoben werden.


Skitourenwochenende im Gasteinertal - 19./20.02.2022

Ein paar Jahren hatten wir es nicht mehr geschafft zusammen ein Skitourenwochenende zu unternehmen. Dieses Jahr sollte es aber klappen, zumindest teilweise. Leider konnte Karin nicht das gesamte Wochenende dabei sein, da wir die Kinderbetreuung verplant hatten.
Vor zwei Wochen war Karin mit den Mädels in Gastein und weil es ihnen so gut gefallen hatte, entschieden wir wieder dorthin zu fahren. Dies eröffnete die Möglichkeit, dass Karin zumindest für eine Tagestour nachkommen konnte.

Samstag weckte uns miserables Wetter und da wir erst kurz vor Mittag los kamen, entschieden wir uns für eine kurze Tour, den Ortberg. Zum Bockhartsee hinauf war der Name Programm und deshalb Harscheisen kein Fehler. Kurz vor der Miesbichlscharte verschwanden wir dann im Nebel. Hier drehten Claudi und Peter aufgrund der Sicht um und wahrscheinlich auch, um etwas mehr Zeit in der Therme zu haben. Laura, Vladi und ich stiegen bei sehr bescheidener Sicht und mäßig gutem Schnee weiter zum Gipfel auf (3 Stunden, 900 hm, 5 km). Die Abfahrt war dann stellenweise gar nicht schlecht, vor allem die letzten Schwünge über die Staumauer des Bockhartsees (¾ Stunde), auch wenn das ein paar Zusatzmeter beim Rückanstieg zur Bockhartseehütte bedeutete (¼ Stunde, 70 hm). Von dort aus gings dann nur noch bergab, bis zum TAB im Valeriehaus. 
Diesen ersten Tag ließen wir dann in der Felsentherme und beim Schafflinger ausklingen. Trotz des schlechten Wetters und nur stellenweise gutem Schnee rundete dies den Tag noch schön ab.
Sonntag hatte sich das Wetter gebessert und Laura, Vladi und ich trafen uns um 9 Uhr im Angertal mit Karin. Unser Ziel war der Rührkübel. Relativ langsam stiegen wir zunächst über die Piste und dann einen Forstweg in den Talschluss auf (2 Stunden, 580 hm, 5 km). Einen relativ steilen Hang neben dem Knoblachbach später standen wir in einem kleinen Hochtal (1¼ Stunden, 470 hm, 1,5 km), das uns in einen Kessel unter dem Rührkübel führte. Während die Mädels zu einer Scharte Richtung Abfahrt aufstiegen, gingen Vladi und ich noch zum Vorgipfel (1 Stunde, 300 hm, 1,5 km). Den Übergang zum Gipfel mit dem Kreuz traute ich mich nicht, zumindest nicht ohne Steigeisen (viel Eis und Fels in der Nordflanke). 
Nach ein paar netten, schon fast firnigen Schwüngen trafen wir bei einer Scharte Richtung Osten wieder auf die Mädels. Zusammen gings durch die steile Ostflanke und nach ein bisschen suchen zurück in den Talgrund (1½ Stunden). Dort trennten wir uns, Laura und Vladi fuhren ab um noch einzukehren, während Karin und ich uns unsere Brotzeit in der Sonne vor ein paar Almen schmecken ließen. So gestärkt, war die restliche Abfahrt nur noch ein Katzensprung (¼ Stunde) und für uns endete eine tolle Tour.

Ein schönes Wochenende, aber vielleicht muss ich das nächste Mal doch Touren (bzw. ein Tourengebiet) heraussuchen, die für alle gut machbar  und entspannt zu gehen sind.

Donnerstag, Februar 17, 2022

Lacherspitz mit Laura vor der Arbeit - 14.02.2022

Der letzte Tag dieses stabilen Hochdruckgebiets musste einfach genutzt werden. Nach der morgendlichen Runde Samstag am Traithen mit Lena, wollte ich dem Gebiet gleich noch einen Besuch abstatten. Und so gings mit Laura Montagmorgen ins Sudelfeld. Durch den frühen Start waren wir nicht nur alleine, sondern erlebten auch den Sonnenaufgang am strahlend blauen Himmel. Nach dem kurzweiligen Aufstieg (1½ Stunden, 650 hm) hieß es nur noch schnell hinunter und ein paar nordseitige Pulverschwünge mitnehmen. Keine 20 Minuten später standen wir wieder am Parkplatz und eine Stunde später durfte sich Laura in ihren Arbeitspflichttermin setzen. So kann ein Start in die Woche von mir aus immer aussehen.

Sonntag, Februar 13, 2022

Großer Traithen mit Lena - 12.02.2022

Dieses Wochenende war perfektes Wetter angesagt, die Lawinenlage hatte sich geringfügig verbessert und einen halben Tag hatte ich frei bekommen. So konnte Samstagfrüh endlich wieder mal eine Tour mit Lena starten und das restliche Wochenende war ich entspannt genug für Sea Life, Botanischen Garten und einen Abstecher in der Jochen-Schweizer Arena.
Von der Rosengasse aus stiegen wir gemütlich ratschend zum Steilner Joch auf (1½  Stunden, 650 hm). Ab hier wehte der Wind einigermaßen unangenehm. Entlang des Grats gings ab- und aufwärts zum Unterbergerjoch und dem Gipfel des Traithen (½  Stunde, 170 hm). Für eine Pause war der Wind definitiv zu stark, so fellten wir ab und fuhren ein Stück durch die Latschen in der Nord-West Flanke bis wir in die Nord-Ost Rinne einfahren konnten. Was soll ich sagen, traumhaft die ersten Spuren in die Rinne zu setzen. Im Kessel unter dem Traithen konnten wir eine gemütliche Pause in der Sonne machen und als wir uns gestärkt hatten, fellten wir auf für die nächste Runde. Über den Fellalm-Sattel stiegen wir ein zweites Mal zur Einfahrt der Nord-Ost Rinne auf (½  Stunde, 260 hm). Auch die zweite Runde war wieder ein Traum, diesmal etwas weiter östlich, den letzten Teil der Nordflanke. Nun hieß es aus dem Kessel wieder Richtung Stopselzieher aufsteigen (¼ Stunde, 120 hm). Auch im Stopselzieher war der Schnee ausgesprochen gut und so war auch die restliche Abfahrt zum Auto ein Genuss.
Eine traumhafte vier Stunden Schönwetterrunde mit Lena, wobei wir sowieso feststellten, dass es immer gutes Wetter hat, wenn wir zusammen unterwegs sind.

Mittwoch, Februar 09, 2022

Lagerfeuer und Skifahren mit den Kids und Mädelsskitourenwochenende in Gastein - 05./06.02.2022

Karin war dieses Wochenende mit Laura und Claudi im Gasteinertal unterwegs, was für mich bedeutete, dass ich mir etwas mit den Kids überlegen musste. Das Ergebnis dieser Überlegung: Lagerfeuer am Starnberger See mit den Outdoorpashionists. Danach übernachten im Bus in Fall und am Sonntag weiter zum Skifahren in die Christlum.
Was soll ich sagen, das Lagerfeuer und die Zeit mit Kathi und Peter war schön, es war aber ziemlich windig und kalt, die Nacht trotz Minusgraden überraschend warm und der Sonntag dann windstill und strahlend blau. Anstehen mussten wir den ganzen Tag überhaupt nicht, wir hatten zusammen Spaß in dem kleinen Funpark der Christlum und als es am Nachmittag eintrüben begann und wir alle drei schon müde Beine hatten, rodelten wir noch zwei Mal von der Mittelstation hinunter. Also eigentlich rodelten nur die Kids zwei Mal und ich marschierte ein Mal, weil ich es schaffte beim zweiten Mal Annas Ski-Böckl mit meinem Gewicht zu zerstören.
Trotz eines schönen Wochenendes mit den Kids, merke ich, dass ich mich schon wieder getrieben fühle und es nicht schaffe mich bei Betätigungen mit den Kids zu entspannen. Das führt dann leider oft zu einem "Meckermodus" bei mir. Deshalb muss ich definitiv an mir arbeiten ... oder mehr Skitouren gehen ;)


Ein Mädelswochenende stand an, deshalb ging es Freitag Nachmittag mit Laura und Claudi nach Bad Gastein. Am Samstag fuhren wir nach Sport Gastein, um dort unsere erste Tour zu machen, die aber nicht ganz so erfolgreich war, weshalb wir den Nachmittag auf der sonnigen Terrasse des Valeriehauses verbrachten. Die Felsentherme und das Wirtshaus Schafflinger sind übrigens auch sehr zu empfehlen. Am Sonntag ging es dann ins Angertal, um auf den Kalkbretterkopf zu gehen. Ein wunderschöner Aufstieg durch verschneite Wälder, danach auf einer Hochebene, den Gipfel steht’s im Blick. Die Abfahrt im Pulverschnee war einfach ein Traum.
Freu mich schon auf das nächste Mal.
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Freitag, Februar 04, 2022

Taubensteinsattel vor der Arbeit - 02.02.2022

Unsere Vor-der-Arbeit-Skitour brachte mir heute drei Erkenntnisse:
  • Ein BMW ist definitiv kein Winterauto
  • Es gibt Wetter das sogar mir zu greißlich ist
  • Abfahrten die ich mich bei einem 4er noch traue, sind nicht wirklich das gelbe vom Ei
Die erste Erkenntnis ist eigentlich selbsterklärend und allgemeines Wissen. Uns betraf es auf der verschneiten Spitzingstraße, aber mit Müh und Not schafften wir es auch ohne Schneeketten über den Spitzingsattel. Parken kann man ja auch am See.
Die zweite Erkenntnis betraf unsere Entscheidung die Tour nicht mehr zu verlängern, als wir an der Bergstation der Taubensteinbahn ankamen (1¼ Stunde, 500 hm). Bei so einem Wetter kann man sich die Abfahrt zum Maxlrainer oder zur Bayerländer-Hütte und dem damit verbundenen zweiten Aufstieg auch sparen. Also fuhren wir einfach wieder den klassischen Lochgraben ab. Was uns direkt zur Erkenntnis Nummer drei brachte.
Abfahrten die ich mich bei einem 4er noch trauen, sind....naja nett. Ich will jetzt nicht sagen, dass nett die kleine Schwester von Scheiße ist, aber die Bedingungen im Lochgraben waren, diplomatisch ausgedrückt, nett. Der, gefühlt von allen Richtungen kommende, Wind hatte ganze Arbeit geleistet und man musste zwischen Windharsch, Steinen und schwerem Treibschnee ganz schön aufpassen. Es gab für mich auch keine erkennbar begünstigte Exposition. Erst unter dem Schiebestück konnten wir einige nette Schwünge fahren (aber auch hier hatte der Wind gearbeitet) und die Seilbahntrasse war dann sogar ein bisschen mehr als nur okay.
Im Großen und Ganzen vor allem eine Tour, um sich an der frischen Luft zu bewegen. Durch meine "Fahrradanreise" zum Seppi (in die Au) und die schweren Powderlatten war es trotz der Kürze ausnahmsweise auch für mich genug für den Tag.
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Sonntag, Januar 30, 2022

Schneibstein Westflanke und Götschen - 29./30.01.2022

Immer wieder faszinierend, sobald in Deutschland 1 Zentimeter Schnee liegt, kann niemand mehr Autofahren und der Winterdienst ist total überfordert, Schnee im Januar ist ja auch echt überraschend. So schafften wir es Freitagabend nur sehr knapp zum Flutlichtskifahren/-telemarken am Götschen. Die Pistenverhältnisse waren super, den frischen Schnee hatte es aber auch dringend gebraucht.

Samstag unterstütze ich Karin, mehr oder weniger gut, beim Kauf eines neuen Tourenskischuhs. Und da sie schon in Kauflaune war, gabs auch noch gleich einen neuen Ski und Bindung und Felle. Bevor aber alles angepasst und montiert wurde, durfte ich dann doch los. An der Jennerbahn schmiss mich Karin raus und ich stieg über die Hochbahn zur Königsbachalm auf. Ganz gemütlich, da ich letzte Woche eine Erkältung hatte. Der Weg zum Jenner und zum  Schneibstein, scheint für mich ja sowieso eine Rekonvaleszenztour zu sein. Kurz vor dem Torrener Joch (2 Stunden, 1100 hm) frischte der Wind auf und so war der Weiterweg zum Schneibstein über lange Strecken nur Kategorie 2 Spaß. Gerade im Torrener Joch hatte sich wieder einmal ein Windkanal gebildet und in den Böen tat ich mir schwer mich auf den Füßen zu halten. So ging es unendlich langsam entlang der komplett abgeblasenen Nordwestflanke (ok, der Normalweg ist eigentlich immer abgeblasen) zum Gipfel (1¼ Stunden, 550 hm). Hier klarte der Himmel auf, nur der Wind machte eine längere Pause fast unmöglich. Erst bei der Abfahrt zur Königstalalm störte der Wind kaum mehr. Was soll ich sagen, sowohl der obere Teil in der steilen Flanke (oberhalb von Am Ruck), wie auch der Hang zur Alm hinunter waren ein Traum. Und sogar die Abfahrt durch den Wald bis knapp oberhalb der Königsbachalm konnte sich sehen lassen (½ Stunde). Dort zog ich mich wieder aus und fellte auf, um in der Sonne bis kurz vor die Mittelstation zu spazieren (20 Minuten, 50 hm). Von dort gings dann über die Piste in zehn Minuten zurück nach Königssee hinunter.
Mit 1700 hm für so eine kleine Rekonvaleszenztour ein ganz schönes Brett, aber die Wahnsinnsabfahrt im besten Pulver war es definitiv Wert.

Der Sonntag begrüßte uns wieder mit Sturm, diesmal aber zur Abwechslung zusätzlich auch noch mit Regen. Trotzdem drehten wir mit Karins neuem Ski eine Runde am Götschen. Ok drei Runden, aber auch nur weil es so schön war UND zu regnen aufhörte (3 x 450 hm, 50/56/43 Minuten). Aktuell geht die Talabfahrt gerade noch so, ein bisschen Schnee soll aber morgen schon wieder kommen.

Donnerstag, Januar 27, 2022

Nachtskitour Stolzenberg und Rosskopf - 24.01.2022

So ganz jung ist das neue Jahr ja nicht mehr und da meine Lupine wieder von der Reparatur zurück ist, begann endlich unsere Feierabendskitourensaison. Mit Seppi und Martin ging’s von der Kirche am Spitzingsee die Loipe entlang bis zur Rosskopfabfahrt (¼ Stunde). Dort fellten wir auf und stiegen über die Forststraße zur Unteren Haushamer Alm auf. Da am Rosskopf präpariert wurde und so eine klassische Pistenskitour sowieso nicht ganz unseres ist, bogen wir links zum Stolzenberg ab. Über teils recht steile Hänge, immer wieder von Waldgürteln unterbrochen, gelangten wir zum Gipfel (1½ Stunden, 550 hm). Hier war es windstill und so konnten wir bei einer langen Pause den klaren Sternenhimmel betrachten.
Zwischen Stolzenberg und Stolzeneck fuhren wir ziemlich steil und einigermaßen spannend wieder zur Unteren Haushamer Alm ab (20 Minuten). Hier querten wir in Richtung Grünsee und stiegen zum Rosskopf auf (¾ Stunde, 270 hm). Bei Windstille und allein hier zu stehen, ist definitiv ungewöhnlich wenn nicht sogar einzigartig. Langsam wurde es nun aber doch spät, also fuhren wir zum Valepplift ab (10 Minuten). Als Pflicht nach der Kür mussten wir nun nur noch zurück zur Kirche aufsteigen (¼ Stunde, 50 hm).
Immer wieder schön, dass man sogar am Spitzing noch „neue“ Ecken entdecken kann. Und Touren mit Martin und Seppi machen sowieso immer Spaß.

Sonntag, Januar 23, 2022

Skitouren: Bärenkopf westliche Nordrinne und Kramsacher Sonnwendjochhaus - 22./23.01.2022

Nach einer paar Tagen des Quarantäne hin und her, bekamen wir am Freitagabend die Nachricht, keine Quarantäne für unsere Kids. Und wer in die Schule gehen "darf", kann natürlich auch den Neuschnee genießen. Also noch schnell einen Test machen und ab zu meinen Eltern.
Für Anna gabs noch eine Pinbindung auf einen "neuen" Ski und schon konnte eine kleine Drei-Generationen Skitour starten. Am Kasbach wurde von der Polizei sogar kontrolliert, ob Schneeketten montiert sind, da lob ich mir meinen Allrad, so konnten wir ohne Verzögerungen zum Achensee fahren. Zusammen mit meinen Eltern stiegen wir die Percher vom GH Hubertus aus auf. Am Beginn des Steilhangs reichte es zwei der drei Generationen (1 Stunde, 350 hm), so fellten wir ab und fuhren im Pulver wieder zum Parkplatz ab. Gerade meine Mum stellte sich in dem Tiefschnee viel besser an als sie dauernd sagte. Sozusagen Fishing for Compliments.
Da mir so eine kleine Skiwanderung ja selten genug ist und der Schnee wirklich gut war, verfrachtete ich die Kids ins Auto meiner Eltern und schickte sie heim. Ich aber fellte wieder auf. Kurz darauf zog ich an unserem Umkehrpunkt vorbei, traf den Hans (ein alter Skilehrerkollege von mit, zusammen mit einem Gast) auf einen kurzen Ratsch und wenig später ließ ich die Lawinensprengbahn links liegen. An dem kleinen Joch über der Sprengbahn (50 Minuten, 600) fellte ich ab und legte eine Spur in den fast jungfräulichen Hang zur Piste hinunter. Beim Auffellen begegnete mir ein Tourengeher, der gerade aus der westlichen Nordrinne kam, der Tenor, es geht super. Also stieg ich Richtung Bärenkopf auf, um knapp unter der Einfahrt der zentralen Nordrinne abzufellen und zur Einfahrt der westlichen Nordrinne zu queren (¾ Stunde, 400 hm). Nun dämmerte es auch langsam und so war es Zeit endgültig abzufahren. Was soll ich sagen.....alles richtig gemacht.

Sonntag traf ich mich mit Hannes und zwei seiner Kollegen in Kramsach für eine schnelle Runde entlang des ehemaligen Sonnwendjoch Lifts zum Berghaus Sonnwendjoch hinauf (2 Stunden, 1200 hm). Auch wenn wir unterwegs immer wieder den blauen Himmel sahen, riss es leider nicht komplett auf. So war die Abfahrt im oberen Teil zwar ganz gut, aber mit recht schlechter Sicht, im unteren Teil dann mit Sicht aber mit wenig und ziemlich schwerem Schnee. Spaß gemacht hat es trotzdem.

Sonntag, Januar 16, 2022

Rodeln am Buchenberg - 16.01.2022

Nachdem sich die Sonne am Samstag in München gar nicht gezeigt hatte, fuhren wir heute mit Knirschis ins Ostallgäu. Zu einer Rodelpartie mit Sonne pur, sofern wir nicht im Nordseitenschatten standen. Von Buching wanderten wir auf den Buchenberg (2¼ Stunden, 350 hm). Etwas südlich der Buchenbergalm machten wir eine ausgedehnte Pause bevor es über die Piste/Rodelbahn wieder zurück zum Auto ging. Ein super entspannter Tag, ganz ohne Münchner-Hausberge-Stau oder Corona-Hochrisikogebiet-Rückkehrstress.
2022_01_16_Buchenberg

Samstag, Januar 15, 2022

Feierabendskitour Wallberg - 14.01.2022

Lange, lange waren wir nicht mehr am Wallberg und noch länger nicht mehr mit Ski. Und um ehrlich zu sein, noch nie bei so wenig Schnee. Zum Aufsteigen gings trotzdem ohne Probleme, bis auf das elendige Stollen der Felle. Zusätzlich war ich noch ein wenig angeschlagen vom Boostern am Montag (2 Stunden, 950 hm). Unterhalb des Gipfels, im Windschatten, machten Vladi und ich eine lange Pause, Ratschten und genossen die Aussicht (bei fast Vollmond). Wegen des wenigen Schnees entschieden wir uns für die Abfahrt über die Rodelbahn, definitiv die skischonendere und sicherere Wahl. Schön wars, jetzt dürfe aber langsam wieder ein bisschen Schnee kommen.



Freitag, Januar 07, 2022

Rauher Kopf, Kneifelspitze, Weißbachschlucht, Götschen und Jenner - wenig Schnee im neuen Jahr - 01.-07.01.2022

Wie das alte Jahr geendet hatte, so begann das Neue, mit strahlendem Sonnenschein und ohne Schnee. Also wanderten Karin und ich zum ersten Sonnenuntergang des Jahres auf den Rauhen Kopf (2¼ Stunden, 1050 hm). Bis auf den Gipfelaufbau hat man keine Schneeberührung und nur an manchen Stellen ist es durch den tauenden Oberboden schlammig und rutschig (Abstieg 1¾ Stunden).

Auch Sonntag war das Wetter gut, wenn auch nicht mehr ganz so klar wie am Samstag. Wir trafen uns mit Anna, Peter und den Kids und wanderten den Reichenhaller Zwergerlweg (2 Stunden, 170 hm). Ein wirklich netter Weg entlang der Soleleitung, auf dem man dauernd nach versteckten kleinen Wichtelbehausungen suchen kann.
Da wir unsere Kids am Abend gerne müde sehen, fuhren wir im Anschluss noch in die Gern, um auf die Kneifelspitze zu gehen. Der Weg durch den Wald war nicht nur trocken (um genau zu sein waren die Blätter so trocken, dass sie schon wieder rutschig waren), es deutet eigentlich nichts mehr darauf hin, dass in dieser Saison schon (größere Mengen an) Schnee auch im Tal gelegen ist. Seit der Sigi das Bachgütl aufgegeben hat, hatten wir ihn nicht mehr gesehen und so wollten wir ihn eigentlich auf der Kneifelspitze besuchen. Als wir aber oben ankamen (1 Stunde, 350 hm) war das Gasthaus geschlossen, der nächste Wirt, der sich nicht im Stande sieht, die Corona Auflagen umzusetzen. So waren wir froh noch Brotzeit mitzuhaben, um vor unserem Abstieg zumindest den ärgsten Hunger zu stillen.

Nach einem faulen Schlechtwettertag trafen wir uns Dienstag wieder mit Peter, diesmal in der Weißbachschlucht. Eine super nette Wanderung mit kleinem Abstecher beim Scharnbachfall (2 Stunde, 130 hm). Mittwoch gings dann ins Salzbergwerk und Donnerstag in die Watzmann Therme. Da es zumindest ein wenig geschneit hatte, zog es Karin und mich am Abend noch auf den Götschen (50 Minuten, 450 hm).

Freitag lachte wieder die Sonne und so drehten Karin und ich noch eine Runde von Königssee auf den Jenner. Im Moment sind offiziell alle Pisten bis auf die total vereiste Talabfahrt gesperrt. Trotzdem stiegen wir nicht übers Klaus-Maxei, sondern den Spinnergraben zur Bergstation auf (2½ Stunden, 1200 hm). So fühlt es sich fast wie eine richtige Skitour an. Für das letzte Stück zum Gipfel ließen wir dann die Ski zurück (¼ Stunde, 80 hm). Sogar ich werde schlauer und weiß inzwischen, dass die Abfahrt von dort wenig Spaß macht. Der Hang zum Klaus-Maxei hinunter ging eigentlich ganz passabel, der Rest der Abfahrt war aber ein total eisiger Krampf.

So ging eine recht abwechslungsreiche Woche im BGL zu Ende und die Ferien sind es leider auch, also wieder zurück ins Hamsterrad.
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