Donnerstag, August 17, 2023

Ein paar heiße Tage in Tirol - 15.-17.09.2023

Nach unserem verlängerten Wochenende in der Schweiz fuhren wir, wie auch schon in den letzten Jahren, zu meinen Eltern nach Tirol. Der gesperrte Arlbergtunnel erschwerte die Fahrt zwar ein wenig, eine Übernachtung am Arlbergpass teilte die Fahrt aber in gut machbare Abschnitte. Während Karin mit dem Zug nach München weiterfuhr, besuchte ich mit den Kindern das Schwimmbad meiner Jugend, jedes Mal wieder sehr lustig.

Um der Hitze des Tages zu entfliehen, drehten wir mit meinen Eltern in aller Frühe eine kleine Runde über das Zeiselegg. Meine Eltern stiegen wieder ab und die Kids und ich stiegen weiter zum Wasserschloss auf (1½ Stunden, 415 hm). Am Rückweg machten wir noch einen Abstecher an der Kienbergmadonna, bevor zu Hause ein Frühstück auf uns wartete (1 Stunde). Den Nachmittag verbrachten wir, wie schon letztes Jahr, mit Hannes an der Brandenberger Ache. Eine herrliche Abkühlung bei den hochsommerlichen Temperaturen.

Donnerstag stand ich noch einmal früh auf. Gemächlich ging es über den Kreuzweg nach Eben (¾ Stunde, 400 hm) und weiter auf die Astenau (¾ Stunde, 500 hm). Von hier aus folgte ich dem kleinen Steiglein bis an den Ostgrat des Ebner Jochs, wo der Schützensteig in die Schicht hinunter führt. Den nun weglosen Abstieg in die Einschartung vor dem Martlspitz kannte ich schon, nur den weiteren Verlauf des Grats hatte ich nicht mehr so ausgesetzt und brüchig in Erinnerung. Wie auch beim letzten Mal hatte ich kein Vertrauen in das Fixseil und erst nach einem Blick um die Ecke und auf die Verankerung zog ich mich daran die letzten Zentimeter auf das Podest hoch. Nach den letzten brüchigen Metern stand ich endlich am Gipfel der Martlspitze (½ Stunde, ↑170 hm, ↓80 hm). Eigentlich kein großes Ding, für mich heute aber definitiv etwas außerhalb meiner Komfortzone. Den Abstieg brachte ich ähnlich vorsichtig (und mit einem beherzten Griff in das Fixseil) hinter mich und stand wenig später wieder an der Astenau (½ Stunde, ↑80 hm, ↓170 hm). Weil sich der Ostgrat des Ebner Jochs als komplett latschenverwachsen gezeigt hatte, stieg ich über den Normalweg aufs Ebner Joch (¾ Stunde, 450 hm). Einsam und alleine konnte ich das Panorama genießen, bis schließlich eine der Wandererinnen, die ich überholt hatte, am Gipfel ankam. Als immer mehr der Überholten eintrudelten, schulterte ich wieder meinen Rucksack und joggte zurück nach Jenbach (1 Stunde). Nach dieser Runde hatte ich mir nicht nur eine Dusche, sondern auch noch Schwimmen bei Hannes im Teich redlich verdient.

So endeten ein paar schöne Tage in Tirol, bei drückender Hitze. Nun heißt es aber zusammenpacken für unsere Tour in den Norden, morgen gehts nämlich los.

Mittwoch, August 16, 2023

Luzern, Guggi und Hinterburgseeli - ein schönes Wochenende in der Schweiz - 11.-14.08.2023

Es war wieder Zeit für unser Guggi-Wochenende mit Dani. Da wir Freitag frei hatten und schon Donnerstagabend losfahren konnten, besuchten wir am Weg Julia und Severin mit ihren Kids in Luzern und verbrachten einen Tag bei ihnen. Eine sehr schöne Stadt und es zeigte sich wieder mal, eine Stadt zu erkunden ist mindestens genauso anstrengend wie eine Bergtour. Bevor wir weiter nach Interlaken fuhren, tobten wir uns noch auf der Luzerner Indoor-Welle Oana aus, endlich eine Möglichkeit auch Karin das Surfen probieren zu lassen.

Samstag stiegen wir dann mit Martina und Olga vom Eigergletscher zur Guggi auf. Da die Kids nicht das Tempo der Mädels gehen wollten, ließen wir sie einfach stehen und spurteten zu Dani, Carolin und Chichi, die mit einer heißen Suppe schon auf uns warteten (2 Stunden, ↑700 hm, ↓220 hm). Neben uns waren noch fünf weitere Übernachtungsgäste und eine Seilschaft für den Nollen auf der Guggi, also ganz schön Betrieb in der kleinen Hütte.
In der Früh stiegen Martina und ich zum Mönchsplateau und weiter ans untere Ende des Nollen-Firnfelds auf (1¼ Stunden, 550 hm). Von hier konnten wir Erik und Curtin am Nollen beobachten, aber nur kurz, weil ein eiskalter Wind um unsere Ohren pfiff. Nach dem Abstieg zur Guggi (1¼ Stunde, 40 hm) hieß es aufräumen und gemeinsam zur Station Eigergletscher absteigen (3 Stunden, ↑220 hm, ↓700 hm). Wie immer eine super schönes Wochenende auf der Guggi, das wir bei Grillerei und Wein in Danis Garten ausklingen ließen.

Diesmal führte Maria-Himmelfahrt zu einem Brückentag und diesen verbrachten wir auch noch mit Olga, Dani und Martina. Zusammen wanderten wir von Axalp über den Schnitzlerweg zum Hinterburgseeli (1½ Stunden, ↑140 hm, ↓160 hm). Ein sehr schöner Weg auf dem über 100 (Paul hatte 129 gezählt) geschnitzte Figuren stehen. Nach einer Runde Schwimmen und einer ausgedehnten Pause führte uns der Rückweg um den See und hinauf auf die Chrutmettli zum Restaurant Hilten (1¼ Stunde, ↑220 hm, ↓50 hm). Ein Abstecher dort ist definitiv empfehlenswert, vor allem die Meringue mit Nidle. So gestärkt fiel der Abstieg zur Axalp ganz leicht (½ Stunden, ↑50 hm, ↓200 hm). Leider endete damit auch unser Wochenende bei Olga und Dani, aber nächstes Jahr gehts mit den beiden ja wieder auf die Guggi.

Sonntag, August 06, 2023

Regen im BGL - 05./06.08.2023

Dieses Wochenende im BGL war ganz schön verregnet. Wenn so viel Wasser aus dem Himmel fällt, bietet es sich an Surfen zu gehen. So drehte ich eine Runde im schlammbraunen Wasser des Almkanals.
Eigentlich sind wir ja aus dem Kinderwagenwanderungsalter heraus, Sonntag trafen wir uns aber mit Peter und seinen Jungs am Hintersee. Der Zauberwald ist zwar nicht kinderwagentauglich, dafür auch nicht ganz so überlaufen wie der Seerundwanderweg, also unsere erste Wahl. Zwischendrin kam dann sogar die Sonne heraus, bevor es wieder wie aus Eimern schüttete. Im Gesamten, eine schöne Runde für Groß und Klein (1½ Stunden, 60 hm, 3 km) und im Gegensatz zu Peter und meinen sonstigen Aktionen ganz ohne Angst haben.

Ein gemütliches Faulenzerwochenende, was aber hie und da auch ganz nett ist.
2023_08_06_Hintersee

Dienstag, August 01, 2023

Feierabend Bikerunde auf die Kampenwand - 31.07.2023

Normalerweise ist ja Dienstag Grillabend auf der Gori Alm und damit Bikeabend. Wegen des angesagten Wettersturzs entschlossen Martin und ich uns aber schon Montag eine Feierabendrunde zu drehen. Wir fuhren über den Reitweg zur Schlechtenbergalm und über die Straße weiter zur Steinlingalm hinauf (1¾ Stunden, 830 hm). Da dort keiner von uns genug hatte, stiegen wir noch zum Gipfel der Kampenwand (½ Stunde, 220 hm). Dort begann es dann zu regnen, nicht dass ich das inzwischen nicht gewöhnt wäre, hätte aber trotzdem nicht unbedingt sein müssen. Als wir wieder an den Bikes ankamen, war der Regen aber auch schon wieder zu Ende. Leider hatte die Steinlingalm aber wegen des Wetters für den Abend geschlossen, so fuhren wir zur Sonnen Alm rüber (¼ Stunde, 50 hm) und über den Trail hinunter zur Gori Alm. Die auch geschlossen war, ja zefix! Zumindest hatte Paul vor der Tür Getränke zur Entnahme deponiert. Also ließen wir uns ein Spezi beim Sonnenuntergang schmecken und machten uns hungrig an die Abfahrt (¾ Stunde, 50 hm).

Etwas zu essen bekamen wir dann beim Schachtelwirt am Irschenberg, nicht was wir uns vorgestellt hatten aber Nahrung und kurz vor Mitternacht war ich dann auch endlich zu Hause. Eine sehr schöne 1150 hm Runde und wie immer hat es Spaß gemacht mit Martin unterwegs zu sein.

Hinterer und Vorderer Goinger Halt - 29.07.2023

Anna war Freitagnacht auf einer Übernachtungsparty in Going eingeladen und so war für uns klar, was das Ziel für Samstag sein würde, der Kaiser.

Wegen des etwas instabilen Wetters und möglicher Gewitter ab Mittag hieß es früh aufstehen und so kamen wir um 6 Uhr an der Wochenbrunner Alm an.....im Regen. So war das eigentlich nicht gedacht. Als sich der Regen etwas später aber weitgehend legte, starteten Paul und ich in Richtung Ellmauer Tor los. Geplant war, dass wir zwei den Nordgrat auf den Hinteren Goinger Halt klettern würden und Karin, die etwas später startete, uns am Gipfel trifft. Gekommen ist es wieder mal anders, aber nach der Reihe, zunächst stiegen Paul und ich zum Ellmauer Tor auf (2¼ Stunden, 880 hm). Über den Weg durch die Steinerne Rinne gings bis kurz oberhalb der Notrufsäule, wo wir in die Schrofen unter dem Goinger Halt querten und zu der gut sichtbaren Schotterterrasse aufstiegen (½ Stunde, 60 hm). Leider begann es hier wieder zu regnen. So entschieden wir nicht weiter zur Predigtstuhlscharte aufzusteigen, sondern zurück zum Ellmauer Tor zu gehen (½ Stunde, 100 hm). Ich glaube Paul war ganz froh, dass wir umkehrten, die abweisenden Wände der Fleischbank und des Predigtstuhl hatten ihn sichtlich beeindruckt. Am Ellmauer Tor trafen wir Karin, die gerade im Begriff war Richtung Goinger Halt weiterzugehen. Da ihr Knie schon wieder muckte, entschlossen die beiden abzusteigen und ich bekam die Möglichkeit mich noch ein bisschen zu bewegen.

Über den Wanderweg stieg ich zum Hinterer Goinger Halt auf (½ Stunde, 200 hm), inzwischen sah das Wetter schon gar nicht mehr so dunkel aus und auf dem Weiterweg zum Vorderer Goinger Halt kam sogar die Sonne heraus. Für den Weg zum Vorderen Halt muss man eine Portion Wegfindung mitbringen und sich ein- oder zweimal festhalten, aber im Großen und Ganzen ist er nicht wirklich schwierig (T5/6, UIAA II), trotzdem spricht er eher den Alpinisten, als den Wanderer an (½ Stunde, 140 hm). Am Gipfel traf ich sogar einen anderen Begeher, der wie ich ein kleines Abenteuer ohne Seilpartner gesucht hatte. Denselben Weg gings wieder zurück ins Ellmauer Tor (½ Stunde, 20 hm), wo es inzwischen nicht mehr so einsam wie noch vor zwei Stunden war. Die Sonne hatte doch noch einige Wanderer aus ihren Löchern gelockt. Für mich gings aber weitab des Wanderwegs (und der Massen) über die Schotterreißen hinunter bis kurz vor die Gaudeamus Hütte, wo ich auch Karin und Paul wieder einholte. So konnten wir gemeinsam zum Auto an der Wochenbrunner Alm absteigen (¾ Stunde).

Nach diesem Vormittag hatten wir uns an der Alm ein Mittagessen verdient. Am Nachmittag sprangen wir mit Anna und ein paar ihrer Freundinnen noch in den Goinger Badesee, bevor am späten Nachmittag dann das vorhergesagte Gewitter niederging. Ein sehr schöner Tag, wenn auch etwas anders als geplant.