Samstag, Juli 30, 2011

Dalfazer Wasserfall und Kienberg - 29./30.07.2011

Freitag Nachmittag testeten Karin und ich den neuen Klettersteig am Dalfazer Wasserfall. Eigentlich wollten wir die Mehrseillängentouren links vom Fall klettern, leider fanden wir den Einstieg nicht auf Anhieb und da es ziemlich nass durch den Regen der letzten Tage war entschieden wir uns für den Klettersteig der schon von weitem gut sichtbar war. Der Steig ist zwar nur sehr kurz (Zustieg 25 Minuten, Steig 20 Minuten, Abstieg 25 Minuten), aber doch relativ gut zum Hinlangen. Von der Aussichtsplattform des Wasserfalls hatten wir einige Zuschauer die uns auch begeistert zuwinkten. Oben gabs dann zur Feier des Tages einen Champagner. Und nach dem Abstieg trafen wir noch die letzten Vorbereitungen für Samstag.
2011_07_29_DalfazerWasserfall

Vor dem Trubel des Tages fand ich noch etwas Ruhe in einer kleinen Wanderung aufs Kienbergkreuz. Um kurz vor 5 Uhr gings los übers Wasserschloss. Am Kienberg kam ich dann um 6 Uhr zum vorhergesagten Sonnenaufgang an (den man aber wegen Wolken nicht sah). Nach einem Abstecher zum Brandkopf, stieg ich wieder übers Wasserschloss ab (weil ich meine Regenhülle am Weg verloren hatte). Durch den Regen wars ein wenig feucht und rutschig, aber in Ordnung zum gehen und um 1/2 8 Uhr konnte ich mich noch 2 Stunden hinlegen.
2011_07_30_KienbergKreuz

Die Feier war dann wunderschön, danke an alle die dabei waren und das Fest so unvergesslich gemacht haben. Danke sagen Karin und Flo(h)!

Sonntag, Juli 17, 2011

Innsbrucker Klettersteig und Brandjöcher - 16.07.2011

Endlich konnten Karin und ich wieder was gemeinsam machen. Um kurz nach 8 Uhr fuhren wir mit der zweiten Hungerburgbahn auf die Hungerburg und weiter aufs Hafelekar. Von dort in 5 Minuten zum Einstieg, leider dachten sich das mehr Leute und so hieß es hier zum ersten Mal im Stau stehen. Die meisten langsamen Geher konnten wir aber problemlos überholen und so standen wir nach 2 Stunden und 400 hm (durch das ganze auf und ab) am Langen Sattel. Zur Östlichen Sattelspitze und dem Einstieg des zweiten Teils sind es weitere 100 hm (35 Minuten mit Brotzeit). Beim zweiten Teil hieß es dann etwas fester zupacken und diesmal kam das Klettersteigset an ein paar Stellen sogar zum Einsatz (55 Minuten, ca. 50 hm, mehr wird hier im Abstieg gemeistert). Vom Frau Hitt Sattel weitere 350 hm aufs Vordere Brandjoch (2559m) (1 Stunde 5 Minuten). Der "Klettersteig" war dabei eher für die Katz, aber der Berg an sich ist sehr schön. Nachdem wir schon gute 900 hm gemacht hatten beschloss Karin am Vorderen Brandjoch zu warten, während ich noch aufs Hintere Brandjoch (2599m) wanderte. Der Abstieg in die Einschartung zwischen den Brandjöchern ist einfach aber schottrig. Zum Hinteren Brandjoch ist es dann gleich schottrig, allerdings etwas anspruchsvoller (aber erst im Abstieg). Vorderes Brandjoch - Hinteres Brandjoch: 10 Minuten, Retour: 20 Minuten.
Am Ende fehlte dann nur noch die Pflicht nach der Kür, der Abstieg zur Seegrube (1 1/2 Stunden). Dabei trafen wir dann Paul mit dem wir dieses Stück gingen. Eine landschaftlich sehr schöne Tour, die zwar nicht wahnsinnig anspruchsvoll ist, dafür aber recht lang (ca. 7 Stunden, 1000 hm).
2011_07_16_InnsbruckerKlettersteig

Samstag, Juli 09, 2011

Guffert Nordanstieg - 09.07.2011

Da Karin leider arbeiten musste, wanderte ich heute mit Susi zum Guffert über den Nordsteig. Obwohl wir relativ spät starteten, waren die Temperaturen in Ordnung und nach 2 Stunden 50 Minuten standen wir am Gipfel (2 Stunden zum Einstieg, 35 Minuten bis zum Ostgrat und weitere 15 Minuten auf den Gipfel, 1200 hm). Der Abstieg über die Südseite gestaltete sich dann etwas heißer. Nach 2 1/2 Stunden kamen wir wieder am Auto an ohne in ein Gewitter gekommen zu sein. Eine nette Wanderung die etwas Trittsicherheit verlang. Gut beschrieben ist die Tour im Bergzeit Magazin, wo sie es zu einer der Lieblingstouren der Redaktion geschafft hat. Mit Karin will ich mir am Guffert aber unbedingt den Südgrat ansehen, oder etwas gemütlicher, den Westgrat.
2011_07_09_Guffert

Montag, Juli 04, 2011

Alte Westwand am Kleinen Watzmann - 02./03.07.2011

Nach einem genialen Abendessen im Interconti am Freitag und einem ausgiebigen Frühstück am Samstag trafen Karin und ich uns mit meinen Eltern am Königsee. Mit dem Boot gings nach Bartholomä und dann per pedes über den Rinkendelsteig zur Kühroint (2 1/2 Stunden, 800hm). Meine Eltern stiegen wieder nach Königsee ab wären Karin und ich auf der Kühroint (leider hat Stefan die Alm nicht mehr) übernachteten. Uns Ziel für Sonntag war die Westwand der Watzmannfrau (kleiner Watzmann, Zustieg ins Kar 1 1/2 Stunden). Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und so wurde nichts aus der Direkten Westwand (V/V+). Aus den Rissen und Verschneidungen tropfte das Wasser, aber die Alte Westwand (III+) sah trocken und kletterbar aus. Die Schlüsselstelle ist ziemlich luftig, allerdings ist genau dort auch ein Bohrhaken. Die Stände sind mit Ringhaken versehen, ein Keilsortiment oder zwei, drei Friends und einige Schlingen machen sich ganz gut. Die steckenden Normalhaken sind durchwegs neuerem Datums und sitzen alle gut (musste keinen nachschlagen). Ab dem Westwandband gings dann wieder frei in Richtung Gipfel. Schon während des Kletterns begann es leicht zu schneien, und am Gipfel erwartete uns ein regelrechter Schneesturm (vom Einstieg 2 1/2 Stunden). Schnell stiegen wir über den Ostgrat und den Mooslahnerkopf ab (2 Stunden) und gönnten uns an der Kühroint ein Spezi (45 Minuten). Insgesamt benötigten wir für die Runde 7 Stunden und weitere 1 1/4 Stunden für den Abstieg nach Königsee. Eine nette, überraschend luftige Kletterei, bei der man im Gegensatz zum Watzmann meist alleine sein dürfte.
2011_07_03_AlteWestwand

Donnerstag, Juni 23, 2011

Ross- und Buchstein - 23.06.2011

Mit Anne und Simon unternahmen wir heute trotz relativ schlechtem Wetter eine Wanderung auf den Rossstein und zur Tegernseer Hütte. Vom Parkplatz bei Bayerwald gings in 2 Stunden die 800 hm über die Sonnbergalm direkt hinauf zur Tegernseer Hütte und in 5 Minuten weiter auf den Rossstein. Beim Anstieg regnete es leider immer wieder (teils stark), was unserer Laune aber keinen Abbruch tat. Während die anderen sich eine Suppe schmecken ließen, kraxelte ich noch schnell auf den Buchstein (was bei Starkregen ganz schön rutschig sein kann). Nach unserer Pause stiegen wir über die Nordseite zur Rosssteinalm und von dort wieder über die Sonnbergalm zum Auto ab. Trotz Schlechtwetter eine wunderschöne Tour mit Anne und Simon (wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Tour).
2011_06_23_RossUndBuchstein

Montag, Juni 13, 2011

Biancograt/Piz Bianco - 12.06.2011

Der Biancograt....kaum ein (halbwegs) ambitionierter Bergsteiger der den Namen nicht kennt. Der wahrscheinlich bekannteste und schönste Anstieg der Alpen. Im weiteren Verlauf kann man dann über einen schmalen Felsgrat auf den Piz Bernina (oder auch nicht). Begonnen hatte alles am Samstag in Pontresina mit Tommi bei Regen. Den Hüttenzustieg zur Tschierva-Hütte, eigentlich landschaftlich der Wahnsinn, brachten wir in 2 3/4 Stunden hinter uns. Am Abend kam auch noch ein Bergführer (Edi) und sein Gehilfe (Lukas) mit vier Kunden und dem Ziel Biancograt an der Hütte an.
Um 3 Uhr beim Aufstehen hatte sich das Wetter nur soweit verändert, dass kein Regen mehr aus dem Nebel fiel. Naja egal, Start um 3:45 Uhr. Bei der Querung unterm Monteratsch passierte uns dann unser erstes Missgeschick, ein Verhauer und zwar ein gewaltiger. Wir suchten den Übergang zuerst zu hoch, als wir ihn nirgends fanden stiegen wir zum Bruch ab und versuchten es dort. Als wir dann Edi mit den Anderen weiter oben sahen, stiegen wir wieder auf (die hatten aber auch einen Verhauer) und nach einer Stunde waren wir endlich wieder alle am richtigen Weg. Der Vorteil für uns, Edi und seine Gruppe hatten Schneeschuhe dabei und konnten uns eine gute Spur am Gletscherbecken unter der Fuorcla Prievlusa anlegen. Der Klettersteig zur Fuorcla war dann total vereist und Seil war auch (noch?) keines drinnen. Trotzdem war er schnell geschafft und ich spurte weiter zur Fuorcla hinauf. Hier standen wir zum ersten Mal in der Sonne (leider erst nach 5 Stunden statt der eingeplanten 2-3 Stunden, der knietiefe Schnee hatte uns alle ziemlich gebremst). Der Felsgrat zum eigentlichen Biancograt war dann lustige Steigeisenkletterei und das Spuren unter dem großen Gendarmen glich eher einem Schwimmen in bauchtiefem steilen Faulschnee als Bergsteigen. Aber nach 2 1/4 Stunden war auch dies geschafft und wir standen endlich am Joch vor dem letzten Gendarmen und sahen den Grat vor uns (leider nicht ganz weil durch die Erwärmung die Nebel herauf gezogen waren und wir ab dieser Zeit den Rest des Tages im Nebel standen). Die Spurerei wurde am eigentlichen Biancograt leider nicht weniger oder besser. Der Altschnee war leider nicht verfestigt und so sanken wir bei jedem Schritt über die Knie ein. Tommi und ich wechselten uns ab und nach etwa der Hälfte des Grates holte uns auch noch Lukas ein und spurte auch etwa 1/4. Den Rest spurten wir im Wechsel mit Edi bis zum Gipfel. Diesen erreichten wir nach 3 1/4 Stunden also nach 10 1/2 Stunden von der Tschierva aus (wir hatten mit Trittfirn und ca. 6 Stunden gerechnet). Ein Blick auf den Verbindungsgrat zur Bernina lies unser Herz in die Hose rutschen. Die Schlüsselstelle der Tour, eine III in trockenem Fels, war voller sulzigem Schnee auf allen Türmen und Flanken. Edi beschloss hier umzukehren, zu groß wäre das Risiko mit der Guppe in dem Schnee abzurutschen und sich zu verletzen bzw. die ganze Gruppe in den Tod zu reißen. Da er die Tour kennt und damit auch die Möglichkeit sie bei diesen Bedingungen zu klettern (und abzusichern) einschätzen konnte, schlossen wir uns seiner Entscheidung an. Zusammen mit den anderen kehrten wir um (also keine Nudeln im Winterraum der Marco e Rosa Hütte, sondern den ganzen Mist wieder zurück). 60 Minuten später erreichten wir wieder den großen Gendarmen und weitere 3 Stunden, einige beschissene Abkletteraktionen, einer großen Lawine in der Ostflanke und einem Hosenbodenrutschabstieg von der Fuorcla später standen wir wieder am Gletscherbecken unter der Fuorcla und waren glücklich die Steigeisen endlich ausziehen zu können. Die restlichen 2 Stunden zur Tschierva-Hütte verliefen ereignislos und so fielen wir 17 Stunden nach unserem Aufbruch in unser Lager, mit etwas angeschlagenem Stolz (naja in letzter Zeit war ich bei meinen Touren etwas erfolgsverwöhnt). Zurück blieben Eindrücke von einer wunderschönen Tour (auch ohne 4000er) und dem Lob und Anerkennung (und das von einem Bergführer) für unsere Spurarbeit.
Sonntag: Es regnet und zwar den ganzen Weg nach Pontresina, immerhin auch 2 1/4 Stunden. Leider wird der Weg durchs Val Rosseg nicht kürzer. Auch wenn es hier schön ist haben wir vorerst die Schnauze gestrichen voll vom Oberengadin. Den Piz Bernina probieren wir sicher wieder, allerdings nicht mehr über den Biancograt, vielleicht über die NW-Wand? Aber wer kann schon über sich sagen den Biancograt eingespurt zu haben und auf ihm auf- wie auch abgestiegen zu sein.
2011_06_12_Bianco

Sonntag, Juni 05, 2011

Olperer Südostgrat-Nordgrat Überschreitung - 04.06.2011

Nach einem eingeschobenen Arbeitstag am Freitag, gings Samstagfrüh zum Schlegeisspeicher. Um 5:30 Uhr startete ich zur Olpererhütte (600 hm, 1 Stunde) und von dort direkt weiter Richtung Südostgrat (Schneegupfgrat, Riepengrat) des Olperers. Über Blockgelände gings auf den Schneegupf, der leider ziemlich sulzig war, allerdings hatte eine Seilschaft vor mir relativ gut gespurt. Vor dem abschließenden Felsgrat überholte ich die Beiden dann und erreichte den Gipfel nach 2 1/2 Stunden von der Hütte aus (1100 hm). Netter Grat und vor allem der Block vor dem Gipfel hatte es (ich bin direkt drüber gegangen) schon in sich. Nach einer kurzen Verschnaufpause (und ein wenig zusehen wie sich die Beiden fast im Seil erhängt hätten) stieg ich über den Nordgrat ins Schigebiet ab. Die Sicht war wie beim Aufstieg beschissen, die Kletterei aber nicht schwer und ganz nett (wobei die Trittspanngen das Leben vor allem mit dünner Schneeauflage schon um einiges leichter machen). Auch die Schlüsselstelle war kein Problem (was zwei Typen die mir entgegen kamen glaube ich nicht so sahen) und so stand ich nach einer Stunde im Schigebiet. Im Nebel suchte ich mir meinen Weg zurück zur Olpererhütte (1 Stunde), wo ich mein wohlverdientes Frühstück (Speck mit Ei) bekam. 40 Minuten später erreichte ich das Auto und konnte auf eine schöne Solobegehung zurückblicken. Beide Grate sind gut mit Trittspangen gesichert (II/B, aber Achtung, es ist kein Klettersteig). Auf- und Abstieg sind jeweils 1700 hm und insgesamt brauchte ich etwas über 6 Stunden.
2011_06_05_Olperer

Donnerstag, Juni 02, 2011

Hochferner Nordwand - 02.06.2011

Seit Jahren stand die Wand an, leider kam immer wieder was dazwischen, aber gestern Abend fuhren wir (Peter und ich) endlich nach Stein im Pfitschertal und stiegen in der Abenddämmerung zum Hochferner Biwak zu (1 3/4 Stunden von der 3. Kehre). Dort waren wir nicht alleine, Andreas und Matthias (witzigerweise kennen die beiden die Vroni) waren schon etwas länger da und wollten auch die Hochfernerwand machen.
Um 4 Uhr läutete dann mein Wecker, aufstehen, anziehen und um 4:30 Uhr losstarten. Als wir am unteren Eisbruch ankamen sahen wir Andreas und Matthias zu uns heraufsteigen, sowie drei andere Seilschaften, die von der 3. Kehre her kamen. Na gut, also weniger Einsamkeit und mehr Trubel, was solls. Den ersten Bruch überwanden wir frei und auch darüber gings zügig ohne Seil voran. Auch am oberen Bruch entschieden wir uns das Seil im Rucksack zu belassen, um noch etwas Zeit gut zu machen, die wir beim Stapfen im Mittelteil verloren hatten (im teilweise ziemlich grundlosen Sulz). Über dem oberen Bruch hieß es dann Seil raus und stapfen und möglichst in keine der großen Spalten fallen. Aber auch die größte Spalte ließ sich Dank einer tragenden Brücke gut überwinden und so stand nur noch das (leider grundlos weiche) Gipfelfirnfeld zwischen uns und dem Hochfernergipfel. Nach 4 Stunden standen wir dann am Gipfel und leider im Nebel. Die anderen Seilschaften hatten wir nur kurz über dem ersten Eisbruch gesehen, als wir den zweiten bereits überwunden hatten (die haben wohl alle gesichert). Das Wetter verschlechterte sich zusehends und so machten wir uns an den Abstieg durch die Südflanke und den Weißkarferner zum Sommerweg der Hochfeilerhütte. Nach 3 1/4 Stunden und einer mehr oder weniger nervigen Almwanderung waren wir zurück am Auto und genossen die letzten Sonnenstrahlen (ich hoffe die Anderen habens auch irgendwie trocken geschafft).
Nette Eiswand mit 55° wobei der Mittelteil flacher ist und der Eisbruch steiler (allerdings nie steiler als 75°). Bedingungen waren so lala, aber eigentlich nicht schlecht. Die Kletterteile waren blank, nur für den Firn in den flachen Stücken war es deutlich zu warm.
2011_06_02_HochfernerNord

Montag, Mai 30, 2011

Weißseespitze Nordwand - 28./29.05.2011

Dieses Wochenende war eine kleine Eistour mit Claudi und Peter geplant. Eigentlich wollten wir über die Nordwand der Weißseespitze auf diese und dann zum Brandenburgerhaus. Dort übernachten und weiter zum Fluchtkogel und zurück zur Weißseespitze. Ein schöner, gemütlicher Plan um die beiden ans Gehen im Eis zu gewöhnen. Leider machte uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Nach viel zu warmen Tagen, regnete es den ganzen Freitag und am Samstagmorgen hing dicker Nebel am gesamten Weißseeferner. Auch gegen Mittag riss es immer noch nicht auf und wir marschierten Richtung Falgin Joch los. Die Wand sahen wir kein einziges Mal und so versuchten wir vom Joch aus den ersten Teil des Westgrates. Durch die sehr warmen Bedingungen war aber das Vorankommen ohne Schi teilweise etwas mühsam. Auf etwa 3250 m (ja es waren wirklich nur 500hm die wir an dem Tag gemacht hatten) kehrten wir um und fuhren wieder zum Bus ab. Der neue Plan war schnell gefasst. Im Bus schlafen und auf besseres Wetter am Sonntag hoffen. Und siehe da, gegen 16 Uhr lichtete sich der Nebel und es wurde eine strahlende Nach, was die Bedingungen in der Wand massiv verbesserte.
Am Sonntag starteten wir um kurz nach 6 Uhr und zogen zügig Richtung Wand. Schon im untersten Teil tauschten wir die Schi gegen Steigeisen und wühlten uns zusammen mit zwei anderen Seilschaften durch den zum Teil grundlosen Schnee. Eine Tourengruppe hinter uns stieg etwas weiter westlich mit Schiern auf und umging damit das Schneegewühle. Nach 3 1/2 Stunden standen wir dann am Gipfel und konnten das grandiose Panorama bei bester Fernsicht genießen. Mit den Schi gings dann etwas östlich der Weißseespitze (vor dem Zahn) in die Nordhänge (kurzzeitig sogar mit traumhaftem Pulver) und hinunter zum Nörderschartl. Von dort konnten wir die Pisten zurück zum Auto nutzen. Eine schöne, relativ kurze Tour die für Eisnovizen bestens geeignet ist (Achtung Spalten, Lawinen usw.) und bei der wir wieder mal unsere Ausrüstung nur spazieren trugen.
2011_05_28_Weissseespitze

Montag, Mai 23, 2011

Alpin EH am Brauneck - 21./22.05.2011

Dieses Jahr bot die IG-Klettern wieder einen Alpin EH und behelfsmäßige Bergrettungs-Kurs an. Dabei übten Karin und ich mit Angela, Elisabeth, Jaro und Ronny was zu tun ist wenns mal blöd läuft. Im Gegensatz zum letzen Mal (vor zwei Jahren hatten wir schon mal an so einem Kurs teilgenommen) war das Hauptaugenmerk diesmal auf der behelfsmäßigen Bergrettung. So wurde gebastelt und geübt bis die Seilverlängerung, Flaschenzüge usw. saßen. Ein lehrreiches und lustiges Wochenende an dem auch das Wetter bestens mitspielte. Ein Dank noch mal an Flo und Bernd von der Bergwacht und an Benni für den genialen Schweinebraten.
2011_05_21_AlpinEH

Sonntag, Mai 15, 2011

Karabinertests bei Mammut und Klettern im Schlüchttal/Schwedenfels - 12.-14.05.2011

Donnerstag hatten wir (Severin und ich) Messzeit bei Mammut in der Sturzanlage. War sehr interessant zu sehen wieviel Karabiner, Seile und vor allem Dyneema-Schlingen aushalten (ein guter Grund keine Angst mehr vor Stürzen zu haben). Freitag war dann Auswerten und Aufarbeiten in Zürich an der ETH angesagt und Samstag konnten wir uns endlich dem Klettern widmen. Mit dem Fahrrad fuhren wir von Wil nach Waldshut und weiter ins Schlüchttal zum Schwedenfels (ca. 38 km). Ziemlich cooler Granit, mit super abgesicherten Touren, einiges von Robert Jasper eingerichtet. Um mich an den Fels zu gewöhnen, machte ich den Sachsenweg (1.Sl 4+, 2.Sl 5-) unter einmal und dann den Sachsenweg direkt (5+). Dadurch eingewöhnt ging noch Ursus horibilis (7-) als flash und zum Abschluss vor der Heimfahrt konnte ich auch noch die Schwedenverschneidung (6) abhaken. Severin boulderte Eiszeit (8-) aus, die ich im Toprope probierte. Im zweiten Versuch konnte Severin sie beinahe punkten, wäre er nicht von einem Tritt nach den Schlüsselstellen gerutscht (naja mehr Glück beim nächsten Mal). Auf der Heimfahrt holte uns dann das vorhergesagte schlechte Wetter ein und wir kamen ganz schön nass wieder in Wil an. Ein schöner Klettertag, wirklich "by fair means", mit immerhin fast 75 km Radfahren.
2011_05_13_ZürichSchwedenfels

Samstag, Mai 07, 2011

Klettern Chinesische Mauer - 07.05.2011

Nachdem ich gestern mit Claudi und Laura die Isar-Trails unsicher gemacht hatte bekam ich in der Früh die Rechnung präsentiert, nämlich Halsschmerzen (naja kann auch an den Bieren danach gelegen haben). Auf jeden Fall war der Zustieg zur Chinesischen Mauer mit Tom schon ein Horror. Aufwärmen in "Die Raupe" (6b/6b+) war dann auch eher nicht. Nach einer Pause gingen dann aber zumindest jeweils die erste Seillänge vom "Pagodenweg" (5c) und "Mai Ling" (6a) und zum Schluss noch der "Sonntagsspaziergang" (6a+). Damit haben wir zwar nicht schwer geklettert, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.
2011_05_07_ChinesischeMauer

Sonntag, Mai 01, 2011

Klettern im Eselsburgertal - 01.05.2011

Auf dem Rückweg von Kathrins und Matthias Hochzeit in Obersonthofen (Schwaben) machten wir einen Kletterabstecher ins Eselsburgertal auf der Ostalb. Trotz Ausfallerscheinungen vom letzten Abend war das Klettern überraschend gut und Karin stieg auch eine Route vor (ohne Zwang meinerseits ;-)). Nettes Gebiet mit festem Fels, vielleicht ein wenig abgespeckt aber auf jeden Fall einen Besuch wert.
2011_05_01_KletternEselsburgertal

Dienstag, April 26, 2011

Bleau 16.-24.04.2011

Die meisten Menschen sind einfach gestrickt. Sie kommen zu den ewig gleichen Orten zurück, tun immer und immer wieder die gleichen Dinge. Wir auch!

16.04. Anreise/Cuisiniere
Nach einer 8 stündigen Fahrt kamen wir zu Mittag in Barbizone an. Ein Einkauf bei Decathlon bescherte uns ein neues, großes Zelt (der letztjährige Regen war uns eine Lehre, dass nach einer Woche im Schlamm die gebückte Haltung in meinem Exped-Zelt extrem nervt). Claudi, Laura und Vladi warteten in Grez sur Loing schon auf uns und so starteten wir noch nach Cuisiniere. Die Nacht- (oder Halbnacht-) fahrerei forderte allerdings ihren Tribut und so wurde dieser erste Nachmittag eher ein Felsstreicheln und "Wirsindinurlaubbier" trinken als bouldern.
2011_04_16_Cuisiniere

17.04. Canche aux Merciers
Als auch Marie, Wini und Feli angekommen waren, entschieden wir uns für Canche aux Merciers. Ein räumlich kleines aber mir sehr ans Herz gewachsenes Gebiet. Wie immer musste ich die Dachkante neben Supercrack machen (hier merkte ich wie nötig ich richtigen Fels hatte, die Hooks saßen anfänglich nicht und die schlechten Griffe fühlten sich unmöglich an, im zweiten Versuch gings dann aber wieder spielend). Le Nez direct (fb 7a+) ging immer noch nicht, Le Nez (fb 6c) dafür gleich im ersten Versuch. Nachdem in Supercrack (eigentlich La Grande Marche fb 7a+) ein paar Engländer spielten, hatten wir eine gute Ausrede dieses geniale Rissdach anzufassen und mitzuspielen. Seit drei Jahren fasse ich jedes Jahr hin, aber der enge Riss weißt mich jedes Mal zurück. So auch dieses Jahr, aber eng ist ein ziemlich dehnbarer Begriff und nach einigen Versuchen fehlte mir nur noch das Nachschnappen mit der Rechten in den besonders schlechten zweiten Griff. Als dieser Griff endlich ging, kam ich so gepumpt an der Dachkante an, dass ich  noch vor dem Mantle fiel......DAMN......Pause und endlich gehts und sieht auch total flüssig und entspannt aus (angefühlt hat es sich eher nach....au au au au AUTSCH). Ein genialer zweiter Tag...meine erste fb 7a+!...es kann ja nur noch besser werden.
Auch für Karin liefs gut, eine ganze Reihe orangene Probleme fielen und so schmeckte uns beiden das Apres Boulder Bier umso besser.
2011_04_17_Canche aux Merciers

18.04. Potala
Es war heißt, unerträglich heiß. Obwohl Potala weitgehend im Wald liegt war an hartes Bouldern kaum zu denken. OK vielleicht fühlte ich mich auch schlecht weil ich mir offensichtlich einen Sonnenbrand geholt hatte und vor allem meine Kopfbedeckung vergessen hatte. Eine Stoffwindel von Feli schaffte Abhilfe, aber der Schädel war da und das lätschig sein auch. Also ab in den Schatten, rumgeflätst und blöd geredet....das kann ich immer.
2011_04_18_Potala

19.04. Bas Cuvier/Buthiers
Potala war uns eine Lehre. Um der Hitze ein Schnippchen zu schlagen, legten wir in Bas Cuvier eine Frühsession ein. Um 8 Uhr abfahren, kurzes Frühstück im Gebiet und dann im ältesten und größten Gebiet von Bleau anreißen. Anreißen war jetzt vielleicht etwas übertrieben, nach ein paar Versuchen in Cortomaltese (fb 6c+/7a) und Helicopter (fb 7a) hatte ich nämlich böse Arm und Schulter! So ein Dreck, aber gut für Karin, die hatte damit nämlich ihren persönlichen Spotter. Einer mit einem lahmen Flügel aber dummes Quatschen ging ja noch, besser als nichts. Vladi probierte noch Joker (fb 7a), aber ziemlich bald holte uns die Hitze wieder ein.
Damit Karin noch ein wenig Fels anfassen konnte, fuhren wir am Abend mit Marie nach Buthiers, Der orangene Circuit dort hat zwar ein paar hohe Probleme ist aber eigentlich richtig schön. Der getapte Arm machte in dieser Liga auch wieder mit und so konnten wir die ersten 30 Probleme (von 44) lösen. Im Dunkeln machten wir uns noch eine Grill-Calzone, wieder ein fast perfekter Tag.
2011_04_19_Bas Cuviere-Buthiers

20.04. Pausetag Paris
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Pausetag = Paris. Eine einfache Gleichung und die geht immer auf. Bootsfahrt auf der Seine, romantisches Abendessen, was will man mehr.
2011_04_20_Paris


21.04. Petit Bois
Nachdem wir ja schon wussten, dass:
Hitze = schlecht
versuchten wir es einfach mit:
Hitze + Laubwald = OK.
Petit Bois bei Nemours ist das Gebiet mit Big Jim (fb 6c, High Ball, 5 1/2-6 m), La Baleine (fb 7a+) und L'œuf (fb 7b), vor ein paar Jahren besuchten wir es schon einmal. Seit damals hatte sich viel getan. Der gelbe und der Blaue Circuit wurden neu markiert und vor allem vom Dickicht befreit. La Baleine sieht immer noch beeindruckend aus und Big Jim ist immer noch "scheißenhoch", da hatte sich also nichts geändert. Vladi, Wini und ich spielten ein wenig an Big Jim, später dann an La Baleine (dort spielte eher nur Vladi). Nach einer Pause verließen uns Laura, Claudi und Vladi. Wini und ich widmeten uns wieder Big Jim. Die wackeligen Passagen bis zum letzten Loch vor der Kante spielten sich immer besser ein, aber die Sprünge und Stürze aus über 3 Meter (Fußhöhe) flößten mir zunehmend Respekt ein. Der Dynamo aus dem Loch an die Kante wollte (vor allem mit dem Schiss vor der Absprunghöhe) nicht klappen. Auch die finnischen Jungs, die noch mit uns probierten schafften den Zug nicht. Erst als ich mich entschieden hatte Big Jim dieses Jahr keinen Besuch mehr abzustatten löste sich die Anspannung und Karin und ich konnten noch ein paar blaue und gelbe Probleme lösen um den Tag ausklingen zu lassen.
2011_04_21_Petit Bois


22.04. Cuisiniere
Karfreitag, der Wald von Franchard war voll und heiß. Die Sonne brannte noch unbarmherziger als die Tage zuvor und mein Flügel lahmte wieder mal. Karin und ich hirschten durch den Wald auf den Spuren des orangenen Circuit, der eher etwas mit Orientierungslauf zu tun hatte als mit Bouldern, aber trotzdem irgendwie...eigen, weil schön war er nicht. Als wir wieder zu den anderen stießen, konnte ich zumindest Pas Glop (fb 6a) flashen. Das wars für den Tag dann aber auch. An einem Schiffsbug (fb 6b) etwas unter Karma biss ich mir am letzten Zug die Zähne aus.
2011_04_22_Cuisiniere

23.04. 95,2
Nach der großen Hitze hatte es in der Nacht endlich geregnet, Petit Bois fiel damit aber flach. So schwenkten wir auf 95,2 um, wo jeder von uns noch eine Rechnung offen hatte. Claudi war am Morgen nach Hause gefahren und auch Marie, Wini und Feli kamen nicht mehr mit. Zu viert spielten wir am Weg nach 95,2 an Yogi und Yoga, unter anderem weil der Parkplatz voll war und wir fürchteten wie in Cuisiniere überrannt zu werden. Diese Furcht stellte sich als unbegründet heraus. Der Hügel von Retour aux Sources war schon fast gespenstisch leer. Duel dans la Lune (fb 6c) lag im Schatten und nach einigen Versuchen konnte ich das Problem wieder lösen. Wie Rude Boy (fb 7a) allerdings gehen soll ist mir ein Rätsel (für Vladi nicht der hats nämlich weg gehauen). Auch an Retour aux Sources (fb 7a+) spielte niemand, nur ein paar Franzosen picknickten und verräumten ganz unauffällig eine Stahlbürste als wir ziemlich missbilligend zu ihnen sahen. Die Züge bis zum Zugreifen vor dem Ohr liefen auf Anhieb recht gut, aber da der Block voll in der Sonne lag und ich mir sowieso wenig Illusionen über meine Fähigkeiten die nächsten Züge zu lösen machte, wechselte ich zu Tentation (fb 7a). Den Hook vom letzten Jahr konnte ich nicht setzten und auch sonst fühlten sich alle Züge falsch an. Auch Vladi hatte Probleme bis zur Zange an der Vorderkante zu kommen.....meine Laune ging eher gegen Null. Also wieder abflaken. Nach einiger Zeit und einem Schläfchen kamen Gabs, Dani und Andre vorbei. Dani spielte mit mir Tentation weiter während die Anderen an Retour aux Sources bastelten. Plötzlich hielt der Hook und auch die Züge fielen leichter (was sicher nichts damit zu tun hatte, dass die Sonne nicht mehr direkt drauf knallte, ich Hornochse). Einige weitere Versuche und plötzlich hatte ich die Ausstiegskelle in der Hand, ganz einfach, warum nicht gleich?
Karin hatte an diesem Tag ihren gehassten Zwerg rein durch Technik gelöst (wirklich schön und vor allem reproduzierbar) und so konnten wir getrost entscheiden am nächsten Tag die Heimreise anzutreten. Das Gewitter und der Regen in der Nacht bestärkten uns nur noch in unserer Entscheidung.
2011_04_23_95,2

25.04. Isar
Einen Tag und 900 km später an der Isar liegend hat das schreiben richtig Spaß gemacht. In Erinnerungen schwelgen, auch wenn diese erst ein paar Tage alt sind. Ich möchte allen für den schönen Urlaub danken. Allen voran Karin, die mich auch noch erträgt wenn ich ein Problem gelöst habe und ihr dann jeden Zug schon mindestens zum 20sten Mal erklärt habe. Aber auch Laura, Vladi, Claudi, Marie, Wini und Feli für das wahrscheinlich entspannteste Bleau überhaupt......Danke.

Sonntag, April 10, 2011

Bouldern in Buchenhain und am Beach - 09./10.04.2011

Da Karin am Samstag arbeiten musste fuhr ich mit dem Fahrrad nach Buchenhain und boulderte dort ein wenig. Die kurze Session war für Buchenhain überraschend gut und somit das Wetter perfekt genutzt.
Sonntag waren wir dann beim Geburtstag von Karins Tanten in Franken. Den Vormittag nutzten wir aber noch an der Mühlwand (Beach) in Velden um ein wenig zu bouldern und uns für nächste Woche in Bleau warm zu machen.
2011_04_10_BouldernBeach

Montag, April 04, 2011

Piz Palü Überschreitung und Fortezza - 02./03.04.2011

Das letzte Wochenende mit seinem super Wetter sollte der krönende Abschluss für diese Tourensaison werden. Aus diesem Grund fuhren wir (Karin, Stephan, Peter und ich) ins Oberengadin zur Diavolezza Talstation um am Samstag zum Berghaus Diavolezza aufzusteigen und Sonntag den Palü zu machen. Der Aufstieg durch das Skigebiet zeigte sich aufregender als gedacht und wir konnten zusehen wie Lawinen vom Hubschrauber aus abgesprengt werden. Trotz dieser Verzögerung von 45 Minuten konnten wir das Berghaus Diavolezza nach 3 1/4 Stunden (900 hm) erreichen. Der Ausblick in den Thronsaal der Alpen war dann der Lohn für den Aufstieg (und den Sonnenbrand).
Sonntag starteten wir dann um 6 Uhr mit einer knackigen (weil pickelhart, steil und in Fels durchsetztem Gelände) 200 hm Abfahrt auf den Pers Gletscher. Dort wurde aufgefellt und bei langsam beginnender Dämmerung gings über stufiges Gelände zum unteren Eisbruch. Durch diesen hindurch und immer weiter Richtung der Schulter östlich des Piz Palü. Die vielen anderen Leute störten eigentlich nicht weiter, nur 3 Führergruppen mit insgesamt über 20 Leuten nervten im letzten Hang vor der Schulter brutal. Auf der Schulter ließen wir unsere Ski nicht zurück, da wir am Vorabend gehört hatten, dass die Überschreitung ganz gut gehen sollte. Nach 4 Stunden erreichten wir alle den Hauptgipfel und konnten (im Gegensatz zu den Anderen die ihre Ski auf der Schulter zurück gelassen hatten) weiter Richtung Piz Spinas absteigen. Nach einem kurzen Abstieg durch einen Felsriegel gings dann auf Skiern weiter zur den Bellavista Terrassen und von dort aus Richtung Fortezza Grat. Leider verpassten wir die Einfahrt ins "Loch" und standen plötzlich vor der ersten Abseilstelle der Fortezza. Nach dreimaligem Abseilen kam eine ziemlich beschissene Querung in fauligem Schnee und zwei weitere Abseilstellen. Von dort aus wurde dann in teilweise hüfthohem Schnee zum letzten Gratabschnitt gequert und dieser in kombiniertem Gelände überklettert bis wir endlich (nach 3 Stunden Kampf und Krampf) unsere Ski wieder anziehen konnten. Der Fortezza Grat wird im Sommer mit WS / II angegeben, wobei es uns durch den sehr weichen Schnee etwas schwerer vor kam. Nach diesem Intermezzo fuhren wir die verbleibenden 1500 hm über den Monteratsch Gletscher ab. Die Rätische Bahn brachte uns schlussendlich nach einem wohlverdienten Radler zurück zu unserem Auto an der Diavolezza Talstation.
Insgesamt eine 10 1/2 Stunden Tour mit sehr eindrücklicher Landschaft und einigen (an der Fortezza) ziemlich ausgesetzten Stellen. Die perfekte Tour um die Saison zu beenden, danke noch mal an Stephan und Peter, dass sie uns auf dieser Tour begleitet haben.
2011_04_03_PizPalü

Montag, März 28, 2011

Skitour aufs Hohe Brett und die Lampsenspitze 26./27.03.2011

Obwohl das Wetter fürs Wochenende nicht wirklich gut angesagt war, konnten wir zwei wirklich schöne Skhitouren gehen. Am Samstag das Hohe Brett (2338 m) im Berchtesgadener Land und am Sonntag die Lampsenspitze (2876 m) im Sellrain.

Das Brett folgt zuerst der Aufstiegsroute auf den Hohen Göll durchs Alpeltal. Auch dieses Mal hieß es tragen bis zur zweiten Steilstufe. Die Touren trennt sich dann am Anfang der Umgäng, auf  den Göll gehts durch die Umgäng zur Südrinne wärend man auf das Hohe Brett gleich die steile Rinne Richtung Gipfel empor steigt. Den Gipfel konnten wir nach 3:20 Stunden erreichen bei relativ wechselhaften Wetter und sehr starkem Wind. Im Gegensatz zum Göll hatten sich aufs Brett nur relativ wenige Skitourengänger verirrt. Die Abfahrt war dann bis auf ein Stück in der Mitte überraschend gut und nach einigen Pausen kamen wir wieder heil am Auto an.
2011_03_26_HohesBrett

Sonntag wollten wir eigentlich mit Tommi auf die Hohe Munde, das schlechte Wetter und die geringe Schneelage ließen uns dann aber weiter ins Sellrain fahren wo wir bei wirklich gutem Wetter (wer hat bei der Vorhersage auch gerechnet einen Sonnenbrand zu bekommen) auf die Lampsenspitze gingen. Bis zum Satteljoch benötigten wir 2:45 Stunden, wo Karin zurück blieb. In weiteren 10 Minuten waren wir dann zu Fuß am Gipfel, den wir sogar ein wenig für uns alleine hatten. Die Abfahrt gestaltete sich als wirklich interessant da der Schnee eine Mischung aus Harsch und Sulz war. Den Haxen hat sich keiner gebrochen und somit konnten wir die Supertour im Sonnenschein mit einem Weißbier beschließen.
2011_03_27_Lampsenspitz
Am Montag waren die Füße dann sogar ein wenig schwer nach so einem 2500 hm Wochenende.

Montag, März 21, 2011

Bouldern Chironico - 19./20.03.2011

Die starken Neuschneefälle und das kalte Wetter trieben uns (Laura, Steffi, Vladi und Stefan) dieses Wochenende ins warme Tessin zum Bouldern in Chironico. Die Sonne lies uns fast vergessen, dass an der Alpennordseite noch tiefster Winter herrscht. Viel gezogen habe ich nicht, aber das in der Sonne fläzen war die 5 Stunden Fahrt schon wert. Nächstes Mal dann wieder schwerer als 6a+/6b.
2011_03_20_Chironico
Richtig schöne Fotos hat der Vladi gemacht.

Sonntag, März 13, 2011

Skitour Hochfügen / Zwieselbacher Rosskogel - 12./13.03.2011

Am Samstag nutzten wir das schöne Föhnwetter um mit meinen Eltern eine kleine Skitour in Hochfügen zu machen. Karin und Mama blieben auf der Holzalm wärend ich mit Papa noch Richtung Marchkopf aufstiegen (zumindest noch ein Stück). Bei der Abfahrt holten wir die beiden Mädels an der Holzalm ab und fuhren gemeinsam ins Tal (bzw. Mama ging mit ihren Schneeschuhen).
2011_03_12_SkitourHochfügen

Sonntag zeigte sich das Wetter leider nicht von seiner besten Seite, was Hannes und mich aber nicht hinderte den Zwieselbacher Rosskogel im Sellrain in Angriff zu nehmen. Zwischenzeitlich zeigte sich auf dem 3 Stunden 10 Minuten Aufstieg sogar die Sonne. Nach einer kurzen Gipfelrast wollten wir eigentlich noch den Rotgrubenspitz machen. Das Wetter drückte allerdings immer schlechter von Süden herein, so dass wir uns entschieden abzufahren. Eine nette Tour die entfernungsmäßig an die Touren ins Watzmannkar erinnert (1450 hm, 7,5 km).
2011_03_13_ZwieselbacherRosskogel

Sonntag, Februar 27, 2011

Pitztal Freeriden - 26./27.02.2011

Dieses Jahr gings mit den Kletterern nicht nach Obertauern sondern ins Pitztal. Für diese Entscheidung wurden wir mit einem absoult genialen Powder- und Sonnentag am Samstag belohnt. Aufgestiegen wurde nicht viel, dafür umso mehr abgefahren, am Ende dann auch über den Taschachferner nach Mittelberg. Diese Abfahrt konnten wir, wie viele andere an dem Tag, als Erste einspuren. Sonntag war dann zwar wieder super Powder, aber die Sicht hielt sich in Grenzen. Ein traumhaftes Wochenende mit vielen, vielen, vielen Abfahrtshöhenmetern (there are no friends on powder days!).
2011_02_26_Pitztal