Sonntag, Januar 31, 2016

Kampenwand Überschreitung - 30.01.2016

Wieder mal kein Schnee, aber frei und schönes Wetter. Also leichte Kletterei als "Winterbegehung" mit Peter, Matze und Alejandro und zwar die Überschreitung der Kampenwand. Der Aufstieg zur Bergstation (1¾ Stunden, 880 hm) war weitgehend schneefrei und nur bei einem kleinen Verhauer zum Einstieg brachen wir manchmal im nordseitigen Schnee ein (¼ Stunde, 140 hm). Wir überholten in der leichten Kletterei mehrere Seilschaften, die alle am Seil gingen und ausgerüstet waren als würden sie in eine der großen Nordwände einsteigen. Das Seil kam bei uns erst zum Abseilen vom Gmelchturm aus dem Rucksack, dabei wurden wir dann wieder überholt. Am Teufelsturm konnten wir das Seil von einer der anderen Seilschaften mitnutzen und dann kam die einzige Stelle der Tour die wirklich an eine Winterbegehung erinnerte, 1½ Stunden warten vor der Schlüsselstelle, bis endlich alle (7) aus der Gruppe vor uns durch die Verschneidung am Hauptgipfel waren. Die Stelle ist nicht wirklich schwer (UIAA 4+), wenn auch wegen tiefgefrorener Finger nicht ganz angenehm. Nach dem Hauptgipfel nahmen wir dann noch jede Spitze bis zum Ostgipfel mit (4¼ Stunden, 290 hm). Wir genossen noch kurz die Sonne (¼ Stunde) bevor wir uns auf den Weg zurück zum Auto machten (1½ Stunden). Eine sehr lustige Tour, die wir lachend die "Wampenkante Integrale" genannt haben.
2016_01_30_KampenwandUeberschreitung

Freitag, Januar 29, 2016

Nachtskitour Garmisch Kreuzalm - 29.01.2016

Nachdem die Woche ziemlich warm war und dadurch für mich auch ziemlich fahrradlastig, gings Donnerstag Mittag noch zum Drytoolen und am Abend dann auf eine Feierabendskitour nach Garmisch. Stephan, Josef und ich stiegen über die Aufstiegsspur zur Kreuzalm auf (1½ Stunde, 850 hm), die gerade noch genug Schnee für den Aufstieg aufweist. Viel länger darf dieses Wetter aber nicht mehr anhalten, sonst werden mir sogar die Stoanaski zu schade für solche Feierabendaktionen. Auf jeden Fall wars lustig.
2016_01_28_NachtskitourKreuzalm

Sonntag, Januar 24, 2016

Kinderskifahren und ISPO - 23./24.01.2016

Am Samstag trafen wir uns bei mäßigem Wetter mit Steffi und Stephan und den Kindern in Wegscheid und während die Mädels eine kleine Skitour zur Florihütte gehen konnten, bespaßten Stephan und ich die Kinder. Für Paul gings zum ersten Mal an einen Skilift und so schlecht gings gar nicht.
Sonntag besuchten wir wie jedes Jahr die ISPO. Neben Claudi, Philipp und Sarah trafen wir auch Steve House (der sich sogar noch an unser letztes Treffen erinnern konnte) und wie jedes Jahr Johanna bei Chillaz und Katrin bei AustriAlpin (übrigens sieht der Fish recht vielversprechend aus, würde ich gerne mal im Einsatz testen). Alles in allem ein sehr netter aber auch anstrengender Tag.
Nachtrag: Vielen dank an die netten Mitarbeiter der Firma Wintersteiger für die wieder wie neu aussehenden Ski.

Mittwoch, Januar 20, 2016

Nachtskitour Tanzeck - 19.01.2016

Feierabendskitour mit den Jungs im Spitzinggebiet. Vom Parkplatz gings über die Schönfeldhütte aufs Tanzeck (1¼ Stunden, 650 hm). Vom Gipfel fuhren wir in fast perfektem Pulver zur Krottentaleralm ab und stiegn durch den Wald zum Taubensteinhaus auf (½ Stunde, 130 hm). Nach einem kleinen Abendessen gings über den Taubensteinsattel (10 Minuten, 40 hm) zurück zum Auto.
Mit 820 hm eine kleine aber feine Skitour, die im Gegensatz zu unseren üblichen Nachtskitouren weitgehend abseits von Pisten verlief.
2016_01_19_Tanzeck

Montag, Januar 18, 2016

Christlum, Percher und Rofan - 16./17.01.2016

Schnee, endlich! Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern viel! Also raus mit den Ski! Der Weg nach Achenkirch war schon lustig, so ein Allrader zieht halt doch an allen vorbei, die das Schneekettenschild am Kasbach nicht lesen können. Der Aufstieg war nett, erst am Grat blies der Wind so stark, dass es richtig unangenehm war (1 Stunde 40 Minuten, 850 hm). Auch ohne Abseits zu fahren, konnte man bei der Abfahrt genügend knietiefen Pulver mitnehmen. Und weils so schön war, machten wir bei der Heimfahrt noch einen Abstecher zum GH Hubertus und stiegen über die Percher zur Bärenbadalm und zur Lawinensprengbahn etwas oberhalb auf (1¼ Stunden, 550 hm). Die Abfahrt war noch besser als in der Christlum, bester Powder der Saison ;)
Sonntag begleitete Hannes uns ins Rofan. Von Maurach gings über die Talabfahrt hinauf zum Sessellift (1¼ Stunden, 450 hm) und die unpräparierte Alte-Abfahrt zur Erfurter Hütte (¾ Stunde, 420 hm). Karin blieb hier, während Hannes und ich noch Richtung Seekarlspitz aufbrachen. Zuerst gut gespurt, mussten wir uns schließlich beim Spuren im grundlosen Schnee ganz schön anstrengen. Als uns dann auch noch der vorhergesagte starke Nordwind entgegen blies, drehten wir um (¾ Stunde, 200 hm) und kehrten zu Karin in der Erfurter Hütte ein (½ Stunde). Bei der Abfahrt brannten dann die Oberschenkel und wir wünschten uns unsere Richtigen und nicht die "Stoana" Ski.
Ein super Wochenende, das für den Schneemangel bis jetzt entschädigte.
2016_01_17 AchenseeSkitouren

Dienstag, Januar 05, 2016

Rauher Kopf - 03.01.2016

Mit Corinna, Laura und Vladi waren wir an Silvester noch am ausgelassenen Sylvensteinstausee. Das neue Jahr hatte dann aber mit recht schlechtem Wetter begonnen, ohne dass das Wasser als Schnee aus dem Himmel gefallen wäre. So konnte sich an Neujahr keiner motivieren in die Berge zu gehen. Zurück im BGL blieb das schlechte Wetter, aber ohne nennenswerten Neuschneezuwachs. So entschloss ich mich noch eine kleine Abend-Winter-Wanderung zu unternehmen, auf den Rauhen Kopf (1½ Stunden, 1000 hm). Der Niederschlag hatte zumindest gereicht, um mit Paul am Götschen auf den Skieren zu stehen.
2016_01_03_RauherKopf

Mittwoch, Dezember 30, 2015

Untersberg Südwand Barthkamin und einen guten Rutsch - 30.12.2015

Heute sollte noch eine Jahresabschlusstour her. Der Blick von der Kneifelspitze gestern hatte definitiv Lust auf den Untersberg gemacht. Wir haben zwar am Gamsalmkopf noch zwei Rechnungen offen, dass aber die Querungen zu den Touren am Gamsalmkopf wegen Schnees nicht wirklich nett sein würden, sahen wir gestern auch. Also entschieden wir uns für die Südwand des Untersberg, kein Schnee und viel Sonne, den ganzen Tag über. Das letzte Mal, dass ich am 30. Dezember eine Mehrseillängentour geklettert bin, war in Spanien, damals am Peñon de Ifach, heute wars mindestens genau so schön und noch dazu mit Karin. Wir stiegen vom Parkplatz in Ettenberg über den Scheibenkaser gemütlich zum Einstieg der Südwand auf (2 Stunden, 1030 hm). Vor uns waren noch zwei Kletterer in der ersten SL der Südwand, weshalb wir noch etwas warten mussten, die Sonnen genießen konnten und einen Gänsegeier beobachteten. Um zum Barthkamin (IV+, 4 SL) zu gelangen, klettert man zuerst die ersten 4 SL der Südwand (III+, sehr abgespeckt), dabei kommt man in den Genuß von einfacher aber netter Kletterei (inklusive des Nudelwalkers) und quert dann über ein Band zu einer Höhle, dort beginnt der Kamin. Der Barthkamin zieht sich durch die oberen 2/3 der Wand und ist auch vom Tal aus gut zu sehen. Die Kletterei ist durchwegs in festem Fels und macht richtig Spaß. Vor allem die erste SL (es ist auch die schwerste) ist ein wahrer Genuss. Diese Seillänge weist ein paar Bohrhaken auf, während die restlichen SL meist nur einen oder zwei Zwischenhaken besitzen, ein Satz Friends oder Keile steigert die Moral erheblich. Die Route endet knapp unterhalb (etwas östlich) des Gipfels (3¾ Stunden, 170 hm), welchen wir wegen der vorgerückten Stunde links liegen ließen und durchs Mittagsloch zum Scheibenkaser abstiegen (1¼ Stunden). Im letzten Licht erreichten wir das Auto (¾ Stunde) etwa 8½ Stunden nach unserem Aufbruch. Eine super Jahresabschlusstour!
2015_12_30_Barthkamin

Wie jedes Jahr gibts eine kleine Zusammenfassung: Dieses Jahr war vor allem durch unsere Europa-Süd-Ost Reise und meinen Indienaufenthalt geprägt. Dennoch haben wir 41725 hm, davon 20630 hm mit Skiern, gemacht. Der schöne Herbst und Frühwinter bescherte uns zwar kein Skivergnügen, dafür aber mehr Mehrseillängenklettertouren als in den letzten 4 Jahren zusammen. Karin will ich für die gemeinsamen Touren und für die Zeit die sie mir in den Bergen (auch mit anderen Partnern) geschenkt hat danken.

Wir wünschen allen ein gutes und gesundes Jahr 2016 und viele schöne Bergerlebnisse.

Dienstag, Dezember 29, 2015

Kneifelspitze - 29.12.2015

Ein Tag wandern mit den Kindern. Diesmal nicht von der Kirche Maria Gern sondern vom oberen Wandererparkplatz auf die Kneifelspitze (50 Minuten, 350 hm). Den Abstieg bewältigte Paul diesmal sogar ganz alleine.
2015_12_29_Kneifelspitze

Montag, Dezember 28, 2015

Kleiner und Großer Rotofenturm - 28.12.2015

Über Weihnachten hatte uns eine Erkältung niedergestreckt, doch nach ein paar Tagen Abstinenz bei perfektem Wetter mussten wir einfach hinaus. Was bietet sich Besseres an, als einfache Kletterei in schönem alpinen Ambiente mit kurzem Zustieg? Deshalb wieder Mal das Kinn und die Nase der Schlafenden Hexe. Bei relativ zapfigen Temperaturen gings zum Rotofensattel (1¼ Stunde, 600 hm) und von dort kletternd auf den Kleinen Rotofenturm. Diesmal kletterte ich nicht rechts an dem Bäuchlein sondern etwas links direkt, was sich als ganz schön brüchig und gar nicht so ganz leicht herausstellte (ganz schön harte III+). Dafür rochen wir heute am Gipfel nicht nach Duftbaum "Latschengrün". Das Abseilen in die Scharte ist wie immer sehr luftig, dafür der Weiterweg auf die Nase eher ein Radweg als Kletterei (1½ Stunden, 100 hm, ein Steinadlerpärchen umkreiste uns am Grat, wirklich schöne Tiere). Das warme, sonnige Wetter lud zu einer ausgiebigen Rast am Gipfel ein und im Gegensatz zum Massenandrang am Signalkopf waren wir alleine. Wie die letzten Male auch schon kletterten wir in die Scharte ab, nur seilten wir uns heute über die Reichenhaller Rinne ab (1 Stunde). Ganz schön schwere, steile Kletterei dort und das in wenig festem Fels (ziemlich beeindruckend, ein Block so groß wie ich, der nur noch recht locker hängt). Am Rotofensattel trafen wir noch Claudia und ihren Bruder David  und nach einem kurzen Ratscher brachten wir noch die Pflicht nach der Kür hinunter zum Auto hinter uns (¾ Stunde). Ein super schöner Tag und man würde nie meinen es ist Ende Dezember.
2015_12_28_SchlafendeHexe

Dienstag, Dezember 22, 2015

Martinswand Auckenthaler - 21.12.2015

Und weils so schön warm war und mit dem Skifahren sowieso noch nichts ist, sind wir in der Martinswand klettern gewesen. Kurzer Tag, also früh los. Wobei wenn man bei mir zu Hause noch Kaffee trinkt und beim Tommi auch, dann kommt man erst um 10 Uhr zum Klettern. Der Zustieg durch die Vorbauschrofen zum Einstieg der Auckenthaler (¾ Stunde, 240 hm) ist weniger schlimm als gedacht und weil gut markiert, auch nicht schwer zu finden. Die Tour selbst ist schön, um nicht zu sagen wunderschön und folgt der logischen Linie einem Riss entlang durch die Hauptwand (3½ Stunden, 140 hm). Peter stieg alles vor und obwohl wir als Dreierseilschaft unterwegs waren, liefs halbwegs schnell. Vom Wandbuch (wir waren die 40. Begehung dieses Jahr) folgten wir den kleinen roten Punkten durch den Schotter, zum Teil sehr luftig, ans Ende der Wand (½ Stunde, 150). Den Pfad den wir am Ausstieg fanden, folgten wir nach Nord-Westen, um dann durch die Ehnbachklamm abzusteigen (1¾ Stunden, 250 hm). Das ist zwar nicht der normale Abstieg (nach Osten zur Gallerie), aber eine nette Wanderung.
Alles in allem eine sehr schöne Tour, der Zu- und vor allem der Abstieg (weiterer Aufstieg zum Wandende) fordern Trittsicherheit und freies Klettern bis in den III Grad. Das Tourabschlussbier haben wir uns definitiv verdient, als wir 7 Stunden nach unserem Aufbruch wieder am Auto ankamen und wer nimmt schon an, dass man knapp 800 hm macht bei einer Kletterei in der Martinswand.
2015_12_21_Auckenthaler

Sonntag, Dezember 20, 2015

Pidinger Klettersteig / Steinerne Jäger - 20.12.2015

Was macht man rund um die Wintersonnenwende? Genau, Klettersteig gehen! Zumindest dieses Jahr, weil Winter will sich ja immer noch nicht einstellen und so hat man fast im gesamten Steig keine Schneeberührung (im Gegensatz zu unserer letzten Begehung). Im Dunkeln stieg ich von Urwies zum Einstieg (1 Stunde, 600 hm) und obwohl der Steig nordseitig ausgerichtet ist, konnte ich den Sonnenaufgang im Steig beobachten und kam bei frühlingshaften Temperaturen am Gipfel an (2 Stunden, 740 hm). Die warme Sonne hätte zwar zum Verweilen eingeladen, aber heute pressierte es ein wenig und so brach ich nach ¼ Stunde wieder auf. Der Abstieg führte mich diesmal über die Stoanernen Jaga zurück zum Wandererparkplatz in Urwies (1½ Stunden, 50 hm). Eine wunderschöne Runde mit knapp 1400 hm und wenn man bedenkt, dass der Staufen mit 4 Stunden angeschrieben steht, ist eine Gesamtzeit von 4¾ Stunden gar nicht so ganz schlecht.
2015_12_20_Staufen

Sonntag, Dezember 13, 2015

Saalbach Wochenende - 12./13.12.2015

Dieses Wochenende war endlich Karin und mein Skitourensaisonauftakt, in Saalbach, bei Rave on Snow. Schneetechnisch siehts auch in Saalbach traurig aus, selbst auf den Pisten hat man nur sehr begrenzte Auswahl, aber für ein bisschen Bewegung hat es dann doch gereicht. Am Samstag auf den Kohlmaiskopf (1¾ Stunden, 800 hm). Bei dieser Tour liehen wir dann auch noch unsere Jacken einem verletzten Skifahrer, bis er ausgeflogen wurde. Sonntag gings auf den Bernkogel (1½ Stunden, 730 hm). Hier war die Abfahrt im Gegensatz zum Tag zuvor überraschend gut, etwas firnig, fast wie im Frühjahr.
2015_12_1213_RoS

Sonntag, Dezember 06, 2015

Kleiner Rauher Kopf und Achenkopf-Westwand - 05./06.12.2015

Nikolaus-Wochenende in Berchtesgaden, die Temperaturen und das Wetter erinnern aber eher an Frühling oder Frühsommer. Also ideal um eine kleine Wanderung über die Kastensteinerwand (½ Stunde, 170 hm) und das Blaue Kastl (½ Stunde, 350 hm) auf den Kleinen Rauhen Kopf (½ Stunden, 430 hm, gesamt:↑1½ Stunden, 950 hm, ↓¾ Stunde) zu machen, bevor es zum Nikolausauszug in die Strub ging.

Ich habe mir sagen lassen, dass mache Leute Anfang Dezember Skitouren gehen, wir nicht, Bäda und ich waren Sonntags in der Achenkopf-Westwand. Die Tour Unt eini, om ausi (11 SL, 6/6+) sollte aber besser Unten Gras und oben Bruch heißen und wird definitiv von uns nicht noch einmal gemacht. Aber alles der Reihe nach. Den Einstieg fanden wir trotz eines Verhauers problemlos (1 Stunde, 450 hm). Allerdings hätte uns der neue Ausbruch direkt neben dem ersten Haken schon sagen sollen was es in der Tour spielt. Die leider nicht wirklich logische Linie verläuft vor allem im Gras (welches es in der Wand zur Genüge gibt) und dort wo der Fels berührt wird ist dieser brüchig. Die eigentlichen Kletterlängen in der Mitte der Tour sind bevorzugt Plattenkletterei auf teilweise wasserzerfressenem Kalk. Einzig die letzte Länge ist ordentlich zum Hinlangen. Nachdem ich für die Einstiegsplatte in die letzte Länge aber keine wirkliche Lösung fand, durfte/musste sowieso Peter ran. Als wir endlich aus der Route ausstiegen (4¾ Stunden, 250 hm) waren wir beide froh, dieses senkrechte Gartln hinter uns gebracht zu haben. Vom Ausstieg gings dann teilweise durch Schnee und Gehölz zur Achenwiese (½ Stunde, 170 hm) und über einen markierten Steig zum Zehnkaser (½ Stunde, 50 hm). Von dort stiegen wir den Almsteig ab, zum Glück war an den unangenehmen Passagen kein Schnee mehr, sonst hätten wir wohl wenig Freude gehabt (1 Stunde, 20 hm). Eine doch relativ lange Tour für die kurzen Dezembertage (gesamt: 7¾ Stunden, 940 hm), die Kletterei an der Gurrwand wird uns aber eher nicht nochmal sehen.
2015_12_0506_KleinerRauherKopfAchenkopfWest

Montag, November 16, 2015

Tirol Wochenende - 14.-16.11.2015

Karin war dieses Wochenende in Wien und wir fuhren nach Tirol. Samstag durften die Kinder an den Routen am Plateau ein bisschen klettern. Zum Sonnenaufgang am Sonntag gings für mich aufs Ebner Joch (Astenau: 500 hm, ¾ Stunde; Gipfel: 500 hm, 40 Minuten). Beim Warten auf die Sonne merkte man dann doch, dass November ist und so benötigte ich einen Teil des Abstiegs (50 Minuten) um wieder Gefühl in die Finger zu bekommen. Später am Sonntag wanderten wir mit den Kindern dann im Silberwald in Schwaz.
Montag war dann perfektes Wetter und ich konnte endlich einen Teil eines Geburtstagsgeschenks an meine Mutter einlösen, wir gingen in der Martinswand klettern. Also ein nicht ganz uneigennütziges Geschenk. Unser Ziel war die Emmentaler, schöne Plattenkletterei im 4ten Grad (4 SL), bestens abgesichert. In der zweiten SL wurden wir dann auch prompt von einem Freesolokletterer überholt.
Ein sehr entspanntes Wochenende mit viel besserem Wetter als vorhergesagt.
2015_11_14-16_Tirol

Mittwoch, November 11, 2015

Kaiser Max Spätlese und Maxl's Krone - 11.11.2015

Weil ich immer noch die beste Ehefrau und den besten Chef der Welt habe, war ich mit Vladi heute an der Martinswand. Als Erste an der Wand, hatten wir die Auswahl und wählten die Kaiser Max Spätlese (7 SL, 6+). In der zweiten SL hatte ich im Nachstieg ein wenig zu kämpfen, aber die Platte in der letzten SL die mir zufiel, bin ich dann ohne Probleme weggestanden. Wer hätte gedacht, dass ich mal ein Plattenschleicher werde. Übrigens eignen sich die 3. und 4. SL ausgezeichnet zum Zusammenhängen, die 5. und 6. SL, wegen der großen Reibung, überhaupt nicht (was wir mit einem Zwischenstand lösen mussten).
Zum Drüberstreuen stiegen wir dann noch in Maxl's Krone (5 SL, 7-) ein. Die Route hat relativ ausgewogene Schwierigkeiten und so mussten wir beide auch mal etwas herzhafter zupacken. Die Schlüssellänge (wieder meine) war überraschend steil und die "schönen Platten" stellten sich als kniffliger heraus als die eigentliche 7- Stelle. In der Ausstiegslänge legte Vladi dann noch einen Sturz hin, passiert ist aber nichts weil steil genug wars noch.
Der Abstieg vom Ring des Ostrisses stellte sich als unangenehmer als gedacht heraus und so benötigten wir auch etwas länger bis wir wieder auf dem Steig zum Parkplatz waren. Ein super schöner Tag mit richtig schöner Plaisirkletterei und anscheinend können wir zwei ja doch noch ein wenig Klettern. Und hier gibt es den Blog von Vladi.
2015_11_11_Spaetlese+MaxlsKrone

Sonntag, November 08, 2015

BGL Wochenende - 07./08.11.2015

Samstag, Untersberg Klettern:
Nach dem tollen Wetter unter der Woche war auch das Wochenende gut angesagt, also war der Plan noch einen weiteren Klettertag, diesmal am Untersberg, einzulegen. Um 7 Uhr gings von Ettenberg zum Scheibenkaser und weiter zum Rucksackdepot, wo der Weg zum Hochthronsteig eine scharfe Linkskurve macht (1½ Stunden, 760 hm). Von dort aus gings weglos über eine kleine Scharte nach Norden zum Fuß des Gamsalmkopf (½ Stunde, 90 hm). Unser eigentliches Ziel, den Dori-Weg (9 SL, 6-) wollte auch eine Seilschaft direkt hinter uns machen und da uns die Route egal war, kletterten wir die erste Seillänge (3+) der Gamsalmplatten (11 SL, 6+), um zum Einstieg der Südkante (6 SL, 4+, E3) zu kommen. Gerade als wir alles vorbereitet hatten und losklettern wollten begann es zu regnen, nicht nur ein bisschen, sondern so richtig. Also warteten wir und machten Brotzeit, leider verzog sich der Regen nicht und die ganzen Platten ringsum verwandelten sich in Sturzbäche. Für uns war klar, dass wir hier und heute keinen Auftrag mehr haben würden und stiegen zur anfänglichen Plattenquerung ab. Die eigentlich einfache Stelle, wurde nun zum unüberwindlichen Hindernis für uns, so seilten wir uns auf ein tiefer liegendes Band ab und querten so zurück zum Dori-Weg. Richard aus der anderen Seilschaft sicherte Karin noch die Schrofen zum Einstieg hinauf und dann machen wir uns alle auf den Rückweg durch das feuchte Gras-/Schrofengelände. Zurück am Scheibenkaser hatte der Regen zwar aufgehört, aber starker Wind wehte und wir räumten nur schnell das Kletterzeug in den Rucksack und stiegen weiter ab. Am Scheibenkaser trafen sich auch schon andere Kletterer, die wegen des Regens oder wegen des Windes (an der Südwand hatte es wohl weniger geregnet) umgekehrt waren. Beim Abstieg zum Rossboden kam sogar die Sonne wieder heraus, ob es am Nachmittag noch kletterbar gewesen wäre oder nicht weiß ich nicht, aber die Platten am Gamsalmkopf benötigen sicher ein bisschen mehr als ein/zwei Stunden Sonne um zu trocknen. Gesamt dauerte unsere Wanderung 5½ Stunden mit 950 hm. Die angepeilten Touren werden wir einfach nächstes Jahr wieder versuchen.

Sonntag, Frechengraben:
Sonntag war das Wetter dann wieder perfekt, also Kinder eingepackt und zum Frechengraben, um mit den Kindern am Wasser zu spielen.
2015_11_08_Frechen

Rein für den klettertechnischen Spaßfaktor wäre eine geringfügig andere Zeiteinteilung an diesem Wochenende definitiv besser gewesen, aber die Touren am Untersberg laufen uns ja nicht davon.

Nachtrag: Bernhard ist den Dori-Weg heute gegangen und es war trocken genug, aber dafür wohl recht viel los.

Donnerstag, November 05, 2015

Christakante - 04.11.2015

Begonnen hatte alles am Montag mit einer Mail von Vladi: "Du hast nicht zufällig die Woche spontan unter der Woche frei? oder kannst frei nehmen für ne Herbsttour? Wetter ist ja bombig" Gesagt getan und weil ich die beste Frau und den besten Chef der Welt habe, konnte es Mittwochfrüh losgehen. Von der Wochenbrunner Alm stiegen wir zu Sonnenaufgang ins Ellmauer Tor (1¾ Stunde, 900 hm) und die paar Meter weiter zum Einstieg am Fuß des Christaturms auf (¼ Stunde, 50 hm).
Die Sonne wärmte den Fels angenehm an, trotzdem stellte ich mich in der ersten Länge noch recht an. Meter um Meter gings aber besser und nachdem wir einige Längen zusammengehängt hatten standen wir unter der Schlüsselstelle. Vladi wollte sie dann auch probieren und nach ein bissal probieren im polierten Fels zog er sie dann A0. Selbst im Nachstieg hatte ich zu kämpfen und musste in die Exe greifen. Wir sind halt auch nicht mehr was wir mal waren und die lange Kletterpause hatte bei uns beiden ihre Spuren hinterlassen. Die restlichen Seillängen waren noch ein wahrer Genuss und so standen wir kurz nach Mittag am Gipfel (3½ Stunden). Sonnig, windstill und einsam, so kann man sich einen Gipfel gefallen lassen und die Handvoll Wanderer am Hinteren Goinger Halt oder im Ellmauer Tor konnte man getrost ignorieren. Als die Sonne langsam Richtung Hintere Karlspitze verschwand, begannen wir abzuseilen. Gerade die letzten Abseilstellen zum Wandfuß hatte ich nicht mehr so steil/überhängend in Erinnerung (1 Stunde, 40 hm). Übers Ellmauer Tor gings zurück zum Auto (1 Stunde), wo wir 9 Stunden (ca. 1200 hm) nach unserem Start ein schönes, warmes Dosenbier zu uns nehmen konnten. Einfach eine schöne Tour, der trotz Sanierung ein gewisser alpiner Touch erhalten geblieben ist. Die Stände sind jeweils mit einem Ring ausgestattet und in den "schweren" Längen gibt es einen bzw. in der Schlüssellänge zwei Bohrhaken. Vladis Eindrücke gibt es hier.
2015_11_04_Christakante

Samstag, Oktober 31, 2015

Jochberg und Pähler Schlucht - 31.10./01.11.2015

Wenn gutes Wetter im Herbst auf ein Wochenende fällt, dann muss man raus, also fuhren wir raus. Leider waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee und so gab es an der Kesselbergstraße praktisch keinen Parkplatz mehr. Der Großteil der Wanderer hat von hier aus zwar den Herzogstand als Ziel, aber auch am Jochberg sucht man Einsamkeit vergeblich. Trotzdem eine sehr nette Wanderung, vor allem mit Kindern. Für die 720 hm benötigten wir 2¼ Stunden, wobei Paul die letzten 250 hm komplett selbst gegangen ist. Nach einer sehr ausgiebigen Pause in der Sonne am Gipfel gings wieder an den Abstieg und in der Dämmerung erreichten wir wieder das Auto (1¼ Stunde).
2015_10_31_Jochberg


Mit Caro und Nick fuhren wir Sonntag in die Pähler Schlucht. Leider löste sich der Nebel in der Schlucht nur sehr langsam bzw. gar nicht auf, trotzdem vor allem für die Kinder eine sehr nette Wanderung. Paul legte beim Balanzieren über einen Baum eine ungewollte Badeeinlage ein, was wir definitiv lustiger fanden als er. Eine sehr nette Wanderung, die vor allem auch mit kleinen Kindern unternommen werden kann (2 Stunden, 80 hm), allerdings ist sie nicht kinderwagentauglich.
2015_11_01_PaehlerSchlucht

Sonntag, Oktober 25, 2015

Lauras Geburtstagswochenende in Ginzling - 24./25.10.2015

Das Wochenende zu Lauras Geburtstag war schon lange geplant und nun hatten wir auch noch richtig Glück mit dem Wetter. Am Freitag fanden wir uns alle beim Diggl in Ginzling ein. Nach einem feucht-fröhlichen Abend wurde am Samstag im Ginzling Wald gebouldert, bevor der Hot Tub und die Sauna eingeheizt wurden und wir so einen weiteren netter Abend verbringen konnten. Sonntag besuchten wir noch die Klausen Alm, zogen uns die Finger ein wenig lang und brachen dann alle nach Hause auf. Ein sehr schönes Wochenende, vor allem weil fast die gesamte Bleautruppe zusammen war.
2015_10_25_GinzlingBlog

Sonntag, Oktober 18, 2015

Wanderung auf die Neureuth - 18.10.2015

Kühl und regnerisch, das perfekte Wetter um mit den Kindern ein bisschen in den bayrischen Voralpen zu wandern. Nach über einem Monat Hitze in Indien, war die erste Woche in München ein wahrer Traum, sonniger Herbst vom Feinsten, mit Radeltouren und Spaziergängen. In die Berge hat es uns erst knapp zwei Wochen nach meiner Rückkehr verschlagen und das natürlich auch erst als das Wetter wirklich greißlich genug war. Als wir in Ostin starteten, regnete es zumindest gerade nicht aber unser Weg zur Neureuth führte direkt durch den Nebel (1 Stunde 20 Minuten, 500 hm). Trotz schlechtem Wetter war es in der Neureuth überraschend voll, einen Platz fanden wir trotzdem und unser Essen bekamen wir auch sehr schnell. Nach dem kurzen Aufwärmen in der Hütte, stiegen wir bei strömendem Regen ab (¾ Stunde). Einfach eine schöne Wanderung, auch oder gerade wegen des schlechten Wetters.
2015_10_18_Neureuth