Freitag, Februar 24, 2017

Wellnesstour auf den Kämikopf - 22.02.2017

Nach dem schönen Wochenende mit Corinna, hatten wir noch drei Tage kinderfrei und genossen Wellness im "Das Kranzbach". Da wir unsere Füße einfach nicht still halten können, musste am Ende zumindest noch eine kleine Skitour her. Vom Wandererparkplatz hinter Schloss Elmau folgten wir am Mittwoch bei frühlingshaften Temperaturen dem Schachen- und Bannholzweg bis ein Forstweg Richtung Süden zum Kämikopf (1861 m) abzweigt (1¼ Stunden, 280 hm). Also eigentlich alles ganz einfach, nur dass wir etwa 50 Meter zu früh abgezweigt waren und plötzlich mitten im Gebüsch standen. Macht nichts, bloß nicht zurück, also weiter durchs Unterholz. Und siehe da, wieder ein Forstweg, der aber nach Westen leitet. Am Ende eines Schlags war dann auch Ende mit dem Weg und so gings wieder weglos durch den Wald und den oberen Teil des Schlags. Dort trafen wir dann auf den Schützensteig und nach kurzer Orientierung, fanden wir auch wieder den Weg ins Kar zwischen Kämi- und Kämitorkopf. Durch Latschen und Blockwerk stiegen wir in ziemlich durchweichtem Schnee auf den Kämikopf (eigentlich nicht der Kämikopf, sondern der etwas höhere Punkt südlich davon, also bei der Wettersteinwand) (1¾ Stunden, 570 hm). Es hatte inzwischen zugezogen und der Wind hatte aufgefrischt und so fellten wir nur kurz ab, um uns den Freuden des Bruchharsches und des tiefen Sulzes hinzugeben. Schließlich schafften wir es aber ohne Knochenbrüche auf den eigentlichen Aufstiegsweg (der wäre definitiv kürzer und angenehmer gewesen) und dann fast durchgehend fahrend zurück zum Auto (¾ Stunde). Ein schöner Abschluss für unsere fünf Erholungstage, wobei die Kinder bei meinen Eltern auch viel Spaß hatten.
2017_02_22_Kaemikopf

Donnerstag, Februar 23, 2017

Skitouren im Gemmipass-/Lämmerengebiet - 18./19.02.2017

Corinna feierte Geburtstag und wir besuchten sie, um mit ihr ein Skitourenwochenende zu verbringen. Zusammen mit Corinna und Chrige (einer Tourenfreundin von Corinna) gings Samstagfrüh im Skifahrerstau nach Kandersteg, von wo uns die Sunnbüelbahn in die Sonne und zu unserem Startpunkt auf 1900 m brachte. Es begann mit einer kurzen Abfahrt in die Spittelmatten (1870 m) und  dann über den breiten Winterwanderweg zum Berghotel Schwarenbach (2060 m) (1 Stunde, ↑200 hm, ↓80 hm). Hier verließen wir den Winterwanderweg Richtung Wysse Flue, um dann am Schwarzgrätli sehr steil zu queren (1½ Stunden, ↑500 hm, ↓150 hm). Die Querung war etwas ungut, das Fixseil des Sommerwegs half aber ungemein. Erst im letzten Abschnitt der Querung rutschte Karin mit einem guten Stück des Hanges talwärts, passiert ist zum Glück nichts. Nach einer Pause, um den Schreck zu verdauen, gings einsam über das Tälliseeli und die Überreste des Tälligletschers in die Rote Totz Lücke (2830 m) (1¾ Stunden, ↑430 hm, ↓30 hm). Von dort aus hatte man nicht nur eine ausgezeichnete Rundumsicht in die Berge des Nordwallis, sondern es ging auch nur noch abwärts, durchs Lämmerental zur Lämmerenhütte (2501 m). Auch hier fungierte Chrige als unser Touriguide, da sie die Gegend bestens von einigen Tourenrennen her kannte (½ Stunden, ↓300 hm).
Für uns waren an diesem Tag nicht die Höhenmeter (1130 hm) ungewöhnlich, sondern die Entfernung (12,8 km). So ließen wir den Tag auf der neu renovierten Lämmerenhütte ausklingen und planten den Sonntag.
2017_02_18_RoterTotzLuecke

Da es Corinnas Geburtstagstour war und sie sowohl Wildstrubel als auch Steghorn schon gemacht hatte, entschieden wir uns fürs Daubenhorn (2942 m). Dieses sieht zwar auf den ersten Blick recht unspektakulär aus, versprach aber eine tolle Abfahrt über die Nordflanke. Nach einem späten Frühstück, fuhren wir kurz nach 9 Uhr auf den Lämmerenboden ab (½ Stunden, ↓200 hm) und fellten zum ersten Mal an diesem Tag auf. Über kupiertes Gelände stiegen wir bis zum Skidepot kurz unter dem Gipfel auf (1½ Stunden, ↑650 hm). Die 5 Minuten zum Gipfel sind eigentlich nicht der Rede wert, bis auf eine unangenehme Stelle, an der man zwei oder drei schnelle Schritte direkt an den Ostabbrüchen (fast 1000 Meter senkrecht) machen muss. Nach ein paar Minuten am Gipfel mit perfekter Sicht zum Weißhorn, Zinalrothorn, Wellenkuppe und Obergabelhorn, Matterhorn und Dent Blanche, sowie in die Mont Blanc Gruppe, stiegen wir wieder zu den Skiern ab (½ Stunde). Für die Abfahrt trennten wir uns. Chrige und Corinna fuhren die Aufstiegsspur ab, während Karin und ich die Nordflanke unsicher machten. Das Grinsen nach diesem Powderrun konnte uns den ganzen Tag nichts mehr aus dem Gesicht wischen, perfekt konservierter Pulver in interessantem Skigelände (½ Stunden, ↓650 hm). Am Lämmerenboden trafen wir uns wieder und mussten wieder auffellen und flach zum Gemmipass queren. Dort gab es eine kurz Abfahrt zum Daubensee und wieder auffellen, um den See zu überqueren und den Seestutz zu überwinden. Erst die Abfahrt zum Schwarenbach konnte man wirklich wieder eine solche nennen (1½ Stunden, ↑150 hm, ↓450 hm). Von Schwarenbach gings am bereits bekannten Winterwanderweg hinunter in die Spittelmatten und zurück zum Sunnbüel (½ Stunde, ↑80 hm, ↓200 hm). War der Schnee bis dort hin eigentlich noch ganz gut gewesen, folgte nun die Abfahrt nach Kandersteg, eher weniger Genuss, aber zumindest abwechslungsreich entlang eines Singeltrails (¾ Stunde, ↓700 hm).
Obwohl wir an diesem Tag nicht sonderlich viel aufgestiegen waren (880 hm), spürten wir gerade die Entfernung (19,4 km) und die Abfahrtsmeter (2180 hm) ganz schön in den Beinen, welche wir am Abend bei Dani im Jacuzzi regenerieren durften.
2017_02_19_Daubenhorn

Ein super schönes Wochenende in einem traumhaften Tourengebiet mit wirklich netten Leuten, danke an Corinna und Chrige und natürlich an Dani für den netten Sonntagabend.

Montag, Februar 13, 2017

Silvrettahorn vom Val Tuoi - 11./12.02.2017

Karin ist mit den Kindern ins BGL gefahren, so blieben für mich nur zwei Möglichkeiten: Nachkommen und hoffen, dass Paul fit genug ist, damit Karin und ich eine Tour zusammen gehen können, oder ein wochenendfüllendes Ersatzevent. Da Ersteres nicht klappte, startete ich mit Laura und Vladi um 5 Uhr Richtung Unterengadin, um genau zu sein nach Guarda. Unser Ziel war die Chamonna Tuoi (2 Stunden, 650 hm) am Ende des Val Tuoi. Bei dem guten Wetter konnte mich aber nicht mal Christian, der Hüttenwirt, sein Bier oder die Sonnenterrasse halten und so ging es gleich im Anschluss alleine noch ein Stück weiter. Richtung Westen, der einsamen Spur von Christian zur Cronsel folgend und dann durch das Plan Rai aufs Plan Mezdi (2 Stunden, 700 hm). Hier hatte mir Christian den Tipp gegeben nicht zur Fuorcla dal Cunfin wie in den Karten angegeben aufzusteigen, sondern den Hang östlich davon zu nehmen. Dieses namenlose Joch ist nur ein paar Meter höher als die Fuorcla dal Cunfin, aber man kann es von beiden Seiten mit Skiern begehen und befahren (½ Stunde, 150 hm). Auf der Nordseite blies ein wesentlich stärkerer Wind als südseitig und so wurde der weitere Weg entlang der Nordseite des Signalhorns auf den Ochsentalferner hinunter und dann wieder zur Eckhornlücke bzw. dem Skidepot westlich der Egghornlücke hinauf, recht unangenehm (1 Stunde, 200 hm). Von hier aus ist es mehr oder minder steiles Gestapfe (bis etwa 50°), was in dem windgepressten Schnee aber besser ging als befürchtet. So war es kein Problem auf den Vorgipfel zu gelangen, dann hätte ich mir vielleicht auch mal die Tourenbeschreibung durchlesen sollen, die sagt, dass man nicht den direkten Weg zum Hauptgipfel nimmt. Und ja, der Grat ist exponiert und stark überwächtet. Für das vollendete Wohlempfinden sorgte dann der Wind, der mich nicht nur fast vom Grat wehte, sondern mich auch noch sandstrahlte. Hätte das noch nicht gereicht, löste sich ein Steigeisen und in dem Wind schaffte ich es beim besten Willen nicht die Schraube am Kipphebel fest zu ziehen, also ohne Steigeisen weiter. Den Gipfel hab ich dann doch erreicht, wenn auch erheblich langsamer als gedacht (¾ Stunde, 200 hm). Viel Zeit (langsam begann die Sonne unterzugehen) und Muse (siehe Peeling Marke Schneekristall) hatte ich am Gipfel sowieso nicht und so machte ich mich an den Abstieg, diesmal unterhalb des Gipfels die Süd-West-Wand durchquerend, wobei ich wieder zum Grat aufsteigen musste, um meine Steigeisen und meinen Stock mitzunehmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich das Skidepot (¾ Stunde) und machte mich auf den Weg zurück. Ein kurzer Anruf bei Laura und Vladi brachte nur die Erkenntnis, dass sie auf der Tuoi kein Netz hatten, ich hoffte nur, dass sie sich keine Sorgen machten und die Bergrettung rufen würden. Beim Wiederauffellen unter dem Signalhorn dann der Supergau, In Wind und Kälte hatten die Felle gelitten und eines wollte partout nicht mehr kleben, also nur mehr mit einem Fell und den Harscheisen zurück zum Joch neben der Cunfin (1 Stunde, 200 hm). In dem Moment hätte ich echt heulen können, seit Stunden blies der Wind, langsam merkte ich die paar Höhenmeter, meine Trinkflasche war schon vor Stunden zugefroren und die Sonne war inzwischen untergegangen. Die Stirnlampe hatte ich zwar im Rucksack, aber eben nur die Kleine, mit welcher eine Abfahrt nur begrenzt Spaß macht. Kurz vor der Cunfin sah ich dann noch zwei andere Skitourengeher, woher sie gekommen waren oder wohin sie wollten weiß ich nicht, zur Tuoi fuhren sie auf jeden Fall nicht ab und getroffen hab ich sie auch nicht mehr. Die Abfahrt zur Hütte war dann trotz gutem Schnee eher ein Gewürge, was vor allem mit dem schlechten Licht und den 2100 hm in meinen Beinen zu tun hatte (¾ Stunde). An der Hütte war ich dann genau pünktlich zum Abendessen, das Christian gezaubert hatte, da tat es mir fast leid, dass mein Magen kaum fähig war etwas aufzunehmen.
Im Gesamten eine sehr schöne Tour, die als Tagestour eher den ausdauernden Skialpinsten ansprechen dürfte (8¾ Stunden, 2100 hm).

Die Überanstrengung und möglicherweise auch Pauls Magen-Darm-Infekt zeigten sich dann in der Nacht. Starke Übelkeit und Durchfall ließen mich kaum eine Stunde durchgehen im Bett liegen und so sah ich am Sonntag eher wie ein Zombie als ein Skitourengeher aus. Wir hatten uns schon geeinigt, dass wir die anderen früher losziehen lassen, da wir als Ziel nur die Jamspitzen anpeilten. Laura und Vladi waren am Samstag noch zur Cronsel aufgestiegen und hatten eine schöne Rinne eingefahren und so klangen 900 hm nach einem guten Tagespensum. Aber schon nach 200 hm wusste ich, dass dies nicht mein Tag ist und kehrte um (¾ Stunde, 200 hm). Während die beiden die Hintere Jamspitze machten versuchte ich ein paar Minuten Schlaf, zwischen dem auf die Toilette rennen, zu bekommen. So geschwächt war auch die Abfahrt durchs Val Tuoi noch eine echte Herausforderung und die Fahrt nach München erst recht. Aber alles verlief gut und so konnte ich am Abend tot ins eigene Bett fallen, wo die Toilette nur 10 Meter entfernt ist.
Ein super nettes Wochenende mit Laura und Vladi, auch wenn wir wenig zusammen gegangen sind.

2017_02_11_Silvrettahorn

Freitag, Februar 10, 2017

ISPO 2017 und Nachtskitour Kreuzeck - 05./09.02.2017

Jedes Jahr Anfang Februar findet in München die ISPO statt. Ein Pflichttermin für alle die die Neuerungen der Branche sehen wollen. Oder so wie für uns, eine gute Möglichkeit Freunde und Bekannte zu treffen, die wir sonst nicht mehr all zu oft sehen. Im Vorfeld wurden wir von ispo.com kurz interviewt und unser Antrieb auf die ISPO zu gehen hat es in einen Artikel auf ispo.com geschafft. Die ISPO selbst war wieder ganz nett, aber anstrengend. Die Kids haben sich wacker geschlagen und wir haben uns vor allem gefreut, dass wir Caro, Kurtl und Susanne getroffen haben. Dank der Firma Wintersteiger sind unsere Ski wieder in perfektem Zustand und ein paar neue Kontakte haben wir auch geknüpft, schauen wir mal was draus wird.
2017_02_05_ISPO2017

Um die Woche nicht komplett auf den Schnee verzichten zu müssen, unternahm ich am Donnerstag mit Laura und Claudi eine kleine Feierabendskitour in Garmisch. Gemütlich gings bei nahezu Vollmond über die Tonihütte zum Drehmöser. Kurz vor dem Drehmöser stieg ich durch den Wald Richtung Kreuzeck (1¾ Stunden, 950 hm) auf, während die Mädels im Drehmöser einkehrten und es sich schmecken ließen. Die klare, helle Nacht lud zum Fotografieren ein und einmal mehr wünschte ich mir, dass ich ein Stativ und die Spiegelreflex von Karin mitgenommen hätte. Nach einer ganz guten Abfahrt hieß es noch zurück nach München und tot ins Bett fallen. Danke Mädels fürs Mitnehmen, war ein super Abend.
2017_02_09_Kreuzeck

Freitag, Februar 03, 2017

Brauneck und (Lenggrieser) Waxenstein - 02.02.2017

Abschluss Skirennen vom Sohnemann am Draxlhang. Da ist der Papa nicht nur stolz, sondern auch noch froh, weil er anschließend eine kleine Runde seinem Bewegungsdrang ausleben kann. Um ehrlich zu sein, war das meine erste Skitour bei Tag aufs Brauneck (1555 m). Die ausgewiesene Aufstiegsroute berührt praktisch nie die Piste und so erinnert der Aufstieg sehr an eine "richtige" Skitour (1¼ Stunden, 825 hm). Nach einer kleinen Pause am Gipfel gings gleich wieder runter, um im Kotalmkessel wieder aufzufellen (¼ Stunde). Beim Aufstieg hatte ich nämlich den felsigen Zacken mit Kreuz am Ostgrat des Braunecks gesehen. Sieht nett aus und sollte nicht so schwer zu erreichen sein. Man folgt einem Forstweg, dieser zieht aber leider etwas zu weit nach Westen, Richtung Koteck, und so kam ich etwas zu hoch und zu weit westlich aus dem Wald heraus. Bei einer kleinen Scharte mit ein paar Marterln fand ich einen brauchbaren Einstieg in den Westgrat und kraxelte munter drauf los. Nie wirklich schwer, aber doch zum Festhalten. Schnell kam ich am Gipfel heraus, nur um zu merken, dass der eigentliche Gipfel mit dem Kreuz, hinter einer tiefen Einschartung weiter östlich liegt. Also, den jetzt doch recht ausgesetzten Grat hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf. Dort zumindest in recht kompaktem Fels. Am Gipfel angekommen (½ Stunde, 200 hm) sah man dann auch, dass von der anderen Seite des Waxensteins (1310 m) ein Weg heraufführen würde. Langsam wurde das Licht weniger und ich sah zu diesen Weg abzusteigen. Den Westgipfel musste ich dann doch wieder am Grat übersteigen, da ich auf der anderen Seite ja meine Ski zurück gelassen hatte. Wobei so schlimm wars dann gar nicht und ich schaffte es nicht nur vor der Pistensperrung, sondern auch noch im letzten Licht zurück am Auto zu sein (½ Stunde).
Wieder einmal zeigte es sich, dass man auch bei so kleinen Touren ein wenig Abenteuer finden kann und mit Gegenanstiegen waren es dann doch 1050 hm in 2½ Stunden.
2017_02_02_Brauneck

Dienstag, Januar 31, 2017

Jochberg Nordwand Versuch - 31.01.2017

Ich höre das Gluckern unterm Eis, bei jedem Schlag. Trotz NOFX in den Kopfhörern, das Geräusch überlagert alles. Das Eis ist total unterspült, wird schon halten....oder auch nicht. Das Eis knackt und gut ein Drittel der Kaskade verschwindet. Zurück bleibt ein Sturzbach auf geschliffenen Platten und ein versenkter Frontalzacken meines linken Rambos. Zum Glück ist es nicht steil und ich kann mich in den Sturzbach lehnen, durchatmen, mir die Frage stellen was ich hier eigentlich mache. Manche Ideen sind Schwachsinn, man erkennt es und ... ja und was macht man dann? Manchmal versuche ich es trotzdem ... meist wird eine Erfahrung daraus.
Diese Eisklettersaison wäre ganz passabel gewesen, nur hatte ich wenig Lust mich in dunklen Gullys und Schluchten herumzutreiben. Und noch weniger konnte ich Karin dazu animieren, während der Schnee und das Wetter zum Skitourengehen einlud. Nachdem die Grippewelle mich zwang bei bestem Wetter am Wochenende zu Hause bzw. im Luitpoldpark mit den Hufen zu scharren, kam jetzt der Wettereinbruch. Warm und feucht, schlimmer konnte es fürs Eis und den Schnee nicht werden. Aber Sonntag wurden noch die Gullys am Jochberg gemacht, mit dem Tenor, gutes Eis. Warm wurde es erst Montag Mittag, sollte doch wohl Dienstag Früh noch etwas übrig sein. Um es gleich aufzuklären, nein, nicht wirklich. So startete ich zwar um 4 Uhr in München, um den rechten Gully noch vor der Arbeit zu machen, aber mehr als ein Zustieg, der oben beschriebene halbherzige Versuch und ein Abstieg bei prasselndem Regen wurden es nicht. Aber positiv Denken, ich konnte mich etwas abreagieren und war trotzdem rechtzeitig in der Arbeit.

Freitag, Januar 27, 2017

Ortovox Safety Night und Abteilungsskitag - 24./26.01.2017

Dienstag Abend hatte ich das Glück einen Platz für die Ortovox Safety Night in Garmisch ergattert zu haben. Mit einem Bergführer der Alpinschule Augsburg wurden die Grundlagen der LVS Suche, dem Sondieren und dem Schaufeln wiederholt und geübt. Nach der Veranstaltung blieb noch Zeit für eine Feierabendskitour und so machten sich Fred (auch Teilnehmer des Kurses) und ich uns auf zum Drehmöser. Ich hatte noch nicht genug und stieg noch weiter zum Kreuzeckhaus auf (1 Stunde 40 Minuten, 950 hm), bei der Abfahrt gabelte ich dann Fred am Drehmöser wieder auf und zusammen gings zurück nach München. Ein sehr netter Abend und es wurde ausnahmsweise nicht so spät wie befürchtet.
2017_01_24_SafetyNight

Donnerstag fand dann unser alljährlicher Abteilungsskitag statt. Leider waren außer Helmut, Seppi und mir alle abgesprungen, dafür nahm Helmut noch seinen alten Spezl Michi mit. Das Wetter war perfekt, die Pisten leer und der Schnee nordseitig noch überraschend gut. Seppi und ich drehten zwei Runden über Moosenalm und Unterautal bevor wir uns wieder alle zusammen ein Bier schmecken ließen. Wie auch in den letten zwei Jahren, ein sehr entspannter Tag.
2017_01_26_Christlum

Sonntag, Januar 22, 2017

Götschen, Ofentalscharte und Eckerleiten - 20.-22.01.2017

Als kleine Feierabendrunde starteten Karin und ich von Bischofswiesen aus zum Götschen (1½ Stunden, 700 hm). Nach der Abfahrt fellte ich am Bahnhof noch ein Mal auf und stieg das zweite Mal alleine auf (1 Stunde 5 Minuten, 700 hm). So geht Feierabend!
2017_01_20_Goetschen

Als mein Wecker Samstag Früh läutete, schreckte ich ziemlich desorientiert hoch. Peter und ich hatten einen frühen Start für die Ofentalscharte geplant. Erster positiver Nebeneffekt der Uhrzeit war die freie Platzwahl am Parkplatz Hirschbichl. Bei den ersten Höhenmetern heraus aus dem Klausbachtal kamen mir erste Zweifel über die Sinnhaftigkeit der zweiten Runde gestern auf den Götschen. Beim Spuren wurden wir dann recht schnell von einem Sologänger abgelöst, worüber wir aber nicht wirklich böse waren. Im lichten Wald unterhalb des Hochtals bekamen wir die erste Vorstellung von der Abfahrt die uns später erwarten würde, super Schnee, aber Sharks soweit das Auge reicht. Also vorsichtig fahren, sollte ja nicht zu schwierig sein. Die letzte Steilstufe vor der Scharte gestaltete sich als eher unangenehm, der Wind hatte ganze Arbeit geleistet, zusätzlich Steine und eine Regenkruste. Auf der Ofentalscharte kamen wir endlich aus dem Schatten (4 Stunden, 1650 hm) und konnten nicht nur den Ausblick, sondern auch die wärmende Sonne genießen.
Die Abfahrt hatte dann alles zu bieten. Feinster Champagne-Powder, etwas gesetzter Tiefschnee, Bruchharsch und Steine. Auf den letzten Metern im Hochtal blieb ich dann so blöd an einem Stein hängen, dass ich in den Schnee köpfelte. Dabei traf ich dann auch noch einen Stein, das Resultat war nicht nur ein veritabler Blauer, sondern auch eine eingerissene Skitourenhose. Naja, warten bis der Schmerz nachlässt, aufstehen, Krönchen gerade richten und weiter gings die letzten guten Höhenmeter bis zum Waldanfang. Die Fahrt über den Sommerweg durch den Wald ins Klausbachtal hinunter kann man dann getrost als nicht ganz so schön beschreiben, aber nach so einem Tag will man ja nicht jammern. Eine super schöne Tour mit kleineren Verlusten: mein Ski ist nicht mehr neu und Peter hat sich eine Kante gezogen. Dass ich mich am Nachmittag nicht mehr motivieren konnte mit Karin noch eine Runde auf den Götschen zu laufen und sie damit alleine gehen musste, tat mir zwar leid, aber meine Beine wollten wirklich nicht mehr.
2017_01_21_Ofental

Das beste Mittel gegen einen sich anbahnenden Muskelkater ist Bewegung, also rauf auf die Ski und eine kleine Tour um das Wochenende ausklingen zu lassen. Von der Buchenhöhe gings über die Eckerleiten und das Purtschellerhaus auf den Eckerfirst (2 Stunden, 800 hm). Im Aufstieg hatte die Rinne hinter dem Purtschellerhaus heraufgelacht und nach einer kurzen Pause machten wir uns daran sie von ihrer beinahe Jungfräulichkeit zu erlösen. Es kann eigentlich nur dem Umstand geschuldet sein, dass diese Tour als Anfängertour gilt, dass so eine Rinne nicht total zerfahren war. Wir setzten die Spur Nummer drei und vier in den pulvrigen Hang (gut 40°) und die anschließende Rinne (35°- 40°). Am Eckersttl fellten wir wieder auf und stiegen über den Eckersattel Richtung Rauhenbichlkopf auf (½ Stunde, 200 hm). Am oberen Ende der freien Hänge über dem Larosbach ließen wir es gut sein und genossen die größtenteils unverspurten Hänge bis ins Bachbett hinunter (30°- 35°). Von dort trafen wir wieder auf die Aufstiegsspur und durch den Wald fuhren wir zum Auto ab. Für eine Entspannungstour hatten wir überraschend viel Höhenmeter und durch den nordseitig immer noch perfekten Schnee ziemlich viel Spaß.
2017_01_22_Eckerleiten

Ein wirklich schönes BGL-Wochenende mit immerhin über 4000 hm und den bis jetzt besten Abfahrten der Saison. Ich bin neugierig was noch kommt, aber ein bisserl Schnee dürfte es schon sein.

Donnerstag, Januar 19, 2017

Nachtskitour auf den Wallberg - 17.01.2017

Die nächste Nachtskitourenrunde, diesmal in traumhaftem Schnee, aber bei eisigen Temperaturen auf den Wallberg (1¾ Stunden, 950 hm). Die Abfahrt vom Gipfel war zwar ein wenig steinig (somit ist mein neuer Ski jetzt auch ein echter Tourenski), aber ganz gut. Natürlich gehört zu so einer Tour am Tegernsee auch das Bräu und so fiel ich um Mitternacht gesättigt und todmüde ins Bett.
2017_01_17_Wallberg

Sonntag, Januar 15, 2017

Skitour Kaseralm - 14.01.2017

Wir besuchten Claudi, Tobi und die Kinder in Ohlstadt. Während Karin und Claudi sich mit den Kindern am Ramlift vergnügten, unternahmen Tobi und ich eine kleine Skitour. Wir stiegen den Weg Richtung Heimgarten auf und zweigten dann zur Kaseralm ab (1½ Stunden, 700 hm). Dort (um genau zu sein am Alpenkopf (1384 m)) kehrten wir im Schneesturm um und fuhren durch den Wald zurück ab, was gerade im unteren Teil nicht unbedingt Spaß war (¾ Stunde).
Am Abend gab es noch eine Fackelwanderung mit ein paar anderen Familien. Ein schöner Tag, der wieder einmal zeigte, dass spontane Aktionen meist die besten sind.
2017_01_14_Kaseralm

Sonntag wurde dann mit Lisa, Dominik und den Kindern im Luitpoldpark lustig gerodelt und Ski gefahren.

Freitag, Januar 13, 2017

Nachtskitour Kreuzeck -12.01.2017

Nachtskitourenzeit, wiedermal in Garmisch. Die angesagten Sturm und Regen blieben aus, bzw. in München und so konnten wir uns bei Windstille vom Parkplatz der Hausbergbahn auf den Weg machen. Dass dieser praktisch leer war, wunderte uns zwar ein wenig, aber wahrscheinlich wegen der schlechten Vorhersage. Beim Aufstieg Richtung Kreuzeck sahen wir dann auf der Piste ein Pistengerät, komisch. Die Kreuzalm war zu, also weiter zum Kreuzeckhaus (2 Stunden, 950 hm). Dort löste der Wirt das Rätsel, die Tourenabende beginnen erst nächste Woche, wir sollen uns nicht erwischen lassen und bei der Abfahrt auf die Pistenpräparation aufpassen. Naja, dann halt die Aufstiegsspur wieder runter, was durch die gute Schneeauflage auch im Wald wirklich Spaß machte.
Also alles in allem ein guter Abend, auch wenn wir aufs Essen verzichten mussten. Ab nächster Woche sind dann wieder Dienstag und Donnerstag die regulären Termine fürs gehen in Garmisch.
2017_01_12_Kreuzeck

Sonntag, Januar 08, 2017

Patenkindskitour aufs Faltegartenkögele - 07.01.2017

Unser letzter Abstecher für diesen Weihnachtsurlaub ging ins Ötztal, zu Vroni, Moschti und den Kids. Nachdem wir am Freitag noch beim Rodeln und Eislaufen am Piburger See verbrachten, stand am Samstag eine Patenkindskitour am Programm. Alle zusammen stiegen wir zur Feldringalm auf (1½ Stunden, 200 hm (+120 hm Extrarunde von Vroni und den Kids durch den Wald)). Nach einer Jause starteten Jamie und ich dann zum Faltegartenkögele (1½ Stunden, 300 hm). Diesmal schafften wir es auf den Gipfel, auch wenn das letzte (direkte) Stück zum Gipfel ganz schön steil war. Während der Abfahrt begann es dann zu dämmern und zumindest für das letzte Stück der Abfahrt (im Dunkeln) war ich froh eine Stirnlampe im Rucksack gehabt zu haben. Eine schöne kleine Tour, ideal um Kinder/Anfänger fürs Skitourengehen zu begeistern.
2017_01_07_Faltegartenkoegele

Donnerstag, Januar 05, 2017

Neues Jahr in Tirol - 03.-05.01.2017

Den zweiten Teil meines Weihnachtsurlaubs verbrachten wir in Tirol, bei meinen Eltern. Obwohl über Nacht ein wenig Schnee gefallen war, erinnerte immer noch nichts an Winter und so spazierten Karin und ich auf den Kienberg. Über das Wasserschloss (1 Stunde) gings praktisch komplett trocken aufs Kienbergkreuz (¾ Stunde, 750 hm), vorbei am neuen Brandköpflkreuz (¼ Stunde, 50 hm) und übers Zeiseleck wieder zurück nach Jenbach (1½ Stunden). Der Abstieg war durch die dünne Schneeauflage gar nicht so angenehm.
2017_01_03_Kienberg

Endlich kam der Schnee, nur was damit machen? Untergrund gibts keinen, also doch wieder Wandern. Von Jenbach aus stapften wir nach Eben (1 Stunde, 450 hm), auf die Astenau (1¼ Stunden, 500 hm) und hinauf aufs Ebner Joch (1 Stunde, 500 hm). Bei starkem Schneefall und Wind hielten wir uns nur kurz am Gipfel auf und stiegen mit einem Abstecher am Kirchenspitz zurück nach Eben ab (1¾ Stunden). Dort ließen wir uns dann abholen.
2017_01_04_Ebnerjoch

Und da war er dann, der Schnee. Eigentlich fast wie letztes Jahr, einfach nur grundloser Powder....wie geil. Karin und ich stiegen von Maurach den Sommerweg ins Skigebiet Rofan auf und über die unpräparierten Pisten (ja, im ganzen Skigebiet ist bis jetzt nur 1 (in Worten eine) Piste gemacht und die nicht ganz, sondern nur eine Hälfte) zur Erfurter Hütte auf (2 Stunden, 900 hm). Nach einer Suppe und einem heißen Tee gings über die "Alte" runter. Steine traf man nur gelegentlich, aber dafür sind die "Stoana"-Ski ja da.
2017_01_05_ErfurterHuette

Montag, Januar 02, 2017

Silvesterbiwak Kehlstein - 31.12.2016/01.01.2017

Es stand wieder mal fest, dass wir Silvester am Berg verbringen würden. Am Vormittag drehten wir noch eine Runde auf den Götschen und feuerten danach Paul bei seinem ersten Skirennen an, hinterher konnte es aber endlich losgehen. Ein Gipfel der nicht zu weit ist, mit guter Aussicht auf ein paar Ortschaften mit Feuerwerk und am besten menschenleer. Gar nicht so einfach und durch unser Vormittagsprogramm waren wir zeitlich schon ziemlich eingeschränkt, so fiel unsere Wahl auf den Kehlstein. Mit großen Rucksäcken gings von der Scharitzkehl über die Ligoascht hinauf auf den Kehlstein (2¼ Stunden, 880 hm). Eigentlich könnte man die ganze Geschichte auch mit Ski machen, die hatten wir aber ausnahmsweise nicht dabei, also zu Fuß. Die Massen an Skitourengehern, Rodlern und Spaziergängern ließen uns an unserem Plan zweifeln, auf der anderen Seite, wenn alle runter gehen, ist niemand mehr oben. Ein Stück hinter dem Gipfelkreuz fanden wir dann ein perfektes Plätzchen, um unser Zelt aufzustellen. Im Sonnenuntergang, und nun wirklich einsam, bereiteten wir unser Lager vor. Zum Abendessen gab es ein Drei-Gänge-Menü: Salamisemmel, Hühnereintopf und eine Schokolade als Dessert. Das Ganze mit einem einmaligen Ausblick auf das beleuchtete Salzburg.
Um etwa 11 Uhr hörten wir dann Stimmen: „Schau, da sind noch andere heroben!“ „Ja, das werden sich die jetzt auch denken.“ …. Ja, haben wir uns auch gedacht. War aber gar nicht so schlimm, bei uns am Gipfel waren Zwei, die sich danach noch ein Schlafplätzchen vor dem Haus freiräumten und ein Einzelner, der kurz nach Mitternacht wieder abstieg. Vor dem Haus muss wohl noch jemand gewesen sein, von dort aus stiegen nämlich ein paar Raketen auf. Den Blick auf die Feuerwerke in Salzburg und im Berchtesgadener Land hatten wir also fast für uns alleine und spätestens als wir uns wieder in die Schlafsäcke kuschelten waren wir wieder allein.
Unser Lachsfrühstück nahmen wir dann bei offener „Küche“ mit Blick auf das erwachende Salzburg ein. Beim Zusammenpacken unserer Siebensachen kam dann die Sonne hinterm Göll heraus und auf einen Schlag war keine Daunenjacke mehr notwendig. Schwitzend stiegen wir schließlich über den Sappensteig zurück zur Scharitzkehl ab und beendeten wieder eine schöne Silvesteraktion zu zweit. Bei so einem Start ins Jahr, kanns ja nur gut werden dieses 2017.
2017_01_01_Silvester

Freitag, Dezember 30, 2016

Götschen und ein gutes neues Jahr - 30.12.2016

Zum Jahresabschluss zeigte sich das Wetter jetzt noch von seiner besten Seite und so war es ein Genuss die Zeit während Paul im Skikurs war mit Götschenrunden tot zu schlagen. Christoph begleitete uns (53 Minuten, 450 hm) und in der Sonne machten wir sogar eine kurze Rast am Götschenkopf. Die zweite Runde (46 Minuten, 450 hm) musste dann etwas schneller gehen, damit wir Paul rechtzeitig abholen konnten.
2016_12_30_Goetschen

Die vergangene Saison war wieder etwas kletterlastiger als die Jahre zuvor, geprägt war das Jahr aber vor allem von unserer Kalifornienreise und der recht guten Skitourensaison davor (insgesamt 46680 hm, davon 25100 hm mit Ski). Für das Ende dieses Jahres bleibt uns nur, euch einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Wir sind nach einer mehrjährigen Pause wieder auf dem Weg in unser traditionelles Silvesterbiwak und freuen uns schon auf ein hoffentlich berg- und tourenreiches Jahr 2017.

Donnerstag, Dezember 29, 2016

s´Schuasta Gangl - 29.12.2016

Weil Jamie und Tommi zu Zeit im Lande sind, trafen wir uns mit ihnen, Kathi und Hannes (Bäda hatte es leider krankheitsmäßig erwischt) in Waidring und wir fuhren die Mautstraße zum Gasthof Steinplatte hinauf. Von dort unternahmen wir eine kleine Winterwanderung zum s´Schuasta Gangl (1¼ Stunde, 350 hm). Im Steig herrschten trotz südseitiger Ausrichtung winterliche Bedingungen, machte aber trotzdem ziemlich viel Spaß (1 Stunde, 150 hm). Die kurze Pause am Gipfel hatten wir uns redlich verdient (½ Stunde) und zu Ehren vom Bäda nahmen wir im Abstieg nicht nur die Piste, sondern auch eine Variante des Gamssteiges (1½ Stunden). An der Stallenalm kehrten wir dann noch ein und genossen ein TAB. Ein sehr schöner Tag mit Freunden bei perfektem Wetter.
2016_12_29_SchuastaGangl

Mittwoch, Dezember 28, 2016

Götschen und Großer Rotofenturm - 28.12.2016

Über Nacht hatte es ein wenig geschneit, so konnten wir, nachdem wir Paul bei der Skischule abgegeben hatten, noch eine Runde auf den Götschen gehen. Christoph, ein ehemaliger Schulkollege von Karin, der seine Tochter auch im Skikurs hatte, begleitete uns dabei (1 Stunde, 450 hm). Vom Kopf kann man immer noch nicht abfahren, aber die FIS-Abfahrt war definitiv in besserem Zustand als gestern. Die zweite Runde machte ich dann noch alleine (41 Minuten, 450 hm).
Der Nachmittag gehörte dann Bäda und mir. Von Hallthurm stiegen wir in den Rotofensattel (1 Stunde 10 Minuten, 600 hm) und begutachteten die Westflanke auf das Kinn. Über die Felsen hatte sich eine dünne Eisschicht gelegt (wahrscheinlich Feuchtigkeit aus dem Nebel/Wolken der letzten Tage) was nicht gerade einladend aussah, so stiegen wir zur Berchtesgadener Rinne ab/auf (¼ Stunde, 50 hm). Die Rinne war zwar feucht und schneeig aber gut zu klettern. Erst nach der Scharte waren einige Stellen eisüberzogen, was uns zwar langsam machte aber nicht vom Gipfel abhielt (1½ Stunden). Die Stimmung war fenomenal, vor allem weil die Sonne langsam begann unterzugehen. Deshalb hieß es für uns schnellstens wieder runter. Am vereisten Grat seilten wir ab und für die Querung in die Scharte hatten wir ein Geländerseil eingerichtet. Nach dem Abseilen durch die Reichenhaller Rinne (50 Minuten) mussten wir nur noch in der beginnenden Dunkelheit zum Auto absteigen (¾ Stunde). Endlich wieder eine "sinnbefreite" Aktion mit Bäda, die neben den kalte Fingern und einigen Flüchen wegen des Eises, sehr viel Spaß gemacht hat.
2016_12_28_HexenNase

Dienstag, Dezember 27, 2016

Götschen - 27.12.2016

Die Weihnachtsfeiertage waren rum, das Wetter so lala und Schnee noch weit und breit nicht in Sicht. So hieß es mit den Kindern die neuen Ski auf dem bisschen Schnee am Götschen testen und danach den Stoanaski ausführen. Schneeauflage über die Familienabfahrt reicht nur, wenn einem die Felle nicht zu schade sind (40 Minuten, 400 hm). Der frische Wind lud nicht zum Verweilen ein, also fellte ich ab, fuhr die FIS-Abfahrt ab und fellte an der Götschenalm, wo Karin schon auf mich wartete, wieder auf (10 Minuten). Mit Karin unternahm ich dann die zweite Runde (57 Minuten, 400 hm), sogar mit einer kleinen, windigen Rast am Götschenkopf (5 Minuten, 50 hm).
2016_12_27_Goetschen

Freitag, Dezember 09, 2016

Kienstein, Sonnenspitz und Graseck - 09.12.2016

Karin ist mit ihren Tourenski in Saalbach unterwegs, Paul ist im Kindergarten, da müssen Anna und ich das Traumwetter wohl oder übel alleine genießen, bei einer kleinen Wanderung hoch über dem Kochelsee. Vom Parkplatz am Lainbach gings zuerst bis zum Kienstein (968 m), wobei ich zum Gipfel den Wegspuren durch die schrofige Südflanke folgte (35 Minuten, 320 hm). Nach einer ausgiebigen Rast und dem ziemlich unangenehmen Abstieg durch die Südflanke, fand ich dann auch den Steig, den man normalerweise hinauf nehmen würde (Süd-Ost-Seite). Wieder auf dem markierten Weg, folgten wir diesem bis auf den Gipfel des Sonnenspitz (1269 m) (1 Stunde, 380 hm). Von hier war es dann nur noch ein Katzensprung hinüber zum Graseck (1240 m) (10 Minuten, 50 hm). Der Abstieg führte dann fast zur Kotalm und von dort über Forststraßen und Wanderwege zurück zum Auto (1 Stunde, 50 hm). Eine sehr nette Wanderung und bis auf einen Wanderer und einen Mountainbiker auch noch einsam.
2016_12_09_Sonnenspitz

Sonntag, Dezember 04, 2016

Pfaffenbichl und Pletzach - 03./04.12.2016

Nachdem meine Erkältung wieder besser war, stand ein wenig gemütlicher Bewegung nichts im Wege. Im Moment sind praktisch nur Pistenskitouren in größeren Höhen möglich, also spazierte ich von Hochfügen zur Bergstation des 2000er Lifts (1½ Stunden, 850 hm) und von dort zu Fuß weiter zum Gipfel des Pfaffenbichl (¼ Stunde, 130 hm).
Sonntag wanderte mein Vater mit den Kindern und mir noch ein Stück den Höhenweg in die Pletzach (1 ¼ Stunden, 100 hm, 2,5 km).
Ein gemütliches Wochenende, bei traumhaftem Wetter, nur Schnee dürfte langsam kommen.
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