Freitag, Dezember 31, 2021

Roßfeld und einen guten Rutsch ins neue Jahr - 31.12.2021

Da uns das Wetter heute (nach dem Nieselregen letzte Nacht) mit strahlendem Sonnenschein begrüßte, ließen wir das Jahr noch bei einer kleinen Skitour aufs Roßfeld ausklingen. Der Schnee reicht gerade noch so, um von der Mautgrube aus zu starten. Den alten Schlag gings hinauf zur Roßfeldalm (1¼ Stunde, 250 hm), wo wir uns noch Stundenkarten kauften und einen gemütlichen Skinachmittag dranhängten.

Ein recht entspanntes Ende des Jahres. Wir sind neugierig was das neue Jahr so bringen wird. Generell war das vergangene Jahr recht ruhig, was aber auch nicht so verkehrt war (und wehe irgendjemand zitiert mich). So kamen wir diesmal nur auf 49390 hm, davon 27945 hm mit Ski und 6470 hm mit dem Bike. In diesem Sinne:



Donnerstag, Dezember 30, 2021

Bärenkopf, Rosskopf und Skifahren zwischen den Jahren - 27.-30.12.2021

Weg mit dem Weihnachtsspeck! Und was eignet sich dafür besser als Skitouren?
Nach unserer letztjährigen Weihnachtscoronapause, besuchten wir dieses Jahr nach Weihnachten wieder meine Eltern in Tirol. Leider hatte auch hier das weihnachtliche Tauwetter den Großteil des Schnees vernichtet. Der einzige Vorteil, das bis jetzt bestehende Altschneeproblem hat sich etwas gebessert.

Montag stiegen Karin und ich vom GH Hubertus zum Bärenkopf auf. Erst quälten wir uns die eisige Percher zur Lawinensprengbahn hinauf (1¼ Stunde, 550 hm). Von dort ging es dann entlang des Sommerwegs bis zur Einfahrt der Nordrinne und durch die Latschen zum Gipfel (1¾ Stunde, 550 hm). Dass die Abfahrt nicht wirklich gut werden würde, war beim Aufstieg schon klar. Der Wechsel aus Bruchharsch, Betonpulver und weichen Stellen war aber in der Tat doch recht spannend. Trotzdem jedes Mal wieder eine nette Tour (2017, 2014, 2008).

Dienstag traf ich mich dann zu einer Skitour mit Hannes und Hannes in Hochfügen, den Rosskopf (2576 m). Zusammen stiegen wir die Rodelbahn zur Pfundsalm und weiter über die mäßig steilen Hänge zum Sidanjoch (2127 m) auf (2 Stunden, 700 hm). In den Hängen unter dem Sidanjoch hatten wir einen Skihelm gefunden. Die Besitzer trafen wir nun hier, als sie sich gerade eine gemütliche Schneehöhle gruben. Da war die Freude groß über den wiedergefundenen Helm. Nach diesem kurzen Intermezzo ging es dem breiten Grat entlang, stellenweise recht steil, weiter bis zum Gipfel (1 Stunde, 430 hm). Eigentlich war das Wetter ziemlich schlecht vorher gesagt und so rechneten wir eigentlich mit Regen/Schneefall im Laufe der Tour. Stattdessen riss es auf und über uns lachte der blaue Himmel. Nur der böige Wind machte den Aufenthalt am Gipfel etwas unangenehm. So fellten wir ab und stürzten uns ins "Abfahrtsvergnügen". Wobei die Bedingungen besser waren als befürchtet, es war zwar Bruchharsch, aber immerhin meistens relativ konstant, da weiß man zumindest woran man ist. Im Kessel unter dem Rosskopf machten wir eine kleine Pause in der Sonne und danach ging es die Hänge über der Pfundsalm hinunter. Dieser Teil der Abfahrt machte richtig Spaß. Eine super Tour mit den Beiden und vor allem viel besseres Wetter als gedacht.

Über Nacht kam dann die prognostizierte Regenfront und die tat was so eine Front eben tut, regnen und zwar bis fast 2000 Meter hinauf. Da sich am Mittwoch trotzdem kurz die Sonne zeigte, holten wir unsere Ski/Telemarker heraus und fuhren aufs Hüttegg. Was soll ich sagen, kaum Leute, super Wetter und trotz der Regennacht eine richtig gute Piste. So konnten wir unseren Abstecher in Tirol ausklingen lassen, weil es in der Nacht und Donnerstag wie aus Kübeln schüttete. Wir aber kehrten Tirol für dieses Jahr den Rücken und fuhren weiter ins BGL zum Weihnachtsbesuch, zweiter Teil. Am Abend ging sich mit Gregor sogar noch eine schnelle Runde von Königsee zur Bergstation der Krautkaserbahn aus (1½ Stunden, 800 hm). Schön wieder mal mit ihm zu Ratschen, auch wenn wir am Jenner Kaser wegen der fortgeschrittenen Stunde kein Bier mehr bekamen. 

Sonntag, Dezember 19, 2021

Telemarken am Brauneck und Skitour Richtung Rauheckalm - 18./19.12.2021

Wie so oft hatte Karin wieder Samstagsdienst und so gingen die Kids und ich alleine Skifahren bzw. Telemarken. Während sich in München den ganzen Tag zäher Nebel hielt, konnten wir den strahlenden Sonnenschein am Brauneck, mit überraschend wenigen anderen Skifahrern, genießen. Nur der Idealhang war kein Genuss, keine Ahnung was die Betreiber mit dem Hang gemacht haben, leider war er von oben bis unten eine blanke Eisplatte.

Sonntag hatte Karin dann auch frei und so fuhren wir nach einem faulen Vormittag noch zum Hirschberg. Über die Piste stiegen wir zur Gründhütte (1½ Stunden, 400 hm) und entlang des Grabens in den Kessel unter der Rauheckalm auf (¾ Stunde, 180 hm). Durch unseren späten Start wurde es langsam spät und so beeilten wir uns zum Auto zurück zu kommen. Pünktlich zum Betriebsschluss kamen wir dort an und wenig später, auf der Heimfahrt, dämmerte es auch schon.

Ein schönes Wochenende mit maximaler Gutwetter-und-Schnee-Ausnutzung.
2021_12_18-19_Hirschberg

Mittwoch, Dezember 15, 2021

Hüttegg und Buchaueralm - ein Schneewochenende in Tirol - 11./12.12.2021

Der letzte Winter war uns eine Lehre. Schneetage sollten genutzt werden, so lange die Grenzen noch offen sind. So besuchten wir meine Eltern, bevor wieder irgendjemand auf die Idee kommt die Grenzen zu schließen.  
Dass die letzten Wochen ganz schön anstrengend waren, merkte ich am Freitag. Entgegen meiner üblichen Motivation, konnte ich mich nicht aufraffen noch eine kleine Feierabendskitour zu unternehmen, viel zu verlockend war die Couch und ein Glas Wein.

Am Samstag nutzten wir den Vorsaisonsbetrieb am Hüttegglift. Das erste Mal Liftln seit eineinhalb Jahren, um genau zu sein, seit unserem Besuch bei Chanti und Joël in Surcuolm. Und für mich auch zum ersten Mal wieder mit den Telemarkern. Da war die fast leere Piste natürlich ein Traum, um wieder rein zu kommen. Am Ende fuhren Karin und ich mit Paul noch die Rodelbahn und Pulverhänge nach Außerberg ab. Während Karin mit den Kids und meinen Eltern nach Hause fuhr, stieg ich wieder zum Hüttegg auf. Durch den Wald war schon eine Spur direkt zur Bergstation angelegt (1 Stunde, 600 hm) und von dort stiegt ich noch bis zum Panoramaweg von der Lafaster zur Nons auf (½ Stunde, 200 hm). Dort holte mich nun aber endgültig die Dämmerung ein und ich sah zu, durch den lichten Wald und den Saugrasweg, wieder zum Auto in der Hausstatt zurück zu kommen.
Der Sonntag begrüßte uns dann mit strahlend blauem Himmel. Da die Rofanseilbahn noch nicht in Betrieb ist, entschlossen wir uns mit den Kids eine kleine Skitour zur Buchauer Alm zu unternehmen. Der Schnee reicht schon aus für den Aufstieg über den Wanderweg, so wurde die Tour zu einem kleinen Abenteuer (2 Stunden, 400 hm). Und die Abfahrt konnten wir dann stressfrei auf der gut ausgefahrenen Talabfahrt bewältigen.

Ein schönes Wochenende im Schnee, auch wenn wir jetzt natürlich hoffen, dass wir nach Weihnachten noch ein paar Tage bei meinen Eltern verbringen können und damit noch mehr schöne Schneetage haben.

Mittwoch, Dezember 08, 2021

Saisonauftakt mit Vladi - Schöne Aussicht und Im hinteren Eis - 04./05.12.2021

Nachdem unser Skitourenauftakt letztes Jahr etwas mickrig ausgefallen war, sollte es dieses Jahr wieder ein richtiges Wochenende werden. Leider fiel Bäda coronaquarantänebedingt aus, also machten sich Vladi und ich alleine ins Schnalstal auf.
Nach einer überraschend warmen Nacht im Bus, stiegen wir von Kurzras zur Schöne Aussicht auf (2¼ Stunden, 850 hm). Trotz der eigentlich schlechten Wettervorhersage kam die Sonne heraus und in den windschattigen Bereichen war es warm genug fürs T-Shirt. Die Hütte selbst ist der Hit, den Charme einer Schutzhütte, gepaart mit dem Service eines Hotels. Zu Mittag ließen wir uns eine Kleinigkeit schmecken, bevor ich noch auf Im hintern Eis aufstieg (1 Stunde, 450 hm). Während des Aufstiegs zog es zu und der Wind frischte auf. Bei schlechter werdender Sicht und beginnendem Schneefall fuhr ich wieder zur Schönen Aussicht ab. Rechtzeitig um noch in die Sauna zu gehen, bevor wir ein schönes 4-Gänge Abendessen serviert bekamen.
Dass unser eigentlicher Plan, die Weißkugel, nicht klappen würde, war am Abend schon klar. Das Wetter hatte sich immer weiter verschlechtert und über Nacht waren etwa 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee gefallen, leider mit massivem Wind. So beschlossen wir zumindest in die Scharte (b-20) aufzusteigen, über die man auf den Hintereisferner gelangt. Bei der Planung hatten wir uns missverstanden. Vladi stieg Richtung Im hintern Eis auf, während ich schon auf dem Weg zur Scharte etwas abgefahren war. Nachdem Vladi nicht nachkam, stieg ich wieder zurück auf und traf ihn kurz unterhalb des Gipfels. So konnten wir nach ein paar Extrahöhenmetern gemeinsam auf dem Gipfel stehen (1¾ Stunde, ↓100 hm, ↑550 hm). Zusammen fuhren wir nun zu unserem eigentlich Ziel, der Scharte zwischen Egg und Im hinteren Eis ab (¼ Stunde, ↓120 hm). In den abgeblasenen Bereichen schauten jede Menge Steine und Eisplatten heraus. Auf einer solchen Eisplatte rutschte ich aus und legte mich auf meine Hand. Erst Montag zeigte sich, dass das nicht ganz ohne Folgen geblieben war, ein klassischer Skidaumen.
Von der Scharte mussten wir wieder ein Stück zurück aufsteigen (¼ Stunde, 70 hm), um abfahren zu können. Durch den geschlossenen Teil des Skigebiets ging es runter. Etwas abgeschattet von dem stürmischen Wind, war die Abfahrt im frischen Pulver ein Genuss. Nur an manchen Stellen musste man sich vor den wechselnden Bedingungen in Acht nehmen. An so einer Stelle stürzte auch Vladi und im ersten Moment fürchteten wir (wohl beide), dass es sein Knie erwischt hätte. Was sich aber zum Glück nicht bestätigte.
Ein super Wochenende mit Vladi und ein Start in die Saison, der Lust auf mehr macht. Der Daumen ist auch halb so wild und sollte mich mit einem kleinen Gips auch kaum auf Tour stören.

Mittwoch, Dezember 01, 2021

Vor-der-Arbeit-Skitour auf den Roßkopf - 01.12.2021

Mit dem ersten Schneefall beginnt für uns auch wieder die Vor-der-Arbeit-Skitouren-Saison. Juhuu, endlich wieder superfrüh aufstehen und spät in die Arbeit kommen, aber eben auch zum Sonnenaufgang auf einem Gipfel stehen.

Heute entschieden wir - Laura, Vladi, Alex und ich - uns für den Roßkopf von der Sutten aus (1½ Stunden, 600 hm). Nach den Schneefällen der letzten Tage eigentlich super, wäre da nicht der Regen der letzten Nacht gewesen. Also nix mit Pulvertraum, sondern Tourengeherfreuden von "geht schon" über Sulz hin zur Regenkruste. Aber am Ende kann die Abfahrt (20 Minuten) ja eigentlich nie so schlecht sein, als dass in der Arbeit sitzen besser wäre. In diesem Sinne, ein schöner Saisonauftakt und gemütliches Ratschen am Morgen, da freu ich mich schon auf die nächsten Touren (und den nächsten Schneefall).

Montag, November 29, 2021

Der erste Schnee im Berchtesgadener Land - 27./28.11.2021

Nachdem wir (bzw. die Kids) letztes Wochenende in Quarantäne gesessen waren, mussten wir uns dieses Wochenende ein wenig bewegen. Es hatte ein bisschen geschneit und so waren die Kids, direkt nach unsere Ankunft bei Karins Eltern, nicht mehr gesehen. Während ich einen kleinen Abendspaziergang zur Kastensteinerwand (1 Stunde, 200 hm) unternahm, bauten Anna und Paul ein Iglu im Garten.
Für Skitouren war der Schnee noch zu wenig, aber Skiböckeln ging auf jeden Fall. So verbrachten wir den Samstagnachmittag am Götschen, beim Skiböckel-Wettrennenfahren, Schneemannbauen und Schneeballschlacht machen. Und am Abend genossen Karin und ich die Ruhe bei einem Spaziergang über den Panoramaweg nach Winkl (2 Stunden, 270 hm).

In der Nacht zu Sonntag hatte es weitergeschneit und so stapfte ich, anstelle des Frühstücks, auf den Rauhen Kopf (2¼ Stunden, 1050 hm). Bei den Bedingungen war ich seit langem wieder mal froh um meine Grödl. Im Abstieg legte ich noch einen kleinen Zwischenstopp am Kleinen Rauhen Kopf ein, bevor es zurück ins Tal zum Mittagessen ging (½ Stunde, 1¼ Stunde, 100 hm).
Wer rastet der rostet und das wollen wir natürlich nicht, außerdem war der Nachbar während meiner Runde auf den Rauhen Kopf schon Richtung Götschen marschiert, mit Ski. Also raus mit den (Stoana-)Ski und rauf über die Talabfahrt. Selten, dass man hier alleine unterwegs ist und noch dazu die zweite Spur hinauf zieht. Für die Abfahrt ist aber definitiv noch zu wenig Schnee. Das änderte sich ab der Familienabfahrt und selbst durch den Wald auf den Gipfel hatte ich, zumindest beim Gehen, keinen Steinkontakt (1¼ Stunde, 700 hm). Bei der Abfahrt zu Götschenalm traf ich dann auch keinen einzigen Stein, was weniger ist als bei vielen anderen Touren in den letzten Jahren. Dort traf ich Karin mit den Kids und zusammen stiegen wir wieder zum Abzweig der Talabfahrt auf (½ Stunde, 150 hm). Karin und Paul fuhren mit den Skiböckeln ab, während sich Anna mit den Tourenski hinunter haute, die kleine Rennsemmel. Unten angekommen, waren wir gerade noch rechtzeitig zum Buttnmandllaufen am Kollerfeld. Ein krönender Abschluss für ein schönes und erlebnisreiches Wochenende im Schnee.

Sonntag, November 14, 2021

Zwiesel, Blomberg und Heigelkopf mit den Kids - 13.11.2021

Gefühlt hat Karin dieses Jahr dauernd Samstagsdienst, so auch dieses Wochenende. Und damit waren wir wieder mal alleine unterwegs. Im Tölzerland, weil zuvor musste ich bei Bergzeit noch meinen neuen Skitourenschuh anpassen lassen. Auf den bin ich schon sehr gespannt und freu mich auf die Einweihung.
Wie schon mal mit Anna (damals bei unserem Abteilungsausflug) bzw. mit Paul (in umgekehrter Richtung) waren Zwiesel, Blomberg und Heigelkopf unser Ziel. Wir starteten an der Waldherralm und stiegen über die Schnaiteralm, an der wir eine ¼ Stunde Pause machten, zum Zwiesel auf (1¾ Stunde, ↑610 hm). Bis zur Schnaiteralm war die Wanderung fast einsam und so trafen wir nur eine Handvoll Wanderer. Während unserer Pause stiegen aber gefühlt Menschenmassen wie am Stachus vom Gipfel ab. Und so waren wir am Gipfel wieder alleine. Vielleicht hatte das aber auch damit zu tun, dass es nun zu regnen begann. So spazierten wir im leichten Regen zum Blomberg und weiter zum Heigelkopf (1 Stunde, ↑110 hm, ↓250 hm). Entlang des Weges stehen 28 Kunstwerke, die es zu entdecken gilt. Am Heigelkopf hatte der Regen aufgehört und so konnten wir im Trockenen über die Baunalm wieder zur Waldherralm absteigen (1 Stunde, ↓475 hm). Dies übrigens wieder ohne jemanden zu treffen.

Eine nette Wanderung mit den Kids, die inzwischen ohne zu meckern so kleine Wanderungen "freiwillig" mitmachen.
Sonntag verbrachte ich dann wieder mal bei einer Trainerfortbildung im HG, war aber auch ganz in Ordnung und das Wetter hätte auch an diesem Tag nicht wirklich zu einer Tour eingeladen.

Donnerstag, November 11, 2021

Herbstferien in Fontainebleau - 31.10.-07.11.2021

Seit zweieinhalb Jahren waren wir nicht mehr in Bleau. Dieses Coronavirus nervt aber auch. Jetzt zu den Herbstferien hatte es aber geklappt, Laura und Vladi und wir hatten Zeit, die Grenzen waren (noch?) offen und keiner von uns war krank. Was will man mehr. Vielleicht noch gutes Wetter, aber zu viel wollten wir nicht verlangen. So sah die Vorhersage nur semi-ideal aus. Aber egal, Hauptsache raus...aus dem Alltag, aus der Wohnung, aus allem.

Die Fahrt dauerte wie gewohnt eine ganze Weile und so kamen wir rechtzeitig zu Bier und Abendessen in Grez sur Loing an. Wieder in dem Matsch der Biwakwiese ganz hinten anzukommen, fühlte es sich ein bisschen wie heimkommen an. Und dann warteten Lagerfeuer und Käsefondue auch schon auf uns, was für ein Ankommen.
Da es am Sonntagnachmittag geregnet hatte, suchten wir uns für Montag ein schnell trocknendes Gebiet, 95,2 der Klassiker für diese Anforderungen. Viel Schweres ging, wie zu erwarten, nicht. Um nicht zu sagen: gar nicht. Übrigens auch für die restliche Woche, aber draußen bewegen und das in der Sonne. Unbezahlbar! Dienstag gings nach Diplodocus. Dort waren wir seit Jahren nicht mehr, weil es normalerweise recht voll ist und die Probleme eher auf der einfachen Seite sind. Wir waren dort alleine und hatten super Spaß mit den nicht zu hohen Blöcken.
Mittwoch und Donnerstag holte uns dann der Wetterbericht ein. Das Wetter lies nicht wirklich an Bouldern denken, aber lesen, im Decathlon einkaufen, Tischtennis spielen und das neue Surfskate testen, machte auch Spaß.
Als es am Freitag endlich wieder trocken genug war, besuchten wir, wie einige andere auch, den Cul de Chien. Und am Samstag hatten wir noch einen schönen, sonnigen Abschluss in Canche aux Merciers.

Ein super entspannter Boulderurlaub mit Laura und Vladi. Und vor allem Paul bouldert inzwischen schon sehr ordentlich.

Montag, Oktober 25, 2021

Kienberg und Ebner Joch - ein Herbstwochenende in Tirol - 23./24.10.2021

Wie sich gezeigt hatte, war die Angst beim Abteilungswandertag, es würde sich um den letzten schönen Herbsttag handeln, unbegründet. So wanderten wir alle Vier durch den herbstlichen Wald über die Kienberg Maria zum Wasserschloss (1¼ Stunden, 350 hm) und von dort weiter über die Weiße Wand zum Kienbergkreuz (1¼ Stunden, 320 hm). Ich bin mächtig stolz auf unsere zwei kleinen Gamsen, dass sie diese kurze, aber doch nicht ganz einfache Wanderung, so gut gemeistert haben.
Nach einer kleinen Pause spazierten wir noch zum Brandköpfl hinüber (10 Minuten, 80 hm) und stiegen über den Normalweg wieder ab (1½ Stunden). So kamen wir rechtzeitig zur Dämmerung wieder bei meinen Eltern an, eine schöne Familienwanderung.
2021_10_23_Kienberg

Am Samstag zeigte Paul schon auf das Ebner Joch und meinte, da wolle er mit mir rauf. Nichts leichter als das. So hieß es am Sonntag etwas früher aufstehen, damit wir vor dem Mittagessen wieder zurück sind. Für den Weg von Eben zur Astenau brauchte es manchmal noch etwas guten Zuspruch, es war auch noch dunkel, neblig und eiskalt. Als aber die Sonne durch den lichten Kiefernwald brach und wir kurz danach die Notburga Kapelle auf der Astenau erreichten (1¼ Stunden, 500 hm), war alles gut und der Weiterweg ging ganz von alleine. In den Latschenhängen über der Astenau wurde es sogar richtig warm und schnaufend erreichten wir das Ebner Joch (1 Stunde, 500 hm).
Das Ebner Joch ist nicht umsonst als Aussichtsberg bekannt. Die Aussicht ins Rofan, Karwendel, aber auch in die Tuxer und die Zillertaler ist einfach unglaublich. Leider wehte ein eisigkalter Wind, welcher uns schnell wieder zum Abstieg trieb (1½ Stunden). Eine wunderschöne Runde mit dem Großen!

Das Mittagessen mussten wir uns aber auch noch verdienen, deshalb spazierten wir zu Fuß über den Fischler Kreuzweg nach Eben (1¼ Stunden, 425 hm). Hätten wir das gewusst, wären wir gleich in der Früh von unten los gegangen, oder aber gar nicht erst hinunter gefahren. Ein bisschen geschafft waren wir nämlich beide und ich spürte inzwischen, dass eine Erkältung im Anmarsch war. Schön war es trotzdem bei dem super Herbstwetter mit meinen Eltern zu spazieren.

Mittwoch, Oktober 13, 2021

Abteilungswandertag auf den Wank - 11.10.2021

Der letzte schöne Herbsttag? Vielleicht! Aber auf jeden Fall ein perfekter Tag, um mit netten Menschen, in diesem Fall meinen Arbeitskollegen, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Martin als alter Garmisch-Local hatte für uns ein perfektes Ziel gefunden. Ein einfacher Aussichtsberg mit Seilbahn, damit es für niemanden eine Ausrede gibt. Der Wank.

Dass es in der Früh schon ganz schön frisch ist, merkten wir bei unserem Start am Parkplatz der Wankbahn. Bald aber kamen wir in die Sonne und so war der Aufstieg zum Eckenberg ein Genuss mit vielen schönen Ausblicken auf das gegenüberliegende Wettersteingebiet (2¼ Stunden, 1050 hm). Vom Eckenberg aus ist es nur noch ein kurzer Sprung zum Wank (10 Minuten, 50 hm), wo schon Helmut auf uns wartete. Zusammen genossen wir die Sonne, Aussicht und Küche auf der Terrasse des Wankhauses. Nach ein bisschen Action wegen einer Landung des Notarzthubschraubers vor dem Haus, stiegen wir über den Weg unter der Bahn wieder zum Parkplatz ab (2 Stunden). Ein wirklich schöner Tag.

Diese Woche wurde übrigens auch mein Artikel zum Seilaufschießen im Bergzeit Magazin veröffentlicht. Wie ich finde sehr gelungen. Liebe Caro, danke für die Möglichkeit und das Redigieren. 
2021_10_11_Wank

Dienstag, Oktober 05, 2021

Surfen mit den Kids und ein Goldener Herbst im BGL - 03.10.2021

Weil Karin wieder mal Dienst hatte, unternahmen die Kids und ich am letzten Samstag einen Ausflug zum Surfen an die Floßlände. Eine super nette Radeltour (↔21 km) mit nettem Wassersport bei bestem Herbstwetter.

Dieses Wochenende verbrachten wir dann wieder einmal im BGL. Diesmal feierten wir die Goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern. Als kleinen Ausgleich zu dem essenslastigen Wochenende spazierten wir am Sonntag zum Sonnenaufgang auf den Götschen (1½ Stunde, 650 hm). Eine wunderschöne Morgenrunde, die bei perfektem Wetter zum Innehalten und Durchatmen einlud.
Danach gingen Paul und ich noch Surfen im Almkanal. Ein super Abschluss von einem schönen Wochenende im goldenen Berchtesgadener Herbst.

Sonntag, September 19, 2021

Almbachklamm - 18.09.2021

Zu Schwiegervaters Geburtstag hieß es natürlich ins BGL kommen. Da das Wetter viel besser als erwartet war, wanderten wir am Samstag in die Almbachklamm. Das wollten wir eigentlich schon lange mal machen. Der Weg von der Kugelmühle bis zum Sulzer Wasserfall ist gut ausgebaut, im Gegensatz zu anderen Klammen nicht immer mit einem Geländer gesichert (¾ Stunde, 150 hm). So ergab sich eine kurzweilige Wanderung mit einer ewigen Plantsch- und Staudammbaupause. Der Rückweg war dann genau so schnell zu meistern wie der Aufstieg (½ Stunde), so dass wir noch genug Zeit hatten vor dem Abendessen in den neuen Skatepark am Bhf-BGD zu gehen.
Zum Mittagessen am Sonntag spazierten wir mit den Kindern zur Kastensteiner Wand (↑↓200 hm). Alles in allem ein sehr schönes, gemütliches, frühherbstliches Wochenende.

Samstag, September 18, 2021

Sardinien - 28.08.-13.09.2021

Sommer, Sonne, Strand und Meer und wenn es auch noch zum Klettern geht, umso besser. Sardinien war schon Pfingsten auf unserem Plan gestanden, aber die unsichere Lage hatte uns von der Reise abgehalten. Ein zweites Mal sollte das nicht passieren!
Am Freitagabend gings in Richtung Jenbach, damit wir am Samstag aus der Pole Position starten konnten, so der Plan. Anscheinend hatten diesen Plan auch ein paar andere und so standen wir fast durchgängig vom Brenner bis Affi im Stau. Zehn Stunden statt sechs bis Livorno, na Mahlzeit. Ein Sprung ins Meer in einem überfüllten italienischen (Strand)Bad ging sich vor der Fähre aber trotzdem noch aus.

Von der Fährüberfahrt gibt es nichts zu berichten, außer dass die Nacht verdammt kurz war und abrupt endete, als uns eine Lautsprecherdurchsage aus den Kojen warf. Da half auch Batman an Deck nicht. Vom Hafen von Olbia fuhren wir das Stückchen nach Sos Alinos, direkt nördlich des Golfo Orosei. Und von dort bewegten wir uns erst mal ein paar Tage überhaupt nicht. Endlich runter kommen, verschnaufen, entspannen. Wobei, überhaupt nicht stimmt natürlich nicht. SUPen, Schnorcheln, Schwimmen und einen Ausflug zum Cala Fuili unternahmen wir schon. Und wenn man dann an der Cala Fuili schon mal ist, kann man auch Klettern, sozusagen notgedrungen. Aber erst am späteren Nachmittag, davor wird man nämlich gegrillt. Schnorcheln zu den Tropfsteinhöhlen nahe des Strands sorgt da für Erfrischung im Vorfeld. Direkt am Strand kletterten wir Zia Lilith (4c) und Spigolo Fuili (5a), zwei schöne, einfache Touren. Poro io i nuts!! (6a+), eine Route von Linn Hill, sah ich mir im Toprope an. Die würde zwar wahrscheinlich schon gehen, aber der Grad ist schon recht ehrlich.
Der Kletterei rund um Cala Gonone müssen wir definitiv noch einen Besuch abstatten (vielleicht mal im Winter?).

Uns trieb es aber etwas nach Norden, wo wir uns bei La Caletta mit Sterndl, Charlie und den Jungs trafen. Zusammen verbrachten wir noch zwei gemütlich Tage mit Strand, Essen, Trinken und Baden. Während die vier ihre Fähre erwischen mussten, führte uns unser Weg an die Westküste, mit den spektakulären Sonnenuntergängen. Am "Reiskornstrand" von Is Arutas gefiel es uns gleich so gut, dass wir zwei Tage blieben. Vor allem der Sternenhimmel dort ist einfach der Wahnsinn.
Etwas nördlich sollte es etwas zu klettern geben, das Hotel Cornus. Deshalb suchten wir uns ein Plätzchen bei S'Archittu und verliebten uns in das Camping Nurapolis. Ich vor allem deshalb, weil mich beim ersten Spaziergang durch die Dünen Wellen begrüßten. Und zwar Wellen die surfbar aussahen. Zehn Minuten später paddelte ich auf einem Leihsurfboard in den Sonnenuntergang. Die Wellen waren ungeordnet und ich hatte keinerlei Kondition fürs Paddeln, aber es machte tierisch Spaß. So viel Spaß, dass ich mir am nächsten Tag sofort wieder ein Brett leihen musste. Am Strand trafen wir auch Maria und Jochen und Anna und Jo, sozusagen die gesamte Schwägerschaft vom Bäda. Was für ein lustiger Zufall. Mit Jo ging ich einen Morgen zum Harpunenschnorcheln und hätte beinahe einen Oktopus zum Mittagessen heim gebracht, aber eben nur fast.
Von S'Archittu ist es nur etwa eine Stunde nach Bosa, wohin wir einen Ausflug unternahmen, zum sagenhaften Cane Malu. Ein Felsenstrand fast wie eine Mondlandschaft, ein Traum zum Klippenspringen und Schnorcheln. Aber eigentlich waren wir nach S'Archittu ja zum Klettern gekommen, was wir nicht schafften. Wir sahen uns zwar Hotel Cornus an, aber in der drückenden Schwüle hatte keiner Lust den Felsen anzugreifen. Vor allem, da wir ein paar Anläufe benötigten um den Zustieg zu finden. Dafür gingen wir ein bisschen DWS'en am Strand von Su Riu de Sa Ide. Wieder tolle Klippen zum Springen und Klettern.

Nach fünf Tagen hieß es für uns Abschied nehmen, vom Nurapolis und Franzi, Tobi und Frieda, die wir dort kennengelernt hatten. Wir wollten wieder nach Is Arutas. Am Weg blieben wir aber an der Falesie di Roia de Su Càntaru hängen. Eine wilde Steilküste die nur mit einem 4x4er zu erreichen ist. Die ganze Nacht konnten wir beeindruckende Gewitter rund um uns herum beobachten. Und auch in Is Arutas erwartete uns noch ein stürmischer Tag. Erst der letzte Tag an der Westküste war wieder heiß und wolkenlos, da hieß es aber auch schon Abschied nehmen. 
Unser Weg führte uns wieder über einen Agritourismo, den wir vom Hinweg schon kannten, und den Strand von La Caletta zurück zum Hafen von Olbia wo Batman schon auf uns wartete. Und was soll ich zur Heimfahrt sagen, die Überfahrt war ruhig, der Platz um den Schiefen Turm von Pisa leer, die Autobahnen erträglich und somit die Heimfahrt eigentlich ganz entspannt und vor allem ohne Stau.

Was nehmen wir mit aus diesem Urlaub? Schön wars, sogar sehr schön. So schön, dass wir wieder kommen wollen....ok, das haben wir auf Korsika auch schon gesagt und bis jetzt noch nicht geschafft, aber gute Vorsätze sind ja da um gebrochen zu werden. Und für die ganz interessierten, wir sind sieben Nächte auf Campingplätzen gestanden und sieben Nächte frei, wobei zwei Nächte auf einem Agritourismo waren bei dem wir zuvor gegessen hatten und eine auf einem Parkplatz, auf dem man 7€ für die Übernachtung einwerfen musste.

Freitag, August 27, 2021

Geißkopf, Geinberg und der Almkanal - 20.-23.08.2021

Nach Karins letztjährigem Geburtstag wollten wir es dieses Jahr etwas langsamer angehen. Also gingen wir Biken am Geißkopf.
Was soll ich sagen, super wars, vor allem der Flow Country Trail hatte es uns angetan, aber auch der Enduro 1 ist ziemlich schön. So verbrachten wir den Freitagnachmittag (4 Stunden, 1900 hm, 33 km) und Samstagvormittag (2 Stunden, 1050 hm, 18 km) auf den Trails und dazwischen gabs ein Lagerfeuer und einen sehr schönen Abend am Parkplatz.
Samstagmittag gings für uns dann weiter nach Geinberg. Unseren zehnten Hochzeitstag feierten wir nämlich ausnahmsweise mit ein bisschen Wellness, statt mit anstrengenden Touren. Auf dem Weg die Kinder im BGL abzuholen, stattete ich der Almkanal Welle noch einen Besuch ab.

Ein super schönes, entspanntes Wochenende mit Karin.

Donnerstag, August 19, 2021

Gorialm - 19.08.2021

Das erste Mal seit gefühlt ewiger Zeit, aber definitiv das erste Mal diese Saison, schafften wir es zu einer Feierabendtour zur Gori. Umso schöner, dass Karin und ich gemeinsam mit Laura und Vladi fahren konnten. Da wir alle ziemlich unfit sind, brauchten wir ein bisschen rauf und schoben sogar immer wieder. Auf der anderen Seite blieb damit mehr Zeit zum Ratschen (1¾ Stunde, 600 hm, 5,5 km). Obwohl der Sommer mehr oder weniger vorbei ist, konnten wir noch draußen sitzen und als es kalt wurde fuhren wir über die Schlechtenbergalm und das Goriloch wieder zu den Bussen zurück (¾ Stunde, 50 hm).
Schön wars, das Biken, aber vor allem das Ratschen.
2021_08_19_Gori

Sonntag, August 15, 2021

Ein paar Tage in Tirol - 10.-15.08.2021

Diese Urlaubswoche verbrachte ich wieder mit den Kids bei meinen Eltern. Am Dienstag wanderten wir von der Rodelhütte über den Tiefentaler Graben zum Branterweg und über diesen nach Fischl (1¼ Stunde, ↑85 hm, ↓260 hm). Nach einer Stärkung beim GH Rieder gings zurück nach Jenbach (½ Stunde, ↓180 hm). Genau die richtige Runde für einen heißen, unbeständigen Tag.
Mittwoch gings mit meine Eltern und den Kids zum Dalfazer Wasserfall (½ Stunde, 220 hm). Während Paul und ich den Klettersteig gingen (½ Stunde, 100 hm), beobachteten Anna und meine Eltern uns von der Aussichtsplattform aus. Nach dem kurzweiligen Steig stiegen wir wieder zur Aussichtsplattform ab (10 Minuten, 20 hm) und kehrten alle zusammen zur Buchau zurück (25 Minuten).
Am Donnerstag hieß es dann baden in der Brandenberger Ache. Durch die Tiefenbachklamm wanderten wir, mit einem Abstecher und Pause an der Ache, zur Jausenstation Tiefenbachklamm (1¼ Stunde, 100 hm, 3,5 km), wo wir eine lange Badepause in der eiskalten Ache einlegten. Am Rückweg durch die Klamm konnten wir noch einer Bergung der Bergrettung zusehen, eine Wandererin war gestürzt und musste mit der Gebirgstrage aus der Klamm geborgen werden (1 Stunde).
Freitag legten wir einen Badetag im Schwimmbad ein und Samstag gings zum SUPen an den Achensee.
Eine entspannte Urlaubswoche mit viel Zeit zum Lesen und Ratschen.

Montag, August 09, 2021

Guggi und Nollen - 06.-08.08.2021

Der August kommt und für uns beginnt der Sommer immer mit unserem Besuch beim Dani.
Zusammen mit Olga und ihm stiegen wir am Freitag von der Station Eigergletscher zur Guggi auf. Mit der neuen V-Bahn (Eigerexpress) fährt es sich komfortabler und schneller bis zu der neuen Station hinauf. Nebenbei hat man noch eine super Sicht in die Eigernordwand. Von der Station stiegen wir auf Pfadspuren unter den Eigergletscher ab und querten durch den Gletscherschliff bis zum Guggiweg hinüber. Knapp unter den Kraxelstellen trafen wir auf den altbekannten Weg und etwas oberhalb machten wir ausgiebig Pause (1½ Stunden, ↓160 hm, ↑260 hm). So gestärkt war der weitere Anstieg zur Guggi ein Klax (1¼ Stunden, 360 hm). Johannes der nachgekommen war, holte uns auch noch ein und so hatten wir jede Menge Zeit die mitgebrachten Vorräte zu dezimieren.

Am Samstag läutete unser (Johannes und mein) Wecker um 3 Uhr. Wir hatten geplant um ½ 4 Uhr zum Nollen aufzubrechen. Wie immer ist die Nacht um dieses Zeit besonders dunkel und die Aufstiege besonders beschwerlich. Dennoch erreichten wir das Schneefeld unter dem Nollen recht zügig (1½ Stunden, 550 hm). Nachdem wir uns angezogen hatten (nicht nur Ausrüstung sondern auch jede Menge dicke Klamotten, es gab nämlich beißend kalte Sturmböen) stapften wir das Schneefeld bis direkt unter den Nollen (¾ Stunde, 250 hm), fast perfekter Trittfirn. Im Gegensatz zu letztem Jahr, gab es auch am Nollen Trittfirn und immer wieder gute Stellen für Stände. So erreichten wir nach drei Seillängen das Plateau am Nollen und machten eine kurze Pause unter dem sich aufsteilenden obere Firnfeld (1¾ Stunden, 150 hm). Das Firnfeld stapften wir, jeder für sich alleine, zum Grat (1 Stunde, 300 hm). Nun wäre der Gipfel nicht mehr weit gewesen, aber unsere Umkehrzeit war überschritten und das Wetter drückte immer schlechter von Süden herein, also fiel die Entscheidung: Umkehr.
Wie so oft in solchen Routen, der Abstieg kostet fast gleich viel Zeit wie der Aufstieg und so standen wir nach einer Stunde wieder an den Abbrüchen des Nollen. Wir entschieden uns fürs Abklettern und so konnten wir uns nach 1¼ Stunde am unteren Ende des Schneefelds wieder aus unserer Ausrüstung schälen. Den restlichen Abstieg warfen uns die Sturmböen teilweise fast von den Beinen, aber letztendlich schafften wir es ohne Probleme, aber ziemlich müde, zurück zur Guggi (1¼ Stunde).
Neun Stunden waren wir unterwegs gewesen. Nach einer Suppe und einem TAB verabschiedete sich Johannes und trat seinen Heimweg nach München an, während ich mich ein Stündchen aufs Ohr legte. Er wurde am Weg zum Eigergletscher noch ziemlich nass, aber letztendlich kam auch Johannes irgendwann gut zu Hause an.

Sonntag weckte uns wieder die Sonne. Der Regen hatte aufgehört und für uns blieb nur wie immer nach dem Frühstück, Hütte aufräumen und uns für den Abstieg fertig machen. Beim Abstieg zum Trümmelbach begegneten wir noch einem Steinbock (2 Stunden, ↓710 hm). Vom Bach aus hieß es dieses Mal die Moräne zur Station Eigergletscher aufsteigen (½ Stunde, 220 hm), um dann mit Seilbahn und Eisenbahn direkt zurück nach Interlaken zu gelangen.

Wie jedes Jahr ein super schönes Wochenende mit Olga, Dani und Martina und diesmal mit Johannes auch sportlich gesehen sehr ansprechend. Ich freu mich auf nächstes Jahr.

Dienstag, August 03, 2021

Ein kurzer Abstecher nach Graz - 31.07./01.08.2021

Schon ziemlich lang hatten wir es nicht mehr geschafft meine Schwester in Graz zu besuchen. Nun ging sich endlich wieder ein Wochenende in der schönen Steiermark aus, auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte. Nach ziemlich heftigen Gewittern am Freitag, schafften wir es immerhin am Samstag kurz zwischen den Fronten zum Schwimmen. Sonntagfrüh spazierten Karin und ich zum Frauenkogel (¾ Stunde, 300 hm) und den Steinkogel (¼ Stunde, 60 hm) bevor wir über die Wallfahrtskirche Straßengel abstiegen (1 Stunde). Die kleine Runde hatten wir sogar komplett im Trockenen geschafft. Als wir dann aber mit den Kids im Museum FRida & freD waren, begann es endgültig zu schütten und dieser Regen begleitete uns auf der gesamten Heimfahrt.
Trotz des schlechten Wetters ein nettes Wochenende, vor allem weil wir ja primär Vroni, Matths und die Kids sehen wollten und nächstes Mal ist sicher wieder das typische Grazer Wetter (Sonne).

Mittwoch, Juli 28, 2021

Diggl Wochenende - 24./25.07.2021

Dieses Wochenende verbrachten wir wieder mal mit Laura und Vladi, Claudi und Peter und Martina und Steffen in Ginzling beim Diggl. Es war Vladis Geburtstag und wir hatten die Kids bei meinen Eltern geparkt, somit stand einem Pa(a)rty Wochenende nichts im Wege.

Nach einem wunderbaren Einstandsabend am Freitag machten sich Karin und ich am Samstag nach dem Frühstück auf den Weg ins Floitental. Dort war die Bikini Variante (10 SL, UIAA 6+) unser Ziel.
Mit den Bikes fuhren wir an der Tristenbachalm vorbei bis unter die Freien Sprünge (¾ Stunde, 250 hm) und von dort ging es dann zu Fuß bis unter den größten der Wasserfälle (½ Stunde, 150 hm). Die Tour würde direkt rechts davon beginnen, also rechts vom Bach nicht vom (freien) Fall. Wir übersahen jedenfalls den Stand am Einstieg und spazierten die erste Seillänge mit der Ausrüstung am Rücken zum Stand vor der zweiten Seillänge. Ok, zugegebener Maßen ist die Seillänge sehr einfach (3), dennoch wäre manchmal Topo ansehen vor oder im Zustieg kein Fehler. Nachdem wir nun aber eben schon hier waren, konnten wir genau so gut Gurte und Seile herausholen. Gesagt getan und so stieg ich in die zweite und für mich letzte Seillänge ein. Dass Platten nicht ganz mein Lieblingsgelände sind, ist ja eigentlich kein Geheimnis, aber mein Kopf an diesem Tag hatte nichts mehr mit Vorlieben zu tun. Selbst in dieser gut abgesicherten Tour (alle vier Meter ein Haken) ging gar nichts. Aber wenns nicht läuft, dann läufts eben nicht und so seilten wir wieder ab, spazierten zu den Rädern zurück und legten eine kleine Badepause an der Tristenbachalm ein. Erfrischt rollten wir zurück zum Diggl, wo schon die anderen bei einem Bier auf uns warteten. Naja, Sonnenbaden und Bier ist jetzt auch nicht ganz verkehrt.

Am Abend und in der Nacht hatte es dann ziemlich stark gewittert und so war es ganz gut, dass wir uns für Sonntag einen "wetterfesten" Plan zurecht gelegt hatten. Von Ginzling fuhren wir mit den Bikes zur Schlegeis-Staumauer, um den Schlegeis 131, einen Klettersteig auf die Staumauer, zu machen. Zunächst geht es aber ins Tal hinein, leider am Ende ein gutes Stück der Straße entlang, zum GH Breitlahner (¾ Stunde, 280 hm, 6,3 km). Direkt vor der Mautstelle biegt dann der Mountainbike Weg ab und auf diesem kommt man über Forststraßen und einem Karrenweg zur oberen Mautstraßenampel. Von dort aus entschieden wir uns für den Wanderweg, direkt am Bach entlang bis fast zur Staumauer (1¼ Stunde, 420 hm, 5,7 km). Wenn man unter der Staumauer steht kann man den Steig schon gut erkennen. Zuerst verläuft er senkrecht hinauf, dann immer an der Regenlinie entlang nach recht, bis die Ausstiegsvariante senkrecht, bzw. ganz oben etwas überhängend, auf die Dammkrone führt (½ Stunde, 131 hm). Wer sich unter dem Steig einen klassischen Klettersteig vorstellt, der wird sicher enttäuscht sein. Vom klettersteigtechnischen Anspruch her ist der Steig uninteressant, die Ausgesetztheit aber ist doch recht ansprechend. Auch hier zeigte sich einmal mehr, dass mein Kopf nicht so ganz in Ordnung ist, mal sehen ob das wieder besser wird. Nach einer kleinen Sigthseeingrunde über die Staumauer, stiegen wir wieder zu den Rädern ab (½ Stunde) und beeilten uns noch vor den nächsten Schauern zurück zum Auto zu kommen (¾ Stunde, ↓700 hm, 12 km). Hat nicht ganz funktioniert, überraschenderweise wurden wir aber auch nur ein klein bisschen nass.

Trotz der klettertechnisch eher geringen Ausbeute ein sehr feines Wochenende und der Feierteil war sowieso der Wahnsinn (lieber Vladi, vielen Dank für das geniale Essen und die Unmengen an Alkohol).