Sonntag, Februar 26, 2023

Faschingsferien in Surcuolm - 18.-25.02.2023

Wir durften unsere Faschingsferien wieder bei Chanti und Joël verbringen. Im Gegensatz zu letztem Jahr herrscht diesen Winter aber eine historische Schneearmut in der Schweiz. Macht nichts, wir sind ja flexibel.

Da für Karin Skifahren seit ihrer St. Anton Aktion, wie auch jeder andere Sport, sowieso ausfällt und Stefan erst am Sonntagabend nachkam, gingen Judith, die Kids und ich am Sonntag alleine Telemarken bzw. Skifahren. Vor allem die südseitige Abfahrt nach Triel hatte es uns angetan und so verbrachten wir fast den gesamten Nachmittag dort. Die Schneelage ist wirklich katastrophal niedrig, so wurden am Montag auch die letzten Lifte am Piz Mundaun für Skifahrer geschlossen und Stefan, Judith und ich mussten nach Obersaxen, um überhaupt ins Skigebiet einsteigen zu können. Auch für die Skischule (die Kids waren wieder im Snowboardkurs) eine Herausforderung, bei der Joël sein Organisationstalent beweisen konnte. Nachmittags hatte er trotzdem Zeit mit Stefan und mir eine Runde Vollgas mit dem Snowboard zu geben. Ich war schon lange nicht mehr so fertig, wie nach diesem Tag.
Dienstag ließen Judith, Stefan und ich es deshalb auch gemütlich angehen und stiegen mit den Tourenski durch das geschlossene Skigebiet zum Piz Mundaun auf (2¼ Stunden, 750 hm). Zurück in Cuolm Sura aßen Karin und ich zusammen zu Mittag, bevor ich noch zum Hitzeggerkopf aufstieg (1¼ Stunde, 500 hm). Mit dem Steinski funktionierte sogar die Abfahrt nach Surcuolm ohne tragen zu müssen. Trotz des gemütlichen Tempos merkte ich, dass mir meine Coronainfektion noch etwas nachhing und so war am Mittwoch Pausetag angesagt, bei einem kleinen Spaziergang mit Karin durch Surcuolm.
Donnerstag wanderten Stefan und ich dann von Castrisch nach Trin durch die Rheinschlucht (4¼ Stunden, 500 hm, 17 km). Zurück gings mit dem Zug. Eine wunderschöne Wanderung bei frühlingshaften Temperaturen. Und am Abend zeigten die Skilehrer der ganzen Region ihr Können beim Demofahren in Valata. Freitag schnappte ich mir wieder meine Tourenski und stieg zum Stein auf (2 Stunden, 870 hm), wobei ich inzwischen die Ski bis Cuolm Sura tragen musste. Bei der Abfahrt fand sich aber, bis auf ein paar Unterbrechungen, ein fast durchgängiger Weg im Schnee. So war ich rechtzeitig zum Skirennen zurück in Valata und wir konnten die Kids anfeuern.

Trotz des wenigen Schnees war es wieder eine tolle Woche mit viel Lachen, Ratschen, Trinken und auch der Wintersport kam nicht zu kurz. Jedes Mal wieder schön, die gesamte (inzwischen sind wir zu elft) Portugalcrew zu treffen.

Donnerstag, Februar 16, 2023

Hirscheck, Götschen und Eckerleiten - 11./12.02.2023

Jetzt war ich schon wieder krank. Was für ein Jahr. Diesmal das böse C, dafür zum Glück sehr mild. Am Wochenende war es an der Zeit meine Fitness zu testen. Karin war mit den Kids am Hochschwarzeck beim Rodeln (also die Kids, Karin humpelt mit Krücken) und ich zog meine Runden zum Hirschkaser (2x ¾ Stunde, 350 hm, ↓¼ Stunde). Am Heimweg ließ mich Karin noch am Götschen raus und ich zog eine einsame Runde auf den Götschenkopf (1 Stunde, 450 hm) mit anschließender Abfahrt nach Bischofswiesen, wobei bis runter gehts nicht mehr. Ab dem Hundsreitlehen hieß es tragen, war trotzdem ganz nett.
Sonntag begrüßte uns dann, entgegen der Vorhersage, ein schöner Tag. Umso besser, denn Lena war im Salzburgerischen unterwegs und für ihren Rückweg hatten wir eine kleine Tour vereinbart, die Eckerleiten. In der Buchenhöhe waren wir das einzige Auto und so zogen wir unsere Spur allein hinauf zur Enzianhütte. Auch dort parkten nur wenige Autos und so begegneten wir erst am Purtschellerhaus den ersten anderen Skitourengehern. Unser Ziel war aber der Eckerfirst, mit dem netten Bankerl zum Sonnen (2 Stunden, 800 hm). Hier ließen wir uns Brotzeit und Radler, ja Lena hatte Radler für uns besorgt, schmecken und genossen den strahlenden Sonnenschein. Wenn ich damit gerechnet hätte, dass es so schön werden würde, dann hätte ich eine Sonnenbrille mitgenommen.
Als vier Skitourengeher kamen, brachen wir unsere Zelte ab und fuhren über die, auch wieder überraschend gute, Nordrinne ab. Da staubte der Pulver. Unterhab des Eckersattels hieß es wieder auffellen und Richtung Ahornkaser aufsteigen (½ Stunde, 200 hm). In der Früh hatten wir hier eine einsame Spur gesehen, die wollten wir uns ansehen. Leider hatten wir uns an diesen Sonnenhängen etwas verschätzt und so hieß es "flach" fahren. Irgenwie schafften wir es trotzdem mit wenig Steinkontakt zur Enzianhütte und dem ausreichend gut überdeckten Sommerweg zurück zum Auto an der Buchenhöhe.

Was für eine schöne Tour mit Lena, das hat wieder mal riesig Spaß gemacht. Ein Wermutstropfen ist, dass Karin wieder nicht dabei sein konnte (und auch für den Rest der Saison ausfallen wird) und ich es dieses Jahr nicht wirklich schaffe fit zu werden. 

Dienstag, Februar 14, 2023

Arc'teryx Freeride Academy St Anton - 04./05.02.2023

Endlich war es soweit! Mein Mädels Skiwochenende mit Claudi und Laura in St. Anton am Arlberg, zur Arc'teryx Freeride Academy. Freitag Abend hatten wir noch einen kurzen gemütlichen Abend in unserer Unterkunft, denn am Samstag hieß es früh aufstehen, um uns für unseren gebuchten Kurs (Skitouren nach Art des Hauses) anzumelden. Das klappte alles schnell und unkompliziert.
Aufgrund der angespannten Lawinensituation traf unser Guide die Entscheidung nicht ins offene Gelände zu fahren, er kannte sich im Gebiet bestens aus und so fuhren wir die ein oder andere unbekanntere Abfahrt ins Tal. Leider blieben an diesem Wochenende nicht alle so sicher.
Bei schönstem Sonnenschein ging es nach dem Mittagessen für uns auf die andere Talseite. Auch hier ein schönes Gebiet mit dem ein oder anderen Fleckerl Pulverschnee. Dann bin ich jedoch gestürzt,  dachte mir erst nicht viel dabei, bin also auch noch abgefahren, merkte aber schon, dass das rechte Kniegelenk was abbekommen hat.
Vor allem Nachts bei jeder Drehbewegung und am Tag darauf wusste ich, da ist was überhaupt nicht in Ordnung. Zuhause gings dann noch in die Notaufnahme, am nächsten Tag zum Arzt meines Vertrauens und Ende Februar wird mein Innenmeniskus operativ versorgt. Na ja was soll ich sagen...
Die Skisaison ist für mich vorbei und ich humpel nun so vor mich hin.
Es war nichts desto trotz ein erfahrungsreiches, schönes, sonniges Wochenende, gerne wieder mit euch beiden!


Und die Kids und ich (Flo(h))? Wir hatten uns auch ein schönes Wochenende gemacht. Freitagabend Dropkick Murphys Konzert mit Anna und Sonntag Snowboarden mit den Kids am Draxlhang. Und natürlich nicht zu vergessen: Notaufnahme mit Karin am Sonntagabend, langweilig wars also nicht.   

Freitag, Februar 03, 2023

Vom Winde verweht - vor der Arbeit zum Taubensteinsattel - 01.02.2023

Neuer Schnee, Sauwetter und ein Windfenster am Morgen, das war die Vorhersage für Mittwoch. Martin und ich wollten das für eine kleine Runde vor der Arbeit nutzen. Den eigentlichen Plan, den Lempersberg, ließen wir am Taubensteinsattel fallen, weil uns der Wind fast von den Beinen hob. So fellten wir im Windschatten der Bergstation nur schnell ab (1 Stunde 10 Minuten, 515 hm) und fuhren zurück zum Parkplatz. Zumindest ein bisschen Bewegung, außerdem waren die Abfahrtsbedingungen überraschend gut und wir waren früher als geplant in der Arbeit.
2023_02_01_Taubensteinsattel

Mittwoch, Februar 01, 2023

Skitourenwochenende im Spertental - 27.-29.01.2023

Donnerstagabend gings für Karin, Laura, Claudi, Vladi und Peter in die Kitzbüheler Alpen, um genau zu sein ins Spertental. Dort hatten wir übers Wochenende die wunderschöne Rettensteinhütte gemietet. Während ich noch einen Arbeitstag hinter mich brachte und die Kids für die Schule fertig machte, gingen Karin, Laura und Vladi am Freitag eine kleine Skitour in den Kessel zwischen Gamsbeil und Westerangerkopf. Mir blieb am Abend nur noch der Zustieg zur Hütte (1 Stunde, 300 hm, 4,5 km).

Samstag stiegen wir, bei ausgesprochen schlechter Sicht, zum Großen Tanzkogel auf (3 Stunden, 900 hm). Weil es im Waldgürtel weiter unten und in der Grabenquerung noch sehr wenig Schnee hat, entschlossen wir uns über den Grat weiter zum Schwarzkarkogel zu gehen (¼ Stunde, 40 hm). Von dort aus querten wir in die Scharte vor dem Westeracherkopf (½ Stunde, 30 hm), um in den Kessel zur Tiefsöllalm abzufahren. Leider wurde die Sicht noch schlechter und so war die Abfahrt eher Kategorie II Spaß. Aber zumindest mussten wir uns nicht durch den Waldgürtel kämpfen. Mit einem kleinen Gegenanstieg ging es über eine Forststraße zur Kar-Hochalm und zurück zur Rettensteinhütte (1¼ Stunde, 20 hm).

Sonntag weckte uns strahlender Sonnenschein. Um aber in die Sonne genießen zu können, mussten Karin, Laura und ich, erst zwei Stunden im Schatten bis zur Westerachalm aufsteigen. Dafür erinnerte der weitere (südseitige) Aufstieg aufs Gamsbeil an eine Frühjahrestour (3 Stunden, 950 hm). Die Abfahrt brachte uns dann allerdings perfekten Pulver in unverspurten Hängen, was will man mehr. Durch die Nordosthänge ging es fast direkt zur Kar-Hochalm hinunter und unsere einsamen Spuren zogen einige neidische Blicke auf sich. Am Ende muss man leider noch ein bisschen durch den Unteren Grund hinausschieben, was aber nach so einer tollen Tour zu verschmerzen war (1 Stunde).

Ein wunderschönes Wochenende mit gutem Schnee, noch besserem Essen und viel herzhaftem Lachen mit guten Freunden, so kann es öfter sein. Für Karin gehts aber sowieso nächstes Wochenende gleich wieder mit Laura und Claudi auf Tour, diesmal am Arlberg.

Montag, Januar 23, 2023

Taubenstein, Jägerkamp, Tanzeck und Taubenstein - 21./22.01.2023

Seit knapp sechs Wochen war ich auf keiner Skitour mehr. Nach Weihnachten fehlte nicht nur der Schnee in den Alpen, mich hatte auch eine Lungenentzündung komplett ausgeknockt. Gerade rechtzeitig zum dringend notwendigen Schnee fühlte sich für mich zum ersten Mal seit einem Monat auch Bewegung wieder richtig an.

Im Schneetreiben fuhr ich zum Spinnradl, ein Hoch auf den Allrad. Da ich erst sehr spät losstartete, hatte sich der Parkplatz schon ziemlich geleert. Gemütlich stieg ich zum Taubensteinsattel (1 Stunde, 515 hm) und weiter zum Gipfel des Taubenstein (10 Minuten, 100 hm) auf. Durch die neue Ausweisung des Wildschutzgebiets, müsste man von hier über den Sommerweg abfahren, was auch bei viel Schnee nur bedingt Freude macht, so entschied ich mich durch den lichten Wald zur Oberen Maxlrainer Alm abzufahren. Gar nicht so schlecht, um nicht zu sagen: gut. Also fuhr ich weiter zur Unteren Maxlrainer Alm und fellte wieder auf (¼ Stunde). Jetzt hieß es nämlich die Pflicht nach der (knietiefen) Kür zu absolvieren, der Rückaufstieg zum Lochgraben für die Restliche Abfahrt zum Parkplatz (½ Stunde, 75 hm). Der Vorteil dieser Variante, nicht nur eine wunderbar unverspurte Abfahrt über die Maxlrainer Almen, sondern auch ein einfacher Zugang zu den unteren Hängen der Wilden Fräulein und damit eine schöne Variante zum mittleren Lochgraben. Im letzten Licht kam ich am Auto an und kämpfte mich wieder durchs Schneetreiben und ziemlich dichten Verkehr zurück nach München.

Eine Lehre aus der Samstagnachmittagtour war, man erwischt zwar noch den einen oder anderen Stein, für meine Steinski ist der Pulver aber zu tief. Also im Keller die Powderwaffen ausgegraben und im ersten Licht wieder zur Taubensteinbahn. Dieses Mal zog ich nach links und spurte bis zum Jägerkamp (1½ Stunden, 680 hm). Ja genau spurte, das habe ich auch noch nie erlebt, dass man am Spitzing mal selbst spuren darf/muss. Beim Abfellen beobachtete ich eine Gruppe zum Benzingspitz aufsteigen. Warum man dieses Wildschutzgebiet betreten muss, ist mir nicht ganz klar, weil abfahrtstechnisch ist der Benzingspitz nicht lohnend. Unwissenheit kann es eigentlich auch nicht sein, Schilder stehen dort oben inzwischen nämlich auch mehr als genug. Für alle, denen die Wildschutzgebiete/Wildruhezonen am im Taubenstein-/Rotwandgebiet nicht klar sind, Markus Stadler erklärt diese auf seiner Seite sehr gut. Ich querte zur Schnittlauchmoosalm, wo ich wieder kurz auffellen musste, um zum Tanzeck aufzusteigen (½ Stunde, 70 hm). Nächste amüsante Anekdote, beim Abfellen im Sattel unter dem Tanzeck (Einfahrt zur Krottentaler Alm) meckerte mich eine Skitourengeherin an, ich würde ihr im Weg stehen und außerdem sei dies die Spur und solle ausstellen (wohlgemerkt wir standen im flachen Sattel). Ich sah sie nur verständnislos an und fragte, ob sie denn so viel Zeit hätte, sonst müsse sie um mich herum gehen. Laut schimpfend und motzend zog sie dann von Dannen und spurte wohl oder übel drei (!) Meter selbst. Der Skitourengeher der neben mir abfellte, schüttelte auch nur den Kopf. So kommt man zumindest ins Gespräch. Zusammen zogen wir die ersten Spuren in die Hänge zur Krottentaler Alm (½ Stunde). Alleine dafür hatten sich meine breiten Ski schon ausgezahlt. Nun hieß es aber wieder spuren, wenn auch in einer alten Spur und so stieg ich wieder zum Taubenstein auf (¾ Stunde, 320 hm). Die Abfahrt vom Vortag hatte genug Spaß gemacht für eine Wiederholung. Und siehe da, nur eine neue Spur vor mir. Also wieder maximaler Pulvergenuss zur Unteren Maxlrainer Alm (¼ Stunde). Dort dann "same procedure as last year day": Auffellen und zurück zum Lochgraben und den Hängen unter den Wilden Fräulein. Diesmal ein kleines Stück weiter am Weg zum Spitzingsattel, man will ja nicht seine eigene Spur kreuzen (½ Stunde, 80 hm).

Ein geniales Pulverwochenende und endlich fühle ich mich wieder fit genug meine Kondition aufzubauen, Zeit wurde es.

Sonntag, Dezember 18, 2022

Snow in the City - 17./18.12.2022

Die ganze Woche über wechselten sich schon Eisregen und Schneefall ab, was mit dem Rad nur mäßig Spaß machte. Dafür war die Stadt endlich wieder in ein weißes Kleid gehüllt. Genau bei solchen Bedingungen finde ich es super Surfen zu gehen. Genau das schaffte ich Freitag endlich wieder mal.
Samstag musste Karin schon wieder arbeiten, deshalb fuhren die Kids und ich alleine nach Poing in den Wildpark. Ein schöner Ausflug bei super Wetter und so leer haben wir den Wildpark noch nie erlebt, bis Mittag hatten wir ihn praktisch für uns alleine.
Sonntag wollte ich zum Sonnenaufgang mit den Ski auf den Olyberg. Ich war rechtzeitig da, nur die Sonne verpasste unser Rendezvous. Lustig war es trotzdem ein paar Runden (6x) die "Nordflanke" zum Olysee abzufahren (1 Stunde, 330 hm). Mit den Steinski geht es allemal, außerdem macht es Spaß sich die Ski ohne Autofahrt davor zu ruinieren. Im Anschluss gings mit Paul zum Rodeln auf den Luitpoldhügel und am Nachmittag noch mit Karin eine Runde durch den verschneiten Englischen Garten.

Ein schönes Winterwochenende im tiefwinterlichen München, das hatte ich vor Weihnachten auch noch nicht erlebt.

Dienstag, Dezember 13, 2022

Powderhausen in Hochfügen ... oder der nächste Skitourenauftakt - 10./11.12.2022

Es ist schon fast Tradition, der gemeinsame Skitourensaisonauftakt mit Bäda. Je nach Schnee- und Wetterlage mal am Gletscher, mal im Kurzen Grund, mal in einem Winterraum im Sellrain oder wie letztes Jahr auch mal ganz ohne Bäda. Auf jeden Fall, jedes Mal ein schönes Wochenende. Diesmal konnte Vladi nicht mitkommen und so fuhren Bäda und ich alleine nach Hochfügen.
In den letzten zwei Wochen ist leider nicht mehr viel Schnee dazu gekommen, deshalb stiegen wir Samstag im Skigebiet auf. Neben der Piste und entlang von Forststraßen kann man ohne den Trubel des Skigebiets über die Holzalm bis zur Bergstation des Zillertal Shuttels aufsteigen (2¼ Stunden, 910 hm). Nach einer kurzen Abfahrt, ließen wir uns ein Mittagessen auf der Wedelhütte schmecken und stiegen wieder zurück zum Joch auf, um nach Hochfügen abzufahren (½ Stunde, 60 hm). Wirklich gut sind die Pistenverhältnisse nicht, aber zumindest Steine erwischt man so nicht. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir dann bei immer stärker werdendem Schneefall noch in der Therme in Fügen.

Der Sonntag weckte uns zwar mit ebenso schlechter Sicht wie sie am Samstag war, dafür mit 10 bis 15 Zentimetern Neuschnee. Weiter oben sogar mehr. Wenn man schon die Steinski mit hat, kann man natürlich auch eine "richtige" Skitour gehen. So stiegen wir über die Rodelbahn zum Mittelleger der Pfundsalm auf und weiter über die Almböden zum Kleinen Gilfert (2½ Stunden, 930 hm). Danke der Gruppe vor uns fürs Spuren. Diese entschied sich wohl über den Pfaffenbichl ins Skigebiet zu queren (was durch die Felsen etwas seltsam aussah), so hatten wir die Abfahrt für uns alleine. Schlechte Sicht und jede Menge Sharks sind ja genau meins, aber zwischen drin (vor allem am unteren Ende des "Gipfelkessels" und über die Almweiden der Pfundsalm) ging es richtig gut. Was für ein Traumpowdertag, bei dem Start in die Saison freu ich mich auf mehr.

Wie immer ein sehr schönes Wochenende mit dem Bäda, das nächste Mal hoffentlich auch wieder mit Vladi.

Montag, November 28, 2022

Skitrourenopening in Hochfügen - 26./27.11.2022

Schnee, endlich. Und das in einer Menge, dass man die Ski aus dem Keller holen kann. Gefühlt halb München war dabei die Grasnabe am Spitzing umzugraben, deshalb fuhren wir zu meinen Eltern. Hochfügen liegt doch ein gutes Stück höher als der Spitzing und die Pisten rund um den 8er-Jet sind schon so weit in Schuss gebracht, dass Hochfügen mit zwei Liften bereits in einen Vorsaisonsbetrieb geht.

So wurden die Kids am Samstag zum Lamark Hochleger "raufgeschleift" (2 Stunden, 530 hm). Wobei schleifen übertrieben ist, die Beiden haben sich wirklich gut geschlagen und so gab es oben eine wohlverdiente Brotzeit. Auch bei der Abfahrt merkte man kaum, dass die letzten sieben Monate Skipause waren.
Sonntag durften die Kids dann mit meinen Eltern basteln, während Karin und ich das perfekte Wetter für eine zweite kleine Tour nutzten. Neben der Piste ist noch arg wenig Schnee, auch wenn schon einige vom Metzen zum Lamark Hochleger abgefahren sind. Wir blieben aber auf der Piste und stiegen bis zur Bergstation des Waidoffen Lifts auf (2¼ Stunde, 850 hm). Dort machten wir Skidepot und stapften noch zum Gipfel des Pfaffenbichl (20 Minuten, 130 hm). Immer wieder eine schöne Vorsaisonskitour.

Das Wochenende hat definitiv Lust auf die kommende Saison gemacht, jetzt dürfte es von mir aus aber auch langsam richtig schneien.

Donnerstag, November 17, 2022

IG Trainerwochenende auf der Latschenkopfhütte - 12./13.11.2022

Ein paar Jahre ist das letzte Trainertreffen schon wieder her, umso schöner, dass Benni wieder mal auf die Latschenkopfhütte einlud. Damals hatten wir Neuschnee und Sauwetter, diesmal lachte die Sonne und die Temperaturen luden zum Klettern im und sogar ohne T-Shirt ein.
Nachdem ein paar schon Freitag auf die Hütte gegangen/gefahren waren, stiegen Samstagmorgen nur Paul, Nicole und ich vom Draxlhang zur Hütte auf (2 Stunden, 800 hm). Nach einer kurzen Pause trafen wir die anderen an der Zirkuswand und verbrachten einen ziemlich guten Nachmittag beim Klettern. Mit den Routen Schuppenterror (6), Beni Versarium (6+), Farchanter's Bladdler (6+), Bartl der Partykönig (6+), Zirkusweg (7-) und Skiclimb (7-) konnte ich auch fast die ganze Wand abgrast.
Den Abend verbrachten wir bei Bennis berühmten Schweinebraten und Hedis Kaiserschmarrn, lustigen Gesprächen und Paul bis spät in die Nacht beim Beer-(Wasser)-Pong spielen. So startete der Sonntag dann sehr gemütlich und etwas später. Zum Klettern gings diesmal in den Stie-Alm Kessel zum Wilderland. Die Routenausbeute war etwas geringer und Squaw Nez Froid (7) schaffte ich nur mit zweimal sitzen, die Krux ist aber auch etwas unübersichtlich! Zum Abschluss kletterte ich noch Le Saut De La Mort D´Un Escargot (6-) und Streichwurst (5+), bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Ein rundum gelungenes Wochenende mit super netten Menschen und in einem superschönen Klettergebiet (wenn der etwas fade Zustieg nicht wäre). Danke an alle die dabei waren, es war mir (und Paul) eine Freude.

Mittwoch, November 09, 2022

Männerwirtschaft - Herbstferienroadtrip durch Frankreich - 29.10.-06.11.2022

Was für ein wilder Ritt. Und alles begann damit, dass ich es irgendwie verbaselt hatte Flugtickets nach Lissabon zu buchen. Als ich endlich daran dachte, waren die Preise so astronomisch, dass ich, bei aller Liebe zum Surfen und zu Ericeira, nicht bereit war so viel Geld auszugeben. Also kein Surfurlaub in Portugal. Was aber sollten Paul und ich stattdessen in den Herbstferien unternehmen? Auf eine Woche zu Hause hatte ich auf jeden Fall keine Lust. Zum Glück war ich letzte Woche bei Laura und Vladi in Irland und so entstand die Idee, sich mit den beiden in Bleau zu treffen. Das Wetter war im Gegensatz zu letztem Jahr ausgezeichnet vorhergesagt und schon stand unser Plan: Bouldern in Bleau und dann weiter in die Normandie zum Surfen, ein bisschen Swell sollte wohl zu finden sein.

So besuchten wir samstags noch mit Karin, Marc und Luca die Bauma und machten uns im Anschluss auf den Weg nach Fontainebleau. Dort trafen wir uns Sonntagmittag mit Laura und Vladi in Apremont Désert. Zu Ostern hatten wir dort unsere Woche ausklingen lassen, diesmal starteten wir dort gemütlich mit ein paar gelben, orangen und Off-Circuit (bis Fb 6a+) Problemen. Sonntag boulderten wir noch zu viert in 95.2 und verbrachten einen Marshmallow-Lagerfeuer-Abend zusammen, bevor sich Laura und Vladi Richtung Heimat verabschiedeten. So waren Vater und Sohn wieder alleine. Paul hatte sich den Kinderparcours in Apremont Bizons gewünscht und danach wechselten wir in die Franchard Gebiete. Vor allem der gelbe Parcours in Hautes Plaines hatte es Paul (auch zu Ostern schon) angetan. Und da wir die Bikes mit hatten, konnten wir Rocher de la Reine auch mit einer kleinen Radeltour erreichen (⇄ 1½ Stunden, 14 km, ⇅ 200 hm).

Nach vier Tagen Bouldern waren Pauls Finger endgültig durch und so beschlossen wir einen Sightseeing Trip nach Paris zu unternehmen und dann weiter an die Kanalküste zu fahren. Da hatte ich die Rechnung aber nicht mit der Greater Paris Low Emission Zone gemacht. Ich schaffte es nicht, die Umweltplakette per Handy zu bestellen, also benötigten wir eine andere Idee. Also wieder Fahrradfahren! Direkt außerhalb der Zone, in Versailles, parkten wir und mit dem Fahrrad gings auf ziemlich gut ausgebauter Fahrradinfrastruktur zum Eiffelturm (⇄ 1¾ Stunden, 30 km, ⇅ 100 hm). Was soll ich sagen, wieder eine neue Art die Stadt kennenzulernen. Nach einer regnerischen Fahrt in die Normandie sahen wir uns am Abend noch Le Mont Saint Michel an. Übrigens eine super Zeit um die Stadt fast für sich alleine zu haben. Der einzige Wehmutstropfen, die obere Feste (zu der man Eintritt bezahlen muss) ist dann nicht mehr zugänglich. Auch hier bewährten sich die Räder, um unabhängig von den (gratis) Shuttlebussen zu sein.

Und dann schafften wir es doch noch zum Surfen. MSW prognostizierte für Freitag und Samstagmorgen einen brauchbaren Swell, der zwar etwas vom Wind verblasen wurde, aber für uns beide definitiv ausreichend war. So verbrachten wir die Tage am weiten Strand von Hatainville beim Surfen, Lenkmatte fliegen und Muscheln sammeln. Als wir nach einer Morgensession der Normandie den Rücken kehrten, machten wir noch einen Abstecher am Omaha Beach. So wurden die 1200 km Heimfahrt doch etwas kürzer und nachdem wir auch noch Paris durchquert hatten (ein Hoch auf die zwei Meter Höhenbegrenzung auf der Ringautobahn), legten wir uns kurz vor der deutschen Grenze aufs Ohr. So hatten wir sozusagen die Pole Position für einen kleinen Abstecher im Legoland, liegt ja direkt am Weg.

Eine tolle Woche mit dem Junior und trotz des sehr vielfältigen Programms war es nie stressig, so sollte Urlaub immer sein.

Dienstag, Oktober 25, 2022

The Ireland Experience - verlängertes Wochenende zu Lauras Geburtstag - 20.-24.10.2022

Lovely …. dieses Wort, das die Iren scheinbar in jedem Satz unterbringen können, ist so bezeichnend für unsere Erfahrungen in Irland. Dieses wunderschöne Land mit seinen grünen Wiesen, rauer See, vielen Schafen und täglichen Regengüssen (die aber immer in einem wahnsinnig schönen Regenbogen endeten).

Laura hatte schon letztes Jahr in Bleau erzählt, dass sie plant ihren 40er in Südirland zu feiern, da sie und Vladi zu der Zeit einen Monat durch Irland reisen würden. Und wir, es war ja noch lange hin, überlegten sofort mit den Kids übers Wochenende zu kommen. Schnell zeigte sich aber, dass es keinen Flug von München nach Cork gibt und somit eine Wochenendaktion mit den Kids schwierig werden würde. Erst viel später, also vor ein paar Wochen, wurde die Planung konkreter und Claudi hatte ganz gute Flüge gefunden, aber nach Dublin und für ein verlängertes Wochenende. Eigentlich wollte Karin mit, leider, oder zum Glück für mich, bekam Karin nicht frei und so hob ich die Hand und buchte kurzerhand die Flüge. Somit war die Sache für mich erledigt. Als ich dann eine Woche vor der Reise anfragte, wo denn die anderen übernachten würden, damit ich versuchen konnte dort auch noch ein Zimmer zu ergattern, erntete ich ziemlich viel Gelächter. Sowohl ein Mietwagen, wie auch ein Haus am Strand waren längst gebucht und ich musste mich nur zurücklehnen und auf den Abflug warten.

Irland ist nicht nur bekannt zum Kiten, sondern der Atlantik an der Westküste liefert regelmäßig gute Wellen zum Surfen. Also warf ich meinen Neo in den Koffer, vielleicht, dachte ich mir, habe ich ja Glück und ich kann ein paar Wellen catchen. Zusammen mit Claudi und Barbara flogen wir ereignislos nach Dublin, holten den Mietwagen ab und durchquerten einmal die Insel, zur Brandon Bay auf der Dingle Halbinsel. Entgegen des Wetterberichts regnete es nicht dauernd, sondern gar nicht. So konnten wir, nach einer relativ langen Anreise, am Strand vor dem Haus ein Bier trinken.

Freitagvormittag holten Laura und Vladi Lauras Mutter in Dingle ab und Barbara, Claudi und ich erkundeten das Nordende von Kilshannig. Wo wir nicht nur einen riesigen Walwirbel fanden, sondern auch bis auf die Unterhose nass wurden. Eine Regenjacke ist übrigens wirklich der wichtigste Gegenstand auf einer Irlandreise. Nachmittags frischte der Wind auf und Claudi war heiß aufs Kiten. So verbrachten wir den Nachmittag am Strand bzw. im Wasser. Ich mietete ein Board und hatte an diesem Nachmittag richtig Spaß mit dem Windswell. Der eigentliche Swell war aber für Samstag angesagt und den nutzen wir dann auch, Claudi, Laura und Vladi mit den Kites und ich mit dem Surfbrett. Bis mir die Arme fast abfielen und wir in der Sonne vor dem Haus den sportlichen Teil des Tages bei einem Bier ausklingen ließen. Am Abend hieß es dann Geburtstag feiern, authentisch irisch, im örtlichen Pub.

Etwas verkatert fuhren wir am Sonntagmorgen über den Connor Pass nach Dingle zum Wellness und anschließenden schlenderten wir durch die "Stadt". Auch hier hatten wir Glück mit dem Wetter und Regen erwischte uns erst am Weg zurück über den Pass zum Brandon Point. Aber wie so oft hier, der Regen dauerte nicht lange und endet in einem spektakulären Regenbogen. Und am Fuße des Regenbogen fanden wir keinen Pott mit Gold, sondern Delfine, die sich am Fuße des Brandon Point tummelten. Eine kleine Wanderung brachte uns/mich noch zum An Buaicìn (251 m) einem kleinen Hügel im Kamm des Mount Brandon. Diese kleine Runde (½ Stunde, 150 hm, 3 km) zeigte mir warum die Wanderer in Irland alle schwere Bergschuhe anhaben. Meine Approache Schuhe hätte ich fast im Morast verloren und wie schon die Tage davor hatte ich nasse Füße.

Zurück am Haus wollte ich eigentlich noch das Board zurück geben, dabei sah ich aber, dass einige Autos am Stand parkten. Ein untrügliches Zeichen, dass es zum Surfen geht! Also quetschte ich mich wieder in meinen Neo und verbrachte mit der Jugend des Ortes eine wunderschöne Sonnenuntergangssession. Schon lustig wenn neben dir eine Mutter paddelt, die ihrem Sohn sagt, ein Set darf er noch mitnehmen, dann wird aber nach Hause gegangen, weil man noch Abendessen kochen muss. Ein perfekter Abschluss für ein perfektes langes Wochenende.

Montag sprangen wir alle nur noch kurz in den Atlantik, bevor Claudi, Barbara, Lauras Mutter und ich wieder die Insel durchqueren mussten, um unseren Flug nach München zu erwischen. So gingen anstrengende, aber unglaublich schöne, fünf Tage mit guten Freunden zu Ende und ich freute mich wieder auf Karin und die Kids. Danke an alle die dabei waren, es war mir ein Fest. Irland aber hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt mit Karin und den Kids hier her reisen will, aber nicht mit dem Bus, dafür regnet es mir dann doch ein bisschen zu viel.

2022_10_20-24_Irland

Mittwoch, Oktober 19, 2022

Allgäuwochenende mit Jörgens Reisegruppe - 15./16.10.2022

Eigentlich sollte sich Jörgens Reisegruppe wieder mal in München treffen. Leider ist im Moment Bachauskehr und somit fällt Eisbachsurfen ins Wasser bzw. Trockene. Also reifte der Ersatzplan, mit den Campern irgendwo draußen zu stehen und zusammen eine Wanderung zu unternehmen, am besten irgendwo zwischen Graubünden und Bayern, damit die Anreise für alle erträglich ist. Zum Glück engagierte sich Judith als Reiseleiterin und organisierte einen Platz zum Übernachten auf einem Bauernhof im Allgäu.
Freitagabend verbrachten wir gemütlich bei strömendem Regen in und vor den WoMos. Zumindest Knirschis und wir hatten uns ja auch schon wirklich lange nicht mehr gesehen. Samstag konnten die Kids den Hof erkunden und zusammen drehten wir noch eine kleine Runde an der Iller.
Sonntag begrüßte uns die Sonne und es wurde ein wunderschöner, herbstlicher Tag. Von Weitnau wanderten wir den Carl Hirnbein Weg bis zum Holzplatz und zurück Käsimir‘s Kinderwald Runde zu unserem Parkplatz am Skilift (3 Stunden, 260 hm, 9 km). Den Tag ließen wir bei Schnitzel und Kässpatzen am Sportplatz ausklingen, wo wir auch gleich unser nächstes Treffen planten.

Ein super schönes Wochenende mit der liebsten Reisegruppe.

Dienstag, Oktober 11, 2022

Ausflug mit den Arbeitskollegen zur Lenggrieser Hütte - 09.10.2022

Herbst ist Wanderzeit. Die Natur zeigt sich in ihren schönsten Farben. Das wollten wir auch zusammen mit ein paar Arbeitskollegen ausnutzen. So trafen wir uns alle am Sonntag am Wanderparkplatz Hohenburg in Lenggries. Mit zehn Erwachsenen und acht Kindern wanderten wir auf einer Forststraße bis zum Beginn des Sulzersteigs (1 Stunde, 230 hm). Von da an geht es relativ steil durch den Wald hinauf. Vor Jahren waren wir diesen Weg schon mal als Skitour gegangen. Da Paul und Anna auf dem Steig nicht mehr zu halten waren, gingen wir schon mal zur Lenggrieser Hütte vor (¾ Stunde, 410 hm). Statt auf die anderen auf der Hütte zu warten, stiegen wir zum Grasleitenkopf hinter der Hütte auf (10 Minuten, 85 hm). Zurück an der Hütte kamen auch die anderen an und so konnten wir gemeinsam essen.
Nach dem Essen war Antons Sohn noch hoch motiviert und so wanderten Anton, sein Sohn, Anna und ich noch aufs Seekarkreuz (½ Stunde, 265 hm). Hier trübte es leider endgültig ein und begann leicht zu regnen. So sputeten wir uns am Weg zurück (¼ Stunde) und stiegen dann weiter über den Grasleitensteig zum Parkplatz ab (1½ Stunden).
Eine sehr schöne Wanderung mit netten Leuten, trotz des eher mäßigen Wetters.

Montag, Oktober 03, 2022

Stöhrhauslauf, Almkanal, Götschen und Toter Mann - ein verlängertes Wochenende in Berchtesgaden - 01.-03.10.2022

Fürs verlängerte Wochenende war eher bescheidenes Wetter vorhergesagt, gleichzeitig war ein Besuch bei meinen Schwiegereltern geplant. Samstag sah das Wetter zumindest am Vormittag noch ganz passabel aus und das wollte ich nutzen, um mich ein bisschen zu bewegen. Zufällig fand genau da der Stöhrhauslauf statt. Da ich sowieso keine wirkliche Idee für eine Tour hatte, meldete ich mich Freitagabend noch an und stand mit Karin Samstagmorgen vor dem Dürrlehen in der Hintergern. Der kleine aber feine Berglauf ist wirklich super organisiert und da wir Glück mit dem Wetter hatten, konnten sogar unsere Wechselklamotten in einem Nebelfenster zur Hütte geflogen werden. 
Den Weg von der Hintergern zum Stöhrgatterl kannte ich schon von der letztjährigen Winterkletteraktion mit Peter und wusste ungefähr was auf mich zukommt. Die Temperaturen waren ideal zum Laufen (ich bin ja eher ein Freund von Kälte) und entgegen meiner Befürchtungen erwartete uns am Gatterl kein eisiger Wind. Ideale Bedingungen um Gas zu geben. Dass ich bei den ganzen Berchtesgadenern wenig Land sehe, war mir schon klar, am Ende kam ich aber immerhin als 20 (von 24 Männern) mit einer Zeit von 1:16:35 ins Ziel auf der Terrasse des Stöhrhauses (↑1078 hm, ↓26 hm, 5,8 km). Ich bin super zufrieden mit der Zeit, weil schneller hätte ich trotz oder wegen meines Trainingstandes sowieso nicht gekonnt.

Die einzelnen Abschnitte des Laufs:
Materialseilbahn (0:41:56, ↑576 hm, ↓26 hm, 3,8 km) 7,2
Stöhrgatterl (0:15:37, ↑226 hm, 0,8 km) 6,8
Stöhrhaus (0:19:02, ↑276 hm, 1,2 km) 6,8

In der Hütte wurde noch gemütlich zusammengesessen und nach der Preisverteilung sogar aufgspielt. Nach einer Suppe verabschiedete ich mich aber und machte mich, nach einen kurzen Abstecher am Gipfel (¼ Stunde, ↑↓70 hm), an den Abstieg übers Nierntal nach Winkl (1¼ Stunden, ↓1270 hm). Jedes Mal wieder ein schöner Weg, nur den Maximilians Reitweg sparte ich mir diesmal und lies mich von Karin abholen, als mich schließlich das vorhergesagte schlechte Wetter doch noch erreichte. So hatten wir auch eine super Ausrede den Nachmittag in der Watzmann Therme zu verbringen und ich konnte meine müden Muskeln ein bisschen entspannen.

Sonntag war dann, wie vorhergesagt, Regen, den ganzen Tag. Ob der Regen jetzt von oben oder nur von unten kommt, ist beim Surfen auch schon egal. Leider meiner Familie nicht, so verbrachte ich den Vormittag alleine beim Surfen am Almkanal. Nachmittag gings dann aber wieder als Familie zum Kraxnsonntag in den Markt.

Montag hatte nicht nur der Regen aufgehört, es traute sich sogar die Sonne heraus. Davon sah ich aber zunächst nicht viel, als ich im Dunkeln auf den Götschen joggte. Wobei gehen wohl das bessere Wort ist, Bestzeit wurde es mit meinen schweren Beinen definitiv nicht (51 Minuten, 650 hm, 4,2 km). Weiter gings zum Toten Mann (19 Minuten,  ↓130 hm, ↑200 hm, 1,4 km) und dann Richtung Söldenköpfl und über den Silberg zurück nach Hause (¾ Stunde, ↑50 hm, ↓770, 5,3 km). Eine schöne Runde und pünktlich zu Sonnenaufgang und Frühstück wieder zurück. Den Tag verbrachten wir dann beim Tag der offenen Tür im Haus der Berge in Berchtesgaden. Ein nettes Fest und ein schöner Ausklang des Wochenendes.

Dienstag, September 20, 2022

Franken mit Regenschirm - 17.-19.09.2022

Nach dem heißen und sonnigen Sommer und unserem noch heißeren Urlaub, kam nun die Abkühlung. Schlechtes Wetter in den gesamten Ostalpen, mit Schnee bis in mittlere Lagen. Wie gut, dass unser Wochenende sowieso mit einem Besuch in Franken verplant war, so kam ich nicht in Versuchung meine Ski aus dem Keller zu holen. Der runde Geburtstag vom Schwiegervater und Verwandtschaftsbesuche, da stören Regen und Temperaturen unter 10°C nicht. Die Klettersachen konnten wir jedenfalls zu Hause lassen.
Samstag gab es noch Regenpausen mit Sonne und Wind und somit ganz gutes Wetter zum Wandern. Wir besuchten die Burg Hohenstein, die man, wenn man den Schlüssel abholt oder jemand vom Heimatpflegeverein vor Ort ist, besichtigen kann. Runter gings über einen kleinen Pfad durch den Wald und so schloss sich das ganze als schöne, kleine Runde am Auto wieder, kurz bevor wir total durchweicht worden wären (1 Stunde, 130 hm + Besichtigungszeit).
Sonntag unterschied sich der Regen nur in der Intensität. Stört nicht wirklich, wenn man den Wildpark Hufeisen besucht und Regenjacken und Schirme dabei hat. Nicht nur für die Kids ein schönes Erlebnis, wenn man von freilaufendem Damwild umringt wird.
Montag musste ich sowieso arbeiten (Homeoffice sei dank), das Wetter war aber wesentlich besser als Sonntag, dennoch versäumte ich nicht viel bis zur Geburtstagsfeier, wegen der wir eigentlich da waren. Ein entspanntes Wochenende, ganz ohne fränkische Löcher und Leisten.
2022_09_17-18_Franken

Dienstag, September 13, 2022

Sizilien Nord-West - 26.08.-11.09.2022

Urlaub!             Mit Chanti, Joël und Jari!             Endlich!
Die Kids waren noch auf Ferienfreizeit in Südtirol, weshalb wir diesmal relativ spät starteten und schon in der Nähe von Brixen einen Stopp einlegten. Zu zweit verbrachten wir eine schöne, etwas verregnete Nacht zwischen Apfelbäumen, bevor wir die Kids vormittags abholen konnten. Leider erst vormittags, weshalb wir uns wie letztes Jahr in den Stau auf der A22 stellten. 5½ Stunden von Brixen bis Affi, so verrann die Zeit und auch unsere Entspannung. Trotz Puffer rückte die Abfahrtszeit unserer Fähre immer näher. Abendessen gab es vor dem Einschiffen keines mehr, dafür mussten wir aber im Hafen auch nicht mehr wirklich warten, ich weiß allerdings nicht was mir lieber ist. Die Überfahrt war dann 20 Stunden spiegelglatte See und Langeweile - naja bis auf die kurze Aufregung, als Anna verloren ging - aber sonst: Langeweile und weite See.
Bei der Ankunft in Palermo verfinsterte sich der Himmel und am Horizont zuckten Blitze. An der Isola delle Femmine trafen die ersten schweren Tropfen unsere Windschutzscheibe. Innerhalb kürzester Zeit stand die Autobahn unter Wasser, das konnte ja heiter werden. Je weiter wir allerdings nach Westen kamen, desto mehr verbesserte sich das Wetter und die schweren Gewitterzellen blieben hinter uns. Ganz im Nord-Westen der Insel hatten wir unseren ersten Stopp geplant, um Chanti und Joël die Möglichkeit zu geben uns einzuholen, da sie erst einen Tag später losgefahren waren. In San Vito do Capo direkt unter der Scogliera di Salinella stellten wir unsere Zelte auf. Die nächsten Tage verbrachten wir mit SUPen und Schnorcheln, Baden im Pool - wenn gerade keine störende Animation war - und mit etwas Klettern. Nur etwas Klettern, weil ab 14:00 Uhr die Sonne in der Wand stand und bei über 30°C sogar mir die Lust am Fels verging.
Einen Morgen starteten Joël und ich in aller Früh, noch Stunden vor Sonnenaufgang, zu einer Wanderung. Über einen kleinen Grat, eine zugewachsene und ausgewaschene Militärstraße und viel wegloses Gelände erreichten wir den Südgrat des Pizzo di Sella (704 m) und über diesen auf den Gipfel (2½ Stunden, ↑710 hm,  ↓50 hm). Ein Riesenspaß, genau so wie der Abstieg über den Nordgrat, hinunter in die Scharte/Joch vor dem Cozzo Mondello (447 m). Hier traf man auf den Wanderweg zum Monte Monaco (532 m), der hoch über San Vito thront. Obwohl es inzwischen fast unerträglich heiß geworden war, stiegen wir noch zum Gipfelkreuz auf (1 Stunde, ↑160 hm, ↓330 hm). Belohnt wurden wir durch eine wunderbare Sicht auf San Vito und das Cap. Nach einer kurzen Pause stiegen wir zu unserem Base Camp im El Bahira ab (1¼ Stunden, ↑30 hm,  ↓520 hm), wo wir uns beim Klippenspringen abkühlten.
Auch die Mädels bekamen Ausgang, was sie mit einer Mountainbikerunde nach San Vito nutzten. Währenddessen ging ich mit den Kids Klettern und erforschte mit Anna eine Höhle in der Falseria. Irgendwann packte uns doch wieder die Reiselust und so brachen wir nach fünf Tagen unsere Zelte ab und waren "On the Road Again". Erst in Cornino, um die Grotta Mangiapane, eine autarke Siedlung in und um eine Höhle, zu besichtigen und ein bisschen WellenSUPen zu gehen und dann zum Sonnenuntergang nach Erice hinauf. Erice ist eine mittelalterliche Stadt auf einem etwa 700 Meter hohen Berg. Die Nacht dort war angenehm kühl und brachte etwas Entspannung. Von dort aus ging es wieder ans Meer, nach San Teodoro, wo wir direkt am Strand übernachteten. Neben Schnorcheln und Angeln, konnten wir auch eine kleine Wanderung zur Isola Grande in der Lagune von Marsala unternehmen. Eine nette kleine Rund durch knietiefes Wasser der Lagune, entlang der Salzfelder.

Da unser nächster Schlafplatz ein Agritourismo mit Pool für die Kids war, durften Joël und ich nochmal alleine los. Mit den Bikes fuhren wir nach Trapani zur Seilbahn nach Erice. So gelangt man sehr komfortabel in ¼ Stunde nach Erice, von wo aus ein paar sehr nette Trails nach Trapani führen. Zwei Runden drehten wir , bevor wir wieder zu den Mädels zurückkehrten (↑120 hm,  ↓1300 hm), super cool zu fahren!
Und weil es so viel Spaß gemacht hatte, durften am nächsten Tag die Mädels, während wir Kinderbespaßung betrieben. Beim Abholen an der Seilbahn, hatten wir dann wieder mal eines unserer "Italienerlebnisse". Wir nutzen eine Seitenstraße um die Bikes einzuladen und mussten dafür den Kinderwagen aus der Garage von Louis (aka. Neu-Dethi) holen. Als wir beluden kam ein Italiener, der seine verbeulte, rostige (Schrott)Karre daneben geparkt hatte und motzte uns an, weil ihm der Platz zum Einsteigen nicht reichte (kann man uns auch normal sagen, dass man mehr als einen Meter zum Einsteigen benötigt!). Schließlich wollte er uns auch noch einen Kratzer an seinem Kotflügel anhängen....ohne Worte, beschreibt aber gut unsere Erfahrungen mit den (Süd)Italienern.
Im Reiseführer hatten wir Bilder von Scopello gesehen, vor allem die Tonnara in einer felsigen Bucht ist ein bekanntes Instafoto. Und genau das ist ein guter Grund nicht hinzufahren. Ein weiterer sind die 15€/Person Eintritt damit man zur Bucht hinunter gehen darf. Wir ließen uns eine Ortschaft weiter östlich nieder und genossen zwei Tage SUPen und Schnorcheln an einem wunderschönen Kiesstrand. Dabei hatten es uns vor allem die Höhlen Richtung Cala Rossa und die Grotta Azzurra direkt an der Cala Rossa angetan. Die Grotta Azzurra ist eine Höhle mit unterirdischem Zugang, durch den man über ein paar Meter ins Freie tauchen kann. Sehr spannend und das blaue Licht, das durch diesen Zugang flutet und der Grotte ihren Namen gibt, macht das Ganze magisch.
Zu guter Letzt statteten wir noch Mondello, direkt nord-westlich von Palermo, einen Besuch ab. Auf dem Weg dorthin spazierten wir noch durch den Hafen und die Altstadt von Castellammare del Golfo, aber durch die Hitze konnten wir auch das nicht wirklich genießen. In Mondello starteten Joël und ich nochmal zu einer Sonnenaufgangstour. Diesmal den Monte Gallo (520 m) mit seinem Borbonico, einem alten Leuchtturm am Gipfel, der zu einem Schrein umgestaltet wurde. Den Weg den wir eigentlich nehmen wollten, mussten wir leider aufgeben, da der Zugang zu den Südwänden des Berges fast komplett durch Villen mit hohen Zäunen verbaut ist. Wir fanden schließlich doch noch einen Zugang, aber eben leider nicht zu der von uns geplanten Linie. Den Gipfel errichten wir trotzdem (1¼ Stunden, 500 hm), diesmal sogar rechtzeitig zum Sonnenaufgang. Über den Grat/Rücken, immer dicht an den Nordabbrüchen entlang, stiegen wir noch zum Pizzo Sella (555 m) auf (¾ Stunde, 175 hm), bevor wir durch die Villengegend von Mondello zu unserem WoMo-Stellplatz zurück kehrten (1¼ Stunden).
Der Rest war dann nur noch Baden an den Sandstränden von Mondello und Capaci und die Vorbereitung  auf die Fährrückfahrt von Palermo nach Genua. Wobei die Rückfahrt deutlich spannender war als die Hinfahrt. Karin hatte zwar wenig Freude, aber mir war das Grinsen kaum aus dem Gesicht zu nehmen. Das letzte Mal so gewankt und so oft die Wand touchiert habe ich nach dem Trinken mit Joël. Nach unserer Ankunft in Genua fuhren wir noch bis kurz nach dem San Bernadino durch, um in der Kühle nördlich der hohen Berge zu übernachten und nach einem Frühstück den letzten Abschnitt unserer Heimreise anzutreten (auf dem wir dann sogar noch Corinna trafen, so ein Zufall).
Eine schöne Reise auf eine eigentlich schöne Insel. Eigentlich, weil die Sizilianer ihre Insel leider total vermüllen, sogar Marokko wirke sauber gegen Sizilien. Außerdem hat uns die Art der Sizilianer nicht wirklich überzeugt, vielleicht brauchen wir aber einfach mal eine Italienpause. Auf jeden Fall war es schön mit Chanti, Joël und Jari zu reisen. Hoffentlich schaffen wir das bald wieder.

Donnerstag, August 25, 2022

After Work auf der Gori - 23.08.2022

Vor unserem Urlaub hatten wir jetzt noch eine Woche kinderfrei. Also drehten wir mit Vladi noch eine After-Work-Runde auf die Gori. Über den Reitweg und das Goriloch strampelten wir zur Schlechtenbergalm (1¾ Stunden, 650 hm), wo wir uns trennten. Karin kehrte bei der Gori ein, während Vladi und ich noch über die Steinlingalm zur Sonnen Alm fuhren (½ Stunde, 230 hm). Von dort gings über einen etwas ruppigen Trail hinunter zur Gori, Karin und Spareribs (¼ Stunde).
Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang, Russen und Ripperl fuhren wir übers Goriloch wieder ab. Leider riss sich Vladi dabei einen Stollen aus dem Hinterreifen und musste somit mit seinem Pannenschutz vorsichtig über die Straße abfahren. Am Auto trafen wir uns wieder (¾ Stunden, 50 hm). Trotz dieses Zwischenfalls ein sehr schöner Abend, jetzt heißt es aber alles vorbereiten für unseren Urlaub.

Freitag, August 19, 2022

Abkühlung in Tirol - Brandenberger Ache, Fiechter- und Mittagsspitz, Alpenzoo und Klettersteig in Mayrhofen - 16.-18.08.2022

Wie fast überall in Mitteleuropa war es auch in Tirol fast unerträglich heiß, so suchten wir uns Abkühlung. Das geht bekanntlich am besten an kalten Gebirgsbächen oder bei Wanderungen die in aller Früh hoch hinaus gehen. Letztes Jahr waren wir schon durch die Tiefenbachklamm gewandert, diesmal trafen wir uns mit Hannes und Simon etwas weiter flussaufwärts, um in der Brandenberger Ache zu baden. Ein kühler Spaß für Groß und Klein.

Mittwoch hieß es früh hoch hinaus. Von der Karwendelrast ging es wie vor ein paar Jahren schon zum Fiechter Spitz (2299 m). Meine Fitness scheint wie vor fünf Jahren zu sein, die Begehungszeiten gleichen sich auf jeden Fall sehr. Über die Waldhorbalm stieg ich zum Hirschkopf auf (1½ Stunden, 1070 hm) und von dort aus, über den recht zugewachsenen Pfad, bis zum Einstieg unter der Rinne zur Fiechter Spitz (½ Stunde, 220 hm). Die Route ist immer noch gut mit Punkten markiert und beim Nachlesen des Blogbeitrags zur letzten Begehung musste ich schmunzeln, so treffend hatte ich den Weg beschrieben (¼ Stunde, 130 hm). Dieses Mal hielt ich mich am Gipfel aber nicht lange auf, sondern machte mich an den Übergang zum Mittagsspitz (2332 m). Im Gegensatz zum Aufstieg zur Fiechter Spitz ist der Weg hier an ein oder zwei Stellen nicht ganz logisch und die Punkte helfen, um nicht suchen zu müssen (20 Minuten, ↑80 hm, ↓40 hm). Der Weg weiter zum Schneekopf (2313 m) führt dann wieder direkt am Grat entlang und ist nicht zu verfehlen (½ Stunde, ↑90 hm, ↓110 hm). Am Grat würde es nun deutlich schwieriger zu den Niedernissltürmen und dem Hochnissel gehen, ich aber folgte dem (markierten) Steig hinunter zum Oberen und Unteren Bärenkopf (¾ Stunde, ↑20 hm, ↓380 hm). Dieser Steig, wie auch der Steig weiter zur Jagdhütte Adlerblick, fordern noch mal Konzentration, aber ab der Jagdhütte kann man es laufen lassen und sich dem Flow des Trails hingeben (1 Stunde, ↓1040 hm). So kehrte ich nach ziemlich genau 5 Stunden und etwas über 1600 hm und 11 km wieder zum Auto zurück und konnte entspannt den Nachmittag im Garten genießen.

Donnerstag war dann nicht mehr so heiß, dafür viel labileres Wetter. Zusammen mit Jamie und Renee besuchten wir den Alpenzoo und danach die Dombaustelle in Innsbruck. Ein bisschen Kultur muss sein, vor allem wenn es diese Jahrhundert-Change gibt, sich die Fresken aus nächster Nähe anzusehen.

Freitag schoben sich dann kalte Luftmassen von Norden unter die warmen Luftmassen von Süden und sorgten für ergiebige Regenfälle. Vormittags hatten wir aber noch ein Wetterfenster, um in Mayrhofen einen Klettersteig zu gehen. Diesmal schafften die Kids den Huterlaner, nicht "nur" den Kinderklettersteig, wie beim letzten Mal (1¾ Stunden, 250 hm). Beide Kids machten ihre Sache super und so hatten wir uns alle ein Mittagessen im GH Zimmereben verdient. Danach gings schnell runter zum Auto und im Rückreiseverkehr zurück nach München. Ein schönes Ende einer superguten Woche.

Dienstag, August 16, 2022

Guggi Wochenende - 13./14.08.2022

Diesmal konnten wir leider nicht schon am Donnerstagabend zu Dani fahren, sondern erst Freitag. Dadurch hatten wir eine Nacht weniger auf der Guggi, aber da Dani auch erst am Samstag mit uns aufstieg, konnten wir auch den Freitagabend zusammen verbringen.
Wie schon letztes Jahr, fuhren wir in einer knappen Stunde von Interlaken mit dem Zug bis Grindelwald und weiter mit dem Eigerexpress zum Eigergletscher. Über die Moräne stiegen wir zum Trümmelbach ab und weiter über den Steig zur Guggi hinauf. Da Paul schon voraus gegangen war, trennten wir uns nach der zweiten Kraxelstelle und ich musste mich ganz schön anstrengen Paul noch vor der Guggi einzuholen (1¾ Stunden, ↑700 hm, ↓220 hm). Dort angelangt lüfteten wir und heizten an. Zur Ankunft der Anderen gab es Suppe und frisch gestärkt stiegen Paul und ich zum Mönchsplateau auf (1 Stunde, 330 hm). Von dem Schneefeld am Plateau ist fast nichts mehr über und auch der Nollen sieht sehr dezimiert aus. Auf den kümmerlichen Resten des Schneefelds übten Paul und ich das Bremsen auf Eis. Trotz des eigentlich ernsten Hintergrunds, ist das natürlich ein Riesenspaß und Paul hatte den Dreh sofort heraus. Zurück auf der Guggi (¾ Stunde) hatten die Anderen schon einen "Apéro" vorbereitet und wir konnten in den gemütlichen Teil des Tages übergehen: Essen, Ratschen, Lachen.

Sonntag blieb uns dann nur noch der Abstieg. Paul spurtete wieder vor und war nach 1 Stunde 20 Minuten wieder am Eigerexpress, während wir noch Steinböcke beobachteten und Vladi und Laura sich die alte Guggi ansahen (2¼ Stunden, ↑220 hm, ↓700 hm). Am Nachmittag rundete dann baden im Kanal und grillen beim Dani dieses schöne Wochenende noch ab. Danke an alle die dabei waren und wir freuen uns schon wieder auf nächstes Jahr.