Freitag, Januar 31, 2020

Lenggries - Telemarken beim Skikursabschlussrennen - 30.01.2020

Am Donnerstag war das vorerst letzte Abschlussrennen von einem Skikurs, nämlich von Annas Kindergartenskikurs. Bei bestem Wetter wollten Karin und ich am Vormittag noch die Skitour auf den Schönberg machen. Dass es nicht massig Schnee hat wusste ich ja schon vom Abteilungsskifahren letzten Freitag, aber ein bisschen war ja am Mittwoch dazu gekommen. Leider nur wenig. So stiegen wir zwar von Fleck ein gutes Stück auf. Als sich die Schneelage aber nicht verbesserte, kehrten wir um (1 Stunde, 350 hm). Bei der Abfahrt holten wir uns dann beide ein paar saubere Hacker und ich legte beinahe einen bösen Sturz hin, da ich vergessen hatte einen meiner Skischuhe zuzumachen. Der Vorteil der frühen Umkehr war, dass wir beide noch Zeit zum Telemarken am Brauneck hatten und ohne Stress rechtzeitig zum Rennen unserer kleinen Rennsemmel kamen. Ein schöner Tag mit perfektem Wetter, nur eben viel zu wenig Schnee, bei der Schneelage gehe ich doch lieber wieder Surfen.
2020_01_30_Lenggries

Dienstag, Januar 28, 2020

Koasa als Hahn im Korb und ISPO - 25./26.01.2020

Mit Lena wollte ich schon seit längerem eine "kleine" Tour machen. Unsere Runde auf die Kampenwand im Sommer hatte Lust auf mehr gemacht, bis jetzt hatte es sich aber nie ergeben. Das änderte sich diesen Samstag, zusammen mit Dani und Silli wurde es an der Wochenbrunner Alm ernst. Bei gemütlichem Tempo und netten Gesprächen ging es über den Sommerweg hinauf zur Gruttenhütte (1¼ Stunde, 550 hm). Von dort stiegen wir ins Hochgrubachkar auf, mit unserem eigentlichen Plan, der Roten-Rinn-Scharte. Dafür stiegen wir aber ein wenig zu weit östlich auf und hätten wieder ein Stück abfahren müssen. Oder eben das Ziel ändern, dann halt aufs Kopftörl, das geht nämlich ohne Höhenverlust. Die nordseitige Rinne muss ja hier, wie dort gut gehen. Die letzte Flanke bis zu den Felsen gestaltet sich dann als relativ unangenehm, da sich die Sonne nur sehr zaghaft heraus wagte und von auffirnen überhaupt keine Rede sein konnte (1 Stunde, 350 hm). Für die letzten 100 Höhenmeter, den versicherten Steig, schulterten wir die Ski und Dani und ich stapften los. Ein paar Stellen waren zwar etwas unangenehm, aber nicht weiter tragisch und so standen wir bald am Kopftörl (¾ Stunde, 100 hm). Dort warteten wir auf Lena und Silli und machten erst mal Pause (¾ Stunde). Nach der Pause hieß es aber nun die Theorie vom guten Pulver zu bestätigen und so stiegen wir ein paar Meter ab bis zum Beginn der Rinne in den Hohen Winkel. Und siehe da, zuerst noch etwas windgepresst, dann aber immer besser, gings hinunter in den Hohen Winkel und weiter zum Hauslboden (1 Stunde, ↓800 hm). Das gab ein fettes Grinsen, eine kurze Pause und schon wurde wieder aufgefellt, um über den Sommerweg zum Stripsenjochhaus zu gelangen (¾ Stunde, 350 hm). Von hier aus sah man schon unseren Weiterweg, den Eggersteig in die Steinerene Rinne, weil irgendwie mussten wir ja wieder auf die Südseite zu unserem Auto. Der Steig sah nicht so schlecht aus, Schnee, aber nicht Unmengen davon. Also fuhren wir in den Wildanger ab und fellten wieder auf (¾ Stunde). Silli hatte für diesen Tag genug vom Gestapfe und Gekraxle und entschied sich an diesem Punkt in die Griesenau abzufahren, wo sie dankenswerterweise ein Freund abholen sollte. Wir anderen drei schulterten die Ski und stapften den Eggersteig entlang. Das fühlte sich leider überhaupt nicht so an, wie es von der Strips ausgesehen hatte. Teilweise grundloses Gewühle in aufgeweichtem Schnee und das in Absturzgelände, es gibt schöneres. Als wir dann nach dem kurzen Abstieg im Steig, den Weiterweg nicht mehr eindeutig identifizieren konnten und die folgenden Flanken alles andere als vertrauenerweckend aussahen, zogen wir die Notbremse und kehrten um (½ Stunde, 50 hm). Nun standen wir also auf der Nordseite, für eine Querung am Köpftörl oder an der Roten-Rinn-Scharte fehlte uns die Motivation und die Zeit (es war immerhin schon 2 Uhr und etwa zu Mittag hatte eine kräftige Erwärmung eingesetzt). Doch nach einem kurzen Telefonat war klar, dass Silli und Tom auf uns warten würden und so fehlte nur noch die letzte Abfahrt in die Griesenau (½ Stunde).
Eine super schöne Tour, auch wenn das Wetter nicht ganz perfekt war und die Umrundung von Totenkirchl und Fleischbank nicht funktioniert hat. Inzwischen wissen wir warum die Steinerne Rinne im Winter sehr selten begangen wird. Pickel und Steigeisen hatten wir zwar mit, bei den bestehenden Bedingungen waren diese aber nicht nötig.
Mädels, es war mit ein Volksfest, mit euch geh ich gerne wieder, schauen wir mal, ob ihr mit mir auch wieder gehen wollt ;)
2020_01_25_Kopftoerl

Sonntag hatte dann schon fast etwas frühlingshaftes, Vogelgezwitscher und Temperaturen um die 10°C. Durch die Temperaturen, den eh schon wenigen Schnee und das gar nicht so gute Wetter, hielt sich unser schlechtes Gewissen in Grenzen, da wir nicht auf den Berg wollten, sondern auf die ISPO. Wie immer trafen wir viele Freunde und Bekannte, die wir sonst das ganze Jahr nicht sehen und so war es für uns eine rundum gelungene Veranstaltung.
2020_01_26_ISPO

Mittwoch, Januar 22, 2020

Morgendliche Runde am Spitzing - 21.01.2020

Vor zwei Jahren hatte ich damit begonnen regelmäßig Skitouren vor der Arbeit zu gehen, mal Kürzere, mal Längere. Eine entspannender und guter Start in den Arbeitstag. Letztes Jahr waren es dann eher Feierabentouren und ich schaffte nur eine Vor-Der-Arbeit-Tour, mit Martin.
Dieses Jahr sollte es wieder öfter klappen und mit Martin habe ich dafür einen Partner in Crime gefunden. Im ersten Licht starteten wir am Taubensteinparkplatz und stiegen gemütlich zum Tanzeck auf (1 Stunde 20 Minuten, 600 hm). Im strahlenden Sonnenschein machten wir eine ¼ Stunde Pause bevor es an die Abfahrt zur Krottentaler Alm ging (¼ Stunde). Leider ist die Abfahrt nicht direkt ein Geheimtipp und den Neuschnee vom Sonntag hatte schon der ein oder andere genutzt, womit die Hänge ziemlich verspurt waren. Da fiel unser Blick auf die Rauhkopf Nord-West Flanke. Normalerweise ziemlich von Wind beeinflusst, sah sie heute ganz gut aus und eine Aufstiegsspur gab es auch. Ob man nun über den Taubensteinsattel zurück zum Auto steigt oder über den Rauhkopf ist einerlei und so konnten wir den Rückaufstieg etwas interessanter machen. Die Flanke steilt sich immer mehr auf, bis sie zuletzt etwa 40° steil ist, das führt zu einer ganz netten Anzahl an Spitzkehren. Am Ende ließen wir die Ski zurück und stiegen noch die paar Meter zum Gipfel auf (¾ Stunde, 250 hm). Jetzt sah die Flanke im Aufstieg sogar noch besser als von unten aus und so beschlossen wir, dass der beste Weg wohl doch über den Taubensteinsattel führen würde und wir deshalb wohl oder übel wieder zur Krottentaler Alm abfahren müssen (20 Minuten). Gesagt, getan. Mehr kann ich nicht dazu sagen, außer vielleicht.....geil! Der Rest ist dann einfach wieder der Anstieg zum Taubensteinsattel (20 Minuten, 200 hm) und die Abfahrt durch den Lochgraben (¼ Stunde). Wobei der obere Teil des Lochgrabens überraschend guten, sogar noch etwas pulvrigen, Schnee bot.
Eine super schöne >1000 Höhenmeter Morgenrunde und mit Martin habe ich eine gleichgesinnten Partner gefunden, für hoffentlich mehr von solchen Aktionen.
2020_01_21_Spitzingrunde

Dienstag, Januar 14, 2020

Skitour Poverer Hippold und Sagspitze und Kinderklettersteig in Mayrhofen - 11./12.01.2020

Karin war mit ihren Mädels in Abtenau, so hatte ich ein Wochenende mit den Kindern. Da bot sich ein Besuch in Tirol an und Samstag konnte ich sogar spontan Hannes für eine "kurze" und schnelle Skitour begeistern. Geplant war der Poverer Hippold (Poverer Jöchl, 2318 m), daraus geworden ist ein bisschen mehr. Wie zwischen den Jahren starteten wir vom Kolsassberg und mussten wieder die Ski die ersten 10 Minuten tragen. Auf dem Forstweg zur Studlalm schauen zwar schon einige Steine heraus, aber noch muss man nicht abschnallen. Dieses Mal querten wir bei der Alm nach Westen und zogen an der Sagalm vorbei durch den lichten Wald zum Rücken nördlich vom Poverer Hippold hinauf. Über den Rücken gings dann zum Gipfelkreuz auf dem kleinen, felsigen Gipfelaufbau (2¾ Stunden, 1300 hm).
Die Abfahrt hinunter Richtung Hirzerkar war dann...naja, wechselhaft. Die ersten steilen Süd-Ost-Hänge warteten mit bösartigem Bruchharsch auf, während man weiter unten im Tal auch einige Hänge mit noch ganz brauchbarem Schnee (und ohne Spuren) fand (½ Stunde). Nun beschlossen wir wieder aufzufellen und Richtung Sagspitze (2401 m) aufzusteigen. Die ersten Höhenmeter folgten wir der bestehende Spur ins Hirzerkar, bis wir vor dem Grauen Kopf nach Westen abbogen. Über die recht steilen Hänge spurten wir abwechselnd die etwa 500 Höhenmeter zum Gipfel der Sagspitze hinauf (1½ Stunde, 650 hm). Auch diese Abfahrt konnte wieder mit recht wechselnden Bedingungen glänzen. Aber auch hier gab es einige gute Schwünge. Entlang und über den Sagbach ging es zurück zur Forststraße und über diese zum Auto (1 Stunde).
Ein sehr schöner Tag mit perfektem Wetter, viel Ratschen mit Hannes, aber leider ein bisschen wenig Schnee.
2020_01_11_PovererHippold


Sonntag fuhren wir dann mit der Zillertalbahn nach Mayrhofen (damit umgingen wir den obligatorischen Zillertaler Skifahrerstau), um mit den Kindern den Kinderklettersteig (B, 200 hm) zu gehen. Vom Bahnhof ist man in wenigen Minuten an den Einstiegen der Klettersteige. An einem kleinen Hüttchen kann man sich in der Sonne anziehen und ist dann in einer Minute beim Einstieg des Huterlaner- und des Kinderklettersteigs. Nach der Einstiegsrampe trennen sich die zwei Steige und der Kinderklettersteig führt nie zu schwierig aber trotzdem sehr nett durch sonnigen steilen Bergwald/Schrofen/Fels mit gelegentlichen Hochseilgartenelementen. Perfekt für Kinder um sie an das Thema Klettersteige heranzuführen. Für unsere Zwei ist das Thema ja nicht neu und so musste ich beide nicht gesondert sichern sondern nur kontrollieren und gegebenenfalls auf Fehler aufmerksam machen. Der Steig endet fast direkt am Gasthof (2¼ Stunden, 250 hm), wo wir noch Pause auf der Terrasse machten, bevor wir über den Mariensteig abstiegen (½ Stunde).
Ein schöner Familientag in vollkommener Einsamkeit, scheinbar waren wir die Einzigen die den warmen Fels genießen wollten.
2020_01_12_KinderkLettersteig

Montag, Januar 06, 2020

Ein paar Skitouren, Telemarken und ein Abendspaziergang im neuen Jahr im BGL - 02.-06.01.2020

Götschen Reibn (immer wieder auf und nieder)
Am Zweiten brachten wir die Kinder in den Skikurs am Götschen. Da es dadurch für eine richtige Skitour schon zu spät war, machten Karin und ich noch eine Götschen Reibn. Von der Götschenalm zum Götschenkopf (55 Minuten, 450 hm) und ein Stück die Talabfahrt hinunter bis uns die Steine zu viel wurden. Nach eine kleinen Pause gings wieder zum Gipfel hinauf (¾ Stunde, 400 hm) und über die FIS Abfahrt zur Alm zurück. Dann gab es noch eine Runde Drei für uns zu zweit (55 Minuten, 450 hm) bevor Karin die Kinder abholte. Das gab mir noch 20 Minuten für einen kleinen Lauf, um zu sehen wie weit ich komme (230 hm). Ein schöner Trainingstag mit Karin und am Götschen waren wieder einmal mehr Tourengeher als Skifahrer. Schnee wäre jetzt dann aber dringend nötig.
2020_01_02_GoetschenReibn

Seehorn (2321 m)
Dass die meisten Skitouren inzwischen dringend Neuschnee benötigen, wussten wir schon. So war die Auswahl gar nicht so riesig. Die Tour musste hoch genug sein, um überhaupt Schnee zu haben. Für die ganzen Hochkare (egal ob im Kalter-, Watzmann- oder Göllstock) ist aber definitiv zu wenig Schnee bzw. zu viel Wind, so war guter Rat teuer. Unsere Wahl viel auf das Seehorn, relativ hoher Start und die Westflanke ist sowieso fast immer abgeblasen. So starteten wir im ersten Licht vom Wandererparkplatz oberhalb von Hintertal. Über eine Forststraße steigt man zur Freifläche östlich vom Farmauriedel auf (1½ Stunden, 500 hm, 4 km). Die Querung des darauf folgenden Waldgürtels war wegen des zum Teil gefrorenen Schnees eher unangenehm. In dem Karst darüber muss man ziemlich aufpassen, da es noch einige offene Dolinen gibt. Erst wo sich die Westflanke aufsteilt, kamen wir in die Sonne, leider auch in den Wind. So stiegen wir "schnell" höher, vorbei am Sennerinnen-Kreuz zum Gipfel des Seehorns (2½ Stunden, 850 hm, 3,5 km). Schnell waren heute überhaupt nur die Anderen, wir spürten unsere Beine von den letzten Tagen und so war die ganze Tour irgendwie mühsam.
Der starke Wind am Gipfel vermieste uns die Gipfelrast und so suchten wir schnell das Weite. Überraschenderweise fanden wir in der Westflanke ganz passablen Schnee und am Anfang des Hochkarstes setzten wir uns in die Sonne für eine Pause und unsere Gipfeljause. Das Durchqueren des Karstes sowie des Waldgürtels war wie erwartet nur Kategorie zwei bis drei Spaß und am Ende muss man zur Forststraße auch wieder einen Hang aufsteigen. Dafür läuft die Forststraße dann schnell und stressfrei bis zum Auto hinaus und Steine fanden wir dabei auch keine (1½ Stunden, 50 hm).
Eine schöne (nicht wegen der Abfahrt, aber Rundumsicht am Gipfel ist der Wahnsinn) Tour und das Wetter hatte entgegen der Vorhersage gut gehalten. Damit wir noch richtig ausgelastet waren, gingen wir am Abend noch zwei Stunden am Götschen Telemarken, man gönnt den Oberschenkeln ja sonst nichts. An dem Abend bekamen wir auch noch ein paar Profi-Tipps von Jens, den wir nach dem Telemarkcamp endlich wiedermal trafen.
2020_01_03_Seehorn

Samstag schüttete es dann wie aus Eimern. Die Kinder waren immer noch im Skikurs und so knicksten wir am Vormittag ein wenig am Götschen. Bis auch wir keine Lust mehr hatten im Regen zu stehen.
Sonntag besserte sich das Wetter zwar langsam, aber wirklich Lust auf eine Tour (Neuschnee hatte es nur in größeren Höhen und mit viel Wind gegeben) hatten wir nicht. So bot es sich an, dass Gregor und ich uns zu einem kleinen Abendspaziergang verabredeten. Wir trafen uns auf der Kastensteiner Wand (25 Minuten, 170 hm) und stiegen bei mehr Schnee als gedacht zum Rauhen Kopf auf (2 Stunden, 880 hm). Der Himmel hatte sich aufgeklart und wir hatten super Sicht ins gesamte Berchtesgadener Land. Eineinhalb Stunden später hatten wir uns zur Kastensteiner Wand zurück gewühlt und verabschiedeten uns. Ein Abend der unbedingt nach Wiederholung schreit. Als ich dann 20 Minuten später zu Hause ankam und mich ins Bett legt, war ich schon eingeschlafen bevor mein Kopf das Kissen berührte.
Der Dreikönigstag begann wie der Vortag geendet hatte, mit wolkenlosem Himmel. Mit den Kindern verbrachten wir noch einen schönen Ski-/Telemarktag bevor wir wieder nach München aufbrechen mussten, denn morgen beginnt wieder der Ernst des Lebens.
2020_01_04-06_BGL

Mittwoch, Januar 01, 2020

Silvesterbiwak am Kehlstein - 31.12.2019 / 01.01.2020

Unser diesjähriges Silvesterbiwak führte uns, wie schon vor drei Jahren, auf den Kehlstein. Von der Dokumentation am Obersalzberg starteten wir schwer bepackt zur Buswendeplatte am Kehlstein (2¼ Stunden, 770 hm). War es beim Start noch warm und sonnig, so trübte es immer weiter ein und ein eiskalter Wind wehte beim letzten Anstieg zum Haus und dem dahinter liegenden Gipfel (½ Stunde, 180 hm). Platz suchen, Zelt aufbauen, Abendessen kochen, inzwischen haben wir ja schon etwas Routine und so verging die Zeit bis zum Jahreswechsel wieder wie im Fluge. Der Wind hatte sich etwas gelegt (bis auf einige Böen) und die Sicht auf die Feuerwerke in Salzburg auf der einen und Königsee, Schönau, Ramsau und Bischofswiesen auf der anderen Seite waren phänomenal.
Der Morgen weckte uns mit blauem Himmel und Sonnenschein. So genossen wir die Sonne nach dem Aufräumen noch ein wenig bevor wir uns auf den Weg ins Tal machten. Die Abfahrt war leider äußerst unangenehm, wegen der guten Abfahrt ist der Kehlstein aber sowieso nicht bekannt. Nach so einer Tour und Nacht freue ich mich jedes Mal wieder, dass Karin fast jeden Schwachsinn mit mir mitmacht.
2020_01_01_Silvesterbiwak

Dienstag, Dezember 31, 2019

Jahresrückblick und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Das Ende des Jahres ist auch die Zeit der Rückblicke. Wir blicken auf ein sehr gemischtes Jahr zurück. Ein Jahr mit einem super Start (Sonnenaufgang am Jenner), einem ersten Quartal mit Verletzungen (Pauls Schienbeinbruch, meine Meniskusverletzung) die unsere Bergambitionen ziemlich bremsten, aber auch viel schöner Zeit mit neuen und alten Freunden. Zwei Kletter Highlights gab es auch, beide Male mit Tommi. Im Mai kletterten wir Bear's Reach am Lake Tahoe und August die Rittlerkante am Bauernpredigtstuhl. Zu den Wanderungen mit den Kindern gesellten sich im Sommer auch noch einige Touren mit dem Mountainbike. So waren wir dieses Jahr 48550 hm in den Bergen unterwegs, davon 26660 hm mit Ski (24 Skitouren) und 5040 hm mit dem Bike (8 Touren). Jetzt bereiten wir uns aber auf unser Silvesterbiwak vor. Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch.


Montag, Dezember 30, 2019

Zwischen den Jahren in Tirol - 27.-30.12.2019

Zwischen den Jahren waren wir wieder in Tirol bei meinen Eltern, diesmal aber mit Karin, da sie ausnahmsweise keinen Dienst hatte. Freitag war das Wetter sehr mäßig und bei leichtem Schneefall bzw. dann etwas stärkerem Regen ging ich mit Anna ihre erste Skitour. Ein paar Höhenmeter die Percher hinauf, bis sie keine Lust mehr hatte. Karin und Paul übten derweil die LVS. Ein ganz gemütlicher Tag, trotz oder gerade wegen des Sauwetters. Montag verbrachten wir mit den Kids und den Innsbruckern auf der Piste, Karin und ich beim Telemarken und die Kids mit den Ski. Samstag und Sonntag war aber wieder für die zwischen den Jahren Touren reserviert. Leider war Tommi krank, aber Bäder, Hannes, Maaf, Benz und Karin waren mit von der Partie.
2019_12_27-30_LVS+Ski

Samstag, Wildofen (2553 m)
In der Früh trafen wir uns alle am Kolsassberg. Unser Ziel: Vorerst das Hillary Kreuz, aber im Hinterkopf schon als Idee der Wildofen. Die ersten 50 hm/10 Minuten mussten wir noch die Ski entlang der Straße tragen. Ab dann gings aber mit Ski die Forststraße zur Studlalm hinauf. Von der Alm geht es noch durch lichtes Waldgelände bis zum ersten Gratgupf des Wildofens. Auf diesem eher unscheinbaren Muggel steht das Hillary Kreuz (2½ Stunden, 1100 hm).
Die Sonne schien und der Weiterweg zum Wildofen war schon eingespurt, so beschlossen wir zumindest ein Stück weit weiter zu gehen. Kurz bevor die Sonne hinter dem Wildofen verschwand machten Karin, Benz und Maaf Pause und blieben (etwa 250 hm vor dem Gipfel) zurück. Peter, Hannes und ich stiegen noch weiter mit den Ski bis zum Gipfel des Wildofen auf (1¼ Stunden, 500 hm). Der Gipfelaufbau machte mit den Ski nur bedingt Spaß, der erste etwas offenere Hang in der Nordflanke entlohnte dann aber für den Steinslalom im oberen Teil. Vom Rastpunkt der anderen nahmen wir die Osthänge runter zur Tagetlahnalm. Eine Wahnsinnsabfahrt im besten Holländerpulver. Von der Alm führt dann eine geräumte Rodelbahn zurück zum Ausgangspunkt am Kolsassberg (1 Stunde). Eine sehr geniale Tour mit einer einmaligen Abfahrt. Der Abend verging dann wie im Fluge bei Wein, Weib und Gesang bzw. Bier, gutem Essen und Ratschen.
2019_12_28_Wildofen

Sonntag, Malgrübler (2749 m)
Am Abend kam dann auch die Idee für die zweite Tour. Vom Volderberg (genauer von Volderwildbad) sollte es ins hintere Voldertal gehen. Der Talhatscher ist wirklich recht lange, aber auch gemütlich, da man auf der Forststraße zur Vorbergalm nebeneinander gehen und ratschen kann (1¾ Stunden, 600 hm). Nach der Alm zieht man nach Osten und das Gelände steilt sich auf. Durch einen Waldgürtel ging es hinauf auf etwa 2100 m, wo sich der Wald lichtet und die Sicht auf die Abfahrtshänge freigibt. Benz und Karin blieben hier zurück und Hannes, Bäder und ich stiegen die letzten (unendlichen) 600 hm zum Gipfel des Malgrübler auf (2¾ Stunden, 1100 hm). Die Sonne, vor allem aber der Wind hatte den Schnee hier ziemlich zugesetzt und so erinnerte der erste Teil der Abfahrt eher an eine Irrfahrt durch ein Sharklabyrinth. Ein paar gute Hänge fanden wir dann aber doch noch und vor allem der Teil von Karins und Benzs Umkehrpunkt zur Vorbergalm konnte sich sehen lassen. Das beim Aufstieg so endlos lange Tal, lässt sich in der Abfahrt praktisch durchgängig fahren und so kamen wir Ruck Zuck zurück zum Auto (1 Stunde). Wie schon am Vortag eine wunderschöne Tour, zwar mit einem Talhatscher und etwas weniger (und weniger gutem) Schnee wie am Tag zuvor, dafür aber vollkommen einsam.
2019_12_29_Malgruebler


Die Tage waren ein sehr schöner Abschluss für das Jahr und wir freuen uns schon aufs nächste.

Dienstag, Dezember 17, 2019

Drei Eingehtouren mit Karin in Saalbach - 13.-15.12.2019

Karin und ich hatten es dieses Jahr wieder geschafft, ein verlängertes Wochenende in Saalbach. Wie letztes Jahr und vor vier Jahren nutzten wir das Wochenende, um ein bisschen fit für die Skitourensaison zu werden. Die Vorzeichen waren aber recht schlecht. Wir hatten uns beide irgend einen Virus eingefangen und so stiegen wir am Freitag ziemlich geschwächt zum Kohlmaiskopf auf (2 Stunden, 800 hm). Am Gipfel, im Montana Royal, gab es guten Sound und so machte die ausgedehnte Pause noch mehr Spaß. Bei der Abfahrt, die überraschend gut war, machten wir wie immer einen Abstecher auf der Hinterhagalm, bevor es abends in die Clubs des Ortes ging.
Samstag begrüßte uns das Wetter entgegen der Vorhersage mit Sonnenschein. Nach dem Frühstück stiegen wir über eine Schneise und einen Sommerweg zur Mittelstation der Schattbergbahn und weiter über die Piste zum Gipfel des Schattbergs auf (3 Stunden, 1020 hm). Leider war das Wetter während des Aufstiegs ziemlich schlecht geworden. So war nichts mit Party am Gipfel, stattdessen verbrachten wir unsere Pause bei Sturm in der Bergstation und fuhren dann bei ziemlich guten Bedingungen zur Mittelstation ab. Gemeinerweise war nur der Gipfel des Schattberg in Wolken und Sturm, die Nordseite des Glemmtals aber strahlte im Sonnenschein. Deshalb fellten wir im Tal wieder auf und verbrachten den Rest des Nachmittags wieder auf der Hinterhagalm (¼ Stunde, 100 hm).
Der Sonntag hielt dann was der Wetterbericht versprach, Frühlingsbedingungen. Wir stiegen noch ein zweites Mal, diesmal etwas flotter als am Donnerstag, zum Kohlmaiskopf auf (1¾ Stunden, 800 hm) und beendeten so ein super schönes Wochenende.
2019_12_13-15_ROS

Sonntag, Dezember 08, 2019

Bouldercup und Surfen - 07.12.2019

Gestern war der alljährliche IG Adventsbouldercup. Für mich der Achte und wegen der Heavens Gate Schließung, mein erster im Eddys. Trotz schlechtem Trainingsstand (ok trotz null Training) ein sehr lustiger Cup. Und eine sehr lustige Party und überhaupt ein sehr lustiger Nachmittag mit Vladi und Steffen und ganz vielen Altnasen aus dem Gate. Dass ich ein wenig zu spät kam, war nur meiner vormittäglichen Surfsession geschuldet und dem Umstand, dass ich mich gestern auch noch auf der "richtigen" Eisbachwelle versuchte. Schon eine ganz ordentliche Nummer, aber ich habs ohne Verletzungen geschafft immerhin bis in die Mitte der Welle zu kommen.
Heute gings dann wieder auf die E2, um einen freien Kopf zu bekommen, weil das letzte Bier gestern wohl schlecht gewesen sein muss.
2019_12_07_Advendsbouldercup

Montag, Dezember 02, 2019

Skitourenauftakt mit Peter und Vladi im Sellrain - 30.11/01.12.2019

Unsere Planung für den Skitourenauftakt begann schon im Juli, beim Petersilienfest. Lose hatte ich mit Peter das erste Dezemberwochenende (oder letztes Novemberwochenende, wie man es sehen will) ausgemacht. Vladi war nach kurzer Nachfrage auch Feuer und Flamme und so hieß es in der Woche vor unserer Tour nur noch ein Ziel zu finden. Wegen dem Schnee in höheren Lagen und den beinahe unendlichen Tourenmöglichkeiten fiel unsere Wahl aufs Sellrain. Um genau zu sein das Gleirschtal und dem Winterraum der Pforzheimer Hütte.
Freitagabend machten wir uns noch auf ins Sellrain und bei einem gemütlichen Abendessen und ein paar Bier verging die Zeit wie im Fluge und so kuschelten wir uns am Ende in unsere Schlafsäcke und warteten was uns der Morgen so bringen würde. Nach Wetterbesserung sah der Morgen noch nicht aus, aber das bisschen Zucker auf dem guten halben Meter Schnee in Sankt Sigmund sah schon nicht ganz schlecht aus. So schulterten wir unsere Rucksäcke und wanderten das Gleirschtal im Nebel bis kurz vor die Materialseilbahn der Hütte. Dort riss es auf und die Bergwelt der Nördlichen Stubaier zeigte sich in voller Pracht. Die letzte Steilstufe war schnell geschafft und so erreichten wir die Hütte noch Mittag (2½ Stunden, 800 hm). Weit und breit niemand und der Winterraum, nachdem wir in ausgeschaufelt hatten (ok, so wahnsinnig viel Schnee war es noch nicht), zeigte sich sauber und gemütlich. Nur etwas wenig Holz für den Anfang der Saison, wenn aber alle sparsam sind sollte es schon irgendwie bis Februar reichen.
Weil die Sonne so herunter lachte und die Beine noch nicht ganz müde waren, hieß es wieder Ski anschnallen und ein Stückchen weiter. Wir spurten in weitem Bogen durch das Roßkar zum Samerschlag (1½ Stunden, 530 hm). Bis auf die letzten zwei Hänge eine unschwierige, aber schöne Tour. Erst zum Schluss steilen sich die Hänge etwas über 35° auf. Am Gipfel legten wir trotz eisigem Wind eine ½ Stunde Pause ein bevor es rasant durch perfekten Pulver zur Hütte zurück ging (¼ Stunde). Im Winterraum erwarteten uns schon drei Regensburger, die wir schon am Parkplatz beim Starten gesehen hatten. Was folgte war ein sehr lustiger Abend, ob die drei das auch so sahen weiß ich nicht, oder ob sie sich eher auf einen romantischen Abend in Dreisamkeit gefreut hätten. Die Nacht war auf jeden Fall bei sternenklarem Himmel bitter kalt.
So erwartete uns am Sonntag noch ein besonderes Schmankerl, der Zwieselbacher Rosskogel, nur eben diesmal nicht von der viel begangenen Nordseite, sondern von Süd-Osten, steil und geil. Von der Hütte gings bei mäßigem bis schlechtem Wetter in das Rotgrubenkar und von dort über eine gut 40° steile Rinne auf den Grat (2½ Stunden, 620 hm). Dachten wir zumindest. Der Grat den wir erreichten war leider nicht der Übergang zum Kraspesferner sonder "nur" ins Walfeskar, also weiteres Rinnengehirsche, diesmal ohne Ski dafür mit Stapfen und Fluchen und Knie anhauen (½ Stunde, 60 hm). Dafür war dieser Übergang so gut, dass ich ohne Höhenverlust auf die normale Aufstiegsroute zum Gipfel kam (½ Stunde, 130 hm). Wie beim letzten Mal lud das Wetter nicht zum langen verweilen ein und so machte ich mich schnellst möglich an die Abfahrt, unter anderem auch um die anderen beiden wieder zu erwischen (1 Stunde, 20 hm). Wie beim letzten Mal empfand ich die zwei Zwingen eher mäßig schön zu befahren und im Gegensatz zum Vortag konnten die breiten Hänge (außer ganz oben) nicht mit Pulver glänzen.
Ein super schönes Wochenende mit den Jungs. Ich bin jedes Mal dankbar und froh Freunde zu haben mit denen man solche kleinen Abenteuer erleben kann.
2019_11_30-12_01_Sellrain

Sonntag, November 24, 2019

Surfen, Radeln und Reiten - Föhn kann so schön sein - 24.11.2019

Die letzten zwei Wochen brachten vor allem südlich vom Alpenhauptkamm Tonnen an Schnee. Sogar in den Nordalpen blieb ein bisschen liegen und gefühlt jeder um mich herum hatte schon die Ski an den Füßen. Nur ich nicht. Karin musste die letzten Wochenenden arbeiten und so war in München bleiben angesagt. Zwischen drin konnte ich in letzter Zeit immer wieder an der Dianabadschwelle ein bisschen surfen gehen. Und heute Vormittag kamen Karin und die Kids mit, langsam läufts sogar. Nachmittags waren Karin und Anna bei einer Freundin von Karin reiten. Währenddessen durchstreiften Paul und ich mit den Bikes den Wald zwischen Bachhausen und Walchstadt. Für alle ein super schöner Tag und der Föhn der letzten zwei Tage hat den Schnee im Norden sowieso den Garaus gemacht.
2019_11_24_E2+Biken

Sonntag, November 10, 2019

Winterliche Herbstwanderungen im BGL - 09./10.11.2019

Samstag, der Fünfgipfelhatsch:
Eigentlich wollte ich noch vor dem Frühstück eine kleine Runde drehen. Als aber mein Wecker läutete und ich den Regen prasseln hörte, drehte ich mich wieder um und schlief aus. So startete ich erst nach dem Frühstück, dafür immer noch bei Regen, am Parkplatz der Schlafenden Hexe. Zunächst im Regen, dann in Schneefall stieg ich den altbekannten Weg zum Rotofensattel und weiter zum Signalkopf/Mittlerer Rotofen auf (1¼ Stunde, 700 hm). Ich wurde recht eindrucksvoll daran erinnert, dass nicht immer jeder Fels im Lattengebirge ganz fest ist, als ein großer Stein an dem ich mich festhalten wollte, neben mir ins Tal segelte. Schon schön dort oben, aber auch schön rutschig, weshalb ich zurück zum Rotofensattel auch länger als hinauf benötigte (¼ Stunde). Vom Sattel folgte ich dem, in immer tiefer werdenden Schnee versinkenden, Weg zur Steinerne Agnes (½ Stunde, 120 hm). Auf das besteigen verzichtete ich diesmal sogar freiwillig.
Da ich noch nicht genug hatte und noch ein wenig herumstreunen wollte, rief ich kurz Karin an und holte mir die Erlaubnis doch ein wenig länger auszusein. Im Nebel und zum Teil fast knietiefen Schnee spurte ich zum Karkopf hinauf (1¼ Stunde, 500 hm) und von diesem zum Dreisesselberg (¼ Stunde, 60 hm). Die ganze Zeit hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt Richtung Norden abzusteigen, wegen des Nebels und des Schnees aber verworfen. Nun sah ich am Gipfel eine Spur von Norden herauf ziehen, außerdem lichtete sich der Nebel. Endlich! So war der Abstieg zum Lattenbergstoa (1 Stunde) nicht nur einfach zu finden, sondern auch landschaftlich der Wahnsinn. Von hier aus folgte ich dem Weißbach-Speik-Rundweg (seit neuestem Lattengebirgsquerung) hinunter zum Speikbach und von dort wieder hinauf zum Freimahder Köpfl (50 Minuten, 280 hm). Das Köpfl ist zwar ein Umweg und etwa 100 extra Höhenmeter, aber die Aussicht ist es auf jeden Fall wert. In 10 Minuten war ich wieder zurück am Weg und über diesen ging es hinunter zum Maximiliansreitweg am Rötelbach (½ Stunde). Und damit ist die Runde auch schon fast vollendet, nur noch den Maximiliansreitweg zurück zum Parkplatz (¼ Stunde, 90 hm).
Eine super coolerRunde, auf der ich in 6½ Stunden, 1750 hm und 16 km nur einen anderen Wanderer traf (und zwar schon kurz vor dem Rotofensattel).
2019_11_09_Lattengebirge


Sonntag, für Frühaufsteher:
Was ich am Samstag spät aufgestanden war, quälten Karin und ich uns am Sonntag aus dem Bett. Und es zahlte sich aus, zum Sonnenaufgang waren wir auf dem Rauhen Kopf (2¾ Stunden, 1050 hm). Auch wenn die Sonne schnell zu wärmen begann, machten wir uns nach ¼ Stunde Pause an den Abstieg zu unserem Frühstück (1¾ Stunden, 50 hm).
Wie immer eine schöne Tour und bei winterlichen Bedingungen auch noch interessant.
2019_11_10_RauherKopf

Sonntag, November 03, 2019

Kienberg - 03.11.2019

Unsere Heimfahrt aus Osttirol hatten wir für einen Besuch bei meinen Eltern unterbrochen. Sonntagfrüh stiegen Karin und ich zum Sonnenaufgang übers Wasserschloss (1 Stunde, 350 hm) zum Kienbergkreuz auf (1 Stunde, 350 hm). Und nach einer kurzen Pause gings übers Brandköpfl (10 Minuten, 70 hm) wieder zurück nach Jenbach (1½ Stunden) und zu einem ausgiebigen Frühstück.
2019_11_03_Kienberg

Samstag, November 02, 2019

Herbstferien auf dem Bauernhof - 26.10.-02.11.2019

Nachdem wir nun auch an die Ferien gebunden sind, verbrachten wir das erste Mal Herbstferien und zwar in Osttirol, auf einem Bauernhof, mit Julia und Julian und den Mädels. Um es vorweg zu nehmen, Bauernhof? ICH?.... Ja und es war eine super Woche, trotz schlechtem Wetter. Am Obergollerhof in Schrottendorf fühlten wir uns rundum wohl und die Berge der Umgebung taten ihr übriges.
Sonntag begrüßte uns der letzte schönen Herbsttag und so nutzten wir das Traumwetter, um am Kreithof (Tristach) klettern zu gehen. Ein südseitig ausgerichtetes Klettergebiet mit kurzen Routen für jeden Geschmack und jedes Können. Danach wurde das Wetter leider schlecht. Aber schlechtes Wetter gibt es bekanntlich nicht, sondern nur schlechte Kleidung und so unternahmen wir Wanderungen im Wald um den Hof, besuchten den Wildpark Assling samt Sommerrodelbahn, gingen Schwimmen im Dolomitenbad in Lienz und halfen jeden Abend bei der Stallarbeit. Freitag wanderten wir noch vom Klammbrückl durch den Nebel zur Dolomitenhütte (2½ Stunden, 570 hm; Abstieg 1¼ Stunden). Überraschenderweise hatte diese noch offen, da sonst schon fast alle Hütten und Attraktionen (z.B. die Galizenklamm) geschlossen hatten. Am Heimweg besuchten wir noch die Lienzer Klause und bei bestem Wetter (nördlich des Hauptkamm war es nämlich föhnig) die Krimmler Wasserfälle.
Ein rundum schöner Urlaub. Mir (als Tourismussgeschädigter) hat vor allem der sanfte Tourismus in Osttirol sehr gut gefallen.
2019_10_26-11_02_Osttirol

Mittwoch, Oktober 16, 2019

Besuch aus der Schweiz - 12./13.10.2019

Dieses Wochenende hatten wir Besuch aus der Schweiz. Chanti und Joël hatten sich angemeldet und so war es Zeit für ein Portugal-Revival. Zusammen mit Chanti und Joël versuchte ich mein Glück auf der E2. Nicht so einfach wie es aussieht, aber ziemlich lustig, auch bei 12°C Wassertemperatur. Zusammen mit Knirschis gings dann noch zur Eisbachwelle, den "richtigen" Surfern zusehen und Bier trinken. Für uns gabs dann noch einen Zwischenstopp am Chinesischen Turm, bevor wir ziemlich müde und fertig zu Hause einliefen.
2019_10_12_E2

Für Sonntag hatten wir uns alle in der Eng verabredet, das schöne Wetter ausnützen. Die Idee hatten ein, zwei Andere auch, naja mit Einsamkeit hatten wir sowieso nicht gerechnet. Mit vielen Spiel- und Brotzeitpausen wanderten wir vom wunderbar eingefärbten Großen Ahrnboden zum Hohljoch (3¼ Stunden, 600 hm). Leider ein klein bisschen zu spät, so dass der Schatten schon vor uns das Hohljoch erreicht hatte. Also hielten wir uns nicht lange mit einer Pause auf und stiegen wieder in die Eng ab (1½ Stunden), wo wir noch eine Kleinigkeit aßen bevor es Abschied nehmen hieß. Ein schönes Wochenende ging damit zu Ende und Pläne fürs nächste Treffen sind schon geschmiedet. Für Knirschis war der erste Teil der Heimfahrt dann auch noch recht spannend, weil das Rißtal auf Tank-Reserve ganz schön lang sein kann, bis Lenggries hats dann aber auch ohne Abschleppseil gereicht.
2019_10_13_Hohljoch

Freitag, Oktober 04, 2019

Zwei Klettersteigbretter im Frühherbst - 28./29.09.2019

Karin musste Arbeiten und ich besuchte mit den Kindern meine Schwiegereltern. Das hat Potential für eine gewisse Unentspanntheit, deshalb benötigte ich einen Ausgleich. Früh starten und nicht zu lang, damit ich noch mit den Kindern etwas unternehmen konnte und am besten alleine (Peter musste leider aufs Kind aufpassen und war deshalb für einen frühen Start raus). Wenn einem der Kletterpartner fehlt, bieten sich natürlich Klettersteige an.
Also war der Plan für Samstag schnell gefasst. Pidinger Klettersteig, der sollte auch bei schlechter Wettervorhersage gehen, neu war er für mich ja nicht mehr (2009, 2015). Um kurz nach 4 Uhr strampelte ich mit dem Bike bis zum Abzweig von der Forststraße (1 Stunde, 420 hm). Von dort gings, immer noch im Dunkeln und inzwischen bei strömendem Regen zum Einstieg des Klettersteigs (¼ Stunde, 150 hm). So hatte ich mir das nicht vorgestellt, wobei, doch eigentlich schon. Vorhergesagt war der Regen ja und die trockene erste Stunde empfand ich als glückliche Fügung. Der Regen machte den Kalk im Steig zu einer lustigen Seifenrutschbahn und so musste ich doch an der einen oder anderen Stelle ganz schön zupacken. Wirklich schnell war ich dadurch nicht und in meiner Erinnerung war der Steig auch irgendwie kürzer. Aber was solls, irgendwann kam ich am Ende des Steigs an und spazierte noch die fünf Minuten zum Gipfel hinüber (3 Stunden, 730 hm). Nebel und Wind, da war die Lust auf Pause eher gering und ich stieg sofort zur Steiner Alm und meinem Rad ab (1¼ Stunden). Auch im Abstieg gestalteten sich die Steine als teilweise ganz schön unangenehm rutschig, bloß nicht unkonzentriert werden. Im letzten Abschnitt machte sich dann das Hochgestrample vom Morgen bezahlt, in 10 Minuten gings knieschonend zurück zum Auto.
2019_09_28_Staufen


Der Wetterbericht versprach für Sonntag superschönes Herbstwetter und somit machte ich mich um Dreiviertel Vier Uhr vom Parkplatz Erichhütte auf zum Königsjodler. Viel wurde über diesen Klettersteig geschrieben, nicht wegen der Einzelstellen, aber wegen seiner Länge, einer der schwersten Klettersteige der Ostalpen. Der Zustieg zog sich, ich spürte eine Erkältung heranrollen und im Lichtkreis meiner Stirnlampe stolperte ich in Richtung Hochscharte und zuletzt auf Steigspuren zum Einstieg (2¼ Stunden, 960 hm). Selten hatte ich mir so oft überlegt einfach umzukehren und mich wieder ins Bett zu legen. Der Stirnlampentatzelwurm hinter mir näherte sich gefühlt unaufhaltsam und ich kam mir unendlich langsam vor. Trotzdem stieg ich ein. Es begann zu dämmern und nach dem Flower Tower war die Stirnlampe schon fast nicht mehr notwendig. Und plötzlich ging die Sonne auf, was für eine Erlösung. So gings ostseitig in der wärmenden Sonne und westseitig in beißender Kälte weiter zum Mühlbacher Turm, Teufelsturm, Teufelshörndl und wie die ganzen Spitzen heißen. Für den Flying Fox hatte ich sogar an eine Seilrolle gedacht. Ein unangenehmes Gefühl blieb aber, da es kein zusätzliches Sicherungsseil (wie z.B. in El Chorro) gibt. Unter dem Kematstein machte ich kurz Pause (2 Stunde, 350 hm). Hier hat man gut die Hälfte des Steiges geschafft und die einzige Fluchtmöglichkeit. Aber an Flucht war nicht mehr zu denken, viel zu viel Spaß machte das Auf und Ab und das Balancieren über den Grat. Für einen Klettersteig erinnert das Gekraxle überraschenderweise ziemlich stark an "richtiges" Bergsteigen. Meine Verfolger konnte ich noch nicht sehen, so langsam wie gedacht war ich doch nicht und der Tatzelwurm hatte mich vor dem Einstieg völlig unnötig gestresst. Im zweiten Teil gehts noch anhaltend anstrengend über den Kematstein, den Matras Kopf und auf den Hoher Kopf (1½ Stunden, 350 hm). Und dann ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Ein eisiger Wind pfiff über die Übergossene Alm und ich schnaufte unendlich langsam zum Gipfel des Hochkönigs und dem Matras Haus hinauf (½ Stunde, 160 hm). Die ½ Stunde Pause, den Radler und die Suppe hatte ich mir redlich verdient.
Nur wird vom Sitzen der Abstieg nicht weniger und so verabschiedete ich mich und stieg wieder zur Birgkarscharte ab (20 Minuten, 60 hm). Kurz vor der Birgkarscharte begegneten mir die ersten anderen Klettersteiggeher. Das hatte den Vorteil, dass ich alleine im Birgkar abstieg. Wirklich nett ist der ganze Schotter auf Platten im Absturtzgelände nämlich eher nicht, wenn auch noch viele Leute unterwegs sind. Drei Klettersteiggeher stiegen gerade im Notausstieg ab, ansonsten war ich aber alleine. Bis zum Schneefeld unter der Abzweigung zur Hochscharte heißt es ständig konzentriert sein, ein Stolperer wäre fast überall ziemlich ungesund (1½ Stunden, ↓740 hm). Der untere Teil über die Stegmoosalm ist dann noch ein netter Hatscher durch die hochalpinen Vegetationszonen. Und schließlich erreicht man nach ein paar Minuten an der Straße wieder den Ausgangspunkt (1¼ Stunde, 40 hm).
Was für eine tolle Tour, insgesamt 10 Stunden (mit Pause) unterwegs und 1920 hm im Auf- und Abstieg. Genau das Richtige für so einen herbstlichen Wandertag ohne Kletterpartner. Bei Schnee sollte man sich genau überlegen ob man den Abstieg durch das Birgkar wagen soll, je nach Bedingungen könnten Steigeisen oder der Abstieg zum Arthurhaus angeraten sein.
2019_09_29_Koenigsjodler

Mittwoch, September 18, 2019

Kampenwand mit dem Bike und zu Fuß - 17.09.2019

Wie schon einige Male dieses Jahr gings nach der Arbeit nach Aschau, diesmal mit Sebastian. Um nicht immer den Reitweg zu fahren, starteten wir von der Kohlstatt und fuhren die Forststraße hinauf Richtung Kampenwand, ganz schön steil und gar nicht so nett. Die Gorialm ließen wir links (bzw. rechts) liegen und strampelten im Nebel bis zur Steinlingalm (1½ Stunden, 830 hm). Dort ließen wir die Bikes zurück und stiegen im dichten Nebel noch zu Fuß zum Ostgipfel auf (20 Minuten, 200 hm). Rundumblick und Abendstimmung gabs nicht, dafür Wind, Nebel und Kälte, auch schön. Wieder zurück an der Steinlingalm (20 Minuten) entschlossen wir uns nicht einzukehren, sondern sofort abzufahren und bogen bei der Schlechtenbergalm in den Trail durchs Goriloch ab. Diesmal folgten wir dem Trail allerdings weiter Richtung Nordosten und kamen nach einigen verblockten Stellen wieder auf einen Forstweg, der uns zurück in die Kohlstatt brachte (35 Minuten). Trotz nicht ganz gutem Wetter eine nette Feierabendrunde und müde Beine fürs in die Arbeit radeln am Mittwoch gabs auch.
2019_09_17_Kampenwand

Dienstag, September 10, 2019

Eine Hochzeit in Apulien - 04.-09.09.2019

Die letzten paar Tage vor dem ersten Schultag nutzten wir für einen kleinen Kurzurlaub in Apulien. Anlass war die Hochzeit von Isabel und Andrea und so erkundeten wir ein paar Tage die Umgebung von Ostuni. Neben Ostuni und Albarobello besuchten wir vor allem die Strände von Torre Pozzella, Torre Guaceto und Torre Colimena. Die Hochzeit war dann natürlich das Highlight der Reise. Eine unvergessliche Party. Danke an alle die dabei waren und an alle die wir kennen lernen durften und natürlich danke an Isa und Andrea für die Einladung. Nun heißt es aber dem Ernst des Lebens nachgehen.
2019_09_04-09_Apulien

Samstag, August 31, 2019

Immer wieder Dienstags - 27.08.2019

Es war Dienstag und wir hatten einen Babysitter, das mussten wir ja fast nutzen und so ging's auf die Gorialm. Zusammen mit Laura, Vladi, Bäda, Bäda und Uwe strampelten wir den Reitweg zum Grillabend hinauf (1¼ Stunden, 600 hm). Bergauf machte mein neues Bike schon Spaß, runter war es aber der absolute Wahnsinn, wie konnte ich nur jemals mit meinem alten Hardtail Trails fahren?! (¾ Stunde, 50 hm)
Ein super netter Abend, jetzt freu ich mich aber mein Bike auch mal im Hellen zu testen.
2019_08_27_Gorialm