Wie überall in den Alpen, hatte es auch bei Chanti und Joël bis jetzt sehr wenig Schnee. Keine wirklich guten Voraussetzungen für die Faschingsferien, trotzdem verbrachten wir einen super schönen Sonntag auf der Piste. Wobei ich Stefan, Paul, Ida und Hanna mit dem Snowboard Gesellschaft leistete (4500 hm, 42 km).
Über Nacht kam dann worauf wir schon den ganzen Winter gewartet hatten: Schnee. Eine richtige Schneewalze, fast 50 Zentimeter über Nacht und am folgenden Montag. Da war weder an Freeriden noch an Skitour zu denken. Der SLF hatte einen 4er ausgerufen, was sich auch den Rest der Woche nicht mehr ändern sollte. Dafür konnten wir, bei teilweise miserabler Sicht, auf den Pisten Powder vom Feinsten genießen (5900 hm, 55 km). Den Abend verbrachte Joël und ich bei Yoga und Bier mit den Dorfmännern, nachdem wir mit dem Pistengerät ein paar Gäste im Cuolm Sura abgeholt hatten, ein sehr lustiger Abend. Die Nacht zum Dienstag brachte dann weitere fast 40 Zentimeter. Im grundlosen Schnee grub ich mich bei der ersten Abfahrt mit dem Snowboard so sehr ein, dass ich, wie am Tag zuvor, auf Tourenski wechselte. Mit denen hatte ich deutlich mehr Spaß und wenn der Lift von Valata nicht so furchtbar langsam wäre, wären Karin und ich ausschließlich die Talabfahrt gefahren, Powder ohne Ende (4000 hm, 40 km).
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Der Mittwoch brachte Wetterbesserung. Die Lawinensituation ließ zwar keine anspruchsvollen Touren zu, aber dafür gab es, zum ersten Mal seit dem wir Surcuolm besuchen, Schnee bis ganz ins Tal. Der Tipp vom Local mit Hut (aka Joël): Vom Bündner Rigi nach Ilanz abfahren. Diese wunderschönen Hänge, die wir schon von unseren Skitagen in Sasolas kannten. Zum Bündner Rigi führt ein präparierter Winterwanderweg, ähnlich dem nach Cuolm Sura (1½ Stunden, 320 hm, 4 km). Während Karin im Künstlercafe einen Tee trank, drehte ich noch eine Runde auf den Pezza Pintga (½ Stunde, 200 hm). Ziemlich grundloses Gewühle, dafür aber auch eine Wahnsinnsabfahrt direkt zum Rigi hinunter. Nach einem Käffli und einem letzten Studium der Karte, machten wir uns auf den Weg. Was soll ich sagen, der Schnee hatte sich ein bisschen gesetzt und war damit nicht mehr ganz so grundlos, also perfekt für eine Abfahrt im mäßig steilem Gelände. Den Weg fanden wir mit der Erklärung von Joël ohne Probleme und nur an der Luven Straße und in Quadras Sut mussten wir kurz abschnallen, um die Straße zu queren. Ansonsten ging die Abfahrt bis zu den Sportplätzen von Ilanz hinunter (¾ Stunde, ↓930 hm). An den Sportplätzen und dem Bädli hieß es die Ski schultern und zum Bahnhof gehen (½ Stunde), wo wir in den Bus nach Surcuolm steigen konnten und kurz vor den Kids wieder ankamen.
Donnerstag dann der nächste Schneefall, zwar nur noch Mindermengen (10-15 Zentimeter), aber trotzdem wieder relativ schlechtes Wetter. So spazierte ich am Vormittag auf den Piz Mundaun (1½ Stunden, 750 hm). Völlig alleine, da zwar die blaue Piste inzwischen anplaniert war, der Lift aber weiterhin geschlossen blieb. Bei der Abfahrt zum Mittagessen nahm ich noch einiges an Powder mit (¼ Stunde) und am Nachmittag spazierten Karin und ich noch auf einen Aperol nach Cuolm Sura (¾ Stunde, 300 hm).
Wie jeden Freitag, stand das Skirennen an, diesmal nicht in Valata sondern in Cuolm Sura. Also stiegen Karin und ich mit den Ski zum Start in Plitsches auf (¾ Stunde, 420 hm). Paul und Karin holten die Goldene, während Anna knapp das Podest verpasste und ich, wie immer, weit abschlagen hinterher fuhr. Trotzdem hat es allen viel Spaß gemacht. Den Abend ließen wir dann beim Bauernmarkt und Eisstockschießen ausklingen. Da konnten wir sogar den zweiten Platz gewinnen und beim nächsten Mal gehen wir mit dem Preis in der Ortspizzeria Essen.
Und so schnell war die tolle Woche auch schon wieder um. Liebe Reisecrew, es war uns wieder mal ein Volksfest mit euch.