Montag, Dezember 28, 2009

Weihnachtliche Skitouren 26./27.12.2009

Am 25.12. wollten wir eigentlich eine kleine Skitour in den Bayrischen Voralpen machen. Das Sauwetter und der Umstand, dass es anscheinend in Bayern keinen Schnee gibt, machten uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Am 26. gings dann bei wunderbarem Wetter Richtung Sylvenstein zum Eisklettern, dafür würde man allerdings Eis benötigen, das seit dem Föhn vor Weihnachten nicht mehr vorhanden war. Also weiter und bei wenig Schnee noch schnell rauf zur Bärenbadalm. Das Wetter war traumhaft, leider mussten wir die Ski ein Stück tragen, da auch am Achensee in den Tallagen praktisch kein Schnee liegt.

2009_12_26_Bärenbad

Das Schneedepakel der Vortage war uns eine Lehre und so fuhren wir am 27. nach Hochfügen, um von der Südseite auf den Gilfert zu gehen. Der Aufstieg zum Lamark Hochleger war eher unangenehm, der Aufstieg zum Grat konnte sich dann aber sehen lassen. Durch die erhebliche Lawinengefahr stiegen wir die etwas flacheren Hänge links auf und mussten dadurch noch länger am Grat gehen. Durch einen ziemlich kräftigen Südwestwind war das kein Zuckerschlecken und am abgeblasenen Grat mussten wir auch mehrmals die Ski ausziehen und tragen. Nach 3 Stunden erreichten wir ziemlich durchgefroren den Gipfel. Für die Abfahrt nutzen wir die Aufstiegsspur (auch wenn wir dadurch im Abstieg auch 2 Mal tragen mussten) um den Einwehungen in den relativ steilen Rinnen zu entgehen. Eine schöne Tour, die bei geringerer Lawinengefahr allerdings eine wesentlich bessere Abfahrt bereit halten würde.

2009_12_27_Gilfert

Montag, Dezember 14, 2009

Schrankogel - 12.12.2009

Der Schrankogel lässt mich nicht los und deshalb gings am Samstag um kurz vor 5 Uhr los Richtung Ambergerhütte. Dort angelangt machte ich es mir ein Stündchen im Winterraum gemütlich bis es hell genug war um weiter zu gehen. Nach 2 Stunden im Schnee versinken gab ich dann auf und kehrte um. Irgendwie wars trotzdem lustig.
2009_12_13_Schrankogel

Sonntag, Dezember 06, 2009

Heavensgate Advents Bouldercup - 05.12.2009

Alle Jahre wieder findet der Adventsbouldercup im Heavensgate statt, dieses Jahr wieder mit von der Partie:  Karin und ich. Es hat einen riesen Spaß gemacht die teils sehr knackigen Probleme zu lösen. Am Ende konnte ich dann 21 Flash, 2 zweite Versuche, 5 dritte Versuche (und mehr) und 2 Zonen für mich verbuchen. Die nächsten Tage werde ich meinen Fingern noch ein bisschen Erholung gönnen, aber spätestens Mittwoch gehts wieder los, denn ein paar Projekte warten noch auf Karin und mich. Fotos von den HG-Fotografen.

2009_12_06_Adventsbouldercup

Montag, November 30, 2009

Bouldern Kochel, Tick Wall - 29.11.2009

Nach dem Eisklettern am Samstag nutzten Karin, Marc, Vladi und ich das schöne Wetter um an der Tick Wall in Kochel zu bouldern. War ein echt schöner Tag, wenn ich auch durch meinen Trainingsrückstand gerade mit den offenen Leisten in Kochel meine müde Not hatte.
2009_11_29_BouldernKochel

Freitag, November 27, 2009

BMW Welt Icetower Challenge - 27/28..11.2009

Nach einem Anruf gerade eben ist es jetzt klar, morgen bin ich im Finale der Icetower Challenge, heute bin ich mit einer Zeit von 28 Sekunden Tagessieger. Haltet mir also für morgen die Daumen, Danke.

So das Finale ist vorbei, und ich habe nicht gewonnen! Um genau zu sein bin ich nicht mal bis ganz rauf gekommen, sondern wie vier Andere auch ausgeschieden wegen eines Sturzes. Lustig wars trotzdem.

Sonntag, November 15, 2009

Skitourenwochenende Hochfügen - 14/15.11.2009

Letztes Wochenende Klettersteig, dieses Wochenende Skitour, ich mag dieses Jahr, so kurze Übergänge hatte ich noch nie. Wahnsinnig groß waren die Touren dieses Wochenende noch nicht, aber sie haben auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. Am Samstag gings in 2 1/4 Stunden die 1000hm auf den Pfaffenbichl (die letzten 20 Minuten dann ohne Schi auf den Gipfelaufbau). Der Sonntag war dann etwas gemütlicher, mit meinem Vater gings die 500hm zum Lamark Hochleger hinauf. Karin und mir hats auf jeden Fall richtig gut gefallen und jetzt warten wir nur noch auf mehr Schnee.
2009_11_15_SkitourenHochfügen

Montag, November 09, 2009

Pidinger Klettersteig - 07.11.2009

Nach einem Monat Abstinenz gings dieses Wochenende wieder mal in die Alpen. Der Pidingerklettersteig war unser Ziel und die winterlichen Bedingungen machten die Sache noch spannender. Die 1300hm schafften wir in nicht ganz 7 1/2 Stunden (1 3/4 Stunden zum Einstieg, 3 3/4 Stunden durch den Steig und 2 Stunden Abstieg). Detail am Rande, beim Zustieg haben wir den Aron und einen Freund von ihm getroffen.
2009_11_07_Pidingerklettersteig

Der Steig wird übrigens in DIESEM Bergzeit Magazin Artikel (Seite 2) als einer der schönsten Klettersteige Bayerns beschrieben.

Montag, Oktober 26, 2009

Bouldern Central Park/Klettern Gunks - 20/25.10.2009

Am Dienstag und Mittwoch letzter Woche (20./21.10.) haben sich Karin und ich es uns nicht nehmen lassen im Central Park in New York zu Bouldern. Ziel unserer Felssuche war der Cat Rock von dem mir Hannes schon einiges erzählt hatte. Echt eine super Sache so ein Fels mitten in Manhattan und die Boulderer dort waren echt gemütlich drauf, ein paar davon hab ich dann gleich am Sonntag in den Gunks wieder getroffen.

Am Samstag hätte es eigentlich in die Gunks zum Klettern gehen sollen, neue Camelots und ein neues Seil waren gekauft nur das Wetter spielte nicht mit....strömender Regen....naja Ausweichprogramm West Point (wir werden sofort Offiziere in der US Army, versprochen). Der Sonntag zeigte sich dann von seiner schönsten Seite und wir mussten uns zum Glück nicht auch noch die New York Military Academy ansehen ;)
Die Gunks sind der Wahnsinn zum Klettern, schöner Fels, meist wirklich einfach zum Absichern mit einem einmaligen Ausblick vom Ende der Routen. Zum Einsteigen kletterten wir Betty (5.3, 2 SL) ein Anfängerklassiker, dann Belly Roll (5.4) und zum Abschluss noch Double Chin (5.5) die durch ein wirklich nasses kleines Dach sicher noch ein wenig schwieriger war. 5.5 ist zwar nur 5-, aber ich hab glaub ich noch selten in einer so einfachen Route so geschwitzt. Wer also in der Gegend ist, sollte unbedingt seine Keile und Friends einpacken und den Fels in den Gunks antesten.
2009_10_20_BouldernCP-KletternGunks

Sonntag, September 27, 2009

Wiederroute - 27.09.2009

Nachdem wir im August schon vor dem Einstieg an der Wiederroute (direkte Watzmannostwand) gescheitert waren nutzten wir den Altweibersommer für einen weiteren Versuch. Diesmal waren wir schlauer und übernachteten beim Stefan auf der Kühroint (bzw. der Alm daneben). Um nicht immer den blöden Hatscher von der Wimbachbrücke zu gehen, fuhren wir mit dem Schiff nach Bartholomä und stiegen die 800hm in 2 Stunden über den Rinnkendelsteig auf. Ein netter versicherter Steig mit unglaublichem Ausblick über den Königssee. Beim Stefan gabs dann nach einem angenehmen Ratscher auch noch geräucherten Saibling der seinesgleichen sucht.

Der Sonntag begann diesmal früh, um 5 Uhr verließen wir die Almweiden der Kühroint und stiegen zügig ins Watzmannkar auf. Diesmal waren wir nach 2:15 Stunden am Einstieg, ließen uns noch ein Frühstück schmecken und kletterten noch vor 8 Uhr als erste los. Auch die Schlüsselstelle in der Einstiegsschlucht (III-) war für Karin kein Problem und als wir nach der ersten Querung auf das Wiederband stießen sahen wir die nächste Seilschaft gerade unter dem 4. Kind herüberqueren. Das Wiederband selbst ist ein Hochgenuss zu gehen, man hat einen wahnsinnigen Ausblick von dem Plattenband, das sich überall einfach gehen lässt. Am Bandwächter vorbei in die nächste steile Rinne und hinauf (diesmal sogar mit kleinen Markierungen) wobei wir die zweite Schlüsselstelle überkletterten ohne sie zu bemerken. Dank der Markierungen war das Finden des richtigen Bandes Richtung Gipfel kein Problem (wäre andernfalls aber auch keines gewesen, trotzdem war es nett zu sehen, dass man ganz richtig ist). Kurz nach der engen Stelle am Band und dem 6 Meterwandl (III-) erwischte uns ein Steinschlag, wobei der erste große Stein direkt über uns zerplatzte während ein nachkommender kleinerer die Karin am Oberschenkel traf (den Blauen wird sie noch länger haben). Die letzten 100 Meter zur Mittelspitze gings dann östlich der Schuttrinne neben der Seilsicherung der Überschreitung über Platten (eine Stelle III/III+) hinauf (die eigentliche Rippe weiter rechts hatte ich nicht gefunden). Seil und Gurt hätten wir uns sparen können weil wir alles frei gingen (in nicht ganz 2 Stunden). Dem Massenansturm auf der Mittelspitze entflohen wir ohne Pause und etwas mehr als eine Stunde später standen wir auf der Südspitze. Der Abstieg ins Wimbachgries war wie erwartet die Pflicht nach der Kür welche wir in 2:45 absolvierten und 1:45 später erreichten wir die Wimbachbrücke. Für die 1600hm steigend und 2300hm fallend benötigten wir ca. 10 Stunden reine Gehzeit (insgesamt 11:30 Stunden).
2009_09_27_Wiederroute

Samstag, September 19, 2009

Kehlstein + Grünstein - 19.09.2009

Am Samstag starteten wir mit Karins Vater und seinem Arbeitskollegen zum Kehlstein über den Steftensteig. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir den Mannlgrat und spazierten zum Kehlsteinhaus von dem wir wieder zur Scharitzkehl abstiegen. Eine nette kleine Wanderung mit nicht ganz 900hm.
2009_09_19_Steftensteig

Damit uns am Nachmittag nicht langweilig wurde testeten wir dann auch noch gleich den neuen Klettersteig am Grünstein. Zustieg ca. 35 Minuten, Durchstieg in der schwierigeren Variante ca. 1:40 Stunden, wobei wir uns nicht beeilt haben. Ein schöner Klettersteig den man auch gut als Kaffeerunde am Nachmittag machen kann. Vom See bis zum Grünstein sind es dann auch fast 700hm somit brachte uns der Samstag auch knapp 1600hm.
2009_09_19_Grünsteinklettersteig

Am Sonntag suchten wir dann noch ein paar Boulder am Königssee und fanden in einem Waldstück ein schönes Bouldergebiet das nur darauf wartet erschlossen zu werden. Mal sehen ob wir im oder nach dem Winter einmal Zeit und Lust zum Putzen haben.
2009_09_20_Koenigssee

Montag, September 14, 2009

Karwendelmarsch - 12.09.2009

Die Legende lebt! Unter diesem Leitspruch startete am Samstag um 6 Uhr der erste Karwendelmarsch seit 1990. Karin, meine Eltern, mein Onkel Otto und ich waren am Start und meisterten die 52km und 2100hm alle.
Für Karin und mich war das erste Drittel bis zum Karwendelhaus die Eingehphase, ab diesem gings dann in gutem Tempo weiter zur Falkenhütte und in die Eng. Von der Eng dann der letzte Anstieg auf den Binssattel (700hm in einem Stück) der schon ziemlich an der Motivation nagte und dann der Abstieg zur Gramei und der endlose Hatscher raus nach Pertisau bis an den See. Das Ziel erreichten wir dann nach 11:07 Stunden Hand in Hand und mit dem Vorsatz nächstes Jahr die 11 Stunden zu knacken (vielleicht gehen ja auch die 10 Stunden).
2009_09_13_Karwendelmarsch
Und hier noch die Route als virtueller Überflug in Google Earth (von der Karwendelmarsch HP)

Montag, September 07, 2009

Sonnjoch - 06.09.2009

Nach der schönen Samstagstour musste ich das gute Wetter am Sonntag auch noch ausnützen. Mit meinen Eltern ging ich übers Bärlahnerkar auf das Sonnjoch und über den Normalweg über den Gramei Hochleger zurück zum Auto. Wir benötigten 3 Stunden auf den Gipfel und 1 1/2 Stunden wieder runter. Eine schöne Tour und das letzte Training vor dem Karwendelmarsch nächstes Wochenende. Karin war währenddessen mit Marc Karin und Kirsche auf der Lamsenspitze (über den Brudertunnel) und wir trafen uns wieder auf der Gramei. Ein schönes Wochenende das wieder mal Lust auf mehr von dem Karwendelschrott gemacht hat.
2009_09_06_Sonnjoch

Lamsenspitze NO-Kante - 05.09.2009

Nach der wunderschönen Hochzeit von Claudi und Tobi am Freitag, starteten Karin, Karin und ich erst um 1/2 11 zum Achensee um von der Gramei zur Lamsenjochhütte aufzusteigen. Nach einer Stunde Aufsteig und einer kleinen Pause machten sich Karin, Marc und ich auf den Weg zum Einstieg der NO-Kante (eigentlich viel zu Spät um 1/2 4). Die Kletterei ist einfach und die Stände durchwegs mit einem geklebten Ringhaken abgesichert, in den meisten Seillängen findet man auch eine bis zwei geklebte Zwischensicherungen. Selbst absichern mit Friends und Keilen ist schwierig (ziemlich brüchig und nur sehr kleine Risse), meist aber auch nicht notwendig, zur Sicherheit kann man immer wieder eine Köpfelschlinge legen. Nach 3 1/2 Stunden Kletterei erreichten wir den Vorgipfel, um 7 Uhr, und nach weiteren 10 Minuten den Hauptgipfel. Den Abstieg über den Normalweg absolvierten wir dann in etwas schnellerem Tempo und um kurz nach 8 Uhr erreichten wir im letzten Licht die Lamsenjochhütte. Nach einer kurzen Pause stieg ich dann noch ab um mit meinen Eltern die Geburt von Jamie (der Sohn von Vroni und Moschti, mein Patenkind) zu feiern.
2009_09_05_LamsenspitzeNOKante

Freitag, September 04, 2009

austrialpin Systemflaschenzug - 03.09.2009

Gestern war er endlich da, mein neuer Systemflaschenzug von austrialpin. Wirklich lange Lines hab ich noch nicht gespannt damit aber 10 Meter X-Tube konnte ich damit richtig hart spannen (es sollten sich also 20-30 Meter meiner härteren Bänder ganz leicht spannen lassen). Für sehr lange Lines kann man dann noch ein Glied zum potenzieren rein hängen. Der Klemmmechanismus für die Line ist auch sehr gut (ich konnte noch keine Verletzungen der Line feststellen) wenn ich auch für den ersten Aufbau die Bedienungsanleitung benötigte. Mein erster Eindruck: sehr gelungenes Produkt. Weitere Infos findet ihr unter: www.austrialpin.at und hier ein Video zum Aufbau.

Donnerstag, August 20, 2009

Einmal Lattengebirge... - 19.08.2009

...und zurück. Naja so schlimm wars dann nicht, weil zurück hat uns Karins Mutter mit dem Auto gebracht, aber von Anfang. Wir starteten um 1/2 7 Uhr von Hallthurm und stiegen in ca. 1 Stunde zum Rotofenjoch auf, von dort kletterte ich noch auf das Kinn der Hexe (ca. 60m IV-). Nach dem kleinen Abendteuer auf der Schlafenden Hexe gings auf den Signalkopf (Löwenkopf) und weiter zu Steinernen Agnes (welche diesmal ganz, also auch auf den Hut, erklettert werden musste). Unsere nächsten Gipfel waren dann der Dreisesselberg, der Karkopf und der Törlkopf. Dann gings über die Törlschneid in die Mordau und zum Taubensee wo uns Karins Mutter dann abholte. Eine nette 9 Stunden Tour mit 2100hm im Aufstieg und 1900hm im Abstieg.
2009_08_19_Lattengebirge

Montag, August 17, 2009

Watzmannfrau/Watzmannkar - 15.-17.08.2009

Samstag liesen wir ruhig angehen, mit dem Zustieg zur Kührointalm (1420m), auf der wir dann auch übernachteten.

Sonntag gings dann etwas früher los und nach ca. 1 Stunde erreichten wir den Mooslahnerkopf (1814m). Von hier verfolgten wir den Ostgrat des Kleinen Watzmann (Watzmannfrau) über oder um die Grattürme. Am nettesten war das Überwinden eines Steilabbruches der von unten unüberwindbar schien und den Weiterweg am Grat versperrte. Ein Ausweichen in den Südabbruch und dort in leichteres Gelände war des Rätsels Lösung. Um 10 Uhr, nach 3:40 Stunden standen wir dann am Gipfel der Watzmannfrau (2307m) und genossen den Ausblick in die Ostwand der Mittelspitze (die wir uns für den nächsten Tag vorgenommen hatten). Der Aufstieg über den Ostgrat bietet außer zwei Stellen im II. Grad Gehgelände und man sollte für die 950hm von Kühroint etwa 3 1/2 bis 4 Stunden einrechnen. Der Abstieg über den NO-Grat war dann noch einfacher, nur mit einer kurzen ausgesetzen Stelle im II. Grat in der sich sogar am Anfang und Ende je ein Bohrhakenstand befindet. Nach 2 Stunden erreichten wir wieder die Kühroint und genossen ein kühles Getränk bevor wir weiter aufs Watzmannhaus (1930m) schauten (500hm, 1 1/2 Stunden).

Der Montag begann leider später als ich mir das vorgestellt hatte, da es am Watzmannhaus erst ab 6 Uhr Frühstück gibt (Eine große DAV Hütte die sich durch ihre Lage fast nur für die Watzmannüberschreitung oder eine Hüttenwanderung anbietet, dementsprechend ist das Publikum, das aus Möchtegernbergsteigern oder Hüttengaudisäufern besteht. Der Wirt ist unsympatisch und genervet (was allerdings bei den Gästen nur wenig verwundert)). So starteten wir um 7:30 ins Watzmannkar, was bedeutet zuerst 400hm über den Faltzsteig abzusteigen und dann wieder 600hm über die Moränen und Schuttfelder des Kars aufzusteigen. Nach 3 1/2 Stunden erreichten wir inzwischen viel zu spät den Einstieg zur Wiederroute. Der vergangene Tag war an Karin nicht spurlos vorüber gegangen und so entschieden wir, das Wiederband Wiederband sein zu lassen und gemütlich abzusteigen. Nach einer ausgiebigen Pause stiegen wir die 1400hm in 3 1/2 Stunden wieder zurück zur Wimbachbrücke ab.

Fazit für die Wiederroute: Übernachten auf der Kühroint und keine großere Tour am Vortag gehen.
2009_08_17_WatzmannfrauF

Montag, August 10, 2009

Artikel Berg & Steigen

Bevor ich es vergesse, in der letzten Berg & Steigen Ausgabe war ein Artikel von Florian Hellberg und mir über das Versagen von Kletterkarabinern im Slacklineeinsatz drinnen. Damit haben sich die ganzen Testreihen (sowohl Kraftmessung, wie auch dann Versagensmessung der Karabiner) ausgezahlt. Wen der Artikel interessiert, er ist als PDF auf der Seite von B&S zu finden. Ein weiterer sehr interessanter Artikel übers Slacklinen ist noch von Reini und Bernie drin. Viel Spaß beim lesen und keep it slack ;)

Freitag, Juli 24, 2009

Hochtouren Berner Oberland/Wallis - 25.07.-01.08.2009

Freitag Abend gings los nach Grindelwald und dann weiter nach Zinal im Wallis. Geplant war der Eiger über die Mittellegi, den Mittellegi-Grat und den Abstieg über die West-Flanke als Akklimatisationstour. Vorweg, das war eine Scheiß-Idee! Der Eiger ist zwar etwas unter 4000 aber auf keinen Fall etwas zum Eingehen, da keine Tour auf diesen Berg einfach ist!

Samstag 25.07.2009, Mittellegi:
Wir starteten am Samstag in der Früh zur Mittellegi, als Zustieg zur Mittellegi-Hütte (3355) um am nächsten Tag den Mittellegi-Grat zum Eiger Gipfel (3970) zu machen. Die Route ist im unteren Teil identisch mit der Lauperoute. Man startet in Alpiglen steigt zum kleinen Gletscher Honysch, an dessen Ende wird allerdings nicht nach rechts ins Nordostbollwerk geklettert sondern nach links über ein Band unter einer senkrechten Wand travesiert und dann durch das gestufte Gelände auf den Grat gestiegen. Das Gelände ist immer wieder im III Grad zu klettern und war vor allem im oberen Teil kombiniert (Eis, Fels, Neuschnee vom Vortag und viel Schotter), herumziehender Nebel und teilweise Sicht unter 20 Meter machte die Orientierung eher unangenehm. Nach 6 Stunden Erreichten wir den Grat und kletterten in einer weiteren 1/2 Stunde zum Mittellegi Biwak (die Hütte war noch nicht geöffnet). Zusammen mit zwei anderen Seilschaften verbrachten wir eine sehr gemütliche Nacht in der Biwakschachtel (eine weitere Seilschaft kam sehr spät, nachdem sie aber nach uns startete am nächsten Tag wissen wir nicht ob und wie sie den Gipfel geschafft haben).

Mittellegi:
Schwiergigkeit: S/III
Zeit: 6 1/2 Stunden
Länge: 1700hm

Sonntag 26.07.2009, Eiger (Mittellegi-Grat, West-Flanke):
Wir starteten alle um 5:00, zuerst die zwei anderen Seilschaften und dann wir (wie gesagt die Letzten starteten erst ca. 1 Stunde später). Es ging zuerst unschwierig über den Grat bis zum ersten Gratturm wo ein heikler Abschwung auf uns wartete und dann die eigentlichen Schwierigkeiten begannen. Alles weitere war sehr ausgesetzte Kletterei auf brüchigem, eingeschneitem, eisigem Kalk, immer die Nordwand und 2000hm unterm Hintern (schwer wenn auch ein paar Stellen durch Hanfseile entschärft sind). Das Letzte Stück des Grats ist dann ein Messerscharfer Firngrat, der leider bei uns überwächtet und steinhart gefrohren war. Da hieß es dann mit Frontalzacken und Haue des Pickels seitwerts bis zum Gipfel klettern, das kostete nicht nur Zeit sondern auch Nerven. Nach 4 1/2 Stunden erreichten wir den Gipfel und begannen nach 10 Minuten den Abstieg über die Westflanke. Durch Schnee (45-50°) und Fels (schotterbedeckte Bänder) gings abwärts (ca. 15x abseilen, der Rest abklettern). Der Führer schreibt über die Route: Für Ortsunkundige im Abstieg sehr schwer zu finden, Stein- und Eisschlaggefahr und bei nassem oder verschneitem Fels sehr heikel. Dem ist nichts hinzu zu fügen und deshalb brauchten wir auch 6 3/4 Stunden statt den angegebenen 4 Stunden. Ziemlich kaputt und total desillusioniert erreichten wir die Station Eigergletscher nach etwas mehr als 11 Stunden anstrengendem und hochkonzentriertem Klettern. Die erste Reaktion von uns beiden: Ab nach Hause und nie wieder klettern! Der "heilsame" Nebeneffekt, für keinen von uns beiden ist die Nordwand noch ein Thema.

Mittellegi-Grat:
Schwiergigkeit: S/III
Zeit: 4 1/2 Stunden
Länge: 1000hm

Westflanke:
Schwiergigkeit: ZS
Zeit: 6 3/4 Stunden
Länge: 1950hm

Montag 27.07.2009, Fahrt über den Grimselpass ins Wallis:
Unsere Stimmung besserte sich auch an unserem Pause/Fahrtag nicht auch wenn die Berge im Berner Oberland der Wahnsinn sind. Hier die Fotos vom Eiger und der Fahrt ins Wallis:
2009_07_26_Eiger

Dienstag 28.07.2009, Aufstieg zur Cabane de Tratuit:
Nach einer gewittrigen Nacht in Zinal stiegen wir am Dienstag Vormittag die 1600hm zur Cab. de Tracuit (3256) in 3 Stunden auf. Der Aufstieg besserte unsere Stimmung nicht und der Umstand, dass die Hütte voll war und wir keinen Platz mehr bekamen schien uns wie ein Zeichen das Weisshorn nicht zu probieren. Aber jede Minute unter dem Weisshorn Nordgrat machte mehr Lust diesen Grat mit seinen markanten Gendarmen zu klettern. Nach einigem guten Zureden bekamen wir dann doch noch einen Notschlafplatz und die nachmittägliche Ruhe vor der Hütte stärkte uns zusätzlich da an Schlaf mitten in einer Pfadfindergruppe kaum zu denken war.

Mittwoch 29.07.2009, Weisshorn (NNW-Grat, O-Grat):
Um 1:00 läutete mein Wecker (wäre nicht nötig gewesen zwischen lauter pubertierenden Pfadfindern) und nach einem Frühstück starteten wir um 2:00 Richtung Bishorn (4153) das wir um 4:30 erreichten. Eine Stunde später erreichten wir den ersten Gratturm der den Beginn der Kletterei markierte (jetzt auch mit etwas Licht). Die Kletterei machte so Spaß, dass der Eiger vergessen war und wir die Schlüsselstelle am Grand Gendarme angehen konnten (III+/IV-). Währed dem Klettern an der Stelle passierte einer uns nachkommenden Seilschaft ein Missgeschick und sie verloren einen ihrer Pickel, damit hieß es für sie umdrehen, denn nach dem Gendarmen gings auf Firn zum Gipfel. Der verbleibende Grat zum Gipfel ist wahrscheinlich der schönste Firngrat der Alpen. Mit dem Erreichen des Gipfel (4505) nach 8 1/2 Stunden war allerdings nur die Hälfte der Tour erledigt, es stand uns noch ein 5 stündiger Abstieg bevor. Dieser Abstieg ist laut Führer der schwerste Normalanstieg auf einen 4000er im Wallis, also weitere 5 Stunden konzentrierte Kletterei. Zuerst wieder über einen Firngrat, dann am Felsgrat entlang und am Ende im Schotter eine Rippe bis zum Gletscher vor der Hütte. 2 weitere Stunden brachten uns dann von der Weisshornhütte (2992) nach Randa (1404) wo wir uns ein Zimmer nahmen und bei einem Käsefondue die Tour (15 1/2 Stunden Gehzeit) noch mal Revue passieren liesen.

NNO-Grat:
Schwiergigkeit: ZS+/III+/IV-
Zeit: 8 1/2 Stunden
Länge: 2000hm

O-Grat und Talabstieg:
Schwiergigkeit: ZS/III
Zeit: 5 + 2 Stunden
Länge: 3800hm

2009_07_29_Weisshorn

Donnerstag 30.07.2009, Aufstieg Rothornhütte:
Nach der Nacht in einem richtigem Bett gings mit dem Taxi nach Zermatt (ja Taxi war billiger als Zug!) und an unserem "Pausetag" die 1600hm zur Rothornhütte (3198) hoch. Die Hütte hat nicht nur eine geniale Lage mit Blick auf das Matterhorn sondern auch einen ausgezeichneten Koch. Von der Rothohrnhütte aus gäbe es auch noch eine schöne Tour aufs obere Gabelhorn über die Wellenkuppe, die wir uns sicher im Hinterkopf behalten (hat nach einem schönen Firngrat und einem harten Felsgrat ausgesehen).

Freitag 31.07.2009, Zinalrothorn (SO-Grat, N-Grat):
Start war um 4, zuerst über einen steilen Gletscher ins Wasserloch (nasser Kamin, III-) und dann über Bänder und einen Firngrat auf den Fels SO-Grat. Von dort gings dann über ein steiles Couloir ins Eisloch (eisige Wand- und Kaminkletterei, III-/III) und weiter zur Gabel am SW-Grat und in anregender Gratkletterei zum Gipfel (4221). Der Abstieg erfolgte über den gleich schweren N-Grat. 3 Stunden gings über große und kleine Gendarmen zu einem Firngrat der in 1/2 Stunde auf dem Gletscher über der Cabane du Mountet und in einer weiteren Stunde zur Hütte führte. Der gesamte Grat war luftiger als der Aufstieg und der "amisanteste" Teil des Grates war ein sehr schmaler Gendarme (etwa 10 Meter hohe und 10 Zentimeter breiter Aufrecht stehende Platte) der direkt zu überklettern war. Von der Cab. du Mountet wartete dannoch ein 2 1/2 Stunden Abstieg über 1600hm auf uns um nach Zinal zum Auto zu gelangen.

SO-Grat:
Schwiergigkeit: ZS/III
Zeit: 4 1/2 Stunden
Länge: 1400hm

N-Grat und Talabstieg:
Schwiergigkeit: ZS/III
Zeit: 4 1/2 + 2 1/2 Stunden
Länge: 2850hm
2009_07_31_Zinalrothorn


Was gibt es noch zu sagen über die Woche...sie war gut, schlecht, schön und beschissen...aber auf jeden Fall HART und hat Lust gemacht auf mehr (allerdings nicht in den nächsten Wochen).

Edit: Ein Tag später am Matterhorn, ein tödlicher Unfall

Samstag, Juli 11, 2009

Rebitsch-Spiegel-Führe Fleischbank O-Wand - 12.07.2009

Sonntag 7 Uhr, sonnig und windstill und für uns der Aufbruch zu einem kleinen Abendteuer im Kaiser. Unser Ziel: die Rebitsch-Spiegel in der Fleischbank Ostwand. Nach ca 1,5 Stunden sind wir am Einstieg in der Steinernen Rinne und das Wetter schaut schon nicht mehr so schön aus wie bei unserem Start. Die erste Seillänge geht gleich knackig mit 6 los, aber gut gesichert (ich überlegte mir zwar ob ich zwischen drinnen einen Keil lege aber die Faulheit siegte). Die zweite und dritte Seillänge sind dann die Schlüsselseillängen mit 7 und 7-. Und das sind sie dann auch, ein sehr "ehrlicher" 7er. Zum Glück steigt der Peter beide vor, mir gehts zu der Zeit schon gar nicht gut und ich kämpfe mich auch im Nachstieg teilweise nur technisch nach, der Schlafmangel der letzten Wochen macht sich bemerkbar. Ab der 4. SL klettern wir wieder überschlagend, mir gehts auch wieder etwas besser und die restlichen SL machen auch wieder richtig Spaß zu klettern auch wenn sie teilweise schon etwas hart bewertet sind. Die Sanierung nimmt nach oben hin etwas ab aber an jedem Standplatz sind 2 Klebehaken und auf dem Weg findet man auch immer wieder einen Haken, Klemmkeile und Friends sollte man aber auf jeden Fall mitnehmen. Am Nordgrat angekommen gehts dann noch ca. 1/2 Stunde auf den Gipfel und dann wird über die Christascharte abgestiegen und vor der Hinteren Karlspitze abgeseilt. Durch die Steinerne Rinne gehts zurück zum Einstieg und dann wieder runter zur Grieseneralm. Eine nette aber auch sehr anstrengende Tour alles in allem 9 Stunden und 1250hm, also sollte man ein wenig Kondition mitbringen:
Zustieg: 800hm, 1,5 Stunden
Route: ca. 300hm, 4-4,5 Stunden
Abstieg: 1250hm, 2-2,5 Stunden
2009_07_12_RebitschSpiegel

Montag, Juli 06, 2009

Kaiser Max Klettersteig - 04.07.2009

Am Samstag fand in Innsbruck das BTMK (Bayrisch Tirolerische Mechanik Kolloquium) statt. Den Vormittag nutzte Karin um einkaufen zu gehen und um am Nachmittag doch noch ein wenig in die Berge zu kommen machten Karin und ich noch den Kaiser Max in der Martinswand. Nach dem Unteren Teil (also bei der Grotte) war dann Schluss und wir schafften es gerade noch halbwegs trocken runter zu kommen.
2009_07_05_IBK+Kaisermax