Mittwoch, April 15, 2026

Schönwetterfensterl und Westliche Hochgrubachspitze - Saisonabschluss im Griesnerkar - 15.04.2026

Letzter Mittwoch in dieser Saison, da brauchte ich noch ein besonderes Schmankerl. Daniela konnte ich als Begleitung gewinnen und das Wetter sollte auch ganz passabel werden, da war nur noch Schnee gefragt. In den Voralpen ist der Winter inzwischen durch und am Alpenhauptkamm hatten Sturm, Regen und Schnee eine ungute Gemengelage, mit hoher Lawinengefahr, hinterlassen. Da ist guter Rat teuer, oder die Antwort so nah, das Griesnerkar. Da vor drei Wochen überraschend viel Schnee lag, hoffte ich, dass es für eine halbwegs schöne Tour noch reichen würde und ja, es reichte!

Von der Griesner Alm muss man die Ski zwar erstmal bis über den Waldgürtel tragen (¾ Stunde, 280 hm), dann gings aber ohne Unterbrechung zur Fritz-Pflaum-Hütte hinauf (1½ Stunden, 600 hm). Das letzte Mal hatte ich mir die westliche Trilogie (Goinger Törl, Kleines Törl und Regalpscharte) einverleibt, so war diese Saison noch das Schönwetterfensterl offen. Nachdem wir das Griesnerkar gequert hatten, stiegen wir zur Rinne hinauf (½ Stunde, 130 hm) und dort wo es enger wird, packten wir unsere Ski auf den Rucksack und stapften weiter. Nach dem ersten Drittel der Rinne hatte Daniela genug und kehrt um, während ich mich weiter zum Schönwetterfensterl wühlte (¾ Stunde, 230 hm). Was für ein toller Ausblick, geschlossene Wolkendecke zu meinen Füßen und nur die Berge des Hauptkamms spitzen in den wolkenlosen Himmel. Der Weiterweg auf die Westliche Hochgrubachspitze war, im Gegensatz zu letztem Jahr, fast schneefrei (¼ Stunde, 80 hm). Wie immer in solchem Gelände benötigte ich zurück zum Schönwetterfensterl fast gleich lange wie hinauf.
Dann gings aber an die Abfahrt. Ganz schlecht waren die Bedingungen nicht, wirklicher Genuss aber auch nicht. Trotzdem konnte ich mich relativ schnell für eine Pause zu Daniela auf einen Stein im Kar setzen (¼ Stunde). Die Sonne hatte die Schneedecke inzwischen so durchweicht, dass grundloser Sulz ein Euphemismus wäre. Nach den ersten paar Hängen steckten wir aber wieder im Nebel und so besserte sich auch der Schnee. Nach dem Wald konnten wir sogar noch ein paar Meter Slalom von Schneefleck zu Schneefleck fahren und das sogar ohne schlimmeren Steinkontakt. Nur die letzten paar Meter kamen die Ski wieder auf den Rucksack (1 Stunde).

Was für ein cooler Skitourenabschluss, leider für diese Saison wirklich endgültig, auch wenn Skihochtouren sicher noch bis in den Juni hinein gehen dürften. Mit 38 Skitouren (41160 hm), drei Skitagen und einem Tag Snowboarden, war dieser Winter, auch wenn viele gejammert haben, ziemlich gut. Man musste nur dem Schnee ein bisschen hinterherreisen.

Samstag, April 11, 2026

Klettern und Biken auf Krk - 04.-11.04.2026

Nachdem wir für diese Ostern irgendwie überhaupt keinen Plan hatten, entschieden wir uns kurzfristig nach Kroatien, auf die Insel Krk zu fahren. In Punat hatten wir das Häuschen von Freunden von uns und verbrachten die ersten zwei Tage mit faulenzen am Strand.

Montag blieb dann Anna zu Hause und Paul, Karin und ich drehten eine Runde mit den Bikes auf den Veli Vrh (542 m). Teils schiebend gings die steile Rampe bei den Tri Križi hinauf zum Marcinova Trail und dann den Wanderweg zum Gipfel. Hier musste ich mein Bike die letzten paar Minuten tragen, zum Abfahren gings dann aber. Unten folgten wir dem Crni Biser Spust, Rockgarden Delux und Runtele DH bis wir wieder direkt in Punat herauskamen (3 Stunden, 540 hm, 15 km). Was für eine coole Runde. Da ich aber wie immer noch nicht genug hatte kurbelte ich nach einer Pause nochmal an den Tri Križi vorbei hinauf und testete diesmal den Vela Draga aus (½ Stunde, 220 hm, 4,5 km). Sehr cooler schwarzer Trail, große Sprünge kann man umfahren, nur die technischen Felspassagen muss man fahren und das auch wirklich wollen.

Nach so coolen Bike Touren war Reparaturzeit angesagt und Paul und ich wechselten an unseren Bikes Reifen bzw. stellten Pauls Bike auf Tubeless um. Am Nachmittag unternahmen wir noch einen kleinen Kletterausflug nach Baška, wo wir in Bunculuka 4 Touren im Bereich 5a/5b kletterten (Zustieg ca. 10 Minuten vom Parkplatz Kricin).
Jetzt waren wir angefixt, so gings am Mittwoch ins Gebiet Portafortuna, das größte Klettergebiet Krks (ca. 80 Touren von 3c bis 7c). Zunächst stiegen wir zum Sektor E auf (¼ Stunde, 100 hm), wo wir einmal die Familie Duck kletterten (3c-5a). In wenigen Minuten gings hinüber zum Sektor C (50 hm), wo ich noch Metulji so srečni (5c) und Eierbär (5c) kletterte. Im Schatten wurde es relativ frisch, deshalb beendeten wir unseren Klettertag (vielleicht aber auch, weil die Kids nach den Ducks keine Lust mehr zu klettern hatten). Am Heimweg stiegen Paul und ich mit den Bikes am Pass aus und fuhren ein zweites Mal den Crni Biser Spust und Runtele DH nach Hauses (¾ Stunde, ↑130 hm, ↓450 hm).
Donnerstag durften die Kids dann mal einen Gammeltag einlegen, während sich die Eltern einen gemütlichen zweiten Kettertag in Portafortuna machten. Diesmal im Sektor D, laut Führer der Sektor für den "Recreational Climber". Was soll ich sagen, wir hatten einen gemütlichen Tag ohne zu viel Anstrengung mit den neun linken Touren des Sektors, von 4a bis 5a. Und noch dazu, wie am Tag zuvor, fast den ganzen Tag alleine.

Und dann hieß es Abschied nehmen. Aber bevor wir die Reise Richtung Norden antraten, drehten Paul und ich noch eine Runde am Vela Draga DH. Einfach ein cooler Trail, bis Pauls Hinterreifen aufriss, dann hieß es Schlauch in den Tubelessschlonz einziehen, Prost Mahlzeit. Damit ging’s aber den restlichen Trail ohne Probleme bis zum Meer, wo wir uns mit den Mädels trafen, die eine kleine Runde entlang der Strände gedreht hatten, um zusammen ein letztes Eis zu essen (2 Stunden, 250 hm).

Und weil der Heimweg wieder am BGL vorbei führte, legten wir eine kleine Pause ein und ich drehte eine Runde am Götschen. Mit dem Bike zur Götschenalm und dann mit Ski auf den Götschenkopf, bzw. zweimal zum FIS Start (2½ Stunden, 1350 hm). Zum Götschen muss man tragen, der FIS Start geht aber gerade noch durchgängig. Wer mag keine Skitouren in kurzer Hose und oben ohne? Mittwoch ziehe ich nochmal mit Daniela los, dann dürfte die Saison aber endgültig durch sein.

Freitag, April 03, 2026

Noch ein letztes Mal auf den Götschen - 03.04.2026

Auf unserem Weg in den Süden legten wir noch einen Stopp im BGL ein. Eigentlich zum Kasnockenessen, nach dem Essen blieb aber genug Zeit, um noch eine letzte Runde auf den Götschen zu drehen.

Mit Karins (E-)Bike kurbelte es sich gemütlich zur Götschenalm (¼ Stunde, 220 hm). Dort wechselte ich auf die Steinski und spazierte die Familienabfahrt zum Götschenkopf hinauf (40 Minuten, 450 hm). Schnee hat es im Moment mehr als es den ganzen Winter gab. Nach der Abfahrt über die FIS Abfahrt, fellte ich ein zweites Mal auf und stieg diesmal über die FIS Abfahrt wieder zum Götschenkopf auf (40 Minuten, 450 hm). Nochmal durch den Sulz hinunter zum Bike und in wenigen Minuten zurück nach Hause, was will man mehr an so einem Nachmittag?

Mittwoch, April 01, 2026

April April auf der Zugspitze - 01.04.2026

Anna hatte ich noch einen letzten Skitag versprochen, deshalb gings heute nicht auf Skitour, sondern mit Liftunterstützung auf den Berg. Leider haben die meisten bayrischen Skigebiete trotz des Neuschnees schon ihre Saison beendet. So entstand die Idee auf die Zugspitze zu fahren und vielleicht neben dem Skifahren auch noch den Gipfel zu besuchen. Das Skifahren war nur mäßig, da zwar schöner Schnee und gute Pisten herrschten, aber leider auch null Sicht, dafür hatten wir beide richtig viel Spaß vorher auf den Gipfel zu Wühlen. Zwischen 10:30 und 11:10 grüßen die zwei Wühlmäuse auf der Panoramawebcam der Zugspitzbahn. Mit Anna kann man so kleine Abenteuer inzwischen schon richtig gut machen, da hab wohl ich meine Winterbergsteiggene weitergegeben.
2026_04_01_Zugspitze