Sonntag, Juli 05, 2026

Predigtstuhl Westpfeiler - 28.06.2026

Da ich erst am Samstagmorgen in München gelandet war, war ich ziemlich gejetlagt, das ist aber gar nicht so schlimm, wenn man wegen der Hitze sowieso sehr früh raus will. So starteten Bene und ich um 4 Uhr in München. Trotz des frühen Starts kam beim Zustieg zur Steinernen Rinne schon die Sonne um die Ecke und brachte uns ganz schön ins Schwitzen. In der Rinne gings dann aber wieder und auch die Schotterterrasse zum Bozongkamin lag noch tief im Schatten (2 Stunden, 900 hm). Nach einer gemütlichen Pause und nachdem wir uns aufgemascherlt hatten, gings in den Westpfeiler des Predigtstuhls (7 SL, UIAA 5+). Gleich in der ersten Seillänge verfranste ich mich ein wenig, was eine Seilschaft hinter uns nutzte um zu überholen, mir war es nur Recht, Stress hatten wir ja keinen. Dass diese Seilschaft dann sofort den Verhauer in der dritten Seillänge, der im Führer schön beschrieben ist, nahmen, konnte wirklich keiner ahnen. So waren wir ab da wieder vorne dran. Da wir ähnlich schnell kletterten, war das aber auch in Ordnung. Dritte und vierte Seillänge sind für den Grad doch recht steil und man muss nicht nur zupacken, sondern auch ein wenig Eigeninitiative bei den Sicherungen zeigen. So war ich nicht nur froh einen Keilsatz sondern auch ein paar Friends am Gurt hängen zu haben. Oben raus führt die Tour dann durch leichtes Gelände zum Gipfel (3½ Stunde, 200 hm), wo wir eine ausgiebige Pause einlegten.

Für den Abstieg taten wir uns mit Thomas und Jojo, der anderen Seilschaft, zusammen. Die Abseilpiste in die Scharte zum Hinteren Goinger Halt (1x10m + 3x20m) ist, wie auch die Tour, überraschend steil. Der Abstieg zur Geröllterrasse dann noch ein bisschen zum Aufpassen (¾ Stunde), aber ab dort hieß es nur noch dem Weg hinunter zur Griesner Alm folgen. Auch auf dem Weg durch die Steinerne Rinne sollte man keinen Fehltritt machen, aber im Gegensatz zum Schrofengelände oben, ist es doch nur noch ein Spaziergang (1¼ Stunde).

Was für eine schöne Tour, was für ein cooler Tag, da machte das TAB gleich doppelt Spaß und mein Jetlag war auch fast überstanden.