Donnerstag, Dezember 30, 2010

Einen guten Rutsch ins neue Jahr

Das alte Jahr geht zur Neige, viel ist passiert im letzten Jahr. Viel Gutes (z.B. super Touren wie Crack Baby, Ende Nie, Nollen am Mönch,...) ist geschehen aber leider auch einige tragische Unfälle (z.B. der Unfalltod von Kurt Albert im September und am 28.12.2010 von Michl "Urmi" Uhrmann). Wir freuen uns auf jeden Fall wie a Schnitzl aufs nächste Jahr und was da so kommen wird.
Karin und ich werden wieder romantisch biwakieren, wo und wie genau schreib ich euch dann am 02.01.2011.
In diesem Sinne, allen ein gesundes und gutes Jahr 2011.

Sonntag, Dezember 26, 2010

Skitour Stahlhaus und Jenner - 26.12.2010

Von Hinterbrand aus gings mal wieder aufs Stahlhaus, diesmal aber nicht über die Jennerwiesen und Klaus-Maxei sondern über die Königsbachalm (der Hohlweg von den Jennerwiesen zum Klaus-Maxei ist inzwischen für Skitourengeher gesperrt). Für die 700 hm benötigten wir 2 Stunden 10 Minuten. Nach einer Suppe und einem Tee schauten wir noch auf den Jenner-Gipfel (1874 m). Insgesamt waren es 1000 hm in 3 Stunden und eine 30 minütigen Abfahrt zurück nach Hinterbrand.
2010_12_26_StahlhausJenner

Donnerstag, Dezember 23, 2010

Feierabendskitour aufs Plattl - 23.12.2010

Karin holte mich heute direkt nach der Arbeit ab und wir machten uns noch auf den Weg aufs Plattl (Hochplatte, 1813m). Weil Karin noch leicht erkältet war begleitete sie mich nur bis zur Falkenmoosalm, von wo sie nach einer kurzen Pause im letzten Licht abfuhr. Ich legte den Rest zum Gipfel alleine zurück und war froh meine Stirnlampe für die Abfahrt dabei zu haben. Eine sehr nette Tour, wenn auch der Schnee heute echt beschissen war. Danach feierten wir mit meinen Eltern unsere traditionelle Waldweihnacht, die diesmal besonders schön war.
Falkenmoosalm: 420 hm, 1,5 Stunden
Plattl: 480 hm, 1 Stunde
Gesamt: 900 hm, 2,5 Stunden, 45 Minuten (im Dunklen)
2010_12_23_SkitourPlattl

Sonntag, Dezember 19, 2010

Skitour Seekarkreuz und Brandkopf - 19.12.2010

Bei perfektem Wetter gings heute mit Tommi von Winterstube über die Schwarzentennalm auf den Brandkopf und dann weiter auf das Seekarkreuz. Die ersten 200 hm zur Schwarzentennalm sind sehr flach allerdings wirklich idyllisch, weiter gings durch den Wald bis unterhalb des Brandkopfs und dann über die freien Hänge zum Brandkopf (900 hm, 2 Stunden 25 Minuten). Wegen des Windes fuhren wir sofort ab zum kleinen Sattel zwischen Brandkopf und Seekarkreuz und von hier aus stiegen wir die letzten 150 hm zum Gipfel auf (20 Minuten). Der immer stärker werdende Wind vergönnte uns keine Pause am Gipfel, dafür entspannten wir uns an der Rauhalm nachdem wir vom Gipfel über den traumhaften Osthang abfuhren. Nach einem kurzen Gegenanstieg gings wieder durch den Wald zur Schwarzentennalm und über die Rodelbahn zum Auto. Eine schöne Skitour die allerdings eher aufstiegsorientiert ist, insgesamt waren es 1100 hm in 3 Stunden 40 Minuten.
2010_12_19_Seekarkreuz

Samstag, Dezember 18, 2010

Jochberg Nordwand Solo-Versuch - 18.12.2010

Nachdem es die letzten zwei Wochen doch recht kalt war wollte ich die Bedingungen am Jochberg testen. Die Morgenstimmung war dann aber auch das Beste des Tages. Der viele Niederschlag der letzten Tage hatte einen schönen Eisaufbau verhindert (zumindest in der eher flachen Rechten Rinne, es sah so aus als würde im Amphitheater schon was stehen). Zum Einstieg der Rechten Rinne musste ich in teilweise mehr als knietiefem Schnee spuren (100hm, 1/2 Stunde). Der erste große Aufschwung in der Rinne war schon sehr scary, dünnes, schlechtes Eis unter dem der Bach noch schön floss und ein Ausstieg im Fels mit Schneeauflage. Nachdem sich die Bedingungen in den nächsten zwei kleineren Aufschwüngen nicht gebessert hatten zog ich die Notbremse in Form einer Querung in den steilen Wald, stieg ab und fuhr nach Hause.  Alles in allem waren es 200 hm bis hüfttiefes Spuren in etwa 1 1/4 Stunden und zumindest das Wetter und der Ausblick waren es wert um 7 Uhr das warme Bett und die Karin zu verlassen.

2010_12_18_JochbergSolo

Sonntag, Dezember 12, 2010

Skifahren Kühtai / Skitour Mooserbaumgartenalm - 11./12.12.2010

Nach einer ziemlich bescheidenen Fahrt von München ins Ötztal am Freitag, machten Moschti und ich das Kühtai am Samstag Vormittag unsicher. Karin konnte leider nicht mit weil sie krank war. Am Abend besuchten wir dann noch meine Eltern und den Adventmarkt in Jenbach. Am Sonntag spazierten mein Dad und ich mit Tourenski auf die Mooserbaumgartenalm unterhalb des Wiedersbergerhorns. Durch den starken Schneefall wurde es eine geniale Powderabfahrt. Danach gabs noch gutes Essen im Kaiserhaus.
2010_12_12_Mooserbaumgartenalm

Montag, Dezember 06, 2010

Advents Bouldercup/Skitour Götschen - 04./05.12.2010

Alle Jahre wieder kann man im Heavensgate beweisen wer die härtesten Nüsse hat. Dieses Jahr von Dave Cato und Markus Grünebach geschraubt und wirklich wieder eine super Veranstaltung. Fotos vom Wettkampf gibts hier und einen Bericht hier. Übrigens bin ich mit 24 Flash, 5 Top und 5 Zonen immerhin 33er geworden.

Sonntag machten wir dann einen Abstecher in BGD zum Buttenmandllaufen und der ersten Skitour der Saison. Nachdem trotz der ganzen Schneehysterie noch recht wenig liegt, entschieden wir uns für Karins alte Ski und dem Götschen von BW aus als Ziel. Eine schöne Eingehtour mit noch ganz schön vielen Steinen.
2010_12_06_SkitourGoetschen

Sonntag, November 28, 2010

Höhenglück Steig Franken - 27.11.2010

Den Besuch am Nürnberger Christkindlesmarkt verbanden wir mit der Begehung des Höhenglück Steigs im Pegnitztal. Durch die winterlichen Bedingungen in Franken (10 cm Neuschnee) stellte sich der Steig als recht "interessant" heraus (warum Karin dann auch den 3. Teil nur mehr von unten kommentierte und fotografierte).  Das Wochenende ließen wir mit dem Besuch des Christkindlmarktes auf der Burg Hartenstein un der Besteigung des Hirtenbergs ausklingen. Ein wunderschönes, winterliches Wochenende mit viel gutem Essen.
2010_11_27_HoehenglueckSteig

Die Beschreibung des Steigs ist in DIESEM Bergzeit Magazin Artikel (Seite 3) schön zusammengefasst.

Freitag, November 26, 2010

Ice in the City - 25.11.2010

Alle Jahre wieder, der Ice Tower an der BMW Welt und wir wieder dabei. Dienstag mit Tommi, Anna und Peter (Peter wurde übrigens mit wahnsinnigen 21 Sekunden Tagessieger) und Donnerstag mit Karin. Den Tagessieg konnte ich mit 27 Sekunden leider nicht holen (der war gestern bei 19 Sekunden) aber Spaß hats trotzdem gemacht und irgendwie bin ich jetzt schon wieder ganz heiß auf gefrorenes Wasser.
2010_11_25_IceTower

Sonntag, November 21, 2010

Zillertaler Klettersteige - 20.11.2010

In den letzten Jahren hat das Zillertal zum Gerlosstein Klettersteig noch drei neue, zum Teil spektakuläre Ferratas bekommen. Am Freitag Nachmittag gingen meine Mum und ich in Mayrhofen den Hutalaner, um die Bedingungen nach der verregneten Woche auszuchecken. In 40 Minuten waren wir am Ausstieg und so wussten wir was wir am Samstag Vormittag tun wollten: nämlich den Zimmereben-Steig gehen. Dieser ist doch ein ganzes Stück anspruchsvoller als der Huterlaner, war aber trotz Nässe kein Problem für uns. 1 1/4 Stunden nach dem Einstieg war der Spaß leider auch schon wieder zu Ende. Meine Mum fuhr dann ins Ötztal während ich noch nach Ginzling zum Nasenwand-Steig schaute. Eine schöne Steiganlage, obwohl die Einstiegswand total vereist war. Die Schlüsselstelle beim Klettergarten Nasenwand war dann aber trocken, richtig hinlangen musste man trotzdem (D mit einer Stelle E). Für diesen Steig benötigte ich 1 Stunde 5 Minuten, was aber nicht über die Schwierigkeiten hinwegtäuschen soll (dieser Steig ist definitiv nichts für Anfänger). Am Abend besuchten Karin, Hannes, Tommi, Peter und ich den Chris Sharma Vortrag beim Alpintag in der BMW-Welt (den Tibet-Vortrag konnten wir wegen der miesen Organisation der Veranstalter leider nicht sehen).
2010_11_20_KlettersteigeZillertal

Samstag, November 13, 2010

Hoher Göll über Mannlgrat / Rauher Kopf - 13./14.11.2010

Alle Jahre wieder gehts auf den Göll, ob als Skitour (Alpetal) oder Kafferunde ohne Gipfel (Steftensteig) oder schöne Tagestour (Mannlgrat). Diesmal entschied ich mich für den Aufstieg über Steftensteig und Mannlgrat und den Abstieg übers Alpetal. Von der Scharitzkehl gings in 1 1/2 Stunden die 800 hm über den Steftensteig und weiter über den Mannlgrat zum Göll (800 hm, 2 Stunden). Wegen des kalten Windes machte ich mich sofort an den Abstieg, 2 1/4 Stunden und 1700 hm später an der Hinterbrandstraße nahm mich dann auch noch das dritte Auto mit in die Scharitzkehl, wo ich 6 Stunden nach meinem Start wieder am Auto ankam.
2010_11_13_HoherGoell

Das super Wetter am Sonntag nutzten Karin und ich für eine Wanderung auf den Rauhen Kopf. Von der Kastensteinerwand stiegen wir zum Kleinen Rauhen Kopf (750 hm, 1 1/2 Stunden) auf und dann weiter über den frisch ausgeschnittenen Steig zum Großen Rauhen Kopf (100hm, 20 Minuten). Am Vorgipfel steht eine der neuen Galileo GATE Teststationen, die wir uns natürlich auch gleich ansehen mussten. Eine Stunde später erwartete uns ein gewaltiger Rinderbraten von Karins Mutter, den wir uns nach der Runde schmecken ließen.
2010_11_14_RauerKopf

Sonntag, November 07, 2010

Götschen/Toter Mann - 06.11.2010

Um das gute Herbstwetter auszunutzen drehte ich eine kleine Laufrunde über den Götschen (650hm, 50 Min.) und den Toten Mann (200hm, 20 Min.) aufs Hochschwarzeck.
2010_11_06_Goetschen

Samstag, Oktober 23, 2010

Klettern Schleier - 23.10.2010

Um wieder ein wenig zu klettern und vor allem um ein bisschen an die frische Luft zu kommen gings heute zum Schleier. Da ich erkältet bin ging eigentlich nichts außer Chocolat (6a+). An der Grauenwand kämpften sich Hannes und Peter wacker Piranha (7a) hoch, wärend ich sie nur ein mal im Toprope probierte. Nach einem Versuch in einer 7a+ am Skywalk beendeten wir das Trauerspiel. Nächstes Mal geht sicher wieder mehr.
2010_10_23_Schleier

Sonntag, Oktober 17, 2010

Der NICHT Bergurlaub... - 02.-16.10.2010

...oder warum man in Indonesien immer eine Daunenjacke dabei haben sollte.

Geplant war der ganze Urlaub als Besuch bei Anne und Simon in Jakarta. Nachdem Jakarta aber nicht wahnsinnig viele Sehenswürdigkeiten hat und Simon leider nach Deutschland musste gings für uns nach einem Tag Jakarta (und zwei wahnsinnig genialen Nächten im Kempinski) mit dem Zug nach Yogyakarta (Yogya). Eine kleine Pension (Lucys Losmen) wurde unser Ausgangspunkt für unsere Erkundungstouren nach Borobudur und der Altstadt von Yogya. Weiter gings dann im Minibus (12 Stunden und die Javanesen fahren wie die Henker) Richtung Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark um dort den Sonnenaufgang am Bromo (2329m, Vulkan) zu erleben. Eine wirklich schöne Wanderung mit sehr netten Leuten (Solveig, Raoul, Uta, Jonny und Marlene) von denen wir uns leider trennen mussten, weil wir weiter aufs Ijen-Platteau wollten. Dort erwischten wir dann auch das gammeligste Zimmer unseres ganzen Urlaubs. Am Kawah Ijen beobachteten wir die Schwefelträger (direkt am Kratersee wird Schwefel abgebaut und von dort in Körben zum Kraterrand (ca. 30 Minuten) und dann weiter zur nächsten Straße (ca. 1 Stunde) getragen). Nach einer wirklichen Höllenfahrt über mehr Löcher als Straße wurden wir in Ketapang raus geworfen wo wir die Fähre nach Gilimanuk auf Bali nahmen und mit dem Local-Bus (an zwei kleinen Tempeln wurde noch angehalten um ein Opfer für eine gute Fahrt zu erbringen) nach Denpasar bzw. Sanur (wunderschöne Livemusik zum Abendessen am Strand) fuhren. Weiter gings über Padangbai und dann mit der Fähre nach Lempar auf Lombok und per Minibus (ja schon wieder, die Lombokianer fahren aber wesentlich gechillter als die Javanesen) nach Sengiggi wo wir uns in den Qunci Villas einmieteten und ein Trekking zum Rinjani organisierten.

Ausgangspunkt unserer Tour war Senaru (601 m) nördlich des Rinjanis. Dort trafen wir auf die anderen unserer Gruppe (Maarten (Holland), Bianca (Australierin, die erst bei der Position 3 mit unserem Guide auf uns stieß), Anja und Chris (sehr nettes deutsches Paar)), unsere drei Porter und unseren Guide Ismael (die waren übrigens alle mit Flip-Flops unterwegs). Bei bestem Wetter gings durch den drückend heißen Urwald zur Position 2 die wir nach ca. zwei Stunden erreichten. Nachdem unsere Träger nachgekommen waren wurde uns ein Mittagessen gezaubert, (das wie auch alle anderen Mahlzeiten wirklich ausgezeichnet war) dabei begann es zu regnen und zum ersten Mal waren wir froh um unsere warme Kleidung (den schlotternden, bis auf die Haut nassen Trägern gaben wir unsere 3-Lagenjacken ab und Anja und Chris bekamen meine Daunenjacke). In einer Regenpause starteten wir Richtung Position 3 (2150 m), die wir natürlich nicht trocken in etwas mehr als einer Stunde erreichten. Den restlichen Nachmittag/Abend verbrachten wir damit, unsere Kleidung zu trocknen, uns aufzuwärmen und auf unseren Guide zu warten. Als es dunkel wurde verkrochen wir uns in unsere Zelte, da wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang am Kraterrand sein wollten. Um kurz vor 4:30 Uhr starteten wir los und konnten die 500 hm zum Kraterrand rechzeitig zurücklegen um den wunderschönen Sonnenaufgang um 5:45 Uhr zu bewundern. Hier hieß es von Anja und Chris Abschied nehmen da die beiden wieder nach Senaru abstiegen während wir zum Kratersee  und den heißen Quellen (1950 m, 1 1/2 Stunden) aufbrachen. Um es gleich vorweg zu sagen, auf der ganzen Tour lag viel Müll herum, aber was uns an den heißen Quellen erwartete, übertraf einfach alles. Es wäre so schön bei den Quellen und am See aber statt dessen fühlt man sich wie auf einem Müllberg (alte Klamotten, Verpackungen, Dosen, Flaschen und ganz viel Scheiße). Nach dem Mitagessen gings dann wieder 700 hm im Regen hinauf zum Kraterand wo sich unser zweites Camp befand (ca. 2 Stunden). Bei leichtem Nieselregen verkrochen wir uns wieder früh im Zelt, da für den nächsten Tag um 2:30 Uhr aufstehen für die Tour auf dne Gipfel angesagt war. Die Nacht wurde sternenklar und schweinekalt und so froren wir vor allem in unseren nassen Schuhen am Weg zum Gipfel. Erst die letzten 300 hm waren durch das lose Geröll wirklich unangenehm zu gehen, aber nach 2:40 Stunden konnten Karin und ich als erste Hand in Hand am Gunung Rinjani (3726 m) stehen. Der Sonnenaufgang war fenomenal, wenn auch nicht ganz so schön wie am Kraterrand tags zuvor. Dank unserer Daunenjacken mussten wir nicht ganz so frieren wie alle anderen (siehe erster Satz!) weil kalt war es allemal. So kalt, dass am Gipfel ein steifgefrorener Affe lag den wir ins Camp trugen und unser Guide dort verscharrte. So unangenehm das lose Material beim Aufstieg war, so schnell und entspannt ging der Abstieg (allerdings auch nur für uns) und wir erreichten das Camp in 1:10 Stunden. Nach Bananapancakes zum Frühstück stiegen wir nach Sembalun (1100 m) in etwas mehr als 3 Stunden ab (1:10 Stunden zum C3, 30 Minuten zum C2 und 1:30 in den Ort). Eine schöne Tour, die vielleicht noch etwas schöner gewesen wäre wenn die Indonesier nicht immer alles wegwerfen müssten und die Organisation nicht das pure Chaos gewesen wäre. Hut ab vor den Trägern und dem Guide, die alles in Flip-Flops gemacht haben und teilweise gefroren haben wie die Schneider (Karin hat ihre 3-Lagenjake und die Fleecejake den Trägern geschenkt).

Nach unserer Rückkehr in die "Zivilisation" hieß es für uns noch ab auf die Gillis wobei uns Maarten und ein Deutsch/Schweizerisches Paar begleitete. So erreichten wir im letzten Licht mit einem kleinen gecharterten Boot Gilli Air, die kleinste der drei Gillis. Dort verbrachten wir bei schnorcheln,(mit Korallen, Fischen, Schildkröten und allem), schwimmen und im Schatten liegen noch 1 1/2 Tage bevor wir zurück nach Materam mussten, um unseren Flug nach Jakarta zu erwischen. Einen Abend später gings dann schon wieder zurück ins kalte, verregnete Deutschland.
Wie immer gibts eine kleine Fotoauswahl zu unserem Urlaub.
2010_10_IndonesienBlog

Dienstag, September 28, 2010

Kurt Albert ist tot - 28.09.2010

Ich weiß, dass das hier normalerweise mein Tourenbuch ist, der heutige Eintrag hat leider keinen Tourenbuchcharakter.

Kurt Albert beim Fachsimpeln mit unseren Jungs

Am Sonntag hat sich Kurt Albert bei einem Sturz aus dem Höhenglücksteig schwer verletzt und ist Dienstagabend verstorben. Dadurch hat die Klettergemeinde den Vater des Rotpunkt-Gedankens verloren. Mich macht so einen Unfall immer noch ein wenig mehr nachdenklich, wenn man den  Verunfallten auch persönlich kennen gelernt hat (wir hatten das Glück Kurt dieses und letztes Jahr beim Bouldern in Fontainebleau zu treffen).

Mein Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden (auch wegen der vielen Falschmeldungen der letzten Tage, die sicher sehr belastend waren).

Weitere Informationen: Bayrische Polizei, br-online.de

Montag, September 20, 2010

Schärtenspitze und s'Schuasta Gangl - 18./19.09.2010

Für das Wochenende war wenig stabiles Wetter vorhergesagt (was sich auch bewahrheitet hatte) und so verschoben wir den Königsjodler wieder (diemal denke ich endgültig auf nächstes Jahr). Um Samstag nicht untätig herum zu sitzen spazierten wir in 1 3/4 Stunden vom Hintersee zur Blaueishütte und in weiteren 1 1/4 Stunden auf die Schärtenspitze (3 Stunden, ca. 1400 hm). Der Abstieg führte uns dann über die Eisbodenscharte auf die Hochalm und von dort zurück zur Schärtenalm (2 Stunden). Auf der Schärtenalm genehmigten wir uns einen köstlichen Zwetschgendatschi und so gestärkt kehrten wir in 45 Minuten zum Auto zurück.
Gesamt: 1500 hm, 5 3/4 Stunden
2010_09_18_Schaertenspitze

Sonntag wollten wir dann doch noch einen Klettersteig machen. s'Schuatsta Gangl auf der Steinplatte war unser Ziel. Die gerade Mal 350 hm Zustieg (eine Stunde) und der kurze Abstieg (500 hm, 45 Minuten) lockten uns nach Waidring. Der Klettersteig selbst ist nicht all zu lang (45 Minuten) und nicht sehr schwer (C-D). Bei Nässe ist der Steig ein wenig unangenehm da er oftmals durch erdige/latschige Passagen führt und so die Schuhe trotz schönem, rauen Kalk gerne mal rutschen. "Da Knieschläderer" ist dann das wirkliche Highlight des Steigs. Im Großen und Ganzen ist s'Schuasta Gangl ganz nett, allerdings nicht mehr als eine kleine Kaffeerunde und nur für sehr schwache Geher eine Tagestour.
2010_09_19_Schustergangl

Sonntag, September 12, 2010

Zugspitze übers Höllental - 11.09.2010

Ist euch jemals aufgefallen, dass 3:30 Uhr viel brutaler klingt als 1/2 4? 1/2 4 Uhr wars nämlich als Samstag der Wecker läutete. Für unsere Tour durchs Höllental auf die Zugspitze hieß es früh aufstehen und so starteten wir um 5 Uhr in Hammersbach. Nach 1 3/4 Stunden hatten wir die nächtlich beleuchtete Höllentalklamm hinter uns und erreichten die Höllentalangerhütte rechtzeitig, um vor den ersten Gruppen weiter zu Leiter und Brett zu gehen (im Winter hatten wir immerhin über 3 Stunden dafür gebaucht). Leiter und Brett waren wie zu erwarten auch im Sommer nicht wirklich spektakulär und so erreichten wir unter 3 Stunden meinen Umkehrpunkt vom Winter. Direkt unter dem Höllentalferner ließen wir uns dann unser Frühstück schmecken. Den Ferner konnten wir ohne Steigeisen und unangeseilt überqueren (Spalten sind nicht alle offen aber gut zu erkennen und es gibt kein Blankeis). Im eigentlichen Höllentalsteig lag dann einiges an Schnee, war aber dennoch gut ohne Klettersteigset zu gehen (unbedingt Helm mitnehmen, der Steinschlag war nämlich etwas unangenehm). Kurz bevor wir den Gipfel nach 6 Stunden 10 Minuten erreichten zog es zu und so konnten wir die 80 km Sicht nur erahnen. Nach kurzer Rast begannen wir unseren Abstieg über den tiefwinterlichen Westgrat Steig. Die untere Hälfte war schneefrei und so erreichten wir die Wiener Neustätter Hütte nach 1 1/2 Stunden, wo wir unser wohlverdientes "Gipfelradler" trinken konnten (auf die Touris am Münchnerhaus hatten wir absolut keine Lust). Die 2 Stunden des restlichen Abstiegs zum Eibsee waren dann die Pflicht nach der Kür wo wir etwas müde 11 1/2 Stunden nach unserem Start ankamen. Nach nicht mal 2 Minuten stoppen nahm mich dann auch noch ein Bergführer, mit dem wir am Gipfel ein wenig geratscht hatten, mit und nur meine Ortsunkenntnis über Grainau bescherte mir noch einen 1/2 stündigen Marsch um das Auto und dann Karin abzuholen. Tolle, weite Tour, die in diesem Ausmaß nur wenige unternehmen.
Aufstieg: 2200 hm, 6:10 h
Abstieg: 2000 hm, 3:40 h
Gesamtzeit: 11:30 h
2010_09_11_Zugspitze

Der Aufstieg übers Höllental ist in DIESEM Bergzeit Magazin Artikel schön beschrieben.

Montag, September 06, 2010

Crazy Eddy/Bouldern Habichen - 04./05.09.2010

Samstag stiegen Karin und ich bei leichtem Regen die 15 Minuten zum Crazy Eddy (Silz) zu. Die Platten in der ersten Klettersteigpassage konnten wir ohne Probleme auch bei Nässe überwinden und nach ein paar Minuten hörte der Regen dann sowieso auf. Die  "Schluchtquerung" ist relativ lustig und die Abseilstelle (wenn man denn ein Seil mit hat) ist das eigentliche Highlight, die "Spinne" nach dem Abseilen erinnert eher an ein Kletternetz auf Kinderspielplätzen (was nicht bedeutet, dass wir hier nicht Spaß hatte). Alle anderen im Steig wirkten allerdings etwas überfordert (entweder mit der Wegfindung im ungesicherten Teil oder mit der Gesamtsituation so im allgemeinen) und so fragte uns keiner ob er das Seil zum Abseilen mitbenutzen konnte. Nach 1:10 Stunde stiegen wir wieder die 15 Minuten zum Auto ab und waren froh keinen ganzen Tag für den Steig geopfert zu haben.
Am späteren Nachmittag spazierten wir dann noch mit Jamie, Vroni und Moschti um den Piburgersee und übers Seejöchl.
2010_09_04_CrazyEddy

Sonntag nutzten wir die kurze Zeit vor Jamies Geburtstagsfeier um in Habichen ein bisschen zu bouldern und zur Ruhe zu kommen. Schönes Waldbouldergebiet in dem einem maximal der ein oder andere Spaziergänger über den Weg läuft.
2010_09_05_BouldernHabichen

Sonntag, August 29, 2010

Karwendelmarsch Laufwertung - 28.08.2010

...oder welche Regenarten gibt es?
Nachdem Karin und ich letztes Jahr nach 11 Stunden ins Ziel kamen, war für mich klar dieses Jahr ein bisschen mehr Gas zu geben. Angepeilt war eine Zeit besser als 10 Stunden, vielleicht sogar eine gute 9 Stunden Zeit. Und es wurde......[Trommelwirbel].....keine 9er Zeit und auch keine 8er sondern....7 Stunden 1 Minute und 54 Sekunden, damit bin ich 129. in der Gesamtwertung und 19. in meiner Gruppenwertung. Gabs kam mit 6:54:26 als 120. ins Ziel.
Begonnen hatte der Tag recht früh (3:30 Uhr Tagwache) damit wir um 5 Uhr in Scharnitz unsere Startnummern holen konnten. Pünktlich zum Start um 6 Uhr begann es dann auch zu regnen. Dieser Regen sollte nicht mehr auf hören bis ins Ziel. So waren wir schon in der Larchet bis auf die Unterwäsche nass, was den Vorteil hatte, dass wir ab da nicht mehr nässer werden konnten. Geradeaus und bergab liefen (mit ca. 10-12km/h) und bergauf gingen (mit ca. 6-7km/h) Gabs und ich, dadurch sparten wir uns genug Kräfte für den unangenehmen letzten Anstieg auf den Binssattel (1902m, von der Eng in einem Zug 700hm hinauf auf den höchsten Punkt der Tour). Wie der Abstieg vom Hohljoch in die Eng, war auch der Abstieg vom Binssattel zum Gramai Niederleger ziemlich schwierig, da die Wege sich durch den Dauerregen in Bäche verwandelt hatten (aber wie vorher beschrieben konnten wir eh nicht mehr nässer werden). In der Gramai trennten sich Gabs und ich und wir machten uns alleine an die letzten 9 Kilometer. Unterbrochen von ein paar Gehpassagen joggte ich in 50 Minuten nach Pertisau wo ich heilfroh war nicht mehr laufen zu müssen.
Trotz schlechten Wetters ein super Lauf der sicher noch ein bisschen mehr von allen Beteiligten abverlangte als normal. Mein Dank gilt vor allem Gabs für das gute Tempo mit dem er mich "mitgezogen" hat, allen Helfern die diesen Lauf ermöglicht haben und der Karin, dass sie mich trotz nachfolgender Hochzeit auf der wir eingeladen waren den Karwendelmarsch laufen lies (ja wir waren noch auf der Hochzeit und ja ich war ziemlich fertig als wir um 01:30 Uhr heim kamen). Ein paar Fotos gibts auch wieder von mir, vom Karwendelmarschteam und in der TT einen ganz netten Artikel.
2010_08_28_Karwendelmarsch2010

Montag, August 09, 2010

Mönch über den Nollen - 07./08.08.2010

Nach meiner neu erworbenen Felsaversion (seit der Zinne) war der Weg frei für eine länger geplante Eistour. Karin, Tommi und ich fuhren Freitag Abend bei Regenwetter nach Grindelwald um Samstag auf die Guggi-Hütte zu steigen und Sonntag (nur Tom und ich) dann den Mönch über den Nollen zu packen.

Nach einer Fahrt auf die Kleine Scheidegg sahen wir zum ersten Mal unser Ziel für die nächsten 2 Tage. Der Hüttenzustieg sah, vor allem durch den Neuschnee, relativ ungut aus, der Nollen selbst leuchtete blank herunter, aber sonst schien der Schnee unseren Plan zu begünstigen. Der Weg zur Hütte stellte sich dann als einfach und sehr logisch heraus (außerdem ist er bestens markiert, 880 hm und 3 1/2 Stunden von der Kleinen Scheidegg). Als Tom und ich unseren Weg zum Mönchsplateau spurten kamen noch Gustavo und Dani (der Hüttenwart für dieses Wochenende) zur Hütte und etwas später Michael und Douglas (beide auch Nollenaspiranten). Dani bereitete mit unserem mitgebrachten Essen ein Wahnsinns Abendmahl (er teilte sogar sein Fleisch damit wir alle ein Stück bekamen) und nach dem Sonnenuntergang gings für uns ins Bett.

Der Sonntag begann mit dem Weckerläuten um 3 Uhr. Tom und ich starteten um 3:30 Uhr und stiegen zügig zum Mönchsplateau (ca. 1 Stunde). In einer weiteren Stunde überwanden wir die zwei Felsstufen und standen im Firnfeld unter dem Nollen. Michael und Douglas waren nach uns gestartet, doch nach kurzer Zeit sahen wir sie nicht mehr. Noch im Dunkeln kam aber ein Hubschrauber herauf und suchte unsere Spur mit einem Suchscheinwerfer ab. Da machte sich schon ein schlechtes Gefühl breit, als der Hubschrauber dann aber wieder abdrehte und zur Kleinen Scheidegg flog, stiegen wir ohne weitere Gedanken weiter. Als es unter dem Nollen langsam heller wurde kam der Hubschrauber dann wieder und flog immer wieder unter dem Mönchsplateau an. Was wir nicht wussten, Michale war ausgerutscht und über eine der Stufen gestürzt dabei hatte er sich Schien- und Wadenbein gebrochen. Beide wurden ausgeflogen und die Bergung von Karin von der Hütte aus fotografisch dokumentiert. Ich wünsche Michael gute Besserung und viel Erfolg falls er den Nollen noch mal probiert. Ich kletterte die erste, steile Seillänge des Nollen bis zu einer kleinen Abflachung und holte dann Tom nach. Die weitere Seillänge stiegen wir dann am laufenden Seil wobei ich ca. alle 25 Meter das Eis für einen Schrauben frei hackte und nach gut 50 Metern einen T-Block zur Rücklaufsicherung anbrachte. So erreichten wir den flachen Scheitel des Nollen um ca. 8 Uhr nach 2 Stunden. Das Wetter hatte sich nun wirklich massiv verschlechtert und so konnten wir den Weiterweg zum Grat nur erahnen. Ein nicht tragfähiger Harschdeckel machte uns zudem das Leben schwer (danke Tom fürs takte Spuren). Ab der Randspalte wurde der Schnee aber wieder fester und so konnten wir dem Schneefeld (Firn zu sagen wäre übertrieben) seilfrei bis zum Grat folgen. Am Grat fanden wir zum Glück Spuren von einem SW-Grat Begeher und so konnten wir trotz Nebels (3 Meter Sicht war viel) den Gipfel gefahrlos in 30 Minuten erreichen. Um 10:15 Uhr nach 6:45 Stunden Aufstieg standen wir also am Höchsten Punkt (4099m) und tranken eine Tasse Tee, dabei öffnete sich plötzlich der Vorhang nach Norden und gab uns einen super Blick hinunter zur Kleinen Scheidegg (wo Karin gerade mit Dani angekommen war und uns in dem Augenblick auch sah) frei. Der obere SO-Grat war dann durch den Nebel und eingewehten Schnee recht unangenehm, ab der Flanke mit den Sicherungsstangen dann aber unschwierig und nur die Massen aufsteigender Bergsteiger (und anderen Spezies) bremsten uns ein wenig. Nach 1 1/2 Stunden erreichten wir das Jungfraufirn und 1/2 Stunde später den Sphinxstollen. Eine super 9 Stunden Tour die wir uns auch nicht durch die 50€ (pro Person) zur Kleinen Scheidegg für die Jungfraubahn vermiesen ließen.

Meine Fotos von der Tour:
2010_08_08_Nollen

Karins Fotos vom Hütten Zu- und Abstieg:
2010_08_08_Guggihuette