Donnerstag, Februar 15, 2018

Skitour: Mit Maaf auf den Hirzer - 14.02.2018

Johannes (aka Maaf) hatte seinen Besuch in Tirol angesagt und da konnte ich nicht widerstehen diesen Besuch für eine Skitour zu nutzen. Das Wetter wartete mit perfektem Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen auf. Und so kam die Temperatur bei unserem Start beim GH Hanneburger im Wattental nicht über -15°C hinaus. Auf der Forststraße zum Povers-Niederleger wurde geholzt, so mussten wir über einen kurzen Stich durch den Wald ausweichen. Über die Almwiesen und einen lichten Wald gelangten wir zum Povers-Hochleger und in die Sonne. An der Kälte änderte das leider nicht wirklich etwas. Zu den drei Damen die mit uns gestartet waren kamen noch zwei Tourengeher hinzu und so zogen wir als relativ große Gruppe über die freien Hänge zum Grat hinauf. Am Grat kam zur Kälte noch ein beißender Wind hinzu und so war es nicht verwunderlich, dass der Grat an weiten Stellen abgeblasen war und sich auf Seite des Hirzerkars der vom Lawinenwarndienst vorhergesagte (leicht zu erkennenden) Triebschnee gebildet hatte. Zusammen mit den zwei Tourengehern kam ich am (kreuzfreien) Gipfel an (3¼ Stunden, 1400 hm). Das Gipfelkreuz liegt unter Schnee vergraben, die Stahlwinkel mit denen es im Boden verankert war, haben das Zeitliche gesegnet. Während die Anderen recht schnell abfellten und sich an die Abfahrt machten, wartete ich noch auf Johannes, auf die Pause verzichteten wir dann aber auch. Im Gegensatz zu allen anderen wählten wir nicht den Weg zurück über den Grat, sondern ein paar schöne Hänge in Richtung Hirzerkar. Eine weite Querung brachte uns dann über ein Joch zurück zur Aufstiegsroute. Ob wir bei dieser Variante weniger Steine als die anderen erwischt haben weiß ich nicht, die ersten Hänge waren es aber definitiv wert. Die weiten Hänge über dem Povers-Hochleger hielten was sie beim Aufstieg versprochen hatten, Pulvergenuss! Am Hochleger legten wir eine Pause ein und genossen Tee und Jause in Sonne und Windstille, dabei konnten wir den unzähligen anderen Skitourengehern beim Aufstieg bzw. Abfahrt zusehen. Da hat sich das frühe Aufstehen also doch ausgezahlt. Die Abfahrt zur Forststraße stellte sich als immer noch ganz gut heraus, wenn auch nicht vergleichbar mit den Hängen oben, dieses Jahr sind wir wirklich ganz schön verwöhnt.
Eine tolle, einfache, aber recht weite Tour, die mit Maaf sehr viel Spaß gemacht hat. Wieder mal danke an die beste Frau der Welt und dem besten Chef für den freien Tag.
2018_02_14_Hirzer

Montag, Februar 05, 2018

Hochkalter übers Ofental - 04.02.2018

Es hatte geschneit, ohne Wind. Wow, das darf ja nicht wahr sein, Neuschnee und geringe bis mäßige Lawinengefahr, da muss man was machen. Stephan und ich hatten da so einen Plan, ob das geht, mal sehen. Start um 5 Uhr, naja ausschlafen kann man ja wieder unter der Woche. Um halb 4 Uhr dann kein Stephan, dafür die Nachricht, es wird a weng später. Kurz danach die nächste Nachricht, ich steh kurz vor Piding, Unfall nichts geht mehr. Also legte ich mich wieder nieder. Um 6 Uhr stand Stephan dann vor der Tür und mit ihm gut 10 cm Neuschnee. Zusammen mit den gut 15 cm von gestern war das einfach zu viel für unseren Plan, was nun? Auf zur Hirschbichlstraße, die Touren dort müssten spektakulär gut gehen. Durch den Wald Richtung Ofental zeigte sich ein ähnliches Bild wie gestern, aufsteigen geht, aber fürs Fahren sind mir sogar die Stoanaski zu schade, die hatte ich aber gar nicht mit. Frederike, das Orkantief, hatte im lichten Wald unter dem Ofental ganze Arbeit geleistet und so mussten wir unter und über einige Bäume steigen. Der letzte Hang vor dem Ofental und das Tal selbst ließen die Vorfreude steigen, super Pulver unverspurt. Kurz vor der Ofentalscharte zweigten wir dann in die Hochkalter Südflanke ab. Ja, auf >40° gehen noch Spitzkehren, aber schwer. Erst im Mittelteil, wo wir wieder auf den Sommerweg trafen (4¾ Stunden, 1650 hm) wechselten wir auf Steigeisen. So schrabbelten wir über leicht überdeckten Fels hinauf zum Grat. Mist, irgendwie mussten wir doch hinüber in die Rinne in Gipfelfalllinie, also wieder etwas hinunter und queren, auf die paar Meter Fleißaufgabe kam es nun auch nicht mehr an. Die Rinne wühlten wir uns dann hinauf, immer im Hinterkopf, dass hier Andi Riesner vor 6 Jahren verunglückt war. Die Verhältnisse waren aber ausgesprochen gut, kein oder kaum Windeinfluss und gut mit dem Altschnee verbunden, was will man mehr. Und so erreichten wir inzwischen im Sonnenschein (das Wetter war ganz schön herum gezogen) den stark überwechteten Gipfel (1 Stunde, 200 hm). Ein Traum! Wir ließen die Seele baumeln und uns ein Wurstbrot schmecken. Als es nach einer ¼ Stunde frisch wurde, stiegen wir bis unter die Gipfelfelsen ab und tauschten Steigeisen gegen Ski. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit, bis jetzt hatte alles perfekt ausgesehen, eigentlich sollte die Abfahrt gehen, aber wie heißt es so schön Versuch macht kluch. Nach den ersten paar Schwüngen von Stephan die Gewissheit, wir haben die Bedingungen in der Rinne nicht falsch eingeschätzt. Alle paar Schwünge muss ich Pause machen, es ist wirklich steil und meine Oberschenkel beschweren sich. Als ich bei der Querung wieder auf Stephan treffe, reicht unser Grinsen vom einen Ohr zum anderen. Aber die unangenehmste Passage liegt noch vor uns. Stephan quert sehr steil in eine Rinne, ich mache die 30 hm Fleißaufgabe von vorher wieder in umgekehrter Reihenfolge, so haben sich die Steigeisen zumindest richtig ausgezahlt. An dem Punkt an dem wir auf die Steigeisen gewechselt waren entledigten wir uns derer endgültig und genossen die letzten steilen Hänge hinunter ins Ofental. Im Ofental hing dann leider Nebel und die Sicht war dementsprechend, der Freude am Cruisen über das mäßig steile Gelände tat das aber keinen Abbruch. Im steileren Abschluss des Tals wurde die Sicht dann wieder besser und durch den Wald gings besser als gedacht (2 Stunden Abstieg/-fahrt). Und nur die letzten 200 hm/¾ Stunde mussten wir zu Fuß bewältigen.
Eine Wahnsinnstour, die im Hochwinter mit Sicherheit nur sehr selten begangen wird. Die Südflanke verlangt nicht nur sichere Schneeverhältnisse, sondern auch absolut sicheres Fahren in Absturzgelände (immer steiler 35°, in der Gipfelrinne und kurze Stellen dazwischen bis 45°). Der dünne Schneeüberzug über den Felsen hat die Tour auch in den Steigeisenpassagen ziemlich anspruchsvoll gemacht und die Länge ist auch nicht zu unterschätzen (8¾ Stunden, 1880 hm, 17,5 km). Danke Stephan, es war mir ein Volksfest. 
2018_02_04_Hochkalter

Samstag, Februar 03, 2018

Eckerleiten und Ahorn-Büchsen-Kopf - 03.02.2018

Karin liegt krank im Bett und so musste ich mir alleine eine Beschäftigung suchen. Der Opa wurde zum Bauen im Schnee verdonnert und so war für mich der Weg frei für eine kleine Skitour. Nur was machen, der Lawinenlagebericht versprach zwar einen 1er in tiefen Lagen und darüber einen 2er, aber alleine ist doch immer blöd. Außerdem hatte ich keine Lust zum gefühlt 1000ten Mal auf den Götschen oder Jenner zu laufen. Da zahlt es sich doch manchmal aus auf den Schwiegervater zu hören: das Eckerleiten. Eigentlich eine Anfängertour, aber vom letzten Jahr mit Karin wusste ich, dass es dort schöne Abfahrten gibt, wenn die Bedingungen passen. Von der Buchenhöhe stieg ich durch den Wald zur Enzianhütte auf (½ Stunde, 250 hm). Die Schneeauflage im Wald lässt inzwischen zu wünschen übrig, Aufsteigen geht, fürs Abfahren muss aber jedes Mitleid mit den Ski fehlen. An der Rossfeldstraße angekommen, hatte sich der Schneefall intensiviert und damit einhergehend die Sicht verschlechtert. Vor mir stieg noch eine Vierergruppe auf, sonst aber Einsamkeit und das auf dieser Tour. Oberhalb des Purtschellerhauses verfolgte ich die Schneide des Eckerfirsts bis an seine höhste Stelle (1 Stunde, 550 hm). Die Steile Rinne unter dem Purtschellerhaus traute ich mich nicht, stattdessen folgte ich den Osthängen oberhalb des Hauses und zweigte dann in den steilen, nordseitigen Lärchenwald ab. So traf ich direkt unter der Rinne auf den Hang der zum Eckersttl führt (½ Stunde). Dort fellte ich wieder auf und stieg über den Eckersattel zum Ahorn-Büchsen-Kopf auf (¾Stunde, 350 hm). Wenn ich mich etwas besser am Rossfeld auskennen würde, hätte ich sicher eine super Abfahrt bis zum Auto finden können. So fand ich zumindest ein paar gute Hänge (leider mit einem Stück an der Straße fahren) zurück zur Aufstiegsspur. Und so musste ich meine Ski ein Stück tragen, um zum Auto zurück zu kommen. Eine nette 1150 hm Runde bei starkem Schneetreiben, fast ohne Wind und dementsprechend gutem Pulver auf der inzwischen gut gesetzten Unterlage.
2018_02_03_Eckerleiten

Montag, Januar 29, 2018

Skifahren in Lenggries und ISPO - 27./28.01.2018

Irgendwie ist es wie verhext, schon wieder schniefen alle. Für eine Tour denkbar schlechte Voraussetzungen, aber ein wenig Bewegung an der frischen Luft ist ja gesund und Skifahren ist ja nicht mehr als nur ein bisschen Bewegung. Samstag ließen wir den Münchner Nebel hinter uns und genossen den strahlenden Sonnenschein am Jaudenhang. Paul fährt inzwischen eh wie ein Großer (was er auch am Milchhäuslexpress unter Beweis stellen konnte) und auch Anna schlug sich ausgezeichnet, auch wenn Bögen noch nicht ganz auf Kommando funktionieren. Einfach ein netter Skitag, etwas azyklisch zu den Münchner Staustehern.
Sonntag ging es dann wie alle Jahre auf die #ISPO. Ein anstrengender, aber auch sehr interessanter Tag. Neben der super Erklärung von Markus, wie A*LIVE funktioniert, konnte ich mir ein paar wertvolle Infos bei Pieps zur Störempfindlichkeit bestimmter Frequenzbänder holen. Das Rock Selfie von Vertical-Life war dann mindestens genau so ein Spaß, wie der Zlagboard Contest. Und wie immer gab es jede Menge zu sehen und viele Leute zu treffen (unter anderem Bode Miller). Was uns sehr freute, war Caro wieder mal zu sehen, was sich inzwischen leider nur noch auf der ISPO ausgeht. Micha war bei ABS, die nicht nur einen neuen Airbag mit < 2 kg, sondern auch noch Felix Neureuther als neuen Gesellschafter vorstellten. Und schließlich trafen wir noch Louise von Isbjörn of Sweden mit der (und den anderen Mädels von Isbjörn) wir den Abend bei guter Musik und Bier im Scandinavian Village ausklingen ließen. 
2018_01_28_ISPO

Sonntag, Januar 21, 2018

Stiglreith, kleine Skitour mit Jamie - 21.01.2018

Da wir ein Wochenende in Innsbruck verbrachten und der Schnee in Tirol immer noch ein Traum ist (die Lawinengefahr leider auch ... ein Alptraum), nahm ich Jamie auf eine kleine Skitour mit. Von Oberperfuss stiegen wir über schöne Almweiden zur Stiglreith auf (2¼ Stunden, 500 hm). Jamie stellte sich dabei gar nicht schlecht an, vor allem wenn man bedenkt, dass so ein Kinderskischuh, seine Freerider und die Bindungseinsätze insgesamt sicher doppelt so viel wiegen wie meine Tourenski. Die Abfahrt durch fast 40 cm Pulver war dann fast schon ein bisschen zu viel des Guten. Eine schöne Skitour im Nahgebiet des Rangger-Köpfls.
2018_01_21_Stiglreith

Freitag, Januar 19, 2018

Feierabend über dem Kolbensattel - 18.01.2018

Vladi, Alex und ich trotzten heute dem Sturmtief Friederike. Von Oberammergau stiegen wir über die Skitourenroute zum Kolbensattel auf (¾ Stunde, 430 hm). Durch die Ausrichtung nach Osten bekamen wir praktisch keinen Wind ab, gar nicht so schlecht dafür, dass Orkan vorhergesagt war. Die Schneise oberhalb des Kolbensattels Richtung Zahn war schon gut eingespurt und so verlängerten wir die Tour noch bis es kurz unter dem Zahn steil wird (½ Stunde, 270 hm). Die Abfahrt durch den schweren Schnee war gar nicht so schlecht und selbst Alex schlug sich wacker. Am Parkplatz angekommen fellten Vladi und ich noch einmal auf und wir stiegen ein zweites Mal zum Sattel auf (¾ Stunde, 430 hm). Dabei regnete es leicht und so sahen wir zu, möglichst schnell zum Auto zurück zu kommen. Die Kolbensattelhütte hatte leider wegen der Sturmwarnung zu, so mussten wir unser TAB im Bus trinken, auch ok und der Nebeneffekt des "Schlechten" Wetters, wir waren fast alleine.
2018_01_18_Kolbensattel

Freitag, Januar 12, 2018

Feierabend auf der Kreuzalm - 11.01.2018

Donnerstag gings auf die erste Feierabendskitour der Saison. Mit Vladi, Stephan und Mias stieg ich bei leichtem Schneefall zur Kreuzalm auf (1¾ Stunden, 900 hm). Dort ließen wir uns einen Russen und eine Currywurst schmecken und fuhren die leicht angezuckerte Piste wieder ab. Sehr nett, aber jetzt wäre es dann langsam wieder Zeit für Schnee.