Sonntag, Dezember 10, 2017

3 x Götschen und Hohe Rossfelder- 09./10.12.2017

Dieses Wochenende war Karin endlich mal wieder mit den Mädels unterwegs und ich besuchte mit den Kindern die Großeltern im BGL. Samstag nutzte ich dann gleich den Neuschnee, um von der Haustüre aus auf den Götschen zu gehen. Ganz langsam, da ich die letzte Woche etwas erkältet war, aber wie es so ist irgendwann doch im alten Trott und damit schneller als geplant (1 Stunde 5 Minuten, 700 hm). Der erste Hang, ein Traum, aber auch der Rest zur Götschenalm ganz gut, schnell auffellen und schon ging's wieder rauf (¼ Stunde). Der Schneefall wurde stärker, ich schnaufte ein wenig mehr, aber eigentlich lief alles ganz gut (37 Minuten, 450 hm). Und wieder runter zur Götschenalm (13 Minuten). Die dritte Runde auf den Götschen ging's dann durch den Wald Richtung Silberg, ein Winterwunderland (¾ Stunde, 450 hm). Nun hatte aber sogar ich genug und so fuhr ich nach Hause ab (¼ Stunde).
Nachmittag begleitete ich Paul am Götschen noch mit den Ski. Von der Silbergstraße mussten wir nur etwa 50 hm aufsteigen, um dann die Familienabfahrt zur Götschenalm abfahren zu können. Eine schöne kleine Runde und Paul hat es gefallen.
2017_12_09_3xGoetschen

Am Sonntag konnte ich mich nicht so recht entscheiden, der Wetterbericht sagte ein gutes Wetterfenster am Vormittag voraus, aber mit stürmischem Südwind. Nach einer Starthilfeaktion (geben nicht bekommen) kam ich etwas später als gedacht in Königsee am Parkplatz los. Ich stieg den Sommerweg zur Königsbachalm auf (1 Stunde, 600 hm) und nach einem Blick auf die Ameisenstraße zum Torrener Joch entschied ich mich für den Weiterweg zur Priesbergalm. Je höher ich kam, umso besuchter war auch diese Tour. Gleichzeitig frischte der Wind merklich auf, bis er sich zu einem regelrechten Sturm auf den Hohen Rossfeldern (1½ Stunden, 800 hm) gesteigert hatte. Ich konnte mich kaum auf den Füßen halten und das Abfellen war kein Spaß. Ohne Pause ging's so schnell wie möglich über den Windharsch hinunter zur Priesbergalm und weiter bis kurz vor die Königsbachalm (½ Stunde). Hier fellte ich wieder auf, um zur Mittelstation zu gelangen, der Sommerweg hatte nicht wirklich verlockend gewirkt. Beim Auffellen bemerkte ich dann einen Kantenbruch, gleich tauschte ich noch den Ski damit es die Außenkante ist und nahm mir vor bei der Abfahrt vorsichtig zu sein. Rund um die Mittelstation ist der Jenner komplett umgegraben, für die schweren Baumaschinen wurde eine über 4 Meter breite Straße gebaut, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Teil der Talabfahrt ist davon auch betroffen. So war auch diese Abfahrt kein Spaß und möglicherweise wäre der Sommerweg doch die bessere Variante gewesen. Vor dem Parkplatz dann noch ein Schlag und Riss und nun ist der Steinski endgültig Geschichte, die gebrochene Kante steht jetzt nämlich aus dem Ski heraus.
Zu Hause angekommen startete ich mit Paul noch eine Runde auf den Götschen. Von der Götschenalm stiegen wir etwa 200 hm auf. Der junge Mann macht sich ganz gut, ich denke fast ich muss langsam an einem Tourenski für ihn basteln.
2017_12_10_HoheRossfelder

Mittwoch, Dezember 06, 2017

Kröndlberg (2440 m) und Stanglhöhe (2276 m) - Skitouren im Kurzen Grund - 02./03.12.2017

Letzte Woche hatte ich einen Bericht gelesen, dass schon ganz passable Bedingungen in den Kitzbühler Alpen sein sollen, um genau zu sein im Langen Grund. Das Problem mit so einem Bericht im Internet, den lesen auch andere. Also plante ich mit Peter nicht im Langen, sondern im Kurzen Grund unser Skitoureneingehwochenende.
Samstag trafen wir uns am GH Wegscheid und waren erst mal überrascht, dass wir nicht nur nicht die einzigen waren, sondern der Parkplatz am GH fast voll war. Das Tourengebiet ist allerdings groß und so verläuft sich der Andrang schnell. Wir stiegen bei frostigen Temperaturen (-10°C) den Sommerweg zur Neuen Bamberger Hütte auf (1½ Stunden, 630 hm). Unser Plan war eigentlich der Tristkopf (2361), kurz vor der Hütte ging aber eine Spur nach Osten ab und so folgten wir dieser über den Markkirchlrundwanderweg. Bald schon zweigte die Spur von dem Weg ab und führte recht steil in Richtung Kröndlberg/horn. Auch ein lohnendes Ziel und Pläne sind ja auch dazu da geändert zu werden. Die Spur führte uns bis auf ein Joch nördlich des Kröndlberg (1½ Stunden, 600 hm), von dort war die Gruppe nach Osten abgefahren. Wir entschieden uns den abgeblasenen Grat zum Kröndlberg aufzusteigen (½ Stunde, 140 hm). Der Übergang zum Kröndlhorn sah nicht so schlimm aus, dürfte aber Gestapfe mit leichten Kletterstellen sein. Da Peter ein bisschen unterhalb zurück geblieben war, entschied ich mich gegen einen Versuch (der in dem eisigen Sturm auch wenig Spaß gemacht hätte) und fuhr zu ihm ab. Die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur konnte sich dann sehen lassen. Leider lässt die Grundlage noch ein wenig zu wünschen über und so ist die Wahrscheinlichkeit den ein oder anderen Stein zu treffen doch recht groß (Sharks, sharks everywhere). An der Abzweigung des Sommerwegs zur Neuen Bamberger Hütte trafen wir dann die dämlichste Entscheidung des Tages, kurzer Gegenanstieg und Forstweg hinausfahren oder Sommerweg. Um es vorweg zu nehmen, der Sommerweg ist schon bei viel Schnee ungut zu fahren, bei wenig...kann man es auch einfach bleiben lassen. Ein schmerzendes Knie und einen verbogenen Stock später standen wir wieder am GH Wegscheid und waren froh, dass nicht mehr passiert war.
2017_12_02_Kroendlberg

Nach einer gar nicht so unangenehmen Nacht, gesellte sich Sonntag noch Vladi zu uns und wir starteten wieder Richtung Neue Bamberger Hütte. Diesmal zweigten wir bei der Forststraße (¾ Stunde, 250 hm) nach rechts ab, wechselten die Bachseite und stiegen ins Manzenkar auf. An der Manzenkaralm (1 Stunde, 380 hm) konnten wir uns dann endlich in der Sonne aufwärmen. Trotzdem blieb es wegen eines leichten Lüftchens eisig. Am Gipfel der Stanglhöhe (1¼ Stunden, 550 hm) war es allerdings windstill und so rasteten wir ausgiebig und erst als andere Tourengeher (und der Wind) kamen, widmeten wir uns der perfekten Abfahrt. Super Schnee und jede Menge Platz eigene Spuren zu legen. Im Gegensatz zum Vortag stellte sich die Frage über die Talabfahrt nicht und so kamen wir über die Forststraße ohne Zwischenfälle zurück zum GH Wegscheid.
2017_12_03_Stanglhoehe

Ein Schnitzel und ein Spezi später verabschiedeten wir uns und machten uns alle auf den Heimweg. Das bedeutete für mich noch einen schönen Nachmittag mit den Kindern und meinen Eltern bei der Seeweihnacht in Pertisau. Ein sehr schönes Wochenende mit den Jungs, danke dafür. 

Dienstag, November 28, 2017

Tanzeck und Krottenthaler Alm vor der Arbeit - 28.11.2017

Vor der Arbeit drehten Seppi und ich heute wieder eine kleine Runde. Vom Spitzingsee stiegen wir zum Tanzeck auf (1 Stunde 5 Minuten, 600 hm) und fuhren zur Krottenthaler Alm ab. Super schöner Pulver in der steilen Rinne. Dann hieß es wieder auffellen und zurück zum Taubensteinsattel (25 Minuten, 200 hm). Die Abfahrt zurück zum Auto war zwar ziemlich zerfahren, aber auch nicht ganz schlecht. Langsam hats auch ein wenig Grundlage und für so eine kleine 2¼ Stunden Tour vor der Arbeit reichts auf jeden Fall. 
2017_11_28_Tanzeck

Samstag, November 25, 2017

Untersberg Hochthronsteig Winterbegehung und Skitour aufs Rossfeld - 25./26.11.2017

Unsere ausgefallene Kletterei von vor 3 Wochen wollten Peter und ich dieses Wochenende nachholen. Leider war die Vorhersage nicht ganz berauschend und ½ Tag gutes Wetter reicht einfach nicht für eine längere Kletterei. So entschieden wir uns gegens Klettern und für einen Klettersteig. Staufen ist recht schattig, also gings mit richtig gutem Wetter Richtung Untersberg. Beim Aufstieg zum Scheibenkaser (1 Stunde, 650 hm) hat man kaum Schneekontakt, erst der Zustieg zum Einstieg brachte den ersten Kampf/Krampf mit grundlosem, unverfestigtem Schnee. Peter hatte schlauerweise Schneeschuhe dabei und so konnte er mir ein wenig Spuren (¾ Stunde, 180 hm). Der Klettersteig war dann weitgehend schneefrei. Für die paar tief verschneiten Stellen waren wir aber froh um unser Seil, speziell der Ausstieg war ganz schön steil (1½ Stunden, 390 hm). Auf dem Hochkarst wehte uns ein eisiger Süd-West-Wind entgegen und so spurteten wir zum Gipfel (5 Minuten) und fast direkt weiter zum Scheibenkaser (1¾ Stunden, ↑60 hm, ↓600). Gerade der Weg zurück zum Scheibenkaser stellte sich als unangenehmer als angenommen heraus, vor allem südseitig lag nicht nur einiges an Schnee, dieser war auch kaum verfestigt. Am Scheibenkaser sahen wir dann die ersten anderen Wanderer, stiegen aber ohne Pause nach Ettenberg ab (¾ Stunde). Als wir wegfuhren sahen wir, dass der Untersberg inzwischen komplett von den tiefstehenden Wolken eingehüllt war und zu Hause angelangt begann es auch schon zu tröpfeln.
Eine sehr lustige Tour und heute wahrscheinlich die bessere Entscheidung, wenn uns auch das Herz blutete beim Anblick der Südwandtouren.
2017_11_25_UntersbergKS

Das schlechte Wetter hat auch sein Gutes, Neuschnee am Sonntag. Also rauf aufs Rossfeld mit Karin. Von der großen Kurve unter der Mautstelle gings bei leichtem Schneefall auf den Gipfel (1 Stunde, 500 hm) und gleich wieder runter. Den Steinski hätte es gar nicht gebraucht, weil Steinkontakt gab es wegen der bereits vorhandenen Grundlage keinen (es sei denn man will nach Oberau abfahren). Da die Bindung und mein Schuh aber nicht 100% kompatibel sind hatte sich ein Ski gleich im ersten (besten) Pulverhang verabschiedet. Also wir merken uns: ist ein Schuh für Pinbindungen gemacht, verwenden wir auch eine Pinbindung.
2017_11_26_Rossfeld

Mittwoch, November 22, 2017

Jägerkamp und Aiplspitz - 22.11.2017

Karin hat diese Woche Urlaub und bei diesem Wetter musste ich mir auch einfach frei nehmen. Nachdem wir die Kinder in den Kindergarten gebracht hatten, gings zum Spitzing wo wir vom Taubensteinparkplatz zur Schnittlauchmoosalm aufstiegen (1¼ Stunden, 530 hm). Da wir eigentlich mit Flo und seinem Kollegen ausgemacht hatten, entschieden wir uns zum Jägerkamp (1746 m) weiter zu gehen und hofften die beiden danach am Tanzeck (1703 m) zu treffen. Am Gipfel des Jägerkamp (½ Stunde, 130 hm) wehte es dann eisig und so schauten wir schleunigst zurück zur Schnittlauchmoosalm. Kurzes Auffellen und schon standen wir am Tanzeck (20 Minuten, 60 hm). Ohne Ski und leider auch ohne Karin kraxelte ich noch direkt vom Tanzeck zum Aiplspitz (1759 m; ¼ Stunde, 80 hm) und schnell zurück, da langsam die Zeit fürs Kinderabholen und damit die Abfahrt nahte. Zuerst über die leicht firnigen Hänge zur Unteren Schönfeldalm, dann der Straße folgend zum Oberen Lochgraben und weiter über die ehemaligen Piste zum Auto (¾ Stunden). Eine sehr schöne und heute fast einsame Tour mit Frühjahresverhältnissen und der besten Tourenpartnerin der Welt.
2017_11_22_Jaegerkamp

Sonntag, November 19, 2017

Bärenkopf - 19.11.2017

Der Winter hat auch in Tirol Einzug gehalten und so konnten Karin und ich unsere erste gemeinsame Skitour für diese Saison gehen. Vom GH Hubertus gings anfänglich mit wenig, dann ganz ordentlicher Schneeauflage bis über die Bärenbadalm hinauf (1¼ Stunden, 550 hm). Dann folgten wir dem Sommerweg zum Bärenkopf. Kurz vor der Nordrinne trafen wir auf eine 8-köpfige Fußgängergruppe, die sich bis hierhin heraufgewühlt hatte. Wir verließen den Sommerweg und wühlten uns durch Latschen und losen Schnee bis kurz unter den Gipfel (1½ Stunden, 500 hm). Hier hatten wir endgültig genug, vom losen Schnee, den Latschen und dem immer schlechter werdenden Wetter.
Der Beginn der Abfahrt war dann schlechter als gedacht, (Wind)Bruchharsch etwa bis zum ersten Drittel der Westrinne. Ab dort dann aber Pulvergenuss ohne Steinkontakt. Erst der letzte Hang der Percher musste etwas "flach" gefahren werden (1 Stunde).
Eine immer wieder schön Skitour (mit Corinna und mit Jill), obwohl der obere Teil (die Latschen) mit mehr Schneeüberdeckung deutlich mehr Spaß macht.
2017_11_19_Baerenkopf

Donnerstag, November 16, 2017

Vorbüroskitour Roßkopf - 16.11.2017

Der letzte Gutwettertag in dieser Woche wurde von mir gleich noch einmal für eine kleine "vor der Arbeit" Skitour genutzt. Wieder auf den Roßkopf, diesmal mit Seppi. Durch den Lärm von gestern schlauer, wählten wir den Aufstieg von Süd-Osten, also kurze Abfahrt zur Albert-Link-Hütte und über den Grünsee zum Gipfel (1¼ Stunden, 530 hm). Definitiv der schönere Anstieg, nicht nur wegen der Ruhe ohne den Schneekanonen. Abgefahren wurde dann über den Stümpfling, um uns den Aufstieg zum Parkplatz zu sparen. Grünsee dürfte aber auch schon richtig gut zu fahren sein.
Eine nette kleine Morgenrunde mit viel Sonne, da kann man danach schon ins nebelverhangene Büro schaun.
2017_11_16_Roßkopf