Dienstag, April 26, 2011

Bleau 16.-24.04.2011

Die meisten Menschen sind einfach gestrickt. Sie kommen zu den ewig gleichen Orten zurück, tun immer und immer wieder die gleichen Dinge. Wir auch!

16.04. Anreise/Cuisiniere
Nach einer 8 stündigen Fahrt kamen wir zu Mittag in Barbizone an. Ein Einkauf bei Decathlon bescherte uns ein neues, großes Zelt (der letztjährige Regen war uns eine Lehre, dass nach einer Woche im Schlamm die gebückte Haltung in meinem Exped-Zelt extrem nervt). Claudi, Laura und Vladi warteten in Grez sur Loing schon auf uns und so starteten wir noch nach Cuisiniere. Die Nacht- (oder Halbnacht-) fahrerei forderte allerdings ihren Tribut und so wurde dieser erste Nachmittag eher ein Felsstreicheln und "Wirsindinurlaubbier" trinken als bouldern.
2011_04_16_Cuisiniere

17.04. Canche aux Merciers
Als auch Marie, Wini und Feli angekommen waren, entschieden wir uns für Canche aux Merciers. Ein räumlich kleines aber mir sehr ans Herz gewachsenes Gebiet. Wie immer musste ich die Dachkante neben Supercrack machen (hier merkte ich wie nötig ich richtigen Fels hatte, die Hooks saßen anfänglich nicht und die schlechten Griffe fühlten sich unmöglich an, im zweiten Versuch gings dann aber wieder spielend). Le Nez direct (fb 7a+) ging immer noch nicht, Le Nez (fb 6c) dafür gleich im ersten Versuch. Nachdem in Supercrack (eigentlich La Grande Marche fb 7a+) ein paar Engländer spielten, hatten wir eine gute Ausrede dieses geniale Rissdach anzufassen und mitzuspielen. Seit drei Jahren fasse ich jedes Jahr hin, aber der enge Riss weißt mich jedes Mal zurück. So auch dieses Jahr, aber eng ist ein ziemlich dehnbarer Begriff und nach einigen Versuchen fehlte mir nur noch das Nachschnappen mit der Rechten in den besonders schlechten zweiten Griff. Als dieser Griff endlich ging, kam ich so gepumpt an der Dachkante an, dass ich  noch vor dem Mantle fiel......DAMN......Pause und endlich gehts und sieht auch total flüssig und entspannt aus (angefühlt hat es sich eher nach....au au au au AUTSCH). Ein genialer zweiter Tag...meine erste fb 7a+!...es kann ja nur noch besser werden.
Auch für Karin liefs gut, eine ganze Reihe orangene Probleme fielen und so schmeckte uns beiden das Apres Boulder Bier umso besser.
2011_04_17_Canche aux Merciers

18.04. Potala
Es war heißt, unerträglich heiß. Obwohl Potala weitgehend im Wald liegt war an hartes Bouldern kaum zu denken. OK vielleicht fühlte ich mich auch schlecht weil ich mir offensichtlich einen Sonnenbrand geholt hatte und vor allem meine Kopfbedeckung vergessen hatte. Eine Stoffwindel von Feli schaffte Abhilfe, aber der Schädel war da und das lätschig sein auch. Also ab in den Schatten, rumgeflätst und blöd geredet....das kann ich immer.
2011_04_18_Potala

19.04. Bas Cuvier/Buthiers
Potala war uns eine Lehre. Um der Hitze ein Schnippchen zu schlagen, legten wir in Bas Cuvier eine Frühsession ein. Um 8 Uhr abfahren, kurzes Frühstück im Gebiet und dann im ältesten und größten Gebiet von Bleau anreißen. Anreißen war jetzt vielleicht etwas übertrieben, nach ein paar Versuchen in Cortomaltese (fb 6c+/7a) und Helicopter (fb 7a) hatte ich nämlich böse Arm und Schulter! So ein Dreck, aber gut für Karin, die hatte damit nämlich ihren persönlichen Spotter. Einer mit einem lahmen Flügel aber dummes Quatschen ging ja noch, besser als nichts. Vladi probierte noch Joker (fb 7a), aber ziemlich bald holte uns die Hitze wieder ein.
Damit Karin noch ein wenig Fels anfassen konnte, fuhren wir am Abend mit Marie nach Buthiers, Der orangene Circuit dort hat zwar ein paar hohe Probleme ist aber eigentlich richtig schön. Der getapte Arm machte in dieser Liga auch wieder mit und so konnten wir die ersten 30 Probleme (von 44) lösen. Im Dunkeln machten wir uns noch eine Grill-Calzone, wieder ein fast perfekter Tag.
2011_04_19_Bas Cuviere-Buthiers

20.04. Pausetag Paris
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Pausetag = Paris. Eine einfache Gleichung und die geht immer auf. Bootsfahrt auf der Seine, romantisches Abendessen, was will man mehr.
2011_04_20_Paris


21.04. Petit Bois
Nachdem wir ja schon wussten, dass:
Hitze = schlecht
versuchten wir es einfach mit:
Hitze + Laubwald = OK.
Petit Bois bei Nemours ist das Gebiet mit Big Jim (fb 6c, High Ball, 5 1/2-6 m), La Baleine (fb 7a+) und L'œuf (fb 7b), vor ein paar Jahren besuchten wir es schon einmal. Seit damals hatte sich viel getan. Der gelbe und der Blaue Circuit wurden neu markiert und vor allem vom Dickicht befreit. La Baleine sieht immer noch beeindruckend aus und Big Jim ist immer noch "scheißenhoch", da hatte sich also nichts geändert. Vladi, Wini und ich spielten ein wenig an Big Jim, später dann an La Baleine (dort spielte eher nur Vladi). Nach einer Pause verließen uns Laura, Claudi und Vladi. Wini und ich widmeten uns wieder Big Jim. Die wackeligen Passagen bis zum letzten Loch vor der Kante spielten sich immer besser ein, aber die Sprünge und Stürze aus über 3 Meter (Fußhöhe) flößten mir zunehmend Respekt ein. Der Dynamo aus dem Loch an die Kante wollte (vor allem mit dem Schiss vor der Absprunghöhe) nicht klappen. Auch die finnischen Jungs, die noch mit uns probierten schafften den Zug nicht. Erst als ich mich entschieden hatte Big Jim dieses Jahr keinen Besuch mehr abzustatten löste sich die Anspannung und Karin und ich konnten noch ein paar blaue und gelbe Probleme lösen um den Tag ausklingen zu lassen.
2011_04_21_Petit Bois


22.04. Cuisiniere
Karfreitag, der Wald von Franchard war voll und heiß. Die Sonne brannte noch unbarmherziger als die Tage zuvor und mein Flügel lahmte wieder mal. Karin und ich hirschten durch den Wald auf den Spuren des orangenen Circuit, der eher etwas mit Orientierungslauf zu tun hatte als mit Bouldern, aber trotzdem irgendwie...eigen, weil schön war er nicht. Als wir wieder zu den anderen stießen, konnte ich zumindest Pas Glop (fb 6a) flashen. Das wars für den Tag dann aber auch. An einem Schiffsbug (fb 6b) etwas unter Karma biss ich mir am letzten Zug die Zähne aus.
2011_04_22_Cuisiniere

23.04. 95,2
Nach der großen Hitze hatte es in der Nacht endlich geregnet, Petit Bois fiel damit aber flach. So schwenkten wir auf 95,2 um, wo jeder von uns noch eine Rechnung offen hatte. Claudi war am Morgen nach Hause gefahren und auch Marie, Wini und Feli kamen nicht mehr mit. Zu viert spielten wir am Weg nach 95,2 an Yogi und Yoga, unter anderem weil der Parkplatz voll war und wir fürchteten wie in Cuisiniere überrannt zu werden. Diese Furcht stellte sich als unbegründet heraus. Der Hügel von Retour aux Sources war schon fast gespenstisch leer. Duel dans la Lune (fb 6c) lag im Schatten und nach einigen Versuchen konnte ich das Problem wieder lösen. Wie Rude Boy (fb 7a) allerdings gehen soll ist mir ein Rätsel (für Vladi nicht der hats nämlich weg gehauen). Auch an Retour aux Sources (fb 7a+) spielte niemand, nur ein paar Franzosen picknickten und verräumten ganz unauffällig eine Stahlbürste als wir ziemlich missbilligend zu ihnen sahen. Die Züge bis zum Zugreifen vor dem Ohr liefen auf Anhieb recht gut, aber da der Block voll in der Sonne lag und ich mir sowieso wenig Illusionen über meine Fähigkeiten die nächsten Züge zu lösen machte, wechselte ich zu Tentation (fb 7a). Den Hook vom letzten Jahr konnte ich nicht setzten und auch sonst fühlten sich alle Züge falsch an. Auch Vladi hatte Probleme bis zur Zange an der Vorderkante zu kommen.....meine Laune ging eher gegen Null. Also wieder abflaken. Nach einiger Zeit und einem Schläfchen kamen Gabs, Dani und Andre vorbei. Dani spielte mit mir Tentation weiter während die Anderen an Retour aux Sources bastelten. Plötzlich hielt der Hook und auch die Züge fielen leichter (was sicher nichts damit zu tun hatte, dass die Sonne nicht mehr direkt drauf knallte, ich Hornochse). Einige weitere Versuche und plötzlich hatte ich die Ausstiegskelle in der Hand, ganz einfach, warum nicht gleich?
Karin hatte an diesem Tag ihren gehassten Zwerg rein durch Technik gelöst (wirklich schön und vor allem reproduzierbar) und so konnten wir getrost entscheiden am nächsten Tag die Heimreise anzutreten. Das Gewitter und der Regen in der Nacht bestärkten uns nur noch in unserer Entscheidung.
2011_04_23_95,2

25.04. Isar
Einen Tag und 900 km später an der Isar liegend hat das schreiben richtig Spaß gemacht. In Erinnerungen schwelgen, auch wenn diese erst ein paar Tage alt sind. Ich möchte allen für den schönen Urlaub danken. Allen voran Karin, die mich auch noch erträgt wenn ich ein Problem gelöst habe und ihr dann jeden Zug schon mindestens zum 20sten Mal erklärt habe. Aber auch Laura, Vladi, Claudi, Marie, Wini und Feli für das wahrscheinlich entspannteste Bleau überhaupt......Danke.

Sonntag, April 10, 2011

Bouldern in Buchenhain und am Beach - 09./10.04.2011

Da Karin am Samstag arbeiten musste fuhr ich mit dem Fahrrad nach Buchenhain und boulderte dort ein wenig. Die kurze Session war für Buchenhain überraschend gut und somit das Wetter perfekt genutzt.
Sonntag waren wir dann beim Geburtstag von Karins Tanten in Franken. Den Vormittag nutzten wir aber noch an der Mühlwand (Beach) in Velden um ein wenig zu bouldern und uns für nächste Woche in Bleau warm zu machen.
2011_04_10_BouldernBeach

Montag, April 04, 2011

Piz Palü Überschreitung und Fortezza - 02./03.04.2011

Das letzte Wochenende mit seinem super Wetter sollte der krönende Abschluss für diese Tourensaison werden. Aus diesem Grund fuhren wir (Karin, Stephan, Peter und ich) ins Oberengadin zur Diavolezza Talstation um am Samstag zum Berghaus Diavolezza aufzusteigen und Sonntag den Palü zu machen. Der Aufstieg durch das Skigebiet zeigte sich aufregender als gedacht und wir konnten zusehen wie Lawinen vom Hubschrauber aus abgesprengt werden. Trotz dieser Verzögerung von 45 Minuten konnten wir das Berghaus Diavolezza nach 3 1/4 Stunden (900 hm) erreichen. Der Ausblick in den Thronsaal der Alpen war dann der Lohn für den Aufstieg (und den Sonnenbrand).
Sonntag starteten wir dann um 6 Uhr mit einer knackigen (weil pickelhart, steil und in Fels durchsetztem Gelände) 200 hm Abfahrt auf den Pers Gletscher. Dort wurde aufgefellt und bei langsam beginnender Dämmerung gings über stufiges Gelände zum unteren Eisbruch. Durch diesen hindurch und immer weiter Richtung der Schulter östlich des Piz Palü. Die vielen anderen Leute störten eigentlich nicht weiter, nur 3 Führergruppen mit insgesamt über 20 Leuten nervten im letzten Hang vor der Schulter brutal. Auf der Schulter ließen wir unsere Ski nicht zurück, da wir am Vorabend gehört hatten, dass die Überschreitung ganz gut gehen sollte. Nach 4 Stunden erreichten wir alle den Hauptgipfel und konnten (im Gegensatz zu den Anderen die ihre Ski auf der Schulter zurück gelassen hatten) weiter Richtung Piz Spinas absteigen. Nach einem kurzen Abstieg durch einen Felsriegel gings dann auf Skiern weiter zur den Bellavista Terrassen und von dort aus Richtung Fortezza Grat. Leider verpassten wir die Einfahrt ins "Loch" und standen plötzlich vor der ersten Abseilstelle der Fortezza. Nach dreimaligem Abseilen kam eine ziemlich beschissene Querung in fauligem Schnee und zwei weitere Abseilstellen. Von dort aus wurde dann in teilweise hüfthohem Schnee zum letzten Gratabschnitt gequert und dieser in kombiniertem Gelände überklettert bis wir endlich (nach 3 Stunden Kampf und Krampf) unsere Ski wieder anziehen konnten. Der Fortezza Grat wird im Sommer mit WS / II angegeben, wobei es uns durch den sehr weichen Schnee etwas schwerer vor kam. Nach diesem Intermezzo fuhren wir die verbleibenden 1500 hm über den Monteratsch Gletscher ab. Die Rätische Bahn brachte uns schlussendlich nach einem wohlverdienten Radler zurück zu unserem Auto an der Diavolezza Talstation.
Insgesamt eine 10 1/2 Stunden Tour mit sehr eindrücklicher Landschaft und einigen (an der Fortezza) ziemlich ausgesetzten Stellen. Die perfekte Tour um die Saison zu beenden, danke noch mal an Stephan und Peter, dass sie uns auf dieser Tour begleitet haben.
2011_04_03_PizPalü

Montag, März 28, 2011

Skitour aufs Hohe Brett und die Lampsenspitze 26./27.03.2011

Obwohl das Wetter fürs Wochenende nicht wirklich gut angesagt war, konnten wir zwei wirklich schöne Skhitouren gehen. Am Samstag das Hohe Brett (2338 m) im Berchtesgadener Land und am Sonntag die Lampsenspitze (2876 m) im Sellrain.

Das Brett folgt zuerst der Aufstiegsroute auf den Hohen Göll durchs Alpeltal. Auch dieses Mal hieß es tragen bis zur zweiten Steilstufe. Die Touren trennt sich dann am Anfang der Umgäng, auf  den Göll gehts durch die Umgäng zur Südrinne wärend man auf das Hohe Brett gleich die steile Rinne Richtung Gipfel empor steigt. Den Gipfel konnten wir nach 3:20 Stunden erreichen bei relativ wechselhaften Wetter und sehr starkem Wind. Im Gegensatz zum Göll hatten sich aufs Brett nur relativ wenige Skitourengänger verirrt. Die Abfahrt war dann bis auf ein Stück in der Mitte überraschend gut und nach einigen Pausen kamen wir wieder heil am Auto an.
2011_03_26_HohesBrett

Sonntag wollten wir eigentlich mit Tommi auf die Hohe Munde, das schlechte Wetter und die geringe Schneelage ließen uns dann aber weiter ins Sellrain fahren wo wir bei wirklich gutem Wetter (wer hat bei der Vorhersage auch gerechnet einen Sonnenbrand zu bekommen) auf die Lampsenspitze gingen. Bis zum Satteljoch benötigten wir 2:45 Stunden, wo Karin zurück blieb. In weiteren 10 Minuten waren wir dann zu Fuß am Gipfel, den wir sogar ein wenig für uns alleine hatten. Die Abfahrt gestaltete sich als wirklich interessant da der Schnee eine Mischung aus Harsch und Sulz war. Den Haxen hat sich keiner gebrochen und somit konnten wir die Supertour im Sonnenschein mit einem Weißbier beschließen.
2011_03_27_Lampsenspitz
Am Montag waren die Füße dann sogar ein wenig schwer nach so einem 2500 hm Wochenende.

Montag, März 21, 2011

Bouldern Chironico - 19./20.03.2011

Die starken Neuschneefälle und das kalte Wetter trieben uns (Laura, Steffi, Vladi und Stefan) dieses Wochenende ins warme Tessin zum Bouldern in Chironico. Die Sonne lies uns fast vergessen, dass an der Alpennordseite noch tiefster Winter herrscht. Viel gezogen habe ich nicht, aber das in der Sonne fläzen war die 5 Stunden Fahrt schon wert. Nächstes Mal dann wieder schwerer als 6a+/6b.
2011_03_20_Chironico
Richtig schöne Fotos hat der Vladi gemacht.

Sonntag, März 13, 2011

Skitour Hochfügen / Zwieselbacher Rosskogel - 12./13.03.2011

Am Samstag nutzten wir das schöne Föhnwetter um mit meinen Eltern eine kleine Skitour in Hochfügen zu machen. Karin und Mama blieben auf der Holzalm wärend ich mit Papa noch Richtung Marchkopf aufstiegen (zumindest noch ein Stück). Bei der Abfahrt holten wir die beiden Mädels an der Holzalm ab und fuhren gemeinsam ins Tal (bzw. Mama ging mit ihren Schneeschuhen).
2011_03_12_SkitourHochfügen

Sonntag zeigte sich das Wetter leider nicht von seiner besten Seite, was Hannes und mich aber nicht hinderte den Zwieselbacher Rosskogel im Sellrain in Angriff zu nehmen. Zwischenzeitlich zeigte sich auf dem 3 Stunden 10 Minuten Aufstieg sogar die Sonne. Nach einer kurzen Gipfelrast wollten wir eigentlich noch den Rotgrubenspitz machen. Das Wetter drückte allerdings immer schlechter von Süden herein, so dass wir uns entschieden abzufahren. Eine nette Tour die entfernungsmäßig an die Touren ins Watzmannkar erinnert (1450 hm, 7,5 km).
2011_03_13_ZwieselbacherRosskogel

Sonntag, Februar 27, 2011

Pitztal Freeriden - 26./27.02.2011

Dieses Jahr gings mit den Kletterern nicht nach Obertauern sondern ins Pitztal. Für diese Entscheidung wurden wir mit einem absoult genialen Powder- und Sonnentag am Samstag belohnt. Aufgestiegen wurde nicht viel, dafür umso mehr abgefahren, am Ende dann auch über den Taschachferner nach Mittelberg. Diese Abfahrt konnten wir, wie viele andere an dem Tag, als Erste einspuren. Sonntag war dann zwar wieder super Powder, aber die Sicht hielt sich in Grenzen. Ein traumhaftes Wochenende mit vielen, vielen, vielen Abfahrtshöhenmetern (there are no friends on powder days!).
2011_02_26_Pitztal

Sonntag, Februar 13, 2011

Wandertag zu den Renkfällen - 13.02.2011

Der Plan war eigentlich recht simpel. Am Samstag Abend nach Ried im Oberland fahren, dort übernachten und in aller Frühe zu den Renkfällen zusteigen, um möglichst viel Eis am Ende der Saison noch mitzunehmen. Um 1/2 6 Uhr läutete unser Wecker und wir (Jaro und ich) machten uns auf den Weg Richtung Gfrans. Die letzten paar Kilometer fuhren wir dann mit David und Kai, da unsere Schneeketten nicht passten und die beiden direkt hinter uns kamen um auch zu den Renkfällen zu gehen. Jaro blieb von Anfang an etwas zurück, worüber ich mir eigentlich keine Gedanken machte. Ab der Brücke unterhalb der Stalanzalm sah ich ihn dann auch nicht mehr, da wir aber sowieso an der Stalanz frühstücken wollten, dachte ich er würde bald kommen. Nach 30 Minuten kam dann aber immer noch kein Jaro und die anderen Beiden gingen weiter zu den Fällen, ich kehrte um und stieg bis zur Brücke ab. Da ich ihn immer noch nicht gesehen hatte und nicht wusste ob er nicht die andere Talseite (dort waren Spuren) zum Aufstieg genutzt hatte stieg ich wieder zur Stalanz auf und weiter zu den Einstiegen, aber auch dort war kein Jaro. Da sein Telefon auch ausgeschaltet war machte ich mir langsam Sorgen. Eine nachkommende Seilschaft erzählte mir, dass sie jemanden mit gelbem Halbseil talauswärts gehen gesehen haben, also wartete ich mit dem Anruf bei der Bergrettung und machte mich schleunigst an den Abstieg. Bei der Wildfütterung am Beginn der Forststraße fand ich dann Jaros Rucksack. Nachdem ich ihn gerufen hatte fand ich auch Jaro, der sich sich in einen Hochstand gelegt hatte weil es ihm nicht gut ging. Nach einer weiteren 1/2 Stunde kamen wir dann wieder beim Auto an, ohne Eisklettern aber mit einigen Höhenmetern in den Beinen (zumindest ich). Insgesamt dauerte unser Wandertag heute 4 1/2 Stunden mit 1000 hm und einigen Entfernungskilometern.
2011_02_13_Renkfaelle

Samstag, Februar 05, 2011

Schön Cup und Skitour auf die Hochalm - 05.02.2011

Freitag Abend fand am Götschen der 4. Schön Cup statt. Karin und Julia konnten den Sieg in ihrer jeweiligen Altersklasse erringen und Karin wurde nur von einer Fahrerin aus der Jugendklasse im Kampf um den Tagessieg abgehängt. Ich wurde 7. bei den Snowboardern (ok, das nächste Mal streng ich mich dann ein wenig mehr an).
Samstag gings dann um 9 Uhr von der Pfeifenmacherbrücke (670m) in der Ramsau Richtung Eckaualm. Von dort stiegen wir durch den steilen Wald zur Hochalm auf und dann weiter über das kupierte Gelände zum höchsten Punkt (2011m) unter der Blaueisspitze. Für die 1350 hm benötigten wir 3 3/4 Stunden und somit hatten wir uns eine Pause in der Sonne redlich verdient. Der erste Teil der Abfahrt führte dann über das weitläufige Gelände in überraschend gutem Schnee, aber ab der Baumgrenze war der Schnee dann genau so beschissen wie erwartet. Eine sehr schöne Tour, vergleichbar mit dem Watzmannkar aber kürzer und etwas weniger überlaufen.
2011_02_05_Hochalm

Montag, Januar 24, 2011

Skitour Ackerlhütte - 21./22.01.2011

Am Samstag hatte der Peter Geburtstag und in diesen wollten wir auf der Ackerlhütte hinein feiern. Da auch im Kaiser wenig Schnee war, stiegen die Anderen (Anna, Peter, Johnna, Martin, Mattze und Alejandro) ohne Ski auf. Wir probierten es eine Stunde später mit Ski. Nach einem kurzen Verhauer und ein paar aperen Stellen im unteren Teil gings über die teilweise steilen Hänge östlich des Skywalks (östlichster Sektor am Schleier) hinauf. Nach 2 Stunden 15 Minuten hatten wir die 700 hm auch zurück gelegt und die Anderen warteten schon mit einem Abendessen in der geheizten Hütte auf uns. In der Nacht und zum Sonnenaufgang zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und die Abfahrt durch den frischen Pulver war einfach ein Traum.
2011_01_21_Ackerlhuette

Sonntag, Januar 16, 2011

Grünstein - 16.01.2011

Am Sonntag wollten wir mit meinen Eltern den Grünsteinklettersteig begehen. Leider ist dieser im Winter nicht nur gesperrt, sondern auch die Seile am Einstieg abmontiert und stattdessen Stacheldraht eingehängt. Auf den Grünstein wanderten wir dann trotzdem bei bestem Wetter (750 hm, 1 1/2 Stunden) und genossen den Ausblick zum Untersberg, Göll, Watzmann und Hochkalter.
2011_01_16_Gruenstein

Montag, Januar 10, 2011

Eisklettern Grawa Eisgartl - 08./09.01.2011

Am Wochenende stand der Start in die Eissaison mit Jaro am Programm. Trotz des Föhneinbruchs fanden wir im Grawa Eisgartl im Stubaital gute Bedingungen und wir konnten am Samstag den 4. Zwerg und am Sonntag das Schneewittchen klettern. Beide Touren dürften im Moment ein wenig schwieriger sein als normal (ich glaub ich habe selten so in einer angeblichen WI 3 geschwitzt wie in der letzten Seillänge des 4. Zwergs), vorallem da das Schneewittchen oben noch nicht ganz zusammengewachsen ist.
Der Samstag hatte schon mal "gut" begonnen, ich habe meine Geldtasche (samt Karten und Ausweisen) zu Hause vergessen (natürlich merkte ich das erst kurz vor Innsbruck). Als wir dann mit fast leerem Tank im Stubaital ankamen war das alles vergessen, doch das nächste Missgeschick kam in der 4. SL (für uns 3. weil wir unten zusammenhängten). Ich wollte gerade losklettern und beim Umgreifen an einem Eisgerät schlug ich mir das Zweite heraus. Dieses stürzte dann mit mehr oder weniger lautem Getöse in die Tiefe....Scheiße....naja dann ging die SL doch an den Jaro, der mir dann eines seiner Nomics an einem Seil herunter warf. Beim Abseilen war dann mein zweites Quantum nicht zu finden und am Weg zum Auto der nächste Schreck, wo ist der Autoschlüssel? Nach einigem Suchen in allen Taschen stellten wir fest, er muss noch stecken, im Auto, im Zündschloss, zum Glück wars noch da. Nach einem kurzen Anruf bei Vroni und Moschti dann die Erkenntnis, in der Kletterhalle Imst werden Eisgeräte verliehen. Also auf nach Imst und dann nach Ötz um bei Vroni, Moschti und Jamie zu schlafen.
Der Sonntag startete besser als der Samstag (naja ich hatte auch nicht mehr viel zum Vergessen/Verlieren). In der ersten Seillänge von Schneewittchen verlor ich dann aber das ganze Vertrauen in meine Fähigkeiten (mein Quantum hat zwar gut gezogen, aber der geliehene Phrugo war etwas gewöhnungsbedürftig) weshalb ich auch Jaro die schwere zweite Seillänge vorstiegen lies. In dieser kam uns ein wahrer Sturzbach entgegen. Die dritte Seillänge kletterte dann wieder ich und Jaro machte zum Abschluss noch den Ausstiegszapfen der im Moment noch nicht zusammengewachsen ist. Ich war etwas überrascht wie gut ich den dann nachgestiegen bin, aber ich hatte ja auch Hilfe in Form eines Seils von oben herab. Beim Abseilen wechselten wir dann wieder in den 4. Zwerg und siehe da, ich hab mein zweites Quantum in einem Strauch neben dem Fall wieder gefunden. Damit wars dann doch nicht so ein beschissenes Wochenende wie anfänglich gedacht und fürs nächste Mal passe ich wieder besser auf meine Geräte auf.
Der Phrugo war nach einer kurzen Gewöhnungphase dann auch ganz gut zum Klettern, aber ich bleibe dann doch bei meinen Quantum.
2011_01_09_GrawaEisgartl

Freitag, Januar 07, 2011

Skitour Hirschberg - 06.01.2011

Im Gegensatz zu letztem Jahr wollten wir dieses Jahr den Dreikönigstag etwas ruhiger und unanstrengender begehen. Deshalb starteten wir bei Eisregen in München zu einer Skitour zum Hirschberg. Diese Anfängerskitour ist echt nett, wenn auch sehr überlaufen. Die Aussicht vom Gipfel macht diese Tour aber sehr reizvoll. Der erste Teil führt an der Piste des Hirschberglifts hoch (45 Minuten, 400 hm), dann gehts entweder flach bis in den kleinen Kessel und dann rechts zur Rauheckalm, oder gleich rechts durch den Wald über den Sommerweg zur Rauheckalm (45 Minuten, 300 hm). Von der Alm dann die letzte Steilstufe zum Ostgipfel (30 Minuten, 200 hm) und flach in 10 Minuten zum Westgipfel mit dem Kreuz. Beim Aufstieg schaute sogar die Sonne heraus und das Wetter hielt auch während unserer Rast an einer kleinen Hütte unter dem Gipfel sowie die 30 Minuten Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt.
2011_01_06_SkitourHirschberg

Montag, Januar 03, 2011

Silvester Pfitscher Joch/Stampflkees - 31.12.2010-02.01.2011

An Silvester stiegen Karin und ich wieder zum Pfitscher Joch auf. Im Gegensatz zu letztem Jahr nutzten wir den Sommerweg, über den wir bei bestem Wetter in 3 Stunden das Joch und damit unseren Zeltplatz erreichten. Nach dem wir uns häuslich eingerichtet hatten machten wir noch einen Abstecher zur Zollhütte auf österreichischer Seite und genossen noch den Sonnenuntergang im Windschatten des Pfitscher Joch-Hauses. Um Mitternacht hatte sich der Wind wieder gelegt, trotzdem war es bitterkalt und im Gegensatz zu letztem Jahr war es stockfinster. Da es keinen Nebel im Tal gab wie letztes Jahr, hatten wir super Sicht auf die Feuerwerke im Pfitschertal.
2011_01_01_SilvesterPfitscherjoch

Nach unserem obligatorischen Lachsfrühstück, starteten wir um 11 Uhr Richtung Stampflkees. Der immer noch stark blasende Nordwind machte uns das Leben über das kupierte Gelände unter die Grawand auch nicht leichter und so kehrten wir nach einer Pause am letzten großen Felsblock vor dem Stampfelkees um. Die Abfahrt war wie erwartet auch nicht das Gelbe vom Ei, allerdings gingen sich in den eingewehten Bereichen ein paar schöne Schwünge aus.
2011_01_01_Stampflkees

Die zweite Nacht zeigte sich dann noch kälter (-10°C) und am Morgen war das ganze Joch im Nebel. In diesem Nebel gings, nachdem wir unsere sieben Sachen gepackt hatten, entlang der Straße hinunter. Knapp oberhalb der Kehre 5 lichtete sich der Nebel dann und gab einen Blick auf Hochferner und Weißspitzen  Nordwände frei. Die restliche Abfahrt war zwar noch recht weit und flach, aber dafür auch recht sicher. Wie letztes Jahr ein sehr schöner Jahreswechsel, wenn auch irgendwie ganz anders.
2011_01_02_AbfahrtStein

Donnerstag, Dezember 30, 2010

Einen guten Rutsch ins neue Jahr

Das alte Jahr geht zur Neige, viel ist passiert im letzten Jahr. Viel Gutes (z.B. super Touren wie Crack Baby, Ende Nie, Nollen am Mönch,...) ist geschehen aber leider auch einige tragische Unfälle (z.B. der Unfalltod von Kurt Albert im September und am 28.12.2010 von Michl "Urmi" Uhrmann). Wir freuen uns auf jeden Fall wie a Schnitzl aufs nächste Jahr und was da so kommen wird.
Karin und ich werden wieder romantisch biwakieren, wo und wie genau schreib ich euch dann am 02.01.2011.
In diesem Sinne, allen ein gesundes und gutes Jahr 2011.

Sonntag, Dezember 26, 2010

Skitour Stahlhaus und Jenner - 26.12.2010

Von Hinterbrand aus gings mal wieder aufs Stahlhaus, diesmal aber nicht über die Jennerwiesen und Klaus-Maxei sondern über die Königsbachalm (der Hohlweg von den Jennerwiesen zum Klaus-Maxei ist inzwischen für Skitourengeher gesperrt). Für die 700 hm benötigten wir 2 Stunden 10 Minuten. Nach einer Suppe und einem Tee schauten wir noch auf den Jenner-Gipfel (1874 m). Insgesamt waren es 1000 hm in 3 Stunden und eine 30 minütigen Abfahrt zurück nach Hinterbrand.
2010_12_26_StahlhausJenner

Donnerstag, Dezember 23, 2010

Feierabendskitour aufs Plattl - 23.12.2010

Karin holte mich heute direkt nach der Arbeit ab und wir machten uns noch auf den Weg aufs Plattl (Hochplatte, 1813m). Weil Karin noch leicht erkältet war begleitete sie mich nur bis zur Falkenmoosalm, von wo sie nach einer kurzen Pause im letzten Licht abfuhr. Ich legte den Rest zum Gipfel alleine zurück und war froh meine Stirnlampe für die Abfahrt dabei zu haben. Eine sehr nette Tour, wenn auch der Schnee heute echt beschissen war. Danach feierten wir mit meinen Eltern unsere traditionelle Waldweihnacht, die diesmal besonders schön war.
Falkenmoosalm: 420 hm, 1,5 Stunden
Plattl: 480 hm, 1 Stunde
Gesamt: 900 hm, 2,5 Stunden, 45 Minuten (im Dunklen)
2010_12_23_SkitourPlattl

Sonntag, Dezember 19, 2010

Skitour Seekarkreuz und Brandkopf - 19.12.2010

Bei perfektem Wetter gings heute mit Tommi von Winterstube über die Schwarzentennalm auf den Brandkopf und dann weiter auf das Seekarkreuz. Die ersten 200 hm zur Schwarzentennalm sind sehr flach allerdings wirklich idyllisch, weiter gings durch den Wald bis unterhalb des Brandkopfs und dann über die freien Hänge zum Brandkopf (900 hm, 2 Stunden 25 Minuten). Wegen des Windes fuhren wir sofort ab zum kleinen Sattel zwischen Brandkopf und Seekarkreuz und von hier aus stiegen wir die letzten 150 hm zum Gipfel auf (20 Minuten). Der immer stärker werdende Wind vergönnte uns keine Pause am Gipfel, dafür entspannten wir uns an der Rauhalm nachdem wir vom Gipfel über den traumhaften Osthang abfuhren. Nach einem kurzen Gegenanstieg gings wieder durch den Wald zur Schwarzentennalm und über die Rodelbahn zum Auto. Eine schöne Skitour die allerdings eher aufstiegsorientiert ist, insgesamt waren es 1100 hm in 3 Stunden 40 Minuten.
2010_12_19_Seekarkreuz

Samstag, Dezember 18, 2010

Jochberg Nordwand Solo-Versuch - 18.12.2010

Nachdem es die letzten zwei Wochen doch recht kalt war wollte ich die Bedingungen am Jochberg testen. Die Morgenstimmung war dann aber auch das Beste des Tages. Der viele Niederschlag der letzten Tage hatte einen schönen Eisaufbau verhindert (zumindest in der eher flachen Rechten Rinne, es sah so aus als würde im Amphitheater schon was stehen). Zum Einstieg der Rechten Rinne musste ich in teilweise mehr als knietiefem Schnee spuren (100hm, 1/2 Stunde). Der erste große Aufschwung in der Rinne war schon sehr scary, dünnes, schlechtes Eis unter dem der Bach noch schön floss und ein Ausstieg im Fels mit Schneeauflage. Nachdem sich die Bedingungen in den nächsten zwei kleineren Aufschwüngen nicht gebessert hatten zog ich die Notbremse in Form einer Querung in den steilen Wald, stieg ab und fuhr nach Hause.  Alles in allem waren es 200 hm bis hüfttiefes Spuren in etwa 1 1/4 Stunden und zumindest das Wetter und der Ausblick waren es wert um 7 Uhr das warme Bett und die Karin zu verlassen.

2010_12_18_JochbergSolo

Sonntag, Dezember 12, 2010

Skifahren Kühtai / Skitour Mooserbaumgartenalm - 11./12.12.2010

Nach einer ziemlich bescheidenen Fahrt von München ins Ötztal am Freitag, machten Moschti und ich das Kühtai am Samstag Vormittag unsicher. Karin konnte leider nicht mit weil sie krank war. Am Abend besuchten wir dann noch meine Eltern und den Adventmarkt in Jenbach. Am Sonntag spazierten mein Dad und ich mit Tourenski auf die Mooserbaumgartenalm unterhalb des Wiedersbergerhorns. Durch den starken Schneefall wurde es eine geniale Powderabfahrt. Danach gabs noch gutes Essen im Kaiserhaus.
2010_12_12_Mooserbaumgartenalm

Montag, Dezember 06, 2010

Advents Bouldercup/Skitour Götschen - 04./05.12.2010

Alle Jahre wieder kann man im Heavensgate beweisen wer die härtesten Nüsse hat. Dieses Jahr von Dave Cato und Markus Grünebach geschraubt und wirklich wieder eine super Veranstaltung. Fotos vom Wettkampf gibts hier und einen Bericht hier. Übrigens bin ich mit 24 Flash, 5 Top und 5 Zonen immerhin 33er geworden.

Sonntag machten wir dann einen Abstecher in BGD zum Buttenmandllaufen und der ersten Skitour der Saison. Nachdem trotz der ganzen Schneehysterie noch recht wenig liegt, entschieden wir uns für Karins alte Ski und dem Götschen von BW aus als Ziel. Eine schöne Eingehtour mit noch ganz schön vielen Steinen.
2010_12_06_SkitourGoetschen

Sonntag, November 28, 2010

Höhenglück Steig Franken - 27.11.2010

Den Besuch am Nürnberger Christkindlesmarkt verbanden wir mit der Begehung des Höhenglück Steigs im Pegnitztal. Durch die winterlichen Bedingungen in Franken (10 cm Neuschnee) stellte sich der Steig als recht "interessant" heraus (warum Karin dann auch den 3. Teil nur mehr von unten kommentierte und fotografierte).  Das Wochenende ließen wir mit dem Besuch des Christkindlmarktes auf der Burg Hartenstein un der Besteigung des Hirtenbergs ausklingen. Ein wunderschönes, winterliches Wochenende mit viel gutem Essen.
2010_11_27_HoehenglueckSteig

Die Beschreibung des Steigs ist in DIESEM Bergzeit Magazin Artikel (Seite 3) schön zusammengefasst.

Freitag, November 26, 2010

Ice in the City - 25.11.2010

Alle Jahre wieder, der Ice Tower an der BMW Welt und wir wieder dabei. Dienstag mit Tommi, Anna und Peter (Peter wurde übrigens mit wahnsinnigen 21 Sekunden Tagessieger) und Donnerstag mit Karin. Den Tagessieg konnte ich mit 27 Sekunden leider nicht holen (der war gestern bei 19 Sekunden) aber Spaß hats trotzdem gemacht und irgendwie bin ich jetzt schon wieder ganz heiß auf gefrorenes Wasser.
2010_11_25_IceTower

Sonntag, November 21, 2010

Zillertaler Klettersteige - 20.11.2010

In den letzten Jahren hat das Zillertal zum Gerlosstein Klettersteig noch drei neue, zum Teil spektakuläre Ferratas bekommen. Am Freitag Nachmittag gingen meine Mum und ich in Mayrhofen den Hutalaner, um die Bedingungen nach der verregneten Woche auszuchecken. In 40 Minuten waren wir am Ausstieg und so wussten wir was wir am Samstag Vormittag tun wollten: nämlich den Zimmereben-Steig gehen. Dieser ist doch ein ganzes Stück anspruchsvoller als der Huterlaner, war aber trotz Nässe kein Problem für uns. 1 1/4 Stunden nach dem Einstieg war der Spaß leider auch schon wieder zu Ende. Meine Mum fuhr dann ins Ötztal während ich noch nach Ginzling zum Nasenwand-Steig schaute. Eine schöne Steiganlage, obwohl die Einstiegswand total vereist war. Die Schlüsselstelle beim Klettergarten Nasenwand war dann aber trocken, richtig hinlangen musste man trotzdem (D mit einer Stelle E). Für diesen Steig benötigte ich 1 Stunde 5 Minuten, was aber nicht über die Schwierigkeiten hinwegtäuschen soll (dieser Steig ist definitiv nichts für Anfänger). Am Abend besuchten Karin, Hannes, Tommi, Peter und ich den Chris Sharma Vortrag beim Alpintag in der BMW-Welt (den Tibet-Vortrag konnten wir wegen der miesen Organisation der Veranstalter leider nicht sehen).
2010_11_20_KlettersteigeZillertal

Samstag, November 13, 2010

Hoher Göll über Mannlgrat / Rauher Kopf - 13./14.11.2010

Alle Jahre wieder gehts auf den Göll, ob als Skitour (Alpetal) oder Kafferunde ohne Gipfel (Steftensteig) oder schöne Tagestour (Mannlgrat). Diesmal entschied ich mich für den Aufstieg über Steftensteig und Mannlgrat und den Abstieg übers Alpetal. Von der Scharitzkehl gings in 1 1/2 Stunden die 800 hm über den Steftensteig und weiter über den Mannlgrat zum Göll (800 hm, 2 Stunden). Wegen des kalten Windes machte ich mich sofort an den Abstieg, 2 1/4 Stunden und 1700 hm später an der Hinterbrandstraße nahm mich dann auch noch das dritte Auto mit in die Scharitzkehl, wo ich 6 Stunden nach meinem Start wieder am Auto ankam.
2010_11_13_HoherGoell

Das super Wetter am Sonntag nutzten Karin und ich für eine Wanderung auf den Rauhen Kopf. Von der Kastensteinerwand stiegen wir zum Kleinen Rauhen Kopf (750 hm, 1 1/2 Stunden) auf und dann weiter über den frisch ausgeschnittenen Steig zum Großen Rauhen Kopf (100hm, 20 Minuten). Am Vorgipfel steht eine der neuen Galileo GATE Teststationen, die wir uns natürlich auch gleich ansehen mussten. Eine Stunde später erwartete uns ein gewaltiger Rinderbraten von Karins Mutter, den wir uns nach der Runde schmecken ließen.
2010_11_14_RauerKopf

Sonntag, November 07, 2010

Götschen/Toter Mann - 06.11.2010

Um das gute Herbstwetter auszunutzen drehte ich eine kleine Laufrunde über den Götschen (650hm, 50 Min.) und den Toten Mann (200hm, 20 Min.) aufs Hochschwarzeck.
2010_11_06_Goetschen

Samstag, Oktober 23, 2010

Klettern Schleier - 23.10.2010

Um wieder ein wenig zu klettern und vor allem um ein bisschen an die frische Luft zu kommen gings heute zum Schleier. Da ich erkältet bin ging eigentlich nichts außer Chocolat (6a+). An der Grauenwand kämpften sich Hannes und Peter wacker Piranha (7a) hoch, wärend ich sie nur ein mal im Toprope probierte. Nach einem Versuch in einer 7a+ am Skywalk beendeten wir das Trauerspiel. Nächstes Mal geht sicher wieder mehr.
2010_10_23_Schleier

Sonntag, Oktober 17, 2010

Der NICHT Bergurlaub... - 02.-16.10.2010

...oder warum man in Indonesien immer eine Daunenjacke dabei haben sollte.

Geplant war der ganze Urlaub als Besuch bei Anne und Simon in Jakarta. Nachdem Jakarta aber nicht wahnsinnig viele Sehenswürdigkeiten hat und Simon leider nach Deutschland musste gings für uns nach einem Tag Jakarta (und zwei wahnsinnig genialen Nächten im Kempinski) mit dem Zug nach Yogyakarta (Yogya). Eine kleine Pension (Lucys Losmen) wurde unser Ausgangspunkt für unsere Erkundungstouren nach Borobudur und der Altstadt von Yogya. Weiter gings dann im Minibus (12 Stunden und die Javanesen fahren wie die Henker) Richtung Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark um dort den Sonnenaufgang am Bromo (2329m, Vulkan) zu erleben. Eine wirklich schöne Wanderung mit sehr netten Leuten (Solveig, Raoul, Uta, Jonny und Marlene) von denen wir uns leider trennen mussten, weil wir weiter aufs Ijen-Platteau wollten. Dort erwischten wir dann auch das gammeligste Zimmer unseres ganzen Urlaubs. Am Kawah Ijen beobachteten wir die Schwefelträger (direkt am Kratersee wird Schwefel abgebaut und von dort in Körben zum Kraterrand (ca. 30 Minuten) und dann weiter zur nächsten Straße (ca. 1 Stunde) getragen). Nach einer wirklichen Höllenfahrt über mehr Löcher als Straße wurden wir in Ketapang raus geworfen wo wir die Fähre nach Gilimanuk auf Bali nahmen und mit dem Local-Bus (an zwei kleinen Tempeln wurde noch angehalten um ein Opfer für eine gute Fahrt zu erbringen) nach Denpasar bzw. Sanur (wunderschöne Livemusik zum Abendessen am Strand) fuhren. Weiter gings über Padangbai und dann mit der Fähre nach Lempar auf Lombok und per Minibus (ja schon wieder, die Lombokianer fahren aber wesentlich gechillter als die Javanesen) nach Sengiggi wo wir uns in den Qunci Villas einmieteten und ein Trekking zum Rinjani organisierten.

Ausgangspunkt unserer Tour war Senaru (601 m) nördlich des Rinjanis. Dort trafen wir auf die anderen unserer Gruppe (Maarten (Holland), Bianca (Australierin, die erst bei der Position 3 mit unserem Guide auf uns stieß), Anja und Chris (sehr nettes deutsches Paar)), unsere drei Porter und unseren Guide Ismael (die waren übrigens alle mit Flip-Flops unterwegs). Bei bestem Wetter gings durch den drückend heißen Urwald zur Position 2 die wir nach ca. zwei Stunden erreichten. Nachdem unsere Träger nachgekommen waren wurde uns ein Mittagessen gezaubert, (das wie auch alle anderen Mahlzeiten wirklich ausgezeichnet war) dabei begann es zu regnen und zum ersten Mal waren wir froh um unsere warme Kleidung (den schlotternden, bis auf die Haut nassen Trägern gaben wir unsere 3-Lagenjacken ab und Anja und Chris bekamen meine Daunenjacke). In einer Regenpause starteten wir Richtung Position 3 (2150 m), die wir natürlich nicht trocken in etwas mehr als einer Stunde erreichten. Den restlichen Nachmittag/Abend verbrachten wir damit, unsere Kleidung zu trocknen, uns aufzuwärmen und auf unseren Guide zu warten. Als es dunkel wurde verkrochen wir uns in unsere Zelte, da wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang am Kraterrand sein wollten. Um kurz vor 4:30 Uhr starteten wir los und konnten die 500 hm zum Kraterrand rechzeitig zurücklegen um den wunderschönen Sonnenaufgang um 5:45 Uhr zu bewundern. Hier hieß es von Anja und Chris Abschied nehmen da die beiden wieder nach Senaru abstiegen während wir zum Kratersee  und den heißen Quellen (1950 m, 1 1/2 Stunden) aufbrachen. Um es gleich vorweg zu sagen, auf der ganzen Tour lag viel Müll herum, aber was uns an den heißen Quellen erwartete, übertraf einfach alles. Es wäre so schön bei den Quellen und am See aber statt dessen fühlt man sich wie auf einem Müllberg (alte Klamotten, Verpackungen, Dosen, Flaschen und ganz viel Scheiße). Nach dem Mitagessen gings dann wieder 700 hm im Regen hinauf zum Kraterand wo sich unser zweites Camp befand (ca. 2 Stunden). Bei leichtem Nieselregen verkrochen wir uns wieder früh im Zelt, da für den nächsten Tag um 2:30 Uhr aufstehen für die Tour auf dne Gipfel angesagt war. Die Nacht wurde sternenklar und schweinekalt und so froren wir vor allem in unseren nassen Schuhen am Weg zum Gipfel. Erst die letzten 300 hm waren durch das lose Geröll wirklich unangenehm zu gehen, aber nach 2:40 Stunden konnten Karin und ich als erste Hand in Hand am Gunung Rinjani (3726 m) stehen. Der Sonnenaufgang war fenomenal, wenn auch nicht ganz so schön wie am Kraterrand tags zuvor. Dank unserer Daunenjacken mussten wir nicht ganz so frieren wie alle anderen (siehe erster Satz!) weil kalt war es allemal. So kalt, dass am Gipfel ein steifgefrorener Affe lag den wir ins Camp trugen und unser Guide dort verscharrte. So unangenehm das lose Material beim Aufstieg war, so schnell und entspannt ging der Abstieg (allerdings auch nur für uns) und wir erreichten das Camp in 1:10 Stunden. Nach Bananapancakes zum Frühstück stiegen wir nach Sembalun (1100 m) in etwas mehr als 3 Stunden ab (1:10 Stunden zum C3, 30 Minuten zum C2 und 1:30 in den Ort). Eine schöne Tour, die vielleicht noch etwas schöner gewesen wäre wenn die Indonesier nicht immer alles wegwerfen müssten und die Organisation nicht das pure Chaos gewesen wäre. Hut ab vor den Trägern und dem Guide, die alles in Flip-Flops gemacht haben und teilweise gefroren haben wie die Schneider (Karin hat ihre 3-Lagenjake und die Fleecejake den Trägern geschenkt).

Nach unserer Rückkehr in die "Zivilisation" hieß es für uns noch ab auf die Gillis wobei uns Maarten und ein Deutsch/Schweizerisches Paar begleitete. So erreichten wir im letzten Licht mit einem kleinen gecharterten Boot Gilli Air, die kleinste der drei Gillis. Dort verbrachten wir bei schnorcheln,(mit Korallen, Fischen, Schildkröten und allem), schwimmen und im Schatten liegen noch 1 1/2 Tage bevor wir zurück nach Materam mussten, um unseren Flug nach Jakarta zu erwischen. Einen Abend später gings dann schon wieder zurück ins kalte, verregnete Deutschland.
Wie immer gibts eine kleine Fotoauswahl zu unserem Urlaub.
2010_10_IndonesienBlog

Dienstag, September 28, 2010

Kurt Albert ist tot - 28.09.2010

Ich weiß, dass das hier normalerweise mein Tourenbuch ist, der heutige Eintrag hat leider keinen Tourenbuchcharakter.

Kurt Albert beim Fachsimpeln mit unseren Jungs

Am Sonntag hat sich Kurt Albert bei einem Sturz aus dem Höhenglücksteig schwer verletzt und ist Dienstagabend verstorben. Dadurch hat die Klettergemeinde den Vater des Rotpunkt-Gedankens verloren. Mich macht so einen Unfall immer noch ein wenig mehr nachdenklich, wenn man den  Verunfallten auch persönlich kennen gelernt hat (wir hatten das Glück Kurt dieses und letztes Jahr beim Bouldern in Fontainebleau zu treffen).

Mein Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden (auch wegen der vielen Falschmeldungen der letzten Tage, die sicher sehr belastend waren).

Weitere Informationen: Bayrische Polizei, br-online.de

Montag, September 20, 2010

Schärtenspitze und s'Schuasta Gangl - 18./19.09.2010

Für das Wochenende war wenig stabiles Wetter vorhergesagt (was sich auch bewahrheitet hatte) und so verschoben wir den Königsjodler wieder (diemal denke ich endgültig auf nächstes Jahr). Um Samstag nicht untätig herum zu sitzen spazierten wir in 1 3/4 Stunden vom Hintersee zur Blaueishütte und in weiteren 1 1/4 Stunden auf die Schärtenspitze (3 Stunden, ca. 1400 hm). Der Abstieg führte uns dann über die Eisbodenscharte auf die Hochalm und von dort zurück zur Schärtenalm (2 Stunden). Auf der Schärtenalm genehmigten wir uns einen köstlichen Zwetschgendatschi und so gestärkt kehrten wir in 45 Minuten zum Auto zurück.
Gesamt: 1500 hm, 5 3/4 Stunden
2010_09_18_Schaertenspitze

Sonntag wollten wir dann doch noch einen Klettersteig machen. s'Schuatsta Gangl auf der Steinplatte war unser Ziel. Die gerade Mal 350 hm Zustieg (eine Stunde) und der kurze Abstieg (500 hm, 45 Minuten) lockten uns nach Waidring. Der Klettersteig selbst ist nicht all zu lang (45 Minuten) und nicht sehr schwer (C-D). Bei Nässe ist der Steig ein wenig unangenehm da er oftmals durch erdige/latschige Passagen führt und so die Schuhe trotz schönem, rauen Kalk gerne mal rutschen. "Da Knieschläderer" ist dann das wirkliche Highlight des Steigs. Im Großen und Ganzen ist s'Schuasta Gangl ganz nett, allerdings nicht mehr als eine kleine Kaffeerunde und nur für sehr schwache Geher eine Tagestour.
2010_09_19_Schustergangl

Sonntag, September 12, 2010

Zugspitze übers Höllental - 11.09.2010

Ist euch jemals aufgefallen, dass 3:30 Uhr viel brutaler klingt als 1/2 4? 1/2 4 Uhr wars nämlich als Samstag der Wecker läutete. Für unsere Tour durchs Höllental auf die Zugspitze hieß es früh aufstehen und so starteten wir um 5 Uhr in Hammersbach. Nach 1 3/4 Stunden hatten wir die nächtlich beleuchtete Höllentalklamm hinter uns und erreichten die Höllentalangerhütte rechtzeitig, um vor den ersten Gruppen weiter zu Leiter und Brett zu gehen (im Winter hatten wir immerhin über 3 Stunden dafür gebaucht). Leiter und Brett waren wie zu erwarten auch im Sommer nicht wirklich spektakulär und so erreichten wir unter 3 Stunden meinen Umkehrpunkt vom Winter. Direkt unter dem Höllentalferner ließen wir uns dann unser Frühstück schmecken. Den Ferner konnten wir ohne Steigeisen und unangeseilt überqueren (Spalten sind nicht alle offen aber gut zu erkennen und es gibt kein Blankeis). Im eigentlichen Höllentalsteig lag dann einiges an Schnee, war aber dennoch gut ohne Klettersteigset zu gehen (unbedingt Helm mitnehmen, der Steinschlag war nämlich etwas unangenehm). Kurz bevor wir den Gipfel nach 6 Stunden 10 Minuten erreichten zog es zu und so konnten wir die 80 km Sicht nur erahnen. Nach kurzer Rast begannen wir unseren Abstieg über den tiefwinterlichen Westgrat Steig. Die untere Hälfte war schneefrei und so erreichten wir die Wiener Neustätter Hütte nach 1 1/2 Stunden, wo wir unser wohlverdientes "Gipfelradler" trinken konnten (auf die Touris am Münchnerhaus hatten wir absolut keine Lust). Die 2 Stunden des restlichen Abstiegs zum Eibsee waren dann die Pflicht nach der Kür wo wir etwas müde 11 1/2 Stunden nach unserem Start ankamen. Nach nicht mal 2 Minuten stoppen nahm mich dann auch noch ein Bergführer, mit dem wir am Gipfel ein wenig geratscht hatten, mit und nur meine Ortsunkenntnis über Grainau bescherte mir noch einen 1/2 stündigen Marsch um das Auto und dann Karin abzuholen. Tolle, weite Tour, die in diesem Ausmaß nur wenige unternehmen.
Aufstieg: 2200 hm, 6:10 h
Abstieg: 2000 hm, 3:40 h
Gesamtzeit: 11:30 h
2010_09_11_Zugspitze

Der Aufstieg übers Höllental ist in DIESEM Bergzeit Magazin Artikel schön beschrieben.

Montag, September 06, 2010

Crazy Eddy/Bouldern Habichen - 04./05.09.2010

Samstag stiegen Karin und ich bei leichtem Regen die 15 Minuten zum Crazy Eddy (Silz) zu. Die Platten in der ersten Klettersteigpassage konnten wir ohne Probleme auch bei Nässe überwinden und nach ein paar Minuten hörte der Regen dann sowieso auf. Die  "Schluchtquerung" ist relativ lustig und die Abseilstelle (wenn man denn ein Seil mit hat) ist das eigentliche Highlight, die "Spinne" nach dem Abseilen erinnert eher an ein Kletternetz auf Kinderspielplätzen (was nicht bedeutet, dass wir hier nicht Spaß hatte). Alle anderen im Steig wirkten allerdings etwas überfordert (entweder mit der Wegfindung im ungesicherten Teil oder mit der Gesamtsituation so im allgemeinen) und so fragte uns keiner ob er das Seil zum Abseilen mitbenutzen konnte. Nach 1:10 Stunde stiegen wir wieder die 15 Minuten zum Auto ab und waren froh keinen ganzen Tag für den Steig geopfert zu haben.
Am späteren Nachmittag spazierten wir dann noch mit Jamie, Vroni und Moschti um den Piburgersee und übers Seejöchl.
2010_09_04_CrazyEddy

Sonntag nutzten wir die kurze Zeit vor Jamies Geburtstagsfeier um in Habichen ein bisschen zu bouldern und zur Ruhe zu kommen. Schönes Waldbouldergebiet in dem einem maximal der ein oder andere Spaziergänger über den Weg läuft.
2010_09_05_BouldernHabichen

Sonntag, August 29, 2010

Karwendelmarsch Laufwertung - 28.08.2010

...oder welche Regenarten gibt es?
Nachdem Karin und ich letztes Jahr nach 11 Stunden ins Ziel kamen, war für mich klar dieses Jahr ein bisschen mehr Gas zu geben. Angepeilt war eine Zeit besser als 10 Stunden, vielleicht sogar eine gute 9 Stunden Zeit. Und es wurde......[Trommelwirbel].....keine 9er Zeit und auch keine 8er sondern....7 Stunden 1 Minute und 54 Sekunden, damit bin ich 129. in der Gesamtwertung und 19. in meiner Gruppenwertung. Gabs kam mit 6:54:26 als 120. ins Ziel.
Begonnen hatte der Tag recht früh (3:30 Uhr Tagwache) damit wir um 5 Uhr in Scharnitz unsere Startnummern holen konnten. Pünktlich zum Start um 6 Uhr begann es dann auch zu regnen. Dieser Regen sollte nicht mehr auf hören bis ins Ziel. So waren wir schon in der Larchet bis auf die Unterwäsche nass, was den Vorteil hatte, dass wir ab da nicht mehr nässer werden konnten. Geradeaus und bergab liefen (mit ca. 10-12km/h) und bergauf gingen (mit ca. 6-7km/h) Gabs und ich, dadurch sparten wir uns genug Kräfte für den unangenehmen letzten Anstieg auf den Binssattel (1902m, von der Eng in einem Zug 700hm hinauf auf den höchsten Punkt der Tour). Wie der Abstieg vom Hohljoch in die Eng, war auch der Abstieg vom Binssattel zum Gramai Niederleger ziemlich schwierig, da die Wege sich durch den Dauerregen in Bäche verwandelt hatten (aber wie vorher beschrieben konnten wir eh nicht mehr nässer werden). In der Gramai trennten sich Gabs und ich und wir machten uns alleine an die letzten 9 Kilometer. Unterbrochen von ein paar Gehpassagen joggte ich in 50 Minuten nach Pertisau wo ich heilfroh war nicht mehr laufen zu müssen.
Trotz schlechten Wetters ein super Lauf der sicher noch ein bisschen mehr von allen Beteiligten abverlangte als normal. Mein Dank gilt vor allem Gabs für das gute Tempo mit dem er mich "mitgezogen" hat, allen Helfern die diesen Lauf ermöglicht haben und der Karin, dass sie mich trotz nachfolgender Hochzeit auf der wir eingeladen waren den Karwendelmarsch laufen lies (ja wir waren noch auf der Hochzeit und ja ich war ziemlich fertig als wir um 01:30 Uhr heim kamen). Ein paar Fotos gibts auch wieder von mir, vom Karwendelmarschteam und in der TT einen ganz netten Artikel.
2010_08_28_Karwendelmarsch2010

Montag, August 09, 2010

Mönch über den Nollen - 07./08.08.2010

Nach meiner neu erworbenen Felsaversion (seit der Zinne) war der Weg frei für eine länger geplante Eistour. Karin, Tommi und ich fuhren Freitag Abend bei Regenwetter nach Grindelwald um Samstag auf die Guggi-Hütte zu steigen und Sonntag (nur Tom und ich) dann den Mönch über den Nollen zu packen.

Nach einer Fahrt auf die Kleine Scheidegg sahen wir zum ersten Mal unser Ziel für die nächsten 2 Tage. Der Hüttenzustieg sah, vor allem durch den Neuschnee, relativ ungut aus, der Nollen selbst leuchtete blank herunter, aber sonst schien der Schnee unseren Plan zu begünstigen. Der Weg zur Hütte stellte sich dann als einfach und sehr logisch heraus (außerdem ist er bestens markiert, 880 hm und 3 1/2 Stunden von der Kleinen Scheidegg). Als Tom und ich unseren Weg zum Mönchsplateau spurten kamen noch Gustavo und Dani (der Hüttenwart für dieses Wochenende) zur Hütte und etwas später Michael und Douglas (beide auch Nollenaspiranten). Dani bereitete mit unserem mitgebrachten Essen ein Wahnsinns Abendmahl (er teilte sogar sein Fleisch damit wir alle ein Stück bekamen) und nach dem Sonnenuntergang gings für uns ins Bett.

Der Sonntag begann mit dem Weckerläuten um 3 Uhr. Tom und ich starteten um 3:30 Uhr und stiegen zügig zum Mönchsplateau (ca. 1 Stunde). In einer weiteren Stunde überwanden wir die zwei Felsstufen und standen im Firnfeld unter dem Nollen. Michael und Douglas waren nach uns gestartet, doch nach kurzer Zeit sahen wir sie nicht mehr. Noch im Dunkeln kam aber ein Hubschrauber herauf und suchte unsere Spur mit einem Suchscheinwerfer ab. Da machte sich schon ein schlechtes Gefühl breit, als der Hubschrauber dann aber wieder abdrehte und zur Kleinen Scheidegg flog, stiegen wir ohne weitere Gedanken weiter. Als es unter dem Nollen langsam heller wurde kam der Hubschrauber dann wieder und flog immer wieder unter dem Mönchsplateau an. Was wir nicht wussten, Michale war ausgerutscht und über eine der Stufen gestürzt dabei hatte er sich Schien- und Wadenbein gebrochen. Beide wurden ausgeflogen und die Bergung von Karin von der Hütte aus fotografisch dokumentiert. Ich wünsche Michael gute Besserung und viel Erfolg falls er den Nollen noch mal probiert. Ich kletterte die erste, steile Seillänge des Nollen bis zu einer kleinen Abflachung und holte dann Tom nach. Die weitere Seillänge stiegen wir dann am laufenden Seil wobei ich ca. alle 25 Meter das Eis für einen Schrauben frei hackte und nach gut 50 Metern einen T-Block zur Rücklaufsicherung anbrachte. So erreichten wir den flachen Scheitel des Nollen um ca. 8 Uhr nach 2 Stunden. Das Wetter hatte sich nun wirklich massiv verschlechtert und so konnten wir den Weiterweg zum Grat nur erahnen. Ein nicht tragfähiger Harschdeckel machte uns zudem das Leben schwer (danke Tom fürs takte Spuren). Ab der Randspalte wurde der Schnee aber wieder fester und so konnten wir dem Schneefeld (Firn zu sagen wäre übertrieben) seilfrei bis zum Grat folgen. Am Grat fanden wir zum Glück Spuren von einem SW-Grat Begeher und so konnten wir trotz Nebels (3 Meter Sicht war viel) den Gipfel gefahrlos in 30 Minuten erreichen. Um 10:15 Uhr nach 6:45 Stunden Aufstieg standen wir also am Höchsten Punkt (4099m) und tranken eine Tasse Tee, dabei öffnete sich plötzlich der Vorhang nach Norden und gab uns einen super Blick hinunter zur Kleinen Scheidegg (wo Karin gerade mit Dani angekommen war und uns in dem Augenblick auch sah) frei. Der obere SO-Grat war dann durch den Nebel und eingewehten Schnee recht unangenehm, ab der Flanke mit den Sicherungsstangen dann aber unschwierig und nur die Massen aufsteigender Bergsteiger (und anderen Spezies) bremsten uns ein wenig. Nach 1 1/2 Stunden erreichten wir das Jungfraufirn und 1/2 Stunde später den Sphinxstollen. Eine super 9 Stunden Tour die wir uns auch nicht durch die 50€ (pro Person) zur Kleinen Scheidegg für die Jungfraubahn vermiesen ließen.

Meine Fotos von der Tour:
2010_08_08_Nollen

Karins Fotos vom Hütten Zu- und Abstieg:
2010_08_08_Guggihuette

Sonntag, August 01, 2010

Der ganz normal Klettersteigwahnsinn - 31.07.2010

Dies ist eine kleine Geschichte über den Irrsinn moderner Klettersteiganlagen, fliegende Bananenschalen und einem schönen Ende ohne den Tourismusverband Achensee.
Der eigentliche Plan war eine Familienwanderung über den 5 Gipfel Klettersteig im Rofan. Vroni, Mama, Papa, Karin und ich ließen die Haidachstellwand (und damit den ersten Gipfel des Steiges) rechts liegen und stiegen in weniger als einer Stunde zur Südwand des Rosskopfs zu. Die Menschenschlange die wir auf der Haidachstellwand schon gesehen hatten schlängelte sich auch hier durch die Wand. Leider ist die ganze Wand ziemlich lose und so löste ein vor uns kletternder Münchner beträchtlichen Steinschlag aus, als er seine Füße etwas unbedacht neben das Seil setzte. Genau dieser Münchner schaffte es auch noch etwas später den lautstarken Unmut meiner Mutter auf sich zu ziehen (bist du eigentlich total wahnsinnig) als er seine Bananenschale einfach über die Wand hinunter warf.
Auf das Seekarl, Spieljoch und Hochiss gingen nur Karin und ich weiter. Die Steige sind weniger brüchig als auf den Rosskopf aber auch wesentlich unspektakulärer. Der schönste Teil der Wanderung war dann der Weg vom Hochiss auf den Rotspitz über den Dalfazer Kamm. Fünf Minuten vor Betriebsschluss erreichten wir dann nach 6 Stunden 10 Minuten und 1040 hm die Rofanseilbahn und waren froh nicht noch 800 hm nach Maurach absteigen zu müssen.
Bei dem 5 Gipfel Klettersteig sei dem TVB wirklich gedankt, er zeigt damit wirklch eindrucksvoll, dass jede Gemeinde ihren eigenen besch***** Klettersteig haben muss. Der Steig ist brüchig und nicht empfehenswert. Im Rofan ist es besser Wandern oder richtig Klettern zu gehen.
2010_07_31_5GipfelRofan