Nicht nur im Koasa hat sich der Frühling breit gemacht, auch im Berchtesgadener Land. Das ist die richtige Zeit, um das E-Bike auszupacken, zur Benzinkurve hinauf zu radeln (½ Stunde, 590 hm) und dem Watzmannkar einen Besuch abzustatten. Ein paar Meter muss man die Ski inzwischen schon tragen, aber ab dem Abzweig vom Wanderweg gibt es eine
durchgängige Schneedecke. Als erster an diesem Tag stieg ich durch den Lärchenwald bis ins Kar auf und ließ das 4. Kind links liegen, um zum Skischartl zu gelangen (1¾ Stunde, 1030 hm). Sehr ungewöhnlich fürs Kar: ich war nicht nur der erste, sondern praktisch alleine. Nach einer kurzen Abfahrt in sehr zweifelhaftem Schnee (¼ Stunde), fellte ich wieder auf und besuchte das 5. Kind (½ Stunde, 180 hm). Dort begegnete ich zwei anderen Skitourengehern, welche auch überrascht über die wenigen Leute waren. Die zweite Abfahrt bis unters 4. Kind war ähnlich bes%$§& wie die erste, aber in den Westhängen des 4. Kinds gingen sich auch ein paar brauchbare Schwünge aus (¼ Stunde). Der letzte Aufstieg des Tages brachte mich noch zum 3. Kind (½ Stunde, 260 hm), wo ich die erste richtige Pause einlegte und mir meine Brotzeit schmecken ließ. So schön das Wetter auch war, die Sicht Richtung Süden war schon deutlich getrübt vom Saharastaub, der gerade in der Luft liegt. Die Abfahrt zurück zur Benzinkurve war dann besser als befürchtet, die Osthänge hatten inzwischen ein bisschen Firn bekommen und der Lärchenwald ist so stark eingefahren, dass die Schneebeschaffenheit sowieso keine Rolle mehr spielt (½ Stunde). Zu guter Letzt hieß es nur noch mit dem Bike zurück zum Auto rollen (¼ Stunde), damit ich rechtzeitig zum Mittagessen zurück zu Hause war.
Was soll ich sagen, landschaftlich ein toller Tag, wegen der Abfahrt hätte man es aber nicht machen müssen. Dafür hab ich aber mal wieder jede Form von Bruchharsch gesehen.
Am Sonntag hatte ich dann meinen Joker frei. Einmal im Jahr darf ich mir eine Familienskitour wünschen, ganz ohne Gemecker. Dafür muss meine Familie mir kein Geburtstagsständchen singen, finde ich einen fairen Deal.
Die kürzeste Skitour im BGL ist das Eckerleiten, weshalb wir hier auch in der Vergangenheit mit den Kids schon unterwegs waren. Diesmal endete die Tour für die Kids aber nicht an der Ecker Alm, sondern wir stiegen alle gemeinsam bis zum Purtschellerhaus auf (1½ Stunden, 500 hm). Dort vergruben die Kids zwei LVS für mich (einen DSP und ein (analoges) F1), damit ich das neue nivia 3D finder, das mir Micha zum Testen überlassen hatte, mal gründlich ausprobieren konnte (1 Stunde, 50 hm). Mit meinem DSP bin ich definitiv eingespielter, aber der 3D finder ist super intuitiv und am Mittwoch werde ich eine zweite kleine Testrunde in die geplante Tour mit Martin einbauen.
Die Abfahrt machte den Kids im oberen Teil nicht wirklich Spaß, aber unten raus zauberte der Firn allen einen Grinser aufs Gesicht (¼ Stunde). Wie schon am Samstag, gings von der Tour direkt zum Mittagessen, irgendwie muss man die verbrannten Kalorien ja wieder auffüllen.
Ein wirklich sehr schönes Geburtstagswochenende bei den Schwiegerleuten. Allerdings bin ich neugierig wie lange noch Skitouren gehen, weil viel Schnee ist es nicht mehr.