Jetzt ist er endlich da, der Schnee, Ende März. Na toll! Aber ich will ja nicht meckern.
Im Westen kamen 60 bis 80 Zentimeter herunter. So viel waren es im BGL glücklicherweise nicht und deshalb konnte ich mir am Samstag bei bestem Wetter einen der ganz großen BGL-Klassiker gönnen: den Hohen Göll. Auch wenn ich die Tour schon zig mal gegangen bin, schön ist sie jedes Mal und so gute Bedingungen hatte ich noch selten.
Direkt am Auto konnte ich mit den Ski starten und nur am Sommerwandl musste ich kurz abschnallen. Beim Stapfen schnackelte dann wieder mein Knie ein, was mir diverse Turnübungen an mehreren ebenen Stellen einbrachte. Schließlich rutschte der Meniskus wieder dorthin wo er hingehört und ich konnte meinen Aufstieg forstsetzen. Auch der letzte steile Hang in die Umgänge hinauf war problemlos zu gehen und so genoss ich den fast windstillen Sonnentag. Im Gipfelhang war zwar schon ein wenig Sonne drin, aber auch hier gab es keine Probleme und so erreichte ich relativ gemütlich den Gipfel (3 Stunden, 1400 hm). Eine kurze Pause gönnte ich mir, um in die Ferne zu blicken, dann gings aber an die Abfahrt. Was soll ich sagen, oben schon etwas zusammengesessen, der Rest aber fast perfekter Powder. Nur irgendwo muss wohl ein Shark gesteckt haben, meinem Steinski fehlt nämlich nun leider eine Kante (¾ Stunde).
So holte ich für den Sonntag den Steinsteinski vom Dachboden und radelte bei Schneetreiben zum Alpgarten (½ Stunde, 180 hm, 11 km). Nachdem ich am Ende der Forststraße geparkt hatte, gings noch ein gutes Stück mit Turnschuhen weiter, bevor ich nach der Brücke über den Alpgartengraben auf Skischuhe wechselte (¼ Stunde, 160 hm). Bis in den Kessel unter der Rinne mussten die Ski weiter am Rucksack bleiben (½ Stunde, 290 hm), ab da gings dann aber auf Ski über den gesicherten Steig und die Querung in die Alpgartenrinne. Dort war schon ein Snowboarder unterwegs, der gerade für seine zweite Runde auffellte. Ich war nicht unfroh seine Spur nutzen zu können, da sich in der Rinne relativ viel loser Gries gesammelt hatte. Kurz vor dem Abzweig zum Schreck löste sich eines meiner Felle und ich war schon fast froh eine Ausrede zum Umkehren gefunden zu haben (1¾ Stunden, 500 hm). Doch siehe da, hier trug der Schnee, also Ski schultern und die letzten Höhenmeter stapfen (¼ Stunde, 90 hm). Was für ein Kontrast zum Tag zuvor, Nebel, leichter Schneefall und Sturmböen, kein Wetter um Pause zu machen. Die Abfahrt war dafür deutlich besser, als die vielen Male zuvor. Im Kessel unter der Rinne kamen meine Ski wieder auf den Rucksack und per pedes gings zum Bike zurück (1¼ Stunde). Obwohl die Beine inzwischen etwas schwer waren, machte die Fahrt nach Hause richtig Spaß, Akku sei Danke (½ Stunde, 200 hm, 11 km).
Was für ein Wochenende, endlich ist der lange erwartete Schnee da, aber für mich ist die Saison leider so gut wie vorüber.