Dienstag, Juni 25, 2019

Ein Wochenende bei Chanti und Joël - 22/23.06.2019

Endlich konnten wir umsetzten, wobei uns mein Knie im Winter einen Strich durch die Rechnung machte: Chanti und Joël besuchen.
Nach den sonnig, heißen Tagen begann es leider kurz nach unserer Ankunft zu regnen. Und es regnete sich so richtig ein. Nach einem sehr lustigen Abend am Freitag war das aber gar nicht so schlimm. Lange schlafen, frühstücken und dann in die Viamala Schlucht, ein gemütliches Schlechtwetterprogramm. Als wir am Rückweg noch im ersten Decathlon der Schweiz vorbei schauten, waren wir beinahe wieder in unserem Reisemodus. Am späten Nachmittag lockerte es ein wenig auf und so grillten wir am Abend auf Joëls Hütte.
Der nächste Morgen erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein und nach dem Frühstück starteten wir zu einer kleinen Wanderung auf den Piz Mundaun (1 Stunde, ↑360 hm). Sozusagen die Geländebesichtigung für unseren nächsten Besuch (dann mit Ski). Beim Abstieg durchs Kanonenröhrli konnten wir uns eine der Rinnen aus nächster Nähe ansehen und am Weg weiter zur Cuolm Sura stolperten wir auch noch fast über ein Murmelier (1¼ Stunden, ↓450 hm). In Cuolm Sura machten wir eine ausgedehnte Mittagspause auf der Sonnenterrasse und die Kinder sprangen gefühlte Stunden am Trampolin und in den Pool.
Ein super schönes Wochenende mit Chanti und Joël. Es war fast als wäre keine Zeit zwischen unserer Reise und dem Besuch vergangen. Und jetzt freuen wir uns riesig auf den Gegenbesuch in München, auch wenns noch ein bisschen dauert.
2019_06_22-23_Obersaxen

Donnerstag, Juni 20, 2019

Mit dem Schlauchboot auf der Isar - 20.06.2019

Nachdem ich schon am Mittwoch mit Martin und dem SUP von der Arbeit nach Hause gepaddelt bin, war klar, am heutigen Feiertag müssen wir wieder auf die Isar.
Mit U und S gings nach Höllriegelkreuth, zu Fuß über die Grünwalderbrücke und an der Isar hieß es dann das Boot aufpumpen. Die Strecke kenne ich inzwischen schon ziemlich gut (nach einigen Heimpaddelaktionen vom letztem Jahr) und so mussten wir nur zweimal aussteigen. Einmal um das Boot über die Geschiebesperre vor der Großhesseloherbrücke zu heben. Das andere Mal weil wir vor einer Kiesbank den falschen Arm nahmen und im flachen Wasser steckenblieben. Das Highlight für alle: die Bootsrutsche am Marienklausensteg. An der Thalkirchner Brücke stiegen wir dann aus, trockneten das Boot und genossen die Sonne. Das etwas wechselhafte Wetter hatte sich nämlich verzogen und es brannte die Sonne vom blauen Himmel. Dass ein Gewitter nicht lange auf sich warten ließ war zu erwarten und wir schafften es gerade so nach Hause bevor kurzzeitig die Welt in Schwabing unterging.
Ein super schöner Tag an der Isar und vielleicht können wir demnächst auch eine weitere Strecke mit den Kindern fahren.
2019_06_20_IsarBootsfahrt

Mittwoch, Juni 12, 2019

Pfingsten - SUPen und Biken - 08.-11.06.2019

Schwubs und schon ist wieder Pfingsten. Während sich viele in den Stau stellten, boykottierten wir das Auto, nutzten die freie Parkplatzwahl in Schwabing und machten München unsicher. Nicht die schlechteste Entscheidung. Karin musste Samstag sowieso arbeiten, so radelte ich mit den Kindern an den Olypiasee und SUPte dort eine Runde mit den beiden. Positiver Nebeneffekt, wir hörten den Soundcheck von Rammstein und konnten uns eine Band beim Pfingsttheatron ansehen. Nach einer sonntäglichen Radltour durch den Nordteil des E-Gartens (1½ Stunden, 11 km) sahen wir uns das zweite Rammsteinkonzert am Olyberg an. Die Pyroshow war nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. Montag gings dann mit den Rädern an den Poschinger Weiher (¾ Stunde, 9 km). Unser SUP durfte natürlich nicht fehlen, auch wenn wir es wieder nur für eine kurze Runde auspackten. Den Weg zurück, mit Stop am Pump Park in Oberföhring und an der Isar, schafften wir gerade rechtzeitig, um nicht in die schweren Gewitter zu geraten. Viel erlebt, kein Stau und trocken geblieben, ich würde sagen: Das ganze verlängerte Wochenende alles richtig gemacht.
2019_06_08-10_PfingstSUP-Bike

Keine Berge ist auch keine Lösung und so schloss ich mich Dienstag nach der Arbeit noch Laura und Vladi für eine Runde auf die Gorialm an. Von Hohenaschau strampelten wir über steile Forststraßen, den Reitweg und am Ende eine sehr steile Straße hinauf zum dienstäglichen Biketreff (1¼ Stunden, 600 hm, 5,5 km). Den Grillteller und das Bier hatten wir uns redlich verdient. Die Abfahrt führte uns zuerst noch bergauf zur Schlechtenbergalm und von dort über Trails (Zieh- und Reitweg) wieder ins Tal (1 Stunde, 50 hm, 6 km). Eine super gemütliche Runde mit Laura und Vladi, bei der ich fast ein wenig stolz war, dass ich fast alles fahren konnte.
2019_06_11_Gorialm

Sonntag, Juni 02, 2019

Klettereien mit den Kindern im BGL - 31.05./02.06.2019

Das verlängerte Wochenende verbrachten wir im Berchtesgadener Land. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und so konnte ich mich an Christi Himmelfahrt nicht aufraffen mehr zu machen als zu faulenzen. Freitag war zwar auch wolkenverhangen, aber zumindest schüttete es nicht und so stiegen Karin, Paul und ich zur Hexe auf. Nachdem Paul seine erste Mehrseillängenklettertour im Baskenland mit mir begangen war, war es nun an der Zeit, die heimischen Berge mit ihm unsicher zu machen. So kamen wir bei leichtem Regen am Einstieg der Berchtesgadener Rinne an (1¾ Stunden, ↑650 hm, ↓50 hm). Auch wenn ich jedes Mal sage, nie wieder in zwei Seillängen, zu den Zwischenständen kann ich mich dann doch nie durchringen. Und so standen wir nach zwei Seillängen und ziemlicher Reibung am Gipfel des Großen Rotofenturms (1¼ Stunde, 2 SL, III-, 70 hm). Und siehe da, wir waren nicht alleine. Zwei andere Seilschaften warteten gerade darauf abzuseilen. Naja, sollte nicht unser Problem sein, wir wollten sowieso eine ausgedehnte Pause machen. So ausgedehnt konnten wir gar nicht pausieren, dass wir beim Abklettern nicht wieder unweigerlich auf die anderen aufliefen. Da beide Seilschaften durch die Reichenhaller Rinne abseilen wollten, entschied ich mich einfach vom Grat direkt zum Einstieg der Berchtesgadener Rinne abzuseilen, mit 60 Meter Halbseilen überhaupt kein Problem (1 Stunde). So sparten wir uns das Anstehen in der Montgelasscharte und den Bruch in der Rinne mit den Anderen. Auf dem selben Weg wie am Vormittag gings zurück zum Rotofensattel und hinunter zum Auto (1¼ Stunde, ↑50 hm, ↓650 hm).
Immer wieder eine sehr schöne Runde (6 Stunden, 770 hm) und eine kleine Anekdote gibt es zum Schluss auch noch. Paul beklagte sich während des Abkletterns und Abseilens über Kopfschmerzen und wir dachten eigentlich, dass er zu wenig getrunken hatte. Nachdem er am Rotofensattel seinen Helm abnahm, meinte er nur: "jetzt ist das Kopfweh weg". Das wunderte uns nicht wir konnten die Abdrücke des Helms sehen, diesen hatte er möglichst eng gedreht, weil wir ihm gesagt hatten, dass er nicht verrutschen darf.
2019_05_31_Hexe

Samstag war ein gemütlicher Pausetag beim Entenrennen in Reichenhall und dem Backofenfest in Bischofswiesen. Dafür standen wir am Sonntag wieder etwas früher auf, um der sengenden Sonne am Grünstein zu entgehen. Naja früh ist relativ und so war es auch 10 Uhr als wir am Königssee los gingen. Warum man sich um diese Zeit den Grünsteinklettersteig antun muss, ist mir allerdings ein Rätsel, brütend heiß und Stau. Wir ließen den Einstieg links (bzw. rechts) liegen (¾ Stunde, 250 hm) und wanderten den gesperrten Klingersteig zum Einstieg des Klingerturms hinauf (¾ Stunde, 280 hm). Trotz des Murenabgangs, im letzten Abschnitts südlich des Klingerturms, ist der Steig eigentlich problemlos zu begehen. Ungesichert (bis auf Anna, die ich am kurzen Seil hatte) stiegen wir durch die lose Rinne in die Scharte des Turms auf. In einer Seillänge gelangte ich auf den Gipfel (ca. 30 m, III+) und sicherte Paul nach. Als Anna und Karin kommen sollten, hörte ich nur herzzerreißendes Geheule von Anna, die wohl etwas Angst in der steilen Stelle von der Scharte weg hatte. Also doch nicht die ganze Familie auf dem kleinen Gipfel. Paul und ich machten noch ein paar Fotos und winkten den Leuten auf der Grünsteinhütte, bevor ich ihn wieder abließ und selbst zurück zum Einstieg abseilte. Nun hieß es aus der Scharte queren und zum Klingerweg aufsteigen, sozusagen die Pflicht nach der Kür, da man sich immer noch im Absturzgelände befindet (1½ Stunden, 70 hm). Nach all diesen Strapazen hatten sich alle eine ausgiebige Rast verdient und das Sitzen an der Weggabelung mit dem Gesperrt Schild zum Klingersteig war besser als Fernsehen. Zum einen ist der Steig eigentlich ohne Probleme zu begehen (ich verstehe die Sperrung aus Haftungssicht der Gemeinde), zum anderen wird aber keine Alternative ausgewiesen. Für einen Ortsfremden dürfte es relativ schwierig sein abzuschätzen wie viel Mehraufwand ein "Abstieg" über die Kühroint und Klingeralm ist. Beziehungsweise wie lange der Abstieg über Hammerstiel und die Straße entlang nach Königssee ist, wenn man dort sein Auto geparkt hat. Zumal es am Klettersteigeinstieg keine Information zur Sperre des (einzigen probablen) Abstiegs gab. Für uns war der Abstieg auf jeden Fall kein Problem und so standen wir recht schnell wieder am Königssee (1¼ Stunden). Natürlich durfte am Weg etwas Planschen im Klingerbach direkt über der Rodelbahn nicht fehlen und so hatten wir alles in allem eine sehr schöne Runde mit den Kindern (5 Stunden, 600 hm, 7 km), auch wenn wir nicht alle am Gipfel waren.
2019_06_02_Klingerturm

Donnerstag, Mai 30, 2019

California/Oregon - 01.-25.05.2019

Noch ein letztes Mal vor Pauls Einschulung wollten wir größer verreisen. Wie schon vor drei Jahren gings an die Westküste der USA. Als erster Anlaufpunkt fungierten wieder Jamie und Tommi in der südlichen Bay Area. Am ersten Tag nutzen wir das gute und warme Wetter, um am Indian Rock im Castle Rock State Park klettern zu gehen (South Face, 5.8). Die schöne Sandsteinkletterei im verwilderten Wald ist zum Teil sogar mit Bolts abgesichert, so konnten wir den Jetlag und die Anstrengungen der Reise ganz gemütlich und ohne Angst hinter uns lassen.
Da ein Wochenende anstand, packten Jamie und Tommi Philip ein und zusammen fuhren wir zum Lake Tahoe. Am Weg dorthin kommt man am Sugarloaf vorbei und so kletterten wir noch am Sugarbun die Dirty Dog (5.10b/c). Samstagmorgen hieß es dann für Tommi und mich etwas früher aufstehen. Wir hatten nämlich den Tahoe-Ultraklassiker Bear's Reach (5.7/5.9, 3 SL) am Lover's Leap geplant. Um es vorweg zu nehmen, was für eine geniale Route. Obwohl die Tour nicht wirklich schwer ist, hatte ich etwas Muffensausen. Mit dem Tahoe-Granit hatte ich am Sugarbun etwas Probleme und Bear's Reach ist dazu eine komplette Clean Tour. Aber Tommi meisterte die erste Seillänge und die Bear's Reach Länge ging an mich. Was für eine schöne Kletterei, für den Grad gut ausgesetzt und perfekt absicherbar. Viel zu schnell steht man am oberen Ende der Wand. Mit dieser Tour ging für mich ein Traum in Erfüllung. Die Tour hatte ich mir gewünscht seit dem ich das Speed Free Solo von Dan Osman in Masters of Stone 4 gesehen hatte (übrigens ist die Version von Alex Honnold fast noch besser). Mit 2½ Stunden benötigten wir übrigens nur geringfügig länger als Dan Osman ;) .
Nachmittag war dann für Familienwandern reserviert. Von Emerald Bay wanderten wir zum Teil über ziemlich viel Schnee zu den Cascade Falls und zurück (2 Stunden, 100 hm, 4 km). Am Sonntag ließen wir das Wochenende noch bei einer Wanderung zu den Horse Tail Falls ausklingen (3¾ Stunden, 280 hm, 6 km). Während Jamie, Tommi und Philip zurück mussten, ging unsere Reise weiter nach Norden. Über Placerville fuhren wir die Goldgräberstraße (CA49) über Coloma (wo der Kalifornische Goldrausch begonnen hatte) nach Grass Valley, zur Empire Mine und nach Nevada City. Ein Abstecher in eine andere Zeit.
Der nächste Stop war am Mount Shasta, einem Vulkanriese (4322 m) in den Cascades. Durch den vielen Schnee war an Wandern oder Bergsteigen am Mt. Shasta nicht zu denken, dort war die Skitourensaison noch voll im Gange. An seinem kleinen Nachbarn, dem Castle Peak, konnten wir aber eine Winterwanderung unternehmen. Vom Castle Lake wanderten wir den Hart Lake Trail (3 Stunden, 420 hm, 5 km), vom Castle Lake über den Heart Lake zum Castle Peak mit seinem einmaligen Ausblick auf den Mt. Shasta. Vor allem das Runterrutschen über die Schneeflanken machte den Kindern Riesenspaß. Vollkommen durchnässt machten wir uns auf den Weg in den Crater Lake Nationalpark, mit dem wunderbaren Blick vom Kraterrand in den tiefsten See der USA (immerhin 593 m tief). Der letzte Stop bevor wir wieder zum Klettern kamen, war noch die Lava River Cave und der Lava Butte im Newberry National Volcanic Monument.
Da wir auf unseren Reisen immer nach neuen Klettergebieten suchen, war klar, dass wir in Oregon im Smith Rock State Park vorbei sehen müssen. Smith Rock ist DAS Sportklettergebiet in den USA. Mehr als die Hälfte der ca. 1800 Kletterrouten ist mit Bohrhaken abgesichert, sehr ungewöhnlich für die USA. Im Park gibt es auch einen Walk-in-Campingplatz auf dem wir unsere Zelte aufschlugen. Direkt von diesem Platz aus konnten wir zwei junge Weißkopfseeadler und ihre Eltern in ihrem Horst beobachten. Am nächsten Tag kletterten wir, um uns an den Fels zu gewöhnen, zuerst am Dope de Rope Block. Von links nach rechts (von leicht bis mäßig schwer) gings durch North Slap Crack (5.5), Immortal Beloved (5.9) und Sting Like a Bee (5.10b). Zur Mittagspause ließen wir, im Schatten einiger Bäume, unsere Füße in den Crooked River baumeln und als die Hitze am späteren Nachmittag etwas abnahm, wechselten wir die Flussseite zur Morning Glory Wall und kletterten The Outsiders (5.9) und 5 Gallon Buckets (5.8). Wegen der hohen Temperaturen (fast 30°C) und dem regen Andrang (es war wieder Wochenende geworden) ließen wir am Samstag das Klettern sein und wanderten zum Asterisk Pass (2½ Stunden, 160 hm, 4,5 km), bevor wir am Mount Hood vorbei weiter nach Portland fuhren.
2019_05_01-11_USAMountain

Mit der Querung von den Cascades über Portland an die Küste kehrten wir den Bergen den Rücken. Nun war Pazifik angesagt. Letzten Herbst hatte ich in Ericeira Blut geleckt und so war klar, dass ich auch im Pazifik surfen musste. Nur die Wassertemperaturen von gerade mal 11°C schreckten mich ein wenig ab. Gleichzeitig mit dem Erreichen der Küste kühlte es noch dazu deutlich ab. Eine Schlechtwetterfront war herein gezogen und obwohl es noch recht sonnig war, stiegen die Temperaturen kaum noch über 16°C. Von Seaside fuhren wir die US101 nach Süden. Vorbei an den Sandsteinformationen von Cape Kiwanda, den jagenden Adlern und Robben am Yaquina Head  und den Oregon Dunes, zur kalifornischen Grenze. In Klamath, dem nördlichen Zugang zum Redwood Empire, stellte sich dann strömender Regen ein. Von wegen It never rains in California. So verspielten Karin und ich ein paar Dollar in einem Indianerkasino und fuhren mit unserem Mietauto durch einen Redwood, alles was man in einem 779-Einwohnernest halt so macht.
Der Regen brachte in den Prairie Creek Redwood State Park und den Redwood National Park eine mystische Stimmung. Und als während unserer Wanderung am Trillium Falls Trail (2 Stunden, 150 hm, 5 km) kurz die Sonne durch die Bäume schien, hüllte uns der dampfende Boden in eine ganz eigene Zauberwelt. Aber damit war unser Aufenthalt bei den Baumriesen noch nicht zu Ende. Südlich von Eureka durchquerten wir den Humboldt Redwood State Park über die Avenue of the Giants und verließen damit das Land der Giganten.
Bei Leggett wechselten wir von der US101 auf den Highway 1. Dieser nördlichste Abschnitt bis nach Stinson Beach fehlte uns nämlich noch auf der wohl bekanntesten kalifornischen Straße. Entlang der zerklüfteten Küste schlängelt sich der Highway bis zur Golden Gate Bridge, vorbei an Fort Ross, einer ehemalig russischen Enklave und Point Reyes, einem Nationalpark und Walbeobachtungspunkt. Schließlich erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein die Golden Gate Bridge und schossen tausende Fotos vom Moor Rd Pier und dem Hawk Hill aus.
Unsere Runde hatte sich geschlossen und von Jamie und Tommi aus konnten wir noch ein paar schöne Tagesausflüge unternehmen. Zum Beispiel nach San Francisco, natürlich mit Insidertipps von Jamie und ihrem Kindermädchen (die Schaukel am Bernal Hights ist der absolute Knaller), oder nach Santa Cruz zum Surfen. Das Surfen gestaltete sich bei 1-1,5 Meter Wellen gar nicht so leicht. Mein Ego bekam fast einen Knacks. So mussten wir am nächsten Tag gleich nochmal hin. Siehe da, ein geringfügig längeres Board und etwas kleinere Wellen und schon rockte ich Cowells und traute mich sogar zur Steamer Lane hinaus. Ich bin definitiv immer noch voll angefixt von dem Sport. Panther Beach besuchten wir an den beiden Tagen auch, sind ja nur noch 10 Minuten Weg von Santa Cruz, und der Strand ist einfach schön.
Den Urlaub beendeten wir, wie wir ihn begonnen hatten, mit einem Ausflug zum Castle Rock. Diesmal zwar nicht mehr zum Klettern, das Kletterzeug war schon in den Tiefen eines Koffers verstaut, aber für eine kleine Wanderung zum Castle Rock Fall (2 Stunden, 100 hm, 3 km). Das Ende eines wunderschönen Urlaubs, bei dem wir nicht nur einige Meilen (2916 mi / 4692 km) zurück gelegt haben, sondern vor allem gute Freunde besucht, viel Natur erlebt und tolle Routen geklettert haben.
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Sonntag, April 28, 2019

Bleau - 19.-27.04.2019

Nachdem letztes Jahr Ostern sehr früh war und wir alleine in Bleau gefroren hatten, war dieses Jahr wieder eine kleine aber feine Gemeinschaftsreise geplant. Laura und Vladi, Claudi, Peter mit Kids und wir trafen uns schon auf dem Weg nach Frankreich. Spätestens beim Zelt/Bus aufbauen am Camping waren wir alle im Urlaubsmodus und nur Laura und Vladi zog es am Nachmittag noch zu Karo und Marco in ein Gebiet.
Für uns anderen begann das Bouldern erst am nächsten Tag. Da es zu Ostern traditionell sehr voll ist, suchten wir uns wenig frequentierte Gebiete. Mit Apremont Désert am Samstag und Apremont Bizons am Sonntag lernten wir gleich zwei, für uns neue, Gebiete kennen. Beide sehr schön, mit guten/schönen Parcours und etlichen Einzelproblemen. Wie zu erwarten ging bei mir wenig bis gar nichts, aber gemeinsam in der Natur zu sein war ja schon mehr als genug. Montag wagten wir dann einen Besuch in Canche aux Merciers, dort trafen wir auch Wiebke mit Familie. Trotz Feiertag war es nur unwesentlich voller als normalerweise. Wie jedes Jahr hängte ich mich in Jeu de Jambes (fb 6a) und siehe da, es lief, gleich beim ersten Versuch. Und das wichtigste, mein Knie hatte nichts gegen das wilde Gehooke, sollte vielleicht doch noch was am Fels gehen? Der Dienstag in J.A. Martin brachte mich dann wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Für schwereres Zeug fehlt mir nicht nur die Kraft/Ausdauer, sondern auch der restliche Bewegungsumfang meines Knies. Mittwoch in Rocher Canon boulderten wir zwar wieder nicht schwer, dafür zog ich hier den gelben Parcours komplett mit allen Zusatzbouldern, eine wirklich empfehlenswerte Vormittagsbeschäftigung. An diesem Tag erwischte uns auch der erste Regenguss und es kühlte deutlich ab. Beim Einkauf im Carrefour konnten wir eine Wetterbesserung abwarten und so machten wir am späten Nachmittag noch einen Abstecher in Bas Cuvier. Die Marie-Rose (fb 6a) zickte ganz schön und so musste ich mir keine Gedanken über den  bescheidenen Abstieg von dem Bock machen.
Wie schon vom Wetterbericht vorhergesagt, hatte es deutlich abgekühlt und Donnerstag war an Bouldern nicht zu denken. In den Regenpausen konnten wir trotzdem eine kleine Wanderung südlich des Schlosses unternehmen, nicht nur schön, sondern auch einsam.
Freitag besserte sich das Wetter und in Rocher de la Reine konnte ich mit Le Vol du Bourdon (fb 6a+) und Néron (fb 6a+) zwei sehr schöne Probleme abhaken. Bouldern dürfte sehr gut werden, wenn ich die volle Beugung meines Knies wieder schaffe. Von unserem Plan, bei der Abreise noch in einem Gebiet vorbei zu sehen, nahmen wir bei einem Regen/Hagelschauer beim Abbauen schnell Abstand. So kamen wir dieses Jahr nur auf sechs Bouldertage, die aber besser als erwartet waren.
2019_04_19-27_Bleau

Montag, April 01, 2019

Der Weg zurück - 14.-31.03.2019

Egal wie gut eine OP verläuft, die eigentliche Arbeit beginnt danach. Jörg hatte sehr gute Arbeit geleistet, nun lag es aber an mir wieder auf die Beine zu kommen. Dieser Beitrag ist eine kleine Hommage an die drei Frauen, die mir dabei helfen.
Als erstes natürlich Karin. Sie hält nicht nur meine Launen und mein Gejammer aus, sondern macht mir auch jeden Tag eine Lymphdrainage. Außerdem kann sie ziemlich ehrlich sein, wenn ich meine Übungen nicht sauber oder viel zu selten mache.
Katharina ist meine Physiotherapeutin in der Manufactur. Neben kräftigenden Übungen für den Wiederaufbau meiner Muskulatur (vor allem der Quadriceps hatte etwas gelitten), arbeitet sie vor allem mit mir daran, meinen vollen Bewegungsumfang wiederzuerlangen.
Zu guter Letzt noch Juliane Zeller, meine Osteopathin. Sie sorgt für ein reibungsloses Zusammenspiel von Knie, Hüfte und unterem Rücken. Außerdem sorgt sie für etwas Ruhe in der Unordnung in meinem Knie und gibt mir zu Verstehen, dass etwas kürzer treten manchmal auch ein Schritt nach vorne sein kann.

Nun aber eine kleine Chronologie meiner Genesung (so weit):
Tag 0: Donnerstag, Tag der (ambulanten) OP; nach 4 Stunden konnte ich nach Hause. Auffällig war, dass ich das Knie sofort teilbelasten konnte, der Schmerz war weg.
Tag 1: Freitag, die Drainage wurde gezogen und Jörg besprach mit mir den Verlauf der OP (ich wusste nicht, dass gut 20 cm Schlauch in meinem Knie Platz haben). Öffentlich in die Praxis zu fahren, war an Tag 1 möglicherweise bis jetzt nicht die hellste meiner Ideen.
Tag 2/3: Wochenende, das Gehen, auch kurze Strecken in der Wohnung, ging nur mit Stützen und im Großen und Ganzen hieß es vor allem das Bein hochlegen und kühlen.
Tag 4: Montag, erster Physiotherapietermin; ich war begeistert da das Knie schon wieder zwischen 10° und 90° funktionierte.
Tag 5: Dienstag, für kurze Strecken (in der Wohnung) konnte ich inzwischen schon die Stützen weglassen.
Tag 6: Mittwoch, Physiotherapie; diesmal arbeiteten wir (bzw. Katharina) primär an meiner Streckung. Mein Quadrizeps ließ sich wieder ansteuern... was für ein Gefühl wieder Kontrolle über seinen Körper zu haben.
Tag 7: Donnerstag, Osteopathie; Juliane Zeller brachte wieder etwas Ruhe in mein Knie, vielleicht hatte ich es die Tage zuvor doch etwas übertrieben. Die letzten zwei Nächte waren auf jeden Fall gar nicht so gut und obwohl die Schwellung zurück gegangen war, war das Knie noch deutlich dicker als das andere.
Tag 8-10: Wochenende mit Anna; mit den Stützen war ich inzwischen ziemlich mobil, aber regelmäßige Pausen waren noch dringend nötig. Was ich dabei nicht bedacht hatte, war der Muskelkater in Schultern und HWS wegen der Stützen den ich spätestens am Montag hatte.
Tag 11: Montag, Physiotherapie und leichtes Radfahren; außerdem entschied ich mich auf die Stützen zu verzichten, meine Schultern würden es mir danken. Das Knie war bis jetzt schmerzfrei, wenn ich es aber übertrieb, konnte es schon ein wenig Zwicken, vor allem wenn ich abends/nachts zur Ruhe kam.
Tag 13: Mittwoch, Physiotherapie; ja Herrschaftszeiten, es ging gerade gar nichts weiter und das Humpeln ging mir auch langsam auf die Nerven. Ich steckte irgendwo in den letzten 2° meiner Streckung und bei etwa 110° Beugung fest.
Tag 15: Freitag, Osteopathie; neben dem Stagnieren meines Fortschritts schwoll das Knie jetzt auch wieder an. Vielleicht ein Zeichen des Universums, dass es nicht nur nach meinem Willen geht.
Tag 16/17: Wochenende; leichtes Radfahren, Schwimmen, Biergarten und Sonne. Ein bisschen langsamer machen wirkte wahre Wunder, dem Knie ging es besser und ich lerne nun anscheinend, dass ich nicht an einem Tag wieder fit werden muss.
Tag 18: Montag, wieder in die Arbeit; nach der Physio gings zum Fäden ziehen. Jörg war zufrieden mit dem Knie und ich auch. Der Tag in der Arbeit gestaltete sich zwar stressig, aber es lief besser als gedacht. Scheint ja doch alles gut zu werden.
2019_03_14-31_Reha


Noch bevor mein Knie gemuckt hatte, habe ich einen kleinen Beitrag zu einem Artikel für Gregor von Jäger der Berge geschrieben. Dieser ist nun online und ich freue mich, dass Gregor mich in so einem illustrem Umfeld (z.B. Benedikt Böhm oder Flo Neuschwandtner) auch nach meinem Lieblingstrailschuh gefragt hat. Leider steht meine Trailrunningzukunft in den Sternen, mit wenig Hoffnung auf positiven Ausgang.

Samstag, März 16, 2019

Ende Gelände... - 14.03.2019

... oder das Ende dieser Skisaison.
Jetzt hat es mich also erwischt, eine blöde Bewegung beim Bouldern in Hamburg hat das Saisonende eingeläutet. Ich hätte Scheiße schreien können. Die Hoffnung, dass der kleine Horizontalriss in meinem Innenmeniskus vernarbt, zerplatzt auf den staubigen Matten der DAV Halle. Nach meiner Rückkehr wurde ich sofort beim Orthopäden meines Vertrauens vorstellig und am Mittwoch darauf bekam ich einen MRT Termin. Der akute Schmerz hatte nachgelassen und im Geiste war ich schon wieder dabei Skitouren zu planen. Das Wochenende mit Chanti und Joël hatten wir schon abgesagt, aber mit ein bisschen Schonung sollte doch spätestens Dienstag eine Feierabendtour gehen. Dass das eine saublöde Idee ist, ist eigentlich klar und Karin konnte mich davon auch überzeugen. So blieb ich zu Hause. Als ich mich vor Anna auf den Boden setzen wollte, krachte es und ich lag wie ein Käfer auf dem Rücken. Annas Gesichtsausdruck zeigte irgendwas zwischen Faszination und Panik, meiner wahrscheinlich irgendwas zwischen Lachen und Weinen und die Saison - die keinen Gesichtsausdruck hat - war Geschichte.
Bis zum vereinbarten MRT Termin waren es nur noch wenige Stunden, so biss ich die Zähne zusammen, schmiss Tonnen an Schmerzmittel ein und humpelte auf Krücken zur Untersuchung. Der anschließenden Termin bei Jörg zeigte das Ausmaß der Verletzung. Luxierter Korbhenkelriss mit Verlagerung von Anteilen in den Hoffa-Fettkörper. Zumindest  wurde mir so die Bürde der Entscheidung abgenommen. Er schob mich für den nächsten Tag in den OP Plan ein und so spazierte ich (haha spazieren, der war lustig) am Donnerstagmittag in der Klinik ein, dort hatten Karin und ich uns vor 11½ Jahren kennengelernt. Vier Stunden später, waren ⅔ meines Innenmeniskus entfernt, es gab ein lustiges Aufwachbild von Axel und mir und Karin konnte mich dann auch schon wieder abholen. Jetzt, einen Tag später, ist auch die Drainage raus und damit auch das unangenehme Zwicken. Wie lange ich jetzt wieder auf die Beine brauche weiß ich nicht, die Skitourensaison ist mit 25 Skitourentagen (25790 hm), drei Telemarktagen und einer Handvoll Skitagen mit den Kindern auf jeden Fall beendet. Aufgrund des massiven Meniskusverlusts muss ich mir stark überlegen, ob es in Zukunft noch Trailrunning gibt. Klettern sollte aber hoffentlich bald wieder gehen. Nun heißts aber erst mal aufbauen, über alles andere kann ich mir Gedanken machen, wenn es so weit ist!
2019_03_14_EndeGelaende

Mittwoch, März 06, 2019

Seekarspitze - 03.03.2019

Karin war dieses Wochenende mit Laura und Claudi unterwegs und ich besuchte meine Eltern. Den Samstag verbrachten Anna, mein Vater und ich beim Skifahren/Telemarken und Sonntag erklärten sich meine Eltern bereit sich um die Kinder zu kümmern, damit ich mit Vladi und Hannes auf Skitour gehen konnte.
Vor drei Wochen waren schon Laura und Karin zur Seekarspitze aufgebrochen, aber wegen der schlechten Bedingungen/Wetters vor dem letzten steilen Hang umgekehrt. Wir hatten perfektes Wetter und auch die steile Gipfelflanke über dem Achensee (so stelle ich mir Norwegen vor) war problemlos ohne Harscheisen zu begehen. Vom Skidepot (2 Stunden, 1035 hm) ging es noch unschwierig über den Gipfelgrat zum großen Gipfelkreuz (¼ Stunde, 90 hm). Nun hieß es aber entscheiden, über die Seebergmahd, landschaftlich unglaublich schön Richtung See, oder das Nordostkar bei noch recht gutem Pulver abfahren? Warum nicht beides! Zuerst durch das Nordostkar bis zum markanten Kessel (400 hm). Dort hieß es wieder Auffellen, um zum Rücken und der Aufstiegsspur zurück zu kommen. Vladi blieb dort zurück, während Hannes und ich noch knapp unters Skidepot aufstiegen (½ Stunde, 315 hm). Schon am Auto hatte ich Lena von trampelpfadlauf und ihre Freundin getroffen, nun hatten wir auch Zeit ein wenig zu ratschen und uns über unsere bisherigen Telemarkerfahrungen auszutauschen. Die Abfahrt über die Seebergmahd (480 hm) war ein Firntraum, nur auf den letzten paar Höhenmetern verwandelte sich der Schnee schon in Sulz. Nun hieß es aber zum letzten Mal Auffellen und zurück zur Aufstiegsspur aufsteigen (½ Stunde, 265 hm). Dabei überholten wir auch noch ein paar Jungs, die über diesen Aufstieg so unglücklich waren, dass sich sich später am Auto fast an die Gurgel gingen, schon seltsam die Freizeitgestaltung mancher Zeitgenossen.
Als wir nach 5¼ Stunden zurück zu den Autos kamen, hatten wir auf jeden Fall eine super schöne Tour hinter uns, die mit über 1700 hm, doch deutlich länger war als anfänglich geplant.
2019_03_03_Seekarspitze

Samstag, März 02, 2019

Wenn i mit mei Wampen kannt - 28.02.2019

Kleine aber feine Feierabendrunde mit Vladi und Stephan auf die Kampenwand. Bei zweistelligen Plusgraden stiegen wir von Aschau durchs Skigebiet auf. Weil keiner von uns wirklich fit war und der Föhn in der Höhe ganz schön wehte, ließen wir es an der Steinlingalm gut sein (1¾ Stunden, 830 hm). Bei Stubenmusi und verkleideten Gästen/Personal (es war ja Weiberfasching) ließen wir uns Speis und Trank schmecken. Ein paar Bier später traten wir die Abfahrt über eine total aufgeweichte und im unteren Teil schon apere Piste an. Es scheint als wäre der Winter in tiefen Lagen zu Ende. Schau ma mal wohin es uns noch so verschlägt.
2019_02_28_Steinlingalm

Mittwoch, Februar 27, 2019

Hochalm und Göll - 23./24.02.2019

Seit Pauls Skihaxn waren wir kein Wochenende mehr richtig in den Bergen. Das perfekte Wetter am Wochenende bot sich daher an dies zu ändern und ein paar Skitouren in Berchtesgaden zu gehen.

Samstag, Hochalm (2012m):
Die Skitour auf die Hochalm, um genau zu sein auf den höchsten Punkt oberhalb der Hochalm, ist einer der "kurzen" Klassiker in Berchtesgaden. Und nachdem es in der Nacht etwas Neuschnee gab und ich am Abend die Bindung auf meine neueste Errungenschaft (Dynafit Chugach) geschraubt hatte, beschloss ich diese "kurze" Tour mit den breiten Powderlatten zu gehen. Das konnte für Karin nur positiv sein, da es mich etwas einbremsen sollte. Gerade im steilen Wald oberhalb der Eckaualm, machte das Gehen mit dem breiten Ski (immerhin 109 unter der Bindung), den nicht ganz passenden Fellen, sowie fehlender Harscheisen nur bedingt Spaß. Als wir aber an der Hochalm aus dem lichten Hochwald kamen und ich die ersten schönen Hänge sah, war das alles vergessen. Karin zog langsam Richtung Am Hund weiter, während ich die ersten Hänge mit meinem neuen Ski entjungfern musste (½ Stunde, 150 hm). Alleine deswegen hatte sich der Kauf schon gelohnt. Kurz vor der höchsten Stelle holte ich dann Karin wieder ein (3 Stunden, 1350 hm, ohne die kleine Runde zwischendurch) und wir genossen die Sonne bei einem ¼ Stündchen Pause. Als der Wind auffrischte und die Sonne hinter der Blaueisspitze verschwand, machten wir uns an die Abfahrt. Wenn auch viele Stellen windgepresst waren, so fand sich doch auch immer schöner Pulver, ein Traum bis in den Wald. Der steile Wald zur Eckaualm ließ sich dann besser abfahren als gedacht, nur der Forstweg zurück zum Auto machte wegen der überfrorenen Spuren überhaupt keinen Spaß (¾ Stunde). Wieder eine sehr schöne Tour und durch unseren späten Start auch relativ einsam.
Den Abend verbrachten wir dann beim Oberschenkel regenerieren in der Rupertus Therme, was kann es besseres geben als eine Skitour bei perfektem Wetter und danach Sauna.
2019_02_23_Hochalm

Sonntag, Göll (2522 m):
Wenn wir schon dabei waren Berchtesgadener Klassiker zu gehen, dann durfte natürlich auch der Hohe Göll nicht fehlen. Auch wenn ich es nicht mehr an einer Hand abzählen kann wie oft ich schon am Göll war, die Skitour auf den nördlichsten Gipfel des Nationalparks ist jedes Mal wieder ein Erlebnis. Diesmal konnten wir die Ski direkt am Auto anschnallen und mussten sie nur am Sommerwandl kurz schultern. Das Seil ist weitgehend unterm Schnee, der Trittschnee ließ aber noch eine Begehung ohne Steigeisen zu. In ein paar Tagen dürfte das schon wesentlich unangenehmer aussehen. Die zweite Steilstufe gibt es im Moment gar nicht. Eine Lawine hat den Raum unter den Felsen komplett gefüllt und somit befindet sich dort nur ein Hang mit konstanter Neigung. Ganz so strahlend blau wie am Samstag war es leider nicht mehr. Immer wieder zog Bewölkung durch, als wir langsam der Spur durch die Umgänge folgten. Die Wechten zwischen Kuchler Kreuz und Hauptgipfel sind immer beeindruckend, dieses Jahr kommen sie mir aber besonders groß vor. Trotz des regen Betriebs auf der Tour, befanden sich nur zwei andere Skitourengeher mit uns am Gipfel (3¾ Stunden, 1400 hm). Zwar ohne Sonne, aber auch ohne Wind, ließ es sich aushalten und so konnten wir eine gemütliche Pause genießen. Die Abfahrt war überraschend gut, nur das Sommerwandl war, wie zu erwarten, äußerst unangenehm und wir waren beide froh es ohne auszurutschen hinunter geschafft zu haben (1 Stunde).
Vor fast genau 10 Jahren haben wir diese Skitour zusammen zum ersten Mal gemacht. Damals verlor Karin ihr Handy beim Aufstieg, es wurde aber von einem anderen Tourengeher gefunden und ihr wieder gebracht. Eine Stunde später erhielten wir einen Anruf für einen Besichtigungstermin in unserer heutigen Wohnung. Also für uns eine sehr geschichtsträchtige Tour.
2019_02_24_Goell

Freitag, Februar 22, 2019

Videos vom Telemarkcamp auf der Riesneralm

Beim Blogger Telemarkcamp auf der Riesneralm hat uns auch ein Filmteam begleitet. Entstanden sind zwei sehr coole Videos, die nun von der Region Grimming-Donnersbachtal veröffentlicht wurden. Danke noch mal an Hyphen, Riesneralm, Grimming-Donnersbachtal und SnowSafeApp für den tollen Abend und Tag.




Donnerstag, Februar 21, 2019

Vor der Arbeit auf den Brecherspitz - 20.02.2019

Vor-der-Arbeit-Skitouren waren letzte Saison fast jede Woche am Plan. Dieses Jahr war der Brecherspitz am Mittwoch die erste Skitour in der Früh. Für die Idee sich vor der Arbeit ein wenig zu bewegen, konnte ich sehr schnell meinen neuen Arbeitskollegen Martin gewinnen und so starteten wir kurz vor Sonnenaufgang vom Kurvenlift aus. Der einfache Aufstieg zum Skidepot am Westgipfel ließ uns genügend Zeit zum Ratschen (1½ Stunden, 530 hm). Der Weiterweg über den Grat erfordert einmal kurz etwas Konzentration, war aber genauso kurzweilig wie der Aufstieg zuvor (¼ Stunde, 70 hm). Nach einer kurzen (Bier)Pause, die Sonne ließ sich leider nicht wirklich blicken, gings wieder zurück zum Skidepot (¼ Stunde, 50 hm) und über den gefrorenen Gipfelhang hinunter ins Skigebiet und wunderschön zum Parkplatz zurück. Ein superschöner Start in den Tag. 
2019_02_20_Brecherspitz

Donnerstag, Februar 14, 2019

Feierabend am Rauhkopf und Taubenstein - 12.02.2019

Nach dem tourentechnisch unergiebigen Wochenende (zumindest für mich) war am Dienstag wieder eine Feierabendrunde angesagt. Noch im Hellen starteten Stephan und ich vom Spitzingsee zum Rauhkopf (1¼ Stunden, 630 hm). Der stürmische Wind hatte im obersten Bereich leider nichts mehr vom Neuschnee des Vortages übrig gelassen. Am Waldrand fand sich aber eine schöne flauschige Linie bis in den Lochgraben hinunter. Dort trafen wir uns mit Laura, Vladi und Alex, um zum Taubenstein aufzusteigen (¾ Stunde, 360 hm). Eine wunderbare Linie später hieß es beim Maxlrainer noch einmal auffellen und zur Taubensteinbahnbergstation aufsteigen (10 Minuten, 110 hm). Dort gabs dann das wohlverdiente TAB und ein Schnitzel. Eine super schöne Runde und durch den frühen Start kamen wir sogar vor Mitternacht ins Bett.
2019_02_12_Rauhkopf

Rodeln mit den Dahejern und Skitour aufs Seekar - 09./10.02.2019

Samstag trafen sich die Dahejer zum Rodeln am Wallberg. Karin und Paul fielen ja leider aus, so hatten nur Anna und ich jede Menge Spaß mit den Anderen. Die Rodelbahn ist wirklich nett und die Einkehr im Alten Wallberghaus kann ich nur jedem weiterempfehlen.
Am Sonntag konnte Karin endlich auch mal wieder los, mit Laura ging es aufs Seekar. Der Föhn zwang die beiden zwar zur Umkehr am Beginn der steilen Gipfelflanke, Spaß hat es ihnen aber trotzdem gemacht. Und der anschließende Besuch im Atoll entschädigte für den fehlenden Gipfel.
2019_02_09_WallbergRodeln

Freitag, Februar 08, 2019

Tanzeck und Taubensteinsattel zum Feierabend - 07.02.2019

Heute habe ich kein Foto für dich .... nein so schlimm war es auch wieder nicht, es gibt nur diesmal einfach kein Foto. Vielleicht auch einfach deshalb weil es keinen besonders schönen Sonnenuntergang gab und ich die Tour schon einige Male gegangen bin, nett wars trotzdem.
Schon recht früh (es war immerhin noch hell) stiegen Flo und ich vom Spitzingsee zum Tanzeck auf (1½ Stunde, 600 hm). Schon beim Aufstieg zeigte sich, in sonnenbeschienenen Expositionen hatte sich ein Harschdeckel gebildet, während in Schatthängen noch Pulver vorherrschte. Eigentlich perfekte Bedingungen für eine Abfahrt zur Krottentaler Alm, aber das wollten wir Flos Rücken noch nicht zumuten, vielleicht nächstes Mal. So fuhren wir bis in die Flanke des Rauhkopfs im Bruchharsch, bevor wir ein paar schöne Pulverschwünge in den Lochgraben hinunterziehen konnten. Dort wurde wieder aufgefellt, um noch ein paar Extrahöhenmeter zum wohlverdienten Feierabendbier im Gasthaus in der Taubensteinbahnbergstation zu drehen (½ Stunde, 250 hm). Alles in allem wieder eine sehr gute Feierabendtour bei noch überraschend gutem Schnee. Dies dürfte sich aber mit dem beginnenden Regen (in Neuhaus hatte es schon geschüttet als wir nach Hause fuhren) ziemlich schnell ändern.

Mittwoch, Februar 06, 2019

Steffis Geburtstag auf der Latschenkopfhütte und ISPO - 02./03.02.2019

Samstag feierte Steffi ihren Geburtstag auf der Latschenkopfhütte. Eigentlich wollte ich mit den Kindern am Brauneck Skifahren gehen und dann die Feier besuchen, daraus wurde aber wegen Pauls Bein nichts und kurzfristig musste ich auch noch Arbeiten. So stieg ich erst kurz vor Sonnenuntergang alleine zur Hütte auf (1½ Stunden, 750 hm). Nach einem gemütlichen Abend und gutem Essen, fuhren Tom und ich durch den Filzgraben zum Auto ab. Nicht der angenehmste Weg, aber man umgeht die Pistenpräparation im Skigebiet.
Am Sonntag konnten wir dann leider nicht ausschlafen, wir hatten nämlich einen Besuch auf der ISPO geplant. So schlimm war das frühe Aufstehen aber nicht, denn es gab wieder viel zu sehen. Außerdem konnten wir Claudi (A*LIVE), Caro (Outdoor Relations), Maria (Isbjörn) und Micha (ABS-Airbag) treffen. Nachmittag nahm Karin mit Lena (trampelpfadlauf) bei einer Womans-ISPO-Tour teil und den Abend verbrachten wir auf Parties bei K2 und J.Lindeberg. Ein anstrengender aber rundum gelungener Tag.
2019_02_03_ISPO

Montag, Februar 04, 2019

Doppelt gemoppelt... - 31.01.2019

...oder nach der Skitour ist vor der Skitour.
Donnerstag hatte ich frei, eigentlich um bei Annas Skikursabschlussrennen zusehen zu können. Über Nacht hatte es aber gut 10 Zentimeter Neuschnee gegeben, dazu waren zweistellige Minusgrade und strahlend blauer Himmel, da konnte ich eigentlich nicht anders als eine Skitour zu gehen. Zusammen mit Sigi startete ich von der Hinterriß ins Tortal. Ein ganz schön flacher Hatscher, trotzdem schön und eine unglaubliche Kulisse. Am Ende des Tals gehts dann um die Ecke und endlich steilt sich die Tour auf. Über zwei etwas steilere Stufen kommt man zur Torscharte (2¾ Stunden, 915 hm). In unserem Fall als Erste. Dafür musste ich auch spuren, teilweise fast knietief.  Der Pulver versprach aber höchsten Genuss für die Abfahrt. In unserem Fall ins Rontal hinunter. Die ersten Hänge sind der Wahnsinn! Als es flacher wurde, kamen uns zum Glück Skitourengeher entgegen und so konnten wir die Aufstiegsspur nutzen, um aus dem flachen Talboden ins Rißtal hinaus zu schießen (½ Stunde). Eine Traumtour, die man bei solchen Bedingungen sicher nur selten so einsam wie heute findet.
2019_01_31_Torscharte

Der Besuch am Draxelhang machte dann natürlich auch Spaß. Anna ist eine richtige kleine Rennsemmel und ich konnte nach sechs Jahren mein Snowboard wieder mal ausführen.
Als Annas Rennen zu Ende war und sie wieder im Bus nach München saß, wechselte ich noch die Talseite. Von Fleck stieg ich zum Sonnenuntergang am Schönberg auf (1¾ Stunde, 900 hm). Wie der Name schon sagt, ein schöner Berg, auch wenn weder Aufstieg noch Abfahrt (½ Stunde) mit dem Karwendel am Vormittag mithalten konnte. Im gesamten doch ein recht intensiver Tag, sozusagen Freizeitmaximalausnutzung.
2019_01_31_Schoenberg

Sonntag, Januar 27, 2019

Miesing Nord, der etwas andere Feierabend - 24.01.2019

In dieser anstrengenden Woche, war eine Feierabendskitour die passende Abwechslung, wenn auch keine entspannende. Vom Spitzingsee stiegen Stephan und ich bei eisigen Temperaturen zum Taubensteinsattel auf und weiter Richtung Lempersberg. Den Taubenstein ließen wir links (bzw. rechts) liegen und es ging bis zur Seilversicherung am Lempersberg (1 Stunde, 650 hm). Von dort fuhren wir die erste steile Rinne/Hang zur Kleintiefentalalm hinunter (¼ Stunde). Die Abfahrt war gut, da müsste doch noch mehr gehen. Also zogen wir an der tief verschneiten Alm vorbei zum Miesingsattel. Am Weg hatte Stephan das erste Problem mit seinen Fellen, bei den tiefen Temperaturen klebten diese nämlich nur mäßig. Aber alle Probleme lassen sich lösen, in diesem Fall mit einer wärmenden Wampe. So zogen wir weiter zum Gipfel des Hochmiesing (¾ Stunde, 350 hm). Letztes Jahr wollte ich die Nordrinne abfahren, wegen meiner überaus akribische Tourenplanung erwischte ich aber die Latschengasse. Diesmal hatte ich ja sozusagen einen Local mit Hut dabei und so fand sich die Einfahrt sogar im dichten Nebel. Eine geniale Rinne diese Nord-Ost Rinne, im oberen Teil etwa 45° steil. Nach unten hin weitet sie sich bei etwa 35°, so macht Skifahren Spaß (½ Stunde, ↓ 650 hm). Nur Stephan hatte zwischenzeitlich weniger Spaß, als die Funken flogen. Da hatte er doch glatt ein paar Steine am rechten Rand der Rinne übersehen. Die Rinne selbst war von einer Lawine ausgeputzt, ein bisschen Pulver hätte sicher auch nicht geschadet, aber ich will ja nicht meckern. Über die Forststraße mussten wir nun zum Abschluss wieder zum Taubensteinsattel aufsteigen (1 Stunde, 380 hm). Diesmal half auch kein Trick mehr, Stephans Felle klebten einfach nicht mehr. So stieg er schimpfend und fluchend ohne Ski und/oder nur mit meinen Harscheisen auf. Inzwischen war es doch recht spät geworden und nach der Abfahrt zum Parkplatz (¼ Stunde) hatte keiner von uns mehr wirklich Lust ins Spinnradl zu gehen.
Eine super Tour und mit fast 1400 hm definitiv eher eine ausgewachsene Skitour als eine Feierabendrunde, aber wir hatten es ja nicht anders gewollt.
2019_01_24_MiesingNord

Freitag, Januar 25, 2019

Dumm gelaufen... - 20.01.2018

...oder ein Beinbruch ist ja kein Beinbruch! Oder etwa doch?
Nach dem super entspannten Bloggercamp in Donnersbachwald gehörte der Sonntag den Kindern. Zusammen legten wir einen Skitag am Götschen ein. Um zum Mittagessen zu gelangen, teilten wir uns auf. Karin und Anna fuhren mit dem Auto von der Götschenalm nach Hause, währen Paul und ich die Talabfahrt nahmen. Bis zu den Hängen unter dem Hundsreitlehen war alles gut, ab dort hieß es aber zwingend Tiefschnee fahren. Paul fuhr vor mir und holte über die Aufstiegsspur Schwung. Leider wohl ein wenig zu viel und so stürzte er im leider nicht mehr ganz pulvrigem Schnee. Eigentlich dachte ich mir nicht viel dabei, als er sich aber nicht beruhigen ließ und über starke Schmerzen im Bein klagte, nahm ich ihn auf die Arme und fuhr so zu Karins Eltern ab. Zusammen begutachteten wir sein Bein und waren uns einig, das muss unbedingt geröntgt werden. Nur gut, dass wir so ein großes Auto haben, fast schon wie in einem Rettungswagen. Und genau so fuhren wir auch bei der Notaufnahme in Berchtesgaden vor. Nach der Untersuchung stand fest, Tibia-Spiralfraktur. Weiter gings mit einem Rettungswagen zur Kinderchirurgie nach Traunstein, wo wir den restlichen Nachmittag/Abend verbrachten. Die Nacht mussten Karin und Paul im Krankenhaus bleiben, während Anna und ich nach München fuhren. Am Montag konnte ich die Beiden aber schon wieder abholen.
Im Moment versuchen wir den Alltag auf Paul abzustimmen. Wenn sich der Bruch nicht doch noch verschiebt, kommt Paul auch um eine OP herum. Dafür heißt es vier Wochen Liegegips. Wir werden sehen wie es weiter geht. Im Moment sind wir aber vor allem froh, dass unser kleiner Mann auch schon wieder etwas lachen kann.
Ob so ein Beinbruch nun kein Beinbruch ist oder nicht, das wird sich erst zeigen, aber die ganze Aktion hätten wir uns gerne schenken können.
2019_01_20_PaulsBein