Samstag, Oktober 31, 2015

Jochberg und Pähler Schlucht - 31.10./01.11.2015

Wenn gutes Wetter im Herbst auf ein Wochenende fällt, dann muss man raus, also fuhren wir raus. Leider waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee und so gab es an der Kesselbergstraße praktisch keinen Parkplatz mehr. Der Großteil der Wanderer hat von hier aus zwar den Herzogstand als Ziel, aber auch am Jochberg sucht man Einsamkeit vergeblich. Trotzdem eine sehr nette Wanderung, vor allem mit Kindern. Für die 720 hm benötigten wir 2¼ Stunden, wobei Paul die letzten 250 hm komplett selbst gegangen ist. Nach einer sehr ausgiebigen Pause in der Sonne am Gipfel gings wieder an den Abstieg und in der Dämmerung erreichten wir wieder das Auto (1¼ Stunde).
2015_10_31_Jochberg


Mit Caro und Nick fuhren wir Sonntag in die Pähler Schlucht. Leider löste sich der Nebel in der Schlucht nur sehr langsam bzw. gar nicht auf, trotzdem vor allem für die Kinder eine sehr nette Wanderung. Paul legte beim Balanzieren über einen Baum eine ungewollte Badeeinlage ein, was wir definitiv lustiger fanden als er. Eine sehr nette Wanderung, die vor allem auch mit kleinen Kindern unternommen werden kann (2 Stunden, 80 hm), allerdings ist sie nicht kinderwagentauglich.
2015_11_01_PaehlerSchlucht

Sonntag, Oktober 25, 2015

Lauras Geburtstagswochenende in Ginzling - 24./25.10.2015

Das Wochenende zu Lauras Geburtstag war schon lange geplant und nun hatten wir auch noch richtig Glück mit dem Wetter. Am Freitag fanden wir uns alle beim Diggl in Ginzling ein. Nach einem feucht-fröhlichen Abend wurde am Samstag im Ginzling Wald gebouldert, bevor der Hot Tub und die Sauna eingeheizt wurden und wir so einen weiteren netter Abend verbringen konnten. Sonntag besuchten wir noch die Klausen Alm, zogen uns die Finger ein wenig lang und brachen dann alle nach Hause auf. Ein sehr schönes Wochenende, vor allem weil fast die gesamte Bleautruppe zusammen war.
2015_10_25_GinzlingBlog

Sonntag, Oktober 18, 2015

Wanderung auf die Neureuth - 18.10.2015

Kühl und regnerisch, das perfekte Wetter um mit den Kindern ein bisschen in den bayrischen Voralpen zu wandern. Nach über einem Monat Hitze in Indien, war die erste Woche in München ein wahrer Traum, sonniger Herbst vom Feinsten, mit Radeltouren und Spaziergängen. In die Berge hat es uns erst knapp zwei Wochen nach meiner Rückkehr verschlagen und das natürlich auch erst als das Wetter wirklich greißlich genug war. Als wir in Ostin starteten, regnete es zumindest gerade nicht aber unser Weg zur Neureuth führte direkt durch den Nebel (1 Stunde 20 Minuten, 500 hm). Trotz schlechtem Wetter war es in der Neureuth überraschend voll, einen Platz fanden wir trotzdem und unser Essen bekamen wir auch sehr schnell. Nach dem kurzen Aufwärmen in der Hütte, stiegen wir bei strömendem Regen ab (¾ Stunde). Einfach eine schöne Wanderung, auch oder gerade wegen des schlechten Wetters.
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Mittwoch, Oktober 07, 2015

Bouldern in Delhi - 03./04.10.2015

Die fünf Wochen Indien neigten sich ihrem Ende zu und auf dem Heimweg hatte ich noch einen Zwischenstopp in Delhi. Diesen nutze ich nicht nur für Sightseeing sondern auch für Bouldern an wirklich nettem Sandstein in der Hauptstadt Indiens.
Samstag irrte ich zuerst etwa eine Stunde durch den Patel Nagar, bis ich den Eingang zum Ramjas Sport Ground fand. Auf dem Gelände befinden sich die Ramjas Rocks, die im Mohit Oberoi Kletterführer "Guide to Rock Climbing in and around Delhi" beschrieben sind. Mit mir boulderte an der überhängenden Wand Manish, ein junger Inder, der gerade in den Indischen Nachwuchsbewerben sehr gut abgeschnitten hatte. Die Boulder sind schön, wenn auch leider fast mehrheitlich an geschlagenen Griffen. Neben der überhängenden Wand gibt es noch einige Platten und die Routen sind teils mit Umlenkern für Toprope ausgestattet. Für einen Tag hat man hier aber auf jeden Fall etwas zu tun. Am Nachmittag besuchte ich noch das Red Fort und lernte dabei Zila aus Israel kennen und zum Sonnenuntergang stattete ich dem Akshardham Tempel einen Besuch ab. Beim Anstehen in der Schlange freundete ich mit Namrata an, die so wie ich zur Wassershow am Brunnen gekommen war. Eigentlich ein ganz schöner Abend, auch wenn man an diesem Tempel mehr ansteht als anschaut!
Sonntag war dann klettertechnisch eher ein Griff ins Klo, nicht weil der Fels schlecht gewesen wäre, sondern weil der Zugang einfach nicht möglich war. Die PBG Rocks sind auf dem Gelände der President Boudyguard, einer berittenen Einheit der indischen Armee und die Zufahrt war heute einfach mal abgesperrt. Kein Wachposten weit und breit den man befragen hätte können, also musste ich unverrichteter Dinge wieder abziehen. Bis dorthin hatten mich die Autorikschafahrer schon genervt und der Lotus Tempel den ich mir noch ansehen wollte verhieß stundenlanges Anstehen in der prallen Sonne. Also auch kein Lotus Tempel (der aber wahrscheinlich eher überbewertet ist) aber dafür endlich etwas Ruhe und Frieden im Lodi Garden. Dieser war definitiv der Lichtblick an diesem Tag. Auffällig auch in Delhi, es scheint für Inder schwer bis schier unmöglich zu sein ihren Müll in eine Mülltonne zu werfen.
So schnell war die Zeit jetzt auch wieder vorbei und jetzt sehne ich mich auf, egal welche Aktivität nur ohne eine Million Inder die keine 5 mm Abstand halten können.

Sonntag, September 27, 2015

Zarawani Wasserfall – 27.09.2015

Nach einem netten Abend bei Andrea in Bharuch, starteten Isabel, Alex und ich am Sonntagmorgen in das Shoolpaneshwar Wildlife Sanctuary. Unser Ziel dort war der Zarawani Wasserfall. Der Weg führte uns über die Brücke über den Narmada River und über eine wirklich schlechte Straße nach Rajpipla und von dort weiter in den Park (200rs/car). Vom Parkplatz aus hatten wir noch 20 Minuten Fußmarsch durch ein Flussbett zum Wasserfall und trotz schwachem Monsun in diesem Jahr, hatte der Wasserfall genügend Wasser, um ein nettes Ambiente zu erzeugen. Nach unserer Rückkehr zum Auto besuchten wir noch den Navagam Dam (70rs/car). Auf dem Weg konnten wir auch kurz eine Beerdigung am Narmada River beobachten, was bei mir schlechte Erinnerungen an Kathmandu hervorrief. Beide Parks waren überraschend sauber und selbst dieser kurze Aufenthalt lies uns durchatmen und Kraft für die kommende (für mich letzte) Woche schöpfen. Am Heimweg marschierten wir noch ein Stück mit dem Zug der Ganesh Chaturthi Götzen. Wir mussten mit zig Leuten Fotos machen und irgendwann kam sogar die Polizei, um die Menschentraube um uns herum etwas zu verscheuchen. Das nutzen wir, um „unauffällig“ zu verschwinden. Der heutige Tag war definitiv ein Erlebnis und zwar eines, das mich mit Indien wieder einigermaßen versöhnt. Schaun wir mal wie Dehli nächstes Wochenende wird und dann bin ich sowieso wieder zu Hause.
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Montag, September 14, 2015

Pavagadh - 13.09.2015

Nach zwei Wochen Arbeit in Dahej, hatte ich endlich einen Tag Zeit mir die nähere Umgebung meines vorübergehenden Arbeitsplatzes anzusehen. Unser Fahrer brachte Ajay und mich zuerst nach Baroda (Vadodara) zum Laxmi Vilas Palace. Wir starteten natürlich typisch Indisch, was heißt mit zweistündiger Verspätung, Zeit ist eben relativ. Vom Palast gings weiter zu unserem eigentlichen Ziel, Pavagadh. Ein Berg mit einem Tempel (Kalika Mata Tempel) am Gipfel (822 m), mitten im ansonsten flachen Land. Mit dem Auto gelangt man über eine Bergstraße zum Plateau Machi Haveli (440 m) von welchem aus der Aufstieg beginnt. Weniger ambitionierte Mitmenschen benutzen für die Bewältigung der 350 hm zum oberen Plateau eine Seilbahn, was für uns natürlich nicht in Frage kam (unter anderem auch wegen der gefühlt 2 km langen Schlange). Der Weg führte über 1000e Treppen, vorbei an 100en Geschäften, bei über 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 85% und mit gefühlt 1 Million Indern. Nach etwa 20 Minuten und drei Pausen trennten Ajay und ich uns und ich konnte den Weg zum oberen Plateau mit dem Old Digamber Jain Tempel in meinem Tempo zurück legen (¾ Stunde, 320 hm).
Die Tempelruinen sind etwas abseits vom Hauptweg und dadurch ist man in etwa einer Minute in fast himmlischer Ruhe. Von dort aus führte ein Pfad um den Gipfelaufbau herum und neben einem Pfeiler auf der Westseite hinauf auf das Gipfelplateau mit dem eigentlichen Tempel (¼ Stunde). Ab hier war der Weg dann alles andere als angenehm. Eine Müllkippe querend gelangte ich auf das Dach eines Nebengebäudes über das ich in die Tempelanlage gelangte. Letztlich stand ich wieder in der Schlange, die in den Tempel führte. Eigentlich wollte ich das Innere des Tempels nicht besuchen, da ich mich noch an die ablehnende Haltung der Hindus in den Tempeln in Kathmandu gegenüber Ausländern erinnern konnte. In der Masse an Menschen war aber nicht an eine Bewegung in eine andere Richtung als mit der Masse zu denken und so wurde ich unaufhaltsam ins Allerheiligste des Tempels geschoben (Inder haben übrigens kein Gefühl für das mitteleuropäische Bedürfnis nach persönlichem Raum, also hat man dauernd jemanden der einem in den A**** kriecht, im wahrsten Sinne des Wortes). Als ich vor dem Schrein stand tat ich was alle taten (eine kleine Spende in eine Box) und wollte mich unauffällig verkriechen (unauffällig ist mit über 190 cm mitten unter Indern eine ziemliche Herausforderung), doch vom Schrein her wurde mir gedeutet zurück zu kommen und zu warten, um eine Kokosnuss in die Hand gedrückt zu bekommen. Da stand ich also, mit Kokosnuss und keiner Ahnung was damit anfangen war. Ein hilfsbereiter Inder erklärte es mir, Kokosnuss aufbrechen, heiliges Wasser in der Nuss in alle 4 Himmelsrichtungen verspritzen und glücklich sein. So einfach kann das Leben sein.
Auf dem Weg nach unten besprang mich dann noch eine alte Frau, um mir ein Tika (Tilaka) zu machen, ganz schön mobil diese alten Frauen hier. Kurz darauf traf ich Ajay wieder, wir sahen noch einer rituellen Waschung im oberen See zu und traten den Rückweg an. Etwa 3 Stunden nach unserem Start, stiegen wir wieder ins Auto und ließen uns ziemlich geschafft nach Hause kutschieren.
Eine nette Wanderung, auch wenn für meinen Geschmack viel zu viele Leute unterwegs waren. Klettern wäre in Pavagadh sicher auch möglich. Am oberen Plateau liegen einige sehr schöne Blöcke zum Bouldern (unten im Wald liegen auch welche) und der Gipfelaufbau hat mehrere 1-2 SL Trad.-Klettertouren zu bieten.
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Montag, August 17, 2015

IFSC Boulder World Cup - 15.08.2015

Eigentlich war für den Samstag eine alpine Gemeinschaftstour mit Christoph geplant, damit wär ich nicht nur wieder mal im Kaiser zum Klettern gekommen, sondern hätte auch noch gleich meine Trainerfortbildung abgehakt. Leider war die Wettervorhersage dann doch zu schlecht für so eine Gemeinschaftsaktion (privat wäre es mir ja eher Wurscht wie nass ich werde) und so wurde sie kurzfristig am Freitagabend abgesagt. Somit hatte ich ein freies Wochenende in München und zufällig gastierte das Finale des Boulder World Cup in München. Auch wenn ich die eigene Betätigung dem Zusehen vorziehe, die Veranstaltung war wirklich sehenswert. Gute Stimmung und ein wahnsinnig starkes Starterfeld. Also trotz allem ein gelungenes WE.
 

Montag, August 10, 2015

Guggihütte - 08./09.08.2015

Wie jedes Jahr besuchten wir Dani auf der Guggi. Da für den Tag Versorgungsflüge anberaumt waren, konnten wir die Windeln für die Kinder mit dem Hubschrauber (aka Windelbomber) hinauffliegen lassen, während wir von Lauterbrunnen aus mit der Bahn zur Kleinen Scheidegg fuhren. Etwas später als geplant starteten wir um 9:20 Uhr und deshalb quälte uns die sengende Hitze am letzten Stück nach einer kleinen Pause an der Abzweigung zur alten Guggi (↑880 hm, ↓160hm, 2¾ Stunden). Diesmal wurden wir von einem riesen Team begrüßt, weil neben Dani und Carolin auch Alice, Christian und Arnold vor Ort waren, um die Vorräte in Empfang zu nehmen. Die Drei stiegen wieder ab, während noch zwei Franzosen kamen um eine Akklimatisationsnacht auf der Guggi zu verbringen. Der Tag war heiß und sonnig, dafür gab es in der Nacht ein schweres Gewitter und es stürmte so stark, dass es relativ schwer war zu schlafen. Trotz angesagtem Schlechtwetter erwischte uns erst am Abfluss des Eigergletschers ein bisschen Regen. Die ersten 1½ Stunden des Abstiegs legte Paul sogar selbst zu Fuß zurück. Auf der Kleinen Scheidegg (↓880 hm, ↑160hm, 2½ Stunden) gabs dann noch ein Mittagessen und zurück bei Dani ein Bad im Jacuzzi und eine Grillerei. Wieder ein tolles Wochenende mit unglaublich netten Leuten.
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Sonntag, August 02, 2015

Bustour Teil 13 - Die Heimkehr - 27.-31.07.2015

Wie sieht eine Heimkehr nach 3 Monaten aus? Gerade waren wir unterwegs und schon ist die Zeit wieder vorbei. Wir haben wahnsinnig viel erlebt und es ist viel passiert. Die letzten Tage haben wir bei Karins Eltern genutzt das Vergangene zu reflektieren und die Ausrüstung und das Auto zu putzen.
Statistik zur Reise:
Wir haben in 92 Tagen 9730 km zurückgelegt und dabei 979 Liter Sprit im Wert von 1092 € verfahren und 155 € Mautgebühren bezahlt. In der Zeit haben wir 13 Länder besucht und 11 Nicht-EU-Grenzen überschritten, in 19 Klettergebieten geklettert und 4029 Fotos gemacht. Wir hatten knapp über 0°C am Pasul Gutâi und 44°C in Mostar. Ausfälle hatten wir keine außer unserer Waeco Kühlbox, die uns in Montenegro (also in den letzten 2 Wochen) kaputt gegangen ist. Die Zahlen sagen aber nichts über die Menschen die wir auf unserem Weg kennen gelernt haben, über die Natur die wir erlebten, über die Freude und den Ärger. Eine tolle Reise, für uns alle.
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Mittwoch, Juli 29, 2015

Rauher Kopf - 29.07.2015

Kleine Trainingsrunde für meinen neuen Schuh. Nachdem mein Speedcross endgültig das Zeitliche gesegnet hat, hab ich mir den Mammut MTR 201 Pro gekauft. Passform und Gewicht sind super und alles weitere zeigt der erste richtige Einsatz, also rauf auf den Rauhen Kopf (1h17'40", 1050 hm). Die einzelnen Abschnitte:
Kastensteinerwand: 16'19", 170 hm
Blaues Kastl: 24'24", 350 hm
Scharte am Grat: 29'28", 400 hm
Gipfel: 7'33", 130 hm

Blaues Kastl: 23'21"
Datzmannsiedlung: 15'14"
Karins Eltern: 5'36", 60 hm

Vor allem Bergab zeigte der Schuh sein Potential, ich bin begeistert! Trotz Nässe durch den Regen in der Nacht und die steilen Schotterstellen am Weg, rutschte der Schuh keinen Millimeter.
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Dienstag, Juli 28, 2015

Kleiner und Großer Rotofenturm - 28.07.2015

Neben dem Busputzen und -aufräumen blieb auch ein bisschen Zeit zu zweit eine kleine Tour zu machen. Von Hallthurm aus starteten Karin und ich in den Rotofensattel (1¼ Stunde, 600 hm). Von dort ging die Kraxelei los (Hier schon Mal und hier Mal probiert). In zwei Seillängen stiegen wir etwas rechts der markanten Rinne zum Gipfel (1 Stunde, 50 hm). An einem gut aufgebesserten Abseilstand gings in die Scharte zwischen Kinn und Nase der Hexe und über den Grat weiter auf die Nase (40 Minuten, 30 hm). Wir suchten die Einträge unserer früherer Besteigungen (2010, 2013) und machten uns aufs Abklettern und Abseilen durch die Berchtesgadener Rinne (¾ Stunde). Im Eilschritt gings zurück zum Rotofensattel und zum Auto (1 Stunde, 50 hm). Trotz tiefer Wolken hatte das Wetter den ganzen Tag gut gehalten und somit war es eine wirklich schöne Tour mit Karin (gesamt 4 Stunden 40 Minuten und 730 hm). Eine genau Beschreibung der zwei Kletteranstiege gibt es auf Sidar.de.
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Montag, Juli 27, 2015

Bustour Teil 12 - Bosnien, Kroatien und Graz - 20.-27.07.2015

Vom Durmitor Nationalpark fuhren wir über die Hochebene des Nationalparks über ein winziges Sträßchen zum Pivsko Stausee hinunter und zum Grenzübergang Hum. Diese Etappe führte uns noch weiter über schlechte Straßen bis Sarajevo, wo wir die Nacht verbrachten. Auf dem Weg nach Mostar sahen wir erschreckend viele Spuren des Bosnienkriegs. Von einem riesigen Friedhof, über eine zerbombte Brücke (ein Mahnmal) bis zu Beschußspuren an vielen Häusern in fast allen Ortschaften durch die wir kamen. Die Altstadt von Mostar ist seit dem Bosnienkrieg wieder restauriert worden. Trotz der Hitze war der Besuch Mostars wirklich lohnend und ein Bad in der Neretva brachte Abkühlung von den 42°C im Schatten. Bei diesen Temperaturen wollten wir auf keinen Fall übernachten und so setzten wir unsere Fahrt noch bis an die Küste fort. Auf der leeren A1 in Kroatien kamen wir dann am einzigen tödlichen Verkehrsunfall unserer Reise vorbei.
Die Übernachtung südlich von Split brachte dann wenig bis gar keine Abkühlung und so war die Motivation die Klettergebiete von Omis zu erkunden eher gering. Zum Glück kühlte es im Nationalpark Krka abends so weit ab, dass an Schlaf zu denken war. Die nötige Erfrischung während des Tages holten wir uns bei einem Bad unter den Wasserfällen und zusätzlich lernten wir auch noch Hanna, Jan und Lotte kennen, mit denen wir einen sehr schönen Tag und Abend verbrachten.
Unsere letzte größere Etappe führte uns von Krka vorbei an Paklenica nach Zagreb, Maribor und Graz. Hier besuchten wir Vroni und Matts und verbrachten ein gechilltes Wochenende mit Essen, Trinken und Freunde besuchen. Heftige Gewitter brachten die seit Wochen ersehnte Abkühlung und Paul hatte einiges zu sehen bei den Aufräumarbeiten der Feuerwehr.
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Sonntag, Juli 19, 2015

Bustour Teil 11 - Albanien und Montenegro - 14.-20.07.2015

Albanien und wir, das war nun wirklich eine Beziehung mit einem etwas schwierigem Start. Über die Grenze beim Ohridsee wurde das lang sehr karg und noch viel vermüllter als bisher (wir haben auf unserer Reise viel gesehen, aber Albanien überstieg alles bei weitem). Aber am auffälligsten war die Aggressivität der albanischen Autofahrer. Beim albanischen Fahrstil könnte man fast auf den Gedanken verfallen, das private Autobesitzverbot von Enver Hoxha war eine positive Sache und nur zur Sicherheit der Bevölkerung. Auf der anderen Seite waren die Campingplätze schön, sauber, gut ausgestattet und mit freundlichem Personal. Als wir nach ein paar Tagen Meer und Shkodrasee, einem Tipp folgend, einen kleinen Grenzübergang (Dogane) nach Montenegro nahmen, waren viele der schlechten Eindrücke vergessen. Die „Straße“ zu dem Grenzübergang entlohnte für vieles. Die neue Teerstraße, wird schnell zu einer Off-Road-Piste, auf der uns nur Geländewagen entgegen kamen (und zwar keine SUV und andere Möchtegerngeländewagen sondern das gute Zeug). Über den Allrad waren wir beim wühlen durch loses Material ziemlich froh und bis auf einen kleinen Aufsetzer reichte auch unsere Bodenfreiheit ohne weiteres aus. Die Straße und die Schluchten erinnerten sehr an Pakistan und so war der Kontrast noch stärker, als ohnehin schon, als wir in das grüne Montenegro kamen.
Montenegro durchquerten wir vom Südosten nach Norden und stellten vor allem fest, dass es nicht nur sehr gebirgig und bewaldet, sondern auch mit sehr vielen Schluchten und Felswänden gesegnet ist. Vor allem die Fahrt durch die obere Taraschlucht zur Tarabrücke war ein beeindruckendes Erlebnis. Am Ende dieser Fahrt gelangten wir ins Herz des Nationalpark Durmitor. Es gefiel uns so gut, dass wir kurzfristig alle unsere Pläne für die Heimfahrt über den Haufen warfen und mehrere Tage zum Wandern blieben. Für die Umrundung und dem Baden im Crno Jezero (Schwarzer See) braucht man keine 2 Stunden. Eine Wanderung auf den Mali Meded zieht sich dann doch ein wenig mehr. Zuerst gings am See vorbei Richtung Skigebiet Poljana (¾ Stunde, 140 hm) und dann nach Westen ins Velika Kali (1¼ Stunden, 400 hm). Über steile Wiesen und Schrofen geht’s hinauf auf den Grat der die ganze Meded-Kette verbindet (¾ Stunde, 250 hm) und von dort über den unschwierigen Grat zum Gipfel (¼ Stunde, 100 hm). Der Abstieg führte uns weiter nach Norden zu einem kleinen Pass (¼ Stunde) und hinunter in die Indini Dolovi (½ Stunde). Nach einem kurzen Gegenanstieg ging es hinunter zum Schwarzen See (1½ Stunden, 130 hm) und von dort wieder zum Camping (¼ Stunde, 30 hm). Wir waren nach dieser Runde (5½ Stunden, 1050 hm) ganz schön platt, man merkt, dass wir seit Monaten nichts Richtiges mehr gemacht haben.
Das Ende unserer Reise wird uns noch über ein kleines Stück Bosnien und Kroatien führen.
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Dienstag, Juli 14, 2015

Bustour Teil 10 - Bulgarien (Sofia) und Mazedonien - 07.-14.07.2015

Nach den drei Tagen in Istanbul kämpfte ich mich mit dem Auto wieder aus Sultanahmet heraus. Dabei musste ich schnell feststellen, dass zwar der Türke im Allgemeinen die Verkehrsregeln recht phantasievoll auslegt, der türkische Polizist es aber nicht gerne sieht, wenn man einen U-Turn bei einem U-Turn-Verbots-Schild macht. Zum Glück erwischte ich zwei Herren, die kein Wort Englisch sprachen und die Beiden nach ein paar Versuchen entnervt aufgaben und mich weiter schickten. Da lohnte wohl die Strafe den Aufwand nicht. Der Rest der Fahrt war zwar anstrengend, aber weniger aufregend, wobei die Fahrt nach Asien über die Bosporusbrücke schon sehr spektakulär ist. Der Grenzübertritt bei Edirne war in 10 Minuten erledigt und die Autobahn nach Edirne und auch der bestehende Teil der Autobahn auf bulgarischer Seite sind besser als die meisten deutschen Autobahnen (vor allem aber viel leerer). Sofia statteten wir nur einen kurzen Besuch ab, das was wir aber gesehen haben gefiel uns so sehr, dass wir hier auf jeden Fall wieder hin müssen. Leider klappte ein Treffen mit Vanja, die wir aus Kamen Byrag kannten nicht, aber beim nächsten Mal sicher. Der Hitze der Stadt entflohen wir nach Vitosha, dem Hausmassiv Sofias. An den Golden Bridges gibt’s nette Boulderei an Graniteiern.
Von Sofia sprangen wir dann nach Mazedonien (FYROM) und knapp nach der Grenze sorgte ein heftiges Gewitter für die lange ersehnte Abkühlung. Kurzzeitig war Weltuntergang nachdem sich die Schleusen des Himmels geöffnet hatten und die Straße fast weg schwamm. Vorbei an Kumanovo, wo es Anfang Mai noch heftige Kämpfe gab, fuhren wir nach Skopje. Auf dem Campingplatz trafen wir ein Filmteam des WDR Heute-Magazins, das eine Balkan-Bustour mit einem T2 machte. Die Hitze in Skopje kann man in der Schlucht von Matka am besten ertragen und als wir dort ankamen, kühlte es durch ein Gewitter weiter ab. Zum ersten Mal seit einem Monat zog sogar ich mir etwas Langärmliges an. Matka ist toll, nach dem Gewitter klarte es auf und wir wanderten von der Matka Hütte zum Kloster St. Nikola Shishevski. Dort konnte ich mir ein Bild von einem der Sportklettersektoren des Klettergebiets Matka machen, lohnt sich sicher wieder Mal hierher zu kommen, um zu klettern.
Von Skopje fuhren wir nach Prilep, der Hauptgrund warum wir nach Mazedonien wollten. Vor etwa einem Jahr sah ich auf der Climax ein Titelbild eines Boulders und entgegen meines ersten Verdachts war das Foto nicht in Bishop entstanden, sondern in Prilep, ein in Mitteleuropa praktisch unbekanntes Gebiet. Schon der erste Blick vom Pass nach Prilep war gigantisch. Die Stadt liegt in Mitten von Bergen und an den Nördlichen liegen überall Granit/Gneis-Blöcke herum. Nachdem ich mir den Führer besorgt hatte, meinte die nette Dame am Infokiosk es gäbe ein Camping im Stadtpark, da war ich neugierig. Ich hatte nur einen Stellplatz am Parkplatz eines Hotels (für stattliche 20€) in Erfahrung gebracht. Nach einigem Suchen fanden wir den „Platz“ und die netten Parkwächter nahmen uns herzlich auf. Nicht nur, dass wir mit Kaffee, Gesprächen und (schlechter) Musik versorgt wurden, noch dazu kostete die Übernachtung nichts. Irgendwie war es schon skurril mitten in einem Park zu stehen, das fanden wahrscheinlich auch die meisten Spaziergänger, ihren Blicken nach zu urteilen. Fürs Bouldern war es dann wie erwartet eigentlich zu heiß, wobei am ersten Tag im Gebiet Kamena Baba in den Sektoren Baza und Sisernik der Wind bließ und damit zumindest ein bisserl was ging. Die Bewertungen sind meiner Meinung nach etwas Egofreundlich, aber wem gefällt es nicht in einem neuen Gebiet sofort 6a/6a+ (Dzobek/Pikapolonca) bouldern zu können und in 7a (Cocoon am Alien-Block) bis auf einen Zug die Gesamtsequenz im dritten Versuch hin zu bekommen. Der Fels fühlt sich wirklich gut an und neben den bestehenden, geputzten Linien gibt es noch Spielraum für mehrere Generationen an Boulderern. Das Gebiet Old Quarry über dem Prilepsee hat dann noch mehr freies Potential in atemberaubender Kulisse. Am nächsten Tag statteten wir dem Gebiet Treskavec rund um das Kloster einen Besuch ab. Mir fehlten die Worte (und das soll was heißen)! Obwohl das Gebiet höher gelegen ist, war an Bouldern nicht zu denken, da ohne Wind die Temperaturen locker die 30°C erreichten. Der Sommer ist einfach zu heiß in Prilep, deshalb traten wir den Rückzug in das höhere und deshalb, zumindest in der Nacht, kühlere Ohrid an. Am Ohrid See gibt es Sportkletterei, aber auch hier ließ die Hitze am Tag nicht an Klettern denken. Das klare, recht kühle Wasser des Sees lädt aber zur Erfrischung ein.
An Mazedonien haben uns die gastfreundlichen, offenen Menschen und die tolle Natur gefallen, weniger schön war, dass das ganze Land extrem vermüllt war. Nun geht’s langsam nach Hause zunächst mal über Albanien. Mal sehen wie genau es weiter geht.
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Dienstag, Juli 07, 2015

Bustour Teil 9 - Bulgarien (Schwarzmeerküste) und Istanbul - 29.06.-06.07.2015

Klettern, Klettern, endlich wieder Klettern, aber der Reihe nach. Von 2 Mai gings die 10 km nach Bulgarien. Hier stellte sich das erste Problem, einen Campingplatz finden, da man im Gegensatz zu Rumänien nicht wild stehen darf. Etwas nördlich von Kamen Bryag (Sablenska tuzla) fanden wir dann einen kleine Platz an einem Restaurant, mit schattenspendenden Bäumchen. In Tyulenovo legten wir eine DWS-Session ein. Dabei trafen wir zwei bulgarische Studenten (Ivan) und ein russisches Paar (Anja und Anatoli), die auch zum DWS gekommen waren. Ein wirklich lustiger Tag. Die folgende Nacht war July Morning angesagt, eine nette bulgarische Tradition den Sonnenaufgang des 1. Juli zu erwarten. Etwas müde sahen wir uns auch noch das Gebiet Yaylata an. Um zu den verschieden Sektoren zu gelangen muss man für den archäologischen Pfad Eintritt bezahlen, um dann mit einer Horde schwitzender Bustouristen durch die Pampa zu hirschen. Die Boulder sehen nett aus, aber wer will schon bei über 30°C bouldern? Bis zu den DSW Sektoren schafften wir es gar nicht mehr und ergriffen Richtung Tyulenovo die Flucht.
Unsere Fahrt nach Süden führte uns vorbei an den Bettenburgen zwischen Varna und Burgas in ein verschlafenes Nest (Černomorec) mit schönem Muschelsandstrand und kristallklarem Wasser. Es gibt schlimmere Orte um ein paar Tage faul in der Sonne zu liegen. Dort lernten wir außerdem Edith und Leo kennen, die uns die Kinder abnahmen, damit wir endlich Mal ein Stündchen am Strand für uns hatten. Die Fahrt nach Süden war aber vor allem eines, Mittel zum Zweck, nämlich um näher an Istanbul zu sein und dorthin brachte uns die nächste Etappe. Unser Hotel, direkt in Sultanahmet, 200 Meter von der blauen Moschee entfernt und das war dann schon ein Problem. Verkehrsregeln werden hier definitiv etwas kreativer ausgelegt als wie wir as bis jetzt gewohnt waren (ja, weder Odessa noch Rumänien konnten uns auf Istanbul vorbereiten). Generell, Istanbul ist der Wahnsinn, das muss man einfach erleben. Im Moment ist noch Ramadan und so treffen sich alle in den Parks und Plätzen rund um die blaue Moschee und die Hagia Sofia, um nach Sonnenuntergang zu essen und zu trinken.
Nach Istanbul werden wir sicher wieder kommen, unsere Reise geht jetzt aber weiter Richtung Sofia und den Bergen südlich von Sofia.
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Montag, Juni 29, 2015

Bustour Teil 8 - Rumänien (Dobrudscha) - 23.-29.06.2015

Von Odessa fuhren wir in einem Rutsch durch die Süd-Ost-Ukraine und ein kleines Stück Moldawien zurück nach Rumänien bei Galaţi. Die 350 km und zwei Grenzübertritte waren definitiv das anstrengendste Erlebnis unseres Urlaubs. Die M15 in der Ukraine und die M3 in Moldawien (E87 und E584) haben nicht mal die Bezeichnung Feldweg verdient. Auf weiten Teilen gibt es neben der eigentlichen (Asphalt-) Straße Sandpisten im Feld, die besser zu fahren sind. Schlaglöcher ließen uns manche Stellen nur im Schritttempo passieren. Der Grenzübergang Ukraine/Moldawien bei Vynohradivka/Vulcăneşti war sehr schnell und einfach zu bewältigen (wir waren der einzige PKW), die Grenze Moldawien/Rumänien bei Giurgiuleşti/Galaţi dauerte da schon wegen Blockabfertigung etwas länger. Und so waren wir bei Abenddämmerung wieder in der EU und suchten uns einen Platz für die Nacht kurz vor Brăila. Der Lacu Sărat südlich von Brăila war dann weniger lecker, total dreckig und stinkend und unserer Meinung nach nicht sehenswert. Also gings schnell weiter mit der Fähre über die Donau und ins Donaudelta vorbei am Măcin-Gebirge mit seinen Granitklettergebieten. Von Murighiol aus fuhren wir mit einem Boot ins Delta und bewunderten die Artenvielfalt. Nächstes Ziel war Cheia (Cheile Dobrogei) eine Kalkstein „Schlucht“ etwa 45 km östlich von Constanţa. Beim Campen direkt unter den Felsen erwischte uns ein Gewitter, endlich Regen, der erste seit fast 3 Wochen. Wir waren richtig froh über die Abkühlung. Beim Sightseeing in Constanţa brannte die Sonne dann aber schon wieder unerbittlich herunter und so waren wir ziemlich froh als wir kurz vor der bulgarischen Grenze im kleinen Ort 2 Mai (gesprochen: Doimai) einen Campingplatz direkt am Meer fanden und uns im Meer abkühlen konnten. Der Campingplatz ist eigentlich nur ein Sandstrandabschnitt an dem man sein Zelt/Wohnwagen aufbaut wie es einem gefällt, oder wie wir soweit es geht mit dem Auto in den losen Sand fährt. Hier hatten wir richtig nette Nachbarn, mit denen wir an unserem Rumänienabschlussabend noch Grillten.

Zusammenfassend ist Rumänien einfach ein tolles, vielfältiges Land in das wir sicher wieder reisen werden.
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Sonntag, Juni 21, 2015

Bustour Teil 7 - Republik Moldau und Odessa - 17.-22.06.2015

Von Grenzkontrollen und der Hotelsuche. Unser Plan die letzte Nacht noch nahe der Rumänisch-Moldawischen Grenze zu übernachten, stellte sich als schlechter umzusetzen heraus als gedacht. Der größte Teil des Landes sind Weiden und Felder, in die wir uns nicht stellen wollten und die lauschigen Plätzchen sind zu nahe an der Grenze, so dass wir gleich zweimal von Grenzstreifen kontrolliert wurden. So entschieden wir uns doch sofort in Moldawien in einem Hotel zu übernachten und stellten uns in die Schlange an der Grenze bei Albiţa. Definitiv eine andere Sache mit dem eigenen Auto eine EU-Außengrenze zu durchqueren, als das ganze Brimborium an einem Flughafen durchzumachen. Trotz meines inzwischen ganz stattlichen Bartes wurden wir nach Moldawien reingelassen und so suchten wir uns ein Hotel am Weg, um am nächsten Tag nach Orheiul Vechi weiterzufahren. Orheiul Vechi ist die Wiege der moldawischen Zivilisation und es gibt neben dem sehr ursprünglichen Dorf Butuceni noch ein Höhlenkloster zu sehen. Einen Tag verbrachten wir in der Hauptstadt Moldawiens, Chișinău, um dann in die Ukraine, besser gesagt nach Odessa aufzubrechen. Die Ukraine stellte uns vor die nächste Schwierigkeit, Kyrillisch. Zum Glück funktionierte unser Navi in der Ukraine wieder tadellos (im Gegensatz zu Moldawien) und so fanden wir unser Hotel im Zentrum Odessas. Einen Grenzübergang von Moldau in die Ukraine zu finden der nicht durch Transnistrien (abtrünnige Region Moldawiens) führt, war allerdings trotzdem nicht ohne Recherche möglich. Der Grenzübergang Palanka/Mayaky (von Chișinău aus R2-R30-R52) ging aber problemlos. Ein kleiner Rundgang am Nachmittag zeigte uns, dass wir nur wenige Gehminuten von allen Innenstadtsehenswürdigkeiten entfernt wohnten. Odessa ist die bis jetzt schönste Stadt unserer Reise. Die Innenstadt lädt zum Flanieren zwischen gut erhaltenen/restaurierten historischen Gebäuden und trendigen Boutiquen und Cafes und am Stadtstrand kann man sich unter den ganzen Ukrainern brutzeln lassen oder im überraschend sauberen Schwarzen Meer baden. Erst eine Kundgebung von „Soldatenmüttern“ zeigte, dass wir in einem Land mit Bürgerkrieg sind und 700 km von hier gekämpft wird.

Morgen wird es entlang der Küste wieder nach Rumänien gehen und dort dann ins Donaudelta. Wir freuen uns schon wieder auf die Nächte in unserem Bus, wenn die Hotels auch nicht schlecht waren, ist das eigene Hochdach halt immer noch das beste ;)
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Donnerstag, Juni 18, 2015

Bustour Teil 6 - Rumänien (Südkarpaten und Moldau) - 10.-17.06.2015

Dieser Abschnitt brachte uns die krassesten Gegensätze bis jetzt! Die schlechtesten Schotter/Schlammpisten und eine neue Autobahn (zweispurig mit Seitenstreifen!), Sibiu bzw. Brașov und kleine, arme Dörfer im Hinterland von Buzau. Aber alles der Reihe nach. Von Turda fuhren wir nach Süden an den Rand der Südkarpaten in die schöne Stadt Sibiu (Hermannstadt). Diese war 2007 europäische Kulturhauptstadt und aus diesem Grund ist sie ziemlich aufgehübscht. Die Fahrtstrecke nach Sibiu bescherte uns auch ein paar Kilometer des neuen Transilvania Highways, ziemlich langweilig so eine Autobahn wie in Deutschland ;). Auf einem Campingplatz südlich von Sibiu lernten wir Hubert aus Schongau kennen, der Hilfsgüter für ein Kinderheim her gebracht hatte, und verbrachten einen sehr netten und lustigen Abend mit ihm. Unser nächster Stopp war Bran, südlich von Brașov (Kronstadt), mit dem wohl bekanntesten Schloss/Burg Rumäniens. Die Törzburg wurde in unzähligen Vampirfilmen als Kulisse „missbraucht“ und ist der Inbegriff eines transsilvanischen Karpatenschlosses. Bran nutzten wir auch als Ausgangspunkt für einen Besuch in Brașov. Dort fuhren wir mit der Seilbahn auch den Hausberg Tampa und genossen den atemberaubenden Ausblick auf die Stadt. Den gleichnamigen Kletterfelsen fanden wir aufgrund einer falschen Abzweigung beim Abstieg leider nicht. Müsste aber wirklich nett sein, direkt über der Stadt. Nach einem Rundgang und einem Essen besuchten wir noch die Pietret lui Solomoni (Salomonsfelden) im Südwesten der Stadt. Auch ein sehr nettes Gebiet, nur am Wochenede wegen dem Picknickplatz am Fuße der Felsen eher nicht zu empfehlen. Bei einer Runde in der Umgebung von Brașov suchten wir uns noch die Cheile Râşnoavei (Rosenauklamm), in die wir nicht ganz hinein fuhren weil Eintritt verlangt wird und das Gebiet Belvedere das wir nicht fanden, weil der Abzweig zur Cabana Belvedere anders als im Führer beschrieben nicht angeschrieben ist. In Prejmer besuchten wir die größte und besterhaltenste Wehrkirche in Siebenbürgen und über den Pasul Bratocea durchquerten wir ein letztes Mal die Karpaten. Am Pass konnte man zum Ciucaş (Krähenstein), Konglomerattürme wie in Meteora, sehen. Unser nächstes Ziel waren die Vulcanii Noroiosi (Schlammvulkane) in der Region Buzau. Kleine Schlamm spuckende Vulkane in einer Mondlandschaft eingebettet in die grünen Hügeln der Vorkarpaten. Ganz in der Nähe befinden sich die Babeles del Ulmet, Errosionsformationen auf einem Hügelkamm. Die Fahrt dorthin stellte sich als sehr abenteuerlich heraus und wir waren zum ersten Mal wirklich froh um unseren Allrad. In dem kleinen Nest Ulmet musste sich unser Besuch schnell herumgesprochen haben, weil Florin und Gheorghian mit ihren Hunden bei uns vorbei schauten und uns zu den Babeles führten. Ihr Redefluss lies sich auch durch die Tatsache, dass wir kein Wort von dem was sie sagten verstanden (und sie auch kein Wort von dem, das wir sagten) stoppen. So war die kleine Wanderung aber im Handumdrehen vorüber und die beiden aßen mit uns zusammen ihre ersten Kiwis (die ihnen sichtlich schmeckten). Für die Weiterfahrt kühlte es endlich ein wenig ab und so war der erste Fahrtag in Richtung Republik Moldau ganz angenehm und wir fanden auch prompt einen sehr netten Platz zum Campen am Ufer des Siret. Wie es jetzt weiter geht wird sich zeigen.
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Mittwoch, Juni 10, 2015

Bustour Teil 5 - Rumänien (Moldau und Transsilvanien) - 03.-09.06.2015

Nach unserem Stopp auf dem Campingplatz in Fundu Moldovei, waren wir froh wieder auf Tour zu sein. Der Campingplatz war zwar sehr nett, aber auch austauschbar, man hätte genau so gut in Österreich auf einem Campingplatz sein können und sich mit den Wohnmobil fahrenden Rentnern unterhalten können wie gefährlich dieses Land doch sei. Unser Weg führte uns nach Sucevița und Moldovița, die schönsten Moldauklöster. Leider gabs schon seit ein paar Tagen immer nachmittags ein Riesengewitter, aber es trocknete auch immer bis zur Nacht. Den Abend und die Nacht verbrachten wir auf einem Rastplatz an der Rarău-Straße, die beste Nacht in diesem Urlaub! Gleich nach dem Frühstück gingen wir zur Aussichtsplattform am Parete Soimului und kletterten am Paretele Cotetului (Kids Land 4+, im Toprope: Traiasca Berea! 6+, Gaura Neagra 6 A0 / 7+). Der Kalk in Rarău macht definitv Lust auf eine Wiederholung, wenn die Kinder größer sind und wir was Alpines hier machen können. Weiter gings nach Sihla, wo wir uns das Mönchskloster in den Bergen ansahen, bevor wir den Sandstein des Bouldergebiets antesteten. Am Anfang des Nationalparks (etwa 1 km nach dem Kloster Agapia) lud uns ein Rastplatz am Bächlein zum Campen ein. Die Zufahrt zum Bouldergebiet ist über eine gute Forststraße. Vom Campingplatz sind es genau 6,8 km bis zum Abzweig zum Kloster Sihla, dort parkt man am besten. Das Gebiet ist rechts der Zufahrtsstraße zum Kloster und ein Teil der Blöcke ist nicht nur geputzt sondern auch markiert mit Nummer und Pfeil. Es gibt an vielen Blöcken Begehungsspuren und noch viel Potenzial um zu putzen. Am Campingplatz waren wir ausnahmsweise nicht alleine, Constantin und seine Frau Kristin mit ihrem Wohnwagen machen hier Urlaub. Und mit ihnen tranken wir nach dem Bouldern Wein und aßen zusammen zu Abend.
Unsere weitere Reise führte uns über den Lacul Izvoru Muntelui (größter Stausee Rumäniens) in die Bicaz-Klamm (Cheile Bicazului) und zum Lacul Roșu. Dort stellten wir unser Lager an einem sehr rudimentären, privaten Camping auf und umrundeten den See als Abendspaziergang (1½ Stunden, 80 hm, Paul ist fast alles selbst gelaufen). Am nächsten Tag wanderten wir den gelben Dreieck Weg, wo wir auf einer Weide auf einem Sattel Rast machten (1¼ Stunden, 130 hm) und durch den Wald zur Schluchtstraße (zum engen Durchschlupf am Ende der Schlucht) abstiegen (½ Stunde). Von dort folgten wir dem roten Dreieck Weg durch eine enge Schlucht, wieder zu Weiden auf einen Sattel (1¾ Stunde, 470 hm) und weiter dem roten Punkt Weg über Almen bis zur Abzweigung eines Forstwegs (1 Stunde, 150 hm) der uns ins Tal brachte. Wir verhauten uns in der Richtung und ein paar Waldarbeiter zeigten uns die richtige Richtung (¾ Stunde, 30 hm) (ich glaube aber immer noch, dass wir eigentlich richtig waren, nur wäre dies kein markierter Weg gewesen). Also folgten wir dem Bach bis zur Schluchtstraße (40 Minuten) und dieser folgten wir zurück zum Lacul Roșu ( ¾ Stunde, 70 hm) und nach leckerem Langos zurück zum Camping am Südende des Sees (20 Minuten, 20 hm). Eine lange, anstrengende und heiße Wanderung (7 Stunden, 870 hm). Den folgenden Tag ließen wir etwas ruhiger angehen und wir starteten am „Roten Sattel“ den Weiß-Gelb-Weißen Weg in die Schlucht. Man muss zuerst ins Tal und den Bach überqueren, um dann über Weiden und Almen aufzusteigen und einen Berg zu umrunden und wieder in die Schlucht abzusteigen (2½ Stunden, ↑170 hm, ↓410 hm). Dort tollten die Kinder am Bach herum, bevor wir über die Schluchtstraße (vorbei an Kletterern in der Tour Tr. Fisura Neagră (5b)) zum Endpunkt des gelben Dreieck Wegs (¼ Stunde, 90 hm) und über diesen Weg zurück zum Auto (¾ Stunde, 140 hm) gelangten. Am See versuchte ich mich an einem überhängenden Felsen noch im DWS, was aber aufgrund des verwitterten Felsens und meinem Unvermögen den Schwierigkeitsgrad zu klettern eher in Schwimmen ausartete. Allerdings war das Bad nach fünf Wildcamptagen eine willkommene Erfrischung und Reinigung. Generell ist zu sagen, dass die Weg an Stellen wo Verirren unmöglich ist sehr gut markiert sind, leider fehlen die Markierungen meist an Abzweigungen oder unübersichtlichen Stellen. Mit dem ein oder anderen Verhauer muss man also rechnen.
Das nächste Gebiet das wir uns ansehen wollten, ist die Schlucht von Turda (Cheile Turzii) in den Westkarpaten. Am Eingang der Schlucht gibt es neben ein paar Souvenirständen eine nette Wiese neben dem Bach um zu kampieren. Die Schlucht, die unter Naturschutz steht, ist ausgesprochen schön. Auf einem leichten Wanderweg gelangt man in etwa einer Stunde durch die gesamte Schlucht und man kann dabei ohne Probleme zu allen Sportklettersektoren gelangen. Einige Klettereien gehen aber auch etwas weiter oben los und zu diesen muss man über schmale Steiglein aufsteigen. In der Mitte der Schlucht kann man auch Schwimmen und wir machten Pause, um mit Paul einen kleinen Damm zu bauen und um zu bouldern. Sehr schöne Kletterei, die vom Stil her an Finale Ligure erinnert.
Bei uns gehts jetzt weiter nach Sibiu und Brasov in die Südkarpaten.
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Montag, Juni 01, 2015

Bustour Teil 4 - Rumänien (Maramureș und südliche Bukowina) - 27.05.-02.06.2015

Von Mátrá fuhren wir über Debrecen nach Rumänien, um genau zu sein nach Carei, wo wir uns den Schlosspark ansahen und uns die erste „Wildcampnacht“ gaben, überraschend entspannt! Über Baia Mare, wo wir das Klettergebiet Limpedea suchten (im Moment ist es der Lagerplatz für eine Baustelle) gings auf den Pasul Gutâi um uns Creasta Cocoșului anzusehen. Das Gebiet ist definitiv mehr als einen Tag wert (auch wenn das Klettergebiet selbst nur 34 Routen hat). Der Zustieg ist mit 2 Stunden (450 hm nach 1½ Stunden und 225 hm gibt es einen sehr schönen Platz zum Zelten) relativ lange, die Routen sind zum Teil gut saniert und der verwitterte Andesit fühlt sich gut unter den Händen an. Eine Tour machte ich dann auch (Scoala1, 2+) und mit Paul kraxelte ich am einfachen Grat des „Hahnenkamm“ herum. Beim Abstieg besuchten wir noch den Hochofen des ehemaligen Bergbaus (1½ Stunden, 20 hm) und die ehemaligen Stollen (¾ Stunde, 50 hm). Beim Abstieg über die Weiden zum Hochofen hatte Karin eine unheimliche Begegnung mit einer Sau die ihre Ferkel verteidigt hat, mal was anderes als die Hirtenhunde hier. In der Grube dürfte es einen Schwelbrand geben, da aus den Bewetterungsstollen dichter Rauch dringt. Der Rückweg führte uns wieder über die Weiden (¾ Stunde, 160 hm) und durch den Wald zum Pasul Gutâi (½ Stunde, 20 hm). Am nächsten Tag fuhren wir über Bârsana (mit der höchsten Holzkirche der Maramureș) nach Vişeu de Sus und übernachteten bei der Mocânita (Wassertalbahn). Ein Traum für die Kinder.
Über den Pasul Prislop und der bis jetzt mit Abstand schlechtesten Straße, gings in die südliche Bukowina und zum ersten Mal in Rumänen auf einen Campingplatz. Zwar ist es schön mit heißer Dusche, aber vom Gefühl her könnte man auch in Norditalien sein. Unsere Wanderung und kleine Klettertour in Rarău (Kalkstein) brachte uns am Gipfel Szenenapplaus und am Bus angekommen ein heftiges Berggewitter. Morgen sehen wir uns die Moldauklöster (Sucevița und Moldovița) an und werden in Rarău übernachten, um dann Richtung Sihla (einem reinen Bouldergebiet) aufzubrechen. Mal sehen wann wir wieder Internet haben.
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