Dienstag, September 20, 2022

Franken mit Regenschirm - 17.-19.09.2022

Nach dem heißen und sonnigen Sommer und unserem noch heißeren Urlaub, kam nun die Abkühlung. Schlechtes Wetter in den gesamten Ostalpen, mit Schnee bis in mittlere Lagen. Wie gut, dass unser Wochenende sowieso mit einem Besuch in Franken verplant war, so kam ich nicht in Versuchung meine Ski aus dem Keller zu holen. Der runde Geburtstag vom Schwiegervater und Verwandtschaftsbesuche, da stören Regen und Temperaturen unter 10°C nicht. Die Klettersachen konnten wir jedenfalls zu Hause lassen.
Samstag gab es noch Regenpausen mit Sonne und Wind und somit ganz gutes Wetter zum Wandern. Wir besuchten die Burg Hohenstein, die man, wenn man den Schlüssel abholt oder jemand vom Heimatpflegeverein vor Ort ist, besichtigen kann. Runter gings über einen kleinen Pfad durch den Wald und so schloss sich das ganze als schöne, kleine Runde am Auto wieder, kurz bevor wir total durchweicht worden wären (1 Stunde, 130 hm + Besichtigungszeit).
Sonntag unterschied sich der Regen nur in der Intensität. Stört nicht wirklich, wenn man den Wildpark Hufeisen besucht und Regenjacken und Schirme dabei hat. Nicht nur für die Kids ein schönes Erlebnis, wenn man von freilaufendem Damwild umringt wird.
Montag musste ich sowieso arbeiten (Homeoffice sei dank), das Wetter war aber wesentlich besser als Sonntag, dennoch versäumte ich nicht viel bis zur Geburtstagsfeier, wegen der wir eigentlich da waren. Ein entspanntes Wochenende, ganz ohne fränkische Löcher und Leisten.
2022_09_17-18_Franken

Dienstag, September 13, 2022

Sizilien Nord-West - 26.08.-11.09.2022

Urlaub!             Mit Chanti, Joël und Jari!             Endlich!
Die Kids waren noch auf Ferienfreizeit in Südtirol, weshalb wir diesmal relativ spät starteten und schon in der Nähe von Brixen einen Stopp einlegten. Zu zweit verbrachten wir eine schöne, etwas verregnete Nacht zwischen Apfelbäumen, bevor wir die Kids vormittags abholen konnten. Leider erst vormittags, weshalb wir uns wie letztes Jahr in den Stau auf der A22 stellten. 5½ Stunden von Brixen bis Affi, so verrann die Zeit und auch unsere Entspannung. Trotz Puffer rückte die Abfahrtszeit unserer Fähre immer näher. Abendessen gab es vor dem Einschiffen keines mehr, dafür mussten wir aber im Hafen auch nicht mehr wirklich warten, ich weiß allerdings nicht was mir lieber ist. Die Überfahrt war dann 20 Stunden spiegelglatte See und Langeweile - naja bis auf die kurze Aufregung, als Anna verloren ging - aber sonst: Langeweile und weite See.
Bei der Ankunft in Palermo verfinsterte sich der Himmel und am Horizont zuckten Blitze. An der Isola delle Femmine trafen die ersten schweren Tropfen unsere Windschutzscheibe. Innerhalb kürzester Zeit stand die Autobahn unter Wasser, das konnte ja heiter werden. Je weiter wir allerdings nach Westen kamen, desto mehr verbesserte sich das Wetter und die schweren Gewitterzellen blieben hinter uns. Ganz im Nord-Westen der Insel hatten wir unseren ersten Stopp geplant, um Chanti und Joël die Möglichkeit zu geben uns einzuholen, da sie erst einen Tag später losgefahren waren. In San Vito do Capo direkt unter der Scogliera di Salinella stellten wir unsere Zelte auf. Die nächsten Tage verbrachten wir mit SUPen und Schnorcheln, Baden im Pool - wenn gerade keine störende Animation war - und mit etwas Klettern. Nur etwas Klettern, weil ab 14:00 Uhr die Sonne in der Wand stand und bei über 30°C sogar mir die Lust am Fels verging.
Einen Morgen starteten Joël und ich in aller Früh, noch Stunden vor Sonnenaufgang, zu einer Wanderung. Über einen kleinen Grat, eine zugewachsene und ausgewaschene Militärstraße und viel wegloses Gelände erreichten wir den Südgrat des Pizzo di Sella (704 m) und über diesen auf den Gipfel (2½ Stunden, ↑710 hm,  ↓50 hm). Ein Riesenspaß, genau so wie der Abstieg über den Nordgrat, hinunter in die Scharte/Joch vor dem Cozzo Mondello (447 m). Hier traf man auf den Wanderweg zum Monte Monaco (532 m), der hoch über San Vito thront. Obwohl es inzwischen fast unerträglich heiß geworden war, stiegen wir noch zum Gipfelkreuz auf (1 Stunde, ↑160 hm, ↓330 hm). Belohnt wurden wir durch eine wunderbare Sicht auf San Vito und das Cap. Nach einer kurzen Pause stiegen wir zu unserem Base Camp im El Bahira ab (1¼ Stunden, ↑30 hm,  ↓520 hm), wo wir uns beim Klippenspringen abkühlten.
Auch die Mädels bekamen Ausgang, was sie mit einer Mountainbikerunde nach San Vito nutzten. Währenddessen ging ich mit den Kids Klettern und erforschte mit Anna eine Höhle in der Falseria. Irgendwann packte uns doch wieder die Reiselust und so brachen wir nach fünf Tagen unsere Zelte ab und waren "On the Road Again". Erst in Cornino, um die Grotta Mangiapane, eine autarke Siedlung in und um eine Höhle, zu besichtigen und ein bisschen WellenSUPen zu gehen und dann zum Sonnenuntergang nach Erice hinauf. Erice ist eine mittelalterliche Stadt auf einem etwa 700 Meter hohen Berg. Die Nacht dort war angenehm kühl und brachte etwas Entspannung. Von dort aus ging es wieder ans Meer, nach San Teodoro, wo wir direkt am Strand übernachteten. Neben Schnorcheln und Angeln, konnten wir auch eine kleine Wanderung zur Isola Grande in der Lagune von Marsala unternehmen. Eine nette kleine Rund durch knietiefes Wasser der Lagune, entlang der Salzfelder.

Da unser nächster Schlafplatz ein Agritourismo mit Pool für die Kids war, durften Joël und ich nochmal alleine los. Mit den Bikes fuhren wir nach Trapani zur Seilbahn nach Erice. So gelangt man sehr komfortabel in ¼ Stunde nach Erice, von wo aus ein paar sehr nette Trails nach Trapani führen. Zwei Runden drehten wir , bevor wir wieder zu den Mädels zurückkehrten (↑120 hm,  ↓1300 hm), super cool zu fahren!
Und weil es so viel Spaß gemacht hatte, durften am nächsten Tag die Mädels, während wir Kinderbespaßung betrieben. Beim Abholen an der Seilbahn, hatten wir dann wieder mal eines unserer "Italienerlebnisse". Wir nutzen eine Seitenstraße um die Bikes einzuladen und mussten dafür den Kinderwagen aus der Garage von Louis (aka. Neu-Dethi) holen. Als wir beluden kam ein Italiener, der seine verbeulte, rostige (Schrott)Karre daneben geparkt hatte und motzte uns an, weil ihm der Platz zum Einsteigen nicht reichte (kann man uns auch normal sagen, dass man mehr als einen Meter zum Einsteigen benötigt!). Schließlich wollte er uns auch noch einen Kratzer an seinem Kotflügel anhängen....ohne Worte, beschreibt aber gut unsere Erfahrungen mit den (Süd)Italienern.
Im Reiseführer hatten wir Bilder von Scopello gesehen, vor allem die Tonnara in einer felsigen Bucht ist ein bekanntes Instafoto. Und genau das ist ein guter Grund nicht hinzufahren. Ein weiterer sind die 15€/Person Eintritt damit man zur Bucht hinunter gehen darf. Wir ließen uns eine Ortschaft weiter östlich nieder und genossen zwei Tage SUPen und Schnorcheln an einem wunderschönen Kiesstrand. Dabei hatten es uns vor allem die Höhlen Richtung Cala Rossa und die Grotta Azzurra direkt an der Cala Rossa angetan. Die Grotta Azzurra ist eine Höhle mit unterirdischem Zugang, durch den man über ein paar Meter ins Freie tauchen kann. Sehr spannend und das blaue Licht, das durch diesen Zugang flutet und der Grotte ihren Namen gibt, macht das Ganze magisch.
Zu guter Letzt statteten wir noch Mondello, direkt nord-westlich von Palermo, einen Besuch ab. Auf dem Weg dorthin spazierten wir noch durch den Hafen und die Altstadt von Castellammare del Golfo, aber durch die Hitze konnten wir auch das nicht wirklich genießen. In Mondello starteten Joël und ich nochmal zu einer Sonnenaufgangstour. Diesmal den Monte Gallo (520 m) mit seinem Borbonico, einem alten Leuchtturm am Gipfel, der zu einem Schrein umgestaltet wurde. Den Weg den wir eigentlich nehmen wollten, mussten wir leider aufgeben, da der Zugang zu den Südwänden des Berges fast komplett durch Villen mit hohen Zäunen verbaut ist. Wir fanden schließlich doch noch einen Zugang, aber eben leider nicht zu der von uns geplanten Linie. Den Gipfel errichten wir trotzdem (1¼ Stunden, 500 hm), diesmal sogar rechtzeitig zum Sonnenaufgang. Über den Grat/Rücken, immer dicht an den Nordabbrüchen entlang, stiegen wir noch zum Pizzo Sella (555 m) auf (¾ Stunde, 175 hm), bevor wir durch die Villengegend von Mondello zu unserem WoMo-Stellplatz zurück kehrten (1¼ Stunden).
Der Rest war dann nur noch Baden an den Sandstränden von Mondello und Capaci und die Vorbereitung  auf die Fährrückfahrt von Palermo nach Genua. Wobei die Rückfahrt deutlich spannender war als die Hinfahrt. Karin hatte zwar wenig Freude, aber mir war das Grinsen kaum aus dem Gesicht zu nehmen. Das letzte Mal so gewankt und so oft die Wand touchiert habe ich nach dem Trinken mit Joël. Nach unserer Ankunft in Genua fuhren wir noch bis kurz nach dem San Bernadino durch, um in der Kühle nördlich der hohen Berge zu übernachten und nach einem Frühstück den letzten Abschnitt unserer Heimreise anzutreten (auf dem wir dann sogar noch Corinna trafen, so ein Zufall).
Eine schöne Reise auf eine eigentlich schöne Insel. Eigentlich, weil die Sizilianer ihre Insel leider total vermüllen, sogar Marokko wirke sauber gegen Sizilien. Außerdem hat uns die Art der Sizilianer nicht wirklich überzeugt, vielleicht brauchen wir aber einfach mal eine Italienpause. Auf jeden Fall war es schön mit Chanti, Joël und Jari zu reisen. Hoffentlich schaffen wir das bald wieder.

Donnerstag, August 25, 2022

After Work auf der Gori - 23.08.2022

Vor unserem Urlaub hatten wir jetzt noch eine Woche kinderfrei. Also drehten wir mit Vladi noch eine After-Work-Runde auf die Gori. Über den Reitweg und das Goriloch strampelten wir zur Schlechtenbergalm (1¾ Stunden, 650 hm), wo wir uns trennten. Karin kehrte bei der Gori ein, während Vladi und ich noch über die Steinlingalm zur Sonnen Alm fuhren (½ Stunde, 230 hm). Von dort gings über einen etwas ruppigen Trail hinunter zur Gori, Karin und Spareribs (¼ Stunde).
Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang, Russen und Ripperl fuhren wir übers Goriloch wieder ab. Leider riss sich Vladi dabei einen Stollen aus dem Hinterreifen und musste somit mit seinem Pannenschutz vorsichtig über die Straße abfahren. Am Auto trafen wir uns wieder (¾ Stunden, 50 hm). Trotz dieses Zwischenfalls ein sehr schöner Abend, jetzt heißt es aber alles vorbereiten für unseren Urlaub.

Freitag, August 19, 2022

Abkühlung in Tirol - Brandenberger Ache, Fiechter- und Mittagsspitz, Alpenzoo und Klettersteig in Mayrhofen - 16.-18.08.2022

Wie fast überall in Mitteleuropa war es auch in Tirol fast unerträglich heiß, so suchten wir uns Abkühlung. Das geht bekanntlich am besten an kalten Gebirgsbächen oder bei Wanderungen die in aller Früh hoch hinaus gehen. Letztes Jahr waren wir schon durch die Tiefenbachklamm gewandert, diesmal trafen wir uns mit Hannes und Simon etwas weiter flussaufwärts, um in der Brandenberger Ache zu baden. Ein kühler Spaß für Groß und Klein.

Mittwoch hieß es früh hoch hinaus. Von der Karwendelrast ging es wie vor ein paar Jahren schon zum Fiechter Spitz (2299 m). Meine Fitness scheint wie vor fünf Jahren zu sein, die Begehungszeiten gleichen sich auf jeden Fall sehr. Über die Waldhorbalm stieg ich zum Hirschkopf auf (1½ Stunden, 1070 hm) und von dort aus, über den recht zugewachsenen Pfad, bis zum Einstieg unter der Rinne zur Fiechter Spitz (½ Stunde, 220 hm). Die Route ist immer noch gut mit Punkten markiert und beim Nachlesen des Blogbeitrags zur letzten Begehung musste ich schmunzeln, so treffend hatte ich den Weg beschrieben (¼ Stunde, 130 hm). Dieses Mal hielt ich mich am Gipfel aber nicht lange auf, sondern machte mich an den Übergang zum Mittagsspitz (2332 m). Im Gegensatz zum Aufstieg zur Fiechter Spitz ist der Weg hier an ein oder zwei Stellen nicht ganz logisch und die Punkte helfen, um nicht suchen zu müssen (20 Minuten, ↑80 hm, ↓40 hm). Der Weg weiter zum Schneekopf (2313 m) führt dann wieder direkt am Grat entlang und ist nicht zu verfehlen (½ Stunde, ↑90 hm, ↓110 hm). Am Grat würde es nun deutlich schwieriger zu den Niedernissltürmen und dem Hochnissel gehen, ich aber folgte dem (markierten) Steig hinunter zum Oberen und Unteren Bärenkopf (¾ Stunde, ↑20 hm, ↓380 hm). Dieser Steig, wie auch der Steig weiter zur Jagdhütte Adlerblick, fordern noch mal Konzentration, aber ab der Jagdhütte kann man es laufen lassen und sich dem Flow des Trails hingeben (1 Stunde, ↓1040 hm). So kehrte ich nach ziemlich genau 5 Stunden und etwas über 1600 hm und 11 km wieder zum Auto zurück und konnte entspannt den Nachmittag im Garten genießen.

Donnerstag war dann nicht mehr so heiß, dafür viel labileres Wetter. Zusammen mit Jamie und Renee besuchten wir den Alpenzoo und danach die Dombaustelle in Innsbruck. Ein bisschen Kultur muss sein, vor allem wenn es diese Jahrhundert-Change gibt, sich die Fresken aus nächster Nähe anzusehen.

Freitag schoben sich dann kalte Luftmassen von Norden unter die warmen Luftmassen von Süden und sorgten für ergiebige Regenfälle. Vormittags hatten wir aber noch ein Wetterfenster, um in Mayrhofen einen Klettersteig zu gehen. Diesmal schafften die Kids den Huterlaner, nicht "nur" den Kinderklettersteig, wie beim letzten Mal (1¾ Stunden, 250 hm). Beide Kids machten ihre Sache super und so hatten wir uns alle ein Mittagessen im GH Zimmereben verdient. Danach gings schnell runter zum Auto und im Rückreiseverkehr zurück nach München. Ein schönes Ende einer superguten Woche.

Dienstag, August 16, 2022

Guggi Wochenende - 13./14.08.2022

Diesmal konnten wir leider nicht schon am Donnerstagabend zu Dani fahren, sondern erst Freitag. Dadurch hatten wir eine Nacht weniger auf der Guggi, aber da Dani auch erst am Samstag mit uns aufstieg, konnten wir auch den Freitagabend zusammen verbringen.
Wie schon letztes Jahr, fuhren wir in einer knappen Stunde von Interlaken mit dem Zug bis Grindelwald und weiter mit dem Eigerexpress zum Eigergletscher. Über die Moräne stiegen wir zum Trümmelbach ab und weiter über den Steig zur Guggi hinauf. Da Paul schon voraus gegangen war, trennten wir uns nach der zweiten Kraxelstelle und ich musste mich ganz schön anstrengen Paul noch vor der Guggi einzuholen (1¾ Stunden, ↑700 hm, ↓220 hm). Dort angelangt lüfteten wir und heizten an. Zur Ankunft der Anderen gab es Suppe und frisch gestärkt stiegen Paul und ich zum Mönchsplateau auf (1 Stunde, 330 hm). Von dem Schneefeld am Plateau ist fast nichts mehr über und auch der Nollen sieht sehr dezimiert aus. Auf den kümmerlichen Resten des Schneefelds übten Paul und ich das Bremsen auf Eis. Trotz des eigentlich ernsten Hintergrunds, ist das natürlich ein Riesenspaß und Paul hatte den Dreh sofort heraus. Zurück auf der Guggi (¾ Stunde) hatten die Anderen schon einen "Apéro" vorbereitet und wir konnten in den gemütlichen Teil des Tages übergehen: Essen, Ratschen, Lachen.

Sonntag blieb uns dann nur noch der Abstieg. Paul spurtete wieder vor und war nach 1 Stunde 20 Minuten wieder am Eigerexpress, während wir noch Steinböcke beobachteten und Vladi und Laura sich die alte Guggi ansahen (2¼ Stunden, ↑220 hm, ↓700 hm). Am Nachmittag rundete dann baden im Kanal und grillen beim Dani dieses schöne Wochenende noch ab. Danke an alle die dabei waren und wir freuen uns schon wieder auf nächstes Jahr.

Mittwoch, August 10, 2022

Mit dem 9-Euro-Ticket zum Berg - Hoher Fricken über die Kuhfluchtfälle - 07.08.2022

Wir sind zwar ganz große Fans unseres Busses, aber wenn man ihn fürs Wandern auch mal stehen lassen kann, sind wir auch nicht böse.
So machten wir uns mit der Werdenfelsbahn auf nach Murnau und von dort mit dem Schienenersatzverkehr (die Strecke nach Garmisch ist wegen des Unfalls bei Burgrain immer noch gesperrt) weiter nach Farchant. Bei eher mäßigem Wetter starteten wir kurz nach Mittag vom Maibaum in Richtung der Kuhfluchtfälle. Oberhalb der Fälle verschwanden wir dann endgültig im Nebel, der sich bis zum Gipfel zäh hielt (3 Stunden, 1250 hm, 6 km). Den guten Ausblick auf Alpspitze, Hochblassen und Zugspitze konnten wir nur erahnen. Dafür war es zumindest nicht kalt und wir konnten uns unsere Brotzeit schmecken lassen (½ Stunde). Der Abstieg über die Esterbergalm war dann zwar geringfügig weiter als der Aufstieg über die Kuhfluchtfälle, dafür aber weniger feucht und rutschig (2½ Stunden, 7 km). Zurück in Farchant gings mit Bus und Bahn zurück nach München. Mit Öffentlichen in die Berge zu fahren ist zwar ein bisschen ungewohnt, aber nicht unbedingt unbequemer.

Freitag, August 05, 2022

Sparerips auf der Gori - 02.08.2022

Kinderfrei und Spaß dabei! Montag holte mich Karin in der Arbeit ab und zusammen fuhren wir den Isarkanal mit dem SUP heim. Ein guter Start in die Woche.
Dienstag packten wir dann die Bikes auf den Bus und fuhren nach Feierabend nach Aschau zum Gori-Grillabend. Über den Reitweg, das Goriloch und die Schlechtenbergalm strampelten wir zu den wohlverdienten Sparerips (2 Stunden, 650 hm, 6 km). Den oberen Teil hatten wir bis jetzt immer nur im Downhill befahren und ich muss sagen, obwohl es ein klein bisschen weiter ist, macht der Trail bergauf definitiv mehr Spaß als die steile Asphaltstraße. Nach den Sparerips gings die wohlbekannte Strecke wieder runter, diesmal gefühlt das erste Mal im Sonnenlicht. Anscheinend gilt das Fahrverbot im untersten Teil des Reitwegs nicht mehr, zumindest wurde die Verbotstafel entfernt. Dieser Abschnitt ist noch richtig schön (1 Stunde, 50 hm). Obwohl wir schon so oft auf der Gori waren, ist es doch jedes Mal wieder nett.

Sonntag, Juli 31, 2022

Grünstein Klettersteig und Eingeschossener Steig zum Baumgarten - 30./31.07.2022

Nach längerer Zeit schafften wir es endlich wieder mal ins BGL. Den Samstagvormittag wollte ich eigentlich beim Surfen am Almkanal verbringen, leider war wegen eines Unwetters am Freitagabend Niedrigpegel am Kraftwerk und somit die Welle nicht finnenschonend surfbar. Also gings nach ein paar Versuchen wieder recht schnell zurück. So hatten wir viel Zeit für ein ausgedehntes Mittagessen am Weinfest in Bischofswiesen. Damit wir aber zumindest ein bisschen Bewegung bekommen, packten wir Paul ein und fuhren zum Königssee, um den Grünstein Klettersteig zu gehen.
Nach dem Zustieg (½ Stunde, 250 hm), vorbei an der schwer beschädigten Rodelbahn, stiegen Paul und ich in die Hotelroute (D) ein, während Karin den Isidorsteig (C) nahm. Vor dem Klammerwandl querte Paul über die Seilbrücke zu Karin in den Isidorsteig und ich traf die beiden wieder nach der Hängebrücke. Lange Pausen machten wir nicht, da das Wetter etwas instabil war und wir kein Gewitter im Steig riskieren wollten. Kurz vor dem Gipfel trennten wir uns nochmal. Karin und Paul über den Gipfelgrat, während ich mich noch in die Gipfelwand (E) hängte (2 Stunden, 450 hm). Die Gewitter am Kalter- und am Watzmannstock erwischten uns zum Glück nicht und so konnten wir sogar den Abstieg trocken hinter uns bringen (1¾ Stunden). Nicht aber ohne einer kleinen Pause an der Grünsteinhütte. Die Wirtsleute boten Paul gleich einen Sommerjob an, weil er beim Abräumen so brav half. Und eine kleine Anekdote vom Gipfel gibt es auch noch. Dort machte ein Wanderer Fotos von uns und Paul meinte zu uns: "der sieht aber aus wie Harry Potter". Das hatte er wohl gehört und musste es sofort seinem Spezl erzählen, mit dem Zusatz: "wie geil ist das denn". Schön wenn jemand so etwas mit Humor nimmt bzw. man jemandem so einfach eine Freude machen kann.

Sonntagvormittag wanderten wir alle gemeinsam, diesmal an der Reiter Alm. Vom Wachterl folgten wir dem Wachterlsteig bis zu unserem eigentlichen Ziel, dem nicht markierten Eingeschossenen Steig. Der Steig zweigt recht unscheinbar ab und führt dann schattig durch den steilen Wald. Unterhalb eines Felsriegels gewinnt man stetig Höhe auf freien Wiesenflächen, bis man zum eigentlichen Eingeschossenen Steig kommt. Die versicherte Querung durch den Felsriegel unterhalb des Baumgartes sieht im ersten Moment schlimmer aus als sie ist. Die Felsen sind zwar durch das rinnenden Wasser etwas rutschig, zur Not hat man aber ein solides Stahlseil, um sich festzuhalten. Am Beginn des Baumgartens drehten wir um (1 Stunde, 350 hm), da wir zum Mittagessen im Wachterl verabredet waren. Da der Steig im Gesamten relativ feucht war, dauerte auch der Abstieg seine Zeit und kostete noch einiges an Konzentration (1 Stunde). Aber schließlich konnten wir uns ohne Blessuren das Mittagessen schmecken lassen. Ein sehr netter "vergessener" Steig im Berchtesgadener Land.
2022_07_31_EingeschossenerSteig

Dienstag, Juli 26, 2022

Abkühlung am und im Starnberger See - 23./24.07.2022

Karin hatte für Sonntag eine Verabredung mit ihren Arbeitskollegen am Starnberger See, da war es naheliegend, dass auch ich mit den Kids etwas am See unternehme. Die Kids waren aber Samstag bei einer Erstkommunion eingeladen, so starteten wir erst am Abend aus der Stadt raus. Wir übernachteten mit dem Bus auf dem Hof einer Arbeitskollegin von Karin in unmittelbarer Nähe zum See. Die Nacht brachte endlich etwas Abkühlung nach den Wochen stehenden Hitze in der Stadt. Und wir standen am Sonntag schon vor den Massen aus München am Parkplatz des Ambacher Erholungsgebiets und Frühstückten erst mal direkt am See. Als sich die Wiesen und das Wasser zu füllen begannen, verabschiedeten sich Paul und ich zu einer SUP-Tour über den See, hinüber zum Teehaus im Bernrieder Park. Die Strecke zog sich doch etwas und so schleppte ich Paul am Rückweg ab (2 Stunden, 6 km). Wieder zurück erinnerte der Strand eher an ein überfülltes Freibad in der Stadt und so plantschten wir noch ein wenig, bevor wir ohne Stau in die Stadt zurück kehrten. Ein sehr unaufgeregtes und entspanntes Wochenende. Sehen wir mal was der Ferienbeginn am nächsten Wochenende bringt.
2022_07_24_StarnbergerSee

Donnerstag, Juli 21, 2022

Diggl, ein ziemlich perfektes Zillertalwochenende - 16./17.07.2022

Lang war es ruhig hier im Blog. Was primär daran lag, dass Karin viele Samstagsdienste hatte und wir die Wochenenden in München verbracht haben. Ob bei Schlauchbootfahrten auf dem Schwabingbach zum Stustaculum, dem Surfen und Schwimmen im Eisbach, SUP auf der Isar oder dem Biken auf den Isartrails, langweilig war uns nicht.
Dieses Wochenende gings dann aber doch wieder mal in die Berge und das auch noch kinderfrei. Vladi hatte wieder ins Diggl eingeladen. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war ein sehr schönes und entspanntes Wochenende, diesmal ganz ohne MSL Pläne. So endete der Freitag wie immer, mit einem gemütlichen Beisammensitzen am Lagerfeuer. Der Start am Samstag verschob sich damit (und dem Weißwurstfrühstück) eher zum Mittag hin und so waren wir froh, dass man im Zustieg zum Nasenwand Klettersteig (¼ Stunde, 40 hm) schön im Wald ist. Als ich den Steig das letzte Mal vor über zehn Jahren gegangen bin, war Hitze definitiv nicht mein Problem, jetzt war es aber gut, dass der Steig, zumindest in Teilen, im Schatten des Waldes verläuft. So kämpften sich Peter, Karin und ich die relativ steilen Wände hoch. Am Notausstieg verabschiedete sich Peter und wir stiegen alleine der Schlüsselstelle an der Nase entgegen. Hier muss man in der Tat etwas fester zupacken, das hatte ich so nicht mehr in Erinnerung. Die Stelle kann aber inzwischen umgangen werden, wo man auch gut zupacken muss (sagt Karin). Am Ausstieg steht ein wunderschönes Kreuz. Der Platz lädt perfekt zum Verweilen und Ausruhen ein (2 Stunden, 300 hm), bevor man durch den Wald, mit ein paar versicherten Stellen, wieder nach Ginzling absteigt (1 Stunde, 30 hm). Schön an der Runde ist, dass man alles zu Fuß vom Diggl aus machen kann.
Vladi hatte schon mit den Vorbereitungen fürs Grillen angefangen und nachdem alle langsam von ihren Tagesaktivitäten zurück kamen, wurde sich herausgeputzt für unseren eigenen kleinen Kocherlball. Was soll ich sagen, der Abend war lang und lustig und so wurde aus dem Klettern in den Ewigen Jagdgründe am Sonntag nichts mehr. Wir radelten zwar rein (¾ Stunde, 250 hm, 6 km) und hatten auch das Kletterzeug mit, ich konnte mich aber nicht mal motivieren mich in El Schuppo zu hängen. Naja, Bewegung hatten wir durchs Radeln auch und so konnten wir noch den Nachmittag im Garten mit den Kids am Pool verbringen, auch nicht ganz verkehrt.
Ein sehr schönes Wochenende, danke an alle die dabei waren an Vladi für die Einladung und das super Essen und natürlich auch an meine Eltern damit wir kinderfrei feiern konnten.

Montag, Juni 20, 2022

Eine Reise in tausend-und-eine Nacht - Marokko - 05.-17.06.2022

Was für eine Reise. Was für ein schönes Land. Es gibt so viel zu erzählen. Von Erlebnissen, von Eindrücken, von liebenswürdigen Menschen, von Gerüchen und von verschiedenen Geschmäcken. Kurzum ein Land auf das man sich zwar einlassen muss, das aber umso mehr zurückgibt. Was wir jetzt schon sagen können, es war nicht das letzte Mal für uns, dass wir Marokko bereist haben. Für die schöne Zeit: Merci beaucoup - Shukran - Tanmirt

Unsere ganze Reise begann ein bisschen mit einer Schnapsidee, die große Frage war, was sollten wir denn über Pfingsten machen. Marokko stand nach unserem Turboschaden in Portugal noch aus und eine Freundin hatte sich über Weihnachten dort einen Camper gemietet, also warum nicht einfach mal Flüge buchen…wohin, keine Ahnung, nehmen wir doch Marrakesch, der Rest würde sich schon geben. Eine Woche vor dem Abflug erinnerten wir uns, dass wir uns vielleicht doch Gedanken wegen der Reise machen sollten. Wieder sehr kurzentschlossen mietete ich einen Camper bei ZigZag Camper. Für ein Air BnB in Marrakesch hatte Karin gesorgt und so saßen wir am Pfingstsonntagmorgen in unserem Flieger nach Brüssel. Das Chaos dort nahmen wir mit stoischem Gleichmut (eine gute Übung) und da unser Weiterflug sowieso verspätet war, kam erst gar kein Stress auf (auch wenn der Flughafen von Brüssel wirklich das aller Letzte ist). Umso besser dann der Flug nach Marrakesch, danke an die Piloten für das magische Erlebnis. Die Ankunft in Marrakesch erinnerte uns sehr an unsere Ankunft in Islamabad vor elf Jahren. Und das beste daran, alles funktioniert wie geschmiert, ohne Probleme kamen wir in die Medina und fanden uns um zehn Uhr abends in dem quirligen Tumult der Altstadt Marrakeschs. Was für Eindrücke, was für Leben, was für eine Möglichkeit unseren Kindern so direkt und hautnah andere Kulturen zeigen zu können. Zwei weitere Tage verbrachten wir hier in den engen, stinkenden, bunten, lebendigen und schmutzigen Gassen. Neben den Suks sahen wir uns die Gerbereien, den Jamaa El Fna (der Platz der Geköpften mit seinen Schlangenbeschwörern, Händlern und Musikanten), aber auch die Mederssa Ben Youssef (fast so schön wie die Alhambra) und den Jardin Secret an.

Am Mittwoch hieß es dann aber Marrakesch den Rücken kehren, wir waren wieder bereit um „on the road“ zu sein. Etwas nördlich von Marrakesch übernahmen wir den, für uns super luxuriösen und riesigen, Camper und stürzten uns damit ins Getümmel der Ausfalls- und Umfahrungsstraßen von Marrakesch. Ein Vergnügen das mich mit Sicherheit um Jahre altern ließ und für eine ständigen Puls von 180 sorgte. Aber auch dieser Abschnitt, sowie das Auffüllen unserer Vorräte, gelang uns ohne Probleme und so steuerten wir unser erstes Ziel, Ouzoud, an. Ein schönes Fleckchen und wenn man, so wie wir, früh genug dran ist, ist nicht nur die Temperatur erträglich, sondern man ist auch fast allein (2 Stunden, 350 hm, 5 km). Trotz des dreckigen Wassers, ließ ich mir eine Runde Schwimmern nicht nehmen. Schlucken sollte man das Wasser dort aber definitiv nicht (es sei denn man steht auf Durchfall). Paul war den ganzen Morgen schon schlapp und klagte über Ohrenschmerzen, offensichtlich hatte er sich in einem der Pools der letzten Tage einen Keim eingefangen. So brachte uns eine gut 2 Stunden Fahrt ins nächste Krankenhaus, nach Beni Mellal. Eine Notaufnahme in Marokko ist schon spannend und eine Erfahrung auf die zumindest Paul gerne verzichtet hätte. Der Arzt war äußerst zuvorkommend und ziemlich erpicht darauf uns so schnell wie möglich wieder los zu werden (aber im guten Sinne). Unser Glück, so konnten wir nach zehn Minuten eine Tüte voller Antibiotika in einer Apotheke abholen und unsere Reise fortsetzen. Durch den Atlas bei Ilmichil (mit einem wunderschönen See) zum Col du Tirherhouzine (2709 m) wo wir eine kleine Wanderung auf einen namenlosen 3000er unternahmen (2 Stunden, 500 hm, 6 km). Vom Pass ging es hinunter bis durch die Todhra-Schlucht und nach Tinghir. Im kleinen versteckten Paradies des Camping Le Lac blieben wir gleich zwei Nächte, um in der Todhra-Schlucht klettern zu gehen. Am oberen Schluchtende gibt es einen Klettersteig (2 Stunden, 100 hm) der ganz nett ist um sich an den Fels zu gewöhnen. In der Schlucht wehte eine angenehmer Wind, so dass man auch bei über 30°C ohne weiters klettern konnte. Touren gibt es jede Menge, der Fels ist super fest, die Touren gut abgesichert und wir waren die einzigen Kletterer in der Schlucht. Nach einer kleinen Morgenwanderung am nächsten Morgen in der Palmeraie de Tinghir (1 Stunde), fuhren wir nach Merzouga, zur Erg Chebbi eines der beiden Sanddünenfelder Marokkos (und ja, das ist alles die Sahara). Auf dem Weg besichtigten wir ein antikes Oasenbewässerungssystem, ziemlich beeindruckend. Zum Sonnenaufgang ritten wir mit Kamelen in die Erg hinein und wanderten auf eine der hohen Dünen (2 Stunden, 200 hm, 4 km). Nie hätte ich es mir träumen lassen, dass wir mal in der Sahara wandern würden.

Von Merzouga gings zurück in die Gegend um Tinghir, um genau zu sein in die Dades-Schlucht. Die Nacht in Ait Oudinar war endlich etwas kühler als die Nächte zuvor (was an der Höhe von knapp 1700 m lag) und Ibrahim war der wahrscheinlich beste Gastgeber auf unserer Reise. Er gab uns auch noch den Tipp durchs Vallee du Rose zu unserem nächsten Ziel, Aït-Ben-Haddou, zu fahren. Aït-Ben-Haddou ist die besterhaltenste Ksar Marokkos und seit den 80er-Jahren UNESCO Weltkulturerbe. Besichtigen kann man diese Lehmstadt solange es hell ist und so konnten wir am Abend fast alleine durch die Gassen spazieren. Es wundert nicht warum diese Stadt als Kulisse für jede Menge Filme diente.

Der letzter Abschnitt der Reise führte uns wieder in den Hohen Atlas. Über den Tizi n‘Tichka (2260 m) querten wir diesen auf die Nordseite immer auf Marrakesch zu. Kurz vor Marrakesch kehrten wir wieder zum Atlas um und fuhren durch das Ourika-Tal und weiter bis nach Oukaïmeden hinauf. Dieser höchste Skiort Marokkos bietet ein ziemlich großes Bouldergebiet. Zum Bouldern kamen wir zwar nicht mehr, aber die angenehme Kühle des Hochgebirges (immerhin übernachteten wir auf ca. 2400 m im Park Oukaïmeden) verschaffte uns eine wunderbare Nacht, bevor wir wieder in die Hitze Marrakeschs zurückkehrten. Das Durchqueren Marrakeschs sorgte wieder für Bluthochdruck, aber wie schon zwei Wochen zuvor gelang es ohne größere Probleme und zur Freude unserer Kids verbrachten wir noch einen ganzen Nachmittag am Pool des Le Relais de Marrakesch, wo wir unseren fahrbaren Untersatz nach 1553 km wieder zurück brachten. Das negativ Highlight, auch auf dem Rückflug, war wieder der Flughafen von Brüssel. Wenn man schon eine inkompetente Organisation hat, dann ist es natürlich immer eine gute Idee unfreundliche Mitarbeiter zu beschäftigen...kurzzeitig wäre beinahe meine innere Ruhe gestört worden, aber nur beinahe. Und so kamen wir schließlich und endlich nach einem Durchstarten in München (die Maschine vor uns war wohl zu langsam von der Piste gerollt) wieder zu Hause an. Das Ende eines unvergleichlichen Urlaubs.

Sonntag, Mai 29, 2022

Ein Abstecher in Tirol und ein Bikewochenende im Isartal - 26./28./29.05.2022

An Christi Himmelfahrt besuchten wir meine Eltern, die wieder aus ihrem Urlaub zurück waren und die wir seit dem Winter nicht mehr gesehen hatten. Das Wetter war ganz brauchbar und die Kids zeigten sich im Garten recht zufrieden und nicht gewillt diesen zu verlassen. So lief ich eine kleine Runde Richtung Kienberg, weil ich mich ja eh immer bewegen muss. Übers Wasserschloss gings bis unter die Weiße Wand wo ich meine Umkehrzeit erreichte (40 Minuten, 500 hm). Auf dem Rückweg legte ich noch eine Pause am Klaus Bankerl ein, bevor es im Laufschritt zurück ging und ich auf die Minute pünktlich zum Mittagessen kam (½ Stunde).

Samstag waren wir zum Grillen in Ascholding eingeladen. Da liegen die Isartrails sozusagen auf dem Weg und so drehten wir eine Runde vom Brückenwirt aus. Die Ostseite bis kurz vor den Tierpark, das steile Hochufer hinauf, über die Großhesseloher Brücke auf die Westseite und zurück zum Brückenwirt (2½ Stunden, 160 hm, 13,5 km). Das gab genau den richtigen Hunger und Durst für die Feier mit lauter HG Altnasen. Damit die Kalorien dann wieder verbraucht werden können, fuhren Paul und ich von Ascholding über Geretsried und Wolfratshausen zurück nach München (4¼ Stunden, 230 hm, 42 km). Eine doch ganz ordentliche Runde und wegen eines schönen Regengusses und einer (tiefen) Bachquerung auch recht feucht (und dadurch leider auch echt kalt). So endete unser kleines Abenteuer in Hinterbrühl mit Karin als Joker-Taxi, auf die restlichen zwölf Kilometer durch die Stadt hatten wir, durchgefroren wie wir waren, keine Lust mehr.

Dienstag, Mai 24, 2022

Biken mit den Sterndls - 21./22.05.2022

Das nächste Wochenende, der nächste Samstagsdienst. Des einen Leid (nämlich Karins) kann des anderen Freud sein (also meine).
Samstag packte ich die Kids ein und zusammen gings zum Schwimmen an den Eisbach. Anna debütierte sogar an der Dianabadschwelle. Drei Mal schwammen wir zusammen durch die Welle, Anna auf dem Surfboard und ich nebenher. Als Karin endlich nach Hause kam, packten wir unsere Bikes auf den Bus und fuhren zu den Sterndls. Nach einem lustigen und recht ergiebigen Grillabend drehten wir am Sonntag alle zusammen eine Runde mit den Bikes (4 Stunden, 250 hm, 21 km). Da gab es für jeden Geschmack etwas, Trails durch den Wald, nette Wege über Wiesen und ein Bad in der Amper. Ein wirklich schönes und entspanntes Wochenende.

Dienstag, Mai 17, 2022

Biken in und um München - 16./17.05.2022

Nach den letzten, sehr arbeitsreichen Wochen, mit einem kleinen Ausflug nach Finnland, stand endlich ein ruhiges Wochenende an. Karin und Anna waren auf einem Reiterhof und so hatten Paul und ich das Wochenende für uns alleine. Neben Schwimmen im Eisbach am Samstag, drehten wir am Sonntag eine Runde mit Pauls neuen Bike. Über die Isartrails fuhren wir zum Poschinger Weiher, schwammen ein bisschen und testeten die  Downhills nördlich des Weihers und am Müllberg. Am Heimweg machten wir noch einen Abstecher im Ungererbad, bevor wir die Runde ziemlich müde beendeten (3¾ Stunden, 225 hm, 27 km). Ein schönes Männerwochenende.
Montag stand dann Martin und mein Isartrailsaisonauftackt an. Deshalb drehte ich in der Früh eine Runde über die östlichen Trails am Weg in die Arbeit (1 Stunde, 160 hm, 20 km). Nach der Arbeit gings dann über Schäftlarn und die westlichen Trails nach Hause (3¼ Stunden, 450 hm, 39 km). Da es vor dem Start noch ein heftiges Gewitter gab, waren die Trails ziemlich rutschig, Spaß gemacht hat es aber trotzdem und so richtig eingesaut haben wir uns auch.

Dienstag, Mai 03, 2022

Saisonabschluss auf der Wildspitze - 02.05.2022

Nachdem Karin und ich schon drei Mal auf der Wildspitze waren (2008, 2010 und 2012) bzw. ich schon zwei Mal den Pitztaler Eisexpress probiert hatte, war meine Motivation in der Gegend eine Tour zu unternehmen eher gering. Allerdings hatte Martin mal erzählt er würde gerne die Wildspitze gehen. Menschen die ich mag, tue ich ja gerne einen Gefallen, so ganz hässlich ist die Gegend ja nicht und den Brochkogel gibt es ja auch noch. Also fuhren wir zwei am Montagmorgen ins Pitztal.

Kurz nach 9 Uhr starteten wir mit der Abfahrt zum Mittelbergjoch und weiter auf den Taschachferner (½ Stunde, ↓200 hm). Dort hieß es nicht nur auffellen, sondern auch anseilen. Die vier anderen Seilschaften am Taschachferner stiegen den Normalweg auf, während wir völlig alleine unsere Spur zur Nordseite der Wildspitze zogen. Noch vor dem oberen Gletscherbecken verschluckte uns der Nebel und so hieß es mit dem GPS bis zum Bergschrund unter der Nordwand navigieren (2¼ Stunden, ↑525 hm). Durch die fehlende Sicht, war schon früh klar, dass der eigentliche Plan, die Nordwand, nicht funktionieren würde. Also querten wir nach Westen und stiegen über den Bergschrund und einen relativ steilen Hang zur Gratschulter auf (1 Stunde, ↑120 hm). In dem Stück hatten wir schon von Ski auf Steigeisen gewechselt und stapften nun auf diesen weiter zum Nordgipfel (¾ Stunde, ↑135 hm). Der Grat zum Südgipfel (¼ Stunde, ↑30 hm) war im Gegensatz zum letzten Mal (mit Karin) nicht überwechtet, sondern fast durchgängig Fels. Von dem mächtigen Eisschild auf der Westseite scheint nicht mehr viel über zu sein.
Die schlechte Sicht, aber auch unsere fehlende Fitness, hatte uns viel Zeit gekostet, so machten wir auch am Hauptgipfel keine Pause, sondern stiegen zum Skidepot ab (20 Minuten, ↓100 hm). Erst hier gönnten wir uns eine kurze Pause, schnallten die Steigeisen ab und bereiteten uns auf die Abfahrt vor. Das schlechte Wetter war inzwischen noch schlechter geworden und zum Nebel hatte sich nun auch Schneefall gesellt. Aber am Skidepot gab es endlich auch wieder andere Spuren (alle anderen hatten nämlich hier umgedreht) und so mussten wir nur diesen Spuren folgen, um zu unserem Startpunkt am Taschachferner ohne Spaltenberührung zurück zu finden (½ Stunde, ↓600 hm). Unsere Beine wurden zwar beim Rückanstieg ins Mittelbergjoch ziemlich schwer (¼ Stunde, ↑100 hm), wir mussten uns aber ein bisschen beeilen, um noch die Lifte für die Talfahrt zu erwischen. Ganz so knapp war es dann am Ende doch nicht, aber der Brochkogel wäre sich definitiv nicht mehr ausgegangen. Den muss ich also doch ein anderes Mal nachholen, vielleicht ja wieder mit Martin.
Ein coole Tour mit Martin, die wegen des Wetters doch recht abenteuerlich war. Und wessen Ego wird nicht gestärkt, wenn man es als einzige Seilschaft auf so einen beliebten Gipfel schafft. Außerdem war es ein krönender Abschluss für eine super Skisaison, die mit 38 Skitouren (36220 hm), 2 Freeridetagen, 6 mal Telemarken, 2 mal klassisch Pisteln und 2 mal Snowboarden selbst für meine Verhältnisse sehr gut war.

Mittwoch, April 27, 2022

Osterferien in Fontainebleau - 15.-23.04.2022

Obwohl es langsam Zeit für den Frühling ist, kämpfte sich der Winter diesen April immer wieder mit Gewalt zurück. Für uns ein weiterer Grund über Ostern Süddeutschland mit seinem Schmuddelwetter den Rücken zu kehren.

Mit einem Zwischenstopp in Rattenberg, um mit Hannes zu seinem 40er zu klettern, ging es am Karfreitag bis zur französischen Grenze. Der frühe Start und die nicht mehr so lange Fahrtstrecke bescherte uns am Samstag noch einen schönen Bouldertag in Segognole bzw. Roche aux Oiseaux. Beide Gebiete waren zwar nicht einsam, aber trotz des Osterwochenendes nicht restlos überlaufen. Das galt auch für Mont Aigu am Sonntag, wobei hier vor allem der relative lange Zustieg DER Grund dafür ist. Mit La Gorge aux Chats besuchten wir am Montag schon das dritte, für uns unbekannte, Gebiet. Wenn man oft in Bleau ist, wir waren immerhin schon mehr als zehn mal hier, dann passiert es oft, dass man eigentlich immer in die selben Gebiete fährt. So war es ziemlich erfrischend, dass wir bei diesem Aufenthalt nur in ein "altes", uns bekanntes, Gebiet gingen. Die ersten drei "neuen" Gebiete gefallen mir ziemlich gut, auch wenn Karin die Blöcke in Gorge aux Chats tendenziell zu hoch waren und Vladi am Mont Aigu keine schwer genugen Problem fand. Dienstag suchten wir ein Gebiet nahe an Fontainebleau und ohne langen Zustieg, da Peter mit dem Zug ankam und Claudi ihn vom Bahnhof abholte. So fiel die Entscheidung auf Bas Cuvier. Es war wie immer rappelvoll und viele der Probleme standen in der Sonne, ein Tag der eher unter die Rubrik: Hauptsache Bewegung an der frischen Luft lief, als unter schönes Bouldern.

Mittwoch war dann unser Pausetag. Nicht dass wir unsere Arme nicht mehr heben konnten, dafür hatten wir definitiv nicht genug gebouldert, aber die Haut an den Fingern wurde trotzdem langsam dünn. Wie früher, ohne Kinder, nutzen wir den Tag für einen Ausflug nach Paris. Mit dem Zug gings direkt zum Gare de Lyon und weiter nach La Defense zum Grande Arche, den wir uns diesmal auch von innen bzw. oben ansahen. Die weiten Flächen der Esplanade de la Defense luden zum Skaten ein. Am Eifelturm bestaunten wir die Menschenschlange, die sich für die Fahrt nach oben angestellt hatte. Viel schöner, ohne anstehen und noch dazu gratis ist aber der Blick von Trocadéro auf den Turm. Von dort spazierten/skateten wir entlang der Seine bis in Quartier Latin und den Ruinen von Notre Dame. Am Weg entdeckten wir noch das Musée du quai Branly - Jacques Chirac, eine grüne Oase der Ruhe mitten im Stress der Stadt. Alles in allem ein langer und anstrengender „Ruhetage“.

So konnten wir uns am Donnerstag wieder beim Bouldern ausruhen, diesmal in Franchard Hautes Plaines. Es ist eine Spur weiter zu gehen als Isatis, aber auch etwas ruhiger. Der gelbe und der orange Circuit sind sehr schön und halten auch gut beschäftigt, aber auch abseits von den Circuits gibt es jede Menge guter Probleme in jedem Schwierigkeitsgrad. Das selbe gilt auch für Apremont Désert, wo wir am Freitag waren. Mit Irrespirable (Fb 6c) schaffte ich sogar relativ easy eine 6, was ziemlich überraschend war. Da sieht man wieder mal, wie sehr Schwierigkeitsgrade von persönlichen Vorlieben und Können abhängen. Während Samstag alle gegen Mittag nach Hause fuhren, drehten wir noch eine Runde im Kinderparcours in Apremont Bizons. Ein super schöner Abschluss für die Woche mit guten Freunden, sieben schönen Bouldertagen und dem besten Wetter das wir bis jetzt (zu Ostern) in Bleau jemals hatten. Erst auf der Heimfahrt, die ganz ohne Stau und Verzögerungen ablief, erwischte uns ein kleiner Schauer.

Dienstag, April 12, 2022

Götschen, Alpgartenrinne und Alpeltal - ein letztes bisschen Schnee im BGL - 09./10.04.2022

Ausnahmsweise hatte Karin wieder mal Samstagsdienst. Also fuhr ich mit den Kids Freitagabend alleine ins BGL. Das Wetter war nicht wirklich prickelnd, trotzdem wollte ich mich noch etwas bewegen und meinen neuen Ski testen. Da am Götschen der Skibetrieb inzwischen eingestellt ist, konnte ich von der Götschenalm direkt über die FIS-Abfahrt zum Götschenkopf hinauf (½ Stunde, 450 hm). Bis auf die letzten Meter gab es sogar durchgängig Schneedecke. Sogar die Familienabfahrt sah recht gut aus und so fuhr ich diese bis zum Schussstück ab. Kurz bevor ich wieder am Gipfel ankam (20 Minuten, 250 hm) begann es zu schütten. Bei der Abfahrt wurde ich ganz schön nass, weshalb ich gleich noch eine Runde drehen konnte, weil nass ist nass. Diesmal drehte ich allerdings schon an der Bergstation um, ich muss ja nicht dauernd Ski tragen (½ Stunde, 400 hm). Nach der Abfahrt hatte ich endgültig genug und so gings zurück ins Trockene zu einer warmen Suppe.

Auf der Fahrt hierher hatte ich gesehen, dass die Alpgartenrinne noch genug Schnee hat. Also stand der Plan für Samstag fest. Die Ski musste ich bis in den unteren Teil der Rinne tragen (1 Stunde, 600 hm). Diesmal querte ich an der Stelle in die Rinne, an der Karin und ich sie letztes Jahr verlassen hatten. Teilweise auf Skiern, meist aber Ski tragend stieg ich die Rinne hoch. Kurz vor dem Ende zweigte ich allerdings nach links, Richtung Schreck (1720 m), ab. Die Rinne wird noch mal steiler als die Alpgartenrinne und vor allem der Ausstieg war einigermaßen spannend. Wenn man nicht auf Garteln und Felskratzen steht, kann man sich den Ausstieg auf den Grat gut und gerne sparen. Von dort ist es dann noch ein bisschen Gesuche durch die Latschen zum unscheinbaren Gipfel (2 Stunden, 600 hm).
Die Abfahrt war dann nicht nur wegen dem herumziehenden Wetter, dem steilen Gelände und der vielen Lawinenreste spannend, sondern auch weil ich die neue Bindung nicht überprüft hatte. Naja, long Story short, ein Z-Wert von 5 ist für mein Kampfgewicht doch einigermaßen wenig. Trotzdem erreichte ich das Ende der Rinne, schulterte meine Ski wieder und stieg zum Auto ab. Eine nette 5 Stunden Runde, ziemlich tragelastig, aber so mag ich es ja.

Sonntag konnten Karin und ich dann noch eine kleine Runde zusammen drehen. Wir hatten uns den Göll herausgesucht, aber die Rechnung nicht mit dem Aprilwetter gemacht. Zum Glück hatte ich am Samstag noch die Reifen gewechselt. Es geht doch nichts über Schneefahrbahn den Obersalzberg hinauf.
Im frischen Schnee stapften wir bis kurz übers Sommerwandl (½ Stunde, 200 hm). Hier konnten wir die Ski anschnallen und stiegen in den gut 15 Zentimetern Neuschnee hinauf bis in das Joch beim Dürreckberg (1¼ Stunde, 500 hm). Im Whiteout und Schneesturm beschlossen wir umzukehren. Wobei die Abfahrt nur in kurzen Abschnitten schön war. Der Rest, naja, darüber müssen wir nicht sprechen. Aber Hauptsache Bewegung an der frischen Luft mit Karin.

Ob das nun das Ende der doch schon recht langen Saison ist? Für Karin sicher, ich hoffe noch ein bisschen auf den Mai. Jetzt gehts aber erst mal nach Bleau.

Mittwoch, März 30, 2022

Skitourenwochenende im Fanes - 26./27.03.2022

Ziemlich spontan bekamen wir die Möglichkeit mit Steffi, Stephan, Xaver, Bekka, Mias, Silke, Tim und Max ein Wochenende auf der Lavarellahütte zu verbringen. Weil Paul noch bis eins Schule hatte, kamen wir erst recht spät in Pederü an. Unser Glück, eine Gruppe lud gerade ihr Gepäck in den Lavarella-Express ein und wir bekamen einen Platz in dem Hägglund um zur Hütte zu fahren. Mit den Kids wären wir andernfalls beim Aufstieg sicher ins Dunkle gekommen.

Monte Castillo (2817 m)
Nach einem lustigen Hüttenabend starteten wir samstags erst recht spät in Richtung Ju de Limo (40 Minuten, 150 hm). Hier machten wir erstmal Pause und genossen den Ausblick zurück zur Klein-Fanes Hochebene. Eine Fellabfahrt später erreichten wir die Groß Fanesalm (¾ Stunde, ↓90 hm, ↑30 hm), bei der wir einen Blick auf die anderen, die schon vor uns gestartet waren, im Vallon Bianco erhaschen konnten. Da Anna schon müde war kehrten Anna und Karin hier um, auch um sich mit Martina am Ju de Limo zu treffen, wohingegen Paul und ich weiter ins Vallon Bianco aufstiegen. Etwa bei der Hälfte hatte Paul genug und blieb mit der Brotzeit zurück (1¼ Stunde, 350 hm), während ich noch zum Bivaco della Pace direkt unter dem Gipfel sprintete und wenige Minuten später am Monte Castello stand (½ Stunde, 350 hm). Bei der kleinen Klettereinlage zum Rastplatz der anderen riss ich mir leider meine Hose auf. Und das beste an der Sache, die Klettereinlage wäre gar nicht nötig gewesen. Wenn man weiß wo man abbiegen muss,  führt dort auch ein Pfad dort hinauf.
Recht schnell fellte ich ab und fuhr wieder zu Paul ab (¼ Stunde), wo wir gemeinsam auf die anderen warteten, um gemeinsam zur Groß Fanesalm abzufahren (40 Minuten). Gerade im flachen Gelände der Groß Fanesalm hatte die Sonne den Schnee schon massiv durchweicht und so versank Paul einmal so richtig im Sulz. Dass ich ihm beim Heraushelfen beinahe das Bein gebrochen hätte, muss ich jetzt nicht näher ausführen. An der Groß Fanesalm hieß es auf jeden Fall wieder auffellen, um zurück zum Jul de Limo zu gelangen (½ Stunde, 90 hm). Von dort ging es aber wirklich nur noch bergab zur Lavarellahütte (¼ Stunde).
So konnten wir uns nach 970 hm und 5½ Stunden ein selbstgebrautes Bier bzw. eine Fanta auf der Sonnenterrasse der Hütte schmecken lassen und auch noch einen Ratscher mit Martina machen.
2022_03_26_Castillo

Zehnerspitze/Piza dales Diesc (3026 m) und Heiligkreuzkofel/Le Ciaval (2907)
Die Zeitumstellung kostete uns zwar eine Stunde Schlaf, dafür bekam ich aber mein Frühstück eine Stunde früher bzw. es wurde mir eine Stunde Vorsprung zum Aufsulzen geschenkt (naja, sonst wäre ich halt ohne Frühstück losgezogen).
Hinter der Hütte hieß es erstmal Ski tragen, aber nur ein kurzes Stück, bis ich in der aufgehenden Sonne meine Spur über die Hochfläche des Klein-Fanes ziehen konnte. Vorbei an der Schildkröte (Col Toron) und der Fanesburg (Ciastel de Fanes) führte mich die Spur relativ flach bis zum Gipfelhang, der direkt zum Skidepot am Fuße des Gipfelfelsens führt. Über den Klettersteig am Westgrat gelangte ich in fünf Minuten (~50 hm) zum Gipfel des Zehners (2 Stunden, 1020 hm). Völlig alleine konnte ich die Rundumsicht genießen und am Skidepot eine kleine Pause einlegen.
Jetzt ist aber der Nachteil daran schnell zu sein, dass man ziemlich früh auf einem Gipfel steht und in diesem Fall für die Abfahrt zu früh. Der Gipfelhang war noch gefroren und stundenlanges herumsitzen ist nicht so meins. Also schulterte ich meine Ski und stapfte den Grat entlang zum Heiligkreuzkofel (½ Stunde, ↓160 hm, ↑80 hm). Der Grat ist ganz spaßig und der Gipfel von dieser Seite recht unspektakulär. Wenn man nur die Westwand von Badia aus kennt, würde man nie meinen, dass ein einfacher Wanderweg hinauf führt. Auch hier verweilte ich nicht lange, sondern machte mich wieder auf den Rückweg. Da die Abfahrt durch die Hochebene nach viel Schieben aussah, stapfte ich im weicher werdenden Schnee den Grat zurück zum Zehner (¾ Stunde, ↓80 hm, ↑160 hm). Die knapp zwei Stunden, die vergangen waren, hatten den Gipfelhang auffirnen lassen, zumindest den oberen Teil, der untere Teil (etwas mehr Ost-exponiert) war schon direkt in grundlosen Sulz übergegangen. Am Fuß des Hanges, den ich mit Müh und Not hinunter geeiert war, traf ich die anderen. Sie waren etwa eine Stunde nach mir gestartet, aber nicht direkt zur Klein-Fanes Hochebene aufgestiegen, sondern zuerst in den Talgrund gegangen. Auch eine Möglichkeit, vor allem ohne Skitragen, aber auch etwas länger. Nachdem wir uns kurz ausgetauscht hatten, stiegen sie weiter auf und ich fuhr durch die Hochebene zur Lavarella ab. Kurz vor dem Tragestück kam mir Karin mit den Kids entgegen (½ Stunde, ↓850 hm) und wir stiegen gemeinsam wieder ein Stück zum Klein-Fanes auf (20 Minuten, 60 hm). Dort gab es eine Pause mit Raubtierfütterung und schlussendlich eine Slalomabfahrt durch die Steine zur Hütte hinunter (¼ Stunde, ↓160 hm).
Nach 1320 hm und 5¼ Stunden ließen wir uns einen Kaiserschmarrn schmecken und ratschten noch mit Silvia und Jörg, die wir bei der Hägglundfahrt kennengelernt hatten. Aber alles hat ein Ende und weil wir ja noch eine lange Heimfahrt vor uns hatten, verabschiedeten wir uns und skateten auf dem Schneeband der Forststraße durch das frühlingshafte Tal hinunter nach Pederü (1 Stunde, ↓500 hm).

Ein super schönes Wochenende mit einer sehr gemütlichen Gruppe auf einer wunderschönen Hütte in unglaublich schöner Umgebung. Ich würde sagen, alles richtig gemacht und gerne wieder.

Dienstag, März 22, 2022

Skitour (Hoch-)Wannig mit Martin - 20.03.2022

Pünktlich zum Frühlingsbeginn starteten Martin und ich zu einer Frühjahrstour, den Hochwannig (2493 m) in den Miemingern.
Der große Nachteil am Frühling ist, dass man für meinen Geschmack zu früh starten muss, naja, einen Tod muss man sterben. So hieß es um ½ 4 Uhr aufstehen, damit wir um 6 Uhr in Biberwier starten konnten. Am Weg zum Marienberg schaffte ich es kaum mich aufzuwärmen. Neben der morgendlichen Kälte wehte auch ein eiskalter Wind und die Müdigkeit machte es auch nicht besser. Aber als wir an der Sunnalm ankamen und in das Kar unter dem Wannig, s'Bergle, abfuhren, schien nicht nur die Sonne auf unser Ziel, auch der Wind hatte sich gelegt und mir wurde langsam warm (1½ Stunden, ↑600 hm, ↓50 hm). Im hartgefrorenen Kar waren wir ganz froh über unsere Harscheisen, auch wenn es nur mäßig steil im Kar bergauf ging. Erst am Ende steilte es sich auf (1½ Stunden, ↑650 hm). In dem knapp 40° steilen Hang/Rinne schulterte ich meine Ski und stapfte zum Grat hinauf und von diesem in wenigen Minuten zum Gipfel (40 Minuten, ↑250 hm).
Kurz nach mir kam auch Martin am Gipfel an und so konnten wir zusammen eine ausgedehnte Pause auf dem windstillen Gipfel einlegen. Das Stündchen Sonnenbaden nutzten wir, damit die Abfahrt zumindest ein bisschen auffirnt. Während unserer Pause kam nur ein anderer Skitourengeher auf diesen sonst so vielbesuchten Gipfel. In der Abfahrt startete er dann direkt vor uns.
Der Gipfelhang hatte schon aufgefirnt, für die Rinne galt das nicht, wobei ich nicht glaube, dass diese Nordrinne jemals auffirnt. Im besonnten Gelände des Kars wurde die Abfahrt dann aber zu einem richtigen Genuss, im unteren, schattigen Teil des Kars wars nur solala. Die Abfahrt im Gelände des Branntweintals, war dann sozusagen das Fegefeuer des Skitourengehers, da büßten wir unsere Sünden. Wobei, Hölle hätte es ja auch sein können, sprich: Bruchharsch. Wir hatten von Betonpulver über Firn bis Sulz alles und das finale Stück auf der Piste war dann noch einmal Firnsurfen vom Feinsten (1 Stunde).
Eine super lustige Tour mit Martin, immer wieder gut mit ihm zu gehen.

Mittwoch, März 16, 2022

Ein Sonnenwochenende in Leogang - 11.-13.03.2022

Am Freitag fand unser jährlicher Abteilungsskitag statt. Zu siebt verbrachten wir einen sehr entspannten Ski- bzw. Snowboardtag am Wiedersberger Horn. Danach lieferten wir die Kids in Jenbach ab und Karin entführte mich zu einem Wochenende im Mama Thresl.

Nach einem späten Frühstück unternahmen wir am Samstag eine kleine Pistentour entlang der Steinbergbahn (2 Stunden, 980 hm). Dabei steigt man bis auf zwei kleine Stücke immer neben der Piste auf. Weil es so eine kleine Runde war, blieb uns noch genug Zeit um ein bisschen Sonne zu tanken und für einen ausgiebigen Besuch in der (Zirben)Sauna.
Sonntag starteten wir schon vor dem Frühstück mit drei perfekten Abfahrten an der Asitzbahn. Als alle anderen Lifte öffneten, gingen wir frühstücken, damit wir genügend Kraft für eine Runde von Leogang über Saalbach nach Fieberbrunn und zurück hatten. Die Leihski, die wir uns beide für diesen Tag gegönnt hatten, machten Vormittag richtig Spaß. Aber spätestens in Fieberbrunn hätte ich mir meine breiten Latten zum Firnsurfen gewünscht.....naja jammern auf hohem Niveau.

Ein wirklich schönes, tolles Wochenende mit Karin, gerne wieder und gerne wieder im Mama Thresl.