Mittwoch, April 01, 2026

April April auf der Zugspitze - 01.04.2026

Anna hatte ich noch einen letzten Skitag versprochen, deshalb gings heute nicht auf Skitour, sondern mit Liftunterstützung auf den Berg. Leider haben die meisten bayrischen Skigebiete trotz des Neuschnees schon ihre Saison beendet. So entstand die Idee auf die Zugspitze zu fahren und vielleicht neben dem Skifahren auch noch den Gipfel zu besuchen. Das Skifahren war nur mäßig, da zwar schöner Schnee und gute Pisten herrschten, aber leider auch null Sicht, dafür hatten wir beide richtig viel Spaß vorher auf den Gipfel zu Wühlen. Zwischen 10:30 und 11:10 grüßen die zwei Wühlmäuse auf der Panoramawebcam der Zugspitzbahn. Mit Anna kann man so kleine Abenteuer inzwischen schon richtig gut machen, da hab wohl ich meine Winterbergsteiggene weitergegeben.
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Dienstag, März 31, 2026

Neuschnee für die Skitourensaisonsabschlussklassiker im BGL - Hoher Göll und Alpgartenrinne - 28./29.03.2026

Jetzt ist er endlich da, der Schnee, Ende März. Na toll! Aber ich will ja nicht meckern.
Im Westen kamen 60 bis 80 Zentimeter herunter. So viel waren es im BGL glücklicherweise nicht und deshalb konnte ich mir am Samstag bei bestem Wetter einen der ganz großen BGL-Klassiker gönnen: den Hohen Göll. Auch wenn ich die Tour schon zig mal gegangen bin, schön ist sie jedes Mal und so gute Bedingungen hatte ich noch selten.
Direkt am Auto konnte ich mit den Ski starten und nur am Sommerwandl musste ich kurz abschnallen. Beim Stapfen schnackelte dann wieder mein Knie ein, was mir diverse Turnübungen an mehreren ebenen Stellen einbrachte. Schließlich rutschte der Meniskus wieder dorthin wo er hingehört und ich konnte meinen Aufstieg forstsetzen. Auch der letzte steile Hang in die Umgänge hinauf war problemlos zu gehen und so genoss ich den fast windstillen Sonnentag. Im Gipfelhang war zwar schon ein wenig Sonne drin, aber auch hier gab es keine Probleme und so erreichte ich relativ gemütlich den Gipfel (3 Stunden, 1400 hm). Eine kurze Pause gönnte ich mir, um in die Ferne zu blicken, dann gings aber an die Abfahrt. Was soll ich sagen, oben schon etwas zusammengesessen, der Rest aber fast perfekter Powder. Nur irgendwo muss wohl ein Shark gesteckt haben, meinem Steinski fehlt nämlich nun leider eine Kante (¾ Stunde).

So holte ich für den Sonntag den Steinsteinski vom Dachboden und radelte bei Schneetreiben zum Alpgarten (½ Stunde, 180 hm, 11 km). Nachdem ich am Ende der Forststraße geparkt hatte, gings noch ein gutes Stück mit Turnschuhen weiter, bevor ich nach der Brücke über den Alpgartengraben auf Skischuhe wechselte (¼ Stunde, 160 hm). Bis in den Kessel unter der Rinne mussten die Ski weiter am Rucksack bleiben (½ Stunde, 290 hm), ab da gings dann aber auf Ski über den gesicherten Steig und die Querung in die Alpgartenrinne. Dort war schon ein Snowboarder unterwegs, der gerade für seine zweite Runde auffellte. Ich war nicht unfroh seine Spur nutzen zu können, da sich in der Rinne relativ viel loser Gries gesammelt hatte. Kurz vor dem Abzweig zum Schreck löste sich eines meiner Felle und ich war schon fast froh eine Ausrede zum Umkehren gefunden zu haben (1¾ Stunden, 500 hm). Doch siehe da, hier trug der Schnee, also Ski schultern und die letzten Höhenmeter stapfen (¼ Stunde, 90 hm). Was für ein Kontrast zum Tag zuvor, Nebel, leichter Schneefall und Sturmböen, kein Wetter um Pause zu machen. Die Abfahrt war dafür deutlich besser, als die vielen Male zuvor. Im Kessel unter der Rinne kamen meine Ski wieder auf den Rucksack und per pedes gings zum Bike zurück (1¼ Stunde). Obwohl die Beine inzwischen etwas schwer waren, machte die Fahrt nach Hause richtig Spaß, Akku sei Danke (½ Stunde, 200 hm, 11 km).

Was für ein Wochenende, endlich ist der lange erwartete Schnee da, aber für mich ist die Saison leider so gut wie vorüber.

Mittwoch, März 25, 2026

Zwei Törl und eine Scharte - Spitzkehrentango und Rinnenflitzen im Griesnerkar - 25.03.2026

Es ist zwar Frühlingswetter, aber der Winter soll nochmal zurückschlagen. Also früh los, damit sich ein paar Höhenmeter in der Sonne ausgehen, bevor Sturm, Regen und Schnee zuschlagen. Leider zieht sich die Fahrt zur Griesneralm immer ein bisschen und so startete ich ins Griesnerkar deutlich später als ich eigentlich wollte.
Man kann immer noch direkt an der Alm die Ski anziehen und nur im Waldgürtel vor dem Hochtal muss man (wie immer) ein paar Minuten tragen. So gings gemütlich Richtung Griesnerkar hinauf, wobei ich mich am westlichen Rand hielt, um möglichst früh Sonne abzubekommen. Unterwegs überholte ich einige Tourengeher (muss denn mittwochs keiner mehr arbeiten?) und stand als erster im Goinger Törl (2 Stunden, 1200 hm). Weil ich ein paar Stapfspuren Richtung Nördlicher Törlspitze sah, musst ich natürlich gleich mein Glück versuchen. Bis auf den Gipfel bin ich nicht gekommen, spaßiges Gekraxle in mehr oder weniger festem Fels war es aber allemal (↑↓20 Minuten, 50 hm).
Als die ersten anderen Tourengeher kamen, fellte ich ab und fuhr die schön aufgefirnte Rinne bis unters Kleine Törl ab (½ Stunde). Dort kamen die Felle wieder auf die Ski und ich stieg, in etlichen Spitzkehren und zuletzt stapfend, zum Kleinen Törl auf (½ Stunde, 140 hm).
Hier machte ich nun eine etwas ausgedehntere Pause, vor allem auch, weil mein Knie wieder mal etwas Liebe benötigte. Es wird Zeit, dass das endlich besser wird. Für die Abfahrt zurück ins Kar hielt es aber wieder gut. Und im unteren, weniger steilen Teil fand ich sogar ein bisschen Wildschnee, der ziemlich viel Spaß machte (¼ Stunde). Unter der Regalpscharte kamen wieder die Felle an die Ski und wieder begann der Spitzkehrentango. Auch hier stapfte ich nur die letzten paar, wirklich steilen, Meter bis zur Scharte (½ Stunde, 220 hm). Von hier hat man freie Sicht auf die Hochgrubachspitze, wo ich einer Dreierseilschaft (?) beim Abklettern zusehen konnte.
Brotzeit und Getränke waren inzwischen aufgebraucht und das schlechte Wetter zog unaufhaltsam von Nord-Westen herein, so sparte ich mir die Pause und fellte ab. Die Abfahrt durch die steile Rinne war deutlich besser als befürchtet und wie schon am Kleinen Törl, war im unteren Teil super schöner Wildschnee. Die breite, unverspurte Flanke ins Kar lud zum Cruisen ein und an der Fritz Pflaum Hütte kam ich ohne Gegenanstieg, aber auch ohne Stopp, vorbei. Die restliche Abfahrt war pistenähnlich eingefahren, was mir mit meinen müden Oberschenkeln ganz recht war. Durch den Wald hieß es kurz tragen, aber dann konnte man bis nach der kleinen Fußgängerbrücke an der Griesneralm abfahren (¾ Stunde).
Was für ein cooler Tag, 5¼ Stunden und über 1600 hm. Aber hoffentlich war das noch nicht die letzte Skitour für diese Saison.

Montag, März 23, 2026

Würmtal Trails - 22.03.2026

Karin musste Samstag wieder mal arbeiten und ich hatte noch einiges zu Hause zu werkeln, aber Sonntag nutzten wir das frühlingshafte Wetter auf den Würmtal Trails. Im Gegensatz zu meiner Runde im Dezember, fuhren wir diesmal mit dem Auto nach Gauting, das gibt mehr Trailspaß und weniger Gemecker von den Kids.
Paul und ich drehten ein paar Runden mit unseren Bikes, dann wechselte Paul auf Karins Bike und zog Anna ein paarmal nach oben, bevor ich schlussendlich für Paul das Taxi machte (2 Stunden, 480 hm). Ein schöner Nachmittag, auch Paul schein nach seinem Unfall im Herbst wieder Spaß auf den Trails zu haben und das Abschlussbier bei Alexandra und Weis tat sein übrigens.

Sonntag, März 22, 2026

Wellnessmittwoch mit Karin - Roßkopf und Seesauna - 18-03.2026

Nach unserem Familienwellnesswochenende im Bayrischen Wald, war es endlich so weit, Karin hatte auch einen Mittwoch frei bekommen. Mit Schnee sieht’s in den Bayrischen Voralpen leider nicht mehr rosig aus, auch wenn das „schlechte“ Wetter vom Wochenende wieder ein paar Zentimeter Weiß gezaubert hat, für Ski reicht es nicht mehr. Aber wir sind ja nicht anspruchsvoll und so spazierten wir einfach von Sutten zum Roßkopf (1½ Stunden, 630 hm). Vor der Stümpfling Alm machten wir, in der Sonne und viel wichtiger im Windschatten, Brotzeit, bevor es die wirklich gute Piste wieder zurück zum Bus ging.
Nach der Wellness-Bewegung, kam noch die Wellness-Entspannung mit einem Nachmittag in der Seesauna Tegernsee. So dürften Mittwoche öfters sein.
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Samstag, März 14, 2026

Aprilwetter in den Zillertalern - Schwarzachschneid mit Martin - 11.03.2026

Wie letztes Jahr schon, war Martin wieder auf Skiurlaub am Gerlospass, also wurde die Mittwochsskitour in die Zillertaler verlegt.
Vom Gasthof Kühle Rast stiegen wir durch das Tal bis zum Talschluss zur Schwarzachschneid auf (3½ Stunden, 1300 hm, 7 km). Sowohl landschaftlich, als auch vom Skigelände her sehr schön. Der schwache Winter hat hier seine Vorteile, es gibt nur wenige und kleine Lawinenkegel die überquert werden müssen. An der Schwarzachschneid angekommen, nutzte ich die Wartezeit auf Martin noch mit ein wenig Kraxelei am Blockgrat Richtung Höhenbergkarkopf (¼ Stunde, 60 hm). Als Martin die letzte Querung zu Schneid machte, stieg ich wieder ab und zusammen ließen wir uns eine gemütliche Halbe schmecken.
Leider zog inzwischen ziemlich schlechtes Wetter von Südwesten herein und so machten wir uns an die Abfahrt. Im ersten Kessel standen wir dann im Schneesturm. Die eh schon schlechte Sicht wurde noch schlechter und die Abfahrt glich einem Tasten im Whiteout. Fünf Minuten später war der Spuk wieder vorbei und am Ende der Abfahrt lugte sogar die Sonne wieder hervor (1 Stunde). Abfahrtstechnisch war alles dabei: lockerer Wildschnee im Kammbereich, Brucharsch, Windharschdeckel, Firn und am Ende noch ein bisschen Sulz und Wasserski. Eine schöne Tour im besten Aprilwetter.

Montag, März 09, 2026

Frühling im BGL - Gipfelsammeln im Watzmannkar und eine Geburtstagstour zum Eckerleiten - 07./08.03.2026

Nicht nur im Koasa hat sich der Frühling breit gemacht, auch im Berchtesgadener Land. Das ist die richtige Zeit, um das E-Bike auszupacken, zur Benzinkurve hinauf zu radeln (½ Stunde, 590 hm) und dem Watzmannkar einen Besuch abzustatten. Ein paar Meter muss man die Ski inzwischen schon tragen, aber ab dem Abzweig vom Wanderweg gibt es eine 
durchgängige Schneedecke. Als erster an diesem Tag stieg ich durch den Lärchenwald bis ins Kar auf und ließ das 4. Kind links liegen, um zum Skischartl zu gelangen (1¾ Stunde, 1030 hm). Sehr ungewöhnlich fürs Kar: ich war nicht nur der erste, sondern praktisch alleine. Nach einer kurzen Abfahrt in sehr zweifelhaftem Schnee (¼ Stunde), fellte ich wieder auf und besuchte das 5. Kind (½ Stunde, 180 hm). Dort begegnete ich zwei anderen Skitourengehern, welche auch überrascht über die wenigen Leute waren. Die zweite Abfahrt bis unters 4. Kind war ähnlich bes%$§& wie die erste, aber in den Westhängen des 4. Kinds gingen sich auch ein paar brauchbare Schwünge aus (¼ Stunde). Der letzte Aufstieg des Tages brachte mich noch zum 3. Kind (½ Stunde, 260 hm), wo ich die erste richtige Pause einlegte und mir meine Brotzeit schmecken ließ. So schön das Wetter auch war, die Sicht Richtung Süden war schon deutlich getrübt vom Saharastaub, der gerade in der Luft liegt. Die Abfahrt zurück zur Benzinkurve war dann besser als befürchtet, die Osthänge hatten inzwischen ein bisschen Firn bekommen und der Lärchenwald ist so stark eingefahren, dass die Schneebeschaffenheit sowieso keine Rolle mehr spielt (½ Stunde). Zu guter Letzt hieß es nur noch mit dem Bike zurück zum Auto rollen (¼ Stunde), damit ich rechtzeitig zum Mittagessen zurück zu Hause war.
Was soll ich sagen, landschaftlich ein toller Tag, wegen der Abfahrt hätte man es aber nicht machen müssen. Dafür hab ich aber mal wieder jede Form von Bruchharsch gesehen.

Am Sonntag hatte ich dann meinen Joker frei. Einmal im Jahr darf ich mir eine Familienskitour wünschen, ganz ohne Gemecker. Dafür muss meine Familie mir kein Geburtstagsständchen singen, finde ich einen fairen Deal.
Die kürzeste Skitour im BGL ist das Eckerleiten, weshalb wir hier auch in der Vergangenheit mit den Kids schon unterwegs waren. Diesmal endete die Tour für die Kids aber nicht an der Ecker Alm, sondern wir stiegen alle gemeinsam bis zum Purtschellerhaus auf (1½ Stunden, 500 hm). Dort vergruben die Kids zwei LVS für mich (einen DSP und ein (analoges) F1), damit ich das neue nivia 3D finder, das mir Micha zum Testen überlassen hatte, mal gründlich ausprobieren konnte (1 Stunde, 50 hm). Mit meinem DSP bin ich definitiv eingespielter, aber der 3D finder ist super intuitiv und am Mittwoch werde ich eine zweite kleine Testrunde in die geplante Tour mit Martin einbauen.
Die Abfahrt machte den Kids im oberen Teil nicht wirklich Spaß, aber unten raus zauberte der Firn allen einen Grinser aufs Gesicht (¼ Stunde). Wie schon am Samstag, gings von der Tour direkt zum Mittagessen, irgendwie muss man die verbrannten Kalorien ja wieder auffüllen.

Ein wirklich sehr schönes Geburtstagswochenende bei den Schwiegerleuten. Allerdings bin ich neugierig wie lange noch Skitouren gehen, weil viel Schnee ist es nicht mehr.

Freitag, März 06, 2026

Frühling im Koasa - Ellmauer Tor und Hinterer Goinger Halt - 04.03.2026

Der Frühling macht sich auch in den Bergen immer mehr bemerkbar und gleichzeitig sind die Nächte kalt und klar. Beste Bedingungen für eine gute Abstrahlung und somit beginnt endlich die Firn-Zeit. Und was gibt es für eine schönere Firntour, als durchs Kübelkar ins Ellmauer Tor? So brauchte es überhaupt keine Überzeugungsarbeit, um Daniela als Tourenpartnerin zu gewinnen.
Von der Wochenbrunner Alm mussten wir die Ski zwar ein kurzes Stück tragen, aber unterhalb der Gaudeamus Hütte konnten wir wieder auf die Ski (und Harscheisen) wechseln. Die Grundlawinen im Latschengürtel haben ganze Arbeit geleistet und so sind einige der Schotterreißen dort bereits komplett schneefrei. Noch ging’s ohne Ski abschnallen bis ins Kübelkar aufzusteigen, lange geht das aber nicht mehr. Im Kübelkar hat die Schneedecke noch etwas mehr Reserven, aber wirklich mächtig ist sie nicht. Auf dem weiteren Weg ins Ellmauer Tor kamen uns die ersten Abfahrer entgegen, was die Vorfreude auf die Firnabfahrt steigen ließ und in der Ostwand der Vorderen Karlspitze konnten wir ein paar Kletterer in der Göttner beobachten. So kamen wir schnell höher und während Daniela im Ellmauer Tor zurück blieb, erreichte ich das Skidepot an einem Felsen auf halber Höhe des Gipfelhangs des Goinger Halts (2½ Stunden, 1000 hm). Die gute Spur zum Gipfel des Hinteren Goinger Halt war auch ohne Steigeisen problemlos machbar (¼ Stunde, 130 hm) und im Abstiegt merkte ich, dass der Gipfelhang auch leicht zu firnen begann, sollte eigentlich ganz gut zu fahren sein. Also schnappte ich mir meine Ski und stieg nochmal auf, um dann ins Ellmauer Tor abzufahren (½ Stunde, 70 hm). Was soll ich sagen, muss man mal gemacht haben, aber nicht unbedingt wiederholen, mein Adrenalinspiegel stieg dadurch auf jeden Fall erheblich. Der erhoffte Firn wurde nämlich durch eine Wolke massiv behindert. So hatte ich mir die Pause zumindest verdient, bevor es mit einer kurzen Passage abschnallen wieder zurück zum Auto ging (¾ Stunde).
Eine schöne Tour mit Daniela, bei der gefrorener Schnee, Firn und Sulz recht nahe beieinander lagen.

Mittwoch, Februar 25, 2026

Frühling auf der Tanzeckreibn - 25.02.2026

Nach der tiefwinterlichen Woche in der Surselva, war diese Woche Frühling in die Bayrischen Voralpen eingezogen. Milde Temperaturen und Regen in Strömen, na toll. Mittwoch besserte sich das Wetter, nicht die Temperaturen, die blieben im zweistelligen Bereich, aber der Regen, der verabschiedete sich und stattdessen bekamen wir wolkenlosen Sonnenschein. So konnten Daniela und ich eine wunderschöne Frühlingstour am Spitzing drehen. Über den übel zugerichteten unteren Lochgraben stiegen wir zu den Schönfeld Almen und weiter zum Tanzeck auf (1¾ Stunde, 600 hm). Hier oben sah der Schnee gar nicht so schlecht aus und so war die Abfahrt ins Krottental ein Hochgenuss, Firnsurfen vom Feinsten. An der Krottentaler Alm legten wir eine ausgedehnte Pause in der Sonne ein, bevor wir an der Forststraße wieder auffellten (¾ Stunde). Vorbei an der Bayerland Hütte und dem Taubensteinsattel zogen wir unsere Spur auf den Taubenstein. Zu dessen Gipfel wir sogar direkt mit den Ski aufsteigen konnten (¾ Stunde, 300 hm). Leider gestaltete sich die Abfahrt zur Unteren Maxlrainer Alm als schlechter wie gehofft. Im Schatten Bruchharsch, in der Sonne grundloser Sulz und ich hatte mich schon auf Bedingungen wie im Krottental gefreut (½ Stunde). Nun folgte noch der letzte Aufstieg. In der brennenden Sonne hechelten wir zurück in den Lochgraben (½ Stunde, 80 hm), um dann den eisigen unteren Lochgraben zum Parkplatz abzufahren, wirklich keine Freude (¼ Stunde).

Was für eine coole Tour, Frühling hat schon auch was.

Sonntag, Februar 22, 2026

Schneewalze in Surcuolm - eine Woche mit einem 4er in der Schweiz - 14.-21.02.2026

Wie überall in den Alpen, hatte es auch bei Chanti und Joël bis jetzt sehr wenig Schnee. Keine wirklich guten Voraussetzungen für die Faschingsferien, trotzdem verbrachten wir einen super schönen Sonntag auf der Piste. Wobei ich Stefan, Paul, Ida und Hanna mit dem Snowboard Gesellschaft leistete (4500 hm, 42 km).
Über Nacht kam dann worauf wir schon den ganzen Winter gewartet hatten: Schnee. Eine richtige Schneewalze, fast 50 Zentimeter über Nacht und am folgenden Montag. Da war weder an Freeriden noch an Skitour zu denken. Der SLF hatte einen 4er ausgerufen, was sich auch den Rest der Woche nicht mehr ändern sollte. Dafür konnten wir, bei teilweise miserabler Sicht, auf den Pisten Powder vom Feinsten genießen (5900 hm, 55 km). Den Abend verbrachte Joël und ich bei Yoga und Bier mit den Dorfmännern, nachdem wir mit dem Pistengerät ein paar Gäste im Cuolm Sura abgeholt hatten, ein sehr lustiger Abend. Die Nacht zum Dienstag brachte dann weitere fast 40 Zentimeter. Im grundlosen Schnee grub ich mich bei der ersten Abfahrt mit dem Snowboard so sehr ein, dass ich, wie am Tag zuvor, auf Tourenski wechselte. Mit denen hatte ich deutlich mehr Spaß und wenn der Lift von Valata nicht so furchtbar langsam wäre, wären Karin und ich ausschließlich die Talabfahrt gefahren, Powder ohne Ende (4000 hm, 40 km).
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Der Mittwoch brachte Wetterbesserung. Die Lawinensituation ließ zwar keine anspruchsvollen Touren zu, aber dafür gab es, zum ersten Mal seit dem wir Surcuolm besuchen, Schnee bis ganz ins Tal. Der Tipp vom Local mit Hut (aka Joël): Vom Bündner Rigi nach Ilanz abfahren. Diese wunderschönen Hänge, die wir schon von unseren Skitagen in Sasolas kannten. Zum Bündner Rigi führt ein präparierter Winterwanderweg, ähnlich dem nach Cuolm Sura (1½ Stunden, 320 hm, 4 km). Während Karin im Künstlercafe einen Tee trank, drehte ich noch eine Runde auf den Pezza Pintga (½ Stunde, 200 hm). Ziemlich grundloses Gewühle, dafür aber auch eine Wahnsinnsabfahrt direkt zum Rigi hinunter. Nach einem Käffli und einem letzten Studium der Karte, machten wir uns auf den Weg. Was soll ich sagen, der Schnee hatte sich ein bisschen gesetzt und war damit nicht mehr ganz so grundlos, also perfekt für eine Abfahrt im mäßig steilem Gelände. Den Weg fanden wir mit der Erklärung von Joël ohne Probleme und nur an der Luven Straße und in Quadras Sut mussten wir kurz abschnallen, um die Straße zu queren. Ansonsten ging die Abfahrt bis zu den Sportplätzen von Ilanz hinunter (¾ Stunde, ↓930 hm). An den Sportplätzen und dem Bädli hieß es die Ski schultern und zum Bahnhof gehen (½ Stunde), wo wir in den Bus nach Surcuolm steigen konnten und kurz vor den Kids wieder ankamen.
Donnerstag dann der nächste Schneefall, zwar nur noch Mindermengen (10-15 Zentimeter), aber trotzdem wieder relativ schlechtes Wetter. So spazierte ich am Vormittag auf den Piz Mundaun (1½ Stunden, 750 hm). Völlig alleine, da zwar die blaue Piste inzwischen anplaniert war, der Lift aber weiterhin geschlossen blieb. Bei der Abfahrt zum Mittagessen nahm ich noch einiges an Powder mit (¼ Stunde) und am Nachmittag spazierten Karin und ich noch auf einen Aperol nach Cuolm Sura (¾ Stunde, 300 hm).
Wie jeden Freitag, stand das Skirennen an, diesmal nicht in Valata sondern in Cuolm Sura. Also stiegen Karin und ich mit den Ski zum Start in Plitsches auf (¾ Stunde, 420 hm). Paul und Karin holten die Goldene, während Anna knapp das Podest verpasste und ich, wie immer, weit abschlagen hinterher fuhr. Trotzdem hat es allen viel Spaß gemacht. Den Abend ließen wir dann beim Bauernmarkt und Eisstockschießen ausklingen. Da konnten wir sogar den zweiten Platz gewinnen und beim nächsten Mal gehen wir mit dem Preis in der Ortspizzeria Essen.

Und so schnell war die tolle Woche auch schon wieder um. Liebe Reisecrew, es war uns wieder mal ein Volksfest mit euch.

Mittwoch, Februar 11, 2026

Kleiner Gilfert mit Tommi - 11.02.2026

Bevor wir nächste Woche wieder Chanti und Joel besuchen, ging sich diesen Mittwoch eine zweite Tour mit Tommi aus. Wieder in Hochfügen, weil ganz schlecht war die Tour letzte Woche nicht und je nach Tour und Schneelage kann man zumindest auf die Piste ausweichen, war aber heute nicht nötig.
Über die Rodelbahn stiegen wir zur Pfundsalm und von dort über die Osthänge hinauf zum Kleinen Gilfert auf (2½ Stunden, 900 hm). Vor allem im oberen Teil war ich unendlich langsam, da mein Knie ganz schön zickte. Nach einer Runde Dehnen am Gipfel, hielt es bei der Abfahrt aber überraschend gut durch. Die Abfahrt war, abgesehen vom Bruchharsch in Gipfelbereich, gar nicht so schlecht und so kamen wir ohne Haxen brechen und mit ein paar schönen Schwüngen wieder am Auto an (½ Stunde).

Sonntag, Februar 08, 2026

Gröbner Hals mit Anna - 08.02.2026

Karin bei ihren Eltern, Paul im Vor-Skilager-Chill-Modus und bestes Wetter vorhergesagt, was macht man da? Genau, Vater-Tochter-Skitour im Karwendel.
Anna und mein Ziel war der Gröbner Hals. Die schattige Forststraße durchs Unterautal hat noch genug Schnee bzw. Eis, leider im Flachen auch ein bisschen Splitt, wahrscheinlich von den Pferdekutschen die durch das Tal fahren. Kurz vor der Hochstegenalm gibt es dann ein paar Stellen, die in den nächsten Tagen aper werden dürften, heute gings aber noch ohne Abschnallen. Nord-, ost- und westseitig ist ausreichend Schnee und die Hauptroute an der Gröbenalm sieht fast wie eine Piste aus. Alle südseitigen Hänge sind aber inzwischen bis in die Gipfelbereiche hinauf schneefrei. Vom eigentlichen Gröbner Hals stiegen wir noch auf das kleine Skihörndl direkt westlich auf (3 Stunden, 780 hm) und machten dort eine ausgedehnte Pause.
Die Abfahrt war dann leider Kategorie 2 Spaß, die Hänge zur Gröbenalm waren zwar schön firnig und man musste nur ein bisschen auf Steine aufpassen. Unterhalb der Alm war die Abfahrt aber schon im Schatten und überfror leicht. Trotzdem schafften wir es ohne Verluste auf die Forststraße und über diese dann im flotten Schuss, raus zum Auto (½ Stunde).

Was für eine coole Tour, ich bin wahnsinnig Stolz auf mein "kleines" Mädel. Sie macht ihrer Mutter schon fast Skitourenkonkurrenz.

Mittwoch, Februar 04, 2026

Gilfert mit Tommi - 04.02.2026

Endlich ist Tommi wieder im Lande, leider aber weiterhin kein Schnee. A bisserl Bewegung hat aber noch nie geschadet, also packten wir unsere Ski ein und starteten los. Um dem Schneeproblem vorzubeugen, starteten wir hoch und mit Piste. Wir folgten der Aufstiegsroute von Hochfügen bis zum Lamark Hochleger (1 Stunde, 500 hm). Durch die Spitzlahn gings weiter bis zum Grat zwischen Metzen und Gilfert (¾ Stunde, 330 hm) und mal mit, mal ohne Ski über den Grat zum Gipfel (1 Stunde, 260 hm). Für eine kurze Pause mussten wir uns eine windgeschützte Stelle suchen, da inzwischen ein eisiger Wind aufgefrischt hatte.
Die Abfahrt über den Grat war wie erwartet, ausgesprochen beschissen und mit immer wieder Abschnallen verbunden. In die Spitzlahn konnten wir dafür die Rinne abfahren und der Schnee war besser als befürchtet, kein Bruchharsch. Trotzdem waren wir froh wieder auf die Piste zu kommen um nur noch zum Auto zu carven (¾ Stunde, 30 hm).
Was für ein nettes Tagele mit dem Tommi, nächste Woche gleich wieder!

Dienstag, Februar 03, 2026

Wintercampen am Reschen und zwei mal Steinpleiß - 31.01./01.02.2026

Unsere Skitouren, Freeride und Multisport Wochenenden haben ja schon seit Jahren Tradition. Selbst beim Wintercamping treffen wir uns inzwischen schon länger. Aber wie auch letztes Jahr war die Wahl des Ziels ziemlich schwierig, außer in den Seealpen ist die Schneedecke überall unterdurchschnittlich. So auch am Reschen, aber zumindest winterlich sieht es dort aus und im Langtauferer Tal fanden wir sogar etwas Schnee für Skitouren.

Samstag spazierten Karin und ich von Melag über die ehemalige Piste nach Maseben (1 Stunde, 420 hm). Währenddessen pistelte Vladi ein bisschen in Schöneben und Laura und Claudi faulenzten in der Sonne am Haidersee. Da die Lawinensituation nicht viel zuließ, stiegen wir über das kupierte Gelände an der Nordflanke zum Steinpleiß auf (1¼ Stunden, 440 hm). Die Aussicht Richtung Westen und Norden ist grandios und so genossen wir eine ausgedehnte Pause in der Sonne. Der Schnee in der Abfahrt war zwar nur mäßig, grundlos und jede Menge Sharks, aber ein paar schöne Schwünge gingen sich trotzdem aus und die Rodelbahn nach Melag machte sogar richtig Spaß (½ Stunde, 40 hm).

Sonntag drehten wir eine zweite Runde auf den Steinpleiß. Diesmal begleitete uns Vladi bis Maseben. Als Aufstieg wählten Karin und ich das kleine Tal zwischen Steinpleiß und Tiergartenspitze. Schöner und weniger begangen als der Aufstieg vom Vortag. die Abfahrt aber ähnlich. Leider zog sich Karin ihre Kante, zum Glück nur der Steinski, trotzdem ein Ski weniger.

Trotz des wenigen Schnee ein sehr schönes Wochenende und diesmal sogar ganz ohne Verletzungen.

Donnerstag, Januar 29, 2026

Feierabend am Kreuzeckhaus und Wanderung auf den Schönberg - 27./28.01.2026

Dienstagabend schafften es Josef, Martin und ich endlich wieder mal eine Feierabendskitour zu unternehmen. Von der Hausbergbahn aus gings im Glühwürmchenzug hinauf zum Kreuzeckhaus (2 Stunden, 950 hm). Oben ließen wir uns Essen und Bier schmecken, bevor es auf der ziemlich guten Piste hinunter ging.

Der Nachteil so einer Feierabendrunde ist, dass man einfach ziemlich spät im Bett ist. So war ich ganz schön müde, als nach sechs Stunden mein Wecker läutete. Auf Pistentour hatte ich keine Lust, daher probierte ich den Schönberg, mit dem Hintergedanken aufs Brauneck zu wechseln, falls zu wenig Schnee ist. Am Anfang sah der Schnee auch wirklich ausreichend aus, leider änderte sich das im waldigen Mittelstück und ich musste gut 300 Höhenmeter Skitragen. Auf den Lichtungen im oberen Teil liegt dann aber genug Schnee. Mit ziemlich müden Beinen erreichte ich irgendwann endlich den Gipfel (2 Stunden, 880 hm). Da ich spät gestartet war und ziemlich langsam unterwegs war, machte ich nur kurz Pause, bevor ich mich an die Abfahrt machte. Der erste Hang war noch ganz gut, umso weiter ich aber nach unten kam, umso mehr musste ich auf Steine und Wurzeln aufpassen. Nach der Tragepassage und dem Forstweg kam ich aber ohne größerer Verluste am Bus an (¾ Stunde). Und im Büro kam ich mit einer Punktlandung zur Vorstellungsrunde meiner neuen Chef-Chefin an.

Sonntag, Januar 25, 2026

Bodenschneid - 24.01.2026

Karin war dieses Wochenende mit Anna im BGL, Paul und ich blieben in München. Paul kurierte immer noch eine Erkältung aus und wollte einfach in Ruhe gelassen werden. Somit hatte ich zwar Zeit eine Skitour zu gehen, aber wieder mal kein Auto. Was aber bekanntermaßen kein Problem darstellt. Auf Spitzing hatte ich allerdings nicht schon wieder Lust, auch wenn er am einfachsten zu erreichen wäre. Zum Glück gibt es auch am Schliersee Schnee, zumindest nordseitig, Neuhaus ist auch einfach zu erreichen und die Bodenschneid ist ein Tour die ich noch nicht gegangen bin.

Mit der ersten BRB fuhr ich nach Neuhaus. Bis zum Pfannilift musste ich die Ski noch tragen, ab dort gehts dann aber mit Ski (¼ Stunden, 20 hm). Die Forststraße ist teilweise unangenehm eisig, aber zumindest nur an zwei, drei Stellen aper. Am Bodenschneidhaus verließ ich den Sommerweg und querte in die Nordflanke, über die ich bis zum Grat aufstieg. Und dann sind es nur noch ein paar Schritte ohne Ski hinüber zum Gipfel der Bodenschneid (2 Stunden, 860 hm). Auch wenn das Wetter nicht berauschend war, ein paar Minuten nahm ich mir für eine Pause (¼ Stunden) mit Blick zum Tegernsee und dem, wie immer ziemlich vollen, Roßkopf. Die Abfahrt in der Nordflanke war dann überraschend gut. Der Graben zur Freudenreich Alm dafür umso unangenehmer, aber zumindest gings ohne abschnallen. Ab der Alm, folgte ich dann wieder der Forststraße bis zum Pfannilift hinunter (½ Stunde, 20 hm). Kurzes umziehen für die paar Meter zum Bahnhof (¼ Stunden) und ein paar Minuten später saß ich im Zug zurück nach München.
Für die schlechten Bedingungen eine richtig gute Tour.

Mittwoch, Januar 21, 2026

Alpspitze - 21.01.2026

Hämmernde Gitarrenriffs im Ohr, hämmernder Herzschlag in der Brust, Schritt, Schritt, Atmen. Die Schenkel brennen, der Blick nach unten bereitet leichtes Unbehagen. Warum mache ich das?

Szenenwechsel, eine Stunde später. Immer noch Herzschlag bis in die Ohren, gepresste Atmung, alle paar Schwünge eine kurze Pause. Dafür stehe ich in der Sonne und die Tiefe zieht nicht mehr so sehr. Aber wo war jetzt der "fahrbare" Durchschlupf? JA, das geht, nur wenige Sharks....ist eh der Steinski, Hauptsache nicht stürzen.

Wo hatte ich mich denn da schon wieder hineinmanövriert? Eigentlich waren meine Beine müde von einem sportmedizinischen Belastungstest am Dienstag, aber es war halt auch Mittwoch und richtig gutes Wetter. Schnee ist aber leider immer noch rar. Also wieder eine Pistentour, Garmisch vor zwei Wochen war nicht so schlecht und damals hatte ich schon ein paar Leute in der Alpspitz Ferrata gesehen. So stieg ich mit dem bisschen Zusatzgewicht von Steigeisen und Pickel zum Kreuzeck auf (1¾ Stunde, 950 hm). Die Beine fühlten sich nicht schlecht an, also gings weiter. Ohne den Umweg auf den Längenfelderkopf, querte ich vom Sommerweg knapp unter dem Osterfelderkopf hinüber zum Einstieg der Ferrata (1 Stunde, 510 hm). Die Spur ist super ausgetreten und das Seil weitgehend frei. Wahrscheinlich würde es im Moment sogar ohne Steigeisen gehen...ausprobieren wollte ich es aber nicht. Auch wenn die Alpspitz Ferrata sehr einfach und die Flanke relativ flach ist, ausrutschen wäre doch eher ungesund. Bis zur Schulter kamen mir ein paar andere Begeher entgegen und ich überholte eine Gruppe Gebirgsjäger (1 Stunde, 430 hm). An der Schulter kann man die Nase dann endlich wieder in die Sonne halten und es ging ein bisschen ausgesetzter das letzte Stück zum Gipfel hinauf (¼ Stunde, 100 hm).
Durchschnaufen, trinken, eine Kleinigkeit essen. Aber was jetzt? In der Ostflanke waren zwar keine Abfahrtsspuren, aber so ganz schlecht sah sie nicht aus. Da ich die Ski schonmal mitgeschleppt hatte, wollte ich eine Abfahrt zumindest probieren, wenns nicht passt, kann ich ja auch wieder aufsteigen. Was soll ich sagen, weit entfernt von perfekt, aber in diesem Winter bin ich nicht wählerisch und so würde ich sagen, das war gar nicht schlecht. Gerade im steilen, felsigen, unteren Teil, muss man höllisch auf Sharks aufpassen, aber der Treibschnee ist in der gesamten Flanke leicht zu erkennen. Es findet sich ein durchgängiger Weg, ohne dass man die Ski abschnallen müsste. Im Kessel unter der Ostflanke liegt ein nicht allzu alter Lawinenkegel und erinnert daran, dass man solche Unternehmungen nur bei halbwegs stabilen Bedingungen starten sollte (¾ Stunde). An den Schöngängen wechselte ich wieder auf Steigeisen. Im Gegensatz zur Alpspitz Ferrata sind die hier notwendig, zwischen drin gibt es ein paar Passagen mit dickem Wassereis (¼ Stunde). Und dann war die Tour auch schon zu Ende. Natürlich noch nicht ganz, aber die Abfahrt über die Piste hinunter zum Auto zählt eigentlich nicht wirklich (½ Stunde). Knapp 6 Stunden und 2000 hm nach meinem Start kam ich am Bus an. Jetzt durften die Schenkel wirklich müde sein.

Freitag, Januar 16, 2026

Taubenstein, Lämpersberg und Rotwand - 14.01.2026

Der Schnee vom Wochenende war dringend nötig, der Regen am Montag bis über 1500 Meter rauf eher nicht, aber was will man machen.
Nachdem ich heute wirklich schwer aus dem Bett gekommen war, gings gemütlich und spät (erst nach 10 Uhr!) durch den Lochgraben auf den Taubenstein (1¼ Stunde, 600 hm). Ohne lange Pause spurte ich rüber zum Lämpersberg (½ Stunde, 150 hm) und von dort über den Sattel neben dem Kirchstein zur Rotwand (¾ Stunde, ↑180 hm, ↓100 hm). Viel Schnee ist es leider nicht und die Qualität ist unter jeder Kanone. Ein paar schöne Schwünge waren im Firn des Gipfelhangs, aber trotzdem drin. Für die restlich Abfahrt entschied ich mich für die Rodelbahn, die noch durchgängig Schnee hat, aber nicht präpariert ist. An der Unteren Maxlraineralm fellte ich wieder auf und stieg zurück in den Lochgraben auf. Durch diesen ging es zurück zum Bus, um keinen Steinkontakt zu haben, muss man ganz schön Slalom fahren (1 Stunde, ↓950 hm, ↑150 hm).
Das gute Wetter genutzt und aus den Schneeverhältnissen das beste herausgeholt. Ein Tourengeher mit dem ich gesprochen habe, hat ziemlich über die gefrorenen Knollen am Tanzeck gejammert, da würde ich sagen, hab ich mit der Rotwand alles richtig gemacht.

Sonntag, Januar 11, 2026

Skifahren und Skitour am Spitzing, EOFT und Eislaufen am Nymphenburger Kanal - 10./11.01.2026

Das Sturmtief Elli hatte zwar die Republik in ein Schneechaos gestürzt, in den Voralpen war aber wenig angekommen. Dafür hatte es nun am Samstag auch im Freistaat zu schneien begonnen, wie so oft musste aber Karin arbeiten. So fuhren die Kids und ich alleine zu unserem ersten gemeinsamen Ski- bzw. Snowboardtag am Spitzing.
Nach zwei Stunden Pisteln, setzte ich mich mit den Tourenski ab und fuhr knapp über der Albert-Link-Hütte ab (¼ Stunde, ↓50 hm). Als Abfahrt kann man die Grünsee-Abfahrt noch nicht nutzen, aber als Aufstieg zum Roßkopf tuts der Schnee auf jeden Fall und man fühlt sich dabei fast wie auf einer richtigen Skitour (¾ Stunde, 530 hm). Im Sturm fellte ich ab und fuhr zur Sutten (¼ Stunde). Dort hatte inzwischen der Lift wegen des Sturms seinen Betrieb eingestellt und so konnte ich völlig alleine und teilweise ab von der Piste zurück zur Jagahütt'n aufsteigen (¾ Stunde, 500 hm).

Am Abend besuchten wir dann noch die EOFT in der alten Kongresshalle und Sonntag nutzen wir den zugefrorenen Nymphenburger Kanal für eine Runde Eislaufen. Naja, gut ist das Eis leider nicht mehr, da hat der Schnee das seinige getan, aber endlich ist er da, der Schnee auf den wir so lange gewartet haben.

Mittwoch, Januar 07, 2026

Mittwochsskitour auf den Längenfelder- und Osterfelderkopf - 07.01.2026

Weihnachtsferien vorbei und schon ist wieder Mittwoch und das bei bestem Wetter. Trotz der eisigen Temperaturen war ich nicht allein an der Hausbergbahn....ja muss denn niemand mehr arbeiten, oder was ist da los?

Der Aufstieg über die Toni Hütte funktioniert ganz passabel, abfahren kann man die Skiroute aber (noch) nicht. Leider hielt einer meiner Stöcke nicht, deshalb versuchte ich mir am Kreuzeckhaus eine Zange auszuleihen (2 Stunden, 980 hm), doch ohne Erfolg, also gings mit meinem "kurzen" Stock weiter. Der ganze obere Teil des Skigebiets ist wegen Schneemangels geschlossen und nur Winterwanderwege ausgeschildert. Trotzdem stieg ich die Aufstiegsroute unter dem Längenfelderlift auf, da Martin mir den Tipp Längenfelderkopf gegeben hatte (½ Stunde, 300 hm). Da waren sich für ihn am Montag ein paar Schwünge im Tiefschnee ausgegangen. Heute war, wie zu erwarten, nicht mehr viel über vom Tiefschnee, machte aber auch nichts. Ich fuhr zur Hochalm ab und stieg, wie letztes Jahr, über den Sommerweg zum Osterfelderkopf auf (¾ Stunde, ↓200 hm, ↑340 hm). Auch hier gabs keine Zange, so musste ich wohl oder übel mit einem Stock abfahren. Das war vor allem beim kurzen Anstieg am Kreuzeck semi-spaßig und an der eisigen Horn-Abfahrt hätte ich auch gerne zwei Stöcke gehabt (½ Stunde, 20 hm).

Alles in allem ein ziemlich schöner Tag, wenn jetzt endlich Schnee kommen würde, könnten wir auch mit richtigen Skitouren beginnen.

Montag, Januar 05, 2026

Statt einer Zwischen-den-Jahren-Skitour, eine Im-Neuen-Jahr-Wanderung aufs Ebner Joch - 02.-05.01.2026

Da Samstag immer großer An-/Abreisestau ist, ließen wir das Auto stehen und wanderten zum Mittagessen nach Fischl (¾ Stunde, 210 hm) und danach wieder zurück. Da hat man dann auch gleich wieder ein paar Kalorien runter und das bei bestem Wetter.

Für Sonntag hatten wir uns, wie alle Jahre, zu unserer Zwischen-den-Jahren-Skitour verabredet. Nun war es inzwischen aber schon im neuen Jahr und Schnee gibts immer noch nicht. So wurde es eine Wanderung, aufs Ebner Joch, was mindestens genauso schön ist.
Hannes (Huhn) und ich starteten von Jenbach und in Eben (1 Stunde, 450 hm) stießen dann Hannes (Maaf) und Karin zu uns. Zusammen gings ratschend weiter über die Astenau (1 Stunde, 500 hm) aufs Ebner Joch (1 Stunde, 500 hm). Sonne und Windstille am Gipfel, da schmeckte die Brotzeit besonders gut und beim Abstieg machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Kirchenspitz (¼ Stunde), bevor wir uns vor der Astenau (½ Stunde) noch etwas sonnten. Zum Abschluss gabs in Eben (¾ Stunde) noch ein Schnitzel und ein Bier, was will man mehr an so einem Tagele mit guten Freunden.

Montag trafen wir uns noch mit den Innsbruckern zum Eislaufen auf der Außenbahn der Olympiaworld und schon waren die Ferien auch wieder vorüber. Schön wars, auch wenn der Winter im Moment etwas zu wünschen übrig lässt.

Donnerstag, Januar 01, 2026

Neujahr am Götschen - 01.01.2026

Wie das alte Jahr geendet hatte, so begann das neue, mit einer kleinen Runde auf den Götschen (↑1 Stunde 10 Minuten, ↓¼ Stunde, 700 hm). Danach gings noch ein bisschen zum Surfen an den Almkanal und dann werden wir unsere Zelte hier abbrechen und morgen nach Tirol weiterziehen.

2026_01_01_Göetschen