Sonntag, März 28, 2021

Alpgartenrinne und Hochalmscharte - 27./28.03.2021

Langsam gehen uns coronabedingt etwas die Wochenendideen aus, so waren wir wieder im BGL, schön ist es ja. Freitagabend drehten Karin und ich noch eine Abendspaziergangsrunde auf die Kastensteinerwand (1 Stunde, 200 hm). Aber natürlich ging es bei dem Besuch eher darum den Schnee des letzten Tiefdruckgebiets nochmal zu nutzen.
Bei der Fahrt ins BGL sahen wir von Reichenhall aus die Nordseite des Lattengebirges und sofort stand unser Plan für Samstag, die Alpgartenrinne. Das Wetter war zwar nicht wirklich gut vorhergesagt, aber für diese Tour war das nicht weiter schlimm, Sonne würden wir dort sowieso nicht sehen. Also trugen wir unsere Ski bis zum Abzweig des Alpgartensteigs, wo man den Wappach zum ersten mal queren muss (½ Stunde, 200 hm). Von hier ging es mit recht solider Schneeauflage, immer dem Alpgartensteig folgend, bis zum Anfang der Rinne (1½ Stunden, 450 hm). Der Zugang zur Rinne war diesmal einfach und schon konnte der Spitzkehrentango beginnen. Immer steiler und enger zieht es hinauf, bis wir endlich aufgaben und unsere Ski wieder von den Füßen auf die Rucksäcke wechselten (1½ Stunden, 350 hm). Nun hieß es noch teilweise grundloses Stapfen (¼ Stunde, 100 hm). Speziell der Ausstieg aus der Rinne war sehr unangenehm, aber auch machbar. Nach dem steilen Aufstieg war Karin etwas verzagt, wie sie die Abfahrt schaffen sollte (und das von jemandem, der viel besser Ski fährt als ich). Naja 45° sehen von oben auch wirklich steil aus. So machten wir erst mal eine ½ Stunde Pause, damit Karin Mut sammeln konnte.
Die Bedingungen für die Abfahrt waren nicht ganz ideal, aber so schlimm wie die drei Jungs getan hatten (sie waren uns recht weit untern entgegen gekommen), waren sie nicht. Ein bisschen Rutschen, ein paar gesprungene Schwünge und schon ist man nur noch in 40°-steilem Gelände und wirklich eng ist die Rinne ja auch nicht (oben einmal etwa 3 Meter). So wurden die Bewegungen weniger zaghaft und die Schwünge immer flüssiger und schon waren wir unter der unteren Engstelle und musste aus der Rinne queren, um nicht wieder zurück aufsteigen zu müssen (¾ Stunde, ↓500 hm). Die weitere Abfahrt durch den Wald war dann leider nicht wirklich der Hit, ziemlich grundloser Sulz mit versteckten Wurzeln, Steinen und Bäumen (½ Stunde, ↓300 hm). Aber auch das schafften wir ohne größere Probleme und so schnallten wir die Ski wieder auf die Rucksäcke und spazierten zurück zum Auto (½ Stunde, ↓300 hm).
Eine spaßige Tour, das Wetter hatte viel besser gehalten als vorhergesagt (kurz leichtes Nieseln, aber definitiv nicht der vorhergesagte Regen) und der relativ späte Start hatte für eine nicht zu harte Rinne gesorgt.

Sonntag ließ sich dann die Sonne blicken und so starteten wir von der Ramsau aus zur Hochalm. Da unsere Beine noch etwas müde vom Vortag waren, war diesmal nicht der höchste Punkt (Am Hund) unser Ziel, sondern die Hochalmscharte.
Ohne die Ski tragen zu müssen, stiegen wir die Forststraße zur Eckaualm auf (1 Stunde, 350 hm). Langsam, die Beine waren in der Tat sehr schwer, stiegen wir durch den teilweise ziemlich steilen Wald zum kupierten Gelände der Hochalm auf. Als wir aus dem lichten Wald kamen, hielten wir uns südöstlich und erreichten den Einschnitt der Hochalmscharte (1½ Stunden, 600 hm). Im Sommer kann man von hieraus ins Wimmbachtal absteigen, heute warfen wir nur einen Blick Richtung Hundstod.
Im Windschatten war es angenehm warm und so genossen wir die Sonne und machten ein Stündchen Pause, bevor wir uns an die Abfahrt machten. Die Abfahrt war überraschend gut. Selbst die Steilpassagen im Wald waren durchgängig zu fahren. An der Forststraße angelangt hieß es nur noch laufenlassen und am Auto abschwingen (ok, das letzte Stück musste man teilweise einen Ski anheben, aber gefahren ist gefahren) (¾ Stunde).
Ein schöner Abschluss für dieses Wochenende, an dem wir seit langem wieder als Paar (#lieblingsmensch) ein paar Touren machen konnten.

Mittwoch, März 24, 2021

Wochenstart mit Martin am Lösertalkopf - 22.03.2021

Nach den letzten Schneefällen und der netten aber etwas unergiebigen Tour von Sonntag war es klar, dass ich zum Wochenbeginn noch einmal in den Schnee musste. Martin hatte Zeit und von ihm kam auch die Idee in die Ammergauern zu fahren. Die Scheinbergspitze, der Klassiker dort, ist zwar ziemlich überlaufen, wenn man aber nur ein Tal weiter nach Norden geht, dann findet man schon Einsamkeit. In unserem Fall am Lösertalkopf.
Die Zufahrt zum Parkplatz Sägertal, knapp hinter Linderhof, war wegen des Neuschnees schon spannend. Die Schneehöhen im Graswangtal sind einigermaßen beeindruckend, vor allem für Mitte/Ende März. Das erste Stück des Weges teilt man sich noch mit der Scheinbergspitze, aber ab dem Hundsfällgraben geht es dann einsam auf einen Sattel (1½ Stunden, 550 hm) von dem man ins Lösertalmösl abfährt (¼ Stunde, 150 hm). Die erste richtig gute Abfahrt, so konnte es weiter gehen. Und das tat es auch, aber zunächst mit einem Aufstieg und zwar in ziemlich grundlosem Pulver. Wir mussten schon zuvor spuren, aber ab hier konnten wir nicht mal mehr Abfahrtsspuren nutzen, um uns die Arbeit zu erleichtern. Steil ging es hinauf in ein Kar, ab dem wir dann im Nebel standen. Trotzdem fand sich der Weg auf den Grat, dem man zum Gipfel folgen kann. Oder eben nicht. Die Sicht hatte sich leider nicht gebessert und der Aufstieg war zum Schluss direkt am Grat mit Ski nicht mehr möglich. Also ließen wir es, laut GPS etwa 20 Meter vor dem Gipfel, bleiben (1½ Stunden, 500 hm).
Leider besserte sich die Sicht während unserer Pause nicht (¼ Stunde), deshalb machte der erste Teil der Abfahrt ins Kar nur mäßig Spaß, aber das änderte sich am unteren Ende des Kars. Die steile Abfahrt hinunter ins Lösertalmösl war eine der besten Abfahrten des Jahres. Pulver ohne Ende und Spray im Gesicht. Nun hatten wir die Möglichkeit zur Scheinbergspitzenroute zurück aufzusteigen oder durch den Lösertal- und Hasentalgraben ins Sägertal abzufahren. Auf einen Gegenanstieg hatte ich aber überhaupt keine Lust mehr, also durch die Gräben. Diese Abfahrt hatte es noch einmal in sich, zum Zusammenfluss der beiden Bäche muss man nämlich eine 40° Waldabfahrt bewältigen. Bei Schneebedingungen wie im Moment ist das cool. Wenn es hart oder eisig ist, dann ist diese Abfahrt nur mäßig lustig. Am unteren Ende des Wald trafen wir auf eine Forststraße, der wir ziemlich flach bis zum Parkplatz hinaus folgt (1¼ Stunde).
Ein sehr cooler Wochenstart, wobei Touren mit Martin bis jetzt immer Spaß gemacht haben. Die Tour war durch die viele Spurarbeit, definitiv anstrengender als gedacht, hat sich wegen der super Abfahrt aber auf jeden Fall gelohnt.

Sonntag, März 21, 2021

"Après Ski" am Milchhäusl zum Frühlingsbeginn - 21.03.2021

Ok, zugegebener Maßen, die Skitour heute war eher keine wirkliche Skitour, dafür hatten wir aber alle ziemlich viel Spaß im Schnee. Die Erwachsenen beim Bier/Glühwein und die Kids beim Schneehöhlen graben. Dass wir dafür nur knapp 150 hm gegangen waren, naja, Sport kommt sicher auch wieder, heute ging es vor allem um Happy Kids und Happy uns, was zusammen mit Kathi, Peter, Nora und Jakob mal wieder so richtig gut geklappt hat. Danke für den schönen Tag.
2021_03_21_Milchhaeusl

Mittwoch, März 17, 2021

Powderhausen aka Brauneck - 17.03.2021

Geht doch, das mit dem Schnee. Die Messstation am Brauneck sprach immerhin von 70 Zentimetern seit Sonntag. Da musste ein Partner in Crime her, oder noch besser: zwei. Laura und Vladi konnten sich genauso wie ich den Vormittag freischaufeln und so stand der Plan, 6:30 Uhr Start in der Wegscheid.
Ganz so schnell kamen wir dann doch nicht los, weil der schöne, neue Bus Sommerreifen drauf hat. Damit gab es heute keine Chance zum Parkplatz hoch zu kommen, also durfte der alte Bus shutteln . Da hat er ja Erfahrung.
Immerhin konnten wir dann auch endlich starten, immer noch bei Schneefall. Der wurde zwar weniger, dafür gab‘s Nebel, Sicht wird sowieso überbewertet. Dass am Gipfel dann auch noch Wind dazu kommt, hätte aber nicht unbedingt sein müssen (2 Stunden, 825 hm). Also nur kurz Abfellen und rein ins Powdervergnügen. Und der war tief! Ich war das erste Mal richtig froh den ganz Dicken eingepackt zu haben. Erst am Draxlhang litt die Schneequalität durch die einsetzende Erwärmung, ok, dafür gab‘s auch Sonne. Wer hätte das gedacht (½ Stunde).
Nun hieß es erstmal wieder Shutteln, bevor ich mir das Gebiet ein zweites Mal zu Gemüte führte. Am Kotalmkessel (¾ Stunde, 490 hm) war die Sicht nun deutlich besser und so entschied ich mich die Hänge nördlich des Kessels aufzusteigen. Am Kamm westlich des Kotecks (½ Stunde, 170 hm) fand ich was ich suchte. Tiefen, steilen, unverspurten Pulver. Die Bedingungen ein Traum. Und die Abfahrt erst (¼ Stunde).
Nach diesen knapp 1500 hm konnte ich mich endlich zufrieden in die Arbeit begeben, was für ein genialer Vormittag.

Sonntag, März 14, 2021

Eckerleiten – Ende der Saison? – 13.03.2021

Letztes Jahr war unsere Geburtstagstour auf die Eckerleiten faktisch das Ende der Saison. Wie es dieses Jahr aussehen wird? Wer weiß, aber viel Schnee ist nicht mehr und die höheren Lagen sind wegen der Grenzschließungen praktisch nicht erreichbar. Also gut möglich, dass sich das Skivergnügen für diese Saison auch erledigt hat.
Samstag genossen wir aber auf jeden Fall noch einmal das gute Wetter, um als Familie eine kleine Skitour auf die Ecker Alm zu gehen (1 Stunde, 200 hm). So richtig motiviert waren die Kids nicht, deshalb stieg ich alleine weiter zum Ecker First auf, um noch ein bisschen mehr von dem herrlichen P̵u̵l̵v̵e̵r̵ Bruchharsch mitzunehmen (½ Stunde, 350 hm). Die Ostflanke sah schon grundlos sulzig und die Nordrinne nach zerpflügtem Eisvergnügen aus, so entschloss ich mich mein Glück Richtung Ofnerboden zu versuchen. Und siehe da, durch die geringe Schneeauflage war es zwar ein bisschen hakelig durch die Büsche im oberen Teil, aber die freien Flanken ließen sich ziemlich gut (und ohne Bruchharsch) fahren. Und schlussendlich fand ich auch noch den Abzweig zur Eckeralm, damit ich ohne Wiederaufstieg zurück zu Karin und den Kids kam (¼ Stunde). Dort ließen wir uns noch die Sonne auf den Bauch scheinen, während die Kids eine Schanze bauten und eine Schneeballschlachtschutzmauer gruben. Die Abfahrt war dann wie erwartet, nicht ganz so nett wie im Jahr zuvor, aber unsere beiden Rennsemmeln schafften auch das ohne Probleme und so kamen wir alle wieder gut zurück zur Enzianhütte (½ Stunde).
Falls es wirklich der Saisonabschluss war, dann war er gar nicht so schlecht. Einfach schön so Skitouren als Familie.

Sonntag, März 07, 2021

Pulvertraum im Schinderkar - 06.03.2021

"Was hast denn am Samstag vor, ich würd gern den Schinder machen".
"So ein Zufall, da wollte ich auch hin".
"Na, wie siehts dann mit uns beiden aus?"
"Ja, klar, 8 Uhr Spitzing".
Das war der kurze Austausch von Lena und mir, der zu unserer Tour am Samstag führte. So trafen wir uns also wie ausgemacht am Spitzing und schwangen uns mit Monika und Larissa auf die Räder Richtung Valepp. Die Straße zum Forsthaus war gut geräumt und so konnten wir ohne Probleme, bis auf unsere eiskalte Finger, bis zur Brücke über die Valepp fahren (½ Stunde, ↓230 hm, 5,5 km). Dort kamen die Ski endlich dorthin wo sie hingehören, vom Rucksack an die Füße und der Aufstieg ins Schinderkar begann. Mit netten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge und so standen wir im Kar und hatten die Qual der Wahl. Wir entschieden uns zuerst in der Sonne zur Scharte des Bayrischen Schinders aufzusteigen. Ein bisschen Sonne tanken, weil wirklich warm war es nicht (2 Stunden, ↑930 hm, 4,5 km).
Die Abfahrt war ein Pulvertraum. Der Aufstieg hatte nicht zu viel versprochen und die harte Unterlage ohne alte Spuren lud zum stressfreien Cruisen ein. In der Sonne am Fuß des Kars hieß es dann wieder auffellen, weil so schnell hatten wir natürlich nicht genug (½ Stunde, ↓380 hm). Dieser Aufstieg führte uns zentral ins Kar zum Skidepot unter dem Durchschlupf zum Schindertor (40 Minuten, ↑250 hm). Hier wechselten wir auf Steigeisen, nicht zwingend notwendig, aber wenn man sie schon bis hierher mitschleppt hat, kann man sie auch nutzen. Für den südseitigen gelegenen Weg weiter auf den Gipfel benötigt man sie dann definitiv nicht, der war nämlich vor dem letzten Schneefall bereits aper. Nach ein bisschen auf und ab, standen wir mit zwei Jungs (die sogar ihren Kaffee am Gipfel kochten) am Gipfel des Schinders (1 Stunde, ↑170 hm).
Im Gegensatz zum Rest der Tour war es hier windstill und so konnten wir in der wärmenden Sonne eine ausgiebige Pause einlegen. Doch irgendwann heißt es auch wieder runter und so machten wir uns auf den Weg zurück zum Skidepot (½ Stunde, ↓170 hm). Und dort begann dann der letzte und definitiv reizvollste Teil unserer Tour, eine weitere Pulverabfahrt ins Kar und weiter über Firn zurück zu den Bikes (½ Stunde, ↓800 hm).
Auf dem Weg zurück zum Spitzing froren wir dann definitiv nicht mehr und kalte Finger gab es auch nicht mehr (1 Stunde, ↑230 hm, 5,5 km). Schließlich konnten wir auch noch frisches Brot und ein Platzerl in der Sonne genießen, sozusagen die Belohnung nach knapp 1600 hm und einem Pulvertraum. Meine Damen, es war mir eine Freude, gerne wieder.

Montag, März 01, 2021

Radlrunde um die Osterseen - 28.02.2021

Nachdem ich am Mittwoch nach der SLV mit Martin die Isartrails geheizt war stand Sonntag wieder eine Radlrunde mit den Kindern an. Karin war mit Laura unterwegs und wir fuhren mit Knirschis von Seeshaupt eine Runde um die Osterseen (5 Stunden, 260 hm, 27 km). Eine super Runde die Judith da herausgesucht hatte, bis auf den Weg am Frohnsee und am Ostersee waren wir fast alleine. Und die Kinder haben kein einziges mal gemeckert, läuft wenn sie nicht alleine sind.
2021_02_28_Osterseen

Sonntag, Februar 21, 2021

Isartrails bei Baierbrunn mit den Kids - 21.02.2021

Nun hat der Frühling in Bayern Einzug gehalten. Deshalb verstauten wir die Ski im Keller und holten die Bikes hervor (lustiges Detail am Rande, genau vor 5 Jahren sah es überhaupt nicht nach Frühling aus, sondern nach Winter, damals bei der Tour auf den Lugauer). Von der Grünwalder Brücke strampelten wir nach Buchenhain hinauf und nahmen den Downhill bei Baierbrunn. Super lustig, bis zum letzten Teil. Dort versuchte Anna ihr Bike hinunter zu schieben, vergaß aber, dass es ganz gut wäre die Bremsen zu betätigen. Blöderweise ließ sie ihr Bike auch nicht los, was zur Folge hatte, dass sie mit ihm den Weg der Schwerkraft folgte. Zum Glück ist ihr nichts passiert, eine Pause und einen Lutscher später war alles wieder gut. Nach der ganzen Aufregung drehten wir um und legten eine Pause am Georgenstein und dem Kraftwerk Buchenhain ein. Nach dem Höllriegelpark fuhren Paul und ich noch eine kleine Runde weiter nach Norden, während Karin und Anna schon mal ihre Bikes am Brückenwirt sauber machten. Ein sehr netter Nachmittag bei unglaublichen Temperaturen (2 Stunde, 150 hm, 10 km).

Montag, Februar 15, 2021

Rossfeld, Göll und Götschen - 13./14.02.2021

Die letzten Wochen waren ziemlich anstrengend und so waren wir froh, wieder mal zusammen in die Berge zu kommen. Da Karin sich neue Ski in Berchtesgaden organisiert hatte, starteten wir am Samstag, nachdem wir die Ski abgeholt hatten, an der Mautstelle der Rossfeldstraße zu einer kleinen Skitour mit den Kids. Anna setzten die extrem tiefen Temperaturen ziemlich zu und so war ihre Motivation schnell im Keller. Deshalb stieg ich mit Paul alleine zum Rossfeld auf (1½ Stunden, 350 hm), während Karin und Anna es bei der Talstation des Großen Lifts bleiben ließen. Die Abfahrt meisterten wir wieder gemeinsam, zumindest bis zur Mautstelle, dort blieb Karin mit ihren neuen Ski zurück und die Kinder und ich fuhren weiter in die Oberau ab (½ Stunde, ↓800 hm). Dort wartete Karin dann schon mit dem Bus auf uns. Eine schöne kleine Skitour bei super Wetter, aber eisigen Temperaturen.
Nun hätte der Tag ja auch schon aus sein können, aber während für die anderen der gemütlich Teil des Tages begann, startete für mich und Bäda nur ein paar Kilometer entfernt eine "kleine" Kaffeerunde. Karin hatte mich noch zur Kehre unterhalb von Hinterbrand gebracht und von hier gings das Alpeltal hinauf. Das Sommerwandl lässt sich im Moment sehr gut gehen und weil der Schnee stapfen gut zuließ, blieben die Ski bis gut über der Engstelle am Rucksack. Ein paar Abfahrer kamen uns entgegen und berichteten alle von wenig lohnendem Schnee und starken Wind vor allem am Gipfel, was wollen wir mehr. Unser eigentlicher Plan war ja sowieso das Brett, wegen der kürze der Tour, als wir aber in den Umgäng ankamen (2 Stunden, 900 hm) und uns die Rinne zum Brett hinauf ansehen konnten, entschieden wir uns schnell für den etwas längeren Hatscher auf den Göll, man kann ja auch umdrehen wenn man nicht mehr mag. Dass es das nicht mehr mögen, bei uns praktisch nicht gibt
- geschenkt - und so standen wir knapp nach dem Sonnenuntergang auf dem Hohen Göll (1¾, 550 hm). Der Wind hatte sich etwas abgeschwächt, aber es war beißend kalt, im Wind sicher -20°C. Im Aufstieg hatte ich nach dem Handschuhwechsel mehr als ½ Stunde und die Überfäustlinge von Peter gebraucht, um wieder Gefühl in die Finger zu bekommen. So schlecht wie die anderen Tourengeher gesagt hatten, war der Schnee dann doch nicht und so gestaltete sich die Abfahrt durch die steile Südflanke als richtig gut. Spätestens am oberen Ende der Umgäng waren wir dann beide froh unsere guten Stirnlampen eingepackt zu haben und so kamen wir, inzwischen im Stockdunklen, wieder am Sommerwandl an (1 Stunde). Nun nur noch einmal die Ski geschultert und schon ging es flugs hinunter zum Auto (20 Minuten).
Eine geniale Tour. Und beide waren wir froh, jemanden zu haben mit dem man so einen Quatsch machen kann (und zu Hause jemanden zu haben der uns so einen Quatsch erlaubt). Nach der Tour war ich dann auch ausnahmsweise fertig genug, um auf eine Götschenrunde am Sonntag zu verzichten. Die absolvierten Karin und Paul alleine (450 hm).

Sonntag, Januar 31, 2021

Wanderung zum Wetzsteinbruch in Ohlstadt - 31.01.2021

Zum Glück hat es nun den ganzen Schnee weggeregnet. Rechtzeitig bevor ich Pauls Tourenski (der Junior geht jetzt auch mit einer Dynafit-Bindung) und mein Bastelprojekt, zwei Ski-Böckl, fertig hatte. Naja, dann hieß es eben am Samstag erst mal die Räder rausholen und mit Paul eine Runde auf den Müllberg radeln (2½ Stunden, 150 hm, 23,5 km).
Sonntag wollten wir dann aber trotz des miesen Wetters doch noch ein bisschen raus. So unternahmen wir in Ohlstadt einen kleinen Spaziergang zum Wetzsteinbruch und dem daneben liegenden Wasserfall. Eine nette Runde (3 Stunden, 200 hm, 8 km) über Felder und durch den Wald auf dem neu angelegten Wetzsteinwanderweg mit vielen schön gemachten Infotafeln. Am Wasserfall sahen wir auch ein Hermelin, das mit seiner Beute über die steilen Hänge flitzte und seinen Bau suchte.

Samstag, Januar 30, 2021

Auf und nieder am Spitzing und eine kleine Runde auf den Olyberg - 27.01.2021

Endlich durfte man als gemeiner "Münchner" wieder in den Landkreis Miesbach und damit an den Spitzing und endlich hatte es wieder ein bisschen Schnee gegeben. Dieser Schnee kam zwar schon wieder mit einer riesen Portion Wind, aber im Moment gibt man sich ja mit allem zufrieden. So fuhren Seppi und ich zum Taubensteinparkplatz, wo wir, Zufälle gibt es, Martin trafen.
In coronakonformen Abständen (oder waren es eher Entlastungsabstände wegen der Lawinenlage?) zogen wir zum Jägerkamp hinauf (1 Stunde 20 Minuten, ↑700 hm). Vor uns war nur ein einzelner Skitourengeher unterwegs, der nach dem Jägerkamp zum Tanzeck schaute, so konnten wir eine wunderbar pulvrige Abfahrt zur Oberen Schönfeldalm einspuren (½ Stunde, ↓320 hm). Ein Traum in weiß und dafür musste man nur die Augen ein bisschen offen halten und schauen wo der Wind nicht zu viel gearbeitet hatte. So stiegen wir wieder Richtung Schnittlauchmoosalm auf (¼ Stunde, ↑160 hm), um knapp vor der Alm durch den lichten Wald zur Rauhkopfhütte abzufahren (¼ Stunde, ↓240 hm), fast noch besser als die erste Abfahrt.
Martin hatte einen Termin und so stiegen nur noch Seppi und ich zum Tanzeck auf (¾ Stunde, ↑320 hm). Eigentlich um zur Krottenthaler Alm abzufahren. Leider waren die Hänge hinunter komplett abgeblasen und schneefrei. Einzig die steile Rinne sah gut aus, war mir aber wegen der Exposition und Neigung zu "heiß". So entschieden wir uns für ein kleines alpines Abenteuer Richtung Aiplspitz, manchmal ein bisschen zum Festhalten, manchmal im grundlosen Schnee wühlen, aber immer direkt dem Grat entlang (½ Stunde, ↑80 hm). Während unserer Kraxelei sahen wir eine Gruppe die Rinne einspuren, sah schon recht gut aus. Wir stiegen aber vom Gipfel über den Ostgrat bis kurz vor den Kleinmiesing ab und spurten in perfektem Pulver den Hang zur Krottenthaler Alm hinunter ein (½ Stunde, ↓80 hm + ↓310 hm). Noch eine schöne erste Spur und das Lawinenrisiko auch noch minimiert, was will man mehr.
Da es nun schon Mittag war, hieß es für uns zwei langsam die Heimreise anzutreten und so stiegen wir nur noch zur Taubensteinbahn Bergstation auf (40 Minuten, ↑250 hm), um durch den Lochgraben zurück zum Parkplatz abzufahren (½ Stunde, ↓560 hm). So schaffte Seppi und ich eine Punktlandung zu Hause, er für eine Telco, ich um die Kids abzuholen.

Die Tour war zwar ganz gut in die Schenkel gegangen, aber für eine kleine Runde am Abend mit dem Junior war ich dann definitiv noch zu haben. Und da in München noch gut Schnee lag, fuhren wir mit den Rädern in den Olympiapark und bestiegen den Olyberg (¼ Stunde, 50 hm). Zwei Mal, weil die steile Abfahrt zum See ließ sich Paul natürlich nicht nehmen.
Schon super so eine Aktion mit dem kleinen Großen (oder war es der große Kleine) zu unternehmen.

Sonntag, Januar 24, 2021

Endlich ist er da, der Schnee: Skitour Simetsberg - 20.01.2021

Endlich, lange mussten wir hier am Nordrand der Alpen warten. Aber was lange wärt wird endlich gut und so gab es die letzten Tage sprichwörtlich Tonnen von Schnee. Viel Schnee, Wind und tiefe Temperaturen, die perfekten Grundvoraussetzungen, um mit dem weißen Gold im interessanteren Gelände nicht wirklich etwas anfangen zu können. Macht auch nichts, Surfen im Schnee macht immer Spaß und Rodeln im E-Garten mit den Kindern auch.
Mittwoch hatte sich die Lage etwas beruhigt und das Wetter war zusätzlich perfekt vorhergesagt. So nahmen sich Martin und ich den Vormittag frei und starteten in aller Herrgottsfrüh in Einsiedel los zum Simetsberg. Der Anstieg durch den Wald, meist entlang von Forststraßen ist prädestiniert um zu ratschen und so verging die Zeit wie im Flug. Ab der Simetsberg-Diensthütte war dann der Einfluss des Windes ziemlich gut zu beobachten und am Gipfel war auch der vorhergesagte Föhn schon durchgebrochen (2½ Stunden, 1050 hm). Trotzdem wollten wir die freien Hänge über der Diensthütte mehrmals befahren, damit sich der lange Waldhatsch zumindest auszahlt. Leider verschwand Martin knapp unter dem Gipfel in einem Latschenloch und brach sich den Stock ab, also doch keine Wiederanstiege sondern nur die Abfahrt zur Simetsberg-Diensthütte (¼ Stunde). So wirklich gut war die Abfahrt auch nicht, viel Windharsch und dann wieder eingewehte Rinnen und Mulden. Unsere Pause an der Diensthütte nutzen wir um ein Profil und einen ECT bzw. CT zu graben (¾ Stunde). Die Schwachschichten vom Wochenende fanden wir nicht mehr, nur eine Eislamelle etwa 10 cm über dem Boden (bei einer Gesamtschneehöhe von 170 cm) und wir lösten einen kollabierenden Teilbruch ohne Bruchfortpflanzung aus (ECTN 23@130). Einen anschließenden CT lösten wir bei gleich vielen Schlägen an der selben Schicht aus und fanden beim abheben eine dünne Oberflächenreifschicht. Diese dürfte sich zwischen den Schneefällen von letzter Woche und Sonntag gebildet haben. Nach dem Spaß im Schnee (uns war auch gut warm nach der Buddelei), gings durch den Wald zurück zum Auto (½ Stunde).
Eine nette Skitour mit Martin, auch wenn man es wegen der Abfahrt nicht machen hätte müssen, Spaß hat es trotzdem gemacht. Am Parkplatz kontrollierte übrigens die Polizei, ob die Kontaktbeschränkungen eingehalten wurden.

Sonntag, Januar 10, 2021

(Kinder)skitouren und winterliche Kletterei im BGL - 01.-08.01.2021

Der erste Tag des neuen Jahres begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Ich weiß ja, eigentlich wollte ich wegen der geringen Schneelage keine Skitour mehr gehen, aber wenn das Töchterchen schon mal Lust auf eine Skitour hat, kann man seine Meinung schon mal ändern. Anna, Karin und ich stiegen von der Götschenalm zum Götschenkopf auf (2 Stunden, 450 hm) und ganz so schlimm wie vor drei Tagen war es mit dem Schnee nicht mehr. Mehr als eine Pistentour ist aber definitiv nicht drin.
Das wollte Paul natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass seine kleine Schwester eine größere Skitour gegangen ist als er. Also Familienskitour auf den Götschen (1½ Stunden, 450 hm) am Zweiten. Der Dritte brachte dann nur einen kleinen Spaziergang auf den Lockstein, während Paul und ich am Vierten mit den Zipfelbobs vom Hirscheck (1 Stunde, 350 hm) fuhren, während Karin und Anna am Hochschwarzeck Schlitten fuhren.

Für den Fünften war nicht nur perfektes, sonniges Wetter vorhergesagt, sondern Peter und ich hatten uns den Tag auch für eine kleine Aktion geblockt. Der Tag am Untersberg letzte Woche hatte gezeigt, dass in der Südwand weniger Schnee als vermutet liegt und da Peter die Anfängerfreuden (8 SL, UIAA 5-) neben der Naturfreundehöhle noch nicht kannte, sollte diese Tour unser Ziel sein.
Um nicht immer von Ettenberg aus zum Untersberg aufzusteigen, starteten wir diesmal von der Hintergern. Über den Störweg und den Weg zum Scheibenkaser gelangten wir zu den Rinnen die zum Einstieg der Tour führen (2 Stunden, 800 hm). Durch den relativ weichen Schnee wühlten wir uns zum Einstieg hinauf (1 Stunde, 150 hm). Hier wären die Steigeisen an ein paar Stellen gar nicht unangenehm gewesen, wir hatten sie (und die Pickel) aber aus Gewichtsgründen im Auto gelassen. Wir klettern schließlich in einer Südwand! Für den Rest der Tour stellte sich dann aber heraus, dass unsere Planung aufging, die kurzen Schneepassagen waren auch ohne Steigeisen gut zu meistern.
Die Tour selbst war ein Traum, auch wenn sich Reibungsplatten (sind zum Glück ja nicht viele) mit einem (nassen) Bergschuh weniger schön klettern lassen, als mit einem Kletterschuh. Ich hatte gerade die vierte und fünfte Seillänge nicht mehr als so schön in Erinnerung (vor sieben Jahren war ich die Tour schon mit Karin geklettert). Die unangenehmste Seillänge war diesmal die vorletzte. Auf den flachen Platten hatte sich eine, leider nicht fest anhaftende, Schneeschicht gebildet, die vornehmlich bei leichter Belastung ihren Weg der Schwerkraft folgend antrat. Aber auch diese Länge ging ohne Steigeisen und so musste ich mich in der letzten Länge nur noch ein paar Meter durch den Schnee hochwühlen, damit wir an der Stütze der Materialseilbahn unser Bier genießen konnten (3 Stunden, 230 hm). Die Pause hatten wir uns redlich verdient und umso schwungvoller ging es danach wieder hinunter zum Auto (1¾ Stunde, 20 hm). Ein toller Tag, wieder einmal komplett alleine bei bestem Wetter und bei netter Kletterei. Es wäre auch warm genug gewesen, um die steileren Touren in der Süd- und Südwestwand komplett schneefrei zu klettern. 
Karin war an diesem Tag mit den Kids bei der Wildfütterung im Klausbachtal.
Drei König brachte dann noch ein bisschen Schnee, aber leider wieder nur in homöopathischen Mengen. So sorgten wir am Donnerstag für ein paar zusätzliche Kratzer in unseren Zipfelbobs, bei der Abfahrt vom Hirscheck (1 Stunde, 350 hm), diesmal als gesamte Familie.
Freitag war dann unser letzter Tag im BGL und das Wetter sah recht passabel aus. Das nutzen Karin und ich noch für eine letzte Skitour alleine. Von Hinterbrand trugen wir die Ski zur Mittelstation und stiegen übern Klaus-Maxei zur Jenner Bergstation auf (2 Stunden, 700 hm). Schnaufen, Ratschen, Schauen, es ist einfach schön Zeit als Paar verbringen zu können. Für den Weg auf den Gipfel ließen wir die Ski wieder an der Bergstation zurück, da immer noch ähnlich wenig Schnee liegt wie vor knapp zwei Wochen (¼ Stunde, 80 hm). Auf der Tour wie auch am Gipfel waren ein paar Leute unterwegs, aber von einem Ansturm, wie ihn ein paar Lokalpolitiker gerne postulieren, war nichts zu sehen. Dies gilt übrigens für das ganze BGL und die ganzen zwei Wochen, die wir da waren. Zurück auf der Sonnenterrasse der Bergstation ließen wir uns unsere Brotzeit schmecken und genossen die Zeit zu zweit. Nach eine kurzen Abfahrt stiegen wir noch zum Klaus-Maxei-Schlepplift auf (¼ Stunde, 80 hm), um die Abfahrt um einen "Pulverhang" zu verlängern. Naja, die Qualität dieser Idee war eher mäßig, dafür ist es aber auch ein Steinski. Über die Jennerwiesen gibt es inzwischen, entlang der Beschneiungslanzen, eine durchgängige Spur, auf der man keine Steine trifft und man die DSV Trainingsstrecke umgehen kann. Nur zurück nach Hinterbrand muss man wieder tragen (¾ Stunde). Ein schöner Abschluss bevor es am Montag wieder zurück in den Home Office und Home Schooling Wahnsinn geht.
2021_01_08_Jenner

Donnerstag, Dezember 31, 2020

Rückblick auf ein verrücktes Jahr

Man könnte im Jahresrückblick sagen: was für ein S*****jahr, aber das wäre zu einfach gegriffen. Das Jahr hatte nämlich viel mehr als ein blödes Virus zu bieten. Neben Corona gab es einige Höhen und auch Tiefen in diesem Jahr. Die Skitourensaison am Anfang des Jahres bot einige Highlights, wie zum Beispiel das Kopftörl im Kaiser oder auch der Hundstodreibn im Steinernen Meer. Nach unserem super schönen Besuch bei Chanti und Joël bremste uns (und auch die restliche Welt) Corona aus und wir nutzten die Zeit für Bewegung in den eigenen vier Wänden.
Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit dieses Jahr brachte uns viele schöne Wanderungen und Übernachtungen in den Voralpen, schöne Klettertage in Franken und Treffen mit neuen und alten Freunden.
Ein sommerliches Highlight war die Begehung des Nollen während wir Dani auf der Guggi besuchten. Kurze Zeit später kam der absolute Tiefpunkt in diesem Jahr, mein Stolperer an Karins Geburtstag. Dass wir an dem Tag nun gemeinsam Geburtstag feiern können, habe ich nur einer ganzen Schar an Schutzengeln zu verdanken.
So waren wir trotz aller Unwägbarkeiten doch recht viel in den (vor allem bayrischen) Bergen unterwegs (55200 hm davon 19140 hm mit Ski und 8860 hm mit dem Bike).
So bleibt uns an diesem letzten Tag des Jahres nur noch euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich super tolles Jahr zu wünschen! Rutscht gut rüber.



Ende des Jahres im BGL - 28.-31.12.2020

In diesem Jahr ist vieles anders, so auch zwischen den Jahren. Normalerweise besuchen wir in dieser Zeit ja meine Eltern. Nach unserem Besuch am Sonntag hatte sich aber klammheimlich eine Testpflicht in die Quarantäneverordnung geschlichen. Nun hat es der Markus S. also wirklich geschafft, jetzt wird sogar uns der Aufwand für einen Abstecher in Tirol zu groß, danke dafür. Aber wir haben ja noch einen zweiten, bergnahen Stützpunkt, also ab zu Karins Eltern.
Nach einer Woche weihnachtlichem auf der faulen Haut liegen, mussten wir uns Montag bewegen. Familienskitour, weil heiß auf Schnee sind wir im Moment alle vier. Von der Mautstelle an der Rossfeldstraße stiegen wir mit den Kindern zum Rossfeld auf (1½ Stunden, 350 hm). Nicht nur dass sie beide den Aufstieg gut gemeistert hatten, auch in der Abfahrt (trotz etlicher Steine) kann man wirklich stolz auf die beiden sein. Einfach schön die Freude der Kinder an unserem Lieblings(winter)sport zu sehen. Da erwartungsgemäß mein Bewegungsdrang noch nicht gestillt war, drehte ich noch eine abendliche Runde auf den Götschen (¾ Stunde, 400 hm). Wobei aber auf der Familienabfahrt unter dem Beschneiungssee praktisch kein Schnee mehr vorhanden ist, nachdem sämtlicher Schnee am unteren Hang der FIS Abfahrt zusammengeschoben wurde. Für die Familienabfahrt darf man übrigens sogar mit seinem Steinski wenig Mitleid haben.
2020_12_28_Rossfeld

Dienstag wollten eigentlich Peter und ich zusammen etwas unternehmen. Aus familiären Gründen konnte er aber nicht, so zog ich alleine los. Nach einer spannenden Fahrt nach Hinterbrand (bei Neuschnee erweist sich unser Allrad immer als Gold wert), zog ich meine Spur über die Mittelstation und die Wasseralm zur Priesbergalm (1½ Stunden, 500 hm). Das bisschen Neuschnee, das in der Nacht gefallen war, wurde leider durch den stürmischen Wind verfrachtet. Zu beobachten war das schon unterhalb der Priesbergalm, durch die exponierte Lage war es aber an den Hohen Rossfeldern extrem. Dieser Umstand ließ mit Sicherheit auch die paar anderen Skitourengeher, die hinter mir kamen, am Unteren Rossfeld umkehren. Ich hatte aber eine Spur in den Stiergraben gesehen, die ganz passabel aussah und dafür musste ich noch ein Stück ins Obere Rossfeld. Also konnte ich auch ganz zu den Begrenzungsfelsen des Fagstein aufsteigen (1 Stunde, 450 hm). Beim Abfellen riss mich der Föhnsturm fast von den Beinen und die Abfahrt war immer ein Wechsel aus Wind(bruch)harsch, Gras und Triebschnee, also ein Traum. Kein Wunder, dass ich froh war ohne Zwischenfälle zurück an der Priesbergalm zu sein, einige Steine habe ich auf jeden Fall erwischt. Bei der Abzweigung oberhalb der Königsbachalm ins Torrener Joch fellte ich wieder auf und stieg über die Südhänge zur Jenner Bergstation auf (1 Stunde, 500 hm). Der Wind hatte sich inzwischen fast gelegt und im Gegensatz zu den Rossfeldern ist man hier fast durchgängig in der Sonne. Nach dem doch recht frischen ersten Teil der Tour konnte man sich hier wieder aufwärmen. Zum Jenner Gipfel nahm ich diesmal die Ski gar nicht erst mit, die Abfahrt ist schon bei viel Schnee wenig lohnend, bei den momentanen Bedingungen aber eher eine Kamikaze Aktion (¼ Stunde, 80 hm). Auf der Abfahrt zurück zur Mittelstation gingen sich sogar noch ein paar schöne Schwünge aus (und natürlich auch noch ein paar Steinvolltreffer) und so endete die Tour nach einem kurzen Fußmarsch wieder in Hinterbrand. Eine super 1500 hm Runde, die aber meine letzte Skitour sein dürfte, ohne deutlich Neuschnee.
Den Nachmittag verbrachten wir bei einem Spaziergang um und am zugefrorenen Hintersee und Mittwoch wanderten wir mit Claudi und ihrer Freundin zur Kneifelspitze (1¼ Stunde, 350 hm). Immer wieder eine nette Wanderung und bestens geeignet zum Ratschen wenn man sich lange nicht gesehen hat.

Und am letzten Tag des Jahres klappte es dann doch noch, Peter hatte Zeit, Matze hatte Zeit und ich auch. Unser Ziel war der Berchtesgadener Hochthron über den Klettersteig. Die Tour ist für Peter und mich auch im Winter nichts Neues, aber wie immer im Winter kann man die Bedingungen in der Wand schwer von unten einschätzen. Für alle Eventualitäten ausgerüstet stapften wir, bei deutlich mehr Schnee als auf den Rossfeldern, zum Scheibenkaser (1½ Stunden, 680 hm). Spätestens hier waren wir froh Schneeschuhe hochgeschleppt zu haben. Der Zustieg zum Steig war mit teils grundlosem Pulver zugeweht (¾ Stunde, 170 hm). Der Steig selbst ging weitgehend gut, die Steigeisen und Pickel konnten in den Rucksäcken bleiben, nur das Seil kam an zwei Stellen zum Einsatz. Und so stiegen wir knapp neben dem Gipfelkreuz über die Wechte auf den Hochkarst des Untersberg (2 Stunden, 380 hm). Im eiskalten Wind stiegen wir zum Störhaus ab (¼ Stunde), wo wir ausgedehnt Pause machten und die warme Sonne und ein Bier genossen. Der Abstieg zum Scheibenkaser (1 Stunde, ↑50 hm, ↓600 hm) war dieses Mal um einiges besser als vor drei Jahren, obwohl wir auch spuren mussten. Schnell ging es dann in der ausgetretenen Spur hinunter zu den Autos (¾ Stunde) und damit dem Feierabend entgegen. Ein super Ausklang des Jahres mit den Jungs, so machen Touren einfach Spaß, danke.

Montag, Dezember 21, 2020

Dem Nebel in München entfliehen - Skitour am Sudelfeld und Wanderung am Achensee - 19/20.12.2020

Das ganze Wochenende hing dichter Nebel in München, so war für uns klar, dass wir in die Berge und somit in die Sonne  wollten.
Samstag nutzen wir für eine Skitour am Sudelfeld, bei strahlendem Sonnenschein. Von der Waldkopfbahn stiegen wir zum Mittleren Sudelfeld auf (1 Stunde, 200 hm). Paul macht sich mit den Toureneinsätzen inzwischen ganz gut, sogar Spitzkehren funktionieren, solange er sich auf die Ski konzentriert. Und wenn ich Annas Ski und Schuhe hinauftrage, ist für sie so eine Tour sowieso kein Problem. Vor der Bergwachthütte am Mittleren Sudelfeld machten wir Pause bis die Sonne endgültig hinter den Bergen verschwand. Die Abfahrt war zwar nicht ganz so gut wie der Aufstieg, trotzdem schafften beide Kids die Abfahrt mit sichtlich Spaß.
Sonntag besuchten wir dann meine Eltern und unternahmen eine kleine Wanderung auf die Buchauer Alm (1 Stunde, 400 hm). Eine sehr schöne Wanderung und wer weiß wann sich die Ein-/Ausreisebestimmungen wieder verändern werden und damit ein Besuch wieder unmöglich wird.

Montag, Dezember 14, 2020

Skitourenmontag mit Karin am Kolbensattel - 14.12.2020

Natürlich fiel dieses Jahr für Karin und mich auch unser Saisonauftakt in Saalbach aus. Da wir die Urlaubstage aber dennoch nehmen mussten, nutzten wir das Traumwetter am heutigen Montag für eine kleine Skitour. Sozusagen ein kleiner Urlaub, bevor am Mittwoch das Land noch weiter heruntergefahren wird. Von Oberammergau stiegen wir über die Piste zum Kolbensattel auf (1 Stunde, 400 hm). Der Weiterweg Richtung Zahn hat noch nicht genug Schnee, also machten wir eine ausgedehnte Pause an der Hütte, bevor wir abfuhren (¼ Stunde). Obwohl die Abfahrt mehr schlecht als recht war, war unser Bewegungsdrang noch lange nicht gestillt, also drehten wir noch eine zweite Runde zum Kolbensattel (55 Minuten, 400 hm). Trotz viel zu wenig Schnee, einfach ein schöner Tag mit Karin und ein bisschen Pause von den vielen schlechten Nachrichten, die jeden Tag auf uns einprasseln.

Sonntag, Dezember 13, 2020

Skitourenauftakt am Kleinen Traithen - 12.12.2020

Dass unser traditionelles Skitouren-Eingehwochenende nicht klappen würde wie in den letzten Jahren (2019, 2017 und 2013), war Peter, Vladi und mir eigentlich schon seit einiger Zeit klar. Trotzdem wollten wir uns weder Corona, noch dem fehlenden Schnee geschlagen geben. Zunächst verschoben wir das Wochenende in der Hoffnung auf mehr Schnee und nun reduzierten wir auf einen Tag, naja man nimmt inzwischen ja was man bekommen kann. Ganz zufällig trafen wir uns mit viel Abstand am Sudelfeld an der Waldkopfbahn. Der Vorteil an Skitouren ist ja, man ist an der frischen Luft und hat schon aus der Bewegung heraus einen infektionsschutzgünstigen Abstand. So wanderten wir mit unseren Ski zum Ende des Vogelsanglift (1 Stunde, 475 hm) und zu Fuß weiter zum Gipfel des Vogelsang (¼ Stunde, 50 hm). Nun stellte sich die Frage, was nun, Abfahren und mit den anderen, hinter uns kommenden Skitourengehern noch einmal aufsteigen oder eine kleine Wanderung ohne Ski machen. Die Entscheidung viel schnell und einstimmig, wandern! Über den mehrmals versicherten Steig stiegen wir zum Kleiner Traithen auf (¾ Stunde, 200 hm), schon schön und vor allem schön einsam. Nach einer kleine Pause gings den Weg wieder zurück zum Skidepot am Schlepplift (½ Stunde, 25 hm) und bei ziemlich starken Schneefall zu den Bussen (½ Stunde). Dafür, dass nicht wirklich viel Schnee liegt, war die Abfahrt gar nicht so schlecht, dank der Grundlage die die Beschneiung am Sudelfeld geliefert hatte. Und nun schauen wir mal, was denn da noch so kommen wird in den nächsten Tagen/Wochen, ganz hab ich die Skitourensaison noch nicht aufgegeben, weil a bissal was geht immer.

Sonntag, Dezember 06, 2020

Pidinger Klettersteig und a weng Schneerutschen - 05./06.12.2020

Jetzt kommt er endlich, der Winter, mit ergiebigen Niederschlägen, aber leider nur am, im Moment für uns unerreichbaren, Alpenhauptkamm. Für uns gab es dafür Föhn, na toll. So suchte ich mir für Samstag eine windgeschützte Tour, die auch mit fehlendem Tourenpartner geht. Also wieder mal an den Hochstaufen. Beim ersten Blick in die Nordwand, entschied ich die schweren Schuhe, Steigeisen und Pickel im Auto zu lassen. Schnell stieg ich zum Einstieg des Klettersteigs auf (1 Stunde, 600 hm). Meine Einschätzung von unten hatte sich bestätigt, es gab nur eine geringe Schneeauflage und der Fels selbst war trocken, nur an größeren Griffen und Tritten hatte sich etwas Pulver gesammelt. Wie erwartet war die Querung vom Pfeiler zum Schuttkessel unter dem Abschlussteil (Panoramaweg) am unangenehmsten. Zwar war auch hier nur wenig Schnee, aber im Bereich der Rinne fehlte das Seil, was ein paar Meter unangenehme Kletterei ohne Sicherung erforderte. Direkt danach ist eine glatte (und recht flache) Plattenquerung in der sich Schnee gesammelt hatte und daher rutschig war. Ab dem Schuttkessel gings dann aber wieder an trockenem Fels weiter bis zum Ausstieg und in wenigen Minuten zum Gipfel (2¾ Stunden, 740 hm). Den Aufenthalt am Gipfel beschränkte ich auf ein paar Fotos, da der Föhn eisig über den Kamm blies. Der Abstieg über die Steinernen Jäger war vor allem südseitig schön trocken, nur in den schattigen Bereichen hatte sich ein bisschen Eis gebildet. An einer windgeschützten Stelle konnte ich so meine Gipfelpause nachholen und nach dem etwas eintönigen Forststraßengehatsche kam ich wieder am Parkplatz an (1¾ Stunde, 50 hm). Immer wieder eine schöne Runde.
Am Sonntag rutschten wir dann noch ein bisschen mit den Kindern im Schnee am Götschen herum. Schön wieder ein bisschen Schnee unter den Ski zu spüren, die Schneemenge ist aber im Großen und Ganzen armselig. Es wird Zeit für einen richtigen Wintereinbruch, da hab ich aber eher meine Zweifel, dass das vor Weihnachten noch etwas wird.

Sonntag, November 29, 2020

Sundowner am Heuberg - 29.11.2020

Letzte und vorletzte Woche hatte ich jeweils mit Martin einen Nachmittagstermin, die Isartrails bei Schäftlarn. Dass man sich dort noch auf die Schnelle nach der Arbeit kaputt machen kann, zeigte jeweils ein Blick auf die Uhr, die Zuhause immerhin 700 hm / 60 km bzw. 800 hm / 65 km anzeigte.

Sonntag wollten wir endlich mal wieder als Familie eine Wanderung unternehmen. Da zäher Nebel vorhergesagt war und wir nicht wirklich aus den Federn kamen, planten wir nicht zu weit zu fahren. So stand unser Ziel schnell fest, der Heuberg (1338 m). Am frühen Nachmittag starteten wir vom Parkplatz Schweibern Richtung Daffnerwaldalm (1 Stunde, 300 hm) und weiter zum Heuberg (¾ Stunde, 300 hm). Leider noch im Nebel, gefühlt fehlen 100 hm. Drüben an der Wasserwand (1367 m) sah es etwas lichter aus, also den kurzen "Klettersteig" mit eiskalten Fingern hinauf zum Kreuz (¼ Stunde, 50 hm). Aber leider zeigte sich auch hier während unserer Pause nur über uns ein Flecken blauer Himmel.
Das Abklettern gestaltete sich noch unangenehmer als der Weg hinauf, da die Finger nicht wärmer wurden. Am Wandfuß angelangt, lichtete sich der Nebel am Gipfel, also kraxelte ich gleich nochmal hinauf. Was für ein genialer Blick, über dem Nebel kurz vor dem Sonnenuntergang. Doch auch am Heuberg wurde es heller und so konnten wir dort alle gemeinsam die letzten Sonnenstrahlen genießen (½ Stunde, 50 hm). Gleichzeitig ging am Hochries der Mond auf, was für ein Tag, da war der Abstieg im Dunkel dann auch nicht weiter schlimm (1¼ Stunde). 

Dienstag, November 24, 2020

Südwand Schmankerl mit Vladi - 22.11.2020

Dienstag war zwar klettertechnisch nicht ganz der Bringer, es hat aber Lust auf mehr gemacht. So war die Entscheidung recht einfach, als Vladi mich anrief und fragte ob ich Sonntag nicht Klettern gehen wollen würde. Natürlich wollte ich und Karin ließ mich auch.
Donnerstag und Freitag war etwas an Schnee gefallen, deshalb suchten wir uns eine etwas steilere Südwand. So wahnsinnig viele Möglichkeiten gibt es da gar nicht, wenn man nicht zu weit von München fahren will, aber der Buchstein ist immer einen Ausflug wert. So starteten wir am schattigen Parkplatz bei eisiger Kälte unseren Aufstieg zur Sonnbergalm. Zum Glück wurde es schnell warm und spätestens als wir in die Sonne kamen, konnten wir uns der dicken Jacken entledigen. Als wir die Sonnbergalm erreichten (1 Stunde, 650 hm), sahen wir nicht nur endlich die Wand, sondern auch, dass wir richtig geplant hatten. Die Sonne am Samstag hatte den Schnee auf den Bändern schmelzen lassen und das Schmelzwasser in der Wand getrocknet. Nun strahlte die Wand komplett trocken zu uns herab. Rasch stiegen wir zur Südwand auf und suchten den Einstieg unserer Tour (½ Stunde, 100 hm). Wir hatten uns das Südwand Schmankerl (5 Sl., 6-) herausgesucht, da es sich um den leichtesten Anstieg handelt. Eine super Tour um stressfreien Spaß im Fels zu haben, vor allem wenn der Kopf noch nicht ganz mitspielt. Die vier schönen Längen vergingen wie im Fluge und nach dem abschließenden Schrofengehirsche standen wir kurz unter dem Gipfel (2 Stunden, 150 hm). Kurz genossen wir die Fernsicht zu den, im Moment noch ein bisschen ferneren, Gipfel des Hauptkamms, bevor wir den Abstieg durch die Speckrinne zur Tegernseer Hütte in Angriff nahmen und den kurzen Abstecher auf den Roßstein machten (20 Minuten, 50 hm). Im Gegensatz zum Buchstein ging es hier zu wie am Stachus. Nach einem kurzen Stau im versicherten Steig, holten wir unsere Rucksäcke am Einstieg der Tour (½ Stunde) und ließen uns ein gemütliches Helles und eine Brotzeit schmecken. Das Leben kann manchmal wirklich unerfreulich sein...heute aber nicht. So machten wir uns an den Abstieg als sich die Sonne langsam im Westen senkte und ein paar Wolken aufzogen. Zurück am Auto fragte ich mich dann aber schon, warum ich meine Schneeketten im Auto gelassen hatte. An ein paar Stellen im Abstieg wären sie nämlich an meinen Schuhen schon ganz angenehm gewesen (1¼ Stunden).
Ein super schöner und entspannter Tag mit Vladi, der hoffentlich bald wiederholt wird.

Dienstag, November 17, 2020

Leonhardstein mit dem Bäda - 17.11.2020

Dieser Spätherbst liefert und liefert, einen Hammertag nach dem anderen. Da wäre es ja eine Schande, so ein Wetter vor dem Rechner zu vergeuden. Eine kurze Anfrage beim Bäda und schon stand der Plan, klettern am Leonhardstein, die Touren in der warmen Südwand sind prädestiniert für den Herbst (z.B. die Flora Bohra). Diesmal versuchten wir einen neuen Zustieg, von Kreuth stiegen wir, an der Duslaualm vorbei, zum Ende eines Forstweges auf (¾ Stunde, 350 hm). Und von dort weiter mehr oder weniger querfeldein durch ein Blockfeld, um wenig später die Südwand (östlicher Teil) zu erreichen (½ Stunde, 130 hm). So in der Nähe der Wand hielt sich meine Klettermotivation plötzlich ziemlich in Grenzen, aber von alleine wird der Kopf ja nicht besser, also stieg Peter in die El zu 1 (6, 25 m) ein. Ein ziemliches Grasgeschrubbe an nicht immer ganz festem Fels. Selbst im Nachstieg fluchte ich inbrünstig. So macht Klettern definitiv keinen Spaß! Die einzige für uns kletterbare Tour von hieraus ist A Hund (6, 25 m), welche im Gegensatz zur Einstiegslänge zwar steil, aber wirklich nett aussah. Also frisch ans Werk und siehe da, so eine Verschneidung mit guten Griffen macht ja doch Spaß. Leider muss man am oberen Ende in die Platten der Nachbartour (immerhin eine 8-) queren, die weiteren Haken von A Hund, die es laut Topo geben müsste, habe ich leider nicht gefunden. Die Platten waren für mich heute nicht vorstellbar (ich hoffe mein Kopf bessert sich wieder) und so opferte ich einen Karabiner und kehrte zu Peter zurück an den Stand. Irgendwie war das heute nicht so erfolgreich, wir seilten ab und genehmigten uns eine gemütliche Halbe. Wobei so gemütlich war die gar nicht, weil ein bisschen Bewegung wollten wir beide noch und wenn man nicht klettern kann, dann kann man ja zumindest wandern. Also wurde eine Presshalbe daraus und schon spurteten wir unter der Südwand zum Normalweg (20 Minuten, ↑70 hm, ↓120 hm) und weiter über diesen zum Gipfel (20 Minuten, 260 hm). Da Peter rechtzeitig zurück sein musste, genossen wir die Sonne und das Panorama ... nicht! Sondern machten uns nach ein paar Minuten auf den Heimweg (1 Stunde, ↓690 hm). Nach genau 7 Stunden erreichten wir den Bus und waren rechtzeitig zum Kinderabholen wieder zurück in München. Trotz unserer grottenschlechten Kletterperformance ein super cooler Tag mit dem Bäda.

Montag, November 16, 2020

Schildenstein über die Wolfsschlucht - 14.11.2020

Das Herbstwetter zeigte sich immer noch von seiner besten Seite nur leider fiel Karin wegen einer zahnbedingten dicken Backe aus. Da traf es sich umso besser, dass Knirschs gerne mit uns noch einen Womo Abend verbringen und wandern gehen wollten. Gesagt getan und so trafen wir uns Freitagabend in Kreuth, Kinder spielend, Eltern biertrinkend.
Nach einer kalten aber geruhsamen Nacht und einem herzhaften Frühstück starteten wir in Richtung Siebenhütten. Die Wanderung kannten wir schon vom Sommer, als wir mit Annas Kindergartenfreunden hierhin eine Wanderung unternommen hatten. Diesmal wanderten wir an den Almen vorbei und folgten dem Tal weiter bis zur Wolfsschlucht (1½ Stunde, 200 hm). Nun änderte sich der Charakter der Wanderung grundlegend, von flachem spazieren neben dem Bach zu einem seilversicherten Steig durch die steilen Schrofenhänge am Talende. Wie vier junge Gämsen sprangen die Kids Richtung Sonne, das ist nämlich der einzige Wermutstropfen der Tour, im Herbst ist es in dem tief eingeschnittenen Tal ziemlich schattig. Als wir das Almgelände zwischen Blaubergalm und Schildenstein erreichten (1½ Stunden, 450 hm) konnten wir endlich Sonne tanken und eine ausgedehnte Rast einlegen.
Nach der Rast gings über das liebliche Gelände hinüber zum Sattel unterhalb des Schildenstein und ein wenig steiler hinauf zum Gipfel (½ Stunde, 200 hm). Spätestens hier bemerkte man das gute Wetter, wirklich alleine waren wir zwar ohnehin nie, aber die Menge der Wanderer am Weg zum Gipfel war dann schon beeindruckend. Als Abstieg hatten wir uns für den Weg über das Graßeck und die Geißalm entschieden. Den Weg kannten wir schon mit dem Bike. Mit den Kindern machte es aber fast genau so viel Spaß und so waren wir nach einem kurzweiligen Abstieg bald wieder am Bus (2 Stunden).
Eine superschöne Wanderung mit Knirschis, wo sich wieder mal gezeigt hat, wie schnell und stressfrei die Kinder gehen, wenn sie mit anderen Kindern gehen können. 

Montag, November 09, 2020

Herbstferien in drei Akten - 31.10.-08.11.2020

Es waren Herbstferien und da wir schon zu Ostern nicht nach Bleau fahren konnten, wollten wir eigentlich in den Herbstferien hin. Dass das nicht funktionieren würde, war schon Ende des Sommers klar, also war Finale unser Ausweichplan. Der wurde von den steigenden Infektionszahlen in Ligurien durchkreuzt. Also zum Gardasee, was Mitte Oktober durch die Risikogebietseinstufung des RKI vereitelt wurde. Zum Beginn der Ferien war klar, es geht nirgends hin und selbst in Bayern würden mehr als Tagesausflüge schwierig. Aber ganz geschlagen geben wollten wir uns nicht und so teilten wir die Ferienwoche etwas auf.

Erster Akt, Halloween am Sylvenstein:
Nach einer verregneten Woche wurde das Wetter zum Samstag endlich gut und so wanderten wir von Vorderriß zum Rißsattel (1½ Stunde, 440 hm). Eine wunderschöne, kurzweilige Wanderung mit unglaublich schönen Ausblicken auf den Rißbach. Während unserer Wanderung waren Laura und Vladi zum Sylvenstein gekommen und so trafen wir uns nach dem Abstieg (¾ Stunde), um ihr traditionelles Halloween SUPen zu zelebrieren. Trotz eisigem Wasser ein sehr schöner Ausklang des Tages.
Sonntag zog dann die nächste Regenfront durch, aber für ein Lagerfeuer am See reichte es. Montag zeigte sich das Wetter dann wieder von seiner Schokoladenseite, weshalb Laura und Vladi zu einer Wanderung weiterzogen und wir mit den Outdoorpassionists, die zufällig auch ihr Wochenende am Sylvenstein verbrachten, Radln  gingen. Zusammen mit ihren Kids ging es zum Isarzufluss (1½ Stunde, 5 km). Trotz relativ instabilem Wetter ein sehr schönes Wochenende.
2020_10_31_SylvebnsteinHalloween


Zweiter Akt, Franken:
Dienstag schüttete es wie aus Eimern, weshalb wir erst am Mittwochmorgen Richtung Norden aufbrachen. Unser erster Stopp war in Treuchtlingen, bei den Heumödern Trails. Nachdem wir zweimal den Julian (1¼ Stunden, 150 hm, 7 km) und einmal den Eulenhof Trail (1 Stunde, 100 hm, 4 km) gefahren waren, beendeten wir die Schlammschlacht und fuhren weiter in die Fränkische.
Ab Donnerstag schien zwar die Sonne, es hatte aber deutlich abgefrischt, fürs Bouldern aber gar nicht so schlecht. Nicht dass in dem Schwierigkeitsbereich in dem wir unterwegs sind die Temperaturen einen Einfluss hätten. So verbrachten wir einen super schönen Tag in der Steinernen Stadt und im Fietzparcours mit Bouldern, Wandern und Bucheckern Sammeln/Essen.
Freitag zogen wir weiter ins Hirschbachtal, um den Norissteig zu gehen. Vor drei Jahren waren wir schon Teile des Steigs mit den Kindern begangen, diesmal wollten wir ihn aber komplett machen. Der Steig ist wie Ostereier suchen, man wandert durch den Wald und sucht Felsen über die man kraxeln kann. Von der Knechthöhle und den Klettergrat gings zum Noristörl. Dort liefen wir auf eine kleine Gruppe auf, die sich mit einer "Wäscheleine" abließen. Ich habe ja schon viel gesehen, da wollte ich aber möglichst schnell weg, man muss den Kindern nicht zwangsläufig zeigen wie man sich umbringt. Am Norisbrettl und dem Sprungstein gehts dann relativ ausgesetzt durch die Wand und ein etwas längeres Stück durch den Wald zum Franke-Kamin. Diesen hinunter und weiter zur Mittelbergwand, die nicht nur der Abschluss des Steiges ist, sondern auch noch in der Sonne stand. Vom Kreuz der Mittelbergwand waren wir dann in wenigen Minuten zurück am Bus (4½ Stunden, 300 hm, 6,8 km). Ein schöner Tag im raschelnden Herbstwald.
2020_11_04-06_Franken


Dritter Akt, BGL:
Da wir immer noch keine Winterreifen am Bus hatten, ging es von Franken direkt ins BGL. Neben dem Reifenwechsel und jeder Menge kleiner Arbeiten am Bus, hatten wir am Samstag auch Zeit mit Karins Vater zur Kothalm zu wandern. Am Rückweg erkundete ich mit Paul ein kleines, verfallenes Steiglein zum Bankl am Ende der Forststraße und alle gemeinsam stiegen wir noch zur Brandlhütte auf (1 Stunde, 250 hm). Während Karin mit den Kids und ihrem Vater eine kleine Pause machten, sprintete ich noch ins Törl (½ Stunde, 320 hm) und weiter auf den Törlkopf (10 Minuten, 180 hm). Zurück gings im Laufschritt und so traf ich gleichzeitig mit den Anderen am Auto ein (½ Stunde).
Sonntag hatten Karin und ich dann einen kinderfreien Tag. Zusammen wiederholten wir eine Runde die ich letztes Jahr im ersten Schnee durch das nördliche Lattengebirge gedreht hatte. Von Halthurm ging es über den Rotofensattel (1¼ Stunden, 600 hm) zur Steinerne Agnes (¾ Stunde, ↑↓100 hm) und weiter südseitig auf den Dreisesselberg (1¼ Stunden, 430 hm). Dort genossen wir die Sonne und Wärme bei einer ½ Stunde Pause bevor wir den Abstieg auf der Nordseite in Angriff nahmen. Nach dem schattigen Abstieg legten wir noch eine kurze Pause am Lattenbergstoa ein (1¼ Stunden, ↑30 hm, ↓630 hm) bis auch dort die Sonne hinter dem Predigtstuhl verschwand. Der Weg querte nordseitig den Weißbach- und den Speikbachgraben bevor es einen letzten steilen Anstieg zum Lattenberg zu überwinden gab (1 Stunde, ↑150 hm, ↓330 hm). Von dort ging es noch einmal steil in den Felsenbachgraben hinunter zum Maximiliansreitweg und über diesen zurück zum Parkplatz in Halthurm (¾ Stunde, ↑80 hm, ↓280 hm). Mit dieser knapp 1400 hm Runde ging nicht nur ein schönes Herbstwochenende, sondern auch ziemlich gut genutzte Ferien zu Ende. Mit ein bisschen Einfallsreichtum kann man auch trotz Coronabeschränkungen jede Menge Spaß (in der Natur) haben.
2020_11_07-07_BGL

Mittwoch, Oktober 28, 2020

Hühnerberg und Hohljoch - 24./25.10.2020

Endlich hatten wir unseren Bus wieder. Da wir immer noch auf Sommerreifen fahren und Karin dieses Wochenende beschäftigt war, wollte ich ursprünglich ins BGL, um unserem Bus seine Winterschuhe anzuziehen und damit Karins Eltern ihre Enkel mal wieder sehen. Diesen Plan durchkreuzte aber das fiese Virus bzw. der Lockdown im BGL. Also war ein Alternativprogramm angesagt. Da wir schon im Frühjahr sehr schöne Wochenenden am Sylvenstein verbracht hatten (kleine Fluchten, verlängertes Radwochenende), war mein Ziel schnell klar.
Im strömenden Regen steuerte ich am Samstag das Oberland an. Und siehe da, an der Staumauer angekommen, hörte der Regen auf und wir konnten von der Walchenklamm aus eine wunderschöne, einsame Wanderung auf den Hühnerberg (1397 m) unternehmen. Während wir Geschichten erzählend aufstiegen, besserte sich das Wetter immer weiter und so erwischten uns sogar ein paar Sonnenstrahlen (2½ Stunden, 650 hm). Da es aufgrund des Regen recht rutschig war, benötigten wir für den Abstieg einige Zeit (1¾ Stunden, 30 hm) und so wurde es bereits dunkel als wir den Parkplatz in Fall anfuhren, um einen Übernachtungsplatz zu finden. Dass wir einen schönen Platz fanden, war ein wenig Glück, eine halbe Stunde später war der Parkplatz nämlich ganz schon voll (fast wie im Frühjahr).
Nach einem gemütlichen Frühstück, gings am Sonntag in die Eng. Dass diese Idee nicht nur wir haben werden, war eigentlich klar und so war es ähnlich voll wie letztes Jahr mit der Portugal-Crew. Die Farben am herbstlichen Ahornboden waren der Wahnsinn, bis auf die Ahorne, die hatten nämlich ausnahmslos keine Blätter mehr, naja Baumgerippe haben auch etwas. Da sich über die Wege zur Binsalm und zum Hohljoch (1794 m) Menschenmassen schoben, zweigten wir in das Kar Richtung Gumpenjöchl ab und stiegen dort relativ einsam auf (2½ Stunden, 600 hm). Unterhalb des Gumpenjöchls konnten wir große Herden von Gämsen beobachten und statt weiter zum Jöchl aufzusteigen (über das der Weg zum Gamsjoch führen würde) wanderten wir Richtung Süden zum Laliders Hochleger und dem Hohljoch (1 Stunde, 100 hm). Dort warteten zwar wieder deutlich mehr Leute auf uns, aber da die Sonne schon hinter den Zacken des Karwendels verschwunden war, waren es nicht mehr so viele wie am Vormittag. Nach eine Pause mit Schneeballschlacht und Schneemannbau stiegen wir zur Eng ab (1 Stunde) und machten uns auf den (verkehrsbedingt) langen Rückweg nach Hause.
Ein rundum schönes Wochenende mit den Kindern, auch wenn es als komplette Familie noch schöner gewesen wäre, aber Karin durfte dafür mit ihren Mädels zu den Lainbach Wasserfällen und auf den Heimgarten.

Sonntag, September 27, 2020

Rauher Kopf - 27.09.2020

Dieses Wochenende stand ein Besuch bei Karins Eltern an, unser Bus steht aber immer noch in der Werkstatt, so hieß es mit dem Zug ins BGL reisen. Auch nicht schlecht, ohne A8, Verkehr und Stau. Entgegen der schlechten Wettervorhersage wurde der Sonntag strahlen schön. Mit angezuckerten Bergen. Grund genug eine kleine Wanderung zu unternehmen. So stiegen Karin und ich auf den Rauhen Kopf (2½ Stunden, 1050 hm), ein Traum in weiß, zumindest oben. Der Abstieg war dann durch den schmelzenden Schnee ganz schön rutschig und überraschenderweise war ich deutlich langsamer als Karin (1½ Stunden). Ob das noch Nachwehen von der Alpspitze sind? Wer weiß, die kleine Wanderung hat auf jeden Fall unglaublich Spaß gemacht und ich habe definitiv wieder Lust auf Berge.

Mittwoch, September 16, 2020

Berlin und Mecklenburgische Seeplatte - 30.08.-06.09.2020

Eigentlich hatten wir den Plan in der letzten Ferienwoche Richtung Norden aufzubrechen schon ziemlich lange, nach der Aktion an der Alpspitze war es aber noch passender ein wenig Abstand zwischen mich und die Berge zu bringen.
So besuchten wir zuerst Christian in Berlin. Schon viel zu lange hatten wir uns nicht mehr gesehen. Zwei Tage lang machten wir die Stadt mit den Rädern unsicher. Die Radinfrastruktur ist nicht perfekt, aber München kann sich definitiv noch viel von Berlin abschauen. 
Den Rest des Urlaubs verbrachten wir an der Mecklenburgische Seenplatte. Vom Gobenowsee aus unternahmen wir SUP-Touren (Gobenowsee - Drosedower Bek - Rätzsee und zurück (~7 km) / Gobenowsee - Dollbeck - Labussee - Canower Schleuse und zurück (~6,5 km)), einer Radtour nach Wustow (mit Panne auf dem einzigen Straßenstück der Runde (12 km, 200 hm)) und einer Wanderung zur Brücke übers Drosedower Bek.
Auch wenn das Wetter nicht ganz perfekt war, waren es ein paar schöne, entspannte Tage bevor für uns wieder der Schulwahnsinn begann.